• #1

Wie sind Eure Erfahrungen mit Familienaufstellungen?

Höre immer wieder von erstaunlichen Erfahrungen und Erkenntnissen, die man bei sog. Familienaufstellungen gewinnen kann. Wer kann von seinen Erfahrungen berichten?
 
G

Gast

  • #2
Hallo Klaus,
ich war sowohl schon Aufstellender, als auch Aufgestellter. Wichtig ist, dass Du einen für Aufstellungen geschulten Psychologen hast, der das leitet. Es ist unglaublich, wie man sich in so einer Rolle in die Personen hineinversetzen kann, ohne dass man sonderlich viel darüber weiss. Ich habe sehr positive Erfahrungen mit Aufstellungen gemacht und kann das nur empfehlen. Man ist in der Aufstellung heftigen Gefühlen ausgesetzt, aber es lohnt sich (sehr befreiend, es werden bisher unbekannte Zusammenhänge klar, Lasten fallen von einem ab). Habe den Mut und traue Dich!
Gruß,
AJ
 
G

Gast

  • #3
Entschuldige meine Unwissenheit, der Begriff ist mir völlig Fremd und nachdem ich das auch in der Wikipedia nachgeschlagen hab ist mir völlig Rätselhaft was damit gemeint sein könnte. Erklär die "Familienaufstellung" doch mal bitte allgemeinverständlich und wenn du schon dabei bist... Wozu soll man da Leute in einen Raum stellen und wo kommen diese her?
 
  • #4
kenne 2 die es gemacht haben, sie sagen es ist eine tolle sache und man bekommt echt dinge präsentiert, auf die man nie selbst gekommen wäre.
Ist sehr oft mit viel gefühlen und tränen verbunden.
 
  • #5
@#2: Siehe Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung

Ich halte das für gefährlichen Mumpitz. Nicht jedes Detail, jede Offenheit stabilisiert eine Familie und gerade wenn problembelastete Familien so etwas durchführen, kann es ebenso gut zur Zerrüttung, Suizidgedanken bis hin zu helfenden Einflüssen führen -- nur leider ist das nicht absehbar.

Meines Erachtens sollte man sich diesem Risiko nicht aussetzen. Ich sehe auch keinen konkreten Nutzen, der nicht auch durch ungefährlichere Formen der Psychotherapie und Familienberatung leichter und sicherer erlangt werden könnte.
 
G

Gast

  • #6
Ich habe mal dabei mitgemacht (nach Helbinger oder wie er auch immer heißt) und am 2. Tag so wahnsinnige Rückenschmerzen bekommen, wie ich sie nie zuvor hatte! Keiner der beiden Aufsteller hat mich da irgendwie aufgefangen, was ich sehr verantwortungslos finde.
Ich kann es niemandem raten - mir ging es danach schlechter als je sonst in meinem Leben.
So etwas sollte verboten werden.
C
 
G

Gast

  • #7
Ich denke, es ist wie mit Therapeuten, Lehrern und Erziehern. Habe einen guten und der Effekt kann erstaunlich positiv sein.

Ulrike
 
G

Gast

  • #8
Halte ich für hochriskant. Natürlich geht nicht jedes Mal etwas schief, aber selbst wenn man an Fachleute gerät ist das noch lange keine Garantie, dass das ganze ohne Schaden abgeht. Gab dazu auch vor kurzer Zeit in der emotion einen interessanten Artikel zu. War interessant, welches Selbstbild diese Aufsteller haben.
 
G

Gast

  • #9
@Frederika: Da hab ich (#2) ja nachgesehn und bin nicht schlau draus geworden. Da werden Leute in einen Raum gestellt (Dekorativ in den Ecken verteilt, oder wie? Und wozu das?) die dann irgendwas darstellen sollen (was? wozu?) und schwupps gehts allen besser? Ich verstehe weder das Prinzip noch den Sinn des ganzen.
 
  • #10
@#8: Du hast es so etwa erfaßt. Das ganze ist esoterischer Mumpitz und die sogenannte Theorie dahinter unbelegter Psycho-Quatsch.

Mit einem guten Therapeuten, der kraft Talent oder Glück für eine konkrete Familie die Probleme erfaßt, kann das etwa so viel bringen wie jede andere Gesprächstherapie auch, aber mit einem schlechten Therapeuten kann das ganze gewaltig in die Hose gehen, weil letzlich dabei eben auch Außenseiterpositionen und persönliche Mängel spürbar werden.

Ich halte das für gefährlich und überflüssig. Falls es konkrete Probleme gibt, sollte man erst miteinander sprechen, das ist kostenlos und ungefährlich, und wenn das nicht hilft, kann man sich für einzelne, konkrete Probleme immer noch gezielte Beratungshilfe holen.
 
G

Gast

  • #11
@Frederika- ich finde es immer wieder erstaunlich wie du bei Themen von denen du öffensichtlich keine Ahnung hast die große Keule schwingst und nebenbei auch noch beleidigst ohne das wirklich zu bemerken.

Wenn ich mir denke wie oft die Schulmedizin danebengreift, wie oft Menschen Jahre damit zubringen zu einem Therapeuten zu laufen und ihm am Ende nur das Geld in den Rachen schieben frage ich mich schon, wieso es ein KO-Argument sein soll wenn eine Methode ein Problem zu lösen bei dem ein oder anderen nicht greift. Aber schon klar- ohne den Segen der weißen Götter sind solche Methoden einfach nichts wert. Heilen kann nur wer einen Titel hat.

Familienaufstellung heißt nichts anderes als die Möglichkeit zu schaffen ein persönliches Problem aus der Vogelperspektive zu betrachten. Zu sehen wie es anderen in dieser Situation geht, welche (einem selbst nicht bekannten) Gründe sie zu einem Verhalten bringen oder zwingen und wie man sich selbst (nach dem Prinzip: verändere ich mich (Aktion) verändern sich auch der andere (Reaktion)) in eine andere Position begeben kann um eine Besserung der Situation herbeizuführen. Genau wie man eine schwere Rechnung zu Papier bringt um sie Lösen zu können stellt man mit Hilfe anderer Menschen die mit dem Problem nicht in Verbindung stehen (also Urteilslos an das Thema rangehen) die Situation bildlich da. Der "esoterische Mumpitz" daran ist, dass man wissenschaftlich nicht erklären kann wieso Menschen die mit dem Thema nichts zu tun haben, die Emotionen der Person die sie dastellen fühlen können.

Ich will nicht bestreiten, dass es auch schief gehen kann, dass es einem Aufstellungsleiter an Einfühlungsvermögen und Können mangeln kann. Aber das Rezept kann nichts dafür, dass der Koch schlecht ist.

Egal ob man sich nun an einen Therapeuten oder einen Familienaufsteller wendet um an einem persönlichen, unter Umständen schwer belasteten Thema zu arbeiten. Es ist wichtig, dass man sich gut aufgehoben fühlt und der Meinung ist sich gefahrlos öffnen zu können. Überall im Land verteilt gibt es Aufstellungsgruppen die die Möglichkeit bieten sich das ganze erstmal anzusehen ohne etwas von sich oder seinen Problemen auf den Tisch legen zu müssen- wenn man da zu dem Schluss kommt, dass man sich in dem dort gebotenen Rahmen nicht wohl fühlt steht es einem frei nicht mehr zu kommen. Wenn man Wunderheilungen erwartet oder glaubt hier ohne persönlichen Einsatz oder dem Willen wirklich etwas zu verändern einfach eine Lösung präsentiert zu bekommen, irrt man aber.
 
G

Gast

  • #12
Klaus, das ist eine gute Methode mit bestimmten Personen und somit mit sich ins reine zu kommen aber auch sehr anstrengend - dazu muss man bereit sein. Ich empfehle Dir, erst einmal bei einer Aufstellung als Aufsteller dabei zu sein und sich das anzuschauen. Wenn Du dich selbst aufstellen lassen willst, dann rate ich Dir, besonders wenn Du Dich im Moment psychisch nicht so gut fühlst bzw. eh nicht so stabil bist, einen Psychologen an der Hand zu haben der mit dieser Methodik vertraut ist um Dich auch danach aufzufangen, wenn es erforderlich ist.
 
G

Gast

  • #13
@#10 Das etwas "schief" gehen kann, in der Form, dass ein Familienmitglied Suizid nach einer Aufstellung beging, ist doch ein recht gewaltiges Risiko. Ich stimme denen zu, die ein Verbot dieser Familienaufstellungen fordern.
Viel besser ist es doch, das Gespräch mit seinen Verwandten zu suchen, um über Familienstrukturen besser in's Bild gesetzt zu werden.
 
G

Gast

  • #14
Lieber Klaus, auch ich möchte dich vor Aufstellungsarbeit warnen: Ich kenne viele, die Monate gebraucht haben, die Dinge, die in der Aufstellung heraus kamen zu verarbeiten...Das Problem dabei ist, dass du zwar unmittelbar nach der Aufstellung Hilfe bekommst, aber manches sich erst später zeigt - und da bist du dann allein... Habe gehört, dass deutsche Familienaufsteller bei Traumatherapeuten angefragt haben, ob sie sich dazu bereit erklären, die von ihnen traumatisierten Menschen aufzufangen.... also mir wäre es zu gefährlich... es gibt wesentlich sicherere Methoden, mit sich selbst, seinen Erfahrungen und seiner Familie ins Reine zu kommen, es muss ja nicht unbedingt eine "hau-ruck-Geschichte" mit einer 50/50 Chance sein...
Liebe Grüße
Luise
 
  • #15
@#10: Ich finde es ziemlich frech, dass von Dir hier persönliche Angriffe kommen anstatt auf die Sachlage einzugehen. Reiß Dich einfach mal zusammen und bringe Argumente anstatt andere Teilnehmer persönlich anzugreifen.

Im übrigen kann man esoterischen Mumpitz durchaus erkennen, ohne jede einzelne spezielle Methode studiert zu haben. Die Gefahrenlage bei Familienaufstellungen ist eindeutig und mein Rat ist einfach, kein Risiko einzugehen. Es gibt bessere und gefahrlosere Varianten, Probleme innerhalb von Familien zu lösen. Die sollten genutzt werden.
 
G

Gast

  • #16
Die böse #10 is es:

@#12 Zum einen: wie oft passiert es wirklich, dass sich jemand nach einer Aufstellung umbringt- von was für einem Risiko reden wir hier überhaupt? Wie gesagt läuft man bei jeder Therapieform Gefahr an jemanden zu geraten der seine Sache nicht beherrscht. Es gibt zick Dinge auf der Welt die weitaus lebensbedrohlicher sind.
Zum anderen: Natürlich ist es wünscheswert, dass man das Gespräch in der Familie sucht. Aber wie oft ist das nicht möglich? Wie oft werden da Dinge verschwiegen, unter den Teppich gekehrt? Und dann steht man vor dem Problem- man selbst möchte etwas ändern, etwas verbessern, aber die anderen ziehen nicht mit, wollen nicht oder können nicht. Was dann? Sich damit abfinden, sich einreden, dass man wohl selbst das Problem ist? Joa, klingt nach einer tollen Lösung.

@Frederika Das Darfst du gerne so empfinden. Jedoch sagst du ja selbst, dass du dich mit dem Thema nicht wirklich beschäftigt hast - es kann also kaum beleidugend sein wenn ich das sage, ist ja die Wahrheit. Und das ich mich durch deine Worte beleidigt fühle und das zum Ausdruck bringe steht mir genauso zu wie dir. Ganz Abgesehen davon hat sich nur ein Bruchteil meines Postings auf dich bezogen, alles andere war sehr Themenbezogen.

Ich erwarte ja nicht, dass du es studierst oder dich irgendwie genauer damit beschäftigst. Dann bist du aber nun mal auch nicht in der Lage Aussagen wie "Die Gefahrenlage ist eindeutig" zu treffen, denn das kann man eben nur machen wenn man sich mit einem Thema auch wirklich befasst hat. Und genau das meine ich mit der Keule- dieses Verhalten ist schlicht vermessen.
 
G

Gast

  • #17
Applaus an #15

Du hast auf die Gefahren hingewiesen. Du hast die Familienaufstellung als eine von vielen möglichen Problemlösungsstrategien vorgestellt, da du sie kennst. Und du hast diese Methode (eingeschränkt) als durchaus erfolgreich dargestellt. Keine Formulierung war absolut. Keine Formulierung beansprucht die Familienaufstellung als alleingültige Wahrheit.

Meine Freundin (jahrelang in therapeutischer Behandlung) nahm zweimal an solchen Familienaufstellungen teil. Erst hier konnte sie verstehen, was ihre Mutter dazu bewegte, sie abzulehnen, was ihre Großmutter bewegt haben mochte, sie zu schlagen. Natürlich haben diese Erkenntnisse nicht den Anspruch auf Richtigkeit, sondern eröffnen nur Möglichkeiten über Beweggründe anderer. In diesem Fall ermöglichten sie meiner Freundin, Mutter und Großmutter ansatzweise zu verstehen. Und nur durch dieses Verständnis kann sie heute verzeihen und sich selbst annehmen.

Dies ist ein positives Beispiel. Nichtsdestotrotz: Vorsicht.

Ulrike
 
A

Annette

  • #18
Familienaufstellung gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird in Therapien oft angewendet. Auch bei ganz einfachen Alltagsproblemen.

Ich empfehle Dir, Dich mit Menschen zu unterhalten, die es schon gemacht haben. Nicht mit denen, die gar nicht wissen wovon sie reden oder was sie gerade abwerten.
Auch ein Gespräch mit einem Therapeuten könnte Deine Fragen beantworten.
Wichtig scheint mir, dass er erfahren ist, eine gute Ausbildung hat und auch sonst ein feinfühliger Mensch ist. Doch vor allem, dass Du Dich bei Ihm wohl fühlst und ihm vertraust. Da kann es hilfreich sein, sich mit mehreren zu unterhalten und Du bekommst schnell ein Gefühl, wer richtig für Dich ist.

Ansonsten: teste es oder sieh Dir eine Aufstellung als Gast an.
Es ist meist überwältigend, was Du erlebst.
Eine wertvolle und oft sehr erfolgreiche Erfahrung, die weit über herkommliche Gesprächstherapien hinaus gehen kann.
 
  • #19
Oh Mann, diese Empfehlungen hier sind wirklich schon gefährlich. Mit diesem Mumpitz wird Geld verdient, der Nutzen für die zahlenden Betroffenen ist grenzwertig und stark umstritten, die Gefahren bekannt. Aber bitte, soll jeder selbst seine Erfahrungen machen...
 
G

Gast

  • #20
@ Frederika

Erkläre doch bitte "Mumpitz" in diesem Zusammenhang.
 
  • #21
@#19: Es handelt sich um eine wissenschaftlich nicht belegte, bisher nicht eingehend studierte, überwiegend schlichtweg ausgedachte und psychologisch unfundierte Methode, die in den esoterischen und psychosektiererhaften Bereich einzuordnen ist. Ich zitiere aus Wikipedia eine Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Beurteilung des Verfahrens:

"Die den Stellvertretern zugeschriebene Fähigkeit, die seelische Wirklichkeit des zur Debatte stehenden Systems wahrheitsgetreu abzubilden, beruhe auf trivialen, wenngleich interessanten menschlichen Fähigkeiten, aber auch auf typischen Fehlinterpretationen, auf Suggestion, Illusion und Manipulation."

Insgesamt also Scharlatanerie...
 
M

Michael

  • #22
Systemische Therapie, wovon die systemischen Aufstellungen ein Teil sind, genießt mittlerweile wissenschaftliche Anerkennung.
http://www.systemische-gesellschaft.de/presse.php?y=2&mod=single&pfi_id=76
Artikel: Systemische Verbände begrüßen die Anerkennung der Systemischen Therapie durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie

Da steht etwas mehr drin als Wikipedia-Wissen. Und "gefährliche Empfehlungen" können durchaus auch von denen ausgehen, die es als "Mumpitz" verschreien.

Meine Empfehlung: frage die, die es schon gemacht haben. Und sammle sowohl positive wie auch negative Erlebnisse, nimm als Gast und Stellvertreter daran teil - und mach Dir dann ein Bild.
 
  • #23
Ich danke Euch für Eure engagierten Beiträge. Ich bin mir der Risiken bewusst und denke, dass es hilfreich ist, wenn man schon (anderweitige) therapeutische Erfahrung hat, also nicht ins kalte Wasser geworfen wird.
 
G

Gast

  • #24
Nachdem ich inzwischen 2 Jahre Therapie hinter mir habe und es keinen wirklichen Erfolg gebracht hat, überlege ich auch gerade, eine Aufstellung machen zu lassen. Dafür informiere ich mich über Ausbildungen, Erfahrungen anderer etc.

Men Therapeut hat mir auch zugeraten - nach sorgfältiger Auswahl. Auch wissend, dass er mich jederzeit auffangen kann, wenn Schlimmes zu Tage tritt.

Gespräche mit Eltern bringen nicht viel - wobei ich mir durchaus bewusst bin, dass beide keine angenehme Kindheit mit teils schlimmen Erfahrungen hatten.

Ich achte allerdings darauf, dass es kein Therapeut ist, der nur und speziell nach Hellinger aufstellt. Den von dem habe ich zunehmend negatives gehört.
 
S

susann

  • #25
Als Familientherapeutin nutze ich diese Methode mal mehr und mal weniger. Wenn ein Klient in die Beratung kommt, dann hat er erkannt, dass er ein Problem hat bei dem er Hilfe benötigt. Niemand kam bisher zu uns und hat eine Familienaufstellung verlangt. Die Aufstellung ist ein Mittel um an Probleme (meist Beziehungsstörungen) heranzukommen, die nicht verbalisiert werden können. Aber sie ist immer engebettet in eine lange Beratungszeit. Oft werden die Menschen mit Themen und Gefühle konfrontiert die sie während und nach der Aufstellung sehr berühren. Aber es ist ein Prozess und es folgen weitere Sitzungen in denen der Klient aufgefangen und gestützt wird. In der Regel können dann erst die tatsächlichen Familienprobleme gelöst werden. Ich hab damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Natürlich fühlt sich die Aufstellung ansich nicht immer gut an und oft fließen Tränen, aber das ist beim Zahnarzt auch so. Entscheidend ist das Ergebnis. Ich habe auch solche Meinungen gehört wie die von Fredericke aber die sind ganz häufig von Menschen geäußert wurden, die Angst davor haben mit den eigenen verschütteten Gefühlen in Kontakt zu kommen. Wenn solche Menschen eine Aufstellung machen und nach einer oder zwei Sitzungen die Beratung abbrechen, ist das die eigentliche negative Erfahrung. Wenn sie den Weg nicht bis zu Ende gehen, dann wurden sie nur mit schmerzhaften Gefühlen und tiefsitzenden Probleme konfrontiert- und Schluß. Natürlich ist das dann negativ und dann würd ich es auch als "Mumpitz" bezeichnen. Aber so soll es ja nicht sein, denn man verlässt seinen Zahnarzt auch nicht mitten in einer Wurzelbehandlung. Und so wie überall, gibt es gute und schlechte Familientherapeuten und nicht jede Methode ist für jeden geeignet, das liegt dann in der Verantwortung des Therapeuten. Vielleicht sollten hier eher die Therapeuten im Kreuzfeuer stehen und weniger die Methode. Achso, nicht jede Methode muß durch Studien belegt werden...
 
G

Gast

  • #26
Ich stimme Susann zu. In manchen Psychiatrischen Kliniken werden Methoden wie Familienaufstellung längst anerkannt und mit in die Therapie eingebunden. Jede Therapie sei es nun die Zahnarztbehandlung, eine O.P., oder eben auch eine Psychotherapie hat ihre Risiken. Wer sich in psychiatrischer Behandlung befindet sollte Rücksprache mit seinem Psychiater halten. Ich kenne einige Psychiater und Psychologen, die Familienaufstellungen als zusätzliche Methode unterstützen und den Patienten dabei begleiten .