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Gast

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  • #1

Wie sind eure Erfahrung ist zu viel Nähe in der Partnerschaft ungesund?

Mein Freund und ich beide 50 führen seit ca. 8 M. eine Fernbeziehung. Wir sind in der letzten zeit sehr oft zusammen.wir fahren jetzt das 4. Mal zusammen in den Urlaub. Mein Freund ist beruflich sehr Flexibel, er ist des öfteren dann 2 Wo. bei mir. Eigentlich finde ich es sehr schön, aber manchmal engt es mich auch ein weil ich auch noch berufstätig bin.Ist es normal, oder geht das alles zu schnell mit uns beiden. Ich habe Bedenken wenn es zu schnell und zu viel ist, geht es vielleicht auch wieder schnell auseinander, weil man sich zu sehr einengt.Wie sind eure Erfahrungen?
 
  • #2
1. Nähe ist vom Prinzip her nicht ungesund, sondern fördert die Paarbildung.
2. Wenn es sich für Dich persönlich nach "zu viel" anfühlt, dann ist es wohl aber für Dich zu viel.

Ich kann schon nachvollziehen, dass man als berufstätiger Mensch nicht unbedingt "Gastgeber" für den neuen Partner sein möchte, wenn man sich gar nicht wirklich um ihn kümmern kann und den Haushalt auch nebenbei führen muss. Ich finde, das kann man auch klar sagen und lieber öfter zusammen Urlaub machen, vorallem die Wochenende zusammen verbringen, aber werktags eben nicht.
 
  • #3
Ihr beide habt wirklich ein Luxusproblem, liebe Fragestellerin. Die meisten, die in einer Fernbeziehung leben, leiden darunter, dass sie sich nicht oft genug sehen und höchstens im Urlaub längere Zeit miteinander verbringen. Dass man trotz Fernbeziehung das Problem von zu viel Nähe hat, lese ich hier zum ersten Mal.

Grundsätzlich kann man nicht sagen, dass zu viel Nähe oder zu viel Distanz in einer Partnerschaft ungesund ist. Ungesund ist nur eine Situation, in der beide unterschiedliche Auffassungen über das richtige Maß haben. Ich sehe aber nicht unbedingt, dass das bei euch beiden der Fall ist. Hat denn dein Freund ein Problem damit, dass du arbeiten bist, wenn er längere Zeit an deinem Wohnort ist? Wenn ja, dann hat er eine unrealistische Anspruchshaltung, denn schließlich musst du ja zur Arbeit gehen. Außerdem hat er doch bestimmt auch selbst was zu tun tagsüber; er lebt sicherlich nicht nur von Luft und Liebe. Sonst soll er sich "sinnvoll beschäftigen" - wie es früher in der Schule immer hieß, wenn der Lehrer krank war.
 
  • #4
Eigentlich finde ich es sehr schön, aber manchmal engt es mich auch ein weil ich auch noch berufstätig bin.

"Eigentlich" ist typisch weiblich und hinterher kommt ein "aber". In Deinem Fall ist das die Einengung. Wie sieht die aus? Du kochst, machst den Einkauf, den Haushalt, damit er sich bei Dir wohlfühlt und dann willst Du auch noch schön und sexy für ihn sein?
Wenn das der Fall sein sollte, dann muss er lernen, dass er bei Dir nicht in Volllpension im Hotel ist mit anschliessendem "Kopfkissendienst". Frau kann von ihm erwarten, dass er sich an den häuslichen Abläufen aktiv beteiligt, und zwar zu 50 % - will heissen: Das Essen könnte auch mal auf dem Tisch stehen, wenn Du nach Hause kommst etc...
Dann hat er auch nicht so viel Langeweile und kommt ggf. nicht auf "dumme Gedanken"...
 
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