• #152
Liebe Joggerin
Irgendwie kommen da immer mehr „Kleinigkeiten“ zum Vorschein, die Dich stören. Am Anfang ging es lediglich, um die Kostenteilung, dann ums Einkaufen, jetzt noch ums Kochen.

Kann es sein, dass Du wie schon angedeutet, eigentlich gar nicht zusammenziehen möchtest und Du es lieber so laufen lassen würdest, wie vorher und dafür jetzt bewusst oder unbewusst immer weitere Gründe suchst, warum ein Zusammenwohnen nicht passen würde?

Auch dass Du bei ihm scheinbar gar nicht die Dinge ansprichst, die Dich beschäftigen finde ich schade, denn zumindest auf Seiten der Kostenteilung wäre er sicher offen für ein Arrangement, da er Dir bereits auch angeboten hatte, sich an den Nebenkosten zu beteiligen.

Was die Steaks anbelangt denke ich auch, dass das, was Du als Hinweis auf eine Einladung zum Essen gesehen hast für ihn nicht klar war. Das war ja kaum eine Andeutung mit anschließender Erwartungshaltung, anstelle einer klaren Ansage... die man ja auch schelmisch und humorvoll rüberbringen kann, aber trotzdem direkt, so dass Mann sie auch kapiert ;-)

Und zum Kochen... nun, da gibt es mehrere Möglichkeiten: ihn zum zusammenkochen auffordern, das kann doch schön sein und Spaß machen, oder sagen, dass es bei Dir wochentags z.B. grundsätzlich nur Einfaches gibt, kalt oder was auch immer Du isst, wenn Du allein bist und nur am Wochenende richtig gekocht wird. Und wenn er unter der Woche doch lieber etwas anderes isst, darf er gerne selber ran oder ins Restaurant.

Aber so wie es jetzt läuft wird das doch nix... Du baust Frust auf und irgendwann kommt es dann raus und Dein Freund wird nur
Bahnhof verstehen...

Ich wünsche Euch alles Gute.
w48
 
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  • #153
Wenn du gern Haferflocken (59 Cent für 500 gr), puren Joghurt, regionale Äpfel vom Obstbauern (1,99 Euro das Kilo), grünen Tee, Karottensalat etc. zu dir nimmst, hast du einfach ganz, ganz geringe Kosten, lebst gesund, bist schlank und kannst trotzdem völlig glücklich sein, unbelastet deine Freizeit zur Erholung nutzen.

Ich würde das auch in der Detaillierung aufführen. Natürlich wird dann morgens beim Duschen auch Temperatur und Dauer gemessen, ebenso die Wohlfühltemperatur der Heizung verrechnet. Ich stelle immer wieder fest, dass meine Frau da empfindlicher ist als ich. Hund und Kind? Da wird mehr Putzfrau fällig. Meine jetzige Partnerin fährt auch weniger sparsam Auto und bisher haben wir die Kilometer nicht korrekt verrechnet.
Meine Partnerin bevorzugt übrigens an manchen Stellen Bio-Produkte, an denen mir das völlig wurscht ist. Ic
h denke auch, dass der Effekt, dass frau dann ihre Freizeit unbelastet zur Erholung nutzen kann. Mann natürlich auch, beide brauchen sich mit keiner Beziehung mehr zu belasten...

Für mich ist das deutsche Gründlichkeit.
Will sagen: wenn nicht beide für sich da eine gewisse Großzügigkeit zeigen, ist die Beziehung schnell am Ende. Und wenn der eine was als großzügig empfindet, wenn die andere es als geizig sieht, dann passt es wohl nicht wirklich. Ich denke, das Problem liegt hier woanders.
 
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  • #154
Da passt ja fast doch die Sichtweise von @Apfeldieb, der nicht gern Dinge für beide bezahlt, die er allein gar nicht kaufen würde. Nur dass es hier nicht um Geld geht, sondern um Zeitaufwand von deiner Seite, den du lieber nicht hättest.
Das hat Apfeldieb so nicht gesagt. Er mag es nur nicht, wenn ihm Einkäufe, die von der Partnerin vorwiegend in deren eigenem Interesse getätigt wurden, unter die Nase gerieben werden mit der Intention, daß nun er an der Reihe sei, etwas für beide zu bezahlen, daß er für sich allein ebenfalls nicht kaufen würde. Auf deutsch: einer lebt gern auf größerem Fuß als der andere, will aber die Hälfte davon auf die Schultern des Partners abwälzen. Typischerweise mit dem Argument, daß es ja nicht der Sinn einer Partnerschaft sei, in solchen Dingen getrennte Wege zu gehen.
 
  • #156
- Wenn du selbst kein Geld für Großzügigkeit hast, aber schon mit dem Mitwohnen großzügig bist,
- derjenige, der mehr Geld hätte, aber kein Geld für´s gemeinsame Substantielle ausgeben möchte, sondern nur für die gemeinsamen Extras,

dann bist du als geringer Verdienender in der S... -Situation, ihn darauf aufmerksam zu machen. Die Joggerin beschreibt, dass sie das (dezent, andeutungsweise, eigentlich mehr mit zunehmend gereizter Stimmung als mit Tatsachen) getan hat, er aber nicht verstanden hat, worum es eigentlich geht. Deshalb meine Aufzählung: dann hilft tatsächlich Genauigkeit, um ihm die Dimension ihrer Klemme klarzumachen.

Aber egal ob "Kekse- App" oder gönnerhaft einen monatlichen "Umschlag zustecken" oder Vorwurf der "deutschen Gründlichkeit": diffamieren, demütigen geht ja immer, wenn man sich vor dem anteiligen Mitzahlen drücken will, dem finanzschwächeren Partner keine finanzielle Luft verschaffen möchte-
schwieriger wird es nur, wenn man Stellung beziehen muss, wenn der finanziell schwächere Partner ganz klar, ganz sachlich, ganz konkret bleibt.
Welcher Besserverdiener gibt schon zu, eine errechnete Beteiligung nur aus Geiz und Neid zu verweigern, aber den Wert des Mitwohnens für sich mitzunehmen?

Ein Partner, der dich liebt und kein Narzisst ist, wird positiv reagieren, Joggerin. Ich kenne es rückblickend nicht anders aus meinen Beziehungen: von beiden Seiten, der finanzkräftigeren und -schwächeren aus gesehen, die ich beide gelebt habe.
 
  • #157
Ich würde das auch in der Detaillierung aufführen. Natürlich wird dann morgens beim Duschen auch Temperatur und Dauer gemessen, ebenso die Wohlfühltemperatur der Heizung verrechnet. Ich stelle immer wieder fest, dass meine Frau da empfindlicher ist als ich. Hund und Kind? Da wird mehr Putzfrau fällig. Meine jetzige Partnerin fährt auch weniger sparsam Auto und bisher haben wir die Kilometer nicht korrekt verrechnet.
Meine Partnerin bevorzugt übrigens an manchen Stellen Bio-Produkte, an denen mir das völlig wurscht ist.
Und dann noch die Kosten der Schönheitspflege ..... Boxershorts als Nachtbekleidung vs Seidendingens (Reinigung) .... etc.
Irgendwie schätze ich mich täglich glücklicher mit meinem LAT Modell. Und getrennter Konten.
Aber immerhin ist mir nun klar, warum sich so manche Paare in einer langen "Beziehung" auch optisch immer mehr angleichen. Klar, wenn beide nur in Jeans und T Shirt rumlaufen, beide ungeschminkt unter dem 12 Euro Haarschnitt vom Billigfriseur (schön kurz bitte, damit wir nicht so oft kommen müssen und weniger Billigshampoo brauchen), dann lässt sich so manche Rechnung sparen.
Ja, ich habe leicht spotten - vielleicht komme ich ja auch noch in das Alter, in dem ausser dem Geiz nur noch die Bosheit wächst.
 
  • #158
Ja, ich habe leicht spotten - vielleicht komme ich ja auch noch in das Alter, in dem ausser dem Geiz nur noch die Bosheit wächst.
Kein Ding- ich, immer noch langhaarig, bin mit einem Mann zusammen, nach dem sich auch End- 20erinnen am Strand umdrehen, und kann euren Silberrücken- Spott leicht aushalten.
Aber findest du dich noch nicht jetzt schon boshaft genug, auch Spott über die Joggerin zu gießen? Sie windet sich ja schon, ihre Bedürfnisse klar anzusprechen.

Das ist nicht nur ein typisches Pauscha- Verhalten, das folgt auch einer narzisstischen Argumentationsweise:
- Sie sagt, dass sie hunderte Euro monatlich mehr für Essen ausgeben muss als zuvor- du nennst ihres "nicht mal richtiges Essen"
- sie erzählt, dass sie Zeit für Dinge wie stundenlanges Kochen aufwenden muss, die ihr nicht liegen- Lebenslust spottet, sie könne gleich allein bleiben,
- sie sagt, dass ihr Liebster kostenlos mitwohnt- ihr kontert, dass er ja das Haus nicht mit aussuchen durfte
- ich frage nach, ob ihr selbst zu beidseitigem Umzug, hälftiger Mietbeteiligung bereit gewesen wäret- ihr übergeht es
- ich rechne vor, welche Differenz sie für das Essen ausgebt- ihr übergeht es mit spottender Übertreibung: Etwa auch noch die Temperatur beim finanziellen Ausgleich berücksichtigen? (obwohl sie lustigerweise ja auch das für ihn mitzahlt, aber Spott scheint wichtiger zu sein als "deutsche" Genauigkeit)

Ich bin raus hier aus der Diskussion, wenn noch obiges veröffentlicht wird- aber einen Partner, der auch nur ansatzweise so wie ihr beide (nicht-) argumentieren würde, hätte ich vermutlich schon aus anderen Gründen aussortiert.
 
L

Lionne69

Gast
  • #160
Irgendwie ist mir die Thematik fremd.

Ich habe für mich für Erfahrung gemacht, dass sich sowohl Finanzen als auch Haushalt automatisch entwickelten, im Konsens ohne größere Debatten - zusammen wohnen, zusammen leben.

Und einer hatte hier seine Vorlieben, der andere bei anderen Dingen, mir hat noch nie jemand meine Bücher vorgerechnet und ich noch nie jemanden sein Hobby oder Mitgliedsbeiträge, oder ...

Wenn es passt, erübrigen sich die Diskussionen.
Meine Erfahrung, meine Meinung.

Wenn die Diskussionen, Zweifel anfangen, passt es insgesamt nicht, Finanzen & Arbeitsteilung sind die klassischen Platzhalter für mangelnde Kommunikation und grundlegende Divergenzen.

Die Debatte hier, was im Detail wer in einer Partnerschaft zu zahlen hat, ob Männer teurer essen, Frauen teurer sind bei Friseur und Kosmetika, ab wann wo Ungleichgewichte entstehen, ist nicht hilfreich.

Wenn ich das so lese, bin ich froh, dass ich Single bin.
Mein Haus ist sauber, mein Garten ebenso, mein Auto gewartet. Meine Kekse gehören mir, genau wie der Wein und wenn ich mir Blumen kaufe, die Heizung hochdrehe, oder meine Lieblingsmusik höre, motzt auch niemand.
Hurra, ist das Leben einfach.
 
  • #161
Eine Essenseinladung folgte nicht, dafür packte er anders Zeug ein, wo ich wieder ewig für die Zubereitung in der Küche stehen muss.
Ich könnte mir vorstellen, dass ihm das nicht bewusst ist. Die Denke würde ich so sehen: Frau sagt "Fleisch lieber im Restaurant essen", Mann sagt "zu teuer" und nimmt eben was anderes für "heute abend". Dass Du dann keinen Bock auf stundenlange Zubereitung hast, weiß er nicht, außer Du sagst es, wie Du auch gesagt hast, dass Du Steak nicht zubereiten willst. Die Metaebene Deines Denkens, die erwartete Romantik und die Schuldgefühle, wenn Du nicht kochst, hat er nicht auf dem Schirm.
Und das Essen zu kochen ist immer mein Job, er meint, er kann das nicht
Gemüse schneiden, müsste aber gehen. Ich weiß nicht, welches Niveau ihr lebt, aber Pizzateig ausrollen und was drauflegen, ist auch für einen Mann machbar.
Nun mache ich es, weil ich mich dazu verpflichtet fühle, mein Partner macht so viel für mich. Da möchte ich ihm ja wenigstens dafür was ordentliches zu essen machen.
Das ist aber DEIN Ding, Dich daraus zu befreien. Ich weiß nicht, was an Brot und Belag mit etwas Salat so verkehrt ist. In meiner Exbez. hab ich im Schnitt alle zwei, drei Tage gekocht/gebraten. Das andere war Brot und Salat. Mein Ex aß auch mal ne Pizza.

Und wenn es dann bei dem Preis nur eine Schuhsohle wird, ist es doch letztlich auch schade drum. Sein enttäuschtes Gesicht wollte ich nicht sehen müssen.
Sag doch vorher, dass Du es noch nie gemacht hast. Vielleicht mag er es trotzdem bzw. ihr versucht, gemeinsam es hinzubekommen.

Mein Partner möchte gern meinen Lebensstil führen, was mein Haus betrifft. Andererseits aber gern seinen weiterführen. Und da kann ich nicht mithalten - was er jedoch gern hätte.
Das musst Du klar ansprechen. Es geht ja einfach nicht. Wenn er so viel Geld hat durch die Ersparnis bei der Miete, kann er ja eure Lebensmittel einkaufen, also auch Deine, einfach als Geschenk. (Wenn er nun nur seine zahlt und dann neben Dir das von Dir zubereitete teure Essen tafelt und Du Deine Brotscheibe isst, dann ist es entweder ein Kommunikationsding oder er ist doof).
Kochen zusammen ist mE echt was sehr Schönes.

Mein Rat wäre, ihm nicht Erwartungen zu unterstellen, die Du an Dich selbst hast. Als "Rechnen" seh ich die Sache mit der ausbleibenden Einladung, so wie geschildert, keineswegs.
Und wenn Du allein kochst, machst Du das, was Du kochen kannst. Ansonsten macht ihr das, was Du nicht kannst, eben zusammen und lernt dabei.
 
  • #162
- sie erzählt, dass sie Zeit für Dinge wie stundenlanges Kochen aufwenden muss, die ihr nicht liegen- Lebenslust spottet, sie könne gleich allein bleiben,

Du reisst Aussagen aus dem Zusammenhang. Ich habe auf die Aussage, dass sie zum Kochen ewig alleine in der Küche steht hingewiesen, dass das kein finanzielles Problem ist. Und wohl insgesamt häufig genug darauf hingewiesen, dass sich beide beteiligen müssen. Nein, offensichtlich nicht häufig genug...
 
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