• #1

Wie sollte ich auf ihn zugehen?

Hi Ihr,

ich hoffe, dass ich bei dem ein oder anderen verstanden werde. Ich bin nun vom Ex seit 4 Monaten getrennt. Wir waren über ein Jahr zsm und es war die schönste, aber zugleich auch teilweise anstrengenste Zeit meines Lebens. Wir haben uns im Streit getrennt, das Wort Trennung wurde nicht richtig ausgesprochen, aber der Streit war extrem, dass es im Nachhinein klar war, dass es aus ist. Ich wollte die Trennung trotzdem nicht, er eigtl. auch nicht, aber er hat es dann durchgezogen mit „wir müssen das machen bzw ich muss bei der Trennung bleiben ich möchte keine On-Off Sache + wir hätten uns sonst kaputt gemacht“.

Es soll sich nicht „dumm vor Liebe“ anhören, aber wir lieben uns immer noch. Es war also keine Trennung aufgrund mangelnder Gefühle. Für manch Außenstehende hört es sich bestimmt crazy hat, aber wir haben uns so geliebt, dass wir zu „streng“ zueinander waren. Streng ist vlt. das falsche Wort, man sollte in einer Beziehung keine Strenge haben, aber wir waren beide so eifersüchtig (grundlos), haben uns beide gegenseitig eingeengt, wenn der andere mal was alleine machen wollte usw. Jetzt im Nachhinein bin ich erst schlauer und mache auch eine Therapie, damit mein Verhalten so nicht mehr vorkommt – egal ob mit ihm oder mit einem anderen Mann. Ich möchte selber nicht so sein.

Ich dachte immer „er muss dir gehören“ usw, weil es mein Traummann ist, so einen Menschen habe ich zuvor noch nie getroffen und daher habe ich mir selber so einen Druck aufgebaut, obwohl man damit ja nur das Gegenteil erreicht.

Nach der Trennung hatten wir ab und an noch Kontakt, haben uns auch gesehen. Er hatte zu der Zeit Angst, es könnte nicht mehr funktionieren und „es muss jetzt so sein“ waren die Worte. Wie er nun denkt weiss ich nicht.
Wir hatten dann 6 Wochen keinen Kontakt, was auch gut war, um alles zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen. In der Zeit habe ich viele Dinge erkannt, die ich während der Beziehung nicht erkannt – oder nicht erkennen wollte.
Ich denke nur an ihn, mir geht es zwar mittlerweile gut und ich weiss auch, dass ich eine selbstbewusste, eigenständige Frau bin, die auch alleine gut klar kommt, auch ohne Mann/ihn, trotzdem fehlt er mir und ich möchte gern die Zeit zurück drehen, alles anders machen. Ich möchte ihn zurück. Vor 2 Wochen haben wir uns gesehen, paar schöne Std. zsm. verbracht, da ich meine Sachen erst abgeholt habe. Ich war einfach locker und wir haben viel gelacht. Haben viel über frühere, schöne Dinge geredet.
Ich bin keine, die Spiele führen möchte, aber ich traute mich nicht. Traute mich nicht zu sagen, dass ich ihn nach wie vor noch liebe, wie er das ganze sieht, ob wir es nochmal versuchen könnten und das ich jede Sekunde an ihn denke, er der erste und letzte Gedanke ist und ich eigentlich mein Leben mit ihm verbringen möchte. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Ich bin keine, die zu der Fraktion „mach dich rar werde zum Star gehört“, nur leider rät mir jede Freundin Sachen wie „melde dich ja nicht“
 
  • #2
Hi,

verständlich, dass er dir fehlt.

Nur, willst du wirklich wieder zurück in diese Beziehung? Du sagst, du hast dich verändert. Wenn ich richtig lese bedeutet das, du könntest jetzt eine Beziehung ohne Streit und Eifersucht führen.
Er auch? Vielleicht ist er so eifersüchtig wie vorher ...?

Ansonsten würde ich an deiner Stelle einfach auf ihn zugehen und sagen, wie es mir geht und den Wunsch äußern, es noch ein mal zu versuchen.
Aber nur dann, wenn ich sicher wäre, die Antwort auch aushalten zu können ...

Take care
 
  • #3
@Caroolin_a

Danke, ich hab mich schon geändert was Thema einengen und Eifersucht betrifft bzw. habe draus gelernt, leider erst zu spät Dinge eingesehen. Ich habe ihn eben so vergöttert und auf den Podest gestellt, dass ich komische Züge wie Eifersucht usw. entwickelt habe. Ich hoffe, ich kann mich (noch mehr) bessern, daher auch noch zusätzlich die Therapie für mich selber.

Ob er sich auch geändert hat, weiss ich nicht, zu 100% ändern kann sich wohl keiner, aber ich denke, es wäre schon viel einfacher, wenn sich einer geändert hätte, sprich z. B. im Streit ruhig zu bleiben, wenn der andere sauer ist. Ansonsten waren es ja immer wir beide, also er und ich, bis es dann sozusagen „eskalierte“, weil keiner ruhig blieb.


Ich habe mich schon drauf vorbereitet, dass seine Reaktion negativ sein könnte, also klar wäre ich danach traurig und es würde mich bestimmt wieder zurückwerfen, aber mit der Ungewissheit leben „was wäre wenn“ ist halt auch doof. Deshalb dachte ich, wage ich den Schritt.
 
  • #4
Dann suche dir einen Mann, der deinen Nähebedürfnissen entgegen kommt! Hat doch keinen Wert so.
 
  • #6
ch bin keine, die zu der Fraktion „mach dich rar werde zum Star gehört“, nur leider rät mir jede Freundin Sachen wie „melde dich ja nicht“
Belasse es dabei. Ein Blick von Aussen hilft oft Wunder. Deine Freundinnen beurteilen die Lage sicher nicht schlecht.

Du bist ncht objektv, solltest es aber durchaus sein, denn es geht um Dein Leben.
Denke daran, dass es Gründe gibt, in einer frühen Phase der Beziehung in solch schwere Streitigkeiten zu geraten. Das hat mit dem Anlass wenig zu tun, sondern vor allem mit den Beteiligten.
Nimm dies ernst und suche nicht bei Dir die Schuld.

Mit einem wirklichen Traummann wirst Du solche Streitigkeiten selten oder auch gar nicht erleben. Das passt dann eben besser.
Mach Dir das klar.
 
  • #7
Er sagte ja:
„wir müssen das machen bzw ich muss bei der Trennung bleiben ich möchte keine On-Off Sache + wir hätten uns sonst kaputt gemacht“.
Ich denke, dass bei eurer letzten Begegnung nur so viel erinnert und gelacht wurde, weil Du und er wussten, dass es vorbei ist. Soll heißen, dann kämpft man nicht mehr mit dem anderen, dass er Erwartungen erfüllen soll, so wie ihr das anscheinend die ganze Beziehung über gemacht habt.
Ich wollte die Trennung trotzdem nicht, er eigtl. auch nicht
Mein Eindruck ist, dass Du das aus einer sehr engen Sicht siehst. Ich will Dir das nicht unterstellen, Du hast geschrieben, dass er auch Dich einengte. Aber mein Eindruck ist, dass Du mehr Eifersuchtsstress machtest, vielleicht die Konzentration auf ihn selbst für Dich als einengend empfandst und er sich vorsichtig aus der Affäre gezogen hat, indem er Dir ein wenig nach dem Mund redet, dann aber den Satz mit "aber" bringt und sagt, dass die Trennung das Beste sei. Sowas klingt für mich immer nach "ich beruhige den anstrengenden Menschen, damit er nicht emotional stressig wird". Du bist ja ziemlich vereinnahmend gewesen und er weiß nicht, wie es nun in Dir aussieht. Wäre er jetzt auch so an Dir hängend gewesen, hätte er m.E. nicht den Schluss gut gefunden.

Ich würde es zwar trotzdem an Deiner Stelle versuchen, weil ihr nicht böse auseinandergegangen seid (ja, der Streit. Ich vermute, du warst wiedermal eifersüchtig. Aber es gibt ja kein böses Blut.)
Also sprich ihn drauf an, aber hoffen würde ich nicht. Dazu sieht mir das alles zu sehr danach aus, dass er nicht zurück will.
 
  • #8
Ich verstehe das Problem nicht. Zu viel Nähe? Von Beiden? Nur von der FS? Wen hat die Nähe gestört? Beide? Nur ihn? Auf welcher Diagnose setzt die Therapie auf? Eine eher oberflächliche Verhaltensstörung? Oder eine tiefere trauma basierte Störung? Wie wurde der Konflikt ausgetragen?

Was die Freundinnen raten ist richtig wenn die Trennung zementiert werden soll.

Was @Andreas1965 rät ist richtig wenn es eine Reunion geben soll.

Welches Ziel man der FS empfehlen sollte ist abhängig von den Antworten auf die o.g. Fragen.
 
  • #9
Ich kann es verstehen.
Auf der einen Seite riesige Anziehung - auf der anderen Seite der Dämon Eifersucht.
Das Verzwickte bei der Sache ist, dass die guten Erinnerungen bleiben, die Eifersuchtsszenen und Streits verblassen. Du hast von Einengung geschrieben .... würde ich auch nicht haben wollen. Keine Luft zum Atmen mehr zu haben - kein schönes Gefühl.
Überlegt zusammen, was ihr beide wirklich wollt. Und wenn ihr beide wirklich noch einmal zusammen kommen wollt, dann bekämpft beide gemeinsam vor dem Start die Eifersucht.
Mein Rat - unternehmt öfters was zusammen. Dann werdet ihr beide merken, ob ihr eine gemeinsame Zukunft sehen wollt. Und erst dann redet ihr miteinander darüber.
Viel Geduld und noch mehr Erfolg
Tom
 
  • #10
Ein 2. (oder 3. oder x.?) Versuch macht nur Sinn, wenn die Probleme von damals nicht mehr bestehen...

Nach 6 Wochen Therapie hast Du sicher Deine Eifersucht NICHT abgelegt und Dein Verhalten NICHT verändert. Rechne lieber mit einer Zeitspanne von einem Jahr.

Ob er an sich arbeitet, ist überhaupt nicht klar.

Hört sich für mich nach einer destruktiven Beziehung an mit viel Streit, viel vereinnahmen wollen, aber das für große Liebe halten.
 
  • #11
Da ich schlechte Kommunikation kenne, sich reflektieren und dann nach dem Off auch wieder ein On....

Verstehe ich, dass Du denkst: Problem bei mir erkannt und damit ist die Lösung so einfach.
Vorallem wenn man noch liebt.

Einfach ist es nur leider meistens nicht...
Regeln mit Codes finde ich sehr gut.
Bei mir war es die Zahl 10 wenn ich mich in etwas reingesteigert habe.
Oder "Hast Du denn schon einen Weihnachtsbaum" ...für: Themenwechsel.

Allerdings sollte das für Beide gelten
Wenn der andere sich nicht reflektiert hat und nichts ändert, dann kommt der Punkt, wo Dir auffällt:
Du wirst mit Codes reglementiert und bleibst weiter alles Schuld.
Die Situation zb triggert mich und da ich Ungerechtigkeit nicht leiden kann, geht dann auch meine Kommunikation wieder den Bach runter.

Rückwirkend betrachtet, habe ich eigentlich nur versucht, mit ihm klar zu kommen und mir eher mehr als weniger gefallen zu lassen.

Es müssen schon beide von Herzen wollen, reflektieren und aus der negativen Kommunikation raus.
Und wissen; mal eben so ändert sich das nicht.
 
  • #12
Es soll sich nicht „dumm vor Liebe“ anhören, aber wir lieben uns immer noch. Es war also keine Trennung aufgrund mangelnder Gefühle.

Letztlich ist der Grund für eine Trennung doch egal, solange er plausibel ist. Auch Eifersucht kann Beziehungen zerstören. Streitereien ebenso. "Liebe" alleine reicht nicht für eine Beziehung. Das sind dann genau die "On-Off"-Geschichten, bei denen beide sich immer wieder anziehen und anschließend im Streit wieder trennen. So sehr ich nachvollziehen kann, dass Du ihn vermisst, ich würde das nicht wieder aufwärmen.
 
  • #13
@void

Danke für deinen Beitrag. Jedoch sollte ich vll etwas ausholen. Er hat damit begonnen mich "einzuengen". Einzuengen ist für mich vll das falsche Wort, da ich gerne sehr sehr viel Zeit mit meinem Partner verbringe und auch brauche. Er hat aber damit angefangen, dass es ihn störte, wenn ich alleine feiern ging /alleine wohin ging. Er hat es mir zwar nie verboten, aber es mir dann zu spüren gegeben, indem er mich ignorierte, eingeschnappt war.. Es dann aber immer erst später zugegeben hat, warum. Also richtig war das auch nicht. Irgendwann war es dann so, dass ich sowieso ohne ihn nirgends mehr hin wollte (das hatte nix mit ihm zu tun, so werde ich leider nach un nach in jeder Beziehung, daher auch die Therapie und irgendwann fand ich es eben unfair und habe Terror gemacht, wenn er dann im Gegenzug aber schon "durfte" und wenn ich es gemacht habe, aber dann solche "Ich ignorier dich, dann merkst du es schon, dass es falsch war-Aktionen" durchgezogen hat. Solche Aktionen hat er dann aber irgendwann gelassen, also er hat schon draus gelernt mit der Zeit. Ist also von beiden Seiten vieles nicht richtig abgelaufen/gewesen.
 
  • #14
@Ejscheff

Ich verstehe das Problem nicht. Zu viel Nähe? Von Beiden? Nur von der FS? Wen hat die Nähe gestört? Beide? Nur ihn? Auf welcher Diagnose setzt die Therapie auf? Eine eher oberflächliche Verhaltensstörung? Oder eine tiefere trauma basierte Störung? Wie wurde der Konflikt ausgetragen?

Danke für deine liebe Antwort. Es ist schön, ernst genommen zu werden.

Nein, zu viel Nähe gab es nicht, zumindest hat er das nie gesagt. Ich hatte das Gefühl, er wollte genauso viel Zeit mit mir verbringen, also das war nie Thema.

Thema war es dann, wenn einer von beiden (sprich meistens er, weil ich nichts mehr alleine gemacht habe) dann alleine was unternehmen wollte, dann gab es Terror.

Es ist immer drauf angekommen was genau. Wollte in dem Fall Er z. B. nur mal zu einem Freund/Familie wie auch immer, war mir das egal, aber gings darum, dass er an

Einem seiner freien Tage (was nicht oft so war, da selbstständig) den ganzen Tag mit einem Freund was machen wollte oder Essen gehen oder feiern gehen, dann gab es

Einengungen meinerseits. Wenn ich aber was gemacht hätte, also alleine, dann hätte ihm das wiederum aber auch nicht gepasst, verboten hätte er es natürlich nicht.

Therapie mache ich seit einigen Monaten, da ich leider in meiner vorherigen Beziehung ähnlich war. Mir passte es nicht, wenn mein Freund ohne mich was machte,

aber eifersüchtig (wegen z. b. Frauen) war ich in der Ex-Beziehung z. B. gar nicht, das kam erst bei meinem jetzigen, da er für mich wie gesagt ganz oben am „Podest“ steht, blöd ausgedrückt.

Er eben auch optisch gesehen (was natürlich nicht das wichtigste ist) mein Traummann ist, so wie ich es mir von klein auf gewünscht hab. Hört sich doof an, ist aber so.

Es ist eine enorme Anziehung vorhanden.

Die Therapie beläuft sich auf eine Verhaltenstherapie und Verlustangst.

Konflikte wurden leider falsch ausgetragen. Ich wollte immer alles nach einem Streit sofort klären, er brauchte erst mal Ruhe auch wenn z. B. der Streit von ihm ausging.

Er hat teilweise auch gern mal Dinge wie „ignorieren“ durchgezogen, anstatt offen zu sagen „Du ich will/brauch etwas Abstand, melde mich dann bei dir“. Einfach ignorieren beim Partner finde ich halt auch nicht ganz so richtig und eher verletzend. Nach einem Streit wurde sich dann „einfach“ vertragen, aber nie wirklich drüber geredete, was auch ein riesen Fehler war.

Man hätte denke ich vieles verhindern können, wenn man offen drüber gesprochen hätte, anstatt sich einfach nur vertragen zu haben.
 
  • #15
Nach 6 Wochen Therapie hast Du sicher Deine Eifersucht NICHT abgelegt und Dein Verhalten NICHT verändert. Rechne lieber mit einer Zeitspanne von einem Jahr.
Das wollte ich immer schon mal ansprechen, wenn dazu geraten wird, eine Therapie zu machen.
Das wird hier sehr oft und schnell auch bei, wie ich finde, normalen Malessen geraten, wie Eifersucht oder keinen-Bock-auf-eine-feste-Beziehung-haben oder immer-den-falschen-Mann-aussuchen.

Beispiel: der ältere Mann aus dem Nachbarthread bekommt nicht mehr die Hose aufgerissen, ist daher gefühlt suizid-gefährdet ( "es geht ums Überleben" ) und begibt sich deswegen in therapeutische Behandlung.
Ich gehe davon aus, bzw. ich hoffe es im Sinne der Ressourcenschonung auch meiner Krankenkassenbeiträge, dass bei derartigen Verdauungsstörungen der Hilfesuchende die Stunden selbst bezahlt.
Und ja, auch ich hätte angenommen, dass eine Therapie lange dauert, wenn sie irgendetwas bewirken soll.
Mindestens ein Jahr ? Mindestens einmal pro Woche ? Also 50 x als absolute Untergrenze ? Was kostet eine Stunde ? Mindestens 100 €, sicher eher mehr, richtig ?
5.000 € also weil man eifersüchtig ist oder traurig, dass der Dödel nicht mehr ins Runde darf ? Boah, da wüßte ich aber was besseres mit anzufangen.

Ich rede nicht von wirklichen Problemen, wie sie Leute nach Missbrauch in der Kindheit haben oder nach Kriegserlebnissen. Dann bezahlt ja auch die Krankenkasse.
Hier wird aber oft auch bei kleinen Problemen zu einer Therapie geraten, kürzlich sogar einer 22-jährigen Studentin. Wie soll die das denn bezahlen ?
@Lionne69 : magst du mir das erklären ?

w 51
 
  • #16
Ehrlich gesagt würde ich an deiner Stelle warten ob er wieder auf dich zu kommt. Erstens hast du Zeit um noch an dir zu arbeiten und zweitens wird es dir ein ganz tolles Gefühl geben, wenn er auf dich zu kommt. Dann weisst du auch das er auch noch an dir interessiert ist.
 
  • #17
Mindestens ein Jahr ? Mindestens einmal pro Woche ? Also 50 x als absolute Untergrenze ? Was kostet eine Stunde ? Mindestens 100 €, sicher eher mehr, richtig ?

Krankenkasse gesetzlich 82, € / 50 min, privat mit unterschiedlichem Zuschlag.

Wenn ein Hausarzt es verschreibt, und man einen Therapieplatz findet, bekommt man die Therapie.
Der Antrag muss gut sein.
Das Dumme ist, dass die Leute, die es am dringensten benötigen, und die sich privat nicht leisten können, sehr schnell hinten runter fallen.
Wer hat die Energie, 50 Therapeuten anzurufen, zu mailen, etc.

Eifersucht ist allerdings keine Petitesse mehr, weil es meist ein Symptom für tiefliegenderes ist, Verlustängste, oft verbunden mit Kindheitserfahrungen.

Und ich möchte weder im physischen noch erst recht im psychischen Bereich abwägen müssen, wer Anrecht auf welche Behandlung hat.
Rechtfertigt der Schnupfen einen Arztbesuch? Vielleicht manchmal schon, weil dahinter auch die Einsamkeitskomponente steckt - ich denke an ältere Menschen?
Und wer entscheidet, was für Dich persönlich problematisch ist, was eine Krise auslöst? Menschen sind unterschiedlich resilient, manche weniger belastbar. Manchmal ist es der Tropfen.

Es gibt immer einen Prozentsatz, einen kleinen, der überdehnt, einen verschwindend geringen, der ausnutzt, und viele, die viel zu spät gehen oder zu spät Unterstützung / Behandlung / Therapie bekommen.

Und bei psychischen Themen wäre es manchmal deutlich besser sich frühzeitig Unterstützung zu holen, um die weitere Entwicklung zu verhindern.
Ich hätte mir im Nachgang schon gewünscht, ich wäre 20 Jahre früher gegangen, aber da war ich nicht so weit.

Es gibt, @frei, zu Deiner Beruhigung, immer Stufen für die Bewilligung, für die Erstgespräche, Kurzzeittherapie, und dann immer wieder Verlängerungen. Bei Verhaltenstherapie max 80h, dann 2 Jahre Pause. Das kann für Betroffene richtig problematisch werden.

W,49
 
  • #18
Er hat damit begonnen mich "einzuengen". Einzuengen ist für mich vll das falsche Wort, da ich gerne sehr sehr viel Zeit mit meinem Partner verbringe und auch brauche. Er hat aber damit angefangen, dass es ihn störte, wenn ich alleine feiern ging /alleine wohin ging. Er hat es mir zwar nie verboten, aber es mir dann zu spüren gegeben, indem er mich ignorierte, eingeschnappt war.. Es dann aber immer erst später zugegeben hat, warum. Also richtig war das auch nicht. Irgendwann war es dann so, dass ich sowieso ohne ihn nirgends mehr hin wollte
Interessant. Warum macht jemand sowas ... Du bist dann sicher für ihn, weil Du nicht mehr allein weggehst und dann fängt er an, seine Freiheiten einzuforden und quasi die Regeln zu brechen, die er selbst aufgestellt hat, aber nur für Dich. Erinnert mich an die Männer, die sich vor der Ehe Mühe geben, nach der Hochzeit nicht mehr, weil die Frau dann nicht mehr gehen kann (kann sie natürlich doch, aber so fühlt es sich nicht an) Und das gibt es auch bei Frauen, die sich nach der Heirat gehenlassen z.B..
fand ich es eben unfair und habe Terror gemacht, wenn er dann im Gegenzug aber schon "durfte" und wenn ich es gemacht habe, aber dann solche "Ich ignorier dich, dann merkst du es schon, dass es falsch war-Aktionen" durchgezogen hat
So hatte er ja schon reagiert, wenn Du allein weggegangen bist. Scheint sein Reaktionsmuster zu sein. Meist sagt man ja dann, derjenige wolle mit seinem Schweigen den Partner bestrafen. Manchmal kann einer auch nicht anders, weil er nie gelernt hat, dass a) der Partner nicht mit Absicht verletzen will, b) man es kommunizieren kann, wenn einen was stört, ohne dass einem daraus ein Nachteil erwächst.
 
  • #19
@Madita8
Ansich dachte ich genauso wie du, aber ich habe Angst, dass vielleicht zu viel Zeit vergeht, er sich nicht traut oder wie auch immer?
 
  • #20
Deine Probleme sind grundsätzlich eigentlich ganz normal.
Kenne ich teilweise auch.

Aber: Mit dem richtigen, passenden, Partner wirst Du lernen, dass diese Probleme viel kleiner oder gleich nicht vorhanden sind, weil man eben sowieso übereinstimmt.

Und das sogar ohne, dass irgendeiner sich besonders ändern oder Verhaltenstherapien machen müsste.

Du bist vermutlich gar nicht krank. Suche Dir einfach einen zur Dir passenden Partner.

Nur Dein Gefühl, das täuscht Dich (und das ist nicht selten):
Dieser Mann ist nicht Dein Traummann, er war es nie.
 
Top