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Gast

  • #1

Wie schafft man es nicht in alte Muster zurück zu fallen?

Ging Euch das schon mal so, dass Ihr gerade aus Fehlern klug geworden wart, gute Absichten für eine neue Beziehung entwickelt hattet, damit Euch so etwas nicht nochmal passiert - und just in diesem Moment trefft Ihr einen faszinierenden Menschen, der durch sein Verhalten genau das wieder provoziert, was Ihr hinter Euch lassen wolltet? Habt Ihr es geschafft, zu widerstehen? Wenn nicht, wie ging es weiter? Was habt Ihr daraus für Schlüsse gezogen?
 
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  • #2
Ja liebe FS,
das kenne ich nur zu gut. Ich mache bei allen Maennern immer die gleichen Fehler und werde verlassen... Denke mir jedes mal, gut, jetzt machst du es anders. Aber ich bin zu impulsiv, um einem Mann mal die kalte Schulter zu zeigen. Ich sag dann immer direkt meine Meinung. und will druchsetzen, was ich will. und der Mann findet dann ich habe keinen Stolz und verliert das Interesse an mir...
w23
 
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  • #3
Fs - wie man das schafft? Disziplin und zwar Selbstdisziplin.
Falls Du etwas im Forum diskutieren willst, dann gib Fakten an - so wie Du fragst kann nur ein Theoriegelaber herauskommen.
 
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  • #4
FS: Danke, #2, manchmal sind auch kurze Antworten vollkommen, ganz im Ernst.
 
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  • #5
In alte Muster fällt man ja meist nur dann zurück, wenn es hektisch wird, z. B. eine Meinungsverschiedenheit da ist, wenn die Zeit zum Nachdenken fehlt. Hier hilft wirklich nur tief durchatmen und sich angewöhnen, noch einmal nachzudenken, bevor man loslegt.

Wenn es denn passiert ist und man weiss, man hat sich "daneben" benommen, sollte man den Partner darauf ansprechen und sich ohne Wenn und Aber entschuldigen. OHNE jegliches "aber Du hast ja auch...." .Bei der Gelegenheit kann man ihn dann durchaus auch um Verständnis für ein manchmal zu schnelles Mundwerk bitten. Sage ihm, dass Du selbst manchmal unter Deinen spontanen Reaktionen leidest und dass Du daran arbeitest, Dich besser in den Griff zu bekommen.
 
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  • #6
1. Bewusstmachen

2. Keine Angst mehr vor diesem alten Muster haben!!! Denn was man am meisten fürchtet, kehrt immer wieder.

3. Entmystifizieren

4. Mit Gleichgesinnten oder Freunden reden

5. Sich Zeit lassen
 
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  • #7
Eiserne Selbstdisziplin/starker Willen eben nicht wieder in die alten ausgetretenen Pfade zurück zu wollen.
In dem von Dir geschilderten Fall würde ich dem faszinierenden Menschen von meinem Problem erzählen.
 
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  • #8
@2: Ich denke dieses Forum lebt auch von der Artikulation von Theorien. Jedenfalls schätze ich genau dies an diesem Forum. Zudem - wenn ich dies als Vollbluttheoretiker sagen darf: Theorie - im akademisch-anspruchsvollen Sinn - hat nie, aber auch nie irgendetwas mit "Gelaber" zu tun! ;-)
 
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  • #9
Stimme @2 absolut zu. Was soll man dazu sagen? Grundsätzlich seh ich es so, dass man immer an die gleichen Partner latscht, wenn die das bedienen was man von Kindesbeinen an kennt. Bei manchen ist es eben das Leiden können. Immer wieder stelle ich fest, dass es Menschen gibt, die mit ihren Partnern unendlich viel aushalten und während des Verzweifelns sich doch wieder alles schön reden, ja, sogar fast den "bösen", "blöden" Partner in Schutz nehmen und sich Entschuldigen für sein beschissenes Verhalten zurechtlegen. Warum machen manche Menschen das? Ich glaube einfach, dass diese Menschen es von Kindesbeinen an immer wieder schlecht behandelt wurden, sie dadurch einiges aushalten mussten und gelernt haben, dass wenn man lange genug aushält, man doch auch zwischendurch wieder Liebe bekommt. Als Kind bleibt einem nix anderes übrig als immer und immer wieder zu hoffen, dass der Papa einen vielleicht mal liebt, einem vielleicht mal zeigt, dass man wichtig ist oder wie auch immer - ABER als erwachsener Mensch ist dieses Verhalten letztendlich fatal - fatal weil es ein Verhalten aus der Kindheit ist und nicht aus dem Erwachsenenleben. Was ist denn bei Dir genau los?
 
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  • #10
#2 hat vollkommen Recht. Jeder von uns hat einen freien Willen und wenn man nicht möchte das man etwas macht dann macht man es halt einfach nicht, dazu muss man sich nur mal selbst disziplinieren.
 
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  • #11
FS: Bin noch am Ausloten, inwieweit mein Verhalten Teil meiner Persönlichkeit ist und inneren Impulsen entspricht, d.h. authentisch gelebtes Gefühl ist, und wo ich mir vielleicht selbst geschadet haben könnte. Das Gute ist, man kommt immer wieder raus aus verfahrenen Situationen; die Chancen bieten sich, Dinge zu verändern. Wenn man sie nur ergreift...
Mit dem Artikulieren habe ich ambivalente Erfahrungen gemacht. Natürlich ist mal eine Entschuldigung angebracht, wenn man den anderen verletzt hat, oder auch Erklärungen können Verständnis und Nähe schaffen. Tatsächlich ist jedoch für eine Verbesserung die Tat entscheidend, d.h. der Schritt zur Veränderung, der eben mal mehr oder mal weniger Disziplin erfordert. Vielleicht war diesmal auch alles gut und richtig, wie es war, und die Zukunft wird neue Gelegenheiten bieten, das zu machen, was ich für richtig halte - mit freiem Willen. Zeit lassen, Tempo rausnehmen sind sicher sehr wichtige Elemente, wenn man was verändern will.
@7 Ganz recht, von Wissenschaftler zu Wissenschaftler: Eine gute Theorie ist nichts anderes als eine präzise Beschreibung der in der subjektiven Wirklichkeit interagierenden Elemente...
 
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  • #12
@8, letzter Satz: Und welche schlaue Lösung hast du, wenn dieses Muster erst im Erwachsenenalter erworben durch Erfahrung wurde?
Ich persönlich überschlafe kritische Situationen einige Nächte und formuliere sie dann in Ruhe. Damit können oder wollen sich viele gar nicht auseinander setzen, denn meistens hiesse das ja, sich mit Kritik am eigenen Verhalten auseinanderzusetzen. Auch mit konstruktiver. Ist einfacher, dann abzutauchen. (Ich spreche hier übrigens nicht von sog. "ewig-sinnlos-Disskutieren").
 
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  • #13
FS @4 Ja, das ohne "aber du hast auch" ist ganz sicher entscheidend.
Wie wichtig findest Du, dass der Partner sich wohlwollend zeigt, was die Veränderungsversuche betrifft? Wie hoch schätzt Du allgemein die Bereitschaft ein, auf einen Fauxpas mit Verständnis zu reagieren?
 
  • #14
Lieber FS, mit guten Absichten ist eben nichts getan. Es verhält sich genauso wie bei somatischen Krankheiten. Man behandelt nur das Fieber (Symptom) mit fiebersenkenden Mitteln, statt das Übel an der Wurzel zu packen (die Ursache). Wenn Du Lungenentzündung hast, dann nützt Aspirin auf Dauer nicht, sondern ein Antibiotikum.

Genauso ist es mit der Psyche, mit dem Geist: Es haben sich seit Kindertagen Verhaltensmuster sog. Schemata herausgebildet, welche das Denken, Fühlen und Handeln unbewusst beeinflussen. Daran etwas zu ändern - wenn Kognition und Emotion die Symptomen wären - ist nur dann möglich, wenn Du verstehst, wie deine Denkmuster und Emotionen entstanden sind (Ursache).

Dazu empfehle ich Dir 2 Bücher: "Gedanken und Gefühle - ein Arbeitsbuch von M.Kay Junferman Verlag und "Bindungen - das Gefüge psychischer Sicherheit" von Klaus und Karin Grossmann.
 
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  • #15
Der faszinierende Mensch hat wohl nur einen Knopf gedrückt, der schon länger hätte stillgelegt werden sollen. Alte Muster sollte man begraben, ansonsten stolpert man immer wieder darüber. Das hat mit dem anderen meist wenig zu tun. Alte Ängste und Unsicherheiten müssen bearbeitet werden, sonst dienen sie immer nur dazu den Rückzug anzutreten wo eigentlich eine Hinbewegung erfolgen sollte. Eine Hinbewegung zu etwas Neuem, was auf Dauer faszinierend sein könnte.

w (45)
 
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  • #16
@12 ein Partner kann sich nur wohlwollend zeigen wenn er weiß was er unbewußt in dir auslöst. Sprechenden Menschen kann geholfen werden. Jeder Fauxpas wenn er nachvollziehbar erklärt wurde kann verziehen werden. Es sei denn die Verletzung war zu groß.