Laleila

Cilia
  • #61
Wenn du Hausfrau und Mutter werden willst, musst du dich dem Mann anpassen, unterordnen,
Oha, da jagt ja ein Klischee das andere.
Vielleicht musst du sehr auf dich achten, dich immer schick machen, den sexuellen Vorlieben des Mannes immer nachkommen, auch wenn du vielleicht diese Vorlieben nicht so magst.
Nein, es gibt keinen Grund dies, was Du aufzählst zu müssen. So überhaupt keinen.
Hausfrau und Mutter 8st ein Job. Wenn sie ihrem Mann den Haushalt macht und seine Kinder betreut, steht ihr ein Teil seines Einkommens zu. So einfach ist es. Dafür ist er maximal entlastet.

Mein Mann wollte, dass ich aufhören zu arbeiten, was verschiedene Gründe hat. Er käme niemals auf die Idee, dafür, dass er sein Einkommen zum Haushaltseinkommen erklärte, vorher war es unser gemeinsames Einkommen, unabhängig vom Verdienst, irgendwelche besonderen Leistungen, zu erwarten. Himmel, dass ist ja ein Rollenklischee aus den 50ern.

Natürlich mache ich den Haushalt und es ist mir, für mich, ein Bedürfnis immer schick auszusehen. Ich besitze nicht mal Kleidung, welche etwas anderes zuließe. Und mit einem, zusätzlichen, Aufwand von 20 Minuten morgens im Badezimmer, ist auch der Rest perfekt. Aber nicht weil es mein Mann erwarten könnte, sondern weil es mir für mich wichtig ist. Eine Alltagsroutine. Von Deinen Ausführungen zu unfreiwilligen sexuellen Aktivitäten ganz zu schweigen.
Ich liebe es, die sozialen, familiären Kontakte zu pflegen, jeden Tag in der Küche etwas Besonderes zu kreieren, mich um die Einkäufe zu kümmern und den ganzen bürokratischen Kram zu machen. Dazu kommen Garten und die Tiere.
Das sind locker mehr 8 Stunden Arbeit am Tag.
Und mein Mann hat dafür den Luxus, dies alles genießen zu können ohne sich dafür zusätzlich anzustrengen.

Meint ihr, dass ich eine Chance habe, noch jemanden zu finden, der mich so nimmt, wie ich bin?
Liebe Advent, wenn es nur davon abhängen sollte, definitiv ja.
Es muss halt einfach passen. Und es hängt noch ein wenig mit davon ab, wie Deine individuellen Ansprüche an einen Mann sind.

Dass Du die ersten 3 Jahre nach der Entbindung zu Hause bleiben möchtest, halte ich für absolut normal und gar nicht altmodisch.
Die ersten 3 Jahre spielen in der Kindesentwicklung eine große Rolle.
Natürlich ist Haushalt und Kindesbetreuung ein Fulltime-Job. Und Du musst schauen, ob Du Dich dem gewachsen fühlst.

Aber es gibt auch tolle Männer die sich nicht als Arbeitssklaven fühlen, wenn sie das Geld verdienen und ihre Frau sich um den Rest kümmert.

Viel Glück und alles Liebe Dir.
 
  • #62
Liebe FS, es gruselt mich bei dem Gedanken, dass sich ein erwachsener Mensch komplett abhängig von Jemandem machen möchte. So ein wackeliges und unsicheres Konstrukt. Du begibst dich sehenden Auges in die Hände und Willkür eines Mannes, der dich finanzieren und ernähren soll, dich aber jederzeit verlassen kann. Dann hast du gar nichts. Oder was, wenn du unglücklich in der Beziehung wirst, dann kannst du ihn auch schwer verlassen wegen deiner Abhängigkeit. Er hat dich in seinen Händen. Obwohl du eine erwachsene Frau bist. Zerbricht diese unsichere Anlage, hast du gar nichts. Kaum Rente, Altersarmut, kein Dach über dem Kopf. Warum willst du dir das antun? Dein Plan ist leichtsinnig, unsicher und gefährlich. Ich könnte keine Nacht ruhig schlafen wenn ich von irgendwem abhängig wäre, ausgeliefert wäre und nicht selbst für mich sorgen könnte. Das wäre mein Alptraum.

Zudem: Warum sollte ein Mann dich finanzieren wollen? Was bietest du ihm dafür? Du musst ja einen Mehrwert für ihn haben, damit er dieses Konstrukt eingeht. Wenn ein Mann ein Hausweibchen sucht, das er als Alleinernährer lebenslang durchfüttern muss, muss er davon profitieren, sie muss ihm etwas bieten, was die anderen Frauen nicht haben. Zumindest sollte sie jung, stabil und belastbar sein, damit sie ihm zuverlässig den Rücken freihält und keine Probleme macht. Mit über 36 gibt es keine Garantie mehr für Kinderreichtum. Und dann? Sucht er sich eine Jüngere, denn warum sollte er über Jahrzehnte eine kinderlose Erwachsene durchfüttern, nur weil sie nicht lebenstüchtig ist? Das ist ja nicht sein Problem. Warum sollte er ausbaden dass du nicht belastbar bist um für dich selbst zu sorgen?

W37
Das ist aber reduktionistisch. Man kann nicht nur nach Leistungsmerkmalen gehen. Ich würde auch einen Partner mitversorgen, wenn der das aus irgendeinem Grund nicht oder nur eingeschränkt könnte. Wenn das anders wäre, könnte man doch eine Beziehung nur eingehen oder beibehalten, solange der andere "funktioniert".
 
  • #63
Wie äußert sich ADS bei dir ? Warum hast du beruflichen Misserfolg? Oder schätzt dich so ein . Wie sollen wir hier konkrete Tipps geben wenn so wenige Details bekannt sind . Was bedeutet nicht selbständig ?
Mein Bild von dir bleibt weiterhin diffus .
 
  • #64
Wenn du Hausfrau und Mutter werden willst, musst du dich dem Mann anpassen, unterordnen, bist abhängig von ihm und du wirst vielleicht keine gute Beziehung auf Augenhöhe haben.
Das halte ich für eine seltsame Sicht auf Beziehungen.
Vielleicht musst du sehr auf dich achten, dich immer schick machen, den sexuellen Vorlieben des Mannes immer nachkommen, auch wenn du vielleicht diese Vorlieben nicht so magst.
Erzähl mehr aus Deinem Leben…
Das ist aber reduktionistisch. Man kann nicht nur nach Leistungsmerkmalen gehen. Ich würde auch einen Partner mitversorgen, wenn der das aus irgendeinem Grund nicht oder nur eingeschränkt könnte.
So wie ich Dich lese, wärst Du dazu nicht in der Lage. Das ist dann einfach geschrieben.
Wieso denn einen suchen, der das nicht merkt? Natürlich muss man transparent sagen, was man will und vom Leben erwartet. Wo habe ich geschrieben, dass ich das nicht vorhabe? Fair bleiben, bitte.
Ja, das finde ich einen wichtigen Aspekt. Lieber auf Kinder verzichten als sie so bekommen…
 
  • #65
Du liest dich, bitte entschuldige die deutlichen Worte, absolut naiv und lebensuntüchtig. Kinder sind anstrengend, unorganisiert und brauchen von einer Mutter Kraft und viele andere Dinge, die von innen kommen sollten.
Ja, so seh ich das auch. Ich kenne einige Mütter, die sagen, ihr Beruf ist viel einfacher als das Muttersein. Kann es sein, dass du das jetzt als so eine Art Ausflucht suchst, "dann wird alles gut"? Aber es ist anstrengend und erfordert Planung, und wenn dann doch eine Trennung ansteht, musst du vielleicht arbeiten UND ein Kind versorgen. Und das ist dann wirklich extrem viel.
Ich kenne ein paar Frauen, die ähnliche Probleme haben wie du und aus dem Grund sagen: ein Kind wär wohl nichts für mich. Einmal wegen Vererbung, und dann einfach wegen den Problemen im Alltag. Diese Einstellung finde ich persönlich sehr erwachsen, da denkt man wirklich darüber nach, wie das für die potenziellen Kinder wäre. Du siehst das ganze nur als eine Art Rettung vor deinem jetzigen Leben.
Ich würde bei deinen Probleme immer versuchen, diese besser in den Griff zu bekommen, z.B. Verhaltenstherapie zusätzlich zu Ritalin. Die Tabletten absetzen, obwohl du so schon nicht gut klarkommst, ist eher kontraproduktiv...
 
  • #67
Würde nicht sagen das es Klischee ist.
Es ist ja was anderes, wenn vorher beide gearbeitet haben, die Frau dann schwanger wird und für 4-5 Jahre für Kindererziehung zu Hause bleibt und danach wieder einer Teilzeittätigkeit nachgeht. Diese Männer sind auch nicht sonderlich konservativ und helfen auch mal mit weil es ist für alle Beteiligten klar, dass die Frau nur für gewisse Zeit Hausfrau ist ...

Die FS hätte aber ja den Wunsch eigentlich gar nicht mehr arbeiten zu müssen, weil ihr ihre Arbeit nicht gefällt und sie deshalb einen Versorger möchte. Da kommen eigentlich nur Männer in Frage die sehr konservativ sind von der Einstellung, wenn von Anfang an kommuniziert wird : ich möchte als Hausfrau zu Hause bleiben ( und zwar über sehr lange Zeit, evtl bis zur Rente) und du verdienst das Geld.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #69
Wie äußert sich ADS bei dir ? Warum hast du beruflichen Misserfolg? Oder schätzt dich so ein . Wie sollen wir hier konkrete Tipps geben wenn so wenige Details bekannt sind . Was bedeutet nicht selbständig ?
Mein Bild von dir bleibt weiterhin diffus .
Also ich bin insgesamt eher langsam, schweife leicht mit den Gedanken ab und bin auch eher tollpatschig. Sachen, die mich nicht interessieren, kann ich mir sehr schlecht merken. Deswegen hat es für einen Job ohne Vitamin B nie gereicht. Ich habe eine Ausbildung, aber der Job macht mir nicht so viel Spaß, dass ich das mein Leben lang machen wollte. Zum Glück kann ich mir wenigstens eine Wohnung leisten, und die halte ich auch immer sauber und gepflegt. Ich kann mit Geld umgehen und in meinen Beziehungen gab es auch nie Probleme mit meinem Verhalten dem jeweiligen Mann gegenüber. Ich gehe nicht fremd und fange auch nicht sinnlos Streit an. Das Problem ist jetzt, dass in einer "modernen" Beziehung halt meistens beide arbeiten, sogar Frauen, die Kinder haben. Der Sache fühle ich mich nicht so gewachsen. Also den Kindern und dem Haushalt schon, aber nicht diesem Riesenstress mit dem Job dazu.
 
  • #70
Würde nicht sagen das es Klischee ist.
Es ist ja was anderes, wenn vorher beide gearbeitet haben, die Frau dann Schwanger wird und für 4-5 Jahre für Kindererziehung zu Hause bleibt und danach wieder einer Teilzeittätigkeit nachgeht. Diese Männer sind auch nicht sonderlich konservativ und helfen auch mal mit weil es ist für alle Beteiligten klar, dass die Frau nur für gewisse Zeit Hausfrau ist ...

Die FS hätte aber ja den Wunsch eigentlich gar nicht mehr arbeiten zu müssen, weil ihr ihre Arbeit nicht gefällt und sie deshalb einen Versorger möchte. Da kommen eigentlich nur Männer in Frage die sehr konservativ sind von der Einstellung, wenn von Anfang an kommuniziert wird : ich möchte als Hausfrau zu Hause bleiben ( und zwar über sehr lange Zeit, evtl bis zur Rente) und du verdienst das Geld.
Auch das würde ich nicht so pauschal sehen. Aber wenn ich jetzt eine andere Ausbildung oder gar ein Studium anfange, bin ich ja auch finanziell wieder abhängig. Ich will ja auch nicht in meinem Alter mit Toastbrot in einer Studenten-WG sitzen.
 
  • #71
Meine Frage an die Männer im Forum: Wäre das für euch grundsätzlich uninteressant?
Das Problem sind nicht Deine körperlichen Eigenschaften.
Das Problem für Männer in Deinem Äquivalenzalter ist es das Risiko, daß Du eines Tages sagst: "So, wir haben uns auseinandergelebt. Ich nehme die Kinder, das Haus und ein Großteil deiner Rentenansprüche. Für Dich bleiben Unterhalt für mich und die Kinder sowie jedes zweite Wochenende.Bye "
Wenn Du heute nicht wenigstens gleichviel über die gesamte (!) Zeit der Ehe verdienst, wie der Partner bist Du ein unkalkulierbares wirtschaftliches Risiko.
Das wollen immer mehr Männer NICHT haben.

Stell Dir vor, du machst Fallschirmspringen und der Fluglehrer sagt Dir, daß nur 6 von 10 Fallschirmen aufgehen. Springst Du dann? Die Männer jedenfalls kaum mehr. Traurig für Dich - ich weiß.
Aber besser die Wahrheit zu kennen und damit umzugehen als das ganze Leben einer Illusion hinterherzulaufen.

Eventuell findest Du jemanden auf Deinem Level. Aber mit dem Wunsch nach einem versorgendem Mann als Hauptverdiener wird das heutzutage nix mehr. Nicht weil die Männer nicht können, sondern weil sie nicht mehr wollen.

mMenschÜ50
 

Laleila

Cilia
  • #72
Ich kenne das Argument! Das meinen oft Frauen, die nicht gerne arbeiten gehen wollen!
Von dem ganzen Unsinn, den Du zum Thema Kinderwunsch von Frauen schreibst mal abgesehen ist dieses Aussage, verächtliche Unterstellung träfe es besser, komplett daneben.

Mein Bürojob war wesentlich einfacher zu wuppen und deutlich weniger kräftezehrend, als mein Haushalt.
Müsste ich den Haushalts-Job gegen Bezahlung machen, dann sollte diese wesentlich reichhaltiger sein, als es mein Gehalt war. Und wäre dies der Fall, würde sich kaum noch wer eine Haushälterin, Köchin und Putzfrau halten. Hat man Nachwuchs, kämen noch die Kosten für die Kinderbetreuung dazu.

Übrigens, ich wuchs in der DDR auf, meine Mutter war, ab der 8. Woche nach der Geburt, wieder voll berufstätig. Bei beiden Kindern.
Ein Hausfrauendasein hatte ich nie auf dem Plan und fand die Frauen im Westen, welche damals nach der Schwangerschaft, noch überwiegend Mutter und Hausfrau waren, altmodisch und unselbständig.

Heute bin ich sowohl froh darüber, dass ich ganz selbstverständlich den Weg über Ausbildung und Job nahm, als auch darüber, mich jetzt als Hausfrau betätigen zu können.
Und das macht man in einer wesentlich anderen Intensität, als man es tut, wenn man arbeiten geht.

Und meine Männer wissen zu schätzen, immer eine gut gelaunte, gepflegte, attraktive Frau um sich zu haben, dass eie jeden Tag selbstgebackenes Brot, ausgezeichnetes Essen aus ausschließlich frischen und hochwertigen Zutaten bekommen, welches sowohl köstlich als auch gesund ist.
Es gibt selbstgemachten Käse und selbstgeräucherten Schinken oder Fisch. Im Sommer kommen Gemüse und Kräuter zu großen Teilen aus dem eigenen Garten.

Klar, wenn man sich High Ende Food aus dem Supermarkt antun möchte und insgesamt anspruchsloser ist, braucht es das nicht. Aber es soll Menschen geben, für die all dies Lebensqualität bedeutet. ;-)

Dazu kommt ein Ehrenamt, in dem ich meine fachlichen Kompetenzen nutzen kann und welches Menschen unterstützt, welche sich bezahlte Hilfe nicht leisten können.

Kurzum, mein Leben ist nun zwar deutlich aufwandsintensiver aber auch weitaus ausgefüllter, gesünder, schöner und sinnvoller als es vorher war.

Wollte ich es bequemer und einfacher, ich ginge weiter zur Arbeit.
 
  • #73
Du solltest auch die genetische Komponente bedenken. Wenn du Pech hast, hast du dann Kinder mit schwerem ADHS. Dann hast du richtig Spaß wenn die in die Schule kommen oder ins Teenageralter.
Ich hatte zweimal Glück und das phlegmatische Temperament meines Exmannes hat sich soweit durchgesetzt dass die Kinder weder überdreht noch impulsiv sind, aber das ist schon mehr Glück als verstand gewesen. Ich habe da nämlich nie drüber nachgedacht sondern einfach mit Mitte 20 Kinder bekommen weil ich gern welche wollte (und ich hatte damals die Diagnose auch noch nicht), aber mit dem Wissen von heute würde ich keine Kinder mehr bekommen weil es einfach so lange dauert bis vernünftige Menschen draus werden und der Weg ist irre hart wenn man schon genug damit zu tun hat sich um sich selbst zu kümmern. Ich war so oft am Rande des Zusammenbruchs und paarmal auch darüber hinaus. Just saying.
 
  • #74
Das ist aber reduktionistisch. Man kann nicht nur nach Leistungsmerkmalen gehen. Ich würde auch einen Partner mitversorgen, wenn der das aus irgendeinem Grund nicht oder nur eingeschränkt könnte. Wenn das anders wäre, könnte man doch eine Beziehung nur eingehen oder beibehalten, solange der andere "funktioniert".
Man schaut einem Menschen immer nur vor den Kopf, ich finde man selber sollte auf sich selber acht geben und immer auch für sich selber sorgen können. Wie heißt es so schön „wenn du dich auf jemanden verlässt, bist du verlassen.“
Man muss Dinge regeln wenn man bestimmte Beziehungsmodelle eingeht aber kein Mann wird dir am Anfang einer Beziehung eine Rente zusprechen wenn du mit ihm vereinbarst du machst den Haushalt und er geht arbeiten und du bleibt daheim.
Ich denke Beziehungen müssen wachsen, entwickeln sich.
Klar am Anfang mit offenen Karten spielen, einen Mann suchen der bereit ist für seine Frau zu sorgen, auch im Alter.. es ist einfacher wenn man aber für sich selber sorgt, denn nur dann ist man auf der absolut sicheren Seite.

Weist du ich war in der Elternzeit auch zwei Jahre lang in der Situation nicht so viel Einkommen zur Verfügung zu haben, mich zuhause um alles mögliche und das Baby zu kümmern, ich wusste nicht mal ob ich weiterhin meine alte Arbeitsstelle antreten konnte (nur mündliche Zusage übernommen zu werden, ich wurde es aber und arbeite nun wieder, so dass man sich im Zweifelsfalls selber versorgen kann und das Kind natürlich auch).
Es ist jedem selber überlassen was für ein Lebensentwurf der Perfekte ist aber man sollte stets vorsichtig sein und überdenken welche Folgen welche Schritte haben werden.

W 27
 
  • #75
aber kein Mann wird dir am Anfang einer Beziehung eine Rente zusprechen wenn du mit ihm vereinbarst du machst den Haushalt und er geht arbeiten und du bleibt daheim.
Das muss er auch nicht. Wenn man verheiratet ist, erledigt das der Versorgungsausgleich ganz automatisch. Und für 3 Jahre pro Kind gibt es ja auch Rentenpunkte. Bei langen Alleinverdiener Ehen sind Scheidungen für alle Beteiligten teuer und bedrohen die Existenz. Das ist ja der Hauptgrund warum die Leute dann lieber Affären haben und die Fassade aufrecht erhalten wenn es nicht mehr läuft. Weil trennen dann teuer und unbequem ist.
 
  • #76
Zu einer Hausfrauenehe mit Kind gehört ein Mann, der genau das mit Dir will.
Du bist bereits seit einigen Jahren Single. Damit dürfte klar sein, dass Dir der erste für Deinem Plan auszuführende Schritt schonmal schwer fällt: überhaupt einen Mann für Dich gewinnen zu können - selbst wenn Hausfrauenehe und Kind noch garkein Thema sind.
Allein das macht Deinem Plan ziemlich unrealistisch, denn mit 36+ ist das Alter bei Männern vorbei, in dem sie für etwas Sex unbedarft in irgendwelche Dinge stolpern, die den Rest ihres Lebens in einer Weise bestimmen könnnen, die sie nicht wollen.


Wie konkret sieht Dein Leben aus, dass Du allein wohnst, aber kein völlig unabhängiges Leben führen kannst?
Kommt regelmäßig ein gesetzlicher Betreuer, der Deine Angelegenheiten mit Dir zusammen erledigt, eine Sozialbetreuerin, die mit Dir zusammen putzt, kocht und einkauft?


In diversen Jobs versagt zu haben, sich nun mit Vitamin B in einem ungeliebten Job zu halten, keine Lust mehr darauf zu haben und als Befreiung daraus auf für Kinder und Haushalt zahlenden Mann zu hoffen ist zwar ein nachvollziehbarer, aber auch ein eher unrealistischer Plan.


Glaube ich ehrlich gesagt nicht, weil das "Kraft ausgehen" wohl auch der Grund fürs lange Singlessein ist.
Woher willst Du denn die Kraft für den ersten Schritt nehmen: einen Mann für Dich zu gewinnnen und ihn auch über die 2-3jähige Kennenlernphase zu behalten, wenn es für Deine Singlealltagsbewältigung kaum noch reicht?

Ich denke auch, dass Du Dir Ehe, Haushalt und Kind zu trivial vorstellst, um es mit Deinen Einschränkungen so gewuppt zu bekommen, resp. wenn Du die Medikamente absetzen willst und dannn noch mehr Alltagsprobleme bekommst.

Weil ich einen Erwachsenen mit ADHS in der Familie habe, weiß ich, was es von einem Partner auch ohne Belastung durch Kinder verlangt, mit diesem klarzukommen.
Er hat übrigens wie Du die Vorstellung sich aus dem täglich fordernden Berufsleben zurückzuziehen für Kinder. Die Partnerin wird das dganz sicherr so nicht mittmachen, wenn er Kinder und Haushalt nicht ansatzweise tadellos abgewickelt bekommt wie sie ihren beruf und wer ihn kennt weiß: KANN er garnicht, egal was er will und er scheint mir deutlich weniger eingeschränkt zu sein wie Du.
Also zunächst mal habe ich mehr zu bieten als Sex. Ein Mann, über mich stolpern würde, hätte auch in manchen Bereichen Glück. Und meine Einschränkungen sind nicht so gravierend, dass ich einen Betreuer oder etwas in der Art bräuchte. Ich habe auch meinen Haushalt gut im Griff. Das mit der Kraftlosigkeit habe ich auch nicht in Bezug auf meinen privaten Alltag gemeint, sondern aufs Berufsleben. Dass ich generell keine Männer für mich gewinnen kann, stimmt auch nicht. Ich bin 36, sehe aber jünger aus und bin auch nicht unsympathisch. Mit diesen 2-3 Jahren Kennenlernen hast du vermutlich Recht. Wobei ich das nicht so nachfühlen kann.
 
  • #77
Das ist aber reduktionistisch. Man kann nicht nur nach Leistungsmerkmalen gehen. Ich würde auch einen Partner mitversorgen, wenn der das aus irgendeinem Grund nicht oder nur eingeschränkt könnte. Wenn das anders wäre, könnte man doch eine Beziehung nur eingehen oder beibehalten, solange der andere "funktioniert".
Es ist etwas anderes wenn der Mensch, den man liebt und mit dem man zusammen ist, während der (langjährigen) Beziehung berufsunfähig wird. Dann versorgen wohl die meisten den/die Geliebte/n mit. Aber ich stelle es mir schwierig vor, Jemanden, den man gerade erst kennenlernt, der einen noch nicht liebt und einem nichts schuldig ist, von sich zu überzeugen indem man sagt: "Weißt du, ich hätte gerne eine Beziehung mit dir, ich will dass du mich heiratest und komplett finanzierst und versorgt, damit ich nicht mehr arbeiten gehen muss." Noch mal: Warum sollte der Mann sich darauf einlassen?
 
  • #78
Auch das würde ich nicht so pauschal sehen. Aber wenn ich jetzt eine andere Ausbildung oder gar ein Studium anfange, bin ich ja auch finanziell wieder abhängig. Ich will ja auch nicht in meinem Alter mit Toastbrot in einer Studenten-WG sitzen.
Pauschal stimmt es vielleicht nicht, da hast du recht. Aber in den allermeisten Fällen ist es durchaus so.
Da hab ich genug Beispiele im Freundeskreis. Die meisten Männer die Frauen auf Augenhöhe begegnen und keine konservative Lebenseinstellung haben sind auch interessiert an den Frauen die abgesehen vom Muttersein und Elternzeit auch danach noch berufliche und private Ziele verfolgen möchten. Auch sind das dann Männer die evtl selber Elternzeit nehmen möchten und für andere Lebensmodelle offen sind wie z.B. beide arbeiten 75 % ...

Ist ja nicht unbedingt negativ gemeint aber stell dich darauf ein das du dann einen sehr konservativen Mann hast der dann auch Erwartungen an dich hegt, im Haushalt keinen Finger rührt und Dankbarkeit ist auch selten...

Wenn du eine Ausbildung oder Studium anfängst bist du 3 Jahre finanziell abhängig, aber doch nicht lebenslang.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #79
Es ist etwas anderes wenn der Mensch, den man liebt und mit dem man zusammen ist, während der (langjährigen) Beziehung berufsunfähig wird. Dann versorgen wohl die meisten den/die Geliebte/n mit. Aber ich stelle es mir schwierig vor, Jemanden, den man gerade erst kennenlernt, der einen noch nicht liebt und einem nichts schuldig ist, von sich zu überzeugen indem man sagt: "Weißt du, ich hätte gerne eine Beziehung mit dir, ich will dass du mich heiratest und komplett finanzierst und versorgt, damit ich nicht mehr arbeiten gehen muss." Noch mal: Warum sollte der Mann sich darauf einlassen?
Also ich verstehe das Problem nicht. Wenn ich als Mann das Gefühl habe, eine Frau nutzt mich finanziell aus, dann will ich sowieso nicht mit ihr zusammen sein, weil dann das Vertrauen fehlt. Wenn ich das Gefühl habe, die Frau liebt mich und ist auf meiner Seite, dann finde ich das mit der Berufstätigkeit sekundär. Vor allem, wenn die Frau Probleme im Berufsleben hat, für die sie nicht unbedingt etwas kann. Also von mir aus könnte meine Frau dann auch in Teilzeit arbeiten oder sich sonst irgendwie verwirklichen, solange es die Beziehung nicht beeinträchtigt und man keine größeren finanziellen Probleme hat.
 

Laleila

Cilia
  • #80
Naja das klingt dann aber so als ob dein Mann das nicht erwarten muss weil du es von dir aus machst.
Vielleicht wäre er auch unzufrieden wenns bei euch anders wäre.
Nein wäre er nicht, er "schimpft" oft, dass ich zuviel mache.
An den Wochenenden und wenn er Urlaub hat, verwöhnt er mich, indem er das Frühstück macht, wir essen gehen usw.

Natürlich mache ich das von mir aus. Das wäre bei der FS ja dann ähnlich.
Allerdings würde ich dieses Lebensmodell in einer unehelichen Gemeinschaft nicht in Betracht ziehen.
Anfänglich tat ich mich auch schwer damit, meine Arbeit aufzugeben, bin jetzt aber froh es gemacht zu haben.
Weil er davon profitiert.
@Advent21 wird ja weiter arbeiten. Für ihn, für die gemeinsamen Kinder.

Ich denke schon, dass es noch Männer gibt, die bei dem Gedanken nicht schreiend davonlaufen. Mein Bruder übernahm bei beiden Kindern die Hälfte der Elternzeit, inklusive aller haushaltlichen Tätigkeiten.
An den Wochenenden teilten sie sich rein.
Zwar würde er es jederzeit wieder so machen, aber er sagte danach auch ganz klar, dass er es für einen Fulltime-Job hält und jetzt Frauen, welche als Hausfrau und Mutter arbeiten, mit ganz anderen Augen sieht.

Warevdieses Forum mein einziges Tor zur Außenwelt, müsste ich anneen, mein Leben sei eine einzigartige Aneinanderreihung von völlig abnormalen Unwahrscheinlichkeiten.
Und mal ehrlich, wie wahrscheinlich wäre das? :)
 
  • #81
Mir würde das mit dem Haushalt Spaß machen.
Ich koche gern,
Oha, da jagt ja ein Klischee das andere.

Nein, es gibt keinen Grund dies, was Du aufzählst zu müssen. So überhaupt keinen.
Hausfrau und Mutter 8st ein Job. Wenn sie ihrem Mann den Haushalt macht und seine Kinder betreut, steht ihr ein Teil seines Einkommens zu. So einfach ist es. Dafür ist er maximal entlastet.

Mein Mann wollte, dass ich aufhören zu arbeiten, was verschiedene Gründe hat. Er käme niemals auf die Idee, dafür, dass er sein Einkommen zum Haushaltseinkommen erklärte, vorher war es unser gemeinsames Einkommen, unabhängig vom Verdienst, irgendwelche besonderen Leistungen, zu erwarten. Himmel, dass ist ja ein Rollenklischee aus den 50ern.

Natürlich mache ich den Haushalt und es ist mir, für mich, ein Bedürfnis immer schick auszusehen. Ich besitze nicht mal Kleidung, welche etwas anderes zuließe. Und mit einem, zusätzlichen, Aufwand von 20 Minuten morgens im Badezimmer, ist auch der Rest perfekt. Aber nicht weil es mein Mann erwarten könnte, sondern weil es mir für mich wichtig ist. Eine Alltagsroutine. Von Deinen Ausführungen zu unfreiwilligen sexuellen Aktivitäten ganz zu schweigen.
Ich liebe es, die sozialen, familiären Kontakte zu pflegen, jeden Tag in der Küche etwas Besonderes zu kreieren, mich um die Einkäufe zu kümmern und den ganzen bürokratischen Kram zu machen. Dazu kommen Garten und die Tiere.
Das sind locker mehr 8 Stunden Arbeit am Tag.
Und mein Mann hat dafür den Luxus, dies alles genießen zu können ohne sich dafür zusätzlich anzustrengen.


Liebe Advent, wenn es nur davon abhängen sollte, definitiv ja.
Es muss halt einfach passen. Und es hängt noch ein wenig mit davon ab, wie Deine individuellen Ansprüche an einen Mann sind.

Dass Du die ersten 3 Jahre nach der Entbindung zu Hause bleiben möchtest, halte ich für absolut normal und gar nicht altmodisch.
Die ersten 3 Jahre spielen in der Kindesentwicklung eine große Rolle.
Natürlich ist Haushalt und Kindesbetreuung ein Fulltime-Job. Und Du musst schauen, ob Du Dich dem gewachsen fühlst.

Aber es gibt auch tolle Männer die sich nicht als Arbeitssklaven fühlen, wenn sie das Geld verdienen und ihre Frau sich um den Rest kümmert.

Viel Glück und alles Liebe Dir.
Danke:) Das sehe ich genauso. Von diesen angeblichen sexuellen Zwangdienstleistungen habe ich noch nie etwas gehört. Ich ziehe mich auch freiwillig gern schön an. Außerdem koche ich gern und kann gut mit Kindern. Auch sonst habe ich viele Interessen und mir wird nicht so schnell langweilig.
 
  • #82
Das Problem ist jetzt, dass in einer "modernen" Beziehung halt meistens beide arbeiten, sogar Frauen, die Kinder haben. D
"modern"? Oder auch weil es muss?
Wie heute Wohneigentum finanzieren oder selbst eine Miete für eine angemessene Wohnung, wenn es nicht die hintere Wallachei ist?
Das kann ein Einkommen alleine heute nicht mehr stemmen.
Oder es muss ein Mann sein, der richtig Geld verdient.
 
  • #83
So einen Blödsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
Immer schick machen wenn Papa abends heimkommt und den sexuellen Vorlieben des Mannes immer nachkommen???

In welchem Land und in welchem Jahrhundert lebst du?
Gut geschrieben.

Hätte ich genug Geld und überhaupt ein Kind, würde ich auch 3 Jahre mit dem Kind zu Hause bleiben. Es gibt Studien, die besagen, dass es gar nicht so gut ist, die Kinder mit einem Jahr abzugeben. Frauen, die mit dem Kind länger zu Haus bleiben, sind keinesfalls faul oder verwöhnt oder unselbständig.

Bin erschrocken über manche Nachrichten hier. Eine Frau hat Karriere zu machen, unabhängig und selbständig zu sein.
Es gib zig Familien, wo der Mann arbeitet und die Frau betreut die Kinder und es funktioniert.

Liebe FS, viele Menschen wissen nicht mal, daß sie bspw. Asperger oder AD(H)S haben und sie leben in guten Partnerschaften. Ich würde es an deiner Stelle gar nicht ansprechen , vlt etwas später wenn die Beziehung stabil ist. Es gibt Männer die gerne Versorger sind. Es wird vlt kein "Manager", sondern "ein Sachbearbeiter" sein, aber ein Manager ist nicht zwangsläufig besser.

Ich empfehle dir die Folge "Geschmackssache" der Serie "der Tatortreiniger". Herrlich lustig.
 
  • #84
Also zunächst mal habe ich mehr zu bieten als Sex. Ein Mann, über mich stolpern würde, hätte auch in manchen Bereichen Glück
Das habe ich auch nicht gesagt, ist aber oft der Grund, warum junge unterfahrene Männer in unüberlegte Beziehungen gehen, deren Folgen sie dann später nicht wollen.

Wenn Du so ein Glücksfall für die Männerwelt bist, warum bist Du dann mit Kinder- und Familienwunsch seit Jahren Single? Irgendwie ist das nicht schlüsssig.

Dass ich generell keine Männer für mich gewinnen kann, stimmt auch nicht. Ich bin 36, sehe aber jünger aus und bin auch nicht unsympathisch.
Das scheint aber nicht zu reichen, denn Du bist lange Single.
Mit zunehmendem Alter wird es nicht leichter das umzusetzen.

Warum also hat es bisher nicht geklapppt, wenn das so einfach wäre?

Mit diesen 2-3 Jahren Kennenlernen hast du vermutlich Recht. Wobei ich das nicht so nachfühlen kann.
Das ist schon klar, dass Du das nicht nachfühlen kannst, weil es gegen Deine Intention geht und auch gegen Deine Fruchtbarkeit.
Da greift "drum prüfe, wer sich ewig bindet" - grad wenn mit Dir echte Ewigkeit droht, weil Du die Berufstätigkeit aufgeben willst.

Männer in Deinem Alter wissen: Gutachten vom Psychotherapeuten mit der Diagnose kann dauerhafte Berufsunfähigkeit für Dich bedeuten und in der Folge dauerhafte Zahlungspflicht für ihn.
Da stellt sich die Frage, ob der Mann Ehe eingeht als Risiko. Ich würde es nicht tun, sondern drauf achten, dass ich es ohne meinen Ruin beenden kann, wenn es für mich auf Dauer doch nicht geht.

Mit den drohenden weitreichenden Folgen grad mit Kind wollen Entscheidungen wohlbedacht sein und die Passung gut geprüft sein:
- noch hast Du keinen Mann, also erstmal einen finden
- dann 2 Jahre zusammensein bei getrennt leben
- dann 2 Jahre unverheiratete zusammenleben und unter normaler Alltagslast ohne Kinder gucken wie es läuft
- bevor sich das Thema stellt schwanger werden und nach der Geburt den Job aufzugeben.

Ich würde auch einen Partner mitversorgen, wenn der das aus irgendeinem Grund nicht oder nur eingeschränkt könnte.
Das sagen alle und wenn es zu beweisen wäre, dann zeigt es sich zu oft anders.

In Deinem Fall ist aber Fakt: würdest Du Dir direkt einem Partner suchen, der von vornherein so eingeschränkt ist, dass er nicht arbeiten kann?
Ach nee, geht ja nicht, weil Du ja nicht mehr arbeiten willst aufgrund Deiner Einschränkung.

Fazit: , sehr geringe Chancen, dass Dein Plan umsetzbbar ist.
Da würde ich mir für mich einen anderen machen, der mir mein Leben leichter macht, als es jetzt ist, z.B. Verhaltenstherapie, um den Job und Alltag besser zu schaffen.
 
  • #86
Das habe ich auch nicht gesagt, ist aber oft der Grund, warum junge unterfahrene Männer in unüberlegte Beziehungen gehen, deren Folgen sie dann später nicht wollen.

Wenn Du so ein Glücksfall für die Männerwelt bist, warum bist Du dann mit Kinder- und Familienwunsch seit Jahren Single? Irgendwie ist das nicht schlüsssig.


Das scheint aber nicht zu reichen, denn Du bist lange Single.
Mit zunehmendem Alter wird es nicht leichter das umzusetzen.

Warum also hat es bisher nicht geklapppt, wenn das so einfach wäre?


Das ist schon klar, dass Du das nicht nachfühlen kannst, weil es gegen Deine Intention geht und auch gegen Deine Fruchtbarkeit.
Da greift "drum prüfe, wer sich ewig bindet" - grad wenn mit Dir echte Ewigkeit droht, weil Du die Berufstätigkeit aufgeben willst.

Männer in Deinem Alter wissen: Gutachten vom Psychotherapeuten mit der Diagnose kann dauerhafte Berufsunfähigkeit für Dich bedeuten und in der Folge dauerhafte Zahlungspflicht für ihn.
Da stellt sich die Frage, ob der Mann Ehe eingeht als Risiko. Ich würde es nicht tun, sondern drauf achten, dass ich es ohne meinen Ruin beenden kann, wenn es für mich auf Dauer doch nicht geht.

Mit den drohenden weitreichenden Folgen grad mit Kind wollen Entscheidungen wohlbedacht sein und die Passung gut geprüft sein:
- noch hast Du keinen Mann, also erstmal einen finden
- dann 2 Jahre zusammensein bei getrennt leben
- dann 2 Jahre unverheiratete zusammenleben und unter normaler Alltagslast ohne Kinder gucken wie es läuft
- bevor sich das Thema stellt schwanger werden und nach der Geburt den Job aufzugeben.


Das sagen alle und wenn es zu beweisen wäre, dann zeigt es sich zu oft anders.

In Deinem Fall ist aber Fakt: würdest Du Dir direkt einem Partner suchen, der von vornherein so eingeschränkt ist, dass er nicht arbeiten kann?
Ach nee, geht ja nicht, weil Du ja nicht mehr arbeiten willst aufgrund Deiner Einschränkung.

Fazit: , sehr geringe Chancen, dass Dein Plan umsetzbbar ist.
Da würde ich mir für mich einen anderen machen, der mir mein Leben leichter macht, als es jetzt ist, z.B. Verhaltenstherapie, um den Job und Alltag besser zu schaffen.
Meine Einschränkung werden nicht verschwinden, die habe ich ein Leben lang, auch mit Therapien. Da kann ich mich bei einem Mann zwei Jahre "beweisen" oder zehn. Was aber nicht heißt, dass ich generell beziehungsunfähig bin. Mit meinen Exfreunden in den Zwanzigern hat es menschlich gut funktioniert. Die Probleme im Job hatte ich damals auch schon, sie waren nur nicht so wichtig, weil das Thema Heiraten und Kinderkriegen noch nicht im Raum stand. Mittlerweile, schon seit Langem, traue ich mich schon fast nicht mehr, eine Beziehung einzugehen, weil ich befürchten muss, mich erst mal jahrelang als unabhängige Powerfrau inszenieren zu müssen, um gut genug für Hochzeit und Kinder zu sein. Da frage ich mich, ob das wirklich nötig ist.
 
F

Frau43

Gast
  • #87
Das ist aber reduktionistisch. Man kann nicht nur nach Leistungsmerkmalen gehen. Ich würde auch einen Partner mitversorgen, wenn der das aus irgendeinem Grund nicht oder nur eingeschränkt könnte. Wenn das anders wäre, könnte man doch eine Beziehung nur eingehen oder beibehalten, solange der andere "funktioniert".
Aber das wäre doch genau bei dir der Fall.
Der Mann muss arbeiten damit er dich und das Kind finanziell voll versorgen kann.
Was passiert wenn er mal seinen Job verliert, krank wird usw und dich nicht mehr versorgen kann?
Du schaffst Haushalt. Kind und einen evtl hilfebedürftigen Partner niemals.
Er muss also funktionieren (sprich Geld anschaffen) damit du nicht arbeiten musst und Kind hast.
Du stellst dir das zu einfach vor - und ist in meinen Augen nur möglich wenn du wirklich gut aussiehst und er unbedingt noch Kinder haben will - und genug Geld dafür hat.
Wird schwer - unmöglich ist es nicht.
Als Lebensmodell einfach furchtbar - meiner Meinung nach....
 
  • #88
Und meine Einschränkungen sind nicht so gravierend, dass ich einen Betreuer oder etwas in der Art bräuchte. Ich habe auch meinen Haushalt gut im Griff. Das mit der Kraftlosigkeit habe ich auch nicht in Bezug auf meinen privaten Alltag gemeint, sondern aufs Berufsleben.
Warum schreibst du dann, dass du kein unabhängiges Leben führen konntest..? Erschließt sich mir nicht. Und nochmal. Wenn du kraftlos im Berufsleben bist, weil dich das zu sehr stresst, warum denkst du, dass der "Job" der Vollzeitmutter dir da nicht zusetzt? Macht doch gar keinen Sinn. Da geht man nicht nach acht Stunden nach Hause und hat frei, sondern ist nonstop gefragt. Warum denkst du, dass du damit keine Probleme haben wirst, wenn es bisher in jedem Beruf welche gab? Ich denke, da bist du viel zu naiv.
In Deinem Fall ist aber Fakt: würdest Du Dir direkt einem Partner suchen, der von vornherein so eingeschränkt ist, dass er nicht arbeiten kann?
Ach nee, geht ja nicht, weil Du ja nicht mehr arbeiten willst aufgrund Deiner Einschränkung.
Ja, find ich auch witzig. Die FS hätte gar keine Probleme mit einem Partner, der nicht arbeitet - eigentlich, aber geht ja nicht, weil er ja arbeiten soll, damit sie nicht muss. Also würde sie doch genauso Männer ausschließen, die nicht "richtig funktionieren".
Hätte ich genug Geld und überhaupt ein Kind, würde ich auch 3 Jahre mit dem Kind zu Hause bleiben. Es gibt Studien, die besagen, dass es gar nicht so gut ist, die Kinder mit einem Jahr abzugeben. Frauen, die mit dem Kind länger zu Haus bleiben, sind keinesfalls faul oder verwöhnt oder unselbständig.
Darum geht es aber nicht. Sie will ganz zuhause bleiben, nicht nur für drei Jahre, sondern generell nicht mehr arbeiten müssen. Das ist ne ganz andere Sachlage als die Diskussion darüber, ob es nun besser ist, wenn Mutter arbeitet oder nicht. Wenn ein Job sie überfordert, ist auch die Frage, ob es nicht sehr egoistisch ist, ein Kind zu wollen, für dessen Versorgung man vielleicht nicht stabil ist.
 
  • #89
Ja, so seh ich das auch. Ich kenne einige Mütter, die sagen, ihr Beruf ist viel einfacher als das Muttersein. Kann es sein, dass du das jetzt als so eine Art Ausflucht suchst, "dann wird alles gut"? Aber es ist anstrengend und erfordert Planung, und wenn dann doch eine Trennung ansteht, musst du vielleicht arbeiten UND ein Kind versorgen. Und das ist dann wirklich extrem viel.
Ich kenne ein paar Frauen, die ähnliche Probleme haben wie du und aus dem Grund sagen: ein Kind wär wohl nichts für mich. Einmal wegen Vererbung, und dann einfach wegen den Problemen im Alltag. Diese Einstellung finde ich persönlich sehr erwachsen, da denkt man wirklich darüber nach, wie das für die potenziellen Kinder wäre. Du siehst das ganze nur als eine Art Rettung vor deinem jetzigen Leben.
Ich würde bei deinen Probleme immer versuchen, diese besser in den Griff zu bekommen, z.B. Verhaltenstherapie zusätzlich zu Ritalin. Die Tabletten absetzen, obwohl du so schon nicht gut klarkommst, ist eher kontraproduktiv...
Also das finde ich jetzt ein bisschen unpassend. Ich kann gut mit Kindern und könnte einem Kind bestimmt emotional viel geben. Warum sollte jemand auch schlecht im Umgang mit Kindern sein, nur weil er im Job nicht gut ist? Ich verstehe nicht, wo da der Zusammenhang sein soll.
 
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