• #1

Wie schaufelt ihr euch Zeit für die aktive Partnersuche frei?

Die meisten von uns hier, die Single sind, sind uns ja einig: Von nichts kommt nichts und der Traumprinz steht nicht eines Tages einfach vor der Tür.

Aber: Wie findet ihr im Alltag Zeit, aktiv die Partnersuche zu betreiben, also viele Dates zu haben, bei denen eventuell mal jemand dabei sein könnte, in den ihr euch verliebt?

Bei mir ist es so, dass ich in meinem Job recht engagiert bin und er auch recht fordernd ist (geistig, nicht körperlich). Ich arbeite ca. 45 Stunden pro Woche, es kann auch mal mehr sein. Dafür habe ich Gleitzeit und am Wochenende in aller Regel komplett frei. An Wochentagen bin ich abends manchmal schlicht müde, auch einen Teil des Wochenendes brauche ich mittlerweile, um einfach auszuruhen und neue Kraft zu tanken. Wie ich höre, geht das anderen auch so.

Ich habe einen recht großen und aktiven Freundeskreis, was als Single ja auch sehr wichtig ist, und mache 1-3 mal die Woche was mit Freunden. Es gibt z.B. (einige) Wochenenden, in denen dann gleich zwei Freunde/Bekannte freitags und samstags ihren Geburtstag, Einweihung der neuen Wohnung, Beförderung,...etc. feiern und somit das ganze Wochenende schon "besetzt" ist, auch, wenn man manchmal gar keine so große Lust hat, da hin zu gehen ("Pärchenveranstaltungen").

Daneben das übliche: Sport (mache ich morgens vor der Arbeit), die Wohnung sauber halten, kochen, mal mit den Eltern oder weit weg wohnenden Freunden telefonieren.

Das Problem: Oft ist die Woche damit schon so voll, dass ich nicht weiß, wo ich noch (Online-)Dates oder sonstige Zeit zum aktiven Männer-Kennenlernen einschieben soll.

Wie schafft ihr das? Wo macht ihr Abstriche? Bei den Freunden? Bei der Arbeit? Wie oft datet ihr überhaupt so? Was würdet ihr mir empfehlen?

w33
 
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Gast

  • #2
Hi, ja, da beißt sich die Katze in Schwanz. Mir geht es genauso und was sich früher durch 3-4 mal in der Woche in der Disco langsam über Wochen oder Monate entwickelt hat, geht eben nicht mehr. Jetzt bin ich aber Ü40 und du erst 33. Für mich gibt es nur eine Möglichkeit: Frei im Kopf von Zwängen der Partnersuche zu werden. Wenn man das schafft (Theorie und Praxis), dann kommt es von selbst. So war und so wird es immer sein, egal in welchen Alter. Aber aber aber, das ist halt nicht so einfach.
Lebe dich einfach aus. Mache das was DU willst und aus. Was anderes kann man nicht erzwingen.

Gruß, w46
 
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Gast

  • #3
Ihr Frauen wolltet unabhängig sein. Jetzt seid Ihr es, habt vielleicht Eure Karriere. Dann müsst Ihr jetzt eben alles allein machen und alleine bleiben. So einfach ist das.
 
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Gast

  • #4
Genauso wie man sich die Zeit für eine Partnerschaft freischaufelt....?
 
  • #5
Genauso wie man sich die Zeit für eine Partnerschaft freischaufelt....?

Das ist aber ein Unterschied.

Wenn man einen festen Partner hat (vor allem, wenn man zusammen wohnt), dann verbringt man automatisch Zeit miteinander - wenn abends beide müde von der Arbeit sind, legt man eben einen Couch-Kuschel-Abend ein, und am Wochenende bleibt man einfach zusammen länger im Bett. Man kann spontan etwas zusammen unternehmen, und zu Einladungen bei Freunden kann man auch zusammen gehen.

"Fremde" zu treffen und sich kennen zu lernen, läuft ganz anders ab - man verabredet sich im voraus, muss abends noch mal raus, sich vorher frisch machen, charmant sein und sich von der besten Seite zeigen (möglichst nicht müde),...

Ich wage zu behaupten, dass man als Vergebene/r auf eine Art mehr Zeit hat als als Single. Eine Freundin von mir ward, so lange sie Single war, kaum auf Geburtstagen und bei Treffen mit der Clique gesehen. Sie war ständig am feiern und am daten, auch "sinnlose Beziehungsversuche" haben viel Zeit gekostet. Seit sie einen Freund hat, sind sie ständig dabei. Klar - sie hat jetzt mehr Zeit für den Freundeskreis, weil sie nicht mehr suchen braucht...
 
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Gast

  • #6
Also ich geb ehrlich zu, dass ich aktiv schon lange nicht mehr auf Suche bin.
Bin w/50 und es geht mir recht gut, bin finanziell und sozial abgesichert, somit unabhängig und sehr sportlich. Netzwerke sind wichtig, ich gehe aber selten aus, höchstens mal ins Theater, Comedy oder im Sommer auf ein Stadtfest.
In dem Alter läuft eh nix mehr, sagt man, aber denkste, wo lernte ich jemanden kennen??
Im Job, wo sonst noch?? Kein Kollege, aber ein Kunde, dem ich auffiel und der mich letztendlich auch ansprach.
Es klingt wie ein Klischee, aber oft findet man die Liebe, wenn man sie nicht oder nicht mehr sucht. Hörte ich auch von anderen Leuten schon oft.
Beneide aber auch gleichzeitig die aktiven Partnersuchenden, Hut ab, ich hätte wohl die Energie bzw. die Lust nicht mehr, ich bin auf diesem Gebiet wohl zu bequem oder auch nicht mehr so interessiert. Dennoch viel Glück dabei!
 
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Gast

  • #7
@ Ann31 Eine Partnerschaft ist aus meiner Sicht nicht dazu da, die "Restzeit" zwischen all den Hobbys, dem Beruf, Freunden und sonstigen privaten Verpflichtungen zu erfüllen und dann abends zusammen müde auf der Couch abzuhängen. Ich möchte keinen Partner, den ich "automatisch" sehe, sondern ich will Qualitätszeit mit meinem Partner verbringen. Mit meinem Partner verabrede ich mich ebenfalls, mache mich frisch, versuche charmant zu sein und möchte mich von meiner besten Seite zeigen.
Selbst in aktiven Phasen habe ich kaum mehr als 1 oder 2 Dates pro Woche mit unterschiedlichen Männern. Und diese 2 Stunden sollte man wohl aufbringen können, wenn man ernsthaft an einer Partnerschaft interessiert ist.
Grüße von der #3
 
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Gast

  • #8
Ich habe einen recht großen und aktiven Freundeskreis, was als Single ja auch sehr wichtig ist, ...

Wo macht ihr Abstriche? Bei den Freunden?
w33

Ja, ganz klar. Ein großer u. aktiver Freundeskreis ist mir überhaupt nicht so wichtig. Warum bist Du der Meinung, das sei "als Single ja auch sehr wichtig"? Ich habe einige gute Freunde, die aber fast alle in DE u. Ausland verstreut leben. Da nehm ich mir dann mal gerne ein WE oder ein paar Urlaubstage Zeit und besuche oder empfange den einen oder die andere. Unter der Woche arbeite ich auch viel, aber ich kann mir meine Zeit einteilen. Ich brauch auch viel Zeit für mich selbst, zum lesen für Spaziergänge u.s.w. Haushalt mache ich nebenbei u. am Samstag.

Da ich mich allerdings gerne aus Vereinen und vermeintlichen gesellschaftlichen Anlässen raushalte, habe ich für's Daten entweder abends unter der Woche oder am WE eigentlich oft Zeit. Bin auch gerne ab und zu in Cafés, Kneipen u. Biergärten unterwegs und mache dort Bekanntschaften.

m.
 
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Gast

  • #9
Liebe w-33,

das geht uns allen doch ähnlich.
Wann bleibt genug Zeit für ein Date ? Manchmal wäre überraschend der Donnerstagabend frei,
der ansonsten oft bis 19 Uhr reicht, der Dienstag manchmal bis nach acht Uhr abends.
Auf einen Drink treffen wäre mir schon noch machbar, aber welcher Mann macht das schon gern mit dass du ihn in die "blanks" schiebst damit dein wöchentliches Programm zwischen Beruf, Haushalt, Selbstverwaltung und dem bisschen Freizeit nicht zusammenbricht ?

Freundschaften erhalten ist mir sehr sehr wichtig. Arbeitgeber entlassen dich und scheren sich keinen Deut um dich, Freunde aber halten auch zu dir wenn es mal ungemütlicher wird. Nur durch email, chat und Phone kann man keine Freundschaft am Laufen halten. Dasselbe gilt für Geschwister.
 
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  • #10
In dem man nicht die gebliebene Zeit nicht mit unsinnige Forum-Fragen verballert!
 
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Gast

  • #11
Einen Job mit 45 Stunden hätte ich auch gern. Als Ingenieur in F&E ist es vielmehr so, dass dann Feierabend ist, wenn eine technisches Problem gelöst ist. Und das kann schon mal über Wochen und Monate Nacht- und Wochenendarbeit am Stück bedeuten.
In vielen anspruchsvollen technisch-naturwissenschaftlichen Berufen ist es praktisch so, dass der Preis für den interessanten Beruf der Verzicht auf Beziehungen ist. Mir ist mein Beruf als Entwicklungsingenieur lieber, als irgendeine zerbrechliche Nebenbei-Beziehung zu führen, so wie es viele machen.
Beziehungen sind eher was für Leute, die in gewerkschaftlich geschützten Arbeitsverhältnissen mit regulärer 35-Stunden-Woche arbeiten. Wenn man als Mann eine attraktive Frau hat, kann man doch beliebig ausgetauscht werden wie ein Unterhemd. Man bekommt einen Tritt - und das war es dann. Lohnt es sich deswegen, auf seinen Traumberuf zu verzichten? Auf gar keinen Fall, meine ich.
 
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Gast

  • #12
Ich verstehe dein Problem nicht. Anscheinend hast du doch bis zu 3x pro Woche Zeit für deine Freunde. Sobald du einen Partner hast, werden diese halt etwas zurückstecken müssen, und ernsthafte Freunde verstehen es auch, wenn man in der Anfangszeit etwas mehr mit seinem Partner unternehmen möchte. Ich finde es auch echt krass, warum man seine Freunde so oft sehen kann. Was erzählt man sich denn da? Immer das gleiche? Mach doch mal was unabhängig fernab deiner bekannten Leute.

Bei mir ist es so, das sich mir gar nicht vorstellen kann, am Wochenende daheim zu sitzen und gar nichts zu machen. Erst recht nicht, wenn ich müde und gestresst von der Arbeit bin. Ich sehe es als Ausgleich und muss dann quasi ganz automatisch etwas unternehmen, wenn ich die ganze Woche hart geschuftet habe - egal wie müde ich bin. Ausschlafen kann man sich sonntags immer noch genug. Nebenbei, du bist 33? Wie kann man da schon am Wochenende schlapp machen?
Ernähr dich vielleicht mal gesünder, mache Ausdauersport (kochen und putzen daheim zählt nicht dazu), dann wirst du etwas munterer. Ich finde Arbeit immer so ein vorgeschobenen Problem, wenn a) keine körperliche Ausdauer hat und b) schlichtweg keine Lust auf irgendwas hat.
Du bist nicht die einzige, die geistig oder körperlich 10 Stunden am Tag arbeiten muss. Das müssen wir schließlich alle, mehr oder weniger.

Mein Ex hat auch immer wie wahnsinnig seine achso wichtige Arbeit vorgeschoben, wenn er keine Lust hatte, etwas zu unternehmen. Nur war das ein konsequenter Dauerzustand. Das war nicht mehr erträglich mit der Zeit.
 
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Gast

  • #13
Wie findet ihr im Alltag Zeit, aktiv die Partnersuche zu betreiben, also viele Dates zu haben, bei denen eventuell mal jemand dabei sein könnte, in den ihr euch verliebt? .....

Ich habe einen recht großen und aktiven Freundeskreis, was als Single ja auch sehr wichtig ist, und mache 1-3 mal die Woche was mit Freunden. Es gibt z.B. (einige) Wochenenden, in denen dann gleich zwei Freunde/Bekannte freitags und samstags ihren Geburtstag, Einweihung der neuen Wohnung, Beförderung,...etc. feiern und somit das ganze Wochenende schon "besetzt" ist, auch, wenn man manchmal gar keine so große Lust hat, da hin zu gehen ("Pärchenveranstaltungen")......

Das Problem: Oft ist die Woche damit schon so voll, dass ich nicht weiß, wo ich noch (Online-)Dates oder sonstige Zeit zum aktiven Männer-Kennenlernen einschieben. ..... Was würdet ihr mir empfehlen?

Liebe FS,
gib die zeitaufwendige Onlinesuche und auch die ganze zielgerichtete Partnersuche auf. Dabei kommen nur kurz- bis mittelfristige Affären raus. Nimm am ganz normalen Leben in Freundes- und Familienkreis teil. Die Wahrscheinlichkeit, dort einen Mann mit Partneroption zuntreffen, ist grösser, als bei der zwanghaften Suche.
 
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Gast

  • #14
Liebe FS

gute Frage. Wie schaffen wir freie Zeit zur Partnersuche ist eher nicht das Problem sondern das Zusammenkommen und die Kunst, sich dann regelmässiger zu sehen ...
Sobald es aber ans Treffen geht muss man sich Alternativen offen halten, sonst wird es lange nichts werden...
Mit über 45 h/Woche hast du wohl auch ein straffes Programm. Ich kenne das von mir.

Bislang hatte ich nur 2 Dates. Die unterzubringen war nicht ganz einfach und ich wollte die Herren das auch nicht spüren lassen. Sie sollten sich wohl fühlen. Aber um mehr Zeit zu haben müsste ich eigentlich meine Arbeitszeit reduzieren. Das aber kann ich mir nicht leisten weil ich von meinem Arbeitgeber 6 Jahre nur in Teilzeit gehalten wurde ehe ich endlich die begehrte Vollzeitstelle erhaschen konnte als jemand ausschied. Mittlerweile bin ich Abteilungsleiterin, also auf gutem Wege aber lange nicht am Ziel. Die Männer die ich traf hatten die Erwartung dass man 3-4 mal pro Woche abends zusammen ist und am Wochenende noch dazu. Das kann ich momentan nicht liefern, es sei denn der Mann wohnt bei mir in der Nachbarschaft.
 
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Gast

  • #15
Freundschaften erhalten ist mir sehr sehr wichtig. Arbeitgeber entlassen dich und scheren sich keinen Deut um dich, Freunde aber halten auch zu dir wenn es mal ungemütlicher wird. Nur durch email, chat und Phone kann man keine Freundschaft am Laufen halten. Dasselbe gilt für Geschwister.

Na ja, wenn Dir diese "Freunde" u. Geschwistergetöns mehr bedeutet als eine Beziehung, ist Dir auch nicht zu helfen.

m.
 
  • #16
Man braucht einen Partner/in mit sehr viel Verständnis, wenn man selber beruflich oder gesellschaftlich besonders angespannt ist.

Da scheint die Online-Partnersuche dafür einfacher zu sein, ist sie aber in der Praxis nicht.

Vorschlag: Für sich selber Zeit nehmen. Aber nicht immer zuhause, sondern draußen "wo das Leben ist"
Oder abends nach der Arbeit nicht gleich nach Hause, sondern den Feierabend woanders genießen.
Und dadurch auch präsent und ansprechbar sein. Und selber nebenbei offen und offensiv sein für Partnersuche, aber nicht verbissen.

Die letzte, vielbeschäftigte Frau traf ich spät abends auf der Straße, bei ihrer Reifenpanne.
d.h. erst das zwangsweise heraus reißen aus ihrem Trott, brachte sie mit neuen Menschen zusammen.
Das kann man aber einfacher haben, in dem man sich und seine Zeit anders organisiert.
 
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Gast

  • #17
Da ich einen Partner in der Region gesucht und Fernbeziehungen ausgeschlossen habe, legte ich meine ersten und zweiten Verabredungen meist auf einen Freitag, Samstag oder Sonntag (Spät)Nachmittag. Die ersten/zweiten Verabredungen beschränkten sich bei mir meist auf Kaffee trinken oder Eis essen und dauerten nicht länger als eine Stunde, waren somit leicht in mein restliches Leben einzubauen. Ich hatte von vier Wochenenden im Monat an ca. 2-3 Wochenenden ca. 1-2 Verabredungen. Üblicherweise bin ich dann nach der ca. einstündigen Verabredung wieder meinen "üblichen Verpflichtungen" nachgegangen.

Ansonsten: Bitte analysiere auch, wieviel Zeit Du für die Anbahnungsphase verwendest. Ich beispielsweise habe maximal 2-3 schriftliche Nachrichten ausgetauscht, dann 1x an einem Abend eher kurz telefoniert um die Feinabstimmung für das erste persönliche Treffen zu machen und dann s.o..

Wochentags habe ich keine Verabredungen getroffen, da ich wie viele andere Partnersuchende auch, dazu nach einem anstrengenden Arbeitstag zu müde war. Ausserdem dienen die Treffen ausschließlich an den Wochenenden bei mir auch dazu, zumindest einige der gebundenen und verheirateten Männer auszuschließen. Verabredungen unter der Woche hätte ich nur in nachvollziehbaren Ausnahmefällen getroffen, wurde aber nicht notwendig.

Alles Gute.

w/51
 
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Gast

  • #18
Liebe FS,
gib die zeitaufwendige Onlinesuche und auch die ganze zielgerichtete Partnersuche auf. Dabei kommen nur kurz- bis mittelfristige Affären raus. Nimm am ganz normalen Leben in Freundes- und Familienkreis teil. Die Wahrscheinlichkeit, dort einen Mann mit Partneroption zuntreffen, ist grösser, als bei der zwanghaften Suche.
So ist es (für Frauen und für Männer, die feste Partnerschaft wollen).
 
  • #19
Liebe FS,
gib die zeitaufwendige Onlinesuche und auch die ganze zielgerichtete Partnersuche auf. Dabei kommen nur kurz- bis mittelfristige Affären raus. Nimm am ganz normalen Leben in Freundes- und Familienkreis teil. Die Wahrscheinlichkeit, dort einen Mann mit Partneroption zutreffen, ist grösser, als bei der zwanghaften Suche.

Was meinen die anderen zu diesem Vorschlag?

Meine Erfahrung: Familie fällt weg (wohnt über Deutschland verstreut und zu weit für viele Besuche), der Freundeskreis besteht mittlerweile aus vielen Pärchen, selten kommen neue Leute dazu und wenn, dann kaum Singles. Wenn ich mich nur da umschauen würde, hätte ich höchstens alle paar Jahre mal ein Date. Ab 30 wird das "im Freundeskreis suchen" einfach schwieriger.
 
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Gast

  • #20
Irgendwann wird man im Freundeskreis keine neuen potentiellen Partner finden, da die meisten vergeben sind. Auch im Beruf trifft man nicht immer auf neue Menschen. (Ganz davon abgesehen: Wenn man beim Arbeiten den Mensch fürs Leben findet, sollte man sich nicht verschließen. Aber aktiv suchen am Arbeitsplatz? Kritisch)
Wenn man sich auf eine Online-Partnersuche einlässt, sollte man das auch halbwegs ernsthaft betreiben: Einmal am Tag in die Mail sehen, antworten oder auch alle zwei Tage selber jemand anschreiben. Damit ist man m. E. auch bei einem sonst ausgefülltem Leben nicht überfordert. Wenn sich dann was ergibt, muss man halt die anderen Aktivitäten etwas zurück fahren. Sport kann man mal ausfallen lassen und ein oder zwei Mal werden sich auch bei Freunden Ausreden finden lassen. Darf halt nicht die Regel werden. Aber es ist doch nicht so, das man durch die Online-Suche gar keine Zeit für anderes hat. In 1,5 Jahren habe ich 6 Damen persönlich gedatet. Wenn man jede Woche zwei neue Kandidaten datet, möchte ich fast unterstellen, das die Vorselektion nicht fein genug war.

Und jetzt geh ich Windeln wechseln...
M, 42
 
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Gast

  • #21
Was meinen die anderen zu diesem Vorschlag?

Meine Erfahrung: Familie fällt weg ...
Ich (#17) habe #12 schon zugestimmt. Ich erweitere für Dich: Halte Dich im Alltag offen, habe Interesse an Kontakten im Alltag und Deinem Umfeld. Das ist der "erste Beziehungsmarkt". Im "zweiten Beziehungsmarkt" (Internet) herrscht schlechtes Niveau. Viele sind in glücklichen Familien bzw. darin zufrieden. Daneben haben wir aber eine "Massenbeziehungslosigkeit" (um die Wortschöpfungen aus der Analogie zur Arbeitswelt zu vervollständigen). Also gehe in den "ersten Beziehungsmarkt", wenn Du Niveau hast.
 
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Gast

  • #22
Siehst Du das nicht ingesamt etwas zu verkrampft? Freischaufeln? Aktive Partnersuche? Da kann man doch nichts erzwingen.

In meiner aktiven Zeit bei der Online-Suche habe ich in der Geschäftsführung einer großen Firma gesessen und mit Sicherheit mehr als 45 Stunden die Woche gearbeitet. Auch mein Freundeskreis ist groß und oftmals gab es überschneidende Einladungen. Für ein Hobby war immer Zeit, mal mehr und mal weniger... Weder haben sich meine Eltern, noch Freunde je zurückgesetzt gefühlt.

Im Grunde war es aber recht einfach zwischendrin mit interessierten Männern zu mailen und sich zu treffen. Wenn vormittags ein Empfang bei Freunden war und Abends jemand Geburtstag feiert, kann man sich doch prima nachmittags mit einem netten Mann in einem Café treffen? Ich sehe da kein Problem.

Wenn Dir Hausarbeit und kochen (also bitte, das mache ich neben einem Telefonat...) die Zeit rauben, dann denke doch mal darüber nach, diese Dinge zu delegieren. Ich habe meine Blusen in der Reinigung abgeben und hatte genügend Zeit, alle anderen Hausarbeiten "nebenbei" zu machen, ohne gestresst zu sein. Mahlzeiten habe ich gerne mit Dates in tollen Restaurants eingenommen.

Ganz wichtig ist es, schon beim mailen ganz klar auszusotieren. Ich wollte stets "Qualitätsdates", also nur mit Männern, die mir auch entsprechen. Alle Dampfplauderer, aufgeblasene "Mein-Haus-mein-Auto-mein-Boot-Schnacker" habe ich schon von vornherein ausgeschlossen- von denen ließ ich mir nicht die Zeit klauen. Und wenn jemand ganz offensichtlich nicht genug Interesse aufbringen konnte, mehr als einen 5-Wort-Satz als Antwort zu schreiben, war mir auch klar, daß das nichts wird. Das habe ich den Kandidaten dann auch ehrlich mitgeteilt.

Zu Deiner Beruhigung: meinen Lebenspartner habe ich dann allerdings im Freundeskreis gefunden. Und manche Geschichte aus der Datingzeit ist heute noch ein Brüller, weil ich natürlich auch die eine oder andere Knallerbse getroffen habe. Insgesamt aber eine sehr bereichernde Zeit, aus der mir ca. 5 sehr interessante Männer als platonische Freunde geblieben sind.

Sieh es locker, dann werden auch Deine Dates nicht zu konsumierend sein und Dir bleibt Zeit zur Regeneration. Viel Glück!
 
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Gast

  • #23
Das Leben schreibt die schönsten Geschichten.
Und ich bin kein Pessimist und werde auch keiner, wenn ich hier lese ab 30 wirds schwierig.
Was ist denn mit 50 oder 60 oder 70-jährigen? Sollen die sich in den Keller setzen und auf Godot warten? Das ist doch Blödsinn.
Es liegt immer an einem selbst und man sollte auch in "Durstphasen" positiv denken, denn positive Gedanken bringen auch positive Ergebnisse, negativ denken hat noch niemandem geholfen.
Der Satz alles ist so fies wird am Ende auch alles fies sein lassen.
Ich könnte viele Beispiele von Bekannten erzählen, die im fortgeschrittenen Alter noch eine neue Liebe fanden, einige aktiv, andere im unaktiven Status. Eine 65-jährige Nachbarin fand doch nach ihrer schweren Scheidung über eine gewöhnliche Anzeige im Stadanzeiger einen Witwer, der obendrein sehr gut aussieht, ein großes Haus am Stadtrand besitzt und wie sie zwei erwachsene Kinder hat, die aber ihr eigenes Leben außerhalb führen. Diese Anzeige war so eine mit Telefonangabe, ich hätte das nie gemacht, aber sie, sie rief da spontan an und....

es wurde eine Liebe mit Ehe daraus... Glück?? Nein, Risikobereitschaft würde ich sagen.

Also niemals den Kopf hängen lassen !
 
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