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  • #1

Wie sind eure Erfahrungen mit Hausbau?Lohnen sich die Mühen?

Hallo, wir überlegen zu bauen. Kosten zwischen 600000€ und 800000€ inkl.Grundstück. Mussten feststellen dass bauen sehr teuer ist. Wir sind eine Familie mit einem Säugling und einem Kind das immer mal am Wochenende da ist. Fakt ist, wenn wir bauen würden müsste ich als momentane Hausfrau auf mein Hobby verzichten, Urlaub wäre sowieso nicht drin, momentan gehen wir kaum in Urlaub. Das wäre dann auch nicht mehr machbar. Ich frage mich: Möchte ich wirklich arbeiten, mich um Kinder kümmern und Haus putzen (mein Mann ist sehr sehr pingelig) als Lebensinhalt und sonst nichts mehr haben? Versteht mich nicht falsch, ich liebe mein Kind und generell Kinder, ich habe auch ohne Arbeiten gewisse Einnahmen. Jedoch finde ich die Kosten von 400000-500000€ für eine Haus doch sehr viel. Wie habt ihr das gemacht?
 
  • #2
Man kann Häuser und/oder Grundstücke nicht miteinander vergleichen, wenn man nicht Ort und Lage kennt. Rein auf dem Papier sieht euer Preis erst einmal überdurchschnittlich teuer und wenig durchdacht aus.
 
  • #3
Wir haben uns auch gegen den Hausbau entschieden, da uns dieser zu unberechenbar gewesen wäre, Stattdessen haben wir Immobilien gekauft. Folgende Überlegungen waren für uns wichtig:
- wir möchten in spätestens 15 Jahren schuldenfrei sein können; mit Sondertilgungen und erhofften/angenommene Gehaltssteigerungen womöglich auch in 10 Jahren. Das solltet Ihr Euch auch überlegen, spätestens in 17-18 Jahren müsst Ihr euer Kind beim Studieren unterstützen, da braucht Ihr wahrscheinlich wieder Geld...
- Da mein Mann 98% des Einkommens beiträgt, ist es wichtig, dass ich auch in seinem Todesfall die Immobilien halten kann. Bei Euch ist ja ähnlich, nur dass sogar noch ein Kind im Spiel ist! Deshalb solltet Ihr eine ausreichende Risikolebensversicherung abschließen, so dass Du in jedem Fall das Haus abzahlen kannst, ggf. kann es auch sinnvoll sein, Teile des Hauses zu vermieten oder die Möglichkeit der Vermietbarkeit zu schaffen, so dass Du auch diese Option im Ernstfall hättest!

- Ggf. solltest Du auch frühzeitig wieder arbeiten (auch wenn es nur eine geringe Teilzeit ist; der Arbeitgeber muss erst Deinen Vertrag aufstocken, ehe er andere neu einstellen darf- TzBfG, 2. Abschn,, §9)
- Kauft keinen "Palast", wenn Du kein Putzteufel bist oder leistet Euch eine Haushaltshilfe. Ich habe mich schlichtweg geweigert 350m² zu putzen, auch wenn ich "Zeit" dafür hätte. Sorry, das ist eben nicht meine Welt. Wenn es bei Dir ähnlich ist und so klingt es, dann fällt eine Entscheidung diesbzgl: entweder Haushaltshilfe oder max. 150-180m² Wohnfläche.

Alles Gute!
 
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  • #4
Liebe FS,

Du klingst als ob Du eigentlich fragst: "Mein Mann will ein Haus bauen, aber ich kann mir ein Leben nur mit arbeiten, Kindern und putzen nicht vorstellen, zumal ich für das Putzen allein zuständig bin und ich meinen Mann da zufrieden stellen muss, was eh jetzt schon schwierig ist. Soll ich gegen mein schlechtes Gefühl dem Hausbau zustimmen?"

Und darauf ist die Antwort klar: Nein.

Es geht weniger um den Hausbau, als darum, dass das Lebensmodell, in das Du dann gezwungen bist, Dir nicht gefällt. Kläre die Umstände unbedingt vorher: Wer gibt das Geld wofür aus. Wer ist für die Kinder zuständig. Wie oft wird in Urlaub gefahen und käme eine Putzhilfe in Frage? Wenn Du merkst, dass Dein Mann verständnislos reagiert, bzw. seine Idee durchsetzten will ohne Deine Bedürfnisse ernst zu nehmen, dann sage klar und deutlich "Nein". Wenn das erst angefangen hat, kann man ohne große Einbußen schlecht zurück und soweit Du in eine ungeliebte Rolle gedrängt bist, ist es unter Hausbau-Bedingungen fast unmöglich, da wieder raus zu kommen. Danach bist Du in der Rolle und dann ist es zu spät. Ihr wärt nicht die erste Familie, die sich beim Hausbau übernehmen und deren Ehe daran scheitert. I.d.R. musst Du 10-20% draufschlagen für alles unvorhergesehene. Bei der Erstkalkulation bleibt es kaum.

Euch gute Entscheidungen

w
 
  • #5
So teuer ? Nach heutiger Marktlage ? - das geht auch billiger.

Informiert Euch z.B. über Fertighäuser. Die gibts auch in sehr gut, aber nicht so teuer.
Fragt am besten Eigentümer von Fertighäusern. Welche Erfahrungen ? Wie zufrieden ?

Ja, "man baut nur einmal im Leben" - aber es muß auch auf Dauer bezahlbar sein.
Mein Nachbar baute viel zu teuer - die Schulden bekommt er zeitlebends nicht mehr los, trotz gutem Einkommen.

Der Vorteil ist im eigenen Alter. Das Eigenheim muß da abbezahlt sein. Als Rentner mietfrei wohnen.
Dann ist es egal, wie die Mieten steigen.
 
  • #6
@FS
Ich habe auch gebaut und habe 240qm zur Verfügung. Geplant war eine Tilgung über 15 Jahre. Durch unvorhersehbare Dinge ist das nun nicht ganz einzuhalten, aber ich muss wegen dem Haus nicht wirklich kürzer treten. Bereits beim Hausbau hatte ich Bedenken. Bedenken, wie ich sie auch aus deiner Frage heraushöre. Zum einem wäre da die Frage, könnt ihr euch ein Haus wirklich leisten. D.h. Urlaub sollte schon drin sein. Zum anderen stellt sich die Frage, wird das Haus euer Lebensinhalt oder bleibt daneben Platz für andere Dinge?. Du hast diesbezüglich ja Bedenken. Beide Fragen scheinen bei dir ein Problem zu sein. Wie gesagt, auch ich hatte Bedenken bezüglich meiner Ex die sich dann auch bewahrheiteten. Jedoch bin ich in der komfortablen Situation, ich kann mir das Haus auch allein leisten.
 
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  • #7
Nein, weil:

- das Haus ist vielleicht erst mit eurer Rente abbezahlt bzw. eure Kinder und Enkel müssen dieses Haus weiter zahlen, bauen, renovieren, restaurieren. Nach 20,30 gehen die ersten Sachen kaputt (Fenster, Dach, Boden, Wände, Garten) und man kann von vorne anfangen mit restaurieren - was dann natürlich eure Kinder machen und zahlen müssen! Bei Einzelkind sieht es duster aus. Also würde ich zumindest ein fettes Sparbuch und Lebensversicherung hinterlassen, damit eure Nachkommen nicht eines Tages in Armut dastehen!

- evtl. später Streit ums Haus bei mehreren Kindern. Wer soll das Erbe bekommen?

- Kinder sind ein Leben lang an das Haus gebunden, es wird fast schon abverlangt, dass sie das Haus übernehmen, damit können die Kinder nie weg zum studieren, ins Ausland ziehen, unabhängig sein, mal hier, mal da wohnen, oder andere Dinge tun, die sie gerne tun würden. Man ist gebunden, bleibt abhängig. Ein Haus fördert beinahe die Unselbstständigkeit.

- ihr müsstet ein Leben lang zusammen bleiben. Scheidung würde euch in finanzielle Krise stürzen und ihr würdet lebtags nicht mehr froh werden

- mal ganz nebenbei: es ist nicht allein mit Hauskauf getan. Ein mehrstöckiges Haus erfordet, dass immer jemand daheim bleibt oder man braucht eine Putzfrau. Bis du alles durchgputzt hast, kannst du wieder von vorne anfangen. Ihr braucht einen Gärter oder bleibt dein Mann daheim und macht das alles? Rasen, Hecke, Bäume, Laub? Spätestens wenn ihr selbst Renter seid, werdet ihr nicht mehr so aktiv sein, dass ihr das alles alleine bewältigen könnt.

- für ein einzelnes Ehepaar mit einem Kind lohnt sie so ein teures Haus nicht. Wofür? Braucht ihr allen ernstes 3-4 Etagen, 4 Schlafzimmer, 3 Bäder, 5 Küchen, Gästeräume?

Die Frage ist immer, wozu ihr das Haus haben wollt. Bitte denkt auch an die Unabhängigkeit eurer Kinder! Die meisten gehen jahrezehnte nicht mehr in Urlaub und das gesamte Geld geht ins Haus nicht in eigene Kleidung oder teures Essen.
Aber ich weiß ja auch nicht, wie viel Geld ihr habt.... ich gehe mal davon aus, ihr seid Normalverdiener.
 
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  • #8
Sorry, wieviel jetzt? 600-800TE oder 400-500TE? Welche Größe habt ihr eingeplant? Entweder ein ziemlich großes Haus oder städtisch bei dem Preis. Ob es teuer ist? Kommt auf Eigenkapital und Einnahmen an. Ein Kind das am WE da ist? Also von der Ex? Dann solltet ihr auch testamentarisch alles klären. Falls ihr kauft, könnt ihr besser kalkulieren, müsst aber auch Kompromisse eingehen.
Ich finde auch: Ich möchte ein Haus besitzen, und nicht das Haus mich! Und immer mehr arbeiten, damit man sich ein viel zu großes Haus hat, das man dann am WE putzen darf und man hat nie Zeit für die Kids? Nicht mein Leben. Mein Luxus ist, auf zuviel zu verzichten und mehr Zeit für anderes zu haben. Abgesehen davon, dass das Projekt Bauen viel Zeit und Nerven in Anspruch nimmt. Ich hocke nicht nur zu Hause herum, also lieber etwas kleiner und wir haben gekauft.
 
  • #9
Hä??

500k fürn Haus? München Innenstadt oder was? Also ich hab ein Haus gebaut im Speckgürtel von Stuttgart- was ja auch nicht gerade eine günstige Lage ist und hab die Hälfte ausgegeben. Der Platz reicht reichlich für eine Familie mit bis zu 3 Kindern!

Und ja, ich habs nie bereut. ISt eine gute Altersvorsoge, eine die ich jetzt schon nutze ;-).

Und eines möchte ich Dir zu denken geben: Unabhängig vom Haus- willst Du tatsächlich die Haushälterin mit kostspieligem Hobby sein? Könnte ziemlich schiefgehen solltest Du den Ansprüchen Deines pingeligen (und geizigen- Stichwort Putzfee) Mannes nicht mehr genügen oder er schlichtweg eine jüngere finden oder- was ich ebenfalls keinem wünsche- als Verdiener ausfallen.

Du hast doch (hoffentlich) eine gute Ausbildung- vergeude Sie nicht! Nach 10 Jahren aus dem Job ist diese Ausbildung nämlich nix mehr Wert.

Das Haus ist Dein kleinstes Problem fürchte ich. Machts ne Nummer kleiner und es ist ´gut machbar.
 
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  • #10
Wir haben ein Haus und in der ähnlichen Preislage gebaut. Nur, wir mußten weder auf Urlaub, noch auf unsere Hobbys oder anderen Sachen verzichten, weil wir uns den Hausbau leisten konnten.

Ich persönlich bin generell gegen einen Hausbau, wenn man sich das Vorhaben vom Munde absparen muß, sein Lebensmodell grundlegend ändern muß und nicht ausreichend Rücklagen hat, wenn Reparaturkosten anstehen. Auch der Unterhalt eines Hauses ist nicht von der Hand zu weisen.

Wir haben vor das Haus mit Pensionseintritt zu verkaufen, damit unsere Kinder nicht an das Haus gebunden sind. Beide studieren im Ausland und es ist fraglich, ob sie wieder in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt haben werden.
 
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  • #11
Ich hatte schon einmal ein Haus mit meiner verstorbenen Frau und baue, obwohl ich Single bin, jetzt doch wieder ein Haus. Der Hauptgrund ist, dass man gerade im Hobbybereich (bei mir sind es Oldtimer) in einem eigenen Haus, bzw. auf einem eigenen Grundstück, sehr viel machen kann, was in einer Mietsituation und auch in einer Eigentumswohnung nicht möglich ist. ("Der eigene Herr")

Die Kosten halte ich für realistisch, wenn man nicht gerade auf dem Lande eine 08/15 Bude hinstellt.

Ein gutes Grundstück in einem Großstadtbezirk mit Einfamilienhausstruktur kostet schon ein wenig Geld. Ich wollte z.B. auch nicht in ein absoutes Neubaugebiet, das weit von der S-Bahn liegt (alles über 10 Minuten zu Fuß ist zu weit) und ich wollte auch keine 500m2 Briefmarke, oder 2. Reihe,. etc. Eine große Baulücke, in einem guten Wohngebiet, in erster Reihe zu finden ist echt schwierig! Das sind fast immer Spekulationsobjekte!

Beim Bauen sind ja, meist wohl aus Kostengründen, die Keller aus der Mode gekommen, aber wenn man unterkellert bauen will (gleich alle Räume als Wohnkeller mit Fußbodenheizung, etc.) und zusätzlich vielleicht noch eine kleine 90m2 Einligerwohung mit im Haus vorsieht, dann ist das nicht wirklich billig.

Außerdem gibt es heute schon eine menge Umwelttechnik, auf die man nicht verzischten sollte. Wärmepumpe, Solarthermie, Photovoltaik, zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung, etc.

Dann noch eine Doppelgarage und die Außenanlagen... (meine Großgarage mit Werkstatt (für die Oldtimer) ist sogar noch eine andere Nummer)

Für ein wirklich komplettes Haus, in einer guten Lage, bleibt man heute selten unter einer halben Million. Selbst der Bereich bis zur Million ist noch keine Luxusvilla!

Ich würde es trotzdem immer wieder machen!

m43
 
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  • #12
An FS:

ich würde es nicht tun ! Du klingst auch nicht überzeugt davon.

Ein Haus ist es nicht wert, auf Hobbies etc. zu verzichten und als Nur-Hausfrau für den Putz verantwortlich sein für einen Mann, dem man es eh nicht richtig machen kann.

Zudem:
- Ihr müsst jahrelang auf vieles verzichten
- Was ist wenn ihr alt seid und evtl. eine altengerechte Wohnung in der Innenstadt besser für euch geeignet wäre ?
- Was ist, wenn eure Kinder mal keine Lust haben auf das Haus, und es als Klotz am Bein empfinden ?
- Was ist, wenn ihr im Alter euch nicht mehr um Garten etc. kümmern könnt ?

Ich gebe zu, so ein Haus kann eine gute Altersvorsorge sein, es kann aber auch ein richtiges Risiko sein.

w,40
 
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  • #13
Wir haben es sein gelassen, sind lieber mit den Kindern verreist und haben nebenher für uns für eine kleine ETW gespart. Elternzeit und das Familienleben waren sehr toll und entspannt - die Kinder sind groß, haben viel von der Welt gesehen, sie studieren und leben im Ausland, was hätten sie mit der Hütte in D anfangen s/wollen? Gut, dass wir es nicht gemacht haben - krummlegen und einschränken, nur damit man ein Haus hat? War nix für uns...
Die ETW haben wir nun gekauft, die Kinder haben ihre eigenen Lebenspläne (studieren, reisen, im Ausland niederlassen) und wir bereuen nichts. Wir haben genug Paare gesehen, deren Ehen und Beziehungen am Hausbau gescheitert sind und sind froh, uns auf dieses Wagnis nicht eingelassen zu haben! Wir wollten lieber LEBEN :)
 
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  • #14
Natürlich ist es schön ein eigenes Haus zu haben, wenn die Kinder klein sind. Ist das Haus jedoch abbezahlt, ziehen die Kinder aus, man hat die Reparaturen am Hals und kann im Alter nicht mehr so viel selbst machen. Das bedeutet, wenn das Haus fast oder ganz abbezahlt ist, hat man nicht nur viel zu viel Wohnraum und Gartenarbeit, die man schwerer bewältigen kann, sondern auch Kosten für Hilfskräfte, Handwerker u.ä., von den hohen Energiekosten mal ganz zu schweigen.

Es muß einem klar sein, dass ein eigenes Haus eine Liebhaberei ist, dafür muß man brennen, dafür muß man geschaffen sein, denn die arbeitsmäßigen und finanziellen Belastungen sind ungleich höher und schwerer als bei einem Mietobjekt, das man wechseln kann, wenn sich die Lebensumstände ändern, ein Hausverkauf ohne Verlust ist nicht immer einfach.

Längere Reisen im Winter sind auch nicht so einfach wie in einer Wohnung. Man muß Sorge tragen, dass die Heizung nicht ausfällt und alles kaputtfriert, jemanden zum Schneefegen organisieren usw. usw.
Auch die Bäume und Hecken sind genau dann riesengroß und stören die Nachbarn, wenn man alt ist und nicht mehr viel selbst machen kann und Gärtner und Baumfäller sind mit ihren Preisen auch nicht gerade zimperlich.
 
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  • #15
Wenn man so plant, dass man noch ausreichend "Luft" für seinen sonstigen Aktivitäten und Urlaube hat - warum nicht. Aber hier scheint mir der Hintergrund der Frage eher zu sein, ob man im Haus "versauern" würde, weil man sich aus dem Beruf rausnehmen muss und so fort. Ansonsten ist Hausbauen so teuer, wie man es auswählt: bescheidene Kosten sind bei entsprechender Planung möglich wie der pure Luxus und der will halt bezahlt sein.
 
  • #16
Die Kosten halte ich für realistisch, wenn man nicht gerade auf dem Lande eine 08/15 Bude hinstellt.
Bitte? Mal abgesehen davon dass man niemals "auf Kante" bauen sollte (soll heissen genügend finanzielle Reserven übrigbleiben müssen) hier unsere Siedlung:

- Reihenhäuser, genügend Platz für 2-3 Kinder (140qm)
- Gute Ausstattung mit Fussbodenheizungen, guten Bodenbelägen etc.
- Zwei TG-Stellplätze mit direktzugang
- 5 Minuten zur Bahn, sehr ruhige Wertstabile Lage
- Speckgürtel Stuttgart (nach München und Hamburg die teuerste Stadt)
- Selbstredend mit Keller

Das Ganze für deutlich unter 300k, inkl. sämtlicher Nebenkosten.

Einfach nach der Decke strecken!

Es muß einem klar sein, dass ein eigenes Haus eine Liebhaberei ist, dafür muß man brennen, dafür muß man geschaffen sein, denn die arbeitsmäßigen und finanziellen Belastungen sind ungleich höher und schwerer als bei einem Mietobjekt, das man wechseln kann, wenn sich die Lebensumstände ändern, ein Hausverkauf ohne Verlust ist nicht immer einfach.
Nur wenn mans ohne Hirn macht! Die finanzielle Belastung? Ähem- am Anfang hab ich in etwa dasselbe an Zins und Tilgung gezahlt wie ich Miete für was gleichgrosses bezahlt hätte, Und die Kohle fliesst in meinen Vermögensaufbau- Miete in die des Vermieters.

Hausverkauf ohne Verlust?- Ganz einfach- Lage, Lage ,Lage. Zur Zeit würde ich sogar einen guten Gewinn erzielen nach vielen Jahren Mietfrei wohnen....

Also liebe FS: Luft lassen, eine Nummer kleiner planen, das Objekt gut auswählen, wieder arbeiten gehen und für den peniblen Master eine Putzfee einstellen und dann ist Hausbau etwas lohnendes- Für Euch und Eure Kinder!
In dieser Konstellation wäre auch noch genügend übrig für Urlaub und Hobbies.
 
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  • #17
So wie Du es schilderst wäre es ein Luxus-Haus mit einer unglücklichen Frau darin.
Wenn ich auf (fast) alles verzichten müsste würde ich es nicht tun.

Ich wohne in einem Haus, sehr schöne Waldrandlage im Taunus, aber direkten Bahnanschluss,
und selbst in meiner Nachbarschaft sind Häuser um die 400.000 euro zu bekommen. Was ich schon recht teuer finde.
Wir haben das Haus gebaut, dann kamen 2 Kinder....heutiger Stand: Ich wohne alleine mit meinen Kindern darin, der Ältere zieht bald aus. In 2 Jahren spätestens wird das Haus verkauft.
Ich hatte während der Ehe eine Putzfrau und teilweise einen Gärtner. Meine Kinder hatten ein sehr zeit intensives Hobby und ich war jeden Tag mit ihnen unterwegs. Wenn du mit putzen fertig bist, kannst Du gerade wieder von vorn anfangen. Und ich habe meine Hobby's auch nicht aufgeben wollen. Mitmeinem heutigen Wissen war es sogar falsch, meinen Beruf aufzugeben.

Sicher ist ein Haus für eine Familie sehr schön. Ich würde aber auf den Preis schauen.
Ein Familienurlaub, gewisse Extra's sollten noch möglich sein.
 
  • #18
FS, ob die Kosten zu hoch sind, kannst nur Du beantworten, nur Du kennst Euren finanziellen Hintergrund. Nur Du kannst entscheiden, ob es Dir das wert ist. Ich bin froh, wenn ich mein Haus in 5 Jahren nach 23 Jahren abgezahlt habe. Ich wohne in einem kleinen Dorf, wie die Kinder dort aufgewachsen sind, fand ich super. Mein Garten ist auch ein großes Hobby von mir neben dem Sport. Ich würde immer nur so groß bauen, wie ich es auch alleine stemmen kann, bei mir war das genau der richtige Ansatz. Wen Du das Gefühl hast, kein eigenes Leben mehr zu haben, mußt Du Dein Leben anders organisieren. Geh wieder arbeiten, nimm Dir eine Haushaltshilfe, such Dir Kinderbetreuung. Jeder ist für sein Leben selber verantwortlich und muß es sich so einrichten, dass er sich wohl fühlt. w52
 
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  • #19
Sorry, aber unter den Voraussetzungen kann ich absolut verstehen, wenn viele dann lieber gar kein Haus wollen!

- Reihenhäuser, genügend Platz für 2-3 Kinder (140qm)
- Gute Ausstattung mit Fussbodenheizungen, guten Bodenbelägen etc.
- Zwei TG-Stellplätze mit direktzugang
- 5 Minuten zur Bahn...

Das Ganze für deutlich unter 300k, inkl. sämtlicher Nebenkosten.

Einfach nach der Decke strecken!

Viele Reihenhäuser (und sogar Doppelhaushälften) sind ja, weil man das Grundstück, aufgrund der Grenzbebauungen, Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, etc, gar nicht real teilen konnte, eigentlich gar keine Häuser, sondern formal "Eigentumswohnungen nebeneinander, mit kleinem Gartenstück". Durch die ideelle Teilung hat man dann den ganz Schmus, wie Eigentümerversammlungen, bei denen einem die anderen reinreden können.

Bei solchen TG Stellplätzen und dem gerade genannten Problem mit den andern Eigentümern, kann man dann noch nicht mal kleine Reparaturen am Auto durchführen und nicht jeder hat einen Firmenwagen, den der Vertragshändler während der Arbeitszeit für Servicearbeiten holt und bringt.

"Bahn" ist dann auch nicht "U-Bahn" oder "S-Bahn" mit einem akzeptablen Takt, auch am WE nachts, wenn man mal auf der Rolle war.

Außerdem sind 140m2, verteilt auf so viele Ebenen, wie bei Reihenhäusern üblich, auch keine gute Idee für's Alter! Wenn man das Haus dann irgendwann nur deshalb verlassen muß kommt das viel teurer, als wenn man gleich auf eine Ebene investiert hätte (140m2 Bungalow Wohnfläche sind allerdings >160m2 überbaute Fläche und bei der üblichen Grundflächenzahl von 0,2 ist dafür mindestens ein 800m2 Grundstück erforderlich!

Ich glaube, unter den Bedingungen wäre ich in der Wohnung geblieben und hätte auf ein Haus verzichtet! (sowohl damals mit meiner Faru, als auch jetzt)

m43
 
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  • #20
Du musst zwei Opfer bringen - a) dein Hobby aufgeben, b) das Haus putzen. Dein Mann hingegen muss das große Opfer bringen, 800.000 EUR zu finanzieren! Diese Sorgen Deines Mannes möchte ich nicht haben! Hinzu kommt, wenn du ihn in ein paar Jahren verlässt, kassierst du die Hälfte des Hauses, obwohl du nie mitfinanziert hast. Nettes Sümmchen. Ich als dein Ehemann würde das Haus nicht bauen, wenn du nicht mitarbeitest und nur zuhause Kinder hütest. Wäre mir zu riskant. Denn es ist aufgrund deines Postings schon vorprogrammiert, dass du als frustrierte Hausfrau irgendwann das Handtuch wirfst und - von Gesetz wegen - finanziell ausbluten lassen wirst.
Es geht sicherlich auch kleiner - man muss es nur wollen. Außer, man braucht zur Demonstration von Macht und Stärke eine solche überdimensionierte Hütte. w/44
 
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  • #21
Du musst zwei Opfer bringen - a) dein Hobby aufgeben, b) das Haus putzen. Dein Mann hingegen muss das große Opfer bringen, 800.000 EUR zu finanzieren!
Meiner Meinung nach bringt SIE die größeren Opfer. Sie muss den ganzen Tag den verhassten Hausputz machen und darf noch nicht einmal ihre Hobbys ausüben. Er lebt sein Leben weiter wie bisher, nur dass das Geld statt aufs Sparbuch ins Haus geht.
 
  • #22
@18
Klar immer eine Frage der Ansprüche. Wllst Du unbedingt das freistehende EFH mit einem Hekatr Grund drumrum mit eigenem IC-Bahnhof kostets ein wenig mehr.

Aber konkret

Viele Reihenhäuser (und sogar Doppelhaushälften) sind ja, weil man das Grundstück, aufgrund der Grenzbebauungen, Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, etc, gar nicht real teilen konnte, eigentlich gar keine Häuser, sondern formal "Eigentumswohnungen nebeneinander, mit kleinem Gartenstück".
Äh, ich hab eine Menge äuser angeschaut bevor ich mich dafür entscheiden habe, slche Gebilde sind mir ein einziges mal angeboten worden- und das war ne alte Villa. Neubauten sind so nicht sondern aneinandergebaute Häuser. Selbst der Schlagzeugspielende Nachbar bleibt ungehört

Bei solchen TG Stellplätzen und dem gerade genannten Problem mit den andern Eigentümern, kann man dann noch nicht mal kleine Reparaturen am Auto durchführen
Also ich schraub dort seiit vielen Jahren an meinem Moppet und das hat noch nie jemanden gestört

"Bahn" ist dann auch nicht "U-Bahn" oder "S-Bahn" mit einem akzeptablen Takt, auch am WE nachts, wenn man mal auf der Rolle war.
Noch ne Enttäuschung für Dich: S-Bahn mit 15 Minuten Takt Tagsüber, Nachts 30-Minuten, am WE durchgehend
Außerdem sind 140m2, verteilt auf so viele Ebenen, wie bei Reihenhäusern üblich, auch keine gute Idee für's Alter! Wenn man das Haus dann irgendwann nur deshalb verlassen muß kommt das viel teurer, als wenn man gleich auf eine Ebene investiert hätte (

Tja, wenn ich mal zu gebrechlich bon die Treppen zu laufen sind mir auch 140qm mit Garten zuviel. Dass die Hütte spätestens mit Eintritt der Rente verkloppt wird war immer klar. Dann kauf ich mich ins Mehrgenerationenhaus ein. Bis dahin halten die Treppen fit.
 
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  • #23
Ich war im Rahmen meiner Bankausbildung zwei Wochen in der Immobilienabteillung. Was ich da gesehen habe, hat mich darin bestärkt, mir nur Immobilien zu kaufen, wenn ich es mir gut leisten kann. Das heißt, ich habe noch Reserven und kann mir auch ein Leben leisten, wo ich nicht zu viele Einschränkungen habe. So wie Du das beschreibst, würden bei mir alle Warnleuchten aufblinken.

Die Frage, die ihr euch stellen solltet: Was passiert, wenn ihr das nicht mehr stemmen könnt? Seid ihr wirklich bereit, die nächsten zehn oder fünfzehn Jahre keinen Urlaub mehr zu machen, auf alle Annehmlichkeiten zu verzichten, die das Leben lebenswert machen?

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Hausbau. Aber wenn man sich übernimmt, kann es die Hölle sein, weil man aus dem Ärger gar nicht mehr herauskommt. Vielleicht wäre es der bessere Weg, sich erst mal etwas kleineres zuzulegen und wenn man dann mehr Luft hat, das alte Haus zu verkaufen und sich dann was größeres zuzulegen. Bedenkt auch, dass eure Kinder irgendwann ausziehen werden und dann braucht ihr den ganzen Raum sowieso nicht mehr.
 
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  • #24
Hier die FS: Danke für die Antworten.
Wir haben uns noch einmal schlau gemacht und haben uns gegen Architekten sondern für einen Bauträger entschieden, da wirds deutlich günstiger! War erstmal sehr geschockt aber jetzt sieht es deutlich besser aus. Denke wenig Leute bauen noch rein mit Architekten, das kann sich keiner leisten.
Übrigens bringe ich auch Eigenkapital mit ein und bin nicht nur die Hausfrau die sich ein Haus finanzieren lässt und dann vom Mann abkassieren will...;-) Ich habe nicht vor, meinen Mann zu verlassen. Ich habe das ganze wohl zu überspitzt formuliert.

Ich denke momentan dass ein Haus gut ist ist weil man einen Gegenwert zu dem was man ausgibt hat.
 
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