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Gast

  • #1

Wie sieht euer Suchraster aus? Wie geht ihr damit um?

Jeder hat seine intimen Wünsche und vor allem Bedürfnisse, was den zukünftigen Partner angeht. Nicht nur, was das Äußere betrifft, besonders Charakter, Werte, Bildung, Lebensumstände etc. sind ausschlaggebend.

Wie sucht ihr und wie geht ihr nun mit jenen Personen um, die euch anschreiben, aber außerhalb eures Suchrasters sind?

Nehmen wir an, dass ihr viele Zuschriften bekommt.
Lehnt ihr die "unpassenden" Personen kategorisch ab?
Oder seid ihr geneigt, euch dennoch auf ein vielleicht angenehmes Gespräch einzulassen und dann eventuell positiv überrascht zu werden.

Das Leben geht oft seltsame Wege - lasst ihr das zu oder bleibt ihr euren Richtlinien treu?
 
  • #2
Ich schaue als erstes auf die Fotos - also wer mir optisch gefällt. Dann lese ich mir die Profile durch und sortiere diejenigen aus, die stark von meinem Suchraster abweichen (z.B. zu weit weg wohnend, viel jünger als ich etc.). Bei den übrigen entscheidet dann der Gesamteindruck des Profils und der ersten Mail, ob ich Kontakt möchte oder nicht.

Wenn jemand sich mit der ersten Mail viel Mühe gegeben hat oder besonders nett/witzig schreibt, aber nicht in Frage kommt, schreibe ich eine "nette" Absage. Wenn jemand nur "Hallo" oder "Wie geht's" schreibt, wird er einfach gelöscht.

Auf Mailwechsel mit Männern, deren Profil mir nicht besonders gut gefällt, lasse ich mich nicht ein - dazu fehlen mir Zeit und Lust. Zwar bleiben dann wenige übrig, dafür freue ich mich auf die Dates dann aber auch wirklich.
 
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Gast

  • #3
Ich habe meinen Mann nach den Kriterien

- gute Gespräche
- gemeinsame Interessen
- Lebenseinstellung
- Lebensziele
- Gemeinsamkeiten auf der sexuellen Ebene
- ähnliches (wir haben sogar genau das gleiche!) Bildungsniveau
- Wertvorstellungen
- Hobbys
- Optik
- Vorstellungen von der Zukunft

.."ausgesucht". Es passt sehr gut und ich habe bis heute nicht bereut, ihn geheiratet zu haben.
 
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Gast

  • #4
- Ich habe eine Wohnung gekauft, die für mich zu groß ist, aber für 2 perfekt.
- Mein Auto hat 2 Sitze.
- Mein Geld und vor allem meine Zeit reichen für einen weiteren Menschen.

-> zwangsläufig wird jeder gekickt, der in mein Leben noch einen oder mehrere weitere Menschen platzieren will. Fotos/Aussehen spielen für mich keine übergeordnete Rolle.
 
G

Gast

  • #5
An erster Stelle steht die Entfernung. Alles über 100 km ist kaum realisierbar. Auch wenn ein Mann seine Zeit und sein Geld investieren will, käme dadurch ein Gefälle im Geben und Nehmen zustande, dass ich für eine Beziehung auf Augenhöhe in der Testphase für tödlich bzw. unerträglich halte.
Dicht gefolgt wird dieses Kriterium vom Optik-Check. Ja, ich stehe zu diesem Anflug von Oberflächlichkeit. Es muss nicht das klassisch schöne kantige Gesicht sein, und ich habe kein NoGo, was Haar- oder Augenfarbe betrifft. Der Gesamteindruck muss mich irgendwie ansprechen.
Ohne einen charmanten, ungewöhnlichen Text geht allerdings noch gar nichts. Die Art, sich schriftlich zu präsentieren sagt so viel über die Person aus, dass es mir sogar wichtiger ist als Berufsbild und ähnliche Freizeitaktivitäten. Ein paar Unterschiede in dieser Hinsicht bringen Spannung in eine Partnerschaft und stören nicht, wenn man den Menschen dahinter als solchen bewundern und respektieren kann.
Zuletzt sollten Kommunikation und Terminabsprachen mit einer gewissen Leichtigkeit vonstatten gehen.
Ob man dauerhaft mit den Macken des anderen leben kann, zeigt sich m.E. erst im Versuch.

Erfahrungswert einer glücklich verheirateten Freundin: bei ihren langjährigen Beziehungen vor der Ehe hat sie stets etwas am Mann gestört. An ihrem Ehemann aber gab und gibt es einfach keine Reibungspunkte, keinen Haken, kein Quentchen eines leisesten Zweifels.
Die Frage ist, ob man unter diesem Gesichtspunkt nicht doch manche unperfekte Beziehung wagen kann, allein wegen ihres Erfahrungscharakters und für das persönliche Wohlgefühl, in dem Wissen, dass der Richtige derzeit möglicherweise noch gar nicht bereit steht.

Für ungewöhnliche Vorschläge bewahre ich mir daher immer eine gewisse Offenheit und realisiere sie, wenn sie sich richtig anfühlen... w 36
 
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Gast

  • #6
Ich habe zwar ein sog. Suchraster, aber leider erschließen sich manche Dinge erst während der Beziehung. Ich versuche zuerst über das Profil herauszufinden, ob es dem anderen auch ernst ist oder ob er nur etwas fürs Bett/die Freizeitgestaltung sucht. Die, die es nicht so ernst meinen, schreiben meist nur wenig im Profil und sind auch bei der Altersvorstellung der Frau sehr diplomatisch. Kategorisch ab lehne ich weit jüngere/ältere Männer und Männer, die mit ihren Kindern leben. Weit jüngere Männer suchen oft nur eine erfahrene Sexpartnerin, ältere Männer sind oft unreif und/oder Machos und wenn die Kinder mit im Haushalt leben hätte ich Angst abgelehnt zu werden. Damit könnte ich nicht umgehen.
Das Aussehen finde ich eher nebensächlich, ob es funkt, entscheidet sich dann beim persönlichen Treffen.
 
  • #7
Ich habe Männer, die in mir wichtigen Punkten nicht meiner Vorstellung entsprachen, gleich verabschiedet. Ich finde es leichter, sich im nüchternen Zustand (also nicht-verliebt) zu überlegen, welche Wünsche man für eine Partnerschaft und an einen Partner hat und dann auch aktiv danach zu suchen.
Für mich war wichtig:
- keine Kinder (da ich eigene Kinder haben wollte und Patchworksituationen tendenziell kompliziert sein können)
- Altersunterschied höchstens +- 5 Jahre (auch wegen Kinderwunsch)
- kein Motorradfahrer
- kein Anhänger von Esoterik inkl. Astrologie

Offener war ich bei Berufen, auch wenn mir Männer mit technischen Berufen (Ingenieur, Informatiker) grundsätzlich lieber waren. Nicht wichtig waren mir Körpergröße und auch nach Bild habe ich nicht vorsortiert (ich kann erst bei der persönlichen Begegnung sehen, ob mir jemand gefällt).

Ich hatte mit diesen Vorgaben immer noch sehr viele Partnervorschläge und habe auch einen hervorragend passenden Mann gefunden.