• #61
Augenhöhe entsteht weniger dadurch, dass man darüber redet oder es vereinbart.
Tut mir leid, wir haben da einfach verschiedene Ansichten. Ich fahre in meiner Beziehung bisher super damit, anzusprechen, wenn ich irgendwas gern möchte oder mich irgendwas frage. Das hat nichts damit zu tun, dass man jammert oder anklagt, sondern einfach äußert, was man denkt. Wenn man nur "danach handelt", sich aber innerlich weiter ärgert usw., weiß der andere davon nicht und auf Dauer schafft das nichts aus der Welt. Wenn der Freund der FS einfach nur so vergesslich ist wie meine eine Freundin, dann bekommt er es nicht mit, dass sie mehr bezahlt und wenn sie mit ihm einfach mal drüber redet, kann man da ganz leicht Abhilfe schaffen, indem man sich ein System überlegt. Hat bei mehreren Freunden von mir sehr gut geklappt, statt das ganze irgendwie hintenrum lösen zu wollen.
 
  • #62
Ja aber Nein.

Mit negativer Kommunikation (Unwillen äußern, Opferhaltung, Vorwürfe, Erwartungshaltungen, ...) macht man in der Regel mehr kaputt als Positives zu bewirken, da das wenig wertschätzend bzw. wenig attraktiv wirkt und den Gegenüber eher zu einem ähnlichen negativen Verhalten motivieren wird. Wenn einer rechnet, wird der andere auch rechnen und im Zweifel bewerten beide die Dinge unterschiedlich und empfinden unterschiedliche Dinge als gerecht.

Augenhöhe entsteht weniger dadurch, dass man darüber redet oder es vereinbart. Augenhöhe verschafft man sich durch sein Verhalten, z.B. auch indem man sich an den anderen anpasst, wenn nicht das Erwünschte zurückkommt. Will man kein ausgenutztes Opfer des anderen sein, sollte man sich auch nicht wie ein Opfer verhalten oder sich zum Opfer erklären, dann macht man sich selber zum Opfer. Wenn man nicht gerne gibt, dann hört man eben wieder auf mit dem geben, statt weiter zu geben und sich zu beklagen. Oder aber, man plant einfach so, dass man künftig gemeinsam einkaufen geht, so dass mal der eine, mal der andere zahlt ("übernimmst Du heute, dann mache ich das nächste Mal"). Augenhöhe bedeutet zudem, dass beide gemeinsam die gleichen Mitspracherechte über die Produktauswahl haben (Bio <> Nichtbio / Markenprodukt <> Nonameprodukt ...) und man zu gemeinsamen Wegen gelangt, mit den beide zufrieden sind. Je weniger man an den Entscheidungen beteiligt ist, desto weniger wird man es als "seinen" Einkauf empfinden und sich daran beteiligen wollen. Es gehört daher auch zur Augenhöhe und Mitverantwortung desjenigen, jeweils dem Gegenüber ein Maß anzubieten, an dem sich der Gegenüber noch gerne beteiligt.

Augenhöhe behält man dann, wenn man sich einerseits selber nicht auf eine andere Ebene begibt und andererseits den anderen auch nicht auf einer anderen Ebene behandelt, also die Wünsche des anderen als genauso berechtigt wie die eigenen betrachtet und nach einem gemeinsamen Weg sucht, bei dem beide mitentscheiden.
Das hört sich absolut anstrengend an. Und ziemlich langwierig. Ich bleibe lieber bei meiner Methode klappt prima und ich muss mich nicht spiralisieren.
 
  • #63
Manche Männer und auch Frauen vermitteln mir das Gefühl, dass sie mit materiellen Dingen einen Partner fangen und ihn so auch halten wollen, es kommt mir bei einigen Beiträgen oft so rüber!
Zu den Männern gehören damit dann Tom und ich wohl!?
Was mich betrifft, ich so sehr Mensch, dass ich keine Frau mit materiellen Dingen halten muss.
Es geht mir gut und diesen Maßstab soll die Frau mit der ich mein Leben teile auch mindestens haben.
Das ist doch ganz einfach.
Schau doch die Geizhälse hier an, was sie für Beziehungen führen.
Wenn sie ihr Geld vögeln könnten, hätten sie überhaupt gar keine Beziehung.
Ich will dass es meiner Partnerin so gut wie möglich geht, auch die hat nur dieses Leben.
Und wenn ich mir keinen abbrechen muss um ihr das zu ermöglichen, ja wo soll denn da der Fehler sein.
Das allein garantiert keine gute Beziehung, aber hey, es killt den Streitpunkt von Millionen Beziehungen.
Das ist authentisch zum einen und selbstlos zum anderen.
Ich kann es mir Gottseidank leisten, nicht über Geld in einer Beziehung reden zu müssen.
Und das ist verf..... noch mal eine Top Ausgangslage für eine Beziehung.
Es entspannt wenn auch deine Partnerin keine finanziellen Sorgen kennen muss.
Egal ob viel oder ausreichend vorhanden ist.
M50
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #64
Nun, ich glaube ja nicht dran, dass jemand gehäuft „vergisst“, zu zahlen ... meiner Erfahrung nach ist da immer System dahinter. Ich lade sehr gerne ein, aber irgendwann ist auch mir das zu dumm und ich sortiere aus.
Genau aus diesem Grunde ist es auch hilfreich, sich mit Menschen abzugeben, die ein ähnliches Wertesystem haben, zumindest was den normalen Alltag angeht. Ganz banal fängt das mit Essen, Kleidung, Freizeitgestaltung an, geht über schöner Wohnen, Urlaub usw.
Hat man da eine hohe Kompatibilität, kann man über die jeweiligen Extrawünsche des Partners locker hinwegsehen. Fühlt man sich aber da schon benachteiligt, dann ist der Streit vorprogrammiert. Ich hatte noch nie Streit wegen der Aufteilung des Geldes (ok, außer in meiner Ehe, aber er outete sich auch als spielsüchtig, also krank), aber ich kenne diese Aufrechnerei gar nicht. Wurde immer alles in einen Topf geworfen und dann ließ man es sich gutgehen. Allerdings habe ich auch immer Partner gehabt, die finanziell genau meine Passung hatten.
Ich lege ziemlich viel Wert auf tolles Essen, nicht unbedingt viel, aber gut und kaufe somit nicht bei den üblichen Discountern.
Genauso geht es mir mit Getränken usw. Ich möchte mich mit meinem Partner auch austauschen können über diesen Genuss und wenn jemandem eine Schnitte von Aldi reicht, dann ist das total ok, aber der wäre halt nicht mein Partner.
Der FS kann ich nur raten, reinen Tisch zu machen und ihren Unmut kundzutun. Ich denke, dass da System seitens ihres Partners dahinter steht. Aber sie muss sich halt trauen, das Thema Geld ist, so glaube ich, noch schambehafteter als Sex😉
 
  • #65
Oh und weil ich das Thema Sex erwähnte, ich fände es maximal unsexy, meinen Partner an „offene Rechnungen“ erinnern zu müssen und zu registrieren, dass er einfach geizig ist und auf seinen Vorteil bedacht ist ... geht für mich gar nicht.
 
  • #67
Nun, ich glaube ja nicht dran, dass jemand gehäuft „vergisst“, zu zahlen
Was du glaubst, ist deine Sache. Aber das gibt es. Es gibt auch Leute, die immer unpünktlich sind oder ihr Geld nicht zusammenhalten können. Ich zB leihe mir ungern Geld - weil ich IMMER vergesse, es zurückzuzahlen.
Meine vergessliche Freundin ist nie jemand, der die Rechnung nach Cent genau teilen will und lädt auch gern ein. Sie ist überhaupt nicht geizig noch durchtrieben. Sie vergisst nur alles, was man ihr auslegt und ihr Portmonee (und ihren Kopf, wenn der nicht angeschraubt wäre).
 
  • #69
Finanzielle Differenzen sind für mich meist ein Stellvertreterproblem die eine Schieflage insgesamt.

Wenn alles gut passt, findet man da eine Lösung, mit der beide zufrieden sind, ganz selbstverständlich.

Geena, es ist nicht die erste Frage zu Deiner Partnerschaft, vielleicht solltest Du insgesamt mal hinein fühlen.

Und zu Deiner Frage,
Wir leben noch nicht zusammen, aber wir zahlen jeder mal. Es gleicht sich aus. Im Urlaub haben wir ins angewöhnt, eine Kasse zu haben, da schmeisst jeder seinen Anteil rein... Und dann wird alles daraus bezahlt.

Wir werden sicher später eine Kasse haben.

W, 51
 
  • #70
@mokuyobi ich denke, man kann vielleicht auch unterscheiden, ob ich mit jemandem zusammenlebe oder ob ich mir „nur“ mal Geld leihe oder etwas von ihm besorgen lasse und dann in der Schuld stehe. In ersterem Fall muss einem wohl klar sein, dass dieses Zusammenleben Geld kostet und dass man das regeln sollte. Drückt man sich davor, gehe ich schlicht und einfach von Vorsatz aus und nicht von Schusseligkeit. Im zweiten Falle übe ich mich auch eher in Nachsicht und erinnere sanft an die Rückzahlung oder lege eben nix mehr aus😉
Im übrigen sehe ich es wie @Lionne69 Geld ist sehr häufig ein „Platzhalter“ für andere Probleme, Abwertung, Machtmissbrauch und ein generelles Gefälle in der Beziehung. Eine Freundin von mir war mal in so einer unguten Beziehung, der Mann legte dann häufig, nachdem er auf seinen Geldanteil angesprochen/angemahnt wurde von ihr, gerne ganz großspurig den 100€-Schein auf den Tisch mit den Worten „Stell‘ Dich doch nicht so an, hier hast Du Dein Geld!“. Wie sie sich jedesmal fühlte, kann man da leicht nachvollziehen, oder? Es ging ihm bei jeder Diskussion um dieses Machtspiel, sehr unangenehmer Mensch ...
 
  • #71
Nachtrag: Wenn ich schon weiß, dass ich in Geldsachen schusselig bin, dann sollten mir doch klare Regeln noch wichtiger sein, damit da erst gar keine Probleme entstehen, oder?
 
  • #72
Nachtrag: Wenn ich schon weiß, dass ich in Geldsachen schusselig bin, dann sollten mir doch klare Regeln noch wichtiger sein, damit da erst gar keine Probleme entstehen, oder?
Die Probleme sind doch schon viel früher da, ohne sie bewusst gemerkt zu haben, die Beziehung war von Anfang an schon schusselig, später überträgt sich das ganz natürlich in andere Bereiche!
 
  • #73
Liebe FS, ich habe mir jetzt tatsächlich Deine letzten Fragen aus Dez. und Jan. angeschaut. Wenn das noch der gleiche Mann ist, dann spiegelt die Geldfrage mEn sehr gut euer tieferliegendes Problem. Ich denke mal, Du versuchst, eine Ernsthaftigkeit und Festigkeit in die Beziehung zu bringen, die Dein Freund vielleicht gar nicht möchte?! Daher auch die Einkauferei und Kocherei von Deiner Seite, er fordert das wahrscheinlich gar nicht ein, wäre auch mit dem Bestelldienst zufrieden, auch an seinem Geburtstag. Du möchtest das aber gerne, da Du etwas „beweisen“ und vielleicht auch zementieren möchtest, was so gar nicht ist ... Diese Ausflüchte, er habe keine Zeit zum Einkaufen, stammen die von ihm oder von Dir? Wenn er Dir das so erklärt, zeigt er, dass ihm das Thema komplett egal ist, weil er anders unterwegs ist als Du, wenn Du diese Erklärung lieferst, entschuldigst Du ihn vor Dir ... Du weißt tief in Deinem Inneren, dass hier was unrund läuft😉
 
  • #74
Ich habe bereits einen Nebenjob. Also es ist nicht so als würde ich nichts dafür tun um mehr Geld zu bekommen. Ich mag meinen Job. Mir gefällt die Arbeit und das Betriebsklima. Natürlich könnte ich viel viel mehr in meinem Berufsfeld bekommen, aber dann fehlt mir vielleicht die Freude am Job, wenn ich irgendwo arbeite, wo man zwar mehr verdient, aber die Kollegen total blöd sind..
Du arbeitest VZ sowie hast einen Nebenjob und trotzdem reicht das Geld vorne und hinten nicht? Sorry, aber da läuft doch irgendwas schief bei dir. Entweder finanziert du ihn komplett mit oder du lebst über deinen Verhältnissen.
Miete teilen wir uns. Wobei ich erwähnen muss, dass ich seitdem wir zusammengezogen sind 80€ mehr zahlen muss und er 100€ spart.
Auch das verstehe ich nicht. Wie kann es sein, dass du trotz Zusammenleben mehr Miete zahlst? Hast du vorher in einer günstigen WG gewohnt und jetzt wohnt ihr in einer großen Wohnung? Als Paar reicht doch eine Zwei-Zimmerwohnung vollkommen aus. Oder arbeitet er von zu Hause und braucht ein Büro? Dann sollte er auch mehr Miete zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #75
Wir haben -wie einige andere hier auch - ein extra Haushaltskonto eingerichtet, auf das wir beide monatlich den gleichen Betrag einzahlen. Davon bezahlen wir alle möglichen gemeinsamen Ausgaben (Einkäufe, Urlaube, etc.). Wenn das Geld darauf knapp wird, schießen wir beide nach.
Die Rahmenbedingungen sind: Wir wohnen in einer recht großen Wohnung im exklusiven Teil des Hamburger Westens (Eigentum ihrer Familie und vermutlich bald ihre), mein Kind (mit der Ex) hat darin ein recht großes Zimmer, ich ein Büro. Sie verdient wesentlich mehr als ich. Ich hab unser Auto gekauft, die laufenden Kosten gehen über das Haushaltskonto.
Wenn wir essen gehen (normalerweise recht oft), dann bezahle ich das logischweise - und lasse mich auch gar nicht auf Diskussionen ein.
Wenn man alles nun haarklein runterrechnet, mag man vermutlich zu einer anderen "fairen" Aufteilung kommen, aber ich glaube, es ist so für uns beide in Ordnung.
 
  • #76
Wie kommen Frauen eigentlich immer auf das schmale Brett ? Irgendwie konnte ich das Gesetz nicht finden ......

Verstehe ich ganz ehrlich auch nicht.
Mein Freund und ich wohnen zusammen und zahlen beide exakt den gleichen Anteil an Miete und Haushaltskosten und das obwohl er fast das dreifache von mir verdient.
Er hat 12 Stunden Schichtdienste und ich nur einen 23 Stunden Job und natürlich viel mehr Freizeit als er. Warum also sollte ich jetzt von Ihm verlangen doppelt bestraft zu werden (Er arbeitet mehr und soll dann auch noch mehr zahlen ? )
An den Tagen wo er arbeitet und ich frei habe, mache ich den Haushalt, an den Tagen an denen er frei hat und ich arbeite macht er den Haushalt und an den Tagen wo wir beide zu Hause sind machen wir ihn zusammen :)

Jeder hat sein eigenes Konto und wir haben ein gemeinsames Haushaltskonto dort zahlt jeder monatlich 900 Euro für Miete, Hyiene, Lebensmittel und für die Tiere etc.
Jeder hat sein eigenes Auto und zahlt dies auch.

Lediglich wenn wir Essen gehen zahlt meistens er, aber da besteht er drauf.
 
  • #77
Du arbeitest VZ sowie hast einen Nebenjob und trotzdem reicht das Geld vorne und hinten nicht? Sorry, aber da läuft doch irgendwas schief bei dir. Entweder finanziert du ihn komplett mit oder du lebst über deinen Verhältnissen.

Auch das verstehe ich nicht. Wie kann es sein, dass du trotz Zusammenleben mehr Miete zahlst? Hast du vorher in einer günstigen WG gewohnt und jetzt wohnt ihr in einer großen Wohnung? Als Paar reicht doch eine Zwei-Zimmerwohnung vollkommen aus. Oder arbeitet er von zu Hause und braucht ein Büro? Dann sollte er auch mehr Miete zahlen.

Leben und leben lassen. Wer sind wir, dass wir der FS vorschreiben, wie sie zu wohnen oder was sie zu arbeiten hat? Solange sie mit ihrem Geld auskommen - und das würden sie ja offenbar, wenn er sich beteiligen würde - steht es dir nicht zu, der FS vorzuschreiben, ob sie in einer 2- oder 3-Zimmer-Wohnung wohnen darf.
 
  • #78
Du arbeitest VZ sowie hast einen Nebenjob und trotzdem reicht das Geld vorne und hinten nicht? Sorry, aber da läuft doch irgendwas schief bei dir. Entweder finanziert du ihn komplett mit oder du lebst über deinen Verhältnissen.
Hat ja mit dem Thema nicht viel zu tun, oder? Wie und wofür die FS ihr Geld ausgibt, kann uns bei der Frage völlig egal sein. Sie fragt ja nicht, wie sie besser mit ihrem Geld auskommen kann.

Kosten teilen halte ich für normal, ich finde auch 50:50 normal, auch wenn der andere mehr verdienen sollte. Über Extrawünsche vom Mehrverdienenden muß man dann reden. Aber ich hatte noch nie einen Partner , der so wesentlich mehr verdient hat.
Vergeßen kann man ein- oder auch zweimal, danach sollte es einem aber peinlich werden oder derjenige vergißt es absichtlich.
W
 
  • #79
Auch wenn ich klar eine Meinung habe, wie ich zur Aufteilung stehe...so möchte ich nicht über die Verteilung an sich diskutieren.

Allerdings kommen hier Vorwürfe...obwohl die FS sich 50:50 beteiligt.
Dafür soll bei ihr schon nicht alles richtig laufen, weil ihr Einkommen niedriger ist?
Also sie zahlt prozentual schon mehr als er aber soll sich wegen ihres Einkommens hier rechtfertigen?
Wäre sie Intensivkrankenschwester und ihr Partner Mehdorn, würde ich Einkommen und "Verdienst" mal glatt nicht gleichsetzen.

Sie nimmt Rücksicht, dass seine Provision nicht immer gleich kommt und er spart 100 an Miete, seit dem Zusammenziehen...
Da würde ich doch glatt fragen, wie er und nicht sie, vorher klar gekommen ist, wenn er jetzt die 100€ nicht für den Einkauf hat.
 
  • #80
Leben und leben lassen. Wer sind wir, dass wir der FS vorschreiben, wie sie zu wohnen oder was sie zu arbeiten hat? Solange sie mit ihrem Geld auskommen - und das würden sie ja offenbar, wenn er sich beteiligen würde - steht es dir nicht zu, der FS vorzuschreiben, ob sie in einer 2- oder 3-Zimmer-Wohnung wohnen darf.
Natürlich kann sie leben wie sie möchte. Sie fragt hier aber nach Rat, da sie aktuell unzufrieden ist und da schadet es nicht sich die Gesamtsituation mal anzuschauen.
 
  • #81
Über Extrawünsche vom Mehrverdienenden muß man dann reden. Aber ich hatte noch nie einen Partner , der so wesentlich mehr verdient hat.
Warum? Wenn die gemeinsame Regelung ist, dass jeder 50% zum Haushalt beiträgt, besteht doch kein Anlass, sich für das zu rechtfertigen, was man mit seinem Geld tut.
Also sie zahlt prozentual schon mehr als er aber soll sich wegen ihres Einkommens hier rechtfertigen?
Wäre sie Intensivkrankenschwester und ihr Partner Mehdorn, würde ich Einkommen und "Verdienst" mal glatt nicht gleichsetzen.
Ist sie aber nicht. Sie hat einen Job, der ihr weniger Einkommen und dafür andere Vorteile bringt, er hat einen Job, der wechselndes Einkommen und dafür andere Vorteile beschert.

Beide haben das so gewählt und ich finde das in Ordnung. Ich finde weder, dass sich jetzt einer von beiden rechtfertigen müsste noch, dass die andere zuständig ist, fehlendes Einkommen auszugleichen.
Mehdorn und die Intensivschwester würden eben eine andere Verteilung wählen und trotzdem müsste jeder mit seinem Resteinkommen klarkommen.
 
  • #82
Warum? Wenn die gemeinsame Regelung ist, dass jeder 50% zum Haushalt beiträgt, besteht doch kein Anlass, sich für das zu rechtfertigen, was man mit seinem Geld tut.
Nein, das meinte ich auch nicht. Aber wenn ein Mehrverdienender sich gerne eine große Immobilie ( Luxusurlaube, Luxusautos, etc.) leisten möchte, die sich der andere nicht leisten kann, dann muß man halt drüber reden, dann haut 50:50 ja nicht mehr hin, ohne das der oder die mit einem geringeren Verdienst nicht in Schwierigkeiten gerät.
W
 
  • #83
Nein, das meinte ich auch nicht. Aber wenn ein Mehrverdienender sich gerne eine große Immobilie ( Luxusurlaube, Luxusautos, etc.) leisten möchte, die sich der andere nicht leisten kann, dann muß man halt drüber reden, dann haut 50:50 ja nicht mehr hin, ohne das der oder die mit einem geringeren Verdienst nicht in Schwierigkeiten gerät.
W
Für mich bedeutet 50/50, jeder bringt gleich viel ein und man leistet sich mit diesem Geld einen gemeinsamen Lebensstandard. Damit ist das automatisch begrenzt durch denjenigen, der weniger einbringen kann...

Auto und Urlaub gehören für mich weniger zum Haushalt. Beim Auto ist der Ferrari nicht weiter problematisch, beim Urlaub würde ich davon ausgehen, dass jemand, der deutlich luxuriöser unterwegs ist, deswegen nicht dauernd alleine fährt.
Wenn meine Partnerin mal eine Woche in der Karibik segeln geht, weil das ihr Hobby ist oder ich alleine eine Woche Skifahren, dann sollte das auch kein Problem sein.
 
T

Tam Dieu Cao

Gast
  • #84
Hallo,

ich lebe lieber allein als mit einem Mann, der nicht für alle Sache im Haus sorgen kann und möchte.

Nicht dass ich Geld nicht verdiene kann, sondern ist es ein Zeichnen für Liebe und Fähigkeit von einem Mann, wofür ich mich interessiere. Wie können in einem Zelt leben, aber hauptsächlich sollte ein Mann mich lieben, dass er nichts von mir sparen will.
 
  • #85
Auto und Urlaub gehören für mich weniger zum Haushalt. Beim Auto ist der Ferrari nicht weiter problematisch, beim Urlaub würde ich davon ausgehen, dass jemand, der deutlich luxuriöser unterwegs ist, deswegen nicht dauernd alleine fährt.
Deshalb sage ich ja, man müßte drüber reden.
Ich wäre jemand, der sich den Luxusurlaub nicht finanzieren lassen wollte. Ich verzichte, wenn ich mir das nicht leisten kann.
Für den Fall, dass ich in diesem Leben noch einen Mehrverdiener kennenlernen sollte, der sehr über meinem Standard leben möchte, müßte ich wahrscheinlich sehr viele Kompromisse eingehen. Und eine Einladung zum Luxusurlaub anzunehmen wäre für mich ein Kompromiss.
Ich finde 50:50 auch bei unterschiedlichen Einkommen gerecht. Warum sollte der, der mehr verdient, automatisch für den anderen mit bezahlen? Luxus allerdings wäre dann....naja, siehe oben. Müßte drüber geredet werden. Einer etwas weniger Luxus, der andere läßt sich mal einladen...keine Ahnung, irgendwie so. Kompromisse wären das ja beidseitig.
Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich noch nie in dieser Situation war, dass das Gefälle sehr groß war.
W
 
  • #86
Ich finde 50:50 auch bei unterschiedlichen Einkommen gerecht. Warum sollte der, der mehr verdient, automatisch für den anderen mit bezahlen?

Bei uns würde 50:50 bedeuten, dass wir eine so kleine Wohnung mieten müssten, dass wir beide unzufrieden wären. Dann hätten wir es lassen müssen. Da wir aber zusammenziehen wollten (er noch mehr als ich), zahlt er prozentual mehr.
Also keinesfalls automatisch, aber ausdrücklich - von ihm - so gewünscht.
 
  • #87
Mein Freund und ich teilen uns Miete und sonstige Kosten tatsächlich prozentual auf (natürlich nur gemeinsame Kosten, nicht Kleidung usw.).
Das liegt daran, dass ich noch studiere und er deshalb mehr als das Doppelte meines Einkommens zur Verfügung hat. Würden wir nicht prozentual aufteilen, dann müsste er auf seinen Lebensstandard verzichten, ich profitiere natürlich von dem Zusammenleben.
Wir hatten aber nie Streit darüber, ich habe den Lebensstandard und die prozentuale Aufteilung nicht von ihm verlangt. Ich glaube aber, wenn es andersherum wäre, dann würde ich ihn unterstützen, einfach weil ich ihn doch liebe und möchte, dass wir gemeinsam glücklich sind.
W 24
 
  • #88
Auch das verstehe ich nicht. Wie kann es sein, dass du trotz Zusammenleben mehr Miete zahlst?
Sie hatte vorher eine ganz billige Wohnung, entsprechend ihres geringen Einkommens. Nun zahlt sie durch das Zusammenziehen 80 € mehr Miete als vorher - wird sich wohnungsmäßig schwer verbessert haben.
Er hatte vorher eine relativ zu ihr betrachtete teurere Wohnung und spart nun durch das zusammenziehen 100 € - normaler Effekt wenn man aus 2 Mieten eine macht.

Du arbeitest VZ sowie hast einen Nebenjob und trotzdem reicht das Geld vorne und hinten nicht? .... Entweder finanziert du ihn komplett mit oder du lebst über deinen Verhältnissen.
Beides. Erstmal hat sie offensichtlich einen schlecht bezahlten Vollzeitjob, will aber dort bleiben, weil es da so ein angenehmes Arbeiten ist - und wundert sich dann später über ihre geringe Rente.
Weil das Geld nicht langt, muss sie zusätzlich einen Nebenjob annehmen.

Sie hat also recht wenig Ahnung was Berufstätigkeit in allen Aspekten angeht und darum kann er ihr was mit seiner Provisionstätigkeit vorschwurbeln, sodass dabei rauskommt: sie geht meistens einkaufen und bezahlt immer. Ab und an gibt er ihr Geld wieder. Meistens aber "vergisst" er das.
Also ja, sie finanziert ihn.

Dann lebt sie sicherlich auch über ihre Verhältnisse - orientiert sich an seinem Lifestyle, will ihn binden, indem sie es ihm schön macht und das geht deutlich über ihre finanziellen Möglichkeiten.

Wenn man ihre anderen Threads liest, zeigt sich, dass die Beziehung schon länger sehr unerfreulich läuft - Machtkampfthema.
Sie arbeitet sich an einen desintereressiert-destruktiven Mann ab und glaubt, dass sie ihn über die Hausmuttchennummer (tolles Geburtstagsessen für ihn machen und bezahlen, statt ihn bestellen und selber zahlen zu lassen, wie er es vorhatte) für sich begeistern kann - bloss keine Konflikte.

Er ist nicht so vergesslich, sondern er kostet seine Macht aus, wie sehr sie sich über ihre Möglichkeiten um ihn bemüht. Dafür braucht er permanente Einzelfallentscheidungen, keine dauerhafte und faire Lösung.
Und sie will ihn so sehr behalten, dass sie keine Auseinandersetzung mit dauerhafter Lösung anstrebt, denn diese bringt das ganze Konstrukt in Schieflage, führt ggfs. direkt in die Trennung.

Der ganze Ansatz den sie fährt "wie ist das bei euch?" ist nicht zielführend, weil sie eine ganz besondere Gemengelage hat. Dafür braucht sie eine Lösung.
 
  • #89
Ich finde 50:50 auch bei unterschiedlichen Einkommen gerecht
Das ist glaube ich meist nicht möglich, wenn der, der einen viel teueren Lebensstil pflegt, dann aufs Niveau vom anderen runtermüsste. Fängt schon bei der Wohnung an. Ich kenne einen Professor, Frau ist Krankenschwester. Die könnten sich dann nur eine drei-Zimmer-Wohnung im Plattenbau leisten - das will er natürlich auf keinen Fall! Was soll sie da aber tun? Natürlich übernimmt er das seit Jahrzehnten; und bezahlt auch die teueren Urlaube, den teueren Wein usw. Sonst könnte er nicht so leben wie er gern möchte. Kennengelernt haben sie sich, da hatte sie mehr als er - er armer Student.
Ich bin froh, dass ich gleich viel verdiene. Aber würde ich viel mehr Geld haben, würde ich ja vielleicht doch noch eine größere Wohnung wollen, mehr Urlaub machen usw - klar würde ich dann auch (gern) mehr bezahlen als der andere.
 
  • #90
Ich finde das prozentuale Bezahlen nach Einkommen schwierig. Mein Mann hat ausgerechnet, was für eine Wohnung wir uns leisten können, so eine Wohnung haben wir genommen. Ebenso beim Kauf der ersten Wohnung. Ich würde mich unwohl fühlen, meinen Mannes zu finanzieren, er sich nicht glaub ich, aber es genügt nicht, wenn nur einer froh und glücklich ist. Ab und an bezahle ich ein Essen oder hälftig ein Gerät, das ich eigentlich nicht benutze. Aber ich bin schon der Ansicht jeder muss für sich aufkommen. Ebenso bin ich der Ansicht, man muss über Geld sprechen. Dringend. Besonders wenn sich einer unwohl fühlt.
 
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