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  • #1

Wie raus aus Ehe mit einer kontroll- und gewaltsüchtigen Frau?

Hallo Forum!
Mir ist klar, ich spreche ein Tabu-Thema an.
Ein Mann hat sich in mich verliebt und er betrachtet mich als Rettungsboje.
Er ist verheiratet und hat 2 Kinder. Er liebt seine Kinder sehr.
Das Problem ist seine Frau. Sie ist extrem dominant. Ich kenne sie und würde
sie als Macker-Frau bezeichnen. Sie hat alles unter Kontrolle und wird auch
mal Handgreiflich, hat er gesagt. Sie erpresst ihn mit Kindesentzug wenn er geht.
Und das sie ihn finanziell aussaugen will. Sie macht ihn echt fertig!
Meine Rolle ist: Ich weiß das er sich verliebt hat und ich höre ihm zu.
Aber er hat auch mitbekommen, dass ich mich auf einen verheirateten Mann
nicht einlasse. Er ist mir nicht egal. Wie kann ich diesem Mann helfen?
 
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  • #2
Jetzt kommt bestimmt gleich wieder: "Der erzählt dir Geschichten, das stimmt alles garnicht.. er will nur dass du Mitleid mit ihm hast"

Fakt ist: Gewalt ist grundsätzlich ein NoGo.. selbst hier im Forum lese ich von Frauen oft Sachen wie: "ich wäre hingegangen und hätte ihm eine geknallt!" oder ähnliches.
Gewalt geht garnicht und dabei ist es völlig egal ob sie oder er derjenige ist, der schlägt.
Deswegen kann ich oft auch nicht verstehen, warum solche Ratschläge überhaupt freigeschalten wären.

Helfen kannst du ihm wohl garnicht, wenn er sich nicht helfen lassen will. Er muss den Mut dazu haben sich zu trennen, vorher schafft er es nicht. Und ganz ehrlich, wenn er so unterwürfig ist, dass er Schläge und Erpressung hinnimmt, glaube ich nicht dass er sich jemals dazu bereiterklärt.
Dennoch wünsche ich dir Glück!
 
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  • #3
Du kannst ihm nicht helfen. Er selbst muss die Entscheidung treffen, sich aus der Situation zu befreien. So gerät er nur in eine neue Abhängigkeit. Oft ist es am hilfreichsten zu einer solchen Person zu sagen: Dein Leidensdruck ist noch nicht hoch genug, wenn Du keine Schritte unternimmst. Du kannst ihm nur helfen einen Plan zu entwickeln. Schreibt auf:
Trennung: Anwaltsgespräch wegen Finanzen und Kinderumgang. Kommunikation: proaktives gegenüber reaktivem Verhalten usw.
Teilt seinen "Berg" in Etappen ein. Er soll sich vorstellen er hat in einem Jahr den Berg überwunden und blickt zurück. Wie fühlt er sich dann? Hilft ihm das, seine Energie zu mobilisieren?
Es könnte aber auch sein er braucht diese dominante Partnerin. Bei Dir jammert er sich zwar aus aber baut Dich nur als Parallelleben auf. Hüte Dich vor Vereinnahmung. Frau, 48
 
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  • #4
Hallo Fs! Es gibt auch Beratungsstellen für Männer in Not. Es gibt weitaus mehr Mänber, die geschlagen werden wie wir meinen. Erkundige dich z.b.bei ProFamilia,Caritas oder im Internet. Ich frage mich aber, ob er nicht evtl.auf Mitleid macht. Vielleicht will er dich und deine Hilfsbereitschaft ausnitzen? Ich finde es gut,dass du dich nicht auf ihn einlassen möchtest. Glaubst du ihm,dass er sich in dich verliebt hat? Es gibt Menschen die es verwechseln. Bleib weiterhin stark und lass dich nicht ausnutzen! w32
 
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  • #5
Indem Du ihn in eine Therapie schickst. Dort wird ihm sein Teil an der Konstellation seiner Ehe klar, und er lernt, eine saubere Linie zu fahren.

Mir stellt es sich so dar, dass er zu schwach ist, selbst etwas in seiner Ehe zu veränderrn, oder, wenn das nicht geht, sie zu beenden. Er ist also zu schwach für eine klare Linie.

Nun hofft er auf Dich. Aber auf was konkret? Dass Du ihn und seine Kinder vor der Rache der bösen Ehefrau schützt? Wie das denn?

Wenn er seine Frau braucht, um seine Schwäche dahinter zu verstecken, würde ich mich auf ihn nicht einlassen. Wenn er keine Schwäche verstecken muss, dann soll erst seine Ehe klären, und dann eventuell mit Dir eine Beziehung anfangen.

w/52
 
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  • #6
Ich denke, Du hilfst ihm schon allein durch`s Zuhören. Biete ihm an, wenn er jemanden zum Reden braucht, Du für ihn da bist. Mehr Energie würde ich nicht investieren - Du bist nicht Mutter Theresa. Er muss selbst herausfinden.

w, 41
 
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  • #7
Körperliche Gewalt kenne ich zwar nicht, aber Psychoterror.
Meine (noch) Ehefrau hat ihren eigenen Frust an mir und den Kindern abgelassen.
Sie hat die Kinder nicht geschlagen, aber alles und jeden um sich herum verbal niedergeschmettert der sich ihr in den Weg gestellt hat. Sie ist eine sehr unzufriedene Frau. Ich bin gegangen vor ich noch zum Säufer wurde.
An FS: Offensichtlich hat seine Frau im die Kraft geraubt. Mit Kindesentzug zu drohen ist schon hammermäßig. Klar das er wie ein ertrinkender jemanden sucht der ihm hilft. Ich habe getrunken. Und er hat dich nun kennengelernt. Ersteinmal baue ihn mental wieder auf. Er braucht Kraft.
Er soll sich eine Wohnung suchen und erst einmal wieder zur Ruhe kommen. Deine vielleicht vorerst freundschaftliche Unterstützung dürfte für ihn Gold wert sein. Wie es denn später mit euch weiter geht, wird sich dann ja zeigen. Also er braucht Abstand von seinem Hausdrachen.
 
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  • #8
Hier mal eine andere Perspektive und ein Geständnis,

ich bin auf meinen Partner zugegangen und habe auf ihn eingeschlagen. Das habe ich auch der Psychologin gestanden, wo ich in Behandlung bin. Nach jahrelangen verbalen Verletzungen durch ihn und der Hoffnung meinerseits, dass er sich ändert, war ich dann so impulsiv, dass ich das getan habe. Ich war so verzweifelt.
Er geht rum und erzählt, dass ich ihn geschlagen habe. Er ist ein Hüne, über 1,90 m hoch, ich bin keine 1,60 m und er saß, als ich auf ihn losging.
Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Er hörte einfach nicht mit seinen Verletzungen auf.
Er griff mehrmals bei mir zu und hielt mich fest, ich hatte blaue Flecken, er nicht.
Ich weiß, dass es nicht richtig war, bin schockiert über mich selbst. Anstatt zu gehen und mir diese verbalen Gemeinheiten nicht mehr anzuhören, bin ich auf ihn losgegangen.
Traurig, aber wahr.
Was ist nun ein NOGO? Dass ich das gemacht habe oder die verbalen Gemeinheiten.
Er hat keine Gewissensbisse, dafür ich.
 
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  • #9
Hallo liebe FS,

der Mann ist schon richtig ausgepowert. Er hat einfach keine Kraft mehr diesen Krieg alleine zu gewinnen. Wer sich einmal schlagen oder unter Druck setzen lässt, der lässt es auch in Zukunft immer wieder zu. Das Beste wäre erst einmal einen Anwalt für Familienrecht zu kontaktieren. Anschliessend geht es zu einer Stelle, die sich um häusliche Gewalt gegen Männer kümmert. Bei alledem benötigt er Hilfe und Anleitung. Er wird es nicht alleine schaffen. Höchstens wenn es zu spät ist und der ganze Frust sich mit einem mal entlädt. Kann sich im extrem zu erweitertem Suizid entwickeln.
 
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  • #10

Er kann sich nur selbst helfen.
Vielleicht, in dem er sich erstmal über die rechtliche Situation professionell und ganz genau beraten lässt, Beweise für Handgreiflichkeiten und Erpressungsversuche seiner Frau sammelt und entsprechende Schritte setzt. Es ist nicht auszuschließen, dass im Falle einer Scheidung ER dann die Kinder bekommt. Hat er das nie überlegt?
 
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  • #11
Da kannst du nicht viel helfen: wenn er sich selbst über lange Zeit in eine so abhängige und unterwürfige Position gebracht hat, wird er auch den Punkt setzen müssen, über den sie nichtundnimmer hinaus darf. Wenn er allerdings schon unter tätlicher Gewalt zu leiden hatte, dann wird das vermutlich nur mit "harten Bandagen" gehen, Einhalt zu gebieten. Und das liegt an ihm. Er sollte sich zudem von geeigneten Stellen beraten lassen.
 
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  • #12
An FS:

Wie willst Du einem Mann helfen, der zu feige ist, sich selber aus einer für ihn unangenehmen Situation zu helfen, der aber stattdessen mit Dir in die Kiste steigen möchte ??? Wie verquer ist das denn ?

Frage Dich das mal ehrlich.

Zudem: Würdest Du so ein Wrack als Partner haben wollen ?

Wenn Du hier anfängst die Krankenschwester zu spielen, wirst Du immer Krankenschwester bleiben, und keine Chance darauf haben, eine Beziehung auf Augenhöhe mit prickelndem Kennenlernen zu erleben.

Deshalb würde ich mir eine Beziehung mit dem Mann abschminken.

Hilfe auf freundschaftlicher Basis ist etwas anderes.

w,40
 
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  • #13
Ich habe auch selbst mal eine Zeit lang für einen Freund in einer ähnlichen Situation die Hobbypsychologin gespielt. Das war verlorene Liebesmüh. Er hat sich auf der einen Seite immer über seine Frau beklagt, es aber auf der anderen Seite nicht geschafft, sie zu verlassen (oder sie dazu zu bewegen eine Beratungsstelle aufzusuchen). Immer gab es andere Ausreden, warum er sein Leben nicht verändern kann.
Allerdings bin ich mir sicher, dass er sie verlassen hätte, wenn ich mit ihm eine Beziehung gewollt hätte. Als Rettungsanker wollte ich mich aber nicht missbrauchen lassen. Er muss schon selbst die Kraft haben, zu gehen. Einen Mann, der derart rückgratlos ist, möchte ich selbst nicht als Beziehungspartner haben. Das hatte ich ihm auch ehrlich gesagt.

Heute ist er getrennt, aber nur, weil seine Frau gegangen ist. Sie hatte keine Achtung mehr vor ihm, weil er sich wirklich alles hat gefallen lassen. Er hat ihr sogar noch beim Auszug geholfen und ihre neue Wohnung eingerichtet.
 
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  • #14
Ich frage mich auch, wie du ihm helfen kannst und was genau deine Rolle dabei sein soll, wenn er selber zu schwach ist, von seiner Warte aus etwas dagegen zu unternehmen. Er hätte die genannten Möglichkeiten, aber dem Anschein nach will er diesen harten Weg gar nicht gehen, sonst hätte er es längst getan.

Stattdessen sendet er passiv-aggressive Signale, zieht eine dritte Person hinzu, dich, heult sich bei dir aus und gibt dir indirekt zu verstehen, dass du dich als seine Retterin bemühen sollst. Meine Erfahrung mit schwachen, sanftmütigen Männern in der Familie hat mehrfach bestätigt: diese lassen sich weiter unterdrücken und suchen sich Personen aus dem Umfeld, in einer noch schwächeren Position als sie selbst, und lassen dort ihren Ärger zumindest indirekt aus (ihn direkt rauszulassen, dazu sind sie nie richtig imstande). Man kann froh sein, dass das nicht an den Kindern hängenbleibt, denn in der Tat haben solche Männer eine ausgeprägte mütterliche Seite und würden es nicht wagen (auch aus Angst vor der Mutter). Dafür ist es zu befürchten, du könntest es werden, die ausgenutzt wird.

Ist das ehrliche Zuneigung, oder verrennt er sich in etwas, weil er von seiner häuslichen Situation wegrennt? Wäre ihm an dir gelegen, wäre er dort schnell weg auch trotz der Kinder. Stattdessen zieht er dich mit hinein und ersucht mehr Rat und Hilfe, denn Neuanfang. Er erspürt, du könntest dich dazu erweichen lassen, sein Leid zu lindern, aber reicht das für eine Beziehung?

Du selbst müsstest eine starke Frau sein, wenn auch kein Drachen, denn auf dominante Frauen spricht er an. Willst du so einen Mann, der ohne eine starke Hand, ohne häuslichen Terror gar nicht funktioniert? Eine letzte, fast rhetorische Frage an dich, was glaubst oder vermutest du, wie sich solche Männer in der Gegenwart einer sanftmütigeren Partnerin verhalten und welches Gesicht sie dann zeigen?
 
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  • #15
Stattdessen sendet er passiv-aggressive Signale, [...] suchen sich Personen aus dem Umfeld, in einer noch schwächeren Position als sie selbst, und lassen dort ihren Ärger zumindest indirekt aus [...] Dafür ist es zu befürchten, du könntest es werden, die ausgenutzt wird.

Eine letzte, fast rhetorische Frage an dich, was glaubst oder vermutest du, wie sich solche Männer in der Gegenwart einer sanftmütigeren Partnerin verhalten und welches Gesicht sie dann zeigen?

Hut ab vor der Damenwelt des Forums. Ein Geniestreich der Verdreherei!

Wie könnte der Mensch auch kein passiv-aggressives Schwein sein, der nur auf die Gelegenheit wartet, seine von Boshaftigkeit verzerrte Fratze zu zeigen? Schließlich ist er doch ein Mann und wartet damit nur auf eine Gelegenheit, ein sanftmütiges Wesen - höchstwahrscheinlich eine Frau - ausnutzen und unterdrücken zu können.

Dass seine Frau mit Kindesentzug und finanzieller Ausbeute droht, ja sogar handgreiflich wird, blenden wir mal geschickt aus und konzentrieren uns einfach auf (!) eventuell mögliche Schweinereien des Mannes in der Zukunft (!). Hier und dort ein wenig Phantasie, dazu ein bisschen laienhafte Küchenpsychologie und schon ist er fertig, der Täter Mann unter dem gewiss irgendeine Frau irgendwann einmal leiden wird.

Angenommen, wir sprächen hier von einer Frau die unter häuslicher Gewalt und Erpressung litte: Würde die sich dann auch ein schwächeres Opfer suchen um ihre eigentlich aggressive Natur ausleben zu können? Senden die auch passiv-aggressive Signale?

Ich stimme nur in einem Punkt zu. Der Mann muss selbst einsehen, dass es so nicht weitergehen kann. Die FS kann da außer einem mitfühlenden Ohr nicht viel Unterstützung bieten.
 
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  • #16
Hut ab vor der Damenwelt des Forums. Ein Geniestreich der Verdreherei!

Absolut richtig. Hier wird der Mann als schwach, feige, unselbstständig, Therapie bedürftig etc tituliert und fast an den Pranger gestellt. Seid aber Ihr es, die verletzt, bedroht oder nur drangsaliert werdet, seit Ihr die ärmsten Säue der Welt. Nach dem Motto: Mann in den Knast und Frau lebenslänglich Frauenhaus mit Rente und psychologischer Betreuung.
 
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