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  • #1

Wie reagieren Freunde und Familie wenn man es nochmalig probiert?

Hallo,
nachdem ich euch ja mitgeteilt habe, dass mein Mann und ich den Wiedereinzug in das gemeinsame Haus planen, merken wir doch, wie schwierig es ist, die Familie (Eltern und auch Freunde )darüber zu unterrichten.Irgendwie haben wir nur gemeinsame Freunde gehabt-die aber immer mehr von mir gepflegt worden sind da ich einfach mehr Zeit hatte.Außerdem war ich auch immer diejenige die ihre Probleme nach außen getragen hat, d.h ich habe erzählt wenn etwas mal nicht so rund gelaufen ist und mir Rat geholt.Somit hat der Freundeskreis natürlich auch gewußt, wie es um unsere Ehe steht.Einige haben das Jahre mitgekriegt und waren somit nicht überrascht als ich dann ausgezogen bin sondern haben mich begleitet und unterstützt.Mein Mann hat in dieser Zeit der Trennung dann mit einem Mal Gespräche bei Freunden und der Familie gesucht und sich bei Ihnen ausgeweint und Zuspruch erhofft- ist über mich hergezogen aber alle haben ihn eben darauf hingewiesen, dass ich schon oft gebeten hatte etwas zu ändern und er es einfach nicht gemerkt hat wie ernst die Lage war.Mich haben diese Freunde/Familienmitglieder bis jetzt begleitet und manche Auseinandersetzung die sie mit meinem Mann hatten steckt noch tief in ihren Knochen .Jetzt möchte ich meine Freunde nicht verlieren. Es kann doch aber auch keine Lösung sein, sie nur einzuladen wenn er dann mal nicht da ist.Es finden ja auch Familienfeste statt -die möchte ich dann natürlich auch als Familie wahrnehmen.Meine Eltern können wenig dazu sagen.Meine Mutter ist dement und mein Vater kann das alles irgendwie gar nicht nachvollziehen-einfach eine andere Generation.
Wäre schön etwas von Euch zu hören.
 
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  • #2
Vermutlich werden die genauso reagieren wie Ihr Vater, denn Ihr beider Verhalten ist nicht nachvollziehbar.

Nach 3 Jahren Trennung ist im allgemeinen längst die Scheidung vollzogen und das Gröbste geregelt. Es gibt natürlich auch Zeitgenossen, die sich scheiden lassen, um danach den gleichen Partner wieder zu heiraten und lassen sich dann nochmals scheiden.
Alles schon erlebt. ;-)

Ich halte Sie und Ihren Nochehemann für ziemlich unreif und unselbständig.

Viel Erfolg

m, 50
 
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  • #3
Ich verstehe nicht, was das mit Unreife oder Unselbstständigkeit zu tun hat?Es gibt bestimmt viele Ehen die in kürzester Zeit geschieden werden, wo man sich schnell einig wird und wo vielleicht auch die Emotionen des anderen für den anderen keine Rolle spielen .Wo vielleicht auch nicht 3 Kinder mit im Spiel sind.Ich kann es nicht erklären, warum es mit allem so lange gedauert hat und letzendlich hat mich dieser letzte Schritt(nämlich Austrag aus dem Grundbuch und alles aufzugeben was man gemeinsam bis jetzt erreicht hat )gezeigt ,wo ich stehe und was ich will. Das mir meine Ehe eine Menge bedeutet.
Es tut mir leid, wenn Ihnen so viel Leid widerfahren ist aber ihr Verletzsein kann man schon beim Schreiben spüren. Also ,so lange Sie selbst nicht davon betroffen sind, kann es Ihnen doch egal sein wie lange ,wie oft, sich Paare trennen oder wieder miteinander auskommen.

FS
 
  • #4
manches muß man als Freund oder Freundin nicht gut finden oder verstehen sondern einfach als Entscheidung respektieren und akzeptieren. Wirklich gute Freunde wissen das.

Hätte dich dein Mann jahrelang mißhandelt und du wärst 10x aus- und trotz allem wieder eingezogen, hätte ich sicherlich irgendwann die Geduld verloren.
Aber daß eine Ehe mal in eine sehr ernste Krise geraten kann, ist nichts wirklich neues. Ich betrachte es eher als Lstung, aus diesem Scherbenhaufen wieder etwas zu machen - und für eure drei Kinder ist es (hoffentlich!) gut. Wo ist also das Problem? Sprich mit deinen Freunden, und erkläre in groben Zügen, warum ihr euch nun doch so entschieden habt.

Wenn ihr doch wieder Probleme bekommen solltet, geht zu einer professionellen Beratung - das würde ich an deiner Stelle übrigens mit meinem Mann schon im Vorfeld besprechen! Freunde sollte man da raushalten und nicht zu Schiedsrichtern machen.
 
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  • #5
@ Fragstellerin,

Sie geben sich doch Ihre Antwort im statement selbst. Vordergründig rangiert bei Ihnen die Tatsache des materiellen Verlustes - das ist im übrigen bei vielen so.
Ich habe berufl. mit solchen Dingen zu tun und behandle dies rein rational - daß Sie dies nicht verstehen können und falsch deuten, kann ich nachvollziehen.

Wer hintereinander threads in Foren eröffnet und den Freundes- und Familienkreis in Eheangelegenheiten um Ratschläge bittet und 3 Jahre zum nachdenken braucht, ist weitgehend unselbständig u wohl mangelnder Lebenserfahrung geschuldet. Alles Gute !

m, 50
 
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  • #6
Familie und Freunde sind normalerweise loyal, stehen einem im Trennungsfall zur Seite, machen einem immer wieder Mut und freuen sich, wenn man es "überstanden" hat.

Entscheidet man sich für einen Neuanfang, war der ganze Beistand quasi umsonst. Das mag auf den ersten Blick ärgerlich sein, aber es ist Deine Entscheidung. Und gute Freunde sind, wie gesagt, loyal. Sonst wären sie ja keine Freunde.
 
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  • #7
Letztendlich ist es doch egal, wie die Freunde und Familie reagiert. Es ist Ihre Entscheidung und fertig. Wenn es gute Freunde sind, tragen sie die Entscheidung mit und wenn es sie stört, waren es mal Freunde. Doch es ist Ihr Leben. Und manchmal kann man halt nicht alles haben. ( Seinen Mann wieder und alle Freunde ) So ist das Leben. Irgendwas bleibt immer auf der "Strecke". Und ein wenig Recht hat Gast #1 bzw. #4. Ich finde die Frage auch recht unreif. Und das Beispiel mit dem Grundbuchaustrag....naja. Doch viel Glück und alles Gute.
 
  • #8
Da er sich wirklich geändert hat, werden das deine Freunde und Verwandte sehr schnell bemerken. Sie werden seine positiven Veränderungen anerkennen und dir beipflichten, dass du den richtigen Schritt gemacht und deine Familie wieder zusammengeführt hast.

Du wirst dich nicht danach sehnen, begehrt zu werden und sexuelle Erfüllung mit einem anderen Mann zu finden. Denn das wird dein Mann von nun an alles tun. Du wirst zu seiner wichtigsten Stütze, seiner Partnerin auf Augenhöhe, und er wird sich fragen, wie er die ganze Zeit denken konnte, die Arbeit und seine Hobbys seien wichtiger als du.

Die Hälfte des Hauses wird bald wieder dir gehören, da dein Mann dir - in vollem Vertrauen in eurer gemeinsamen glücklichen Zukunft - die Hälfte offiziell schenken wird.

Vor allem wird er nie mehr vergessen, was er an dir hat. Daher werden sich deine Freunde auch in fünf Jahren noch schämen, weil sie ihn damals so falsch eingeschätzt haben.


Verstehst du, was ich meine, liebe FS?

Ich glaube nicht, dass du ihm die Veränderungen wirklich abkaufst. Ich denke, du gehst den Weg des geringeren Widerstands. Das finde ich im Übrigen völlig legitim, wenn die Kinder noch einige Jahre zuhause verbringen werden und die Ehe nicht so dramatisch schlecht gelaufen ist, dass man sich dringend in Sicherheit bringen müsste.

Du machst dir aber selbst etwas vor. Und das ist keine gute Basis für die nächste Zukunft, wenn du diese Entscheidung tatsächlich durchziehst. Denn um eine Vernunftehe zu führen, muss man wissen, was man tut - und sich sehr, sehr gut unter Kontrolle haben.

Du möchtest vor deinen Freunden das Gesicht wahren. Das wird am besten gelingen, wenn du es schaffst, deinen Bald-nicht-mehr-Ex-Mann realistisch zu sehen, seine guten Seiten sowie seine Schwächen anzuerkennen und ihn respektieren zu lernen für das, was er kann.

Vielleicht gehört er tatsächlich zu den sehr, sehr wenigen Menschen, die etwas Fundamentales dazu lernen und sich ändern. Da die Wahrscheinlichkeit meines Erachtens aber sehr gering ist, rate ich dir, selbst dazu zu lernen.
 
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  • #9
Wenn es wirklich echte Freunde sind, werden die akzeptieren, was Du tust. Wenn Du Dich dafür entscheidest und sie mit dem Kopf schütteln, dürfen sie dass. Dennoch Mußt Du hier an Dich denken! Verstehen müssen das Andere nicht, aber tolerieren!
Auch auf das Risiko hin, dass der Ein oder Andere Probleme damit hat.
Lass ihnen Zeit, sich darauf einzustellen.
Wenn Du magst und es möglich ist, bereite sie evtl auf Deine Entscheidung vor.
Ein guter Freund wird es Dir nicht nachtragen!
Niemand muss es verstehen, gutheißen oder Deinen Partner moegen. Das musst auch Du akzeptieren. Aber Du kannst nicht für Deine Freunde ein Leben leben, das sie gerne sehen wuerden. Ich denke, dass Deine Freunde damit klarkommen werden.
Bleib einfach nur ehrlich! Und wenns nicht klappt, dann musst Du ihnen zugestehen, dass Kommentare kommen werden. Aber Du solltest dennoch Dich nicht beeinflussen lassen! Du alleine musst fuer Dich entscheiden, was Du willst!
 
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