• #31
Dass die Frau aber nun ihrerseits die Hälfte ihrer bisherigen Miete einspart, wird als nicht ausreichend angesehen.
Voilà: hier eine solche Stimme.
Es ist kein Glück oder Zufall, was man verdient. Man verdient es.
Ich z.B. habe erstens sehr viel mehr in meine Ausbildung gesteckt als mein Freund, der in der eingesparten Zeit seinen Hobbies frönte.
Und ich arbeite zweitens etwa doppelt so viel wie er und wieder frönt er seinen Hobbies.
ich wäre nicht bereit, mich darauf festnageln zu lassen, dass ich seine Entspannung mitfinanziere.
Jeder darf sich soviel entspannen und entfalten wie er will, wenn er es sich leisten kann.
Übrigens ist es wohl nicht verwunderlich, dass immer diejenigen, die selbst wenig haben, nach der ausgleichenden Gerechtigkeit rufen.
Wie definieren diese Leute Gerechtigkeit ?
Ich tippe, für sie bedeutet Gerechtigkeit, dass alle Leute das gleiche haben oder auch entsprechend ihrer Bedürfnisse.
Für mich hingegen bedeutet Gerechtigkeit, dass diejenigen, die sehr viel arbeiten, mehr haben als die, die wenig arbeiten.

w 51

Darum geht es doch gar nicht Frau frei. Wo liest du in meinem Beitrag etwas davon, dass ich Gerechtigkeit einfordere? Es geht eher darum, dass sich jeder der beiden mit dem Modell gut fühlen soll.

Ich meinte eher die Männer, die immer sofort rufen: Trennung? Sichere Dein Geld!!!! Jeder zieht sich aber den schuh an, der ihm paßt.

Ich bin da einfach anders als ihr. In meiner Ehe hatten wir ein gemeinsames Konto, davon wurde alles bezahlt. Jeder konnte darüber verfügen und wir mussten mit dem auskommen was da war und waren auch immer für drei Kinder verantwortlich.

In Zeiten, in denen ich in Elternzeit war, kam von mir weniger Geld.
Es gab Zeiten, da hatte mein Mann nur eine halbe Stelle (aber 12 Stunden gearbeitet - und ja, das gibt es auch) oder war auch mal arbeitslos. Dann gab es Zeiten, das hat er das doppelte von mir verdient und es gab Zeiten, da habe ich das doppelte von ihm verdient. Ich war auch mal längere Zeit krank und hatte dadurch weniger Geld.
Wir waren eine Einheit - durch dick und dünn sind wir gegangen und haben füreinander eingestanden. Und genau das meine ich.

Du lebst ein anderes Lebensmodell. Ist doch in Ordnung, wenn ihr beide damit glücklich seid. Dein Partner oder was das ist, lebt sein Leben offenbar recht entspannt und Du arbeitest gern und definierst dich über deine Arbeit und dein Geld. Ihr habt ja auch keinen gemeinsamen Haushalt, wenn ich mich recht erinnere. Deshalb kannst Du zu dem Thema ja vielleicht auch nicht wirklich etwas beitragen.

Auch deine Meinung, dass jemand der wenig Geld verdient, auch wenig arbeitet, ist an der Realität vorbei. Er ist auch kein arbeitloser Loser, sondern promovierter Akademiker in der Forschung. Wir haben also beide auch viel Zeit in unsere Ausbildungen gesteckt.
Deine Meinung spiegelt eher dein Lebensmodell wieder, ist aber nicht auf alle anderen anwendbar.
 
  • #32
Wenn dein Freund zu dir zieht, spart er sich seine Mietkosten. Daher halte ich es für logisch und fair, dass er dir einen angemessenen Teil quasi als Miete zahlt. Wenn dieser Teil geringer als seine bisherigen Mietkosten sind (davon gehe ich aus) hat er ja auch einen finanziellen Vorteil durch das Zusammenziehen. Dieses Geld könnte er ja zur Vermögensbildung anlegen oder ebenfalls in eine Eigentumswohnung investieren.
Die anderen Kosten werden hälftig geteilt. Persönlichen Bedarf zahlt jeder für sich selbst.
 
  • #33
Das Kind ist noch klein, sodass ihrem Einkommen das Erziehungsgeld wohl zugerechnet werden muss. Das ist ja nicht ihr Taschengeld sondern Bestandteil des Familieneinkommens.

Ja und das sind hundert €uro. Und ich hab nochmal gerechnet. Ich verdiene gar nicht 50 % mehr, sondern
Ich verstehe ihn so, dass das" aktuell" ein vorübergehender Zustand ist und sobald dem Herr nicht genehm ist, das Kind aus dem grobsten raus ist oder sie sich irgendwas zuschulden lässt,wird sie nicht mehr in SEINEM Haus wohnen.

Genauso ist der Plan.
 
  • #34
Nein. Aber ich habe 1. vergessen zu schreiben, dass es ihr Vorschlag war. 2. dass wir das beobachten. 3. dass ich alle andere Fixkosten übernehme, außer ihre persönlichen Versicherungen. Ich zahle das Haus weiter alleine ab und alle sonstigen Kosten, Strom, Holz, Wasser etc. pp. Wir teilen uns sozusagen nix. Beim Kind entscheiden wir immer gemeinsam. In Summe zahlt Sie deutlich weniger als ich.
Uff, ich bin erleichtert.
Du bezahlst also alles, was mit Wohnen zusammen hängt, dazu Auto, Versicherungen ( außer ihre speziellen... ), die Kita ( oder hast du das Kind, wenn sie arbeitet ? ), die Windeln, die Handies, Das Klopapier, das Waschmittel, die Reparaturen...während sie ausschließlich die Lebensmittel bezahlt und dazu auch mal was Persönliches wie z.B. was zum Anziehen für sich oder das Kind ( du bezahlst auch mit, wenn es um das Kind geht, richtig ? ).

Ok, du hattest zum Glück nur falsche Angaben gemacht. Mit den korrigierten sieht es komplett anders aus.

Dazu hat @Vikky recht, heute gibt es viel mehr Elterngeld als zu meiner Zeit, damals 600 DM/Monat, während Cho Oyus Freundin vielleicht 1.800 € bekam, was der Höchstsatz ist, falls sie vorher ganz gut verdient hat und in Vollzeit arbeitete.
Leider ist es damit nun vorbei, das wird nur 14 Monate bezahlt, das Kind ist aber 1,5 Jahre alt.
Sie bekommt immerhin ca. 200 € Kindergeld, was die Einkommensdifferenz nicht ausgleicht, aber das ist jetzt auch nicht mehr relevant, seit wir wissen, dass Cho Oyu doch sehr viel mehr bezahlt als seine Freundin, die aktuell bei ihm wohnt.

w 51
 
  • #35
Was für Fixkosten gibt es denn noch außer ein bisschen Fernsehgebühr, WLAN und die üblichen Betriebskosten?

Die 500 Euro dürften nur knapp über den Sozialhilfesätzen für Billig-Lebensmittel liegen. Selbst bei sparsamem Einsatz kann man sich davon kaum gesund ernähren, geschweige denn hochwertige Produkte oder regelmäßig frisches Obst oder Gemüse kaufen. Ohne Getränke, eine Windel, ohne Waschmittel, Pflegeprodukte, ein Schmerzzäpfchen, den Eintritt ins Schwimmbad etc. Das finde ich wirklich arm.

Wahrscheinlich zahlt sie wesentlich mehr. Ich hoffe, das Kindergeld wird nicht auch noch ihrem Einkommen zugeschlagen, sondern ist für sie zur freien Verfügung für den Bedarf des Kindes.
 
  • #36
Auch deine Meinung, dass jemand der wenig Geld verdient, auch wenig arbeitet, ist an der Realität vorbei. Er ist auch kein arbeitloser Loser, sondern promovierter Akademiker in der Forschung. Wir haben also beide auch viel Zeit in unsere Ausbildungen gesteckt.
Hm, dass mein Freund ein Loser ist, finde ich auch nicht, vielmehr ist er ein Handwerksgott.
Der kann wirklich alles ! Er verdient nur leider kein Geld damit, Das darf er sehr gerne tun, aber ich bin dafür nicht verantwortlich.
Und dein Freund ist als promovierter Akademiker natürlich auch kein Loser, aber er verdient in der Forschung sicher eher wenig. I.d.R. entscheidet man sich schon während des Studium, ob man lieber z.B. an der Uni in einem Institut bleibt, also für die Ehre, oder in die Wirtschaft geht, also für ein gutes Einkommen.
An dieser Stelle steht meine Tochter gerade. Vor einem Jahr ging der Weg eher Richtung Promotion und eine wissenschaftliche Laufbahn, aber nun hat sie gemerkt, wie hart da der Wind weht, dass man vielleicht viele Jahre lang immer nur schlecht bezahlte und vor allem befristete Stellen bekommt, so wie sogar einige ihrer Dozenten und nun versucht sie, so schnell wie möglich in der Wirtschaft den Fuß in die Tür zu kriegen.
Dafür gibt es den Begriff Brotberuf.

Ich habe einen und ja, er macht mir sehr viel Spaß.
Ich habe Glück, dass das, was mir Spaß macht, Geld einbringt.
Aber jeder hat es in der Hand, wir sind frei, unser Leben zu gestalten.
Wenn dein Mann in der Forschung arbeitet, bereitet ihm das vielleicht sehr viel Zufriedenheit und das ist sehr viel wert, für ihn offenbar mehr als Geld.
Und er hat Glück, dass er nichts tun muss, was ihm keine Freude bereitet, nur weil er Geld verdienen muss. Weil er dich hat, die es abfedert, wenn er zwar 60 Std./ Woche arbeitet, aber nur für 20 bezahlt wird.
Ich finde das sehr toll von dir !
Und ja, ich würde das nicht machen, sondern meinen Freund bitten, dass er soviel verdient, dass es für ihn reicht.
Du hast recht, jeder nach seiner Facon.

Dass meine Meinung mein Lebensmodell widerspiegelt ist doch klar, wir alle schreiben hier immer aus unserer Sicht.
Ich finde, dass ich auch mitreden darf, obwohl mein Freund nicht bei mir wohnt.
Ich rede auch mit, wenn Leute betrogen oder geschlagen werden, wenn jemand Drogen nimmt, wenn es um Hunde geht usw. obwohl ich dies alles nicht selbst erlebe. Du nicht ?

w 51
 
  • #37
Ich hoffe sehr, dass das ironisch oder von mir aus sehr sarkastisch gemeint ist. Weil so ein Zynismus kenne ich nur vom Eisscheff in manchen seiner Beiträge, wobei sogar er hat sich mittlerweile eingekriegt. Mein Ex, der nicht immer gut auf mich zu sprechen war, bringt mir mehr Respekt als Mutter seiner Kinder entgegen, als du es mit deiner tust. Cho Oyu, wenn ihr, sagen wir, ein Arrangement wegen Kindes habt, dann brauchst du keine Posts schreiben, von wegen meine Freundin passt auf Kind schlecht auf. Ist sie deine Freundin oder nur Mutter deines Kindes? Wenn du meinst, ein ganz schlauer zu sein und ihr was vormachen, um sie dann bei der Gelegenheit rauszuwerfen, dann solltest du eins wissen- die ausgleichende Gerechtigkeit hat noch niemand abgeschafft und es könnte sein, dass in deiner dunkler Stunde sie die einzige nahestehende Person in deinem Leben wird. Junger wirst du auch nicht und definitiv nicht unverwundbar.
 
  • #38
Danke erstmal für eure Anregungen. Aber irgendwie geht es mir schon, wie @neverever es beschreibt.

Grundsätzlich denke ich, dass mich der Strom nicht mehr kostet, wenn er mit im Zimmer sitzt - das Licht mache ich nur einmal an und muss es so oder so bezahlen.

Auch ist er sonst sehr großzügig zu mir, wenn wir unterwegs sind, lädt er mich meist ein oder übernimmt die größeren Beträge, ich hab dann nur die Spritkosten, weil wir meist mit meinem Dieselchen fahren.

Er ist auch sonst sehr lieb und macht viel für mich. Irgendwie käme ich mir komisch vor Miete zu verlangen.

Andererseits spart er dann rund 500 € für seine Miete.

Auch deine Meinung, dass jemand der wenig Geld verdient, auch wenig arbeitet, ist an der Realität vorbei.

Danke für diesen Post. In meinem Fall arbeite ich sogar 2.5 h pro Woche mehr als er. Allerdings muss er körperlich härter arbeiten, mit unangenehmen Arbeitszeiten.

Man muss sowas allerdings im Gesamtkontext sehen:

In meinem Job könnte ich in München sicher mehr als das Doppelte verdienen, mir jedoch trotzdem dort kein Haus leisten.

Oder ich hätte anderswo Karriere machen und mehr verdienen können, wenn ich ortsungebunden und ohne Familie gewesen wäre.

Neben meinem Haus kann ich somit auch noch ein erwachsenes Kind und einen Hund als Familie einbringen, die er beide auch mag. Er hat keine Kinder.

So konnte ich eben nur einen Job im hiesigen Raum annehmen, weil hier mein Haus und meine Familie einbringen.

Was ist nun mehr wert?
 
  • #39
Andererseits spart er dann rund 500 € für seine Miete.
Andererseits ist er auch sonst grosszügig zu dir und übernimmt finanziell viel. Und weil er auch an Miete spart ,könnte er auch in der Zukunft grosszügiger werden. Ich schreibe "könnte". Kennst du das Märchen mit dem Fischer und seiner Frau? Der Fischer hatte einen Goldfisch gefangen und fürs Losslassen hatte er einen Wunsch frei. Nach und nach hat der Fisch die Wünsche seiner Frau erfüllt, sie war aber nie zufrieden und am Schluss blieb sie wieder mit nichts. Also, liebe Joggerin, schiele nicht auf Geldbeutel des Mannes. Dir geht es doch gut, für deine Verhältnisse ist dein Freund grosszügig genug, was willst du? Klar, spart er Miete, der könnte aber genauso schnell auf der Strasse landen, bzw.muss sich für sein Alter absichern usw. Bist du mit dem zufrieden, was er gibt, gibt er weiter, später womöglich mehr oder sogar alles. Sonst passiert dir das wie mit der Fischerfrau.
 
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  • #40
Wie die Kostenverteilung ist, hängt von den Ansichten und den Bedürfnissen der Beteiligten ab. Das ist bei jedem anders!
Ich würde aber zB einem Partner niemals Miete zahlen. Wenn er mich bei sich haben will, sollte das möglich sein, ohne dass ich zahlen muss. Eine eigene (Miet-)Wohnung hat im Gegensatz dazu außerdem den Vorteil, dass es alleine mein Reich ist und ich die Tür zumachen kann, wenn es mir passt. Dafür zahle ich gerne.
 
  • #41
Was für Fixkosten gibt es denn noch außer ein bisschen Fernsehgebühr, WLAN und die üblichen Betriebskosten?
Die 500 Euro dürften nur knapp über den Sozialhilfesätzen für Billig-Lebensmittel liegen.

Keine Ahnung wo du wohnst. Heute gab es Tafelspitz mit Wirsing und Kartoffel. Der Tafelspitz vom Metzger. Zum Nachtisch Himbeerkuchen vom Bäcker. Bei uns gibt es täglich frisches Obst und Gemüse. Wir kaufen fast nie bei Aldi und Co ein, sondern hier im Dorf beim Gemüse und Käsehändler, Metzger und Bäcker. Alles nicht Feinkost Käfer aber auch kein Schund. Bei uns geht das und lies meinen zweiten Post.

Fixkosten: z.B. über € 1.500 fürs Haus. Strom - brauchst du nicht oder? Heizen? Versicherungen fürs Haus etc. pp. da kommen 100er Euro zusammen. Schläfst du im Zelt?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #42
Du zahlst eine kleine Rate. Gut. Dann ist es vermutlich auch nicht so eng bei dir. Miete von einem Partner zu verlangen, fände ich dämlich. Aber nachdem er sich die Miete erspart, sollte er die Nebenkosten tragen. Dann wird dir etwas abgenommen und er zahlt erheblich weniger.

Den Rest würde ich in einen Topf schmeißen. Aus diesem Topf können sich beide bedienen. Von dieser 50:50-Cent-Fuchserei halte ich gar nichts. Werden dann alle anderen Beziehungsaspekte auch so penibel aufgerechnet? Ich habe dir jetzt 40 Minuten zugehört. Ich höre dir nicht weiter zu, bis du beim Zuhören wieder auf gleich bist. Ich habe dich jetzt zwei Mal mehr oral verwöhnt, solange du nicht gleichziehst, geht gar nichts mehr. Nein, ich nehme dir nichts aus der Stadt mit, ich hab das schon zwei Mal öfter gemacht, sorry. Ist doch alles bescheuert. Entweder will man "den Weg" gemeinsam gehen, oder eben nicht. Wenn ja, dann gehört auch das Geld dazu.

Bei diesen LAT-Konstrukten ist das sicher was anderes.
 
  • #43
Ich finde das Problem nicht einfach, eine zufriedenstellende Lösung hab ich nicht. Aber hierzu was:
Andererseits spart er dann rund 500 € für seine Miete
Ich finde die Denke falsch. Also auf SEIN Geld zu gucken und ihm das gewissermaßen nicht zu gönnen, dass er was sparen könnte. Stattdessen finde ich den Blick auf das eigene Geld besser. Also "muss ich mehr zahlen, wenn er da ist".
Ist der Partner dazu da, dass man auch einen finanziellen Vorteil mitgeliefert bekommt? Klar kannst Du mehr zurücklegen, wenn er Dir Miete gibt. Aber ich würde von dem Denken erstmal Abstand nehmen, dass Dich sein Verdienst was angeht und Du damit rumrechnen solltest.
Das heißt nicht, das nicht mal zu durchdenken, aber sich dessen bewusst zu sein, dass man darauf so wenig Zugriff zu haben hat, wie der andere auf Haus und Grundstück als Altersvorsorge für sich, und wie es wäre, wenn er Testamentsregelungen schon festlegen wollen könnte. Ich meine allgemein das Gucken: was hab ich, was hat er, wo will ich was ausgleichen und absichern.
Ihr habt keine gemeinsame Kasse, ihr baut euch nicht gemeinsam was auf und sichert euch nicht gegenseitig ab (jedenfalls NOCH nicht). Du kannst ihn jederzeit rausschmeißen, er hat nicht dieselben Rechte wie ein Mieter.

Das ganze bringt die Frage auch auf, ob Du mit jemandem zusammengezogen wärst, der weniger als Du verdient. Zu gucken, was er verdient, was er durch die Beziehung einsparen könnte und wie er Dir einen Gewinn verschaffen könnte usw., klingt alles sehr unsexy.

Der andere Aspekt ist natürlich, dass wirklich kein Ungleichgewicht entstehen sollte, also dass Du rumruderst, das Haus zu finanzieren, jedesmal einen innerlichen Anfall bekommst, wenn er das Licht in einem Zimmer anmacht, wo Du nicht drin bist, und die Minuten zählst, die er das Duschwasser laufen lässt.

An Deiner Stelle würde ich nichts dazu sagen und mal gucken, wie das so läuft und ob Dir das Wohnen mit ihm ein finanzieller Verlust ist. Wenn er sich drüber freut, dank Deiner Wohnsituation keine Miete mehr zahlen zu müssen und nun mehr Geld zurückbehalten zu können, das er für sich anlegt, also wenn er das Thema nicht von selbst anspricht, aber zeigt, dass ihm bewusst ist, was los ist, kannst Du was über seinen Charakter erfahren.

Worauf Du achten wirst müssen, werden die Vergnügungsausgaben sein. Wenn er mehr verdient, kann er sich auch mehr leisten, müsste Dich einladen, wenn er Dich dabei haben will. Aber vielleicht würdest Du diese Unternehmungen lieber nicht machen und siehst sein Geldgabe hier zwar als Mehrausgabe seinerseits für Dich, aber als Dinge, die Du nicht bräuchtest - soll heißen: Mietgeld wäre Dir lieber, er denkt, er gleicht das Nichtzahlen der Miete so aus.
 
  • #44
Fixkosten: z.B. über € 1.500 fürs Haus. Strom - brauchst du nicht oder?

Das Haus hattest du schon vor deiner Freundin und eurem Kind? Du kannst dir sicher sein, dass sie mindestens 750 Euro für das Essen von drei Personen und andere familiäre "Kleinigkeiten" ausgibt, denn du schreibst ja selbst, dass ihr ordentlich und gut esst. Also macht ihr 50/50, obwohl sie den größeren Teil der Kinderbetreuung leistet, das Essen und das "Mobile" jeden Monat weg sind, DEIN Haus aber immer da ist. Und sogar jeden Monat ein Stück weiter abgezahlt. Diese Verteilung der Kosten find ich unfair.

Meine Frage hast du leider nicht beantwortet. Heizung, Strom, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Schorni etc. sind ja normale Betriebskosten, Warmmiete sozusagen. Nur der Strom nicht und das WLAN. Ich steh da gut im Stoff, weil ich seit zwei Monaten einen Teil meines Hauses im Berliner Süden vermiete.
 
  • #45
Auch ist er sonst sehr großzügig zu mir, wenn wir unterwegs sind, lädt er mich meist ein oder übernimmt die größeren Beträge, ich hab dann nur die Spritkosten, weil wir meist mit meinem Dieselchen fahren.

Er ist auch sonst sehr lieb und macht viel für mich. Irgendwie käme ich mir komisch vor Miete zu verlangen.

Das ginge mir auch so in diesem Fall. Von ihm kommt ja wirklich 'ne ganze Menge. Vermutlich auch handwerklich.

Andererseits spart er dann rund 500 € für seine Miete.

Na und? Du hast dafür mit ihm den Sechser im Lotto gezogen. So lese ich das zumindest.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Was nutzt dir das? Du hattest deine Gründe für den Weg, den du gegangen bist. Andernfalls hättest du ihn nicht getroffen! Das wäre doch viel schlimmer, oder? :)
 
  • #46
Und weil er auch an Miete spart ,könnte er auch in der Zukunft grosszügiger werden. Ich schreibe "könnte".

Ich schiele bestimmt nicht auf seinen Geldbeutel, mein Leben kann ich sehr gut allein finanzieren.

Allerdings bin ich der Meinung, dass in einer Beziehung beide etwas davon haben sollten und keiner in Abhängigkeiten gerät.

Wenn ich ihn umsonst wohnen lasse hat er dadurch noch mehr Geld zur Verfügung als bereits jetzt und als ich. Bei mir kommt nach Abzug meiner Kosten nicht mehr viel, bei ihm fängt da der Spaß erst an.

Für mich ändert sich nichts planbares, wenn ich mir die Großzügigkeit erlaube, ihm umsonst wohnen zu lassen.

Würde man gemeinsam eine Mietwohnung nehmen, käme glaube ich keiner auf die Idee, die Mietkosten allein dem aufzubürden, der nur halb so viel verdient und alles andere grob durch zwei zu teilen.

Auch wenn er großzügig ist, ist er dann derjenige, der allein über dieses Geld bestimmt, was damit gemacht wird.

So musste ich ihm jetzt z.b. einen Urlaub absagen, weil ich dafür kein Geld im Moment habe. Mit einer regelmäßigen und vereinbarten Mieteinnahme sähe das anders aus. So kann er nun entscheiden, ob er mich einlädt oder es lässt.

Wenn ich mir diese Großzügigkeit also leisten will, begebe ich mich dadurch noch mehr in die Bittsteller Position. Das ist der Teil der mir dabei nicht gefällt.

aber genauso schnell auf der Strasse landen, bzw.muss sich für sein Alter absichern

Wenn er das bislang nicht für nötig befunden hat, es sich gutgehen ließ, wägrend ich mein Häuschen immer brav abbezahlte, soll ich das nun quasi indirekt finanzieren?
 
  • #47
Danke erstmal für eure Anregungen. Aber irgendwie geht es mir schon, wie @neverever es beschreibt.

Auch ist er sonst sehr großzügig zu mir, wenn wir unterwegs sind, lädt er mich meist ein oder übernimmt die größeren Beträge, ich hab dann nur die Spritkosten, weil wir meist mit meinem Dieselchen fahren.

Er ist auch sonst sehr lieb und macht viel für mich. Irgendwie käme ich mir komisch vor Miete zu verlangen.

Andererseits spart er dann rund 500 € für seine Miete.

Liebe Joggerin, ich finde das liest sich alles sehr gut mit Euch beiden. Das klingt auch eher nach einem "für immer und ewig" Konzept. Das freut mich für dich.
Ich stehe ja gerade an der gleichen Stelle/Schwelle in meinem Leben. Was ich sehr wichtig finde, dass sich niemand übervorteilt fühlt, denn das schafft irgendwann Unfrieden.
Habt ihr denn mal über die gemeinsamen Kosten gesprochen? Plant ihr gemeinsame Anschaffungen? Urlaubsfinanzierung?
Ich favorisiere ja eher ein gemeinsames Konto auf das jeder einzahlt.
 
  • #48
Ist der Partner dazu da, dass man auch einen finanziellen Vorteil mitgeliefert bekommt?

Wenn ich über eine anteilige Miete nachdenke, spekuliere ich nach einem finanziellen Vorteil?

Wenn er jedoch darauf spekuliert, bei mir mietkostenfrei wohnen zu können, ist es in Ordnung und kein finanzieller Vorteil?

Ja vielleicht ist das auch indirekt mein Problem, dass er einzig damit argumentierte, seine Miete sparen zu können und keine romantischen Gründe nannte.

Nehmen wir an meine Frage wäre: Ich wohne zur Miete, er will zu mir ziehen und er verdient das Doppelte wie ich und will keine Miete mitzahlen. Würden die Antworten gleich ausfallen ?

Warum soll mir nun der Strick daraus gedreht werden, weil ich in der Vergangenheit für meine Zukunft vorgesorgt habe und nicht wie er nur in einer Mietwohnung lebe?


Aber vielleicht würdest Du diese Unternehmungen lieber nicht machen und siehst sein Geldgabe hier zwar als Mehrausgabe seinerseits für Dich, aber als Dinge, die Du nicht bräuchtest - soll heißen: Mietgeld wäre Dir lieber, er denkt, er gleicht das Nichtzahlen der Miete so aus.

Ich glaube es geht mir auch eher darum, nicht eingeladen werden zu müssen, sondern selbst bezahlen zu können. Diese Abhängigkeit mag ich nicht.
 
  • #49
Ich verstehe deine Frage nach dem Wert nicht, wie meinst du das? Er spart Miete auf der einen Seite? Auf der anderen Seite bringst du Hund und Kind ein, und aufgrund deiner Lebensumstände hast du auf Karriere verzichtet? Was hat das miteinander zu tun? Soll er für Kind, Hund und deine bisherige Lebensplanung bezahlen?

Frau 52
 
  • #51
Wenn ich mir diese Großzügigkeit also leisten will, begebe ich mich dadurch noch mehr in die Bittsteller Position. Das ist der Teil der mir dabei nicht gefällt......Ich glaube es geht mir auch eher darum, nicht eingeladen werden zu müssen, sondern selbst bezahlen zu können.
Verstehe ich gut.
Ändert aber nichts daran, dass du Eigentum hast, er nicht.
Genau dieser Punkt fühlt sich also nicht so gut in einer Beziehung an.

Aber wie wäre das: Er zahlt die Hälfte einer potentiellen Miete für das Mitwohnen, und diese nimmst du, sowie er die zweite, gesparte Hälfte der Miete, um damit gemeinsam nochmal eine Wohnung zu kaufen? Dann hättet ihr beide etwas davon, und zwar das Gleiche: eine gemeinsame, angesparte Wohnung. Was gemeinsames Neues wäre manchem sensiblen Menschen sogar lieber.
Finanziell wäre es das Gleiche, emotional vermutlich nicht.
Nehmen wir an meine Frage wäre: Ich wohne zur Miete, er will zu mir ziehen und er verdient das Doppelte wie ich und will keine Miete mitzahlen. Würden die Antworten gleich ausfallen ?
Nein, ganz und gar nicht, da wäre eine hälftige Mietbeteiligung die normale Reaktion.
Bei einem gemeinsamen Miethäuschen/ Mietswohnung wäre es in deinem (finanziellen) Sinne also einfach- ist das keine Option aus deiner Sicht?
Dann könntest du dein Häuschen vermieten, hast mehr Einkommen, bist frei in der Überlegung, es mal (aus Erbsteuergründen) stückweise alle 10 Jahre an dein Kind weiterzuvererben und bist in der Zwischenzeit finanziell besser gestellt.
 
  • #52
Du kannst dir sicher sein, dass sie mindestens 750 Euro für das Essen von drei Personen und andere familiäre "Kleinigkeiten" ausgibt.
Lies noch mal weiter oben, er ist sich sicher, dass sie 500€ ausgibt.
Was ich auch nicht ganz glauben kann, denn sie kauft offenbar beim Metzger ihres Vertrauens das Fleisch, den Nachtisch beim Bäcker und auch viel Obst und Gemüse. Niemals reichen da 500 € für zweieinhalb Personen.

Ich möchte nochmal auf das, was du häppchenweise preisgibst eingehen, lieber @Cho Oyu .
Die Frau hat offenbar einen sehr guten Beruf, denn sie verdient 2/3 deines Gehalts, obwohl sie nur 10 Stunden / Woche arbeitet und du 30. Weiteres Indiz: sie bekommt nur 100 € Elterngeld, ihr Gehalt wird angerechnet, also ist es hoch.
Übrigens, du hast sicher noch nicht mitgekriegt, dass das ausgelaufen ist, das wird nur 14 Monate bezahlt, euer Kind ist aber 18 Monate alt.
Dazu 200 € Kindergeld.
Da du ja sicher kein freischaffender Künstler bist, sondern mindestens ein Sachbearbeitergehalt hast, sind das bei 30 Stunden vielleicht 2.000 € netto, oder eben viel mehr, je nachdem, welchen Beruf du hast.
Die Frau hat bei 10 Stunden also mind. 1.400 € netto ( oder sehr viel mehr ). Kein Elterngeld mehr, aber 200 € Kindergeld.
Sie bezahlt viel für Essen, sicher mehr als 500 € und könnte da viel sparen, wenn sie nur für zwei bezahlen müsste.

Du gibst in Post #34 an, dass sie ausziehen muss, sobald ihr euch länger streitet, sie sitzt also auf einem Schleudersitz.
Außerdem ist ohnehin vorgesehen, dass sie ausziehen wird, sobald das Kind etwas größer ist.

Frage, warum bleibt sie bei dir ?
Keine Liebe, keine Gemeinsamkeit, keine Rechtssicherheit, kein finanzieller Vorteil.
Wenn sie auszöge, würdest du Unterhalt für das Kind bezahlen, hab gerade mal geguckt, das sind mindestens 350 €, ok, ich glaube, davon darfst du das halbe Kindergeld abziehen.
Und du würdest sicher auch nicht mehr die Kita bezahlen, so wie jetzt, wenn sie arbeiten geht ( die bezahlst du, richtig ? Du sagtest, du bezahlst alle Fixkosten ).

Dennoch, sie würde sicher gut über die Runden kommen, auch ohne dich. Vor allem, wenn ihr das halbe-halbe-Modell macht, dann kann sie ja ordentlich arbeiten.
Und jeder kann Treppenschutzgitter montieren und Verantwortung übernehmen, wie er es für richtig hält und muss dem jeweils anderen keine Vorwürfe machen.
Du hast ja inzwischen selbst damit rausgerückt, dass du sie nicht liebst. Sie wird ohnehin demnächst ausziehen. Also warum nicht gleich ?
Ich meine natürlich aus Sicht der Frau.
Dass du finanziell verlieren würdest, ist natürlich blöd...
Ist das der Grund, warum du möchtest, dass sie noch ein wenig bleibt ?
Dann sieh zu, dass sie sich bei dir wohlfühlt und kritisiere nicht ihren Umgang mit dem Kind.

w 51
 
  • #53
So musste ich ihm jetzt z.b. einen Urlaub absagen, weil ich dafür kein Geld im Moment habe. Mit einer regelmäßigen und vereinbarten Mieteinnahme sähe das anders aus. So kann er nun entscheiden, ob er mich einlädt oder es lässt.
Ich finde, du tust gut daran, diese Überlegungen jetzt zu machen und auch gewisse Forderungen zu stellen, denn nachher wirst du es nie mehr tun können. Generell finde ich den Vorschlag von Inspirationmaster sehr gut.
Dein Partner verdient mehr und es ist nur fair, dass er sich auch mehr an den grundlegenden Lebenshaltungskosten beteiligt. Ich hatte in der Vergangenheit immer ein 50/50 Modell bei der Haushaltskasse und den Mietkosten, obwohl ich deutlich weniger verdiente und bei vollem Arbeitspensum noch alleine den Haushalt stemmte. Auch alle Freizeitkosten und Urlaub zahlte ich selbst. Heute würde ich das nicht mehr tun.
Dein Beitrag mit den Ferien lässt mich etwas aufhorchen. Vorausgesetzt, ihr macht nicht dauernd Urlaub, würde ich von einem Partner, der mehr verdient und schon kostenlos bei dir gewohnt hat, erwarten, dass er mich unterstützt. Machte er nie von sich aus den Vorschlag, sich mehr an den Lebenshaltungskosten zu beteiligen?
 
  • #54
Hallo liebe FS, ich denke, einen ganz wichtigen Aspekt bei Deiner Fragestellung hast Du selbst weiter oben kurz angesprochen: Dir fehlt die liebevolle und romantische Begründung für Euer Zusammenziehen! Und genau da solltest Du ansetzen und nochmals in Dich gehen ... Bitte bedenke immer, Diskussionen um das Geld werden in den seltensten Fällen alleine wegen des monetären Aspektes geführt, gerade dann nicht, wenn man nicht am Existenzminimum lebt. Es stehen immer andere Ängste und Sehnsüchte dahinter, die müssen ausgesprochen werden, sonst wird das nix! Nur Mut, Du bist doch reflektiert unterwegs!
 
  • #55
Wenn ich über eine anteilige Miete nachdenke, spekuliere ich nach einem finanziellen Vorteil?
Mir ging es um das Abchecken des Gehalts und es daraufhin zu berechnen. Hätte er viel weniger als Du, würdest Du vielleicht gar nichts wollen. Das ist der Punkt, bei dem ich hakte. Weil die Miete woanders sich ja auch nicht nach dem Einkommen der Person richtet.

Dass er bei Dir drauf spekuliert, mietfrei wohnen zu können, wusste ich ja nicht und finde das berechnend. Ich dachte, ihr habt noch gar nicht drüber gesprochen und Du überlegst, wie man das Thema regeln könnte. Vielleicht hab ich was überlesen. Aber wenn er schon durchklingen hat lassen, dass er nun die Miete schön sparen kann, tritt ja der Fall ein, den ich schon geschildert habe und woran Du seinen Charakter ein Stück weit erkennen kannst.

Ja vielleicht ist das auch indirekt mein Problem, dass er einzig damit argumentierte, seine Miete sparen zu können und keine romantischen Gründe nannte.
Damit hätte ich auch ein großes. Ich würde gar nicht mehr zusammenwohnen wollen. Darauf mit der Mietforderung zu antworten, würde ich nicht wollen. Ich würde die Beziehung anzweifeln, wenn ich denken müsste, dass ich Vorteile bringe. Dann bleibt er vielleicht auch da, obwohl er nicht mehr verliebt ist, weil ihm sein Geld so wichtig ist. Und vielleicht bin ich auch noch anderweitig praktisch, weil er was sparen kann.
Du hattest geschrieben, dass er großzügig ist. Aber das sind ja keine Verpflichtungen für Lebenskosten und kann jederzeit gecancelt werden. Und wenn Du nun mehr bezahlst für Strom, Wasser usw. und dadurch eben auf Einladungen angewiesen bist, dann hast Du die blöde Situation, dass er die "männliche Rolle" des Einladenden, spendablen und versorgenden Typen mimen kann, Du aber die Grundlagen alle allein zahlst und ihm das überhaupt erst in dieser Form ermöglichst.

Anscheinend ist bei dem Mann nicht damit zu rechnen, dass er von allein Miete anbietet, wenn er sich schon über seine finanziellen Vorteile freut, und ich nehme an, er weiß, dass Du weniger hast. Wenn nur einer großzügig ist - und Du würdest Dich im Gegensatz zu ihm ja verpflichten, weil seine Einladungen sporadisch und unsicher sind, aber Lebenskosten jeden Monat anfallen und Du ihm schlecht die Stromzeiten und Wassermengen vorschreiben kannst -, dann läuft das nicht.

Hast Du noch Lust, mit ihm zusammenzuziehen, also selbst wenn Du jetzt Miete einfordern würdest und er sie zahlt? Die romantischen Gedanken, die man sich wünschen würde, hat er ja dadurch trotzdem nicht. Und wenn Du dann sagst, er bräuchte Dich auch nicht mehr einzuladen, habt ihr den Wurm drin, dass nur noch aufgerechnet wird und keiner mehr großzügig sein will, weil er dem anderen unterstellt, nur nach dem eigenen Vorteil zu gucken.
 
  • #56
Also, @Joggerin ,
je mehr deiner Beiträge ich zu dieser Frage lese, desto weniger wäre ich bereit, in deinem Haus zu wohnen.
Eine Frau, die derart Gedöns ums Geld macht, im Endeffekt aber keine klare Regelung für den Trennungsfall anbieten möchte, die könnte ihr Haus behalten.... ich kann ja ab und zu zum Sex vorbeikommen.
Mietvertrag ist Schwachsinn (Steuer!!!). Also geht er volles Risiko, irgendwann ohne Bleibe dazustehen. Soll er überhaupt Raum für sich und seine Besitztümer erhalten? Oder eben bei dir Familie spielen? Und im Endeffekt so viel Raum wie der Hund haben??
Ich kann ihm nur wünschen, dass ihm diese deine Beiträge zugespielt werden. 500 Euro Miete sind ein kleiner Preis dafür, seine Unabhängigkeit zu wahren.
 
  • #57
Würde man gemeinsam eine Mietwohnung nehmen, käme glaube ich keiner auf die Idee, die Mietkosten allein dem aufzubürden, der nur halb so viel verdient und alles andere grob durch zwei zu teilen.
Das stimmt. Aber sie würden sich allein nicht diese Wohnung nehmen. Wenn einer ein Haus hat und schon allein drin wohnt, sieht es ja so aus, als könnte er das allein leisten (kann er ja auch) und ob nun den leeren Platz noch ein anderer ausfüllt oder nicht, macht keinen Unterschied.
Also beim Zusammenziehen in eine Wohnung spekulieren beide auf den Anteil des anderen. Und niemandem gehört die Wohnung nachher.
Einer, der sich ein Haus kauft, schafft sich einen Wert. Dabei will der andere dann nicht mithelfen, sondern fühlt sich übervorteilt und denkt, der andere könnte ja wohl großzügig sein, wenn er das Haus sowieso erwirbt.
So musste ich ihm jetzt z.b. einen Urlaub absagen, weil ich dafür kein Geld im Moment habe. Mit einer regelmäßigen und vereinbarten Mieteinnahme sähe das anders aus. So kann er nun entscheiden, ob er mich einlädt oder es lässt.
Ich finde, er sollte durch sowas darauf kommen, dass er Dir von sich aus Mietzahlung anbietet. Das würde er mE auch, wenn er fair ist und sich nicht denkt "hehe, na ich weiß schon, warum ich kein Haus am Hacken habe". Oder, dass es Dir ja irgendwann mal gehört und er damit nichts zu tun hat und wer es sich nicht leisten kann, kann es sich eben nicht kaufen oder kann nicht verreisen.

Warum soll mir nun der Strick daraus gedreht werden, weil ich in der Vergangenheit für meine Zukunft vorgesorgt habe und nicht wie er nur in einer Mietwohnung lebe?
Der wird ja nicht gedreht. Der Punkt ist, dass Du das Haus ja wolltest und nun eben abzahlst, also es Deine Entscheidung war mit eben Deinem Gehalt. Dass so wenig Geld übrigbleibt, dafür kann ja keiner was, und auf einen Partner zu hoffen, der einen finanziell entlastet, kann man ja auch nicht.
Deine Beziehung ist nun kostspielig, was die Vergnügungen angeht, und Dein Partner hat zufällig mehr Geld als Du. Man könnte nun auch sagen: Warum sollte ihm ein Strick draus gedreht werden, dass er mehr verdient und sich kein Haus verschafft hat.
Deine Verquickung von Deinen Finanzen mit seinen Finanzen finde ich falsch, das Rechnen, mit welchem Betrag seinerseits Du gut klarkämst z.B. bei euren Vergnügungsreisen.

Da stehen sich dann zwei Standpunkte gegenüber, die beide dem anderen dasselbe unterstellen: Du willst Dir nen Vorteil verschaffen dadurch, dass er zufällig bei Dir wohnt, weil ihr euch zufällig kennengelernt habt, lange, nachdem Du das Haus kauftest, er will sich einen verschaffen, weil er meint, wo Du das Haus sowieso hast, kann er ja auch drin wohnen ohne Miete. Wobei es bei ihm ja schon ausgesprochen wurde, dass er tatsächlich seinen Vorteil im Auge hat.
 
  • #58
Ich fände im Falle der FS und ihrem Freund durchaus angemessen, wenn er seine frühere Miete zur Hälfte an die FS zahlt. Dann spart er immer noch die andere Hälfte und hat gleichzeitig Sicherheit. Und sie nicht nur einen Zuschuss, sondern auch Pflichten. Aber nur theoretisch. Praktisch ist die Kiste schon ganz schön verfahren, weil wohl gerade keiner so richtig dem anderen traut bzw. entgegenkommt.
 
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  • #59
Liebe Joggerin, lass dich von manchen Antworten nicht verunsichern. Viele vergessen, dass ein Haus unterhalten, viel mehr beinhaltet als Ratenzahlungen und Nebenkosten. Es wird empfohlen mindestens 20000.- als Puffer für anstehende Renovierungen anzulegen. Mitunter wird es sogar teurer.
Jeder hat die freie Entscheidung ob er für ein Eigentum oder lieber Miete zahlt. Beides ist mit Kosten verbunden und es erschließt sich mir nicht, warum bei einem Eigentum der dazu komme Mitbewohner, kostenfrei wohnen sollte. Wer so eine Denke hat, ist von vornherein auf seinen Vorteil bedacht und lebt auf Kosten von Anderen.
Derjenige der seine Gespielin kostenlos bei sich wohnen lässt, ist so solvent, dass er sich das leisten kann und bei Bedarf kann die Frau schnell zum Auszug aufgefordert werden.
Solange keine gemeinsamen Kinder vorhanden sind, ist es mE empfehlenswert alles Kosten 50/50 zu teilen. Ich habe früher immer mehr bezahlt als der Partner. Das schafft bei manchen ein Ungleichgewicht, dass die Beziehung negativ beeinflusst, vor allem bei selbstwertschwachen Männern.
 
  • #60
Liebe FS,
so, wie Du Dich normalerweise hier im Forum gibst, hätte ich Dich bei der Lösung eigener Probleme für abgeklärt genug gehalten von vornherein die Karten offen auf den Tisch zu legen, sowohl bei dem Partner, wie auch hier im Forum.

In Deinem Eingangspost steht, dass Du für Dein Haus nur noch ein paar Jahre eine geringe Rate abzahlen musst. Nun kommt raus, dass Du nicht mit ihm in den Urlaub fahren könntest, weil Dein Geld nicht reicht.
Irgendwas an der Story stimmt doch nicht. Entweder verdienst Du sehr wenig, sodass neben Abzahlen einer niedrigen Rate kein finanzieller Bewegungsraum mehr bleibt oder die Rate ist dann doch deutlich höher und drückt Dich sehr, lässt keine sonstigen Ausgaben zu.
Beides ist nichts Ungewöhnliches oder Peinliches, viele überfordern sich bei der Finanzierung von Eigentum und oft genug scheitern daran Beziehungen und Ehen, weil sie den Stress über die Langstrecke nicht aushalten.
Knapp auf Kante zu finanzieren und was zu riskieren ist nicht zwingend falsch, dumm ist nur, anderen einen anderen Eindruck zu suggerieren, weil diese dann Dein Problem nicht verstehen (Partner und Foristen).

Ich frage mich , was für eine Partnerschaft Du führst, dass der Mann der bei Dir einziehen und sein Leben mit Dir teilen will keinen Plan über Deine Finanzen hat und sich freut zukünftig seine Miete einzusparen. Was gauckelst Du ihm seit Längerem vor, dass er nicht von allein auf den Gedanken kommt eigeninitiativ einen Wohnkostenanteil zu zahlen - egal ob es Dein Haus ist oder nicht. Oder was für ein Vollpfosten ist er, dass er den Schluss nicht selber ziehen kann, weil Du wegen Geldmangel einen gemeinsamen Urlaub absagen musst.

Ich würde einen Partner wollen, der so wenig umsichtig (= wenig intelligent) ist, dass er solche Zeichen wienicht in Urlaub fahren konnen nicht lesen kann und auch keinem Mann, dem es derartig an Fürsorge mangelt, dass er geblendet von seinem Vorteil die Folgen für den (angeblich geliebten?) Partner nicht sieht.

Wenn Du Dein Haus nicht leicht finanzieren kannst sondern dafür immer sparen musst und zwar so sehr, dass das gemeinsame Leben mit einem besserverdienenden Partner Dich unter finanziellen Druck setzt (anderer Lifestyle) dann musst Du die Hosen runterlassen und von ihm einen fairen Wohnkostenanteil fordern damit ihr gemeinsam in den Urlaub fahren, zusammen ausgehen könnt.

Wer sich zu Großzügigkeit/Großspurigkeit gezwungen sieht holt sich den Schaden in die Beziehung, wie Du grad selber erlebst. Deine Fragestellung zeigt, dass Du eine Erwartungshaltung hast, die Du Dich nicht zu formulieren traust.
Ich finde Deine Erwartungshaltung der Kostenbeteiligung im Umfang seiner vorherigen Miete absolut in Ordnung in Deinem finanziellen Kontext - egal ob der Eigentümer Mann oder Frau ist. Das hat was mit Fairness in einer Beziehung zu tun.
 
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