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Gast

  • #1

Wie schaffe ich es, dass meine Exfrau sich Arbeit sucht?

Zu meiner Situation: in zweiter Ehe bin ich mit einer sehr loyalen und guten Frau verheiratet. Sie arbeit selbständig und erfolgreich und kümmert sich um den Haushalt. Ihre Tochter und mein Sohn leben bei uns. Nach der Trennung habe ich mich um meinen Sohn, den Haushalt und meine Arbeit, die meistens mehr als 40 Wochenstunden in Anspruch nimmt, gekümmert. Meine Exfrau, obwohl erst Mitte 40, war nicht bereit, mehr als zehn Stunden in der Woche zu arbeiten und für ihren erlernten Beruf (Friseurin) war sie sich ohnehin zu gut. Weil ich mich viel zu lange habe hinhalten lassen, bin ich erst nach sechszehn Jahren Ehe geschieden worden, obwohl unsere Ehe zu diesem Zeitpunkt schon seit mehr als zehn Jahren keine Ehe im eigentlichen Sinne mehr war. Das fällt mir jetzt auf die Füße, denn wenn ich eher die Reißleine gezogen hätte, müßte sie sich viel mehr um Arbeit bemühen. Sie ruht sich aber jetzt immer noch auf diesem Zustand aus, macht sich ein bequemes Leben mit viermal Urlaub im Jahr und legt regelmäßig "Spaßbewerbungen" vor, um zu zeigen, dass sie keine Arbeit bekommt. Letzlich wird meine Frau, die einen guten Charakter hat, dafür bestraft, dass ich es nie - auch nicht in der Ehe - geschafft habe, meine Exfrau zur Arbeit zu bringen. Der Höhepunkt für mich ist, dass sie offensichtlich immer nur das Einkommen einer Friseuse angerechnet bekommt, aber trotzdem auf ewig den Lebensstandard der Unternehmersfrau genießen darf. Ich komme langsam in ein Alter, in dem ich merke, dass ich nicht mehr in diesem Maße weiterarbeiten kann.
 
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Gast

  • #2
Tja, so ist das halt, wenn man sich auf das Modell Versorger + Hausfrau einlässt. Ist halt wieder typisch Mann: Solange das Ehepaar zusammen ist und kleine Kinder da sind, ist es für Mann selbstverständlich, dass er normal weiterarbeitet und Frau ihren Job hinschmeisst, aber wenn sich getrennt wird und die Möglichkeiten, wieder beruflich Fuss zu fassen, dahin sind, soll Frau bitteschön wieder voll ranklotzen, weil Mann sein Geld nicht mehr teilen will, und Mann stellt sich öffentlich als gutmütiger Unschuldsengel dar, der gegen seinen Willen viele Ehejahre eine faule Frau finanziert hat, die nicht arbeiten wollte. In deinem Fall ist es besonders extrem, weil deine Ex in einem Beruf arbeitet, in dem sie selbst mit Vollzeitarbeit alleine wohl nicht über die Runden kommen würde und sich wahrscheinlich denkt, dass Arbeiten sinnlos ist, wenn sie für's Nichtstun viel mehr Geld vom Ex-Mann bekommen kann, als durch selbstständige Arbeit. Viel tun kannst du da wohl nicht, außer mal einen Fachanwalt für Familienrecht zu fragen, ob es da nicht Möglichkeiten gibt, dass du nicht bis zum Sanktnimmerleinstag deine Ex mitdurchfüttern musst, bzw. ob es Möglichkeiten gibt, die Höhe des Unterhalts jetzt, oder in einigen Jahren herunterzufahren.
 
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Gast

  • #3
Hm Juristisch solltest Du Dir einen guten Scheidugnsanwalt holen um Rat zu erhalten...

Seit 2008 gilt das neue Scheidungsrecht ( und dies kann auch für vorherige Scheidungen angewandt werden ) .....:

Ehefrau erhält grundsätzlich keinen Unterhalt , wenn Sie arbeitsfähig ist und keine Kinder hat die betreut werden müssen ( in Ausnahmen ist der Unterhalt an die EX auf zwei Jahre begrenzt ) .

Unterhalt an Kinder besteht grundsätzlich , wenn diese bei der Ex-Frau wohnen aber Sie erhält dafür keinen Anspruch an Zusatzunterhalt ( nur dann wenn die Kinder sehr klein sind ( unter 3 Jahren ) oder darüber falls Sie speziell betreut werden müssen und daher die Mutter keine Arbeit bekommt.

Wie gesagt hol Dir einen guten Anwalt und lass Dich juristisch beraten hier im Forum wirst Du keine Antwort auf Deinen speziellen Fall finden...

Es hat sich seit 2008 einiges geändert und Du mußt nicht mehr bis zum Ende zahlen .....

Viel Erfolg !
 
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Gast

  • #4
Ich bin der Fragesteller:
Zur Ergänzung: Wir haben nur einen Sohn, der seit der Trennung bei mir lebt. Davor hat meine Mutter sich um ihn gekümmert, wenn ich nicht zuhause war, weil meine Exfrau mit dem kleinen Kind sehr viel herumgeschrieen hat. Ab der Kindergartenzeit habe ich ihn vom Kindergarten abgeholt und mit in den Betrieb oder nach Hause genommen. Der Haushalt wurde an drei Vormittagen durch eine Haushaltshilfe geführt, die auch gekocht und gewaschen hat. Ansonsten habe ich gekocht oder wir sind ins Restaurant gegangen. Trotzdem habe ich meine Exfrau - und nur mit viel Druck - nach sieben Jahren Nichtstun davon überzeugen können, ein paar Stunden in der Woche zu arbeiten, einfach, um nicht total den Anschluss zu verlieren. Dabei ist es geblieben. Angeblich muss man nach einem neuen Gesetz wieder endlos zahlen, wenn die Ehe 15 Jahre gedauert hat, auch, wenn die Frau keinen Nachteil aus der Ehe hat - sie ist nicht krank, erzieht kein Kind und kann nach wiie vor als Friseurin Vollzeit arbeiten.
 
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Gast

  • #5
Ich gratuliere dir zu deiner zweiten Frau! Was hast du für ein Glück! Eine Frau die selbständig und erfolgreich arbeitet (und wie du bereits selbst erwähnst, als Selbständige arbeitet man mehr als 40 Stunden/Woche) und dadurch noch jede Menge Kohle mit ranschafft und sich nach Feierabend noch um den gesamten Haushalt kümmert! Nicht zu vergessen, um die beiden Kinder kümmert sich deine Frau sicherlich auch noch, das wäre ja noch schöner, wenn sie dies dir überlassen würde! Wahrlich du bist ein Glückspilz!
Du hast alles was du zuvor nicht hattest. Weshalb beklagst du dich jetzt eigentlich?
Du warst 16 Jahre in erster Ehe verheiratet, obwohl diese Ehe angeblich schon seit 10 Jahren gescheitert war. Ich nehme an, es war halt auch so schön bequem zu Hause eine kostenlose Haushälterin und Erzieherin gehabt zu haben, die dir den Rücken von allen lästigen Arbeiten frei hielt. Dann trat wie eine Fata Morgana die Traumfrau (deine jetztige Ehefrau) in dein freudloses Eheleben ein und nun erst fandest du ob dieser Verheißung die Kraft, deine so faule erste Frau zu verlassen. Hier im Forum hat sich für dieses Verhalten der Begriff "Warmer Wechsel" etabliert.
Kann ich verstehen, dass du von deiner zweiten Gattin begeistert bist. Fragt sich nur wie lange sich diese Dame ihrer Doppelbelastung ohne zu murren hingeben wird?

Ich meine, du hast keinen Grund zu klagen. Akzeptiere das Unterhaltsurteil des Gerichts oder gehe in die Berufung. Aufgrund der Fakten sieht das aber ganz schlecht für dich aus......
 
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Gast

  • #6
Geht zum Anwalt, sonst wirst du die noch länger durchfüttern müssen.

Entweder du kannst beweisen das sie kein wirkliches Interesse an Arbeitsaufnahme hat, oder du bist im A.... .

Daher niemals Heiraten !
 
  • #7
Hi FS,
Angeblich muss man nach einem neuen Gesetz wieder endlos zahlen, wenn die Ehe 15 Jahre gedauert hat, auch, wenn die Frau keinen Nachteil aus der Ehe hat - sie ist nicht krank, erzieht kein Kind und kann nach wiie vor als Friseurin Vollzeit arbeiten.
Angeblich.... wie bist Du als Unternehmer erfolgreich geworden wenn Du Dich auf "angeblich" verlässt? Konsultier einen ANWALT. Einen guten.

Aus meiner Bescheidenen Erfahrung aus meiner Scheidung und der einer guten Freundin ist dieses Angeblich völliger Unsinn. Wir waren beide länger als 15 Jahre verheiratet, haben beide Kinder die Ü18 sind und es gibt keinerlei Unterhalt.

Bei Deiner Konstellation müsste Sie theoretisch fürs Kind unterhaltspflichtig sein, Für sich selbst muss Sie selbst sorgen.

Geh zum Anwalt.
 
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Gast

  • #8
Hallo FS,

hast du dieses Thema nicht schon einmal vor ein paar Wochen hier gepostet?

Was sollte dies bringen erneut die gleiche Frage zu stellen?
 
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  • #9
Auch ich kann Dir nur empfehlen einen Fachanwalt für Familienrecht aufzusuchen und mit ihm das Problem zu besprechen. Dass Du in Deiner ersten Ehe durch Dein "Aussitzen" einiges vermasselt hast, weißt Du selbst, allerdings ist es auch nicht sehr nett, sich erst dann zu trennen, wenn man eine/einen "Besseren" an der Hand hat.

w/50
 
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Gast

  • #10
Also ich habe bei deiner Fragestellung auch ein paar Fragezeichen im Gesicht.

Welchen Freifahrtschein hat denn die besagte Exfrau? Sie erzieht kein Kind. Was macht sie denn ihn ihrer Freizeit? Ladies-Lunch, Kosmetik, Fingernägeltuning? Sie sollte langsam begreifen, dass diese Zeiten vorbei sind.

Die Scheidung dürfte schon eine Weile her sein, wenn du neu verheiratet bist. Euer gemeinsamer Sohn, der bei dir lebt dürfte auch schon ein Teenie sein, oder?

Befolge den hier gegebenen Rat, dir einen Experten für Scheidungsrecht zu suchen. Die Investition ist es wert, deine Zukunft nachhaltig zu regeln und sich nicht ständig mit der Finanz- und Berufssituation der Ex befassen zu müssen. Deine neue Familie und dein neues Leben sind wichtiger als die Ex-Friseuse.

m
 
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Gast

  • #11
Fragesteller:

Diese Frage habe ich noch nicht gestellt, ich glaube, ich habe viele "Leidensgefährten". Die Auskunft stammt von einer Fachanwältin für Familienrecht: im März tritt ein Gesetz in Kraft, das wieder von dem Grundsatz der "Eigenverantwortung" abrückt und nach dem die Frauen nur lange genug verheiratet gewesen sein müssen, um weiter alimentiert zu werden. Mein Sohn ist Abiturient, ich bin seit fünf Jahren geschieden und genauso lange glücklich neu verheiratet - dazu gratuliere ich mir tatsächlich täglich und ich bin nicht der Einzige. Meine Frau trägt keine Doppelbelastung, sie sieht das auch selbst nicht so. Wir arbeiten jeden Tag gleich lange. Wir unterstützen uns in jedem Arbeitsbereich und starten genau zur gleichen Zeit gemeinsam zur Arbeit und in den Feierabend. Es kann in meinen Augen auch nicht auf Dauer eine glückliche Ehe sein, wenn einer von beiden die ganze Last oder auch nur die Hauptlast trägt. Ich meine es aber Ernst. Ich möchte selbst etwas dafür tun, dass meine Exfrau bereit ist, zu Arbeiten.
 
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Gast

  • #12
Hallo,

hier ist ganz klar:

1. die Dame muss Unterhalt für das gemeinsame Kind zahlen, welches bei Euch lebt, und dies bis zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit.

2. Fordere sie über einen RA auf, ihre wirtschaftliche Situation darzulegen. Sie kann hier sogar vom Gericht, dazu verdonnert werden eine Arbeit aufzunehmen, da sie unterhaltspflichtig ist. Damit hättest Du dann 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Ich würde hier ganz unverholen mit Kindesunterhalt drohen.... und jetzt schon mal anfangen den Mindestunterhalt von deinem Unterhalt abzuziehen. Mach dich zum Anwalt und lass einen fetten Drohbrief von wegen KU aufsetzen.
 
  • #13
Ich würde es nicht einsehen, der Frau auch nur einen Cent zu bezahlen. Sie war offensichtlich eine zumindest teilweise unfähige Mutter und Hausfrau, die sich nach oben geschlafen hat. Sie hat sicherlich zwei gesunde Hände um arbeiten zu gehen.
 
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Gast

  • #14
Als ich mich scheiden liess, war ich halbtags berufstätig, und ja, ich wollte auch, dass mein Gatte über die Scheidung hinaus ordentlich für mich zahlt. Der Drecks*** hat mich betrogen!
Allerdings erlegte man mir auch auf mich nach "mehr" Arbeit umzusehen und (weiß nicht mehr wieviel) Bewerbungen vorzulegen.
Da ich aber voll im Stress war, hatte ich dazu keinen Lust, also habe ich nach der Scheidung keinen Cent Unterhalt mehr bekommen.
Tja, solange deine EX fleissig ihre Alibi-Bewerbungen vorlegt oder vielleicht noch Krankheiten vorweisen kann, darfst du zahlen. Mit oder ohne KInd, das spielt keine Rolle.
Du kannst sie höchstens wieder wegen Willkür und Faulheit verklagen. Aber du weißt ja.....sie wird einen Gegenanwalt haben. Wort gegen Wort!
 
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Gast

  • #15
Weißt Du, ob Deine Frau (als Friseurin oder was auch immer) schwarz arbeitet oder kannst es herausfinden? Falls dies der Fall wäre könntest Du sie evtl. damit "überzeugen" mit einer geringeren Unterhaltsleistung Deinerseits einverstanden zu sein bzw. mit Hilfe eines Anwalts vor Gericht erreichen, dass Deine Unterhaltszahlungen reduziert werden (es gibt irgendwelche "Sittlichkeitsparagraphen" o.ä., ich kenne den genauen Ausdruck nicht).

Oder gibt es eine Möglichkeit Eure Ausgaben zu erhöhen, die zu einer Reduzierung der Unterhaltspflichten führen würden? Ich persönlich votiere ja ohnehin immer dafür, dass Kinder auf eine ausgezeichnete Privatschule (später auf eine Universität im Ausland) geschickt werden, schon weil die Kontakte die sie dort knüpfen, ihnen ihr ganzes Leben lang weiterhelfen werden. Bekannte von mir haben ihre Tochter auf ein Internat in England geschickt, weil sie in einer Münchner Schule mit "schwierigen" Personen (Drogen etc.) in Kontakt kam.

Mehr fällt mir leider auch nicht mehr ein.

w/50
 
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Gast

  • #16
Für dich sieht es meiner Meinung nach nicht mehr all zu schlecht aus. 1. Lebt euer gemeinsamer Sohn bei dir und du musst keinen Unterhalt für ihn an sie zahlen, 2. ist es so, dass du, soweit ich das weiß, nicht mehr dauerhaft an deine Ex Unterhalt zahlen musst. Dies wurde durch ein Rechtsurteil zeitlich begrenzt! Das heißt, sie MUSS sich irgendwann einen Job suchen! Und da sie euer Kind ja auch nicht 24 Stunden am Tag hat, kann es sogar sein dass sie sich einen Vollzeitjob suchen muss.

Da ich aber keine Juristin bin, ist es am besten dich an einen zu wenden und dir dort Rat zu holen. So würde ich das machen.

Es kann ja nicht sein, dass du eine so bequeme und faule Person dauerhaft finanzieren sollst.