• #1

Wie sollte man mit dem jahrelangen Krieg mit den Schwiegereltern umgehen?

Hallo zusammen,
mich treibt seit langer Zeit um, dass mein Freund und ich seit vielen Jahren keinen Kontakt zu seiner Familie haben.
Anfangs umklammerten sie auch mich, wie sie es bei meinem Freund schon immer taten. Anfangs merkte ich es, aber dachte mir nichts dabei. Ich zog bei ihm ein, er wohnte bei seinen Eltern. Das Ganze ging allerdings nicht gut, seine Eltern platzten in unsere Wohnung und in unser Schlafzimmer, wann immer es ihnen passte, kontrollierten Absender der Briefe, die ich erhielt und so. Nachdem ich mir das verbeten hatte, hieß es, ich litte unter Verfolgungswahn, meine Eltern hätten mich nie geliebt, etc. Der Vater legte uns immer wieder Briefe auf die Treppe mit beleidigendem Inhalt, wonach sein Sohn eine Schande sei und seine Eltern so viel Geld für ihn bezahlt hätten und ich des Teufels sei und den Sohn aus der Familie holen wolle.
Wir sind nach ein paar Monaten ausgezogen, seine Eltern drohten ihn zu enterben. Danach ging es mit den Briefen weiter und weil ich diese angeblich vor meinem Freund verstecken würde, wäre der Vater gezwungen gewesen, diese auch zum Arbeitgeber meines Freundes zu bringen. Es war wirklich unerträglich. Zwischendurch kamen dann Urlaubpostkarten der Eltern mit unverfänglichem Inhalt- wir reagierten auf nichts, bis heute.
Wir versuchten Kontakt zu seiner Oma zu halten, die auch in dem Haus wohnt. Allerdings sagt diese uns, dass sie keinen KOntakt zu uns haben kann, schon aus Respekt zu ihren Kindern. Die Schwester meines Freundes sagte zu uns, sie könne es nicht verantworten, dass wir auszögen, denn dann würde die Oma bestimmt eher sterben.
Es ist so viel gewesen, wir haben uns erst vor ein paar Monaten wieder anhören dürfen, mein Freund hätte seinen Eltern den Lebensabend versaut und ich wäre ja schon immer arrogant gewesen. Es eskaliert also jedes Mal, wenn wir aufeinander treffen.
Nun heiratet seine Schwester, die ebenfalls ab Tag 1 aus Neid gegen ihren Bruder und mich intrigiert hat. Zu ihr haben wir ebenfalls keinen Kontakt. Wir haben abgesagt.
Nun frage ich mich, was ich tun kann, damit mein Freund zumindest oberflächlichen Kontakt zu seiner Oma und Mutter und dem zugegebenermaßen narzisstischen Vater halten kann, damit diese Kriegsstimmung aufhört. Ich mag die Oma eigentlich und mit der Mutter würde ich klarkommen. Es sind nur so viele Verletzungen gewesen, dass ich mich frage, ob man das jemals wieder kitten kann.
Die Eltern wünschen sich ihren Sohn zurück (damit er sich um sie kümmert und parat steht, wie früher halt auch) und wir wollen einfach nur unsere Ruhe und nicht behelligt werden. Denkt ihr, man sollte sich auf der Hochzeit blicken lassen, um oberflächlich goodwill zu beurkunden?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
 
  • #2
Ganz so katastrophal war es mit meinen Schwiegereltern zwar nicht, aber ich habe mich konsequent da rausgezogen. 6 Jahre Tyrannei, was ich in der Form nicht kannte. Es gab dann einen Punkt in meiner 2. Schwangerschaft, wo ich meinen Schwiegervater vor die Tür gesetzt habe, mein Mann lag im KH und wir mussten wegen Umzug aus der alten Wohnung raus. Von dem Tag an, hab ich nen Schlussstrich gezogen, komplett und was soll ich sagen, es war das Beste was ich tun konnte. Weihnachten, Ostern Geschenke abholen für die Kinder, dann haben sie sie auch wieder mal gesehen und gut. Auf keine Diskussionen und Stichelein mehr eingelassen, keine gemeinsamen Geburtstage mehr, ich hab mich da auch nicht gemeldet. Schick Deinen Freud halt hin und gut, es ist seine Familie. Sie mögen dich ganz offensichtlich nicht, was willst Du Dich da jedes Mal aufregen. Käme für mich nicht mehr in Frage. So lange Du da immer nachgibst, nehmen sie dich auch nicht ernst und ändern mit reden, ... Vergiss es, ändere Du Dich!
 
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  • #3
Ich finde es etwas unangebracht, das auf der Hochzeit deiner Schwägerin zu machen. Das ist der große Tag deiner Schwägerin und ihres Mannes. Den solltet ihr nicht mit den Streitigkeiten zwischen euch und den Eltern überschatten.

Aus Respekt vor dem Brautpaar solltet ihr erst die Einladung zur Hochzeit annehmen und mit der Braut Frieden schließen. Dann könnt ihr auf die Hochzeit kommen.
 
  • #4
Liebe FS,
ich hatte mal über ca. ein Jahr eine Beziehung mit einem Mann (er war damals 41 und wohnte von seinen Eltern 400 km entfernt) der eine Mutter dieses Ausmaßes hatte. Wäre die Entfernung nicht so groß gewesen, dann wäre das Leid noch größer gewesen. Die Mutter hatte die ganze Familie in der Hand - streit mit jedem, der nicht das gemacht hat, was sie wollte. Sie wollte ihren Bruder z.B. dazu zwingen, sich von seiner Frau zu trennen. Mein damaliger Freund konnte ihr nichts recht machen. Sie hat regelmäßig Telefonterror gemacht (Festnetz, Handy, Arbeitgeber). Ging er nicht sofort ans Telefon, wurde er aufs schlimmste beschimpft. Seinen Eltern hatten ihm zum Kauf seiner Wohnung eine gewisse Geldsumme geschenkt. Als er mal wieder nicht so funktionierte wie gewünscht, forderte sie das Geld zurück und hat ihm sogar einen Mahnbescheid zugestellt. Ich könnte noch zahlreiche Beispiele aufzählen... Respekt, dass dein Freund und du ausgezogen sind! Viele schaffen diese Distanz nur schwer. Mein Exfreund hat auch noch eine Schwester, die sich aber um Stress zu vermeiden meist auf die Seite der Mutter gestellt hat. Der Vater hat versucht sich aus allem rauszuhalten, um mit seiner Frau keinen Streit zu bekommen. Sie hat ihm regelmäßig Kontaktverbot zu seinem Sohn erteilt.
Was ich aus dieser Sicht raten kann? Es liegt nicht in seiner Hand, den Kontakt mit der Mutter und Oma aufrecht zu erhalten. Und da wird auch der Besuch der Hochzeit nichts dran ändern. Das Problem ist, wenn nicht alle in der Familie an einem Strang ziehen um den Tyrannen seine Grenzen aufzuzeigen, wird sich nichts ändern. Leider wird die Mutter und Oma ähnlich ticken wie der Vater meines Ex. Solchen Menschen fällt der Kontaktabbruch zu einem eigentlich geliebten Menschen leichter, als sich den Narzissten zum Feind zu machen.
 
  • #5
Hallo, danke für eure Antworten.
Auf die Hochzeit legen wir beide es nicht an- die Schwester hat mich gerade gestern angeschrieben, dass sie sich wünschen würde, dass wir kämen. Zur standesamtlichen Trauung haben wir abgesagt.
Der Vater würde ohnehin -egal, wie wir es machen, hingehen oder nicht- irgendetwas finden, was mein Freund und ich falsch gemacht hätten und im Nachgang gäbe es wieder eine riesen Fetzerei.
Mein Freund will da allein nicht hingehen, weder zur Hochzeit noch so zu seiner Familie, allerdings hätte er gerne nochmal Kontakt zur fast 100 jährigen Oma. Deshalb überlegen wir hin und her, aber beleidigen lassen von den Eltern wollen wir uns beide nicht mehr.
 
  • #6
@narchaeum
Erst wenn alle Leinen gekappt sind, kann Euer Schiff auf hohe See fahren. Löse dich aus diesen unguten alten Verbindungen. Es wird sonst lediglich weitere negative Konsequenzen für Euch haben. Keine Hochzeit, keine Telefonate und Briefe, keine Besuche mehr. Erst wenn Ihr Euch komplett ablöst, kehrt wieder Ruhe und Frieden ein. Erst dann könnt Ihr neue friedliche und ehrliche, herzliche Mitmenschen treffen im Leben. Nach und nach wird sich für Euch ein tolles neues soziales Netz aufbauen. Habt einfach Vertrauen darauf, dass sich alles zum Guten wendet. Kehrt dem Alten den Rücken zu. Das ist der einzige Weg. Ich fühle mich heute wie befreit, nachdem ich meinen Bruder mit samt seiner Familie aus meinem Leben gestrichen habe. Er ging sogar soweit und stellte Antrag auf "finanzielle Betreuung", um an mein Erbe heran zu kommen... Er ist hoch verschuldet... Das hätte ich viel früher machen sollen. Viel Glück!
 
  • #7
Ist halt schwierig; für mich im Umgang mit meinem Schwiegervater genauso, wie für meine Frau mit Ihrer Schwiegermutter auch.
Mann versucht halt immer wieder, schon alleine der Kinder wegen nicht allzusehr zu streiten, auch wenn man sich nicht mag.

Man sollte immer mal wieder eine Anfang wagen, nie den Faden ganz abreissen lassen, darf sich aber nicht wundern, wenn die Streitigkeiten wieder neu anfangen.
Da gibt es ann keine endgültigen Lösungen.
Ich finde auch damit kann man leben, wengleich es bei der FS schon mehr als extrem ist. .

Offensichtlich handelt es sich um Angehörige einer religiösen Sekte...
 
  • #8
Der Vater ist evangelischer Pastor- wenn es nicht so traurig wäre, würde ich darüber echt lachen.
Wir haben auch früher schon versucht unter Moderation miteinander zu sprechen. Der Moderator war der Kollege des Vaters. Dieser sagte uns nach diesem Gespräch "zieht einfach aus, es macht keinen Sinn." Auch andere Weggefährten des Vaters bezeichnen ihn als Narzissten, der sich auf alles draufsetzt, was nicht nach seiner Pfeife tanzt.

Die Eltern und die Schwester ignorieren alle Verwandten, zu denen wir Kontakt haben und hat auch schon zu Verwandten gesagt, sie möchten nicht, dass zu uns Kontakt gehalten würde. Als diese Verwandten den Kontakt zu uns trotzdem nicht abbrachen, wurden sie ab da von den Eltern und der Schwester komplett ignoriert. Diese ganze Familie ist ziemlich schräg in ihrem Machtgefüge, aber ich will auch nicht, dass mein Freund quasi keine Familie mehr hat.

Bis heute werden uns teilweise nette Urlaubskarten der Eltern geschickt, danach kommen wieder Briefe mit Inhalten " Deine Freundin hat dich aus unserem Haus geholt" "Wir haben keinen Sohn mehr, du hast dich schuldig gemacht", die auch gerne zum Arbeitgeber meines Freundes geschickt werden. Der Vater hat uns auch einmal eine Trauerkarte geschickt in der stand, er solle nicht so lange warten, bis jemand stirbt. Also wirklich strange. Heute kann er sich angeblich nicht mehr daran erinnern, soetwas getan zu haben.
Wir ignorieren alles und sind auch wirklich zufrieden mit unserem Leben, wie es ist, leider kommt mein Freund aber nicht mehr an Mutter und Oma heran.
 
  • #9
Warum willst du denn partout den Kontakt zu diesen Leuten ?
Dein Freund will das ja offensichtlich nicht.

Er will nochmal seine Oma sehen, das verstehe ich.
Und ich verstehe, dass die Oma glaubt, sich entscheiden zu müssen.
Sie ist abhängig von deinen Schwiegereltern, kluge Frau, dass sie das noch kapiert.

Falls man mit den Leuten so ein kleines bisschen vernünftig reden kann, könntet ihr ihnen sagen, dass ihr nur noch mal die Oma besuchen wollt und das tut ihr dann und sonst nichts.
Nicht dort Kaffee trinken, nicht mal auf's Klo gehen.
Außer falls die Oma dort in einer eigenen Wohnung wohnt und selbst den Kaffee für euch macht.
Ich tippe aber, dass sie so oder so nicht will, dass ihr sie besucht, weil ihr dann die Frau, die für sie sorgt, die Hölle heiß macht und das ist es ihr sicher nicht wert.
Das sollte dein Freund akzeptieren. Zu verlangen, dass sie das auf sich nimmt, nur weil er sie sehen möchte, ist egoistisch.

Was für ein Horror, die ganze Situation.
Sei froh, dass dein Freund das auch so sieht.
Wir hatten hier schon Threads, in denen es der Schwiegertochter ebenso ging, allerdings war Männe illoyal und fand, seine Eltern seien doch nett und sie solle sich nicht so anstellen.

w 50
 
  • #10
Ich versteh nicht, wieso man immer und immer wieder einen Anfang machen soll, mit Menschen, die einen doch praktisch für dumm verkaufen und man glaubt irgendwann, dass man Schuld ist. Ich hatte ein tolles Elternhaus und Streitigkeiten wurden weder in Lautstärke noch mit Beleidigungen ausgetragen und dann gerät man an Menschen, die so komplett anders ticken. Es hat mich lange hilflos und innerlich wütend gemacht, gelernt habe ich von meinen Eltern, dass man Älteren mit Respekt begegnet, dass ging alles, bis der Punkt gekommen ist, so dermaßen zu explodieren, immer noch ohne Beleidigung und mit der Bitte, meine Wohnung zu verlassen, sonst ziehe ich mit Kind 1 zu meiner Mutter, bis er verschwindet. Selbst da blieb SV kampfeslustig und erst durch Zureden meines Mannes aus dem Krankenbett, ist er abgedampft, spätabends. Und ich sollte eigentlich zu diesem Zeitpunkt Bettruhe halten. Ich könnte heute noch Plätzen, wenn ich dran denke und verzeihe garantiert nicht mehr oder lasse mich auf irgendwas ein.
 
  • #11
Ja, darüber bin ich auch froh, dass er diese Machenschaften der Eltern durchschaut und es ebenso sieht wie alle anderen um diese Familie herum.
Das ist das Problem, dass die Oma sich selbst in der Zwickmühle sieht. Ihr größter Wunsch wäre, wir würden dort mit allen an der Kaffeetafel sitzen.
Vom Vater kommt, dass wenn die Oma nicht mehr ist und es vorher nicht zu einer Versöhnung der Familie gekommen ist, mein Freund sich versündigt hätte und die alleinige Schuld tragen würde. Mein Freund weiß, dass dem nicht so ist, allerdings trifft es ihn hart, soetwas vom eigenen Vater zu hören bekommen, wo dieser es ja ist, der einen Kontakt unmöglich macht.
 
  • #12
Liebe TE,
wie Du selber erfahren hast, gibt es Verwandte, da sind manche Despoten, Tyrannen echte Waisenknaben gegen.

Wenn ich überlege, reihte sich ab meinem 7. Lebensjahr eine
Katastrophe an die nächste. Seitdem ich 20 bin habe ich den Kontakt abgebrochen, bin weggezogen und nicht einmal bereut.
Ein paar Verwandte sind Kollateralschäden wie mein Opa, Tante und zwei Onkel. Aber die sind schon damals erwachsen gewesen und hätten Stellung beziehen können.

Ich bekomme auch ab und an Post von meiner Familie, aber die verbrenne ich ungelesen. Meine Freundin kennt meine Einstellung und ich bin froh, dass sie damit gut leben kann.

aber ich will auch nicht, dass mein Freund quasi keine Familie mehr hat.
Ob Du willst ist egal, es scheint mir, dass Du die treibende Kraft für Annäherung bist. Lass es einfach, sprich auch ihm gegenüber das Thema nicht mehr an. Alle Beteiligten sind erwachsen.
 
  • #13
Sorry, aber auch hier versteh ich nicht, warum ihr keine einstw. Verfügung beim Amtsgericht erwirkt, dass sie euch gefälligst in Ruhe zu lassen haben? WARUM macht ihr das nicht?Beleidigungen, Briefe etc. (bes. die die zum AG geschickt werden!) sammeln und vorlegen!
Himmel, was 'ne kranke Familie!
 
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  • #14
Der Vater ist evangelischer Pastor- wenn es nicht so traurig wäre, würde ich darüber echt lachen.

Religiöse sind meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen - sie denken ihre Einstellung ist die einzig Wahre, und sind häufig die intolenatesten Menschen.

Dieser sagte uns nach diesem Gespräch "zieht einfach aus, es macht keinen Sinn." Auch andere Weggefährten des Vaters bezeichnen ihn als Narzissten, der sich auf alles draufsetzt, was nicht nach seiner Pfeife tanzt.

Es ist eigentlich alles gesagt.
Zieht konsequent die Reisleine, lebt euer eigenes Leben, gründet eure eigene Familie. Ihr seid die Zukunft, die verbitterten und kranken Eltern die Vergangenheit.
Und was das Erbe betrifft: ich würde mich nicht erpressen lassen!

Wir ignorieren alles und sind auch wirklich zufrieden mit unserem Leben, wie es ist, leider kommt mein Freund aber nicht mehr an Mutter und Oma heran

Ihr seid nicht schuldig für die Probleme anderer Menschen.

m, 39
 
  • #15
Ich habe eine religiöse Schwägerin, die auf jedem Familienfest missionierend auftritt, also ihr Glaube wird immer wieder thematisiert, auch wenn es niemand hören will. Eine Narzistin wie aus dem Bilderbuch. Familienfeste meide ich so gut ich kann, weil ich die Selbstdarstellung dieser Dame nicht mehr ertrage. Die Kinder (meine Nichten und Neffen) hat sie mir und meinen Eltern, also den eigenen Großeltern, aus Eifersucht entfremdet. Leider blenden Narzisten ihr Umfeld und werden oft bewundert, weil sie eine charismatische Art haben. Dahinter ist aber nicht viel Substanz, sondern nur heiße Luft. Ich kann nur raten, wenn es deinem Freund gut tut, soll er seine Verwandtschaft dennoch gern besuchen. Für die Omi ist es sicher sehr schwer, weil sie hin und hergerissen ist. Dennoch erwarte ich von einer erwachsenen Frau, dazu zu stehen, wenn sie Kontakt halten will. Eigentlich müsste sie ihrem eigenen Sohn sagen, dass sie den Kontakt zum Enkel halten möchte und dass dies nichts mit ihm zu tun hat. Eine klare und deutliche Ansage mit gleichzeitiger Ankündigung von Konsequenzen ist das Einzige, was hilft, einen Narzisten in die Schranken zu weisen- aber das wird meistens versäumt, weil man sich zusammenreißen will und meint, es würde vielleicht irgendwann besser werden. Persönlichkeitsstörungen sind aber nicht heilbar! Ich glaube, dass es in solchen Narzistenfamilien immer auch die Anderen gibt, die kein Rückgrat haben und sich dem destruktiven Verhalten des Narzisten beugen. Deshalb wird diese krankhafte Struktur auch aufrecht erhalten. Es kommen dann auch immer neue Narzisten und Co-Narzisten hinzu, so dass die Familien sich die Dramen immer weiter vererben. Der Kontaktabbruch ist eigentlich ein Mittel, um sich zu schützen, macht aber für deinen Freund nur Sinn, wenn es ihm wirklich gut tut. Du musst gar nichts. Du hast keinen Auftrag, außer deinem Freund beizustehen und ggf. zu vermitteln.
 
  • #16
Dein Freund hat nur eine einzige Chance - seinem Vater so entgegenzutreten, wie dieser es ihm gegenüber macht.
Also für jeden beleidigenden Brief an seinen Arbeitgeber geht eine Situationsschilderung nächst Anlagen an diese Kirche raus.
Nein, da gibts echt nichts, was diese Familie kitten könnte. Und bezüglich des Erbes - lohnt sich deswegen überhaupt eine Versöhnung? Ich weiss ja nicht, was Pfarrer so monatlich abgreifen....

Zu dieser Hochzeit würde ich in keinem Falle gehen - nur die Oma, die tut mir leid. Deinem Freund wünsche ich gute Freunde, denn die sind die Familie, die man sich selbst aussucht.
 
  • #17
Wie könnte man Oma wenigstens noch mal sagen, dass man sie liebt?
Wo wohnt sie?
Kommt sie irgendwann noch mal vor die Tür?
Wird die Post auch angefangen?
Schiebt das schwächere Glied zb Schwiegermutter sie zum Arzt?
Die Dame wird bald 100 viel Zeit bleibt nicht für Diplomatie oder?
 
  • #18
Jaja, Leute des "Teufels" sind manchmal die besseren Menschen, sag ich da nur.
Die meisten streng Gläubigen sind Verbrecher und missbrauchen ihre Kinder. Siehst du ja, diesen Terror. Ein Wunder, dass dein Partner ganz normal ist. Normal hinterlässt so eine Erziehung erheblichen Missbrauchsschaden an Kindern.
Gläubigen geht ein eigenwilliges Leben, wie ihr es führt, nach euren Vorstellungen totalitär gegen den Strich. Ich würde ihnen die Teufelsbibel zum Gag schenken und gut ist. Solche Leute sind gestört. Ihr Sohn wird sowieso enterbt und das Geld und Erbe wandert sicherlich an kirchliche Einrichtungen, Hauptsache das eigene Kind kriegt nichts. Solche Leute sind gnadenlos. Sorg dafür, dass dein Partner Abstand zu diesen Leuten hält.

Tut mir leid, dass ihr mit solchen christlichen Freaks als Eltern/Schwiegereltern gestraft seid. Religion ist leider ein Verbrechen und sorgt für Krieg, deswegen halte ich es für so wichtig, dass man diesen Blödsinn endlich abschafft.

Briefe auf der Treppe/vor der Türe würde ich nie lesen. Sofort ungelesen in den Müll damit... So hälst du Abstand von ihrer Gedankenwelt und kannst nicht so einfach manipuliert werden. Da steht bestimmt nichts Gutes drin, und das Ziel soll sein, dich/euch emotional zu verwirren und zu geistig zu brechen. Das ist nämlich das Ziel von Religionen.
 
  • #19
Sorry, aber auch hier versteh ich nicht, warum ihr keine einstw. Verfügung beim Amtsgericht erwirkt, dass sie euch gefälligst in Ruhe zu lassen haben? WARUM macht ihr das nicht?Beleidigungen, Briefe etc. (bes. die die zum AG geschickt werden!) sammeln und vorlegen!
Himmel, was 'ne kranke Familie!
Ja, das hatten wir auch schon überlegt, wollten alles nicht noch weiter eskalieren lassen und bisher hatten wir immer wieder die Hoffnung, dass der Vater mit dem Alter irgendwann einfach ruhiger wird und zu schätzen weiß, wenn er halbwegs guten Kontakt zu seinem Sohn hat, auch wenn das nicht die 100 Prozent sind, die er eigentlich erwartet.

Dein Freund hat nur eine einzige Chance - seinem Vater so entgegenzutreten, wie dieser es ihm gegenüber macht.
Also für jeden beleidigenden Brief an seinen Arbeitgeber geht eine Situationsschilderung nächst Anlagen an diese Kirche raus.
Nein, da gibts echt nichts, was diese Familie kitten könnte. Und bezüglich des Erbes - lohnt sich deswegen überhaupt eine Versöhnung? Ich weiss ja nicht, was Pfarrer so monatlich abgreifen....

Zu dieser Hochzeit würde ich in keinem Falle gehen - nur die Oma, die tut mir leid. Deinem Freund wünsche ich gute Freunde, denn die sind die Familie, die man sich selbst aussucht.

Ja, das stimmt. Dem Vater gegenüber tritt mein Freund leider nicht so auf. Unter normalen Bedingungen ist das eine tolle Eigenschaft von ihm, dass er ausgleichend ist und nie ausfällig wird. Deshalb beschimpfen mich die Eltern auch als von oben herab und arrogant, weil ich dem Vater nicht aus dem Weg trete, wenn dieser sich drohend mir gegenüber aufbaut. Die Eltern denken deshalb auch, ich dominiere meinen Freund, wenn ich mich schützend vor meinen Freund stelle und meine Meinung vertrete, wenn er einfach nichts mehr zu sagen weiß. Ich habe die jahrzehntelange Kontrolle und diesen Wahn ja nicht miterleben müssen.
Zweifelsohne ist kein Mensch nur schlecht, weshalb wir immer dachten, wenn wir auszögen, zieht Ruhe ein und wir können uns wieder annähern. Allerdings weit gefehlt.
Wir holten vor ein paar Monaten die Oma zum Kaffee trinken ab. Als wir sie nach Hause brachten, baten die Eltern uns herein und wir lehnten freundlich ab. Ab da rastete der Vater aus, baute sich vor mir auf, schrie uns auf der Straße an. Als ich beide Eltern gefragt habe, was sie eigentlich wollen, was sie sich eigentlich vorstellen, wie alles werden soll, hieß es nur von der Mutter " Er hat uns unseren Lebensabend versaut..." und sie schlugen uns die Tür vor der Nase zu. Das paradoxe ist immer, scheinbar vergessen sie diese Situationen, denn danach kommen dann wieder versöhnliche Dinge. Allerdings ohne sich einfach einmal zu entschuldigen. Würde einfach mal kommen "tut uns leid, wie das dort gelaufen ist, lasst uns doch nochmal versuchen zusammen zu kommen", wäre zumindest für mich alles anders.
 
  • #20
Erst dann könnt Ihr neue friedliche und ehrliche, herzliche Mitmenschen treffen im Leben. Nach und nach wird sich für Euch ein tolles neues soziales Netz aufbauen.
Wie dumm von Dir, die Verbindung zu den Eltern zu lösen.

Dies wird Dir immer wieder auf die Füsse fallen bis über den Tod der Eltern hinaus. Es gab für mich ( und auch für meine Kinder) fast nichts höheres als der Umgang mit den Großeltern.

Das gibst Du einfach auf ? Wegen persönlichen Animositäten?

Deine Eltern sind nicht das "soziale Netz", bestenfalls ein Teil davon.
Die Eltern sind eben die Eltern.

Keine Frage der Herr Pfarrer bei der FS ist ein schwieriger Fall, aber man kann immer mal wieder Brücken bauen, dass müsste er am bestne wissen. Wenn es nichts wird, na und ?
 
  • #21
Wie dumm von Dir, die Verbindung zu den Eltern zu lösen.

Dies wird Dir immer wieder auf die Füsse fallen bis über den Tod der Eltern hinaus. Es gab für mich ( und auch für meine Kinder) fast nichts höheres als der Umgang mit den Großeltern.

Das gibst Du einfach auf ? Wegen persönlichen Animositäten?

Deine Eltern sind nicht das "soziale Netz", bestenfalls ein Teil davon.
Die Eltern sind eben die Eltern.


Und die Eltern - oder Großeltern - sind nicht selten unfähiger, ihre Enkel und Kinder zu respektieren und zu akzeptieren als Freunde ihre Freunde.
Man nennt sowas übrigens auch Missbrauch (emotionale Erpressung der Kinder). Dafür muss niemand geschlagen oder vergewaltigt werden. Das geschieht eben subtiler.

Blut ist nicht immer dicker als Wasser. Insofern: Alles richtig gemacht, @Elfe11 ! ;)
 
  • #22
wir wollen einfach nur unsere Ruhe und nicht behelligt werden.
Ich hatte eine ähnlich gestrickte Familie und musste viel leiden. Aus eigener umfangreicher Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass nur ein totaler Kontaktabbruch zu allen Personen hilft, die einem immer wieder psychische Gewalt antun. Auch und GERADE dann, wenn es die eigene Familie ist. Das ist der einzige Weg, wenn Sie beide ihren Seelenfrieden haben wollen.
 
  • #23
Ich kann Dir zu dem Thema ein gutes Buch empfehlen, das mir sehr geholfen hat " Nächsten Sonntag bringe ich sie um - Wie man Probleme mit den Schwiegereltern löst" von Susan Forward. Keine Sorge, in dem Buch stehen keine Rezepte, die man nur einmal genießen kann und die Probleme mit der Familie auf unkonventionelle, aber gesellschaftlich nicht akzeptierte Weise lösen. Susan Forward ist Psychologin und Therapeutin. Ich habe alle Bücher von ihr verschlungen und schätze sie sehr.

Alle Achtung vor Deinem Freund, dass er mit Dir, vielleicht auch durch deine Stärke aus dem System ausbrechen konnte. Vielleicht hat ihm Eure Beziehung den Rückhalt und Kraft verliehen, das durchzustehen und sich zu widersetzen.

Das Problem mit den Kontrollettis, den Narzisten und Egomanen ist, dass sie täuschen, Dinge verdrehen, scheinbar freundlich und charmant sind.
Sind sie aber nicht. Bei diesem Typus fehlen ein paar Verdrahtungen im Gehirn und zwar bei echter Empathie, Liebe und Herzlichkeit.
Das sieht man an deiner Beschreibung so deutlich. Dem Schwiegervater geht es nur um seine Macht in seinem Universum. Dieses Universum hat er sich ja sogar selbst geschaffen. Eine passende Frau gesucht, die Kinder und Verwandten so konditioniert, wer sich auflehnt hat die Hölle auf Erden. Leider gibt es ja die Haltung: Lass den/ die mal toben, sie beruhigt sich schon wieder. Oder, wenn ich mache was der/die sagt, dann ist er/sie wieder ruhig. Der bequemste Weg also - scheinbar.
Der Problemtypus erlebt die Umwelt so: ich muss nur toben, Krieg machen, eskalieren, dann siege ich. Hat ja immer so funktioniert. Es geht demjenigen ja um Macht und Aufmerksamkeit.

Was Du erlebst, ist wie aus dem Bilderbuch. Du bist der Störenfried. Du hast das Machtgefüge gestört. Die Wirklichkeit wird völlig verzerrt dargestellt. Bevor Du gekommen bist, war doch alles gut. Euer Drama hat einfach alles emotionale Erpressung, Lügen, Intrigen und das alles religiös verbrämt. So etwas erlebt man lieber im Film oder Theater, gell.

Du bist in dem Gefüge die geistig Gesunde. Lass Dich nicht kirre machen. Euer Weg ist richtig. Werdet gemeinsam glücklich und lasst Euch mit dem religiösen Gefasel nicht das Leben verderben.

Lade doch mal die gesamte Sippe ins Berliner Ensemble ein. Da gibt's einen wunderbaren Hamlet mit sehr viel Blut.
 
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