• #31
Das Problem liegt darin, dass sich sehr schwer vorhersagen lässt, ob du den Anforderungen von Kindererziehung gewachsen bist. Ich hab das durch und es war wahrscheinlich anstrengender als ein strukturierter Arbeitsalltag. Bilde dir nicht ein, dass dein Leben als Mutter und Hausfrau einfacher werden würde. Schon gar nicht mit einem Mann als alleiniger Ernährer. Du bist dann nämlich für ALLES andere zuständig. Und das ist eine Menge.
Das ist der eine Punkt, hängt aber sicherlich auch von dem betreffenden Mann ab, wie weit er neben seiner Rolle als Ernährer auch Vater sein will und da Aufgaben intrinsisch übernimmt.
ABER was ich sehe, ist dein hang @Advent21 sich als defizitär zu betrachten. Wenn du dich in ein Abhängigkeitsverhältnis begibst, dann kann der Schuss nach hinten los gehen. Es nagt an einem, wenn man seinen Teil des "Jobs" nicht richtig machst. Wenn man vielleicht ständig unbewusst drauf gestoßen wird, das der Ernährer die Macht in der Beziehung hat. Ich kenne einige Beziehungen in denen irgendwann die Augenhöhe kippt. Für Menschen die das Gefühl haben nicht richtig beitragen zu können, ist das Gift. Es höhlt ihr schwaches Selbstwert erst richtig aus.
 
  • #32
Ich finde es gefährlich, auf einen Mann als Ernährer zu setzen.
Nun fällt es ja schon gesunden, gut verdienenden Frauen oft sehr schwer, sich aus einer Partnerschaft zu lösen, die ihnen nicht mehr guttut. Für dich würde es dann praktisch unmöglich sein.
Wenn sich dein Partner nach einiger Zeit als Egoist oder Narzisst herausstellt, bist du trotzdem erstmal in dieser Beziehung gefangen, alleine aus wirtschaftlichen Gründen, und auch die Kraft würde dir fehlen.
Du musst bei der Partnerwahl doppelt und dreifach kritisch sein, wenn du ein solches Lebensmodell anstrebst.
W48
 
  • #33
Wenn du Hausfrau und Mutter werden willst, musst du dich dem Mann anpassen, unterordnen, bist abhängig von ihm und du wirst vielleicht keine gute Beziehung auf Augenhöhe haben. Vielleicht musst du sehr auf dich achten, dich immer schick machen, den sexuellen Vorlieben des Mannes immer nachkommen, auch wenn du vielleicht diese Vorlieben nicht so magst.

So einen Blödsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
Immer schick machen wenn Papa abends heimkommt und den sexuellen Vorlieben des Mannes immer nachkommen???

In welchem Land und in welchem Jahrhundert lebst du?
 
  • #35
Ein vernünftiger, lebenserfahrener Mann wird es lassen.
Wie mit Dir eine Familie gründen? Auch Mama sein ist keine rosa Wolke, Friede, Freude, Eierkuchen.
Da gibt es Stress, laute Kinder, durchwachte Nächte.
ADHS ist vererbbar, man kann aber aktiv was dagegen tun.
Sortiere Dein Leben, ein Mann ist kein Rettungsanker, weil Du mit dem Leben nicht klar kommst.
Kann natürlich sein, Du findest einen lieben, naiven Mann, mit Helgersyndrom, bei dem das böse Erwachen zu spät kommt.
Also ein böses Erwachen kommt bei mir nicht, das kam auch bei meinen Ex-Freunden nicht:) Dass ich zuverlässig Beruf und Familie vereinbaren kann, ist bei mir unwahrscheinlich, aber das würde ich schon zeitnah mit dem Mann ansprechen, ich bin nicht unfair. Ansonsten finde ich, die Motiviation, sich um Kinder und Familie zu kümmern, kann man nicht mit der Motiviation für den Job vergleichen. Die Rolle, die man im Job hat, ist doch im Normalfall ziemlich austauschbar.
 
  • #36
Ich muss lediglich 5 Euro bezahlen. Die Tabletten würde ich ehrlich gesagt nicht absetzen. ADHS hat man normalerweise ein Leben lang. Vor allem sind die Symptome dann viel ausgeprägter wenn man die Tabletten absetzt.
Sorry, habe mich vielleicht falsch ausgedrückt, mir geht es nicht um die Kosten der Tabletten, sondern dass ich das für mich probieren würde, um zu sehen, wie ich damit klarkomme.
Hast du Neffen und Nichten oder hast du dich mal um die Kinder im Freundeskreis einen ganzen Tag lang von morgens bis abends oder besser noch von morgens bis morgens gekümmert? So könntest du mal deine Belastbarkeit testen.

Arbeitest du eigentlich in einem Ausbildungsberuf oder jobbst du?

Deine Überlegungen, die Tabletten für Jahre abzusetzen, solltest du übrigens noch vor der Familiengründung in die Tat umsetzen, nicht erst als Mutter und Hausfrau, um zu sehen, wie es dir damit geht. Aus meiner Sicht sind solche Experimente unverantwortlich, wenn man sich um kleine Kinder kümmern muss.
Ich würde, wenn ich Kinder hätte, natürlich keine Experimente auf deren Kosten machen. Aber mir geht es auch vor allem um die Vereinbarkeit von Familie und Job. Wenn mir das zu stressig und ich finanziell gut aufgestellt wäre, dann würde ich das mit dem Job halt lassen. Da sehe ich keine moralische Verpflichtung.
 
  • #37
Halte ich für nicht richtig. Viele (wenn nicht die meisten Männer) mögen das traditionelle Bild der Familie.
Frage an die Männer im Forum und meine persönliche Antwort.

Was kann daran nicht richtig sein? Ich vermute sogar, dass sehr viele intelligente und gebildete Akademiker mit eine unselbstständigen Partnerin mit ADS nichts anfangen können. Mit „traditionellem Bild“ hat das erstmal nichts zu tun.
 
  • #38
Naja also echtes ADHS beeinträchtigt das Zusammenleben immer! Ob massiv ist dann wieder Auslegungssache, aber ich würde sagen ja.
Da geht es ja nicht nur um ein bisschen Zerstreutheit oder Planlosigkeit. Extreme Stimmungsschwankungen, suchttendezen, Impulsivität etc. Kommt natürlich immer darauf an wie stark die einzelnen Punkte ausgeprägt sind aber das alleine reicht schon um von den meisten Menschen aussortiert zu werden.
Du liest dich, bitte entschuldige die deutlichen Worte, absolut naiv und lebensuntüchtig. Kinder sind anstrengend, unorganisiert und brauchen von einer Mutter Kraft und viele andere Dinge, die von innen kommen sollten. Wenn du schon im Beruf nicht gut bist, bzw mit Misserfolgen kämpfst, dann gute Nacht. Zusätzlich zur Vererbbarkeit rate ich da deutlich von der Flucht ins Hausfrau - und Mutter Sein ab. Für die angedachten Kinder wäre das auch nicht so schön, vor allem wenn du keine Medikamente nehmen willst, was ich überhaupt nicht verstehen kann. Ehrlich gesagt finde ich das alles extrem egoistisch. Hast du gute ärztliche Betreuung?
Also ich finde das absolut nicht zu vergleichen. Natürlich habe ich für meine eigenen Kinder eine ganz andere Kraft als für irgendeinen öden Job. Und das mit dem ADHS ist bei mir auch nicht extrem ausgeprägt. Sozial verträglich bin schon, das war bei früheren Beziehungen auch nicht das Problem.

Ich würde dir erstmal raten, deine gesundheitliche bzw psychosomatische Problematik in den Griff zu bekommen. So halte ich dich jetzt nicht unbedingt für beziehungsfähig.
Meist hat man dann auch zu Hause nicht die Kraft.
Ich kenne mindestens 5 Leute, die zu Hause sind wegen Rente.
Die sich unfassbar drauf gefreut haben und die tollsten Pläne, was man mit der ganzen Zeit macht.
Und was ist passiert? Nichts, die sitzen nur rum.
Und wenn dir der Antrieb schon fehlt, dir eine erfüllende Arbeit zu suchen, dann wird dieser Antrieb auch einbrechen wenn du zu Hause bist.

Ich würde dir erstmal raten, deine gesundheitliche bzw psychosomatische Problematik in den Griff zu bekommen. So halte ich dich jetzt nicht unbedingt für beziehungsfähig.
Meist hat man dann auch zu Hause nicht die Kraft.
Ich kenne mindestens 5 Leute, die zu Hause sind wegen Rente.
Die sich unfassbar drauf gefreut haben und die tollsten Pläne, was man mit der ganzen Zeit macht.
Und was ist passiert? Nichts, die sitzen nur rum.
Und wenn dir der Antrieb schon fehlt, dir eine erfüllende Arbeit zu suchen, dann wird dieser Antrieb auch einbrechen wenn du zu Hause bist.
Ich habe jobmäßig schon viel ausprobiert, und ich habe einfach keine Lust mehr, noch einmal irgendetwas anzufangen, wo ich dann auch noch am besten mit irgendwelchen 20-Jährigen in der Berufsschule hocke:)
 
  • #40
Ansonsten finde ich, die Motiviation, sich um Kinder und Familie zu kümmern, kann man nicht mit der Motiviation für den Job vergleichen. Die Rolle, die man im Job hat, ist doch im Normalfall ziemlich austauschbar.
Kommt auf den Job an, würde ich sagen, es gibt auch verantwortungsvolle, erfüllende, befriedigende Jobs, bei denen man als individuelle Person etwas gestalten, erreichen oder verändern kann, wo es eben schon einen Unterschied macht, wer den Job macht und wie er oder sie drauf ist, wie sehr man sich bemüht und welchen Charakter man hat. Aber ja, ansonsten stimme ich zu, bei einem langweiligen, sinnlosen Job, wo man völlig austauschbar und egal ist, würde ich vermutlich auch depressiv werden und mir zum Ausgleich, falls ein Jobwechsel aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein sollte, ein super erfüllendes Privatleben und zahlreiche fordernde Hobbies suchen.
w26
 
  • #42
Was genau sind deine Einschränkungen ein selbstständiges Leben zu führen ?
 
  • #43
Halte ich für nicht richtig. Viele (wenn nicht die meisten Männer) mögen das traditionelle Bild der Familie.
Viele mögen es, ja.
Das sind aber erfahrungsgemäß Männer die alle sehr konservativ eingestellt sind und mit denen das Leben alles andere als einfach ist. Sie haben halt Erwartungen an die Frau ich würde sagen viel mehr Erwartungen als ein Mann der kein konservatives Bild hat, der packt dann nämlich einfach mit an ...
Nein, in meine früheren Beziehungen haben beide gearbeitet, allerdings ging es damals auch noch nicht um den Kinderwunsch.
Dann stellst du dir das einfacher vor als es ist, das ist nämlich auch etwas ganz anderes als nur für sich selbst zu sorgen.
 
  • #44
Ich habe jobmäßig schon viel ausprobiert, und ich habe einfach keine Lust mehr, noch einmal irgendetwas anzufangen, wo ich dann auch noch am besten mit irgendwelchen 20-Jährigen in der Berufsschule hocke:)
Ich nehme deine Gedanken so auf, dass du anstelle von Job lieber Hausfrau und Mutter werden möchtest, das ist keine gute Alternative!
Ich werde niemals verstehen, warum viele Frauen sich so etwas antun, unbedingt Kinder haben zu wollen, unter allen Umständen, wahrscheinlich können diese Frauen mit sich selber nicht allzuviel anfangen!
Mir würde das mit dem Haushalt Spaß machen.
Ich kenne das Argument! Das meinen oft Frauen, die nicht gerne arbeiten gehen wollen!
Dann wäre vielleicht eine Arbeit als Haushaltshilfe eine Idee
Gute Idee, garantiert besser als nur Mutter und Hausfrau zu werden!
Was ist, wenn die Beziehung endet und die Frau plötzlich alleinerziehend wird?
 
  • #45
Also ich denke gut verdienende Männer wünschen sich eine Frau , die ihnen den Alltag vom Hals hält . Das bedeutet alles mit den Kindern regeln , Elterngespräche im Kindergarten und der Schule, Arzttermine, Autoreparaturen, Rechnungen sowie ein gut organisierter Haushalt , einkaufen , kochen , aufräumen , putzen . Wäsche .
Wenn er spät abends nach Hause kommt und erstmal Dreck und Chaos beseitigen müsste gibt es bestimmt Unmut und Ärger.
In wiefern wirken deine Medikamente , dass du das alles bewerkstelligen kannst ?
Ich selber bin nicht besonders gut organisiert . Ich bin daher dankbar dass ich gut genug verdiene um mir eine Putzhilfe leisten zu können . Als Nur Hausfrau und Mutter würde ich kein so gutes Bild abgeben , daher würde ich es nie in Erwägung ziehen.
Außerdem bleiben heute so gut wie keine Frau mehr 20 Jahre zu Hause . Das bedeutet nach 6-8 Jahren müsstest du dich sowieso wieder in irgendeiner Form beruflich orientieren . Suche dir Hilfe und erlebe deine Stärken.
Mit Kindern kommen viele unberechenbare Schwierigkeiten auf dich zu , die du dann zusätzlich noch zu meistern hättest . Mein jüngerer Sohn hat beispielsweise enorm viele Lebensmittelallergien, es bedeutet für mich immer frisch zu kochen ohne jegliche Zusätze und besonders vorsichtig zu sein. Auch in der Schule läuft nicht alles glatt und er benötigt Unterstützung und Strukturierungshilfen.
Das alles muss man als Eltern leisten können und zwar über einen sehr langen Zeitraum. Also ausruhen als Mutter ist daher kein guter Plan meiner Meinung nach .
 
  • #46
So einen Blödsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
Immer schick machen wenn Papa abends heimkommt und den sexuellen Vorlieben des Mannes immer nachkommen???

In welchem Land und in welchem Jahrhundert lebst du?
Mag ja sein, dass du solche Erfahrungen nicht gemacht hast, aber ich hatte sie gemacht und wie inzwischen erfahren habe, geht bzw. ging es nicht wenigen Frauen ähnlich. Was glaubst du, warum die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht werden.

W Ü55
 
  • #48
Frage an die Männer im Forum und meine persönliche Antwort.

Was kann daran nicht richtig sein? Ich vermute sogar, dass sehr viele intelligente und gebildete Akademiker mit eine unselbstständigen Partnerin mit ADS nichts anfangen können. Mit „traditionellem Bild“ hat das erstmal nichts zu tun.
Warum willst du einen gebildeten und intelligenten Akademiker?

Ich denke, dass deine Vermutung, dass solche Männer mit einer Frau deiner Beschreibung wahrscheinlich nicht viel anfangen können, wollen, stimmt.

W Ü55
 
  • #49
wIch finde es gefährlich, auf einen Mann als Ernährer zu setzen.
Nun fällt es ja schon gesunden, gut verdienenden Frauen oft sehr schwer, sich aus einer Partnerschaft zu lösen, die ihnen nicht mehr guttut. Für dich würde es dann praktisch unmöglich sein.
Wenn sich dein Partner nach einiger Zeit als Egoist oder Narzisst herausstellt, bist du trotzdem erstmal in dieser Beziehung gefangen, alleine aus wirtschaftlichen Gründen, und auch die Kraft würde dir fehlen.
Du musst bei der Partnerwahl doppelt und dreifach kritisch sein, wenn du ein solches Lebensmodell anstrebst.
W48
Guter Hinweis und bitte nimm diesen ernst, liebe junge Frau.

W Ü55
 
  • #50
Die Rolle, die man im Job hat, ist doch im Normalfall ziemlich austauschbar.
Die Frage ist, mit welcher Motivation Du arbeitest. Mein Job ist für mich nicht einfach austauschbar, die Rolle, die ich da habe, für mich auch nicht. Ich denke, für viele Akademiker ist Beruf auch mit einer gewissen Erfüllung verbunden. Ich gehe nur noch begrenzt wegen dem Geld arbeiten.
Aber mir geht es auch vor allem um die Vereinbarkeit von Familie und Job.
Passt nicht zu:
Wenn mir das zu stressig und ich finanziell gut aufgestellt wäre, dann würde ich das mit dem Job halt lassen. Da sehe ich keine moralische Verpflichtung.
Du suchst letztlich einen Mann, der Dir den Rücken (arbeits)frei hält und Dir ermöglicht, Kinder in die Welt zu setzen und in Ruhe großzuziehen. Dass Du dazu überhaupt in der Lage bist, erscheint unsicher.
Mal direkt formuliert: das könnte schwierig werden, mit “irgendwas“ müsstest Du den Mann von so einem Konstrukt überzeugen oder einen suchen, der es nicht merkt.
 
  • #51
Also mein Bruder hat eine wenig belastbare Frau , die seit 1999 nicht mehr gearbeitet hat , dazu drei Kinder , Haustiere etc. Er ist selbständig und wenn er abends müde nach Hause kommt nimmt er gleich den Staubsauger oder geht noch einkaufen . Letztes Jahr hatte er eine depressive Episode und nimmt seitdem Antidepressiva .
 
  • #52
Also mein Bruder hat eine wenig belastbare Frau , die seit 1999 nicht mehr gearbeitet hat , dazu drei Kinder , Haustiere etc. Er ist selbständig und wenn er abends müde nach Hause kommt nimmt er gleich den Staubsauger oder geht noch einkaufen . Letztes Jahr hatte er eine depressive Episode und nimmt seitdem Antidepressiva .
Daher, Augen weit auf und richtig hingucken, bei der Partnerwahl.

W Ü55
 
  • #53
ich (w, 36) bin schon seit einigen Jahren Single....
Zu einer Hausfrauenehe mit Kind gehört ein Mann, der genau das mit Dir will.
Du bist bereits seit einigen Jahren Single. Damit dürfte klar sein, dass Dir der erste für Deinem Plan auszuführende Schritt schonmal schwer fällt: überhaupt einen Mann für Dich gewinnen zu können - selbst wenn Hausfrauenehe und Kind noch garkein Thema sind.
Allein das macht Deinem Plan ziemlich unrealistisch, denn mit 36+ ist das Alter bei Männern vorbei, in dem sie für etwas Sex unbedarft in irgendwelche Dinge stolpern, die den Rest ihres Lebens in einer Weise bestimmen könnnen, die sie nicht wollen.

durch die ich aber bis jetzt kein völlig unabhängiges Leben führen konnte. Ich wohne allein
Wie konkret sieht Dein Leben aus, dass Du allein wohnst, aber kein völlig unabhängiges Leben führen kannst?
Kommt regelmäßig ein gesetzlicher Betreuer, der Deine Angelegenheiten mit Dir zusammen erledigt, eine Sozialbetreuerin, die mit Dir zusammen putzt, kocht und einkauft?

habe auch einen Job, den jedoch nur durch Vitamin B und ich bin auch nicht besonders gut darin. Einen Führerschein habe ich nicht.
In diversen Jobs versagt zu haben, sich nun mit Vitamin B in einem ungeliebten Job zu halten, keine Lust mehr darauf zu haben und als Befreiung daraus auf für Kinder und Haushalt zahlenden Mann zu hoffen ist zwar ein nachvollziehbarer, aber auch ein eher unrealistischer Plan.

Mir geht so langsam die Kraft aus, ständig gegen Misserfolge anzukämpfen. Meint ihr, dass ich eine Chance habe, noch jemanden zu finden, der mich so nimmt, wie ich bin?
Glaube ich ehrlich gesagt nicht, weil das "Kraft ausgehen" wohl auch der Grund fürs lange Singlessein ist.
Woher willst Du denn die Kraft für den ersten Schritt nehmen: einen Mann für Dich zu gewinnnen und ihn auch über die 2-3jähige Kennenlernphase zu behalten, wenn es für Deine Singlealltagsbewältigung kaum noch reicht?

Ich denke auch, dass Du Dir Ehe, Haushalt und Kind zu trivial vorstellst, um es mit Deinen Einschränkungen so gewuppt zu bekommen, resp. wenn Du die Medikamente absetzen willst und dannn noch mehr Alltagsprobleme bekommst.

Weil ich einen Erwachsenen mit ADHS in der Familie habe, weiß ich, was es von einem Partner auch ohne Belastung durch Kinder verlangt, mit diesem klarzukommen.
Er hat übrigens wie Du die Vorstellung sich aus dem täglich fordernden Berufsleben zurückzuziehen für Kinder. Die Partnerin wird das dganz sicherr so nicht mittmachen, wenn er Kinder und Haushalt nicht ansatzweise tadellos abgewickelt bekommt wie sie ihren beruf und wer ihn kennt weiß: KANN er garnicht, egal was er will und er scheint mir deutlich weniger eingeschränkt zu sein wie Du.
 
  • #54
Also mein Bruder hat eine wenig belastbare Frau , die seit 1999 nicht mehr gearbeitet hat , dazu drei Kinder , Haustiere etc. Er ist selbständig und wenn er abends müde nach Hause kommt nimmt er gleich den Staubsauger oder geht noch einkaufen . Letztes Jahr hatte er eine depressive Episode und nimmt seitdem Antidepressiva .
Solche verständnisvollen Männer gibt es aber mit Ende 30 auf dem Partnermarkt nicht mehr, die sind längst in festen Beziehungen/Ehen und haben Kinder.
 
  • #55
Ich denke, es ist erstmal unerheblich, wie viel du "leistest". Die Passung muss stimmen, dann klappt es schon. Ich bin zum Beispiel eher perfektionistisch, was (auch) eine
anstrengende Eigenschaft ist. Das hat mir nach meinem Empfinden noch nie Anerkennung in der Liebe oder Partnerschaft eingebracht.
Da will, auch mein jetziger Mann, einfach die entspannte, gelassene Frau, die Spaß mitmacht und kein Problembär ist. Ich würde an deiner Stelle nicht schwarz sehen. Warum sollte es denn nicht klappen? Kinder sind anstrengend, ja, sehr sogar, je nach Kind. Aber als Paar schafft man das.
Ganz ehrlich, es gibt viele Mütter, die "wenig leisten" und trotzdem glücklich sind. Die nehmen das nicht mal selbst wahr.
Vielleicht könntest du dir jetzt schon noch mehr Unterstützung in Therapieform für dich und deine Dinge holen, da kenne ich mich nicht aus. Aber ich denke, da kann man bestimmt noch was tun, damit es dir besser geht und du dich v.a. nicht als defizitär ansiehst. Es ist gut, dass du dich reflektieren kannst, aber mach dich nicht so klein.
Ich habe drei Frauen in meinem Alter im Freundeskreis, die sich seit der Kinder hauptsächlich als Hausfrau und Mutter sehen und keine Ambitionen haben, was anderes außer Kinderbespaßung und Haushalt zu machen. Alle haben nette Männer, mit denen sie gute Beziehungen führen und in denen alle mit ihren Aufgaben zufrieden sind.
Es gibt sogar viele Männer, die Frauen seltsam finden, die zeitnah in den Beruf zurück wollen. Hat mir auf meiner alten Stelle auch sowohl von den Kollegen als auch privat mitleidige Blicke eingebracht, als meine erste Tochter noch klein war. Dabei war das mein Herzenswunsch. :) Wie man es macht, passt es den anderen eh nicht.
Also tu was dir beliebt, aber nach Möglichkeit mit dem richtigen Mann.

w38
 
  • #56
Lass dich nicht beirren. Es gibt auch hier durchaus Männer, für die du in Frage kommen könntest. Du willst Kinder. Wenn dich ein Altersunterschied von ca. 15 Jahren nicht stört, könnte der Forist @Valmont etwas für dich sein. Schlank solltest du sein.

Es gibt durchaus etwas ältere gutsituierte Männer, die keine Frau fürs Kinder kriegen gewinnen konnten.
Das wäre eine mögliche Zielgruppe.
 
  • #57
Ich wollte mit dem Beispiel meines Bruders nur deutlich machen dass es für den Mann auch eine große Überforderung sein kann wenn er neben dem Job noch fast alles andere erledigen muss . Ich möchte hier gar nicht so negativ klingen es gibt unzählige Menschen mit ADS, die beruflich einiges auf die Reihe kriegen und auch wunderbare Eltern sind . Daher bräuchten wir aber noch mehr Informationen über dich .
Ich kenne einen Medizin Professor der findet Menschen mit ADS ganz wunderbar weil sie kreativ und vielseitig sind . Wir sollten auch von diesem Schubladen Denken ein wenig weg kommen . Er beispielsweise hätte nichts gegen eine Frau mit ADS denke ich .
Ich denke nur dass du dich selber gut kennen solltest und auch deine Belastungsgrenze . Und was ist wenn eine Ehe doch nicht hält, würde man es dann auch alleine mit den Kindern schaffen?
 
  • #58
Tja.

Kommt darauf an.

Mein erster Mann hat sich als zweite langjährige Partnerin eine Dame ausgesucht, die von einer gemeinsamen Freundin äußerst kritisch kommentiert wurde. Sie sei eine ziemlich doofe Nuss, unselbständig, bei ganz banalen Alltagsdingen inkompetent und würde ihn anhimmeln, dass sich ihr der Magen umgedreht hätte.

Tja. Er wollte sich zwar nicht scheiden lassen und sie auch nicht heiraten, aber es geht ihm mit der Dame im Alltag deutlich besser als mit mir, weil sie alles toll findet was er macht. Und wenn er eine Brombeerhecke im Garten pflanzt, das Genie mit dem braunen Daumen, aber völlig egal, es ist ihr Garten.

Vielleicht solltest Du zur Anbetungstaktik übergehen? Das tut vielen Männern so gut, dass sie bereit sind einige Kompromisse zu machen.

Nein? Naja, dann könnte es schwieriger werden.
 
  • #59
Liebe FS, es gruselt mich bei dem Gedanken, dass sich ein erwachsener Mensch komplett abhängig von Jemandem machen möchte. So ein wackeliges und unsicheres Konstrukt. Du begibst dich sehenden Auges in die Hände und Willkür eines Mannes, der dich finanzieren und ernähren soll, dich aber jederzeit verlassen kann. Dann hast du gar nichts. Oder was, wenn du unglücklich in der Beziehung wirst, dann kannst du ihn auch schwer verlassen wegen deiner Abhängigkeit. Er hat dich in seinen Händen. Obwohl du eine erwachsene Frau bist. Zerbricht diese unsichere Anlage, hast du gar nichts. Kaum Rente, Altersarmut, kein Dach über dem Kopf. Warum willst du dir das antun? Dein Plan ist leichtsinnig, unsicher und gefährlich. Ich könnte keine Nacht ruhig schlafen wenn ich von irgendwem abhängig wäre, ausgeliefert wäre und nicht selbst für mich sorgen könnte. Das wäre mein Alptraum.

Zudem: Warum sollte ein Mann dich finanzieren wollen? Was bietest du ihm dafür? Du musst ja einen Mehrwert für ihn haben, damit er dieses Konstrukt eingeht. Wenn ein Mann ein Hausweibchen sucht, das er als Alleinernährer lebenslang durchfüttern muss, muss er davon profitieren, sie muss ihm etwas bieten, was die anderen Frauen nicht haben. Zumindest sollte sie jung, stabil und belastbar sein, damit sie ihm zuverlässig den Rücken freihält und keine Probleme macht. Mit über 36 gibt es keine Garantie mehr für Kinderreichtum. Und dann? Sucht er sich eine Jüngere, denn warum sollte er über Jahrzehnte eine kinderlose Erwachsene durchfüttern, nur weil sie nicht lebenstüchtig ist? Das ist ja nicht sein Problem. Warum sollte er ausbaden dass du nicht belastbar bist um für dich selbst zu sorgen?

W37
 
  • #60
Die Frage ist, mit welcher Motivation Du arbeitest. Mein Job ist für mich nicht einfach austauschbar, die Rolle, die ich da habe, für mich auch nicht. Ich denke, für viele Akademiker ist Beruf auch mit einer gewissen Erfüllung verbunden. Ich gehe nur noch begrenzt wegen dem Geld arbeiten.

Passt nicht zu:

Du suchst letztlich einen Mann, der Dir den Rücken (arbeits)frei hält und Dir ermöglicht, Kinder in die Welt zu setzen und in Ruhe großzuziehen. Dass Du dazu überhaupt in der Lage bist, erscheint unsicher.
Mal direkt formuliert: das könnte schwierig werden, mit “irgendwas“ müsstest Du den Mann von so einem Konstrukt überzeugen oder einen suchen, der es nicht merkt.
Wieso denn einen suchen, der das nicht merkt? Natürlich muss man transparent sagen, was man will und vom Leben erwartet. Wo habe ich geschrieben, dass ich das nicht vorhabe? Fair bleiben, bitte.
 
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