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  • #1

Wie mit zu engen Primär-Familien Kontakt umgehen?

Mich würde es interessieren wie ihr damit zurechtkommen würdet wenn Euer Mann zu engen Kontakt zu seiner Mutter und Nichte hätte?

Was mich jetzt dazu gebracht hat das zu fragen, ist das er Journalist ist und in seinem letzten Artikel das Foto seiner Nichte (die ein "Kind" mit besonderen Bedürfnissen ist) und das Foto unseren Sohnes mit dem Text darunter- "wir müssen die Umwelt für unsere Kinder schützen". Das hat mir echt den Abend verdorben. Ich habe Verständnis und versuche mich da rauszuhalten, aber das geht mir zu weit. Es ist als hätte er Frau und Kind aus erster Ehe und kümmert sich rührend um sie. "Unsere" Kinder!!!????

Bin ich ein schlechter Mensch weil mir das langsam auf den Wecker geht? Bei Urlauben und Ausflügen muss sie natürlich auch dabei sein, seine Mutter hat ihm die Sorge für sie schon seit ihrer Geburt angehängt, obwohl erst 6 Jahre danach ihr Vater Selbstmord begangen hat und seine Schwester vor 2 Jahren gestorben ist. Der Einfluss dieser Frau ist enorm. Sie versucht auch unseren Sohn da einzuschließen, damit er sie auch als seine Pflicht sieht in Zukunft, obwohl er doppelt jünger ist! Jetzt kommt der Urlaub und ich darf mich wieder auf das Theater einstellen! Was soll ich den machen?
 
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  • #2
Dein Mann ist ein (Gross-)Familienmensch, versuche nicht ihn auszugrenzen und zu isolieren, das wird ihn nicht glücklich machen.

Du hingegen bist eher auf dem Egotripp mit: mein Mann, mein Kind, und ich!

Ich denke, es geht dir weniger um seine Nichte, als darum, dass dein Mann wie selbstverständlich auch die Kosten für sie übernimmt wenn sie mit euch unterwegs ist. Es ist die Gier und der Neid, der dich auffrisst.
 
  • #3
Würde in meinem Umfeld ein Kind Vollwaise werden, dann ginge ich sehr hohe Wetten darauf ein, dass die Geschwister der verstorbenen Eltern sich nicht nur völlig selbstverständlich kümmern würden, sondern das Kind adoptierten und in die eigene Familie aufnähmen, als wäre es das eigene.
Da gäbe es, denke ich, keine Diskussion, dafür die Großeltern in Anspruch zu nehmen. Außer für vorübergehende Betreuung.
Bei halbwegs 'normalem' Familienzusammenhalt hätte Dein Sohn jetzt also quasi eine neue 'große Schwester' statt einer Cousine.
Da aber scheinbar die Oma sich des Kindes annahm, ist es doch ausgesprochen naheliegend, dass diese Euch das Kind mit auf Urlaub und zu Ausflügen geben möchte, damit es auch mal mit einer Familie unterwegs ist, die der Altersklasse der verstorbenen Eltern entspricht, und in der auch ein weiteres Kind da ist.
Das Kind ist doch sowieso dem Aufwachsen in seiner eigenen Familie schmerzlich entrissen, soll es denn künftig nur mit alten Leuten zusammensein?
Das wird sich die Oma gedacht haben, wenn sie versucht, dem Kind zu einem zumindest temporären Familienanschluss an die junge Familie des Onkels, ihres Sohnes, zu verhelfen.

Wenn Du jetzt sagst: "Was geht mich dieses Kind an?", dann denk mal ganz kurz drüber nach, was Du Dir für Deinen Sohn wünschen würdest, würde er plötzlich zum Vollwaisen.
 
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  • #4
Ich sehe das auch als unvereinbar an. Deien Einstellung und seine gehen anscheinend weit auseinander. Immerhin geht es hier um Verwandte und das Kind seiner verstorbenen Schweste rund seines Schwagers. Ich finde deien Ausdurcksweise das er seien Nichte "angehängt" bekam sehr grenzwertig. Das was dein Partner da macht fällt auch unter Nächstenliebe. Scheint dir fremd zu sein. Ich musste das überhaupt 2 x ledsen um zu verstehen was du eigentlich willst. Was du da mit dem Foto und "unsere Kinder" schlimm findest erschließt sich mir nicht. Ich finde das normal. Das kommt übrigens vor, dass Journalisten engagiert sind und außerdem polittische und gesellschaftlich Einfluss nehmen wollen. Sowas macht man am Besten durch TATEN. Du würdest gerne deinen Sohn an die erste Stelle schieben? Da wird nichts draus. Er hat auch sicher noch seinen richtigen Vater. Ist das schlimm, wenn dein Sohn sich mal mit Gesellschaft arrangieren muss? Wenn es dir zuviel "Theater" ist, wenn sich um die Waise gekümmert wird dann erspar es dir doch einfach und erhol dich gut mit deinem Sohn alleine.
 
  • #5
"Angehängt"...? Ich dachte, in einer Familie unterstützt und hilft man sich gegenseitig? Und natürlich sind es "unsere Kinder" - die Kinder meiner Brüder und die Kinder meiner Cousine sind auch "unsere Kinder" - da wir eine Familie sind. Was Du verlangst ist die komplette Abgrenzung, für Dich ist die Familie Deines Mannes scheinbar ein Fremdkörper, den es wegzubeißen gilt. Ihr paßt nicht zueinander, weil Du die Familie Deines Mannes ablehnst. Wenn Du ihm das versuchst zu nehmen, dann liebst Du ihn nicht wirklich, sondern willst ihn wie Besitz für Dich. Ich finde es sehr wichtig und hochanständig, dass er sich um die Waise kümmert. Du hast einen hochanständigen Mann von Ehre geheiratet, vielleicht kannst Du von ihm lernen...
 
  • #6
Du hast einen sehr verantwortungsvollen Partner, nur kommt Dein Egoismus damit nicht zu recht. Daran müsstest Du arbeiten. Es geht immerhin um ein Kind. w51
 
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  • #7
Es ist schmerzvoll genug für deinen Partner, dass seine Nichte keine Eltern mehr hat. Schliesslich hat er seine Schwester verloren. Und ich finde es als nur menschlich von ihm ,
die Verantwortung für das Waisenkind zu übernehmen.
Du hast doch alles, was dich glücklich und dankbar machen könnte. Gönn doch diesem Kind ein Stück Familie!!!! Benimmst dich wie eine schmollende Prinzessin, nicht wie eine erwachsene Frau.
Schäm dich. Eigentlich müsste sich dein Partner eine Frau suchen, die ein Herz , nicht ein Eisblock in der Brust hat.
Du wirst alles verlieren, wenn du an dieser Eifersucht und dem Neid nicht arbeitest. Ich schätze mal, es ist irreparabel, denn schon so eine Frage hier zu stellen, zeugt von einem völligen Empathieverlust.
 
  • #8
Hallo FS,

überdenk doch bitte nochmal Deine Haltung gegenüber dem kleinen Mädchen!
Ich finde es rührend dass sich Oma und Dein Mann dermaßen um die Kleine kümmern. Was nach meinem Verständnis auch für Dich selbstverständlich sein sollte!

Deine Schwiegermutter wird ausserdem schon ein gewisses Alter erreicht haben und ich kann mir vorstellen dass sie an die Zukunft der Kleinen denkt, sollte sie einmal nicht mehr können.
Überleg mal selbst was der Grund für Deine Eifersucht gegenüber einer 6 Jährigen ist und warum Du eure familiäre Harmonie offenbar bedroht siehst?

In jeder mir bekannten Familie und gerade in meiner (südländischer Herkunft) würde das Mädchen einen besonderen Stellenwert bekommen, alles andere ausser Frage stehen!

Nicht böse gemeint, aber deinen Egotrip kann ich in dem Fall null nachvollziehen!
Würde Dich zwar nicht als schlechten Mensch bezeichnen, jedoch als Mensch mit schlechten Eigenschaften!
 
  • #9
Meine Schwester und ich haben und gegenseitig zum Vormund unsrer Kinder bestimmt, sollte mal der schlimmste Extremfall für ein Elternpaar eintreten.
Dieses halte ich für selbstverständlich! Und ich würde es genau so selbstverständlich für jemanden anders aus der Familie tun!
Wenn mein Partner der Meinung ist, er bekommt das was "angehängt"......und kann sich damit nicht arrangieren...tja....dann hat er Pech gehabt!
Ich kann die Frage bem besten Willen nicht nachvollziehen!
 
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  • #10
Die Antwort hast Du Dir in Form Deiner Fragestellung bereits selbst gegeben. Stichwort Primär-Familie. Es ist doch klar, dass die Primär-Familie vor der Sekundär-Familie dran ist.
 
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  • #11
Ich kann Dich gut verstehen und würde es auch nur schwer aushalten. Besonders der enge Kontakt eines Mannes zur Mutter ist meiner Ansicht nach schwierig. Zumal "üblicherweise" die Schwiegertochter, allen gegenteiligen Bekundungen zum Trotz, nie gut genug ist.

Tun kannst Du dagegen nichts. Es ist bitter, wenn man mit einem Mann ein Kind hat, eine Familie sein möchte und andere Verwandte immer an erster Stelle dabei sein müssen oder an erster Stelle stehen.

w/50
 
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  • #12
Oh Gott, das arme Mädchen. Ich bin selbst früh Halbwaise geworden und kann mir ungefähr vorstellen, was das Kind durchmacht. Das letzte, was sie brauchen kann, ist nun jemanden wie du, der ihr eine erneute Bezugsperson aufgrund von unsinniger Eifersucht nehmen will.

Grausam finde ich, was du da schreibst. Wieso siehst du das Kind als Konkurrentin zu dir und deinem Sohn? Dafür gibt es doch gar keinen Grund. Die Schwiegermutter wird nicht mehr die Jüngste sein und dafür sorgen wollen, dass das Kind auch noch andere Bezugspersonen hat als nur sie als Oma.

Und was soll denn an dem Foto schlimm sein?

Versuch dich mal kurz reinzuversetzen, was wäre, wenn dein Kind Vollwaise werden würde (Gott bewahre) und sich jemand aus deiner Familie zunächst kümmert und sich dann aufgrund von Eifersucht des Partners abwendet. Wie würdest du das denn finden?
 
  • #13
Da würden mich erst einmal die Rahmenbedingungen interessieren. Wie alt ist dein Sohn, wie alt das Mädchen (Teenager mit Down-Syndrom?)... wieviel zusätzliche Arbeit bedeutet es für dich, fühlst du dich im Alltag von deinem Partner unterstützt oder alleine gelassen? Wie stellt er sich deiner Familie und deinen Bedürfnissen gegenüber auf? Viel Blabla und nichts dahinter, oder gibt es tatsächlich konkrete Hilfe wenn gebraucht?

Wenn man selbst aus einer Familie stammt, die "Familiensinn" nicht so groß schreibt oder diesen tatsächlich auf die Kernfamilie Mutter/Vater/Kind(er) beschränkt, ist sowas schwer zu verdauen. Aber nicht zu ändern.

Unter Umständen könntest du für die Zeit, in der das Mädchen in eurer (oder eher deiner?) Obhut ist, Regeln aufstellen, eine Art Arbeitsplan.

Vielleicht auch ist es nicht so sehr das Kind, das du ablehnst, als vielmehr die Vorstellung, in deiner Partnerschaft habe die Schwiegermutter die Hose an. Da ist es hilfreich, die Partnerbeziehung zu stärken. Bei halbwegs normalen Männern funktioniert das glaube ich am ehesten über die Sexualität (die in wirklich schweren "Muttersöhnchen"-Fällen natürlich leider auch indirekt von der Schwimu besetzt ist).

Ich finde es in Hinblick auf Kinder immer hilfreich sich vor Augen zu halten, dass dieser junge Mensch auf Unterstützung und bedingungslose Liebe angewiesen ist. Kinder können ihr Verhalten nicht regulieren wie Erwachsene (und auch diese können das nur sehr begrenzt). Insofern würde es deine Lage vermutlich erträglicher machen, wenn du die Nichte losgelöst von ihrer Familie, als eigenständiges Individuum betrachten könntest - als ein Mensch, der zufällig gerade in deiner Nähe ist und deine Hilfe braucht.
 
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  • #14
Mir tut nur das arme Waisenmädchen leid!

Wie kann man nur so grausam und herzlos sein und ein Vollwaisenkind von 6 Jahren als Bedrohung empfinden?

Die Oma wird evtl. auch sterben bevor das Mädchen 18 Jahre ist bzw. mit 25 ihr Studium abschließen kann. Willst du das arme Ding dann in ein staatliches Waisenhaus abschieben? Sicherlich würde dein Mann seine Nichte dann bei euch aufnehmen und wie eine eigene Tochter behandeln.

GENAU das erwartet man ja auch vom eigenen Bruder, sollte einem selbst einmal ein Unfall zustosssen?

Seid ihr eigentlich christlich? Falls dein Mann sogar der Patenonkel der Kleinen ist, dann hat er sogar mit der Patenschaft einen heiligen Eid geschworen, das Mädchen zu versorgen, falls ihren Eltern etwas zustösst! Patenonkel haben mit der Patenschaft nämlich genau diese Pflicht übernommen.

Du kommst mir wie die böse Stiefmutter im Märchen vor. Man kann nur angewidert und entsetzt den Blick abwenden. Ich mußte ehrlich deinen Text 2mal lesen um die ganze seelische Grausamkeit deines Textes wirklich glauben zu können.

Du solltest dich schämen, einem 6 jährigem Waisenkind den Kontakt zu ihrem Onkel nicht zu gönnen. Falls du mit dem Onkel wirklich verheiratet bist, ist die Kleine auch juristisch deine Nichte. Wie kann man nur so herzlos sein? Stell dir mal vor dein Sohn wird im Kindergartenalter noch Vollwaise und landest im staatlichen Waisenhaus, weil kein Verwandter ihn aufnehmen will?

So ein Schicksal wünscht man ja nicht mal seinem schlimmsten Feind! Und du wagst hier noch nach Ideen und Unterstützung zu fragen, wie du das arme Waisenkind von "deiner" Familie fernhalten kannst? Pfui deipfel!
 
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  • #15
Hier die FS:

Ich kann verstehen das ihr auf mich losgegangen seid. Sie ist nicht 6! Sie ist 17 Jahre alt!
Ich habe genug Verständnis aufgebracht, er verbringt viel Zeit mit ihr, ich frage nur muss es den unser Urlaub sein???

Mit "angehängt" meine ich sie (die SM) hat ihre psychisch labile Tochter verheiratet um legitim an ein Kind zu kommen und hat ein Kind mit besonderen Bedürfnissen bekommen! Der Vater war auch ein Selbstmordgefährdeter Mann und es war absehbar das das nicht gut enden wird. Ich finde es einfach nicht fair so das Leben meines Mannes zu bestimmen mit ihren egoistischen Entscheidungen! Natürlich hätte ich null Probleme damit ein Kind das in einer normalen Familie und auf "normale Weise" entstanden ist zu akzeptieren. Das Szenario und die Drahtzieherin sind mein Problem! Es ist sehr schwer nachzuvollziehen was das Problem ist aus so wenigen Sätzen...:(
 
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  • #16
Hier nochmal die FS:
@User: zu den Fragen: Wie gesagt, das Mädchen ist 17, unser Sohn 10. Über ihr "Problem" wird von der Schwimu ein Geheimnis gemacht. Optisch und motorisch merkt man den Unterschied, doch es ist kein Down-Syndrom. Ich habe einfach Zweifel sie mit unserem Sohn alleine zu lassen, zumal sie jetzt in der Pubertät ist und keine altersgerechte Möglichkeit hat diese auszuleben.
Ja, ich fühle mich allein gelassen, den wir haben noch ein Kleinkind und er ist wochenlang im Ausland unterwegs bei seiner Primärfamilie u.a. auch geschäftlich. Aber wie anscheinend viele hier der Meinung sind, ist diese an erster Stelle! Ich frage mich dann wozu sich dann eine Familie anschaffen?
Ich finde nur das an erster Stelle man seine eigenen Familienangelegenheiten regeln sollte, wie z.B. Schulden bevor man seiner Nichte Sommer und Winterurlaube finanziert und sie auch noch zu MEINEM (ja) hinzuzieht, obwohl ich dringend Ruhe und Erholung brauche. Nicht mal mein "Totalzusammenbruch" letzte Woche hält ihn von seinen "Verpflichtungen" ab! Ich finde DAS traurig! Es wird wohl 2 Scheidungskinder ergeben auf kurz oder lang :(
 
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  • #17
Natürlich hätte ich null Probleme damit ein Kind das in einer normalen Familie und auf "normale Weise" entstanden ist zu akzeptieren. Das Szenario und die Drahtzieherin sind mein Problem! Es ist sehr schwer nachzuvollziehen was das Problem ist aus so wenigen Sätzen...:(

Das entstandene Kind kann nichts für die Umstände, aus denen es entstanden ist. Also ist das 17jährige Mädchen völlig unschuldig. Vielleicht hilft dir diese Gewissheit um wenigstens keinen Groll gegen sie zu haben.

Und ja, es ist sehr schwer das gesamte Problem über einen Forumseintrag nachzuvollziehen...

Irgendwie kann ich auch verstehen, dass dich das alles nervt, weil wir Menschen ja nun nie nur rein rational sind und nach dem Motto "Was wäre das beste für alle?" handeln, sondern meistens ja doch jeder sich selbst der nächste ist.
Aber dein Mann opfert sich halt für seine (Primär-)Familie auf. Ob das gut oder schlecht ist kann und will ich gar nicht beurteilen. Du fühlst dich scheinbar mit euren gemeinsamen Kindern vernachlässigt. Ich nehme an, du hast schon das Gespräch mit ihm gesucht? Wenn nicht, solltest du vielleicht das (oder auch nochmals) tun, denn Tipps aus dem Forum bringen hier wahrscheinlich wenig.

Fakt ist aber trotzdem - würden deine Kinder plötzlich Waisen (und zwar egal warum und aus welchen Umständen heraus, ob sie nun "normal entstanden" sind, wie du sagst, oder auch nicht), wärst du sicher froh, wenn sich dein Bruder/Schwester ihrer annehmen würde. Immerhin ist das auch Familie.
Deshalb denke ich, es ist nicht richtig, nicht zielführend und nicht ehrwürdig, zu fordern, dein Mann solle sich nicht um dieses Mädchen kümmern. Es ist immer grausam, wenn man möchte, dass Kinder "abgeschoben" oder "vernachlässigt" werden, nur damit man selbst mehr Beachtung findet - auch wenn es in deiner Idealvorstellung schöner wäre ohne dieses Mädchen. Könntest du es mit deinem Gewissen vereinbaren, dass das Mädchen auf DEIN Drängen hin vernachlässigt/abgeschoben würde? Möchtest du so sein?

Vielleicht könnt ihr einen Weg finden, mit dem ihr alle leben könnt.
 
  • #18
Deine Angst ist gut nachvollziehbar, dein Unmut ebenso.

Deiner Andeutungen nach haben sich beide Eltern des Mädchens umgebracht...? Das ist ein sehr, sehr schweres Erbe für ein Kind. Eventuell handelt es sich bei den "besonderen Bedürfnissen" schlicht um eine massive Depression - oder das Kind ist auf dem Weg, sich eine psychiatrische Klassifizierung einzufangen, wird eventuell medikamentös behandelt...?

Eins scheint mir sicher: In dieser Familie wird eine Menge gelogen.

Das hilft dir konkret nicht viel weiter. Du fühlst dich ohnehin bereits länger als eine Außenseiterin. Es aussprechen oder zumindestens sich eingestehen zu können, hilft manchmal dabei, die Situation realistisch einzuschätzen.

Ich denke, der von mir bereits vorgeschlagene Arbeitsplan könnte eventuell etwas bewirken, sofern dein Mann oft genug zuhause ist. Auch würde ich darauf bestehen, dass er dir konkret sagt, was mit ihr los ist. Die Erklärung "besondere Bedürfnisse" reicht vielleicht für eine Nachbarin (?) aus, aber nicht für eine Ehefrau.

Desweiteren solltest du dir darüber im Klaren sein, dass sie, egal in welcher Verfassung sie ist, deine Gefühle sehr wohl wahrnimmt. Es ist also auch in deinem Interesse, sie anzunehmen, so paradox das klingen mag.

Deine pessimistische Zukunftssicht ist eventuell angebracht. Jedoch sollte man bei Trennungen, wo Kinder involviert sind, immer bedenken, dass die eigenen Möglichkeiten, Sachverhalte zu beeinflussen, nun nicht mehr existieren.

Das Aushalten im (eventuell goldenen) Käfig zu propagieren, ist sehr fifties und recht fragwürdig, das ist mir bewusst. Es gibt aber nicht wenige (ehemalige) Partner, denen man die Verantwortung für ein Kind im Grunde gar nicht hätte geben können - das Gesetz zwingt einen aber dazu. Einem selbst gibt das gepflegte Ausharren (gibt sicherlich auch noch ein paar schöne Dinge in deinem Leben) die Möglichkeit der Kontrolle. Und das ist in vielen Fällen beileibe nicht verkehrt.
 
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  • #19
@User:

der Vater ja, die Mutter war so unglücklich mit ihrem Leben mit ihrer kontrollsüchtigen Mutter das sie sich sich nach einer heilbaren Darmkrankheit gehen ließ (nach jahrelangen unbehandelten Depressionen) und mit 37 starb. Sie war auch sozial gesehen Außenseiterin und liebte es mit Nachbarkindern zu spielen, deshalb hat die Mutter nach einer Möglichkeit gesucht ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Doch sie ließ sie nie mitentscheiden, beeinflusste die Erziehung komplett was sie noch unglücklicher machte. Ach ja, sie holte die Tochter nach Hause noch während der Schwangerschaft um nicht alleine zu bleiben! Sie ist mitverantwortlich für das Unglück dieser 3 Menschen und ich kann nicht tatenlos zusehen wie sie meine Kinder da reinzieht!
Das war alles voraussehbar, doch aus Liebe bin ich trotzdem mit ihm geblieben, obwohl ich es hätte wissen sollen das es nie ein Ende gibt solange diese Frau mitmischt.
Ich verwandle mich langsam in jemanden der ich gar nicht bin und das macht mir Angst. Das zeigen mir auch die Kommentare hier. Das massive Problem mit ihr ist mit Kontaktabbruch besser geworden, aber die Kleine ist ihre "Reinkarnation". Sie möchte alles was sie bei uns sieht sofort auch haben, teure Laptops Smartphones HD-Kameras...sie hat sie nach ihrem Bild geschaffen um ihren Sohn auch in Zukunft zu bewachen wenn sie mal nicht da ist? Klingt verrückt aber diese Frau ist es definitiv, als Pädagogin eine Person zu verheiraten die sich nicht mal um sich selbst kümmern kann, geschweige denn ein Kind großziehen!!
Ja, ich werde wohl ausharren müssen sonst kontrolliert sie auch noch meine Kinder und hetzt sie gegen mich auf! Das werde ich nie im Leben zulassen.

Ob ich sie "annehmen" kann? Ich glaube kaum :(
 
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