• #1

Wie reagiere ich am besten auf sein Verhalten?

Ich hatte einige Zeit eine emotionale "Affäre" mit einem Kollegen, verheiratet mit Haus, Kindern ect. Es zeigte sich, dass außer Bestätigung seines Egos nichts dabei herauskam- er hat mich auch sehr schlecht behandelt, in dem er mir einen Tag sehnsüchtige Blicke zuwarf und am nächsten Tag so tat, als würde er mich nicht sehen oder er flirtete mit mir, und erwähnte im Nebensatz seine Frau. Ich hatte mich wahnsinnig in ihn verliebt und war einfach blind und unfähig damals, dieser Lage zu entkommen. Er wusste von meinen Gefühlen und spielte trotzdem weiter mit mir. Ich hatte zwischendurch immer wieder das Gefühl, dass auch er wirklich Gefühle hat und aufgrund seiner familiären Lage nichts zulassen kann, was ja auch einerseits für ihn spricht, dass er keine Affäre mit mir angefangen hat.
Ich habe mich aus der Situation dennoch befreit, Selbstbewusstsein aufgebaut und auch mit Hilfe einer Therapie geschafft, mich zu trennen. Auch denke ich an seine Familie und finde es wirklich erbärmlich, was zwischen uns war. Ich war ungeheuer wütend auf ihn und mich selbst, weil ich mich nur noch mies fühlte in dieser schrecklichen Affäre, die eigentlich ja keine war. Ich fühlte mich durch sein Verhalten missbraucht. Ich hatte damals versucht, mit ihm darüber zu reden, aber er wollte nicht. Die Zusammenarbeit mit seiner Abteilung beendete ich schließlich auch, in dem ich die Zuständigkeit für seine Abteilung nach Rücksprache mit seinem Chef beendete und eine Kollegin dort einsetzte. Ich begründete es sachlich damit, zeitlich und organisatorisch die Leistung nicht mehr erbringen zu können und die neue Kollegin übernahm alle Aufgaben sehr engagiert.
Nun ist es aber so, dass ER unglaublich "gekränkt" reagiert. Er grüßt mich nicht mehr- und wenn er mir entgegenkommt, schaut er mich an, als habe ich ihm sehr weh getan. Ich habe aktuell in seiner Abteilung ein paar Dinge zu erledigen, aber nur in Vertretung. Er war gestern dann auch dort- würdigte mich keines Blickes oder er sah mich an, als habe ich ihm etwas Schlimmes getan. ich habe ihn trotzdem normal gegrüßt, denn ich finde, wir sind auf der Arbeit und da gehört für mich Freundlichkeit und Respekt zum guten Ton, auch, wenn man sich mal nicht versteht...
Eine Kollegin aber meint, ich solle ihn ebenso ignorieren wie er mich, denn ihn weiter freundlich zu grüßen würde nur Schwäche zeigen...er wolle mich kleinkriegen...
 
  • #2
Verstehe ich das richtig, die ganze Affairensache zwischen euch ist nun definitiv beendet und word auch deinerseits nicht wieder aufflammen, sobald er dir den kleinen Finger reicht? Ihr arbeitet nur ab und zu wirklich zusammen, eigentlich hast du auch beruflich kaum Berührungspunkte mit ihm, weil du es dir schlauerweise genau so eingerichtet hast, ihm jetzt nicht mehr so oft begegnen zu müssen?

Dann ist der Stiefel, den du gerade durchziehst, doch genau der richtige. Ihn weiter normal grüßen, und dich ansonsten auf die Arbeit konzentrieren. Kann dir doch völlig egal sein, ob er jetzt gekränkt ist, ob er dich ignoriert oder dich „kleinkriegen“ will. Du bist ja schon klein. Ihn haben doch deine Gefühle auch nicht interessiert und er hat sein hässliches Ego-Boost Flirtspielchen doch völlig rücksichtslos mit dir durchgezogen. Nun hast du eine Grenze gesetzt. Gut so! Bleibe dabei. Es kann dir völlig egal sein, wie er das empfindet. Dann grüßt er dich eben nicht mehr, na und? Kannste mal sehen, in was für einen Pimpf du dich da verliebt hast.
 
  • #3
Was du über ihn schreibst, klingt, als habe er zumindest starke narzisstische Anteile. Pfui Deibel, solche "Männer" sind auch mir schon begegnet.
Eines mache dir bitte klar: Er hat dich nie geliebt. In erster Linie ging es um sein Ego. Er wusste um deine Verliebtheit und hat mit dir gespielt. Dazu gehören ambivalentes Verhalten und absichtlich gezeigtes Desinteresse. Widerlich sein Flrt, um deine verliebten Augen zu sehen und dann von seiner Frau zu sprechen. Und ja: Er ist gekränkt: Er wollte dich zwar nie, aber deine Liebe zu ihm tat ihm gut. Er war der tolle Hecht (meinte er), und er konnte dich sowohl anziehen als auch wieder wegstoßen (Push & Pull).

Da er ein derart schlechtes Benehmen an den Tag legt und dich nicht mal normal grüßen kann (auch das keine Seltenheit bei in ihrem Ego Gekränkten), solltest du ihn tatsächlich genau so ignorieren.

Ich könnte hier eine etwas längere Geschichte erzählen, die ich vor einigen Jahren mit einem Ego-Pusher erlebt habe. Nur soviel: Ich kann heute, wenn dieser Mann mir zufällig über den Weg läuft, durch ihn hindurchsehen wie bei einem Fremden. Bei ihm dürfte angekommen sein: Die erkennt mich nicht mehr. Bei den seltenen Begegnungen sucht er ständig Blickkontakt zu mir - während ich durch mein Verhalten keinerlei Wiedererkennen zeige. Das gelingt mir so gut, weil ich für diesen Menschen schon lange keine Gefühle mehr habe. Ich weiß genau, dass ihn das kränkt. Ich sehe es ihm an (früher meinte er immer, mir aus dem Weg gehen zu müssen - auf eine sehr offenkundige und verletzende Weise, nachdem er erst gecheckt hat, ob ich ihn mag. Er gab mir damals einen Kuss auf die Wange und wechselte danach seine Lebensgewohnheiten, um mir nicht immer begegnen zu müssen). So können sich die Zeiten ändern ...

Deswegen noch mal den Tipp: Ignoriere ihn auch. Denn wenn du ihn freundlich grüßt, gibst du ihm immer wieder weitere Möglichkeiten, sich dir gegenüber "blöd" verhalten zu können. Er hat nun mal ein schlechtes Benehmen.
 
  • #4
Garnicht mehr reagieren, auch nicht nett und freundlich sein! Der Typ ist krank und brauch vermutlich das Spiel und wartet nur drauf, dass Du wieder drauf anspringst! Finger weg und sich in dem Fall keine Gedanken mehr um ihn machen, ist das Beste, was Du tun kannst!
 
  • #5
Okay, Du hast daraus gelernt, darüber kann man ja hier genug lesen.
Wenn er jetzt eingeschnappt ist und Dich nicht beachtet, ist das sein Problem. Du kannst jetzt nichts anderes machen, als sachlich und freundlich zu bleiben, bis er sich wieder berappelt hat. Sein Verhalten ist kindisch.
Schaut er weg, wenn Du ihn grüßt, geht Dein Gruß eben ins Leere. Es gibt schlimmeres...Alles Gute!
 
  • #6
Du hattest also eine Affaire mit einem verheirateten Kollegen.
Weil dieser keine Gefühle zulässt (da er ja verheiratet mit Kinder), keine Partnerschaft draus wurde, sondern nur Spiel und Spass, fühltest du dich gekränkt und deshalb "missbraucht".
Du hast dich aus dieser Situation, die dir letztendlich nicht gut getan hat, befreit. Gekränkt fühltest du dich, da du glaubtest, er verlässt seine Frau und Kinder und fängt eine Beziehung mit dir an. Deine Kollegin hast du in diese Sache eingebunden.

Wie du nun damit umgehst, dass er dich ignoriert, da er sich nun seinerseits gekränkt fühlt....
Es kann dir vollkommen gleichgültig sein, wie er reagiert, was er macht. Mach weiterhin deinen Stiefel und gut.
 
  • #7
Sei froh, dass er dich ignoriert !! Es wäre schlimmer, wenn ich ihn noch jeden Tag danach grüssen müsste und so tun, als ob nichts wäre. Mit deinem Selbstbewusstsein ist es leider noch nicht so toll, sonst hättest du keinen Wert auf seine Freundlichkeit gelegt und gutes Mädchen spielen wollen. Du hoffst nachwievor auf seine Zuneigung und lebst immer noch in der Illusion! Ein Mensch, der dich schlecht behandelt hat, wird dich weiterhin schlecht behandeln. Ich staune immer wieder über Beiträge hier, wenn Frauen schreiben- er ist ein guter Mensch und engagierter Vater, aber behandelt mich mies oder geht fremd. Haha. Sei froh, dass du ihn los bist und lass ihn in Ruhe.Sonst könnte es sich auch beruflich rächen. Willst du professionelles Verhalten, verhalte dich selber professionell, davon lese ich hier nichts.
 
  • #8
Eine Kollegin aber meint, ich solle ihn ebenso ignorieren wie er mich, denn ihn weiter freundlich zu grüßen würde nur Schwäche zeigen...er wolle mich kleinkriegen...

Ja, ignorieren und drüber stehen. Ob du ihn nun grüßt oder nicht, das ist nicht so wichtig. Du kannst ihn grüßen, wenn das für dich zum normalen Umgangston gehört, aber erwarte nichts zurück. Und fühle dich nicht zurückgesetzt, wenn nichts kommt.

Du hast das für dich abgeschlossen. Also ist es egal, was für eine Miene er nun aufsetzt. Je besser du es schaffst, dem keine Beachtung zu schenken, desto schneller wird er es aufgeben, dir ein schlechtes Gefühl zu übermitteln.
 
  • #9
Zitat Wayne Dyer: "How people treat you, is their Karma. How you react, is yours."
Die Affäre hast Du für Dich klar beantwortet, indem Du Dich daraus gelöst hast. Du hast gemerkt, was es mit Dir macht, und Dir professionelle Hilfe geholt sowie auf der Arbeit für Abstand gesorgt.
Du hast dafür Sorge getragen, daß ein Mensch nicht schlecht mit Dir umgehen darf, das nötige Selbstwertgefühl in Dir gefunden und bist eigentlich mit der Sache in Klarheit.
Dein Gegenüber darf das noch lernen.
Wenn er die professionelle und kollegiale Zusammenarbeit erschwert, und somit einen "Konflikt" anträgt, entsteht ein Brandherd.

Wenn jemand Dir einen Konflikt oder Streit anbietet, ist es eine persönliche Entscheidung, diesen anzunehmen oder zu lassen.

Erlange Klarheit über Dein Selbstwertgefühl und Deine Kraft..Sieh Dir Deine Stärke an. Mit der Gewißheit Deiner Stärke kommt Frieden, und mit einer Grundhaltung von Frieden ist es möglich, Konflikte zu heilen.

Wenn Du in Dir Stärke und Frieden hast, ist es möglich, auf Angriffe zu reagieren.

1. Wenn es sich ergibt, Daß Du ihn irgendwo einmal unter vier Augen erwischst, erkläre ihm, daß Du nach wie vor sein Freund und nicht sein Feind bist. Also bitte: Friede! Also: Professionalität, bitte!

2. Wenn das nicht klappt oder schief geht... Es gibt doch in vielen Unternehmen Anlaufstellen und Beauftragte für alles Mögliche, Sucht, psychosoziale Herausforderungen, Konflikte am Arbeitsplatz oder wie auch immer diese bestellten Personen sich nennen (ich meine nicht den Betriebsrat). Gibt´s das bei Euch auch, und ist es eine Überlegung wert, die Geschichte Deinerseits unter Wahrung von Diskretion dorthin zu addressieren? Gibt es irgendwelche Angebote von Mediation?

3. Wenn es nicht anders geht: Ein vertrauliches Gespräch mit dem Vorgesetzten erbitten und in einem mutigen, ruhigen Gespräch die Karten auf dem Tisch ausbreiten mit der Bitte um Schaffung von einem Arbeitsfeld, in dem Ihr Euch nicht mehr in die Quere kommt. Vorgesetzte haben auch Fürsorgepflicht, abgesehen davon, daß kein Vorgesetzter einen wertvollen Mitarbeiter verlieren oder dauerhaft unglücklich arbeiten sehen möchte. Es ist ausreichend, wenn Du in diesem Gespräch sagst, "aus persönlichen Gründen, die Du nicht näher erläutern möchtest."

4. Der große Plan B lautet, bist Du bereit, woanders zu arbeiten.

Ich persönlich würde in jeder Begegnung, ob freundlich oder konfliktträchtig, in möglichst professioneller, natürlich nivellierter Freundlichkeit bleiben, grüßen, immer wieder versuchen, die Zusammenarbeit zu ermöglichen. Was er tut, ist sein Ding. Was Du tust, ist Deine Verantwortung, und das führt letztendlich dazu, daß Du immer damit leben kannst, auch in zehn Jahren, wenn Du zurück schaust. Halte Du Deine Weste sauber, so gut Du kannst. Aber, wie oben geschrieben, das heißt nicht, daß Du wehrlos bist.
 
  • #10
Also ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, was dir die Psychotherapeuten da eingeredet haben, aber: Du hattest keine Affäre!! Für den Mann war es ein kleiner Büroflirt und er hat dir deutlich zu verstehen gegeben, dass mehr nicht laufen wird.
Ihr hattet keine einzige körperliche Berührung, keinen Sex, keine Küsse.
Diese ganze "Affäre" wie du es nennst, fand nur in Deiner Phantasie statt und ich wetter, er wusste nicht ansatzweise, was du gerade fühlst, hat aber teilweise geahnt, dass du dich in etwas verrennst und war deswegen zeitweise so kühl zu dir.
Ich denke, er findet dich mehr als unheimlich, da du ihn für etwas verurteilst, was nur in deinem Kopf stattgefunden hat, während er nicht mehr getan hat, als ein bisschen mit Dir zu flirten.
Dass du dich verliebst, konnte er ja nicht gleich ahnen. Es gibt viele Männer, die auf der Arbeit ein wenig fremdflirten - das ist das Salz i der Suppe des Büros und ich finde das völlig ok.
Dein Verhalten allerdings finde ich etwas psychotisch und komplett überzogen bis unprofessionell.
Die Zusammenarbeit mit seiner Abteilung beendete ich schließlich auch, in dem ich die Zuständigkeit für seine Abteilung nach Rücksprache mit seinem Chef beendete und eine Kollegin dort einsetzte. Ich begründete es sachlich damit, zeitlich und organisatorisch die Leistung nicht mehr erbringen zu können und die neue Kollegin übernahm alle Aufgaben sehr engagiert.
Nun ist es aber so, dass ER unglaublich "gekränkt" reagiert.
 
  • #11
Liebe Meeresbrandung, der o.g. Text liest sich, als ob ich ihn geschrieben haben könnte :-(. Kleiner Unterschied: Mein Objekt der Begierde war nicht verheiratet, aber in einer Beziehung und ich habe keine Therapie gebraucht, sondern mir haben gute Freunde + viel Sport geholfen, aus dem "großen Sumpf" wieder heraus zu kommen. Ich hab mich viel über mich selbst geärgert, dass ich auf so einen Blender reingefallen bin. Letzten Endes kam ich aber zu dem Schluss, dass ich halt leider den Menschen vertraue, was die sagen, und dass das ja eigentlich keine schlechte Eigenschaft ist. Leider hatte ich bei DEM Exemplar halt Pech.

Er tut jetzt vermutlich nicht nur gekränkt, er fühlt sich vermutlich wirklich so und wähnt sich als armes, armes Opfer. Ich kenne das alles...Vermutlich hat er sich schon längst eine Neue gesucht, mit der er spielen kann.

Im beruflichen Kontext mache ich es so:
Ich bewahre eine freundliche, aber leicht distanzierte Haltung, bleibe aber bestimmt in den Anliegen, die ich durchsetzen möchte (wenn ich direkt mit ihm zu tun habe). Ich würde ihn nicht komplett ignorieren, weil ich das (warum auch immer?) nicht mit meinem Wertesystem vereinbaren kann. Nach Möglichkeit versuche ich aber, inhaltliche Dinge mit anderen Kollegen zu klären bzw. über andere Mitarbeiter klären zu lassen.
Ich behandele alle Mitarbeiter (also auch IHN) höflich, egal was für Deppen es sind ;-) Das wars dann aber auch schon. Keine privaten Gespräche mehr (falls er wieder anbandeln sollte), nix. Er ist es ansonsten einfach nicht wert, sich weiter mit ihm zu beschäftigen. So einfach ist das.
Es werden dir hier sicher einige raten, dass es dir "egal" sein soll, dass er jetzt einen auf "beleidigte Leberwurst" macht, aber das Problem ist halt, dass man da so emotional drin hängt, dass es einem nicht von heute auf morgen "egal" sein kann. Das ist ein längerer Prozess..... :-(
 
  • #12
Ich glaube da sind nicht nur bei deinem Kollegen Gefühle vorhanden, sondern auch bei Dir. Die miese Art wie er mit dir geflirtet hat zeugt nur von einem unsicheren Charakter, er wollte dich beeindrucken.Ich würde nochmal den Kontakt suchen um abzuklären was ihn noch so schmerzt.Du zeigst Mut wenn du den ersten Schritt machst und keine Schwäche. Den Vorschlag von deiner Kollegin finde ich für deine Situation nicht angebracht. der will dich nicht kleinkriegen. Du bist bestimmt eine tolle Frau die alles gut im Griff hat, dazu noch ein gepflegtes hübsches Äussere, das findet der mit Sicherheit mega cool und anziehend. Mach´s gut.
 
  • #13
Ich denke auch dass er Dich klein kriegen will. Was ich täte: Einen freundlichen aber bestimmten Umgang mit ihm wählen. Du machst das alles schon ganz richtig so! Ich finde nur dass Du Deinen Kollegen etwas zu sehr beachtest bzw ihm Beachtung schenkst. Wenn Du ihn siehst, Grüße ihn freundlich lächelnd und geh weiter. Impf dir Gelassenheit ein! Wenn du das ein paar Monate ohne Patzer durchziehst, hört er bald auf. Nicht Grüßen ist gleichbedeutend mit sich zurückziehen bzw defensiv sein. Überlass ihm nicht das Territorium.

W30
 
  • #14
Hi,

wende die "grey rock" Technik an.
Kein Gespräch, keine Emotion, kein "Futter" fuer ihn.

Und für die Zukunft.. Ich schreibe es jetzt hier zum 100mal: Männer werden Frauen solange in Konkurrenz zueinander setzen und gegeneinander ausspielen als diese es zulassen. Ich hoffe für Dich dass Dir nicht mal aehnliches geschieht wie der Ehefrau. Weibliche Solidarität gleich null, denke ich!

Zu ihm: er behandelt Dich schäbig. Ja. Er hat mitgewirkt. Ja.
Aber: Männer sind ja nicht dumm. Sie respektieren selten Frauen die in Ehen einbrechen und ihre Geschlechtsgenossinnen verraten damit. Zu recht. Männer verstehen traditionell mehr von Wuerde als Frauen.
 
  • #15
GsD hat sich Dein Verstand rechtzeitig eingeschaltet und Du hast die richtigen Weichen gestellt, bevor es wirklich zu einer Affäre kam.
Das Credo: never f...the company greift einfach immer wieder.
Ich würde ihn ganz normal behandeln , wie jeden anderen Kollegen auch. Wenn sein Ego verletzt ist, dann ist das sein Problem und nicht Deines. Dein Verhalten zeugt von Professionalität.
ihn ebenso ignorieren wie er mich, denn ihn weiter freundlich zu grüßen würde nur Schwäche zeigen...
Da kommt´s darauf was jetzt unter freudnlich gemeint ist. Ein höfliches "guten morgen" oder "hallo" wenn man sich trifft z Bsp. auch mit anderen Kollegen, doch persönliches wäre tabu.
So bewahrst Du Dein Gesicht und spielst nicht die beleidigte oder schnippische Kollegin. Kühles understanding.
Alles Gute dir!
 
  • #16
Ich habe sehr viel Stärke aufgebaut und bin gewillt, niemals wieder in so eine Lage zukommen. Mir tut seine Familie leid.
Es gehören immer zwei dazu, das ist mir klar. Ich habe ein gut situiertes Leben und bin stark genug, ihm ebenso ignorant entgegen zu laufen, finde es aber andererseits asozial, mich auf so ein niedriges Niveau zu begeben. Er ist 15 Jahre älter und hatte mich emotional in der Hand. Meine Kollegin (keine direkte Kollegin sondern eine Psychotherapeutin bei uns in der Firma) sagte mir, er wolle nur erreichen, dass ich ihm wieder Aufmerksamkeit gebe. Dies tue ich natürlich, in dem ich mindestens grüße...
 
  • #17
Sei froh, dass er dich ignoriert !! Es wäre schlimmer, wenn ich ihn noch jeden Tag danach grüssen müsste und so tun, als ob nichts wäre. Mit deinem Selbstbewusstsein ist es leider noch nicht so toll, sonst hättest du keinen Wert auf seine Freundlichkeit gelegt und gutes Mädchen spielen wollen.
Nein so sehe ich es nicht ganz. ich versuche freundlich zu sein, um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. damit meine ich, dass er, wenn ich ihn ebenso eiskalt behandle, dies als Affront sehen könnte und sich an mit rächt. Ich glaube, es ist nicht so sinnvoll, ihn mit übertriebener Arroganz herauszufordern. Vielleicht seh ich es auch grad zu verbissen.
 
  • #18
Grüß ihn einfach weiter und lass ihn sein, wie er will. Du kannst Dich ja trotzdem korrekt verhalten und musst nicht auf dieselbe emotionale Weise reagieren wie er (also "rächend", spiegelnd, als würde er Dir noch sonstwas bedeuten).

Er wusste von meinen Gefühlen und spielte trotzdem weiter mit mir.
Falscher Ansatz. Ich meine, Du erwartest hier von einem, der seine Partnerin, seine Familie betrügt und belügt, dass er auf DEINE Gefühle doch Rücksicht nehmen sollte. Ist doch logisch, dass das nicht kommt. DU selbst bist verantwortlich dafür, dass niemand mit Deinen Gefühlen spielen kann, auch wenn mir klar ist, dass man das erstmal begreifen muss (musste ich auch, deswegen würde ich mich heute auf gar keinen Fall auf einen verheirateten Flirter einlassen, hätte ich mit Ende 20 aber schon). Du hast es ja auch gerafft und was dagegen unternommen.

Das Spiel, was er trieb, ist normal für so einen. Anfüttern, dann abweisen, sauer sein, wenn die Außenfrau nicht mehr huldigt.
Der Mann ist mE in einem emotionalen Zustand, der irgendwie ... blind, frühkindlich ist. Das kann er nur durch sein Verhalten ausdrücken, kapieren mit dem Verstand, was er da macht, auch mit anderen Menschen, kann er nicht. Noch nicht vielleicht, wenn er sich auseinandersetzt mit seinen Gefühlen und dem, was er mit anderer Leute Gefühlen gemacht hat.
 
  • #19
Ich würde den Schlussstrich wirklich vollständig ziehen.

Keine Gedanken mehr darüber machen, was er denken, fühlen könnte.
Nicht interpretieren, es vielleicht in seinem Blick lesbar ist.
Ganz und gar abschließen.

Im Beruf Umgang wie mit allen Kollegen der Mindeststandard, höflich, sachlich, distanziert. Hier in diesem Fall konsequent nichts Privates, aber natürlich grüßt man, und wenn es notwendig ist, arbeitet man zusammen.
Professionalität - was er daraus macht , ist sein Thema.
Du machst Dich aber damit nicht angreifbar, und irgendwann ist Gras darüber gewachsen.
 
  • #20
denn ich finde, wir sind auf der Arbeit und da gehört für mich Freundlichkeit und Respekt zum guten Ton, auch, wenn man sich mal nicht versteht...
Nicht unbedingt, den Respekt hat er nicht mehr vor Dir. Als Mann kann ich da @Tini_HH nur zustimmen und kenne es selber zu Genüge wie manche Arbeitskolleginnen sich benehmen. Daher verstehe ich es wenn er nicht mehr mit Dir redet und Dich auch nicht grüßt, es gibt Frauen die interpretieren selbst in einer harmlosen Begrüßung einen Liebesbeweis.

Und eine "Aussprache" nach einem Büroflirt würde es bei mir auch nicht geben. Der Mann will Dich nicht kleinkriegen, er will nur seine Ruhe und spielt in Deinen Gedanken immer noch eine zentrale Rolle und Du bist immer noch davon überzeugt, es war etwas zwischen Euch. Das ist schon ziemlich abgefahren.
 
  • #21
Ich war mal in derselben Situation, daher verstehe ich dich sehr gut.sei stolz auf dich, dass du es raus geschafft hast!
Und sorry, @Tini_HH , so welche Typen gibt es wirklich! Ich hatte meinen damals mehrfach gebeten, mich in Ruhe zu lassen, weil es nirgendwo hinführen wird, ich nur verletzt werden würde. Er sagte immer, er sei schwach, es täte ihm Leid. Ich fing an Mitleid mit dem zu haben - dass muss man sich mal vorstellen, wie verkorkst die sind!
Ich habe ihm damals den Laufpass gegeben - worauf hin er sehr betrunken und uneingeladen auf einem Firmenevent auftauchte und sich mit den liebsten Worten entschuldigte. Ich war so naiv zu denken, dass wir dann wieder einen kollegialen Arbeitston pflegen können - wie bei @Meeresbrandung aber - fing er plötzlich an mich bei zufälligen Begegnungen und auf Events zu ignorieren!
Ich wette mit dir, dass der 100% wieder ankommt, wenn du ihn ebenso ignorierst! Und dann darfst du nicht schwach werden - die versuchen es dann mit Guilttripping - denn sobald du wieder nett bist (und auf seine Zuneigung, Aufmerksamkeit hoffst) wird er sich wieder abwenden!
Spiel das nicht mit. Ob du ihn grüsst oder ignorierst ist egal - Hauptsache, du gehst nie wieder freundlich auf ihn ein und lässt dich besäuseln!
 
  • #22
Nein so sehe ich es nicht ganz. ich versuche freundlich zu sein, um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. damit meine ich, dass er, wenn ich ihn ebenso eiskalt behandle, dies als Affront sehen könnte und sich an mit rächt. Ich glaube, es ist nicht so sinnvoll, ihn mit übertriebener Arroganz herauszufordern. Vielleicht seh ich es auch grad zu verbissen.
Du hast ihm nichts getan. Was auch immer zwischen euch war, es ist vorbei und er hat das zu akzeptieren. Er kann sich rächen, wie er will, du stehst nicht recht- und schutzlos da. Er hat Macht, wenn du ihm diese Macht gibst. Kennst du den Spruch- willst du Frieden, sei für den Krieg bereit? Das meine ich mit " gutem" Mädchen. Du willst Harmonie und kein Aufsehen erregen. Merke eins- wirklich gefährliche Menschen sprechen keine Drohungen aus und schüchtern nicht ein, sie handeln. Alles andere ist Versuch, ein starker zu sein und weil sie es nicht sind, versuchen sie gefährlich zu wirken. Je mehr Geschrei, desto weniger Substanz dahinter. Wenn du glaubst, dein Kollege könnte gefährlich werden, wende dich an Vertrauensperson in der Firma, vorbeugend sozusagen.
 
  • #23
Beachtung schenkst. Wenn Du ihn siehst, Grüße ihn freundlich lächelnd und geh weiter. Impf dir Gelassenheit ein! Wenn du das ein paar Monate ohne Patzer durchziehst, hört er bald auf. Nicht Grüßen ist gleichbedeutend mit sich zurückziehen bzw defensiv sein. Überlass ihm nicht das Territorium.

W30

Ich muss hier nochmal etwas ausholen. Das ganze zieht sich schon länger hin. Zwischendurch lief es mal ein paar Tage fast "normal". Ich blieb stets freundlich und irgendwann begann auch er normal zu grüßen, ohne irgendwelche hochemotionalen, vorwürfigen Blicke. Ich war innerlich erleichtert, weil ich glaubte, er hat es nun auch verinnerlicht und will einfach nur noch kollegial sein. Jedoch blieb es nicht so! ER war längere Zeit nicht im Haus und kam vor 2 Wochen zurück. Er reagiert nun plötzlich wieder mit beleidigten Blicken. Damit habe ich einfach nicht gerechnet. Mir ist klar, dass dies hier nicht jeder nachvollziehen kann und dass es sich crazy anhört. Ich werde weiterhin höflich bleiben.
 
  • #24
Das hatte ich überlesen.
Dann habt ihr nur rumgeflirtet. Aber sein Verhalten ist trotzdem typisch. Er weiß, Du willst ihn, er befeuert es, er findet Dich vermutlich auch attraktiv, und wenn er meint, dass er signalisieren sollte, dass Du Dir keine Hoffnungen machen solltest, geht er auf Abstand.

Ich hatte das früher auch ganz anders verstanden, wenn einer mit mir flirtete. Ich hätte nicht geflirtet, wenn ich nichts gewollt hätte. Aber das ist leider naiv.

Wenn ein Vergebener mit Dir flirtet, rechne nie damit, dass er es ernst meint, würde ich sagen.
 
  • #25
Also ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, was dir die Psychotherapeuten da eingeredet haben, aber: Du hattest keine Affäre!! Für den Mann war es ein kleiner Büroflirt und er hat dir deutlich zu verstehen gegeben, dass mehr nicht laufen wird.

das kannst du nicht pauschal beurteilen. Emotionale Affären sind viel schlimmer als reine Sexaffären. Er hat zu mir eine vertrauensvolle Basis aufgebaut, mir Geheimnisse erzählt und rastete anschließend aus, weil er nicht damit klargekommen ist, dass er mir sein Herz ausgeschüttet hatte und ich nun all diese Dinge wusste. Außerdem hat er mir niemals zu verstehen gegeben, dass er nichts von mir will- sondern er hat zu mir Kontakt gesucht, wenn ich mich von ihm distanzierte. Er hat es genossen, wenn ich ihm Sympathie entgegenbrachte. Aber wie gesagt, das ist vorbei!
 
  • #27
Naja, überwunden hast du deine Nicht-Affäre nicht, sonst würdest du jetzt nicht seine Blicke interpretieren. Weiss der Hinmel, was du in dieser Therapie gemacht hast, sehr fruchtbar scheint es mir nicht gewesen zu sein.

Was passiert ist, ist kein Weltuntergang, da gibt es üblere Schicksale. Du hast dich in einen vergebenen Mann verguckt, eine Position, in der du immer miese Karten hast. Das war deine Wahl, das ist nicht einfach als Schicksalsschlag vom Himmel gefallen. Ist das so ein Drama? Rapple dich wieder auf, schreib diese einseitige Liebesgeschichte ab, rätsle nicht über seiner Blicke, interpretiere nicht sein Verhalten. Schliess ab, dicker fetter Schlussstrich.

Und natürlich neutral-distanziert-höflich bleiben, alles andere wäre im Kontext Arbeitsplatz total unangebracht, zumal ja wirklich rein gar nichts passiert ist.

Frau 52
 
  • #28
Hallo Zusammen,
Bei mir war es ähnlich ... allerdings war es kein Kollege, sondern der Chef und Inhaber unserer Firma und er ist auch nicht verheiratet, sondern „nur“ in einer Beziehung!
Er flirtete auch recht lange, durch gemeinsame Geschäftsreisen verbringen wir viel Zeit - im Auto, am Flughafen, auf Events, nach den Terminen beim Essen bzw in Hotels an der Bar, wenn wir übernachten müssen!
Er erzählte mir auch mal, das er es „großartig“ finde, wenn die Frau den ersten Schritt mache, worauf ich ihm sagte, ich finde es noch „großartiger“, wenn der Mann den ersten Schritt macht!
Seitdem ist er noch „bemühter“!
In die Karten schauen habe ich mir nie! Bis heute weiß er nicht sicher, das ich ihn für einen attraktiven Mann halte!
Obwohl ich ihn quasi abblitzen ließ, gibt er nicht auf! Oder vielleicht auch gerade deshalb?!
Unser „Verhältnis“ ist nach wie vor gut und leicht und unbeschwert, was ich auch gut finde, da wir eng zusammen arbeiten und durch unser Tätigkeitsfeld die Übergänge von Beruf und Privatleben teilweise fließend sind und da wir viel Zeit miteinander verbringen müssen, ich es auch unangenehm empfinden würde, wenn da ein ständiger Kampf zwischen uns wäre, da ich dann auf den Job verzichten müsste!
Glaubt ihr denn grundsätzlich, das eine Beziehung, die über das Arbeitsleben geschlossen ist, keine Basis hat?
Und glaubt ihr grundsätzlich, das Männer im Arbeitsleben ein Ego Boost durch einen Flirt brauchen, um die eigene - vielleicht schlechte - Beziehung zu kompensieren?
 
  • #29
Mir ist klar, dass dies hier nicht jeder nachvollziehen kann und dass es sich crazy anhört. I
Für mich hört sich das alles überhaupt nicht verrückt an, im Gegenteil eher schlüssig. Er fühlt sich auf den Schlips getreten, in seiner Eitelkeit gekränkt, vielleicht war da auch wirklich was, sodass er ernsthaft verletzt ist oder aber er macht sich da selbst was vor.... Wie auch immer: Du fährst gut mit Deiner höflichen, souveränen, bestimmten Art im Umgang mit ihm. Beachte ihn nicht zu sehr. Grüße freundlich und mit volltönender Stimme, sei nett, großzügig, sachlich, lächle. Keine Diskussion nichts. Jemanden nicht grüßen etc in einer Firma finde ich schwierig und unreif. Hat wie gesagt auch was Defensives.

W30
 
  • #30
Und glaubt ihr grundsätzlich, das Männer im Arbeitsleben ein Ego Boost durch einen Flirt brauchen, um die eigene - vielleicht schlechte - Beziehung zu kompensieren?

Ich wuerde das trennen. Das eine ist ein Flirt. Okay. Ich flirte sehr gerne mit Männern die ich mag. Aber ich kenne genau die Grenze wenn er und oder ich in Beziehung sind.

Jemand der offen ist über einen witzig spritzigen Flirt hinauszugehen (sexuelle Anspielung, rummachen, fremdgehen oder vertrauliches aus der Beziehung ausplaudern) ist fuer mich illoyal und charakterschwach.

Übrigens lasse ich die Ausrede, die Beziehung sei schlecht nicht gelten.

A, geht es oft einfach um narzisstische Zufuhr und Aufmerksamkeitssucht
B, brauchen manche Charaktere einfach einen Harem aufgrund ihres brüchigen Selbstwerts
C, kann ich mich bei "schlechter Beziehung trennen oder dran arbeiten notfalls mit prof Hilfe

...der Klopper ist fuer mich immer das Argument..zuhause kriege man keine (sexuelle) Zuneigung mehr. Da müsse man es halt outsourcen.

Zum Sex gehören immer zwei. Wenn ich n Kerl waere wie der der FS..wuerde ich mich in solch einem Fall auch fragen, was mein Anteil ist.
Wenn ich der Frau sexuell nichts gebe und (wie Pornos es oft suggerieren) lediglich seine Lust im Zentrum steht..wird sie zwangsläufig das Interesse dran verlieren. Wenn die Frau dann noch das..berechtigte..Gefühl hat sexuell ausgetauscht zu werden wenn er nicht regelmäßig " versorgt " wird..schwindet auch der letzte Funken Lust. Und der arme Typ hat das Alibi der "schlechten" Beziehung... auf das wiederum vornehmlich naive und ihren Geschlechtsgenossinnen gegenüber illoyale Frauen reinfallen.

Ende der Geschichte: der Mann hat zuhause eine betrogene Frau (oder auch umgekehrt bei umgedrehten Geschlechterverhältnis) die ihm nie mehr vertrauen kann. Und eine Affäre wo eigentlich Respekt und Vertrauen unmöglich sind weil er Fremsgaenger ist und sie in eine Ehe einbricht.

Gewonnen ist am Ende also nichts. Aber eigentlich alles verloren.
Und zwar nur weil jemand nicht die Eier hat, sexuelle oder sonstige Probleme INNERHALB der Beziehung zu loesen wo es hingehört.
 
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