• #181
Ich bin eine Lehrerin, die auch die stillen leidenden Kinder sieht , gerade auch die Mädchen. Mir erzählen die Kinder auch alles und ich reagiere da sofort . Ich verbringe Nachmittage am Telefon um einen Ersttermin für einen Therapeuten auszumachen . Das ist mir wichtiger als ein perfektes Arbeitsblatt . Einige meiner Kollegen sind so andere nicht . Da heißt es dann „ wir können nicht die ganze Welt retten“.
Ich bin der festen Überzeugung dass ein empathischer Mensch ganz ganz viel im Leben eines Kindes bewirken kann. Ich erziehe auch meine Klasse so empathisch zu sein, hilfsbereit , kooperativ . Und alle kommen gerne : der Klassenraum ist ein sicherer Ort wo alle gesehen und angenommen werden.
 
  • #182
Guck Dir all die Leute mit schlecht erzogenen Kindern an, bei denne es nie am eigenen Kind/nie an der eigenen Erziehung liegt, sondern immer nur an der Umwelt, die das kindliche Genie nicht erkennt.
Die Zahl der Hochbegabten nimmt zu. Alles verkannte Genies... Dumm nur, wenn sie sozial auffällig oder nicht alltagstauglich sind und in der Schule auch die einfachsten Aufgaben wegen Unterforderung nicht hinbekommen.
 
  • #183
Also ich hatte ja den umgekehrten Fall , den chaotischen Hausmann, der mir nichts aber auch absolut nichts abgenommen hat . Er hat es in einem Jahr geschafft zweimal mittags etwas zu kochen , ansonsten lag er auf dem Sofa.
Er telefonierte auch mal während unser zweijähriger Sohn mit dem Laufrad auf die Straße fuhr . Ich kam gerade um die Ecke und mir blieb mein Herz stehen . Er wusste auch nicht wie man mit dem Notfallset umgeht, sollte unser Sohn aufgrund seiner Allergien einen allergischen Schock erleiden . Ich wollte keine äbergriffige, kontrollierende Mutter sein aber sein achtloses Verhalten hat mich in Angst und Schrecken versetzt . Er schlief auch einfach weiter während das Kleinkind unbeaufsichtigt durch die Wohnung krabbelte . Unser Sohn war ein sehr agiles , lebhaftes Kleinkind , dass man nicht eine Minute unbeaufsichtigt lassen konnte .
Ich hatte immer Angst , dass unserem Kind etwas passieren würde und er würde dann einfach sagen : Tut mir sehr leid .“
Liebe FS suche dir auf keinen Fall einen chaotischen Mann mit ADHS oder ähnlichen Tendenzen . Du musst einen gut strukturierten Mann suchen , der gut mit deinen Besonderheiten umgehen kann. Ich denke , dass es das gibt . Gib die Hoffnung nicht auf . Bedenke aber dass man als Mutter mit einem Baby und einem Kleinkind immer präsent sein muss und konzentriert . Keine Lust haben gibt es da nicht .
 
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  • #185
Also ich hatte ja den umgekehrten Fall , den chaotischen Hausmann, der mir nichts aber auch absolut nichts abgenommen hat . Er hat es in einem Jahr geschafft zweimal mittags etwas zu kochen , ansonsten lag er auf dem Sofa.

Liebe FS suche dir auf keinen Fall einen chaotischen Mann mit ADHS oder ähnlichen Tendenzen . Du musst einen gut strukturierten Mann suchen , der gut mit deinen Besonderheiten umgehen kann. Ich denke , dass es das gibt .
Die Konstellation ist dann umgekehrt. Natürlich kann sie suchen, aber ich würde das keinem Mann empfehlen - ist aber hier natürlich nicht die Frage.
 
  • #186
Leider stellt sich bei dir die Frage nach Familiengründung und einem bequemen Leben als Dauerhausfrau nicht. Denn du lebst nicht in einer Beziehung. Du hast noch nicht einmal einen Partner. Da ist noch nicht einmal ein Verehrer oder ein Kandidat für Dating und Kennenlernphase. Natürlich kannst du künstliche Befruchtung oder einen Ones in Überlegung ziehen, um deinen Kinderwunsch zu erfüllen. Aber dann bist du alleinerziehende Mama - ohne finanziell kräftigen Versorger!

In der heutigen Zeit, in der Männer von F+ zu Ones, Affäre und 6-Monatsbeziehung, wechselnde 3-Jahresbeziehungen hin und her wandern, hat dein Traum nur wenig Aussicht auf Erfolg!

Ich würde dir empfehlen im Hier und Jetzt zu bleiben und mit Therapeuten und Coaches vielfältige kreative Möglichkeiten zu entwickeln, wie du im Leben wieder glücklich sein kannst. Da gibt es auch das Thema Freizeit und Hobby! Freundeskreis. Es muss nicht unbedingt ein Kinderwunsch sein. Viele Weiterbildungen stehen dir offen. Teilzeit wäre eine Möglichkeit. Nur Beruf ist zu wenig! Das Leben hat soviel mehr zu bieten.


Meiner Erfahrung nach bist du für diese klassische Form der Versorgerehe tatsächlich 5-10 Jahre zu spät dran. Warum auch immer. Ein Studium hinderte dich ja nicht an einer frühen Eheschließung. Was lief schief in deinen Freundschaften und Partnerschaften?

Was das Thema Partnerschaft angeht, solltest du damit starten deine Bedenken loszulassen und dich einfach wieder trauen, Männer zu daten und näher kennenzulernen. Das Leben zu leben. Dann siehst du weiter. Auf Youtube gibt es so interessante Coaching Vorträge, die dir dabei helfen können. Ich mag beispielsweise @Stephanspeaks auf Facebook sehr gerne.

Und wenn dann doch 1 Kind kommt, dann ist es da und du wirst in Teilzeit weiter arbeiten. Rechne damit dass du nach kurzer Beziehung oder Anbahnungsphase (1-3-6 Jahre) dann plötzlich alleine verantwortlich bist für die Erziehung und Versorgung des Kindes. Und nach Gesetzesstand ist es dir zuzumuten in Vollzeit nach dem 3. Jahr des Kindes arbeiten zu gehen. Kommst du damit zurecht? Das wird sicher kein Zucker schlecken.

Ich denke, du kannst dein Glück privat und auch wechselnde Partnerschaften finden. Aber so naiv und blauäugig, wie du dir das vorstellst und wie die Kirche uns das so predigt, ist es nicht.

Finde deinen eigenen Weg! Finde dein persönliches Glück!
 
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  • #187
Aber kommt dieser Leidensdruck auch nicht oft von außen, von anderen Menschen , die Erwartungen an uns haben?

Mein Leidensdruck kam / kommt von innen. Klar, da kann man sagen, ich mache mir mein Leben unnötig schwer.
Manchmal ist ein Kind auch derart emotional belastet , dass es sich nicht konzentrieren kann. Ich versuche immer Hilfen zu finden aber oft ist es gar nicht einfach.
Du kannst es nicht erkennen - würde ich auch nie erwarten. Mir ging es nur um die grundsätzliche Einstellung.

So könnte die FS auch beruflich eine Nische finden, die ihr Spaß macht . Sie könnte beispielsweise eine Umschulung als Erzieherin machen, das müsste zu schaffen sein .
Das war auch so ein Gedanke von mir. Wenn sie meint, sie könne gut mit Kindern, warum nicht in diese Richtung denken?

Unsere beiden Kinder zu sozial kompetenten und empathischen Menschen erzogen zu haben und glücklich zu sein. Letzteres hört sich wahrscheinlich total platt und Banane🍌 an, ist aber tatsächlich eine bewusst getroffene Entscheidung wie ich mein Leben führen möchte.

Den ersten Teil möchte ich so bestätigen, den zweiten habe ich nicht geschafft. Aber die letzten drei, vier Jahre fängt das Blatt an sich zu wenden. Alles vorher liegt unter einer dunklen Wolke, durchbrochen von ein paar Lichtblicken (die Kinder).

Bei oberflächlich angepassten Kindern (kein offensichtliches, masssiv störendes Verhalten) guckt in der Regel kein Lehrer, kein Erzieher hin - Mitläufer der keine Probleme macht, hurra, mehr davon.
Das werden die Eltern erkennen müssen und dann schwierige Wege zu beschreiten haben, wenn sie zielgerichtete Förderung wollen.

Genau so ist es. Drei Kinder, die in der Schule völlig unauffällig mitgelaufen sind, sogar oft unter den Leistungsstarken und trotzdem - unterschwellig war da immer ein Ungleichgewicht spürbar. Das lief nicht einfach rund, da gab es Höhen und Abstürze ohne von außen ersichtlichen Grund.
Ich bin unendlich froh, dass die so langsam alle ihren Weg finden, teilweise mit Therapie und teilweise mit beruflicher Neuorientierung. Am besten hat es ausgerechnet der mit der deutlichsten Ausprägung geschafft. Aber bei dem war es auch am offensichtlichsten und Hilfe deshalb einfacher zu bekommen. Top Abi und demnächst 3. Staatsexamen. Ohne jemals Medikamente bekommen zu haben übrigens.

Liebe FS, bestehst du weiter darauf, dass Familienleben dein Weg sein soll? Das war ein Kraftakt, den ich keiner AD(H)S-Frau empfehle.
 
  • #188
Sich "in die Ehe retten" zu wollen, ist keine gute Lösung. Nicht wegen der Abhängigkeit, dafür gibt es ja so etwas wie Versorgungsausgleich und nachehelicher Unterhalt, wenn die Sache schief gehen sollte.
Um wirklich "Familienmanagerin" zu sein, musst du nämlich
zackig funktionieren, viel mehr wie als kinderloser Single. Das hat auch mit nicht emanzipiert zu sein gar nichts zu tun. Im Gegenteil, du bräuchtest viel Skills. Wenn diese wie vermutlich bei dir nicht vorhanden sind, bricht der Alltag ein und es herrscht Chaos. Kinder sollten nicht in so eine Situation hineingeboren werden.
Mit den Einschränkungen, die du mitbringst, also keine gute Idee. Als Familienfrau "musst du können", egal, ob du dich gerade krank oder schlecht oder müde fühlst. Gerade mit ADHS wirst du nicht den hohen Organisationsgrad und die Stabilität mitbringen, die du dafür bräuchtest.
Ich kann nicht so selbständig und flexibel sein, wie das im Sinn der heutigen Emanzipation verlangt wird.
Ja und? Mach, was geht und halse dir um Himmelswillen keine Familie mit Kindern auf. Nicht jeder muss total unabhängig sein und die große Karriere machen. Oder Familienfrau sein mit einigen Kindern und gutverdienendem vielbeschäftigtem Ehemann. Die Lösung liegt nicht darin, sich noch einen größeren Brocken vorzunehmen, wenn die einfache Variante (nur Job) schon nicht so richtig klappt.
Ich habe mich jahrelang bemüht, den richtigen Job zu finden und mein Leben auf die Reihe zu kriegen. Mir geht so langsam die Kraft aus, ständig gegen Misserfolge anzukämpfen.
Dann backe kleinere Brötchen und mach nur, was geht. Wir haben schließlich ein Sozialsystem, das auch weniger leistungsfähigen Menschen eine Teilhabe ermöglicht. Das heisst ja nicht, dass du deswegen keine Lebensqualität haben kannst. Viele Dinge, die Freude machen, kosten nichts oder nur wenig. Entwickle einen Blick dafür.
Verbessere deine menschlichen Beziehungen.
Und da ich sowieso gern eine Familie gründen möchte, wäre der altmodische Ernährer bei mir natürlich erwünscht.
Muss es denn der Ernährer sein? Wäre eine liebevolle, unterstützende Partnerschaft nicht besser? Muss denn ausgerechnet eine
Familiengründung her? Zu zweit und kinderlos zu leben kann auch sehr erfüllend sein, gerade dann, wenn die Kräfte begrenzt sind.
Noch einmal, es geht mir nicht um Faulheit oder Oberflächlichkeit.
Das würde ich auch nicht denken. Du solltest mit deinen Kräften haushalten und dir nicht zusätzliche Belastungen (Kinder, vielbeschäftigter Ehemann) aufhalsen.
Meint ihr, dass ich eine Chance habe, noch jemanden zu finden, der mich so nimmt, wie ich bin?
Natürlich, diese Chance hast du.
 
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