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Gast

  • #1

Wie soll ich mich entscheiden?

Ich hoffe, mir kann jemand ein paar Denkanstösse geben. Mit meinem Partner bin ich 9 Jahre zusammen und haben auch Kinder. Klingt alles schön und gut. Nur das, was mich innerlich zerfrisst, ist die Tatsache, dass wir im Haus seiner Eltern leben seit knapp 2 Jahren. Die sind zwar nicht immer da, doch wenn ziemlich lang und oft. Sie mischen sich in unsere Beziehung ein etc. Nichts mache v.a.ich richtig, wie immer. Urlaube müssen ausfallen, wenn sie sich ankündigen, der Tagesplan richtet sich nach denen.

Auch fühle ich mich als Nr.2 für meinen Partner, denn ihm ist das Haus wichtiger. Er will hier nicht ausziehen, denn er bekommt das Haus "irgendwann" mal. Vor ein paar Monaten haben wir ein Haus angeschaut, wo jedes Kind sein eigenes Reich hat. Klar muss einiges renoviert werden, aber der Hausfrieden wäre es mir wert. Er bekam ein richtiges Funkeln in den Augen, Platz für sein Hobby.Doch, er möchte nicht.

Nun bezahlen wir eine sehr hohe Miete, zu hoch. Eine Finanzierung ist günstiger, hatte schon mehrere Angebote eingeholt. Wenn es deswegen immer wieder zu Streit kam, kam schon oft die Frage wegen Trennung. Auch seine Eltern trugen dazu bei, denn diese provozieren auch Streit zwischen uns.

Soll ich mich dran gewöhnen oder meine Kinder und Sachen packen und woanders neu anfangen?

Blöde Frage, ich weiss. Ich hoffe dennoch auf ein paar Tips.
 
  • #2
Die Angelegenheit is blöd, weil der Kompromiß schwer fällt.

Ich denke:

1) Er muß einsehen daß Du und seine Familie wichtiger ist als die Kinder - zeigt er Dir das irgendwie ?

2) Liebst Du ihn ? Was ist mit Sex ? Hast da Frust oder klappt es halbwegs ?

3) Überlege Dir, was Du tust. Wie alt sind die Kleinen ? Was wollen die ? Weil wenn sie beim Vater bleiben wollen bist ganz allein

4) Deswegen würd ich mir erst mal Rat holen bei einem Fachanwalt für Familienrecht und dann aktiv werden, weil was wenn die Kinder beim Vater sind ? Hab erst eine gedatet, deren kleine Tochter (8) wegen Gericht beim Vater lebt - sie leidet furchtbar.
 
  • #3
Wieso seid Ihr da überhaupt hingezogen? Wie ist das gekommen?

Ich würde niemals mit Schwiegereltern in einem Haus wohnen und da auch niemals hingezogen sein.

Ich glaube, Du musst ihm die Tragweite und Intensität Deiner Lage ganz offen klarmachen und ihm soar offen sagen, dass es für Dich so auf keinen Fall weitergeht. Sag ihn, Du liebst ihn und würdest gerne mit ihm zusammen in einem Haus wohnen und eine eigene Familie haben. Sag ihm aber auch, dass Du so auf keinen Fall wohnen bleiben wirst. Er muss das wissen, damit er darüber nachdenken kann. ich würde gar nicht weiter diskutieren und streiten, sondern ihm das erst einmal als Denkanstoß servieren.

Zusammen mit den Schwiegereltern im Haus ist bis auf wenige glückliche Ausnahmefälle schlichtweg unzumutbar. So etwas darf ein Mann seiner geliebten Frau einfach nicht an tun.
 
  • #4
Ganz ehrlich?

Wieso zahlt Ihr überhaupt Miete im Haus der Eltern?

Aus Gründen der steuerlichen Geltendmachung der Hauskosten/Gegenrechnung mit Krediten?

Scheint mir absurd. Ein Haus, das man "irgendwann mal" bekommt, kann man elterlicherseits auch gleich überschreiben, wenn es bereits abgezahlt ist. Spart im Zweifel Erbschaftssteuer für den Sohn, falls da am Tag X noch mehr an Erbschaft nachkommt, was jenseits des Freibetrags liegt.

Und bevor ich eine 'überhöhte' Miete im Haus der eigenen Eltern zahle, unter Inkaufnahme der ganzen Nachteile auch noch, die durch die permanente soziale Kontrolle/Einmischung erwachsen, würde ich mir von dem vielen Geld was Eigenes schaffen.

Wenn das Objekt so optimal gelegen ist, dass eine sehr hohe Miete zu erzielen ist, dann erzielen die Eltern das auch mit Fremdmietern. Und können sich in Ruhe überlegen, ob sie es später lieber dem Sohnemann vererben oder dem Verein zur Rettung Schiffbrüchiger.
Während Ihr Euch schonmal Euere eigene Geschichte erschafft.
Aber lasse Dich bitte ins Grundbuch schreiben, falls Du mitfinanzierst.
 
  • #5
@frizzante: Ja, eine hohe Miete an die Eltern ist echt ziemlich absurd, da finanzieren sich welche auf Kosten der Fragestellerin, scheint mir. Du hast recht, wenn das Objekt so wertvoll ist, dann finden die auch andere Mieter, wenn es aber nur mit Familienintegration vermietbar ist und kaum separierbar, dann ist es eben auch keine hohe Miete wert, sondern der Marktwert im Gegenteil äußerst gering und die Kinder werden hier regelrecht abgezockt.

Vielleicht kann die Fragestellerin dazu ja noch einmal etwas sagen (qm, Preis, Lage, ob das Objekt separat an Fremde vermietbar wäre).
 
  • #6
Ich war vor langen Jahren in einer ähnlichen Situation. Es gab zwar keine hohe Miete und keine Präsenz seiner Eltern, aber es handelte sich um eine winzige, preiswerte Wohnung in einem Mietshaus, das der Mutter meines Partners gehörte.

Ich habe ihn tatsächlich vor vollendete Tatsachen stellen müssen: daß ich mit meiner Tochter in die Wohnung, die wir gefunden hatten und die uns allen gefiel, umziehen werde, ob er nun mitkommt oder nicht. Allerdings war ich finanziell nicht abhängig von ihm. Er sträubte sich mit Händen und Füßen, die mütterliche Sicherheit zu verlassen (hier setzt uns niemand raus und billig ist es auch...) und das Risiko des endgültigen Zusammenlebens mit mir zu tragen. Er war extrem anspruchslos bis geizig, schon deshalb wollte er nicht umziehen.

Was die Miete betrifft, von der du schreibst, würde ich mich auf die Hinterbeine stellen. Vor allem wenn du deinen Anteil an der Miete leistest. Er bzw. ihr finanziert seinen Eltern das Haus, das er später mal vielleicht erben wird. Wie schräg ist das denn? Laß einen Elternteil eher sterben und den anderen noch mal heiraten, dann sieht die Sache ganz anders aus.

Sprich mit ihm und mach ihm klar, daß du das nicht mehr länger mitmache willst. Sorge aber auch für deine finanzielle Unabhängigkeit. Wenn du ihm auf der Tasche liegst, hast du schlechte Karten. Dann könnte später auch eine Karriere als Pflegerin der Eltern für dich möglich sein...
 
  • #7
Ich würde es wie Frederika machen. Ihm sagen das ich ihn liebe aber für mich die Wohnsituation untragbar ist und er entweder mit ausziehen kann oder ich alleine ausziehe. Und ich hätte mich auch nie in so eine Situation gebarcht und wäre da eingezogen, denn das war abzusehen und kann niemals gut gehen
 
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Gast

  • #8
Hallo,
hui, doch schon so viele Antworten.
Nun, wir lebten in einer Wohnung, da mussten wir raus, weil es dort sehr viel Schimmel gab. Mit seinen Eltern wollten wir ein Haus finanzieren. Wir wollten Mietkauf oder seine Eltern als Bürge. Daraus wurde leider nichts. Wir bekamen eine Wohnung in unserem damaligem "Traumhaus". Wir bezahlen praktisch den Kredit für die Umbauten ab. Stehen nicht im Grundbuch, wir hatten KEIN Mitspracherecht für alles was am Haus gemacht wurde. Wir sind zu 6. in einer 5 Raum Wohnung des Einfamilienhauses. Der Dachboden ist deren Ferienwohnung, also auch kein Wäscheboden für den Winter.
Jammerschade, denn wir haben uns in das Haus damals verliebt. Wie alles kam frustet mich sehr, zumal wir nach einem Haus gesucht haben, nicht nach einer Wohnung. Und bei dem Preis sträuben sich meine Haare, zumal die Mietpreise hier sehr niedrig sind, da es in einer kleinen Gemeinde liegt.
Wir lieben uns, daran gibt es keinen Zweifel, es läuft alles bestens. Nur bin ich ab und an down, wenn ich nachdenke, wie schön es wir hätten haben könnten. Klar, bin ich dankbar, dass diesen Schritt seine Eltern gewagt haben. Aber andererseits, bin ich doch sehr traurig darüber. Diese Leute haben Geld wie Heu, wir leben jetzt und nicht "irgendwann" einmal....
Die Pistole hab ich ihm schon ein paar Mal auf die Brust gesetzt. In der Hinsicht, ist ihm definitiv das Haus wichtiger als seine Familie.

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  • #9
Die Pistole hab ich ihm schon ein paar Mal auf die Brust gesetzt. In der Hinsicht, ist ihm definitiv das Haus wichtiger als seine Familie.
Na, das sagt doch alles. Wie kann ihm das Haus wichtiger sein als Familie und Liebe?

Das Haus kommt doch nicht weg, nur weil er woanders wohnen würde, oder? Wo ist da die Logik?

Nein, verplempere nicht Dein Leben mit beständigem Ärger. Auch Du lebst nur einmal.
 
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Gast

  • #10
Stimmt.
Finanziell bin ich, zum Glück, unabhängig.
Vor einem Jahr war er bereit auszuziehen, da wir wegen der hohen Miete kaum was zu Essen hatten. Da hatte er seinem Vater die Pistole auf die Brust gesetzt. Seinen Eltern war es schnurz, hatten ihn wohl belullt, denn auf einmal wollte er von Auszug nichts mehr wissen.....Traurig.
Ja,er liebt mich, aber nicht genug um meine Gefühle zu verstehen. Mein jüngstes Kind ist ein halbes Jahr alt. Bei einem Anwalt war ich schon, ich bekomme die Kinder, da sie unter 5 sind und ich die Hauptbezugsperson bin etc. Da sie wissen wie ich denke, waren die auch schon bei einem Beistand und wollen mir das Sorgerecht wegnehmen. Gründe denken sie sich sicherlich noch aus, wenn es soweit wäre. Darum ist es auch so schwer für mich zu entscheiden.
Mein Partner hätte es nicht gerne, dass unsere Wohnung an Fremde vermietet wird. Im EG ist eine Singlewohnung an fremde vermietet, die Räume, die wir dringend gebraucht hätten. Hätten....
In die Zukunft müsste man sehen können. Was ist wenn ich gehe, und was wird, wenn ich bleibe.Alles so kompliziert und frustrierend. Er weiss, wie sehr ich unter der Situation leide. Ihm passt das ganze mit dem Haus auch nicht. Nur er scheint es akzeptiert zu haben und zurückzustecken, anstatt auf den Tisch zu hauen. Seinen Eltern beweisen, dass er auch ohne deren Hilfe klarkommt und mit ausziehen würde. Aber das schafft er nicht.
In vieler Hinsicht bremsen mich die Gedanken. Seitdem ich weiss, dass sie bis Mitte Januar bleiben wollen, bin ich am grübeln. Auf Sex keinen Bock, warum auch, wenn man denkt man wird nicht aufrichtig geliebt. Find ich, ganz schön verbohrt, ich weiss.
LG
 
G

Gast

  • #11
Danke für die zahlreichen Antworten.
Ich dachte immer, ich wäre egoistisch, weil ich ihn schon mehrmals gebeten habe, dass wir uns was eigenes suchen sollten. Zumal es "seine Eltern" sind, von denen er redet. Er meint, es hängt an mir, ob ich hier glücklich werde. Denn er meint, dass er hier glücklich ist und auch nur für sich sprechen kann. So überbügelt er doch meine Gefühle oder nicht? Bin ich egoistisch?
Sicher bin ich mir, dass seine Verwandtschaft ihm etwas einredet, dass er sich was eigenes nicht leisten kann etc. Alles nur, damit er hier bleibt? Dazusagen muss ich, dass er sich nie vom Gegenteil selbst überzeugt. Ansonsten hätte er nicht so eine verkorkte Meinung.
Gibt es überhaupt Liebe, unter solchen Umständen? Das ist die Frage, die sich immer mehr in mir dreht. Jeder soll die Entscheidung des Andern akzeptieren, aber gewillt hier weiterzuwohnen bin ich nicht.
LG
 
  • #12
Entscheide Dich zur Trennung und verkünde ihm, dass Du mit Sicherheit ausziehen wirst und das so definitiv nicht länger mitmachst. Sag das ganze ohne Jammern, ohne Vorwürfe, ohne Streit. Mach ihm unmissverständlich klar, dass das so eintreten wird und dass er dann für Dich und die Kinder einen doch sehr hohen Betrag wird zahlen müssen. Punkt.

Mach ihm außerdem deutlich, dass Du gerne mit ihm zusammenbleiben würdest, und es nicht an Deiner Liebe zu ihm liegt, sondern die Situation so einfach nicht mehr lebenswert ist und Du auch nur ein Leben hast. Er muss wissen, dass er die Wahl hat, mit euch auszuziehen oder für Euch zu zahlen.

Beginne sofort, die passende Wohnungen anzuschauen. Zeig ihm das offen und deutlich, dass es ernst ist.

Die Situation ist so unerträglich und nicht lebenswert. Zeige Du wenigstens Rückgrat, wenn er schon keines hat.
 
  • #13
Er ist egoistisch und eine Ehe mit jemandem der ein haus mehr liebt als seine Famiele, wie willst du da glücklich werden. Alles weiter wird sich zeigen wenn du ausgezogen bist, die Mieten sollen ja günstig sein. Mach dir nicht vorher zu viel Kopf, sondern handel konsequent. Vielleicht komt er ja in einem leeren Haus doch noch auf die Idee, dass die Familie mehr wert gewesen wäre
 
  • #14
Er ist egoistisch und eine Ehe mit jemandem der ein haus mehr liebt als seine Famiele, wie willst du da glücklich werden. Alles weiter wird sich zeigen wenn du ausgezogen bist, die Mieten sollen ja günstig sein. Mach dir nicht vorher zu viel Kopf, sondern handel konsequent. Vielleicht komt er ja in einem leeren Haus doch noch auf die Idee, dass die Familie mehr wert gewesen wäre
Richtig, sehe ich genauso.

@Fragestellerin: Und halte uns bitte auf dem Laufenden!
 
G

Gast

  • #15
Danke für die zahlreichen Meinungen.,Ihr habt Recht. Kommende Woche werden wir ein Haus besichtigen, er meinte nur, dass es eh sinnlos ist, weil er hier nicht wegwill. Bleibt mir nur, dass das Haus sehr überzeugend sein muss, um ihn hier raus zu bekommen.
Fakt ist, wenn er wieder nein sagt, sehe ich mir eine Wohnung an, dann kann er sehen wie er kommt. Mich erdrückt es fast, Nr.2 zu sein. Wünscht mir Glück, ich halte Euch auf dem Laufenden.
Schönen Sonntag wünsch ich
 
  • #16
Du tust das Richtige und ich drücke dir die Daumen das du durchhälst und bei deiner Entscheidung bleibst
 
  • #17
Bleibt mir nur, dass das Haus sehr überzeugend sein muss, um ihn hier raus zu bekommen.
Falsch! **Du** musst sehr überzeugend sein!

Mach die Tragweite und Deine Entschlossenheit deutlich.

Fakt ist, wenn er wieder nein sagt, sehe ich mir eine Wohnung an, dann kann er sehen wie er kommt.
Ja, Hauptsache die Wohnung wäre auch für alle einschließlich ihm passend.
 
G

Gast

  • #18
Guten Morgen,
wir hatten gestern darüber nochmal geredet. Fakt ist, er ist nicht gewillt hier auszuziehen. So wird er immer etwas finden, was ihm an anderen Häusern nicht passt.
Da hab ich gesagt, dass er mich wohl doch nicht liebt, sondern mehr diese Wohnung. Er hat verneint und meinte, dass unsere Liebe nichts mit der Wohnung zu tun hat.Schwer vorstellbar.
Selbst wenn die Kids wöllten, wär ihm das egal. Auch die Tatsache, wenn ich hier ausziehe gibt es einen heftigen Sorgerechtssttrreit. In Kauf nimmt er sogar, dass er am Ende hier alleine zurückbleibt. Das sagt mir, dass ihm dieses hier wichtiger ist als seine Familie. Dementsprechend sieht auch mein sex.Bedürfnis aus. Mit jemandem schlafen, dem ich im Grunde völlig egal bin. Immer wieder sagt er, dass ich es endlich akzeptieren soll, aber umgekehrt versteht er mich nicht. Überzeugen kann ich ihn nicht, weil ich weiter keine Argumente weiss:(
 
G

Gast

  • #19
@FS
Und an Unterhaltsansprüche denken, wenn´s schief geht: Verdienstbescheinigungen, Einkünfte/Einkunftsarten, Kontoauszüge des Vaters Deiner Kinder rechtzeitig sichern!
Klingt jetzt hart, in Zukunft könnte Dir aber sehr hilfreich sein. Viel Glück! m,52
 
G

Gast

  • #20
Hallo,
Wir bezahlen praktisch den Kredit für die Umbauten ab. Stehen nicht im Grundbuch, wir hatten KEIN Mitspracherecht für alles was am Haus gemacht wurde.
Vielleicht ist der erste Punkt aber sein Problem, das er irgendetwas mit seiner Familie
ausgehandelt hat und bei ihnen in der Schuld steht. Zumindest seid ihr das moralisch, wenn
schon seine Eltern euch einen Kredit gewähren.
Was mich jedoch stutzig macht ist, dass ihr nicht gemeinsam konsequent EUER Leben
ohne seine Eltern durchsetzen könnt. Er scheint sehr auf seine Eltern fixiert zu sein
und du scheinst dich leider nicht durchsetzen zu können ... gibst du nach einem Streit
immer Kleinbei oder bleibst du standhaft?
An deiner Stelle würde ich ihn auf jeden Fall vor vollendete Tatsachen stellen.
Du bist unabhängig (als Frau und auch finanziell), die Kinder wollen zu dir und
du kennst geeignetere Immobilien (als eure bisherige Wohnung in eurem Traumhaus).
Das ist doch schon viel und sollte bei einem Sorgerechtsstreit dich in eine gute Position bringen.

Viel Erfolg!
 
G

Gast

  • #21
Hallo,
das mit dem Durchsetzen ist nicht so einfach. Er beredet unsere Probleme mit seinen Eltern weitestgehend. Wir wollten damals heiraten, habe aber wegen dieser Situation den "Schwanz" eingezogen. Seine Eltern wussten es auch, haben aber so getan, als ob sie unschuldig wären und es nicht ändern können.Kopfschüttel.
Er droht ziemlich oft mit Trennung, wenn es um dieses Thema geht, wenn ich versuche meine Meinung zu verklickern. Frieden haben wir erst, wenn wir hier raus sind. Da scheint seine Familie ihn zu beeinflussen. Seine Mutter scheint sehr verliebt in ihren Sohn, der Vater plant ihm schon sein Leben Jahre voraus.....Bei vielem hat er aber doch das Gegenteilige gemacht, nur in dieser Sache nicht.

Viele Grüsse
 
  • #22
Liebe FS,

lass Dich gut beraten, sichere die relevanten Unterlagen und suche intensiv nach einer bezahlbaren Wohnung/Haus. Teile Deinem Weichei mit, dass Du Dich entschieden hast und keinerlei Diskussion über Haus/Eltern/Egoismus mehr führen wirst, sondern nur noch sachliche Trennungsgespräche. Zieh das dann aber auch durch- sobald er wieder mit dieser unsäglichen Litanei anfängt, gehst Du aus dem Zimmer. Streite nicht, sei sachlich und distanziert.

Ich sehe noch eine minimale Chance dafür, dass er wach wird, wenn Du wirklich packst. Unwahrscheinlich, aber wenn ihr keinen Rosenkrieg führt, entscheidet er sich vielleicht, doch noch zu Euch zu ziehen und ihr habt noch eine Chance- Euren Kindern zu Liebe solltest Du diese Möglichkeit nicht verbauen. Handele schnell, bevor sich die negativen Emotionen zu sehr hochschaukeln und dies unmöglich wird.

Viel Glück und Kraft für Dich!
 
G

Gast

  • #23
Eine kleine Chance sehe ich leider nicht. Er verzichtet lieber auf seine Familie als auf das hier. Traurig aber wahr. Diese Woche werde ich mich vom Anwalt beraten lassen und sehen wie es wird. Die Kids lasse ich mir nicht wegnehmen, schon gar nicht von seinen Eltern.
Man sieht es ihm an, dass er bei anderen Häusern nicht nein sagen möchte, doch er tut alles für seine Eltern. Mir ist nur noch nach heulen zumute. Wenn ich gehe, denkt er, dass ich ihn nicht liebe, was nicht stimmt. Umgekehrt das selbe. Seine Eltern haben ihm schon beim letzten Krach deswegen gesagt, dass ich ihn damit hintergehe. Hintergehen sieht meinerseits anders aus, nämlich das, was die machen. Sohnemann ist blind und macht mit. Wie konnte ich mich in so einem Menschen nur täuschen. Er ist noch zu grün hinter den Ohren finde ich. Er ist zu abhängig von seinen Eltern, was sich nie ändern wird.
Vielleicht ist er sogar froh, wenn ich gehe,denn dann reduziert sein Papa die Miete erheblich. Vorher ging ja kein Weg ran, auch wenn er wusste, dass wir kaum Geld für Essen hatten in gar schlechten Zeiten.
Hochschaukeln wird sich nichts. Wie war das? Wenns am schönsten ist, soll man gehen. Ist zwar hart, aber er merkt vielleicht, was ihm hinterher alles fehlt.
Liebe Grüsse
 
  • #24
Ich muß mal ehrlich sagen: Dein Mann sieht immer noch seine Eltern als Primärfamilie an und fühlt sich ihnen gegenüber mehr verpflichtet, als Euch gegenüber - seiner wahren Familie.
Dein Mann ist immer noch "das Kind" - der kleine Junge, der seinen Eltern gegenüber gehorsam ist. Was in unserer Gesellschaft fehlt, sind Abnabelungsrituale, wie sie überall bei Naturvölkern vorkommen! Dein Mann ist nicht mehr "das Kind" - er ist selbst Vater und Ehemann. IHR - also seine selbstgewählte Familie ist wichtig!
Was seine Eltern tun, ist verwerflich, link und hinterhältig - Dein Mann aber ist das "parierende Bübchen", das alles tut, um bei Mami und Papi gut dazustehen.
Ich würde sagen: Dein Mann hat nie gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen und eine eigene Meinung zu haben. Was Dir gegenüber läuft, ist einfach unzumutbar! Ich denke mal, die Eltern sichern sich chic ab - Ihr zahlt denen die teure Hütte ab - eigentlich ein starkes Stück!
Wenn ich mal ganz deutlich werden darf: Ihr werdet ausgenommen wie Weihnachtsgänse - und Dein Mann schnallt es einfach nicht, im Gegenteil!
Ich denke, es ist das Beste, wenn Du so schnell wie möglich ausziehst, die Großeltern haben übrigens keine Rechte an den Kindern. Dein Mann wird wohl immer "Sohn" bleiben, und niemals wirklich Ehemann und Vater sein. Soll er in der Bude seiner Eltern glücklich werden, wenn ihn seine Kinder eines Tages fragen, wird er wohl antworten müssen: "Meine Eltern und das Haus sind mir wichtiger als Ihr gewesen". "Liebe" ist was anderes, nämlich dass man als Familie zusammenhält und dass man auch mal den Mund aufmacht und ab einem gewissen Alter nicht mehr unter Mamas Fuchtel steht. Im Prinzip läuft da ein Konkurrenzkampf, den DU jedoch nicht begonnen hast!
Das alles erinnert mich an meine eigene Ehe seinerzeit, die Eltern wurden hofiert in jeder Hinsicht - und die Kinder und ich waren "die Idioten"... Dein Mann hat nie die Absicht gehabt, mit Dir in ein eigenes Haus zu ziehen, er mauert und blufft, damit Mami zufrieden ist. Tja, dann müssen sie in Zukunft wohl ihre Hütte selbst finanzieren. In dieser ganzen Scharade kann es nur einen Gewinner geben, nämlich DU, wenn Du ausgezogen bist und Herrin in Deinem eigenen Lebens bist. Dein Mann wird immer Knecht seiner Eltern bleiben, entweder aus Bequemlichkeit oder aus Gleichgültigkeit. Es kann natürlich auch gut gehen, wenn mehrere Generationen unter einem Dach leben - das aber muß von Respekt begleitet sein, und davon, dass man sich gegenseitig Luft zum Atmen läßt. Das aber ist jedoch selten, und es wird schon seinen Grund haben, dass sogar Ureinwohner in heißen Ländern eine bestimmte Kaktusart als "Schwiegermuttersessel" bezeichnen... Alles Gute - und nimm es in die Hand. Vielleicht folgt Dir Dein Mann eines Tages als EHEMANN - vielleicht aber bleibt er auch SOHN und somit Knecht.
Ich drücke Dir die Daumen für Eure Zukunft - es kann nur besser werden als es jetzt ist :)
 
G

Gast

  • #25
Guten Morgen,
das hast du wunderbar geschrieben. Genauso sehe ich das auch. Tun, was Mama sagt, ansonsten hätte er damals nicht die Meinung so schnell geändert.
Diese Woche werde ich sehen, was wird. Danach kommen Nägel mit Köpfen
LG
 
G

Gast

  • #26
In meinem ländlichen Umfeld im bayrischen Raum ist so eine Denkweise wie bei deinem Mann + Familie gar nicht so weit hergeholt, wenn ich ehrlich bin. Kommt ihr aus der Ecke? Ich habe eine Freundin, die auch grade die Dachgeschosswohnung im Elternhaus abzahlt, gerade vor der Option stand, in das Haus ihrer neuen Freundes zu ziehen. Und in ihrer Wohnung geblieben ist. Auch aus anderen Gründen, aber auch bei ihr kommt das "das hab ich mir erarbeitet, das ist in x Jahren abbezahlt, das geb ich nicht auf" über allem.

Grundsätzlich gehe ich mir dir völlig konform und kann dein Problem absolut verstehen. Wenn ich jetzt das Gefühl hätte, dass dein Mann noch aufnahmefähig für das Thema ist, würde ich dir raten,
es nochmal mit einem Gespräch zu versuchen. Ich vermute aber, er hört nicht mehr zu (negative Erwartungshaltung, sobald du anfängst) und dir gehen die Argumente aus (weil du dich eh nicht verstanden fühlst).

Aber vielleicht lebt seine Familie ja wirklich noch ganz selbstverständlich das alte Versorgungsmodell der ländlichen Fraktion und denkt gar nicht so weit wie du? Damit will ich nicht sagen, dass solche modernen Bereicherungsmethoden (so scheint es ja), wie sie die Eltern betreiben, ok sind. Aber ich glaube wirklich, für die ist das so selbstverständlich, dass sie nur Bahnhof verstehen, wenn du damit anfängst. Ich vermute jetzt einfach mal, dass du nicht aus dem direkten Umfeld in die Familie gekommen bist (räumlich/regional gesehen), sondern eine "Fremde" warst (will sagen, dich kannte nicht schon der halbe Ort vorher). Das heißt, bei derart gestrickten Menschen bist du auch nach 20 Jahren noch die Fremde, und deine Meinungen sind halt dann einfach komisch. Weil man sie nicht verstehen WILL.

Kann es jetzt in der Kürze nicht besser beschreiben. Was ich damit sagen will: der intellektuell-selbstverwirklichende Ansatz, wie ihn hier viel zurecht propagieren, funktioniert in dem Umfeld vielleicht nicht. Dein Mann mag dich vielleicht lieben, aber der Absicherungs-/Verantwortungsaspekt gg. den Eltern spielt in seinem Leben eine ganze andere Rolle als bei dir. Wie kannst du ihn erreichen? Ich denke, auf die Art gar nicht. Er ist gefangen in dieser Rolle und hat nicht gelernt, das rauszukommen. Das ist keine böse Absicht von ihm. Sondern die gewachsene und gelernte Struktur.

Ich kann nur vermuten, vielleicht liege ich falsch. Ich bin aber nicht der Meinung, dass der Schlußstrich so radikal sein muß. Sicherlich müßtest DU dich arrangieren und du hättest das Gefühl, dass die Familie gewonnen hätte. Aber gibt es nicht doch noch eine Möglichkeit, sich zu arrangieren? Vielleicht durch eine temporäre räumliche Trennung? Oder eine Mediation?

Wenn du aber grundsätzlich für dich durch das Thema gemerkt hast, dass diese Art, das Leben anzugehen, für dich nicht das richtige ist, kannst nur du die Konsequenzen entscheiden.
 
G

Gast

  • #27
Hallo,
Ich war so blöd und hab einen Rückzieher gemacht.
Der Grund war so ne Familienberaterin des JA, die aufgrund dessen da war. Mir wurde gesagt, dass es einen harten Kampf geben wird um die Kinder. Diese Person war alles andere als neutral.
Sie meinte sogar, dass die Kids evtl.getrennt würden. Ich schaffe es nicht:((( Könnte nur noch heulen. Mein Anwalt sagte, dass er keine Chancen bekommt alle Kinder zu bekommen, aber dennoch hab ich Angst, da sein Anwalt anderer Meinung ist. Wenn es keinen Streit gäbe, hätte ich kein Problem damit neu anzufangen, aber so....hart. Da ist selbst hinterher eine Freundschaft gefährdet, wenn er solche Geschütze auffährt.
LG
 
G

Gast

  • #28
Hallöchen,
bei uns prallen 2 verschiedene Leute aufeinander. Ich bin in Sachsen auf einem Bauernhof aufgewachsen, mein Partner kommt aus Schwaben. Seine Eltern haben einige Häuser, nur hier in diesem Bundesland ist es das einzige.
Aber dadurch, dass er hier jahrelang war, stand er somit auf eigenen Beinen. Dann kam ich und er wohnte bei mir. Seine Eltern waren schon immer etwas...schwer zu beschreiben. In allen Dingen sind sie auf den eigenen Vorteil bedacht, um es einem wieder aufs Brot zu schmieren. Immer kommen irgendwelche Bedingungen etc.
Mein Besuch kommt nicht, wenn diese Leute da sind, da sie sie schon von ihrer schlechtesten Seite kennenlernten.
Mein "Partner" hat mit denen geredet und ihnen gesagt, dass sie sich in Zukunft raushalten sollen und ihr Ding machen sollen, wenn sie da sind. Da frag ich mich, wie es Weihnachten dennoch klappen soll. Fakt ist, die Leute sind seit ihrer letzten Kündigung, mich rauszuwerfen, ein für allemal abgeschrieben. Die Kündigung war unwirksam, deshalb konnte ich bleiben.
Er ist abhängig von denen und ich habe mich beizeiten abgenabelt von zu Hause. Grundverschieden also.
Mit ihm reden macht keinen Sinn. Entweder Trennung, er behält die Kinder oder ich bleibe und pariere.
 
G

Gast

  • #29
Die 25:

Ich glaube, ich kann mir das Umfeld gut vorstellen. Solche Menschen stellen die materielle Absicherung über alles und verlieren irgendwann den Blick für die Grenzen. Das eigene Denken zählt, andere Lebensmodelle werden bekämpft. Weil man ja die eigenen Pfründe schützen muß. Kann ja nicht sein, dass jemand von einem verlangt, mal sein eigenes Leben zu reflektieren (Ironie).

Du bist offenbar freigeistiger gestrickt und spührst diese Absicherung eher als Fessel als als Sicherheit. Wenn das so ist, wirst du dich nicht "umstricken" können. Wenn für diese diese Anpassung "parieren" bedeutet, dann kommst du dort nicht weiter.

Schade trotzdem. Ein Jammer, dass es immer noch - und nicht zu wenige - solche Holzköpfe gibt, die sich einfach ignorant weigern, über ihren Tellerrand rauszuschauen. Ich will sie nicht entschuldigen. Sie ziehen aus ihrem vermeindlichen Wohlstand eine Art Selbstwertgefühl, den intellektuellere Naturen nicht nachvollziehen können. Das gibt denen Sicherheit, sie brauchen das "Ansehen". Komisch nur, dass sie in deinem Fall offenbar keine Rücksicht kennen bei der Behandlung andere Leute. Ich kenne solche Kaliber so, dass ihnen die Meinung der Nachbarn wichtiger ist als ihr eigenes Umfeld.

Wenn du das alles nicht mittragen kannst, wenn du das nur noch als Fesseln empfindest, dann mußt du dich auf den Kampf einlassen. Wenn der finanzielle Hintergrund bei den Schwiegereltern so "gut" ist, werden sie sicherlich alles Mögliche versuchen, dir wg. der Kinder das Leben schwer zu machen. Hab jetzt nicht im Kopf, wie alt die Kinder sind. Aber egal, wenn du WIRKLICH sagst, ok, ich liebe meinen Mann, aber es geht nicht mehr (aber BITTE denk da nochmal drüber nach): du hast noch einige Jahrzehnte vor dir. Irgendwann ist auch dieser Kampf vorbei.

Ich denke, räumlicher Abstand wäre das beste, erstmal. Du bist emotional total aufgeheizt, du versucht krampfhaft diesen Weg zu gehen, den du für das Beste hältst, weil du die momentane Situation nicht mehr aushältst. Kann ich gut verstehen. Aber du hast momentan nicht den klaren Kopf, um das alles rational abwägen zu können. Suche Abstand. Sammle dich. Und hör auf, auf Anwälte etc. zu hören. Hör erstmal auf dich. Und vergiss die Angst vor dem Kampf. Das beherrscht dich alles zu sehr im Moment. Komm runter. Lass dir die Zeit, eine langfristige Entscheidung zu treffen.

Manches kann man nicht übers Knie brechen. Wünsche dir alles Gute.
 
G

Gast

  • #30
Ja, Abstand wäre ganz gut.
Das mit dem Tellerrand....stimmt.
Sie meinen es ja nur gut, aber so wie es gelaufen ist, von Anfang an war vorprogrammierter Ärger.
Ganz zu Anfang hat mein Partner mal seine Meinung kundgetan, dass er sich das so nicht vorgestellt hat etc. Das Ende vom Lied war, seine Mutter hat die beleidigte Leberwurst gespielt und hat ihm ein schlechtes Gewissen eingeredet. Da wurde er wieder mamazahm und der Schwamm wurde drübergetan. Hintenraus war ich wieder die Doofe, weil ich es nicht "verstehe".
 
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