• #1

Wie Trennung verarbeiten...auch ohne den Grund zu kennen?

Hallo liebe Community

leider geht es mir seit ein paar Monaten nicht so gut...

Mein Freund hat damals mit mir Schluss gemacht, und zwar ohne Vorwarnung, am Morgen hatten wir noch ganz normal geschrieben und am Abend hat er dann per WhatsApp mit mir Schluss gemacht. Der Grund dafür war, dass er mir etwas unterstellt hat, was ich angeblich getan habe, was aber absolut nicht gestimmt hat.

Wir haben uns ein paar Tage später getroffen und darüber geredet, er hat dann auch gesagt, er glaubt mir, dass ich es nicht getan habe. Somit wäre die Sache ja eigentlich erledigt gewesen und man hätte das Ganze als Missverständnis bewerten können

So war es aber nicht, für ihn war trotzdem Schluss. Wir hatten danach noch öfter Kontakt und ich habe ihn mehrmals gefragt, warum er trotzdem Schluss gemacht hat, habe aber nie eine richtige Antwort bekommen. Wir haben auch jetzt noch ab und zu Kontakt, aber ich habe es mittlerweile aufgegeben, nach dem Grund zu fragen, da ich wohl eh keine Antwort bekommen werde

Ich kann seitdem aber einfach nicht damit abschließen, ständig geht mir die Frage nach dem Warum durch den Kopf.

Ich weiß natürlich, dass mir diese Frage hier im Forum keiner beantworten kann, darum geht es auch gar nicht...

Aber vielleicht hat jemand schon Ähnliches erlebt und kann mir sagen, wie man damit fertig werden kann?

Mir geht's seitdem echt oft nicht gut, manchmal geht das schon fast in Richtung Depression, im Sinne von alles ist sinnlos...

Ich liebe ihn immer noch, für mich war er von Anfang an ein ganz besonderer Mensch

In meinem Umfeld ist das Verständnis für meine Gefühle eher gering, höre immer wieder, dass ich da doch wohl drüber hinweg kommen muss in meinem Alter (bin 30) und dass es nicht normal ist, dass ich so darunter leide

Das macht es auch nicht gerade besser.

Ich danke euch schon mal vorab.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Wir hatten danach noch öfter Kontakt und ich habe ihn mehrmals gefragt, warum er trotzdem Schluss gemacht hat, habe aber nie eine richtige Antwort bekommen. Wir haben auch jetzt noch ab und zu Kontakt, aber ich habe es mittlerweile aufgegeben, nach dem Grund zu fragen, da ich wohl eh keine Antwort bekommen werde.
Zu 99,99 % haben alle diejenigen bereits eine neue Beziehung, die von heute auf gleich Schluss machen mit der alten Beziehung! Warum du mit so einem noch den Kontakt hältst, ist für mich unmöglich, denn so lange holt dich das ständig ein!
 
  • #3
Liebe vanillagrace

Also, ich finde du darfst durchaus heftig unter so einer seltsamen und letztlich feigen, oder zumindest konfliktscheuen Trennung leiden.
Ganz offensichtlich hat dein Ex-Freund dir nicht all seine Gründe genannt. Nicht nennen wollen. Hat es noch nicht mal geschafft, sich von Angesicht zu Angesicht zu trennen. Stattdessen hat er per whatsapp etwas Zusammengesponnenes als Grund für seine Distanzierung vorgebracht.
Ich kann seitdem aber einfach nicht damit abschließen, ständig geht mir die Frage nach dem Warum durch den Kopf.
Ich weiss, es ist nur geraten. Aber wenn du mich fragen würdest, der hat eine Neue. Und hat dann einen Konflikt mit dir vom Zaun gebrochen, um sich "offiziell" zu trennen. Warum ich das denke? Weil ich die Affäre von einem verheirateten Mann war. Und er hatte nicht den Mut, seiner Frau zu sagen, dass er sich in mich verliebt hat. Ich habe ihm gesagt, er soll mit ihr reden. Da meinte er, zunächst einmal müsse er ihr "zeigen", dass er in der Beziehung unzufrieden ist und er hat dann angefangen, zuhause herum zu meckern und die Ehe zu problematisieren. So dass eine allfällige spätere Trennung quasi an ihrer Beziehung, nicht an mir festgemacht würde. Hat nicht funktioniert und es wäre mir auch nicht wohl gewesen damit. Aber ich habe andere Fälle gesehen, wo es genau so war.
Aber vielleicht hat jemand schon Ähnliches erlebt und kann mir sagen, wie man damit fertig werden kann?
Also, ich bin in einer Beziehung nur für das verantwortlich, was ich weiss. Wenn jemand unzufrieden ist und sagt mir nichts, kann ich nichts dafür. Wenn jemand sich trennt und seine Gründe nicht nennt, kann ich auch nichts ändern.
Er hat sich und dir entweder eine Chance genommen, an euren Herausforderungen zu wachsen. Oder er hat dich feige belogen, weil er wusste, dass die Wahrheit ihn schlecht da stehen lassen würde.
Ich würde dir raten, wütend auf ihn zu werden. Du bist noch zu sehr im Mitgefühl mit ihm und siehst ihn vielleicht als den "Geschädigten", der sich trennen "musste" wegen irgendwas. Dabei ist das vielleicht einfach seine bevorzugte Form der Selbstdarstellung.
 
  • #4
Deinem vorigen Thread nach zu schließen ist er ja schon vorher auf Abstand gegangen, ließ keine körperliche Nähe mehr zu, hat blöde Kommentare abgesondert etc.
Also schön war die Beziehung auch für dich nicht mehr.
Nun hatte er vielleicht einen Grund oder Vorwand, Schluss zu machen.
Warum hast du noch Kontakt mit ihm?
Jetzt zu Zeiten des Lockdowns läuft man sich ja kaum noch zufällig über den Weg.
Ich rate dir, keinen Kontakt mehr zu ihm zu haben. Warum ständig in der Wunde stochern?
Auf keine Fall mehr hinter ihm herbetteln.
Das ist es nicht wert. Du bist mehr wert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #5
Ich weiß natürlich, dass mir diese Frage hier im Forum keiner beantworten kann, darum geht es auch gar nicht...
Er liebte dich nicht mehr, bzw. eine Andere. Sonst hätte er nicht Schluss gemacht. Die Unterstellung dir gegenüber sollte ein "Grund" sein. Er hat nie geglaubt, dass du das gemacht hast, was er dir vorwarf. Es war einfach nur ein Vorwand, um die Schuld auf dich abzuwälzen und sein Gewissen bezüglich der Trennung zu erleichtern.
Ich liebe ihn immer noch, für mich war er von Anfang an ein ganz besonderer Mensch
So besonders war er nicht, sonst hätte er dich nicht so und auf diese Art hängen lassen.
höre immer wieder, dass ich da doch wohl drüber hinweg kommen muss in meinem Alter (bin 30) und dass es nicht normal ist, dass ich so darunter leide
Das ist natürlich Unsinn, was diese Leute erzählen. Eine Trennung ist immer schmerzhaft. Wenn man kein Verdränger ist, wird die Verarbeitung seine Zeit brauchen. Manche Menschen leiden darunter wie bei einem Todesfall in der engsten Familie. Schliesslich war die Person auch eine, wenn nicht sogar die engste Bezugsperson. Dass du trauerst ist vollkommen normal. Jeder hat da sein eigenes Tempo.
Du solltest ihn bald von dem Sockel stoßen, auf den du ihn stellst.
Er war nicht besonders...
ständig geht mir die Frage nach dem Warum durch den Kopf.
Nachdem du festgestellt hast, dass du darauf keine klärende Antwort bekommst von ihm, kannst du dir das Grübeln auch sparen.
Sicher ist, dass er nicht mehr wollte. Da fehlt dann meist die Liebe, bzw. er hat sich in eine Andere verguckt.
Unerwiderte Liebe schmerzt gewaltig.
Allerdings hat das Leben natürlich einen Sinn. Es besteht nicht aus dieser Person. Das Kapitel ist nur zu Ende. Es gilt jetzt, ein neues Aufzuschlagen.
Das solltest du lassen. Du reißt die Wunde nur immer wieder auf und startest dann bei Null.
 
  • #6
Dann war es wohl nur ein Vorwand von ihm und er war insgeheim schon länger oder in Bezug auf was anderes unzufrieden mit der Beziehung. Das war also nur ein willkommener Anlass, nicht der eigentliche Grund.
 
  • #7
Liebe FS. Ich hab damals ja schon geschrieben, dass ich es kenne: wenn der andere sich körperlich immer mehr zurückzieht und auch sonst genervt reagiert, dann ist bald Schluss. Und so war es ja. Er hat dann was an den Haaren herbeigezogen um dich zum Buhmann zu machen, auch ganz typisch für feige Leute. Klar nennt er dir keinen Grund, denn der wäre wahrscheinlich, dass die Liebe weg war und du ihm auf den Keks gegangen bist. Das passiert eben leider, davor ist keiner gefeit. Du redest dir jetzt ein, dass dir das helfen würde, den konkreten Grund (den es wahrscheinlich einfach nicht gibt) zu kennen. Aber ändern würde das nichts im Endeffekt. Er will nicht mehr, das ist eindeutig. Versuch jegliche Hoffnung zu bekämpfen.
Lass den Kontakt komplett sein! Das ist wichtig! Ich hab das auch nach der ersten Beziehung gelernt. Jeder Kontakt hält den Schmerz und die Hoffnung länger wach. Lösch seine Nummer, sag ihm, wenn er sich meldet, du möchtest keinen Kontakt mehr, auch wenn es hart ist! Lösch ihn auf sozialen Netzwerken, so dass du nicht in Versuchung kommst, ihn zu kontaktieren oder zu stalken. Versuche deine Trauer zu durchleben und dann kommt irgendwann der Punkt, an dem man nach vorn blicken kann. Das geht zeitgleich immer Millionen anderen Menschen ebenso wie dir. Mir hat es damals geholfen, mich mit denen in Liebeskummerforen auszutauschen. Man sieht: es ist normal und es geht vorbei. Wirklich!!
Ansonsten: ein paar Monate ist doch völlig in Rahmen. Was hast du für komische Freunde? Nach intensiven Beziehungen braucht es manchmal sehr lange, bis es besser wird, das hat mit dem Alter nichts zu tun! Wenn es dir dauerhaft sehr schlecht geht, scheu dich sonst nicht, Hilfe zu suchen bei Therapeuten, also wenn du merkst, dass es in Richtung Depression geht.
Ich hab wirklich schlimmen Liebeskummer überlebt damals; ich dachte ich will sterben und habe Wochen durchgeheult, Monate jeden Tag an ihn gedacht, extrem abgenommen, auf der Arbeit vorm PC geweint und im Endeffekt zwei Jahre gebraucht um wirklich alles zu verarbeiten. Da war ich auch schon Ende 20. Aber jetzt habe ich den tollsten Partner der Welt und kann da nostalgisch drauf zurückschauen. Nur Mut!
w,37
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #8
Ich habe vor sehr vielen Jahren Ähnliches erlebt. Wir waren verabredet und Karten bereits gekauft. Kurz vor dem Aufbruch teilte er mir mit, dass er eigentlich nicht mehr wolle. Ich dachte zuerst an die Veranstaltung. Aber nein! Unsere mehrjährige Partnerschaft war gemeint. Wenigstens hat er es mir persönlich gesagt, nicht wie bei dir auch noch zunächst feige durch ein technisches Gerät. Erst vor wenigen Wochen habe ich einen Fachartikel über Traumata gelesen. Auch für einen selbst nicht zu erwartende Trennungen können ein Trauma auslösen. Mir fiel es nach dem Lesen wie Schuppen von den Augen! Was ich dir mitteilen will: Pass gut auf dich auf. Nehme deine Wahrnehmung als depressiv ernst und hole die so Hilfe, wie du es bei einer Grippe auch tun würdest. Alles alles alles Gute
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #9
Aber vielleicht hat jemand schon Ähnliches erlebt und kann mir sagen, wie man damit fertig werden kann?

Ich war auch schon mal in einer ähnlichen Situation, aber als ich dann das Geschehene genauer analysiert hab, stellte ich fest, dass es so, wiedas gelaufen ist, einfach nicht sein kann.

Ich behaupte mal, dass dieser Typ dir aus Feigheit keinen reinen Wein eingeschenkt hat. Er hat schon Wochen vorher mit dir innerlich Schluss gemacht, sich nach außen aber nichts anmerken lassen. Die Gründe dafür sind m. E. erstmal egal. Dann kam er raus damit, du fällst aus allen Wolken, weil er in dem Moment vollständig alleine kontrolliert hat, was in deinem Leben grade passiert. Sowas ist wie eine Ohrfeige, wie als ob ein Laster über deinen Kopf gefahren wäre, oder wie als wärest du ein durchgekauter Kaugummi auf der Straße, über den alle drüberlatschen. Man fühlt sich absolut hilflos und erschrocken und weiß erstmal wochenlang gar nicht, was überhaupt passiert ist. Man hat absolut keinen Einfluss auf die Situation. Aber man hat einen Einfluss auf die Reflexion der Dinge. Hebst du ihn trotz allem immer noch auf ein Podest?
Du musst dich meiner Ansicht nach auch mal fragen, ob er deine immer noch vorhandene Liebe überhaupt wert ist? Ich meine, wozu liebst du ihn noch, er, der fähig war, so abwertend mit dir umzuspringen? Für welche dieser negativen Eigenschaften liebst du ihn denn noch? Was bringt dir das, an dieser Liebe festzuhalten? Werde wütend auf ihn, weil er einen sinnlosen Vorwand brauchte, der sogar gelogen war, um sich von dir zu trennen, nur weil er im Vorfeld nicht mal anständig kommunizieren kann!

Ich bin damals darüber nur hinweggekommen, in dem ich mir immer wieder gesagt habe, dass das seinerseits ein falsches Verhalten war, und dies nichts über meinen Wert als Menschen aussagt. Ich habe eine gesunde Wut auf ihn entwickelt und habe diese auch zugelassen und durchlebt. Wichtig ist, dass man sich nicht selbst zerfleischt. Ablenkung ist gut, und es schadet auch nicht, den andern in Gedanken auch mal ein wenig abzuwerten, zumindest, damit man sich sein eigenes Ego bisschen pusht. Nach ein paar Monaten sieht die Welt dann schon wieder ganz anders aus. Ach so: und brich - zumindest für eine längere Zeit - den Kontakt zu ihm ab! Das macht dich bloß noch mehr fertig! Viel Erfolg dabei!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #10
Hallo liebe Community

leider geht es mir seit ein paar Monaten nicht so gut...

Mein Freund hat damals mit mir Schluss gemacht, und zwar ohne Vorwarnung, am Morgen hatten wir noch ganz normal geschrieben und am Abend hat er dann per WhatsApp mit mir Schluss gemacht. Der Grund dafür war, dass er mir etwas unterstellt hat, was ich angeblich getan habe, was aber absolut nicht gestimmt hat.

Wir haben uns ein paar Tage später getroffen und darüber geredet, er hat dann auch gesagt, er glaubt mir, dass ich es nicht getan habe. Somit wäre die Sache ja eigentlich erledigt gewesen und man hätte das Ganze als Missverständnis bewerten können

So war es aber nicht, für ihn war trotzdem Schluss. Wir hatten danach noch öfter Kontakt und ich habe ihn mehrmals gefragt, warum er trotzdem Schluss gemacht hat, habe aber nie eine richtige Antwort bekommen. Wir haben auch jetzt noch ab und zu Kontakt, aber ich habe es mittlerweile aufgegeben, nach dem Grund zu fragen, da ich wohl eh keine Antwort bekommen werde

Ich kann seitdem aber einfach nicht damit abschließen, ständig geht mir die Frage nach dem Warum durch den Kopf.

Ich weiß natürlich, dass mir diese Frage hier im Forum keiner beantworten kann, darum geht es auch gar nicht...

Aber vielleicht hat jemand schon Ähnliches erlebt und kann mir sagen, wie man damit fertig werden kann?

Mir geht's seitdem echt oft nicht gut, manchmal geht das schon fast in Richtung Depression, im Sinne von alles ist sinnlos...

Ich liebe ihn immer noch, für mich war er von Anfang an ein ganz besonderer Mensch

In meinem Umfeld ist das Verständnis für meine Gefühle eher gering, höre immer wieder, dass ich da doch wohl drüber hinweg kommen muss in meinem Alter (bin 30) und dass es nicht normal ist, dass ich so darunter leide

Das macht es auch nicht gerade besser.

Ich danke euch schon mal vorab.
Nachtrag: nachdem ich gerade deine alten Beiträge gelesen habe, stellt sich heraus, dass die Trennung ja gar nicht so ganz ohne Vorwarnung stattfand ;).
Du warst 10 Monate mit ihm zusammen, und er rollte schon die Augen, als du mit ihm kuscheln wolltest. Du bist ihm ganz schön hinterhergerannt, und hast um seine Liebe und Aufmerksamkeit gebettelt. Wir haben dir damals schon alle gesagt, du sollst dich nicht so kleinmachen. Und sei froh, dass er dich von diesem Elend erlöst hat. Sei ihm diesbezüglich dankbar, dass du nicht weiter in dieser lieblosen und abwertenden Beziehung verharren musst.
 
  • #11
Klingt sehr stark nach Vorwand, sorry! Du klingst sehr bettelnd, dich selbst nicht wertschätzend und bist ihm ja absolut hinterher gerannt. Er hatte keinerlei Achtung vor dir. Deshalb machte er auch Schluss, obwohl er GAR NICHT WUSSTE, ob es stimmt oder nicht (was auch immer das war).
Er wusste, dass du ihm hinterher rennst. Scheinbar hat er jetzt aber die Lust daran verloren. Erniedrige dich selbst nicht so! Entwickle ein stabiles Selbstwertgefühl. Erst DANN ist es sinnvoll, sich mal wieder auf jemanden einzulassen. Vorher wirst du sonst wieder die Typen anziehen, die dich schlecht behandeln. Weil du dich selbst schlecht behandelst. Diese Menschen führen ausschließlich TOXISCHE Beziehungen.

w.,34
 
  • #12
Ich weiß jetzt nicht, wie lange deine Beziehung gedauert hat und wann die Trennung ausgesprochen wurde, aber es ist vollkommen normal, dass man trauert und nicht achselzuckend so eine Trennung hinnimmt, zumal du ihn auch geliebt hast und diese Trennung gar nicht wolltest. Ich denke dennoch, dass du Glück hast, ihn losgeworden zu sein. Er hat dich nicht mehr geliebt, ließ gar keine körperliche Zuneigung mehr zu, mobbte dich und am Ende war er auch nicht aufrichtig und hat dir etwas vorgeworfen und dir die Schuld gegeben. Das ist feige und ich stimme IM zu. Er hat eine andere. Suche du dir auch einen anderen Mann. Du bist noch jung und kannst wieder jemanden finden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Zu 99,99 % haben alle diejenigen bereits eine neue Beziehung
Dann gehöre ich zu den 0.01 %. Nach einer Trennung brauchte ich immer erst einmal 1 oder 2 Jahre für mich und andere Frauen waren für mich nicht so interessant.

Nach der Trennung wusste ich auch den Grund, weil man sich bei der Trennung aussprach. Ist die Beziehung kürzer, dann geht das Gespräch schneller, und dauerte die Beziehung länger, dann ist auch das Gespräch länger. Bei meiner vergangenen Ehe dauerte das Gespräch nach fast 20 Jahren länger und wir unterhielten uns auf neutralem Boden nur auf Spanisch. Ohne ein intensives Gespräch kommen nur solche Fragen wie hier auf. Warum, wieso usw.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #14
Aber vielleicht hat jemand schon Ähnliches erlebt und kann mir sagen, wie man damit fertig werden kann?

Ich kann es Dir nur aus der anderen Sicht sagen.
Einen konkreten Grund gab es für mich nie.
Es waren viele kleine Anlässe, zunehmende Distanzierung, und irgendwann kam der letzte Auslöser.
Aber es war auch ohne diesen Auslöser vorbei, es hätte genauso etwas anderes sein können.

Ich hätte es nie für zielführend gehalten, einem Ex meine Gründe darzulegen - hat dann einerseits etwas von Schuldzuweisung, und es verletzt am Ende unnötig.

Thema Schuldzuweisung -
ich hatte ja auch meinen Anteil an Reibungen und Divergenzen, und manches ist individuelle Ansichtssache, die nicht zusammen passt.
Thema Verletzungen -
Der andere hat Eigenheiten, die mir zunehmend auf den Keks gehen, kann ich sagen, was bringt es? Die nächste Frau liebt ihn genau deswegen.

Für mich war es mit dem Entschluss, mich zu trennen, vorbei.
Erklärungen, Gespräche halte ich nicht für zielführend.

Schau Dir die Partnerschaft an - es war nicht alles gut... Denke mal nach, mache Dir meinetwegen eine Liste.
Und es muss definitiv nicht ein Anlass sein, oft genug ist es ein schleichendes Auseinanderdriften. Wenn man dann merkt, dass man sich verloren hat, ist es zu spät.

Der größte Feind einer Partnerschaft ist Gewohnheit und Alltag.

Eine neue Partnerschaft stand nie parat, nur das als Randbemerkung - Warmwechsler*innen sind in meinem Bekanntenkreis eine vernachlässigbare Minderheit.

W, 51
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #15
Dein "Freund" hat dir schon lange mit seinem Verhalten gezeigt, dass er dich nicht will, auch in anderem Thread war es für keinen (!) unklar. Er ist feige und hat psychische Probleme, weil ein normal gesunder Mensch ist in der Lage, Schluss zu machen, und veranstaltet nicht monatelange Wegekel-Aktionen. Nichts anderes hat dein Ex gemacht - dich hinausgeekelt. Nicht die Trennung tut weh, sondern die Erkenntnis, wie er mit dir umgegangen ist und dass du es auch selber bis zum Äußersten ausgereizt hast.
Hör auf, dich in Selbstmitleid zu suhlen, du bist kein Opfer, du warst an entstandenen Situation selber mitbeteiligt. Mit Mitte 30 hat man genug Erfahrung, um solche Menschen schnell zu erkennen, bzw. schnell zu entsorgen. Du "liebst" ihn nicht, Liebe fängt mit Selbstliebe an und da sehe ich Null bei dir, mehr noch, du machst auch ihn kaputt, indem du ihm sein fieses Verhalten durchgehen lässt. Ein Mann, der mich monatelang nicht küsst(und das gerade nach zehn Monaten Beziehung) und aus dem Nichts per WhatsApp Schluss macht - also zu dem habe ich definitiv keinen Kontakt mehr, da hätte ich den Rest meiner Würde verloren und mich nicht mehr im Spiegel anschauen können.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #16
Hi,
mir ist es auch schon passiert, dass am Ende Dinge nicht stimmig kommuniziert wurden, eklatante Widersprüche auftraten oder es einfach sehr "unklar" und unbefriedigend auseinanderging.
Das sind auch die Exfreunde, zu denen ich keinen Kontakt mehr habe.
Manches habe ich später zufällig erfahren, wie, dass zweigleisig gefahren wurde zB.

Letztlich sagt so ein Ende viel über den Charakter Deines Ex: Er hat Dich schlecht behandelt, er hat Dir was "untergeschoben", er hat Dinge nicht transparent gemacht. Und er hat Dich per Whatsapp abgeschossen anstatt sich mit Dir hinzusetzen, zu besprechen, was schiefläuft und ggf. die Trennung zu beschließen, wie es anständige Menschen tun.

Also: Eigentlich weißt Du genug, um abzuschließen...

Die Sprüche Deiner Freunde sind unangemessen. Es spricht doch für Dich, dass Du trauerst! Du hattest Gefühle und bist nicht aus Teflon...
Im Gegenteil: Ich beobachte oft, dass Leute sofort sich mit jemand Neuem ablenken.. Und flugs tauchen dieselben Probleme wieder auf. Oder man merkt, man ist noch nicht über die Ex hinweg, und der neue Partner wird verglichen und hat den Schaden...

Durchlebe die Trauer, brich den Kontakt ab,und sei sicher: auch das schlimmste Gefühl hört irgendwann auf
(Gut dazu das Buch " Wieder fühlen lernen " von Safi Nidiaye)

Alles Liebe vom Meerrettich
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #17
Ich kann seitdem aber einfach nicht damit abschließen, ständig geht mir die Frage nach dem Warum durch den Kopf.
Ich sage Dir, warum.

Du willst den Grund kennen, um ihn abzustellen und dann diese Beziehung weiterzuführen.
Erkenne Dich selbst : So ist es doch, nicht wahr ?

Aber Dein Kopf weiß, dass Schluss ist, denn Dein Ex will mit Dir einfach keine Beziehung mehr.

Aber denke mal gründlich nach, was Du Dir da wünscht.

Willst Du Gründe hören, die Dich verletzen würden ?

Z.B. - dass Du Dich optisch ungünstig verändert hast
- dass der Sex mit Dir langweilig war,
- dass Du einen schlechten Modegeschmack hast,
andere Frauen viel sexyer sind
- dass Du ihn in seinem Leben behindert hast(z.B. weil er eine andere Frau nun reizvoller findet)
...etc.

Willst Du wiklich solche Gründe hören ?
Ich wollte es an Deiner Stelle nicht. Deswegen ist sein Verhalten vielleicht nun gar nicht so falsch, wie es sich für Dich anfühlt.

Viele Menschen haben die Taktik, sich etwas zu suchen, wofür sie den Ex hassen (In meinem Falle war das manchmal so). Diese Taktik empfehle ich Dir auch.

Verachte Deinen Ex-Freund dafür, dass er Dich, diesen wundervollen Menschen (der Du ja bist), einfach weggestoßen hat.
Dann wird es Dir leichter fallen, abzuschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #18
Na, so toll kann er nicht gewesen sein, er war dir ablehnend., abweisend und alles schon nach ein paar Monaten. Du warst doch länger unglücklich als glücklich mit ihm.
Es ist natürlich schwerer wenn du nicht weißt, warum aber nicht mal das bist du ihm wert - er ist nichts Besonderes, sondern ein feiger A...,
Blockiere ihn, brich den Kontakt ab und fertig.
Ansonsten bekommt er vielleicht über Weihnachten noch einen moralischen Anfall und kontaktiert dich. Du denkst dann wieder, dass er zurück kommt, er hat nur keinen Bock alleine zu sein und niemand Besseren gefunden.
Abhaken und hoffen, dass 2021 besser wird!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #19
Willst Du Gründe hören, die Dich verletzen würden ?
Ich glaube, es ist manchmal schwierig, als Schlussmachender eine Mischung aus "nicht verletzen" und "deutlich machen, dass keine Chance mehr besteht" zu kommunizieren. Aber das bekommt man auch hin, wenn man will. Wenn einen der andere generell nervt, kann man doch einfach sagen, "meine Gefühle sind einfach verschwunden und ich liebe dich nicht mehr". Das ist sehr deutlich, ehrlich und lässt wenig Hoffnung, aber verletzt den anderen nicht mit Einzelheiten, die der andere nicht ändern kann (wie es der Fall wäre wie "dein Lachen nervt mich", "ich finde dich unattraktiv" o.ä.). In diesem Fall hier verhält sich der Ex aber wirklich feige: Er hat ja ihr was vorgeworfen und so getan, als sei SIE Schuld daran, dass er schlussmachen "muss". Dass das fadenscheinig war, ist ja klar, wenn sie das später beweisen konnte, dass das nicht stimmt. So etwas find ich wirklich nicht okay. Wenn man sich trennen will, sollte man nicht mit Absicht was suchen, was man dann dem anderen vorwirft, wenn das nicht der echte Grund ist. Denn natürlich versucht der andere dann, das Missverständnis auszuräumen, weil er denkt, es läge ja nur daran. Das spricht nicht für den Charakter des Trennenden. Liebe FS: Setz das auf die Minus-Liste!!!
 
  • #20
Oh, so etwas ist mir auch mal passiert: Wir waren etwa 9 Monate zusammen, er war seit 6 Wochen zu mir gezogen, wir standen kurz vor der Unterzeichnung eines Vertrages für ein Haus und eines Sonntagmorgens eröffnete er mir, er geht. Zuerst habe ich geheult, dann gebettelt, schließlich habe ich meinen Hund gepackt und bin mit ihm spazieren gegangen. Als ich zurückkam, war er weg. Er hatte nur Klamotten etc. mitzunehmen, seine Wohnung hatte er noch nicht aufgegeben. Später meinte er, er hätte noch ne Stunde auf einem Parkplatz gestanden, gewartet, dass ich ihn anrufe, dann wäre er sofort zurückgekommen! Aber ich musste ja unbedingt mit dem Hund gehen. Aber für mich war es so, ich hatte mich bereits selbst erniedrigt, geheult und gebettelt, was soll ich dann noch anrufen. Er hat es nicht ertragen, dass es in meinem Leben meine Tochter gab und meinen Hund und meine Freunde. Später hat sich herausgestellt, dass er wohl narzisstisch veranlagt ist, es hat ihm nicht genügt, mich total in einem gefühlsmäßigen Aufruhr zu hinterlassen, nein, er musste danach noch meine Freundinnen anschreiben und es total auskosten, wie schlecht es mir geht. Da eine Freundin da auch noch mitgemacht hat, war sie ab da nicht mehr meine Freundin. Noch mehr Verlust.

Ich habe sehr lange gebraucht, endlose Hunde-Spaziergänge, mit mir selbst gesprochen, sogar auch Fehler bei mir entdeckt, aber im Großen und Ganzen habe ich es nicht einfach weggesteckt. Ich war halt sehr verliebt und solche Typen schaffen es am Anfang ja auch immer, dass man sich gut fühlt....
W55
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #21
Wow, vielen Dank für die vielen Antworten, damit hatte ich gar nicht gerechnet :) ist schön, wenn einem so viele Leute helfen möchten, obwohl sie einen ja gar nicht persönlich kennen, danke an euch alle !!!
 
  • #22
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #23
Zwei, drei andere haben hier gerade geschrieben, dass ihnen ähnliches passiert ist und ich schließe mich an: mir auch.
Ich war 17 und am Tag unseres Einjährigen machte mein erster Freund für mich vollkommen überraschend mit mir Schluß, während ich mit einer roten Rose vor ihm stand und zunächst an einen derben Witz glaubte.

Auch für einen selbst nicht zu erwartende Trennungen können ein Trauma auslösen.
Hm, das hört sich vielleicht etwas übertrieben an, aber ich finde auch, dass das etwas Traumatisches hat. Jedenfalls hat es mein Leben nachhaltig beeinflußt, ich war danach ein anderer Mensch, bis heute. Die Leichtigkeit, die Zuversicht, das Urvertrauen waren dahin.
In allen folgenden Beziehung habe ich die spätere Trennung schon zu Anfang mit einkalkuliert. Mir war es immer besonders wichtig, von einem Mann nicht abhängig zu sein, weder emotional , aber auch in keiner anderen Hinsicht.
Dieses Erlebnis hat meinen Charakter ganz nachhaltig geprägt.

Ja, auch ich empfand das als extrem schmerzhaft und auch ich brauchte sehr lange, bis es nicht mehr wehtat, wenn ich an den Mann ( Jungen ) dachte. Aber irgendwann war es vorbei und heute bin ich wirklich sehr froh, dass ich ihn nicht geheiratet und früh Kinder bekommen habe, wie wir es uns in diesem Jahr gerne ausgemalt hatten.

Etwas anderes, absolut Positives habe ich da aber auch verinnerlicht: "wer weiß, wofür es gut war" = Jeder Mist enthält auch eine Chance. DAS ist ein Spitzenbeispiel, finde ich.

Laß dich mal drücken.

Und dann auch von mir der Rat, deinen Frieden zu machen und es zu akzeptieren, dass er dich wahrscheinlich einfach nicht mehr liebt, nichts weiter, nichts Konkretes und wahrscheinlich auch keine andere Frau.
Es gibt kaum etwas, was so sehr wehtut, wie verlassen zu werden und gleichzeitig ist es sehr alltäglich.
Erlaube dir die Trauer.
Und dann geht's aufwärts.
Garantiert.

w 53
 
  • #24
Mein Freund hat damals mit mir Schluss gemacht, und zwar ohne Vorwarnung, ...
Du hattest Ende Oktober einen Thread, dass dieser Freund keinen Sex mit dir mehr will; da kam dann peu á peu heraus, dein Freund vermied nahezu alles, Gespräche, Zärtlichkeiten, kein Kuscheln, nicht nur der Sex fehlte... und das schon zwischen Euch schon monatelang, obschon ihr nur 10 Monate zusammen ward. Sobald Du in seiner Nähe warst, reagierte er mit genervt sein, von deiner Anwesenheit. Was der Auslöser oder Grund hier dazu war, vielleicht euer viel zu schneller Zusammenzug, vielleicht hat er von seinem Umfeld nie die Annerkennung und den Zuspruch erhalten, welchen er mit Dir, als über 20 Jahre jüngere sich versprach. In jedem Fall hat er sich in seine Aversion gegen Dich hineingesteigert und zudem ein starkes Misstrauen Dir ggü. entwickelt, dass der kleinste Verdacht oder ein leicht aufzuklärendes Missverständnis gleich zur Trennung führte, anstatt Dir erstmal zu vertrauen und Dich zur Lage zu fragen... hat er gleich ohne Klärung es zum Anlass genommen sich zu trennen, dass bedeutet aber auch wie schlecht er von Dir denkt und was er Dir an negatives zutraut.
Aber bei den Vorzeichen deines 1. Threads, war es ein Trauerspiel zwischen Euch und absehbar, dass einer von Euch beiden das Handtuch in der Beziehung bald schmeißen wird.
Dich aus der Beziehung hinauszuekeln, wie eine Foristin schrieb klappte nicht und jetzt geht es mit gutem Gewissen, in dem er Dich die Schuld zu schob. Vielleicht ist er auch ein Beziehungsvermeider und für ihn war zu Beginn viel zu viel Nähe, klar erst mal um dich zu erobern, aber dann hat er nicht mehr die Kurve zu Distanz hinbekommen, weil er hält ja noch sporadisch mit Dir Kontakt; so ganz eiskalt lässt ihn die Trennung von Dir aber auch nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #25
Am Anfang dachte ich, dass er den Kontakt zu mir hält, weil er es vielleicht doch noch mal mit einer Beziehung versuchen möchte...ich weiß mittlerweile, dass das mit ziemlicher Sicherheit nicht so ist. Er hat halt außer mir auch niemanden. Er behauptet zwar immer, ihm macht das nichts aus, er braucht niemanden, aber ich glaube, dass ist ne Fassade..so gefühlskalt wie er oft tut, ist er nicht wirklich, ich glaube, tief in Inneren hat er auch Angst vor dem Alleinsein und wünscht sich jemanden, der ihn liebt...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #26
Ähnliches habe ich nicht erlebt, aber ich kann Dir was dazu sagen, wie ich mit solchen Gegebenheiten fertig wurde. Indem ich mir sagte, dass wenn man bei sich selbst keinen Fehler erkennt, der andere immer noch selbst die Entscheidung hat, ob er zusammenbleiben/-kommen will oder nicht. Also es MUSS nicht an Dir liegen, es MUSS nicht in Deiner Macht gestanden haben, es kann auch sein, dass Du alles richtig gemacht hast und der andere macht es falsch. Aber es ist SEINE Entscheidung.

Respektiere seinen Willen: Er WILL nicht mehr. Zu einer Verbindung gehören immer zwei.

Man kann sich ja nicht wünschen, dass einer mit einem zusammen bleibt,, wenn er selbst so nicht glücklich wäre.

Das heißt nicht, dass man den Schmerz nicht aushalten muss. Es tut verdammt weh. Aber schlussendlich will man ja selbst auch immer frei entscheiden, mit wem man zusammen ist. Dieses Recht muss man dem anderen auch lassen.

Er ist vielleicht am Anfang seiner Midlifecrisis. Wer weiß, was er meint, das er heute braucht und was es morgen ist. Heute will er ne junge schöne Freundin, morgen die Freiheit und "mein Leben fängt jetzt erst an, da kann ich mich doch nicht binden und Kompromisse machen".

Mir geht's seitdem echt oft nicht gut, manchmal geht das schon fast in Richtung Depression, im Sinne von alles ist sinnlos...
Nein, das ist es nicht. Du bist 30, lass den Wunsch nach einer Beziehung erstmal los und hab Spaß als Single, wär mein Rat. Guck Dir Paare doch mal genauer an, da schneiden manche viel schlechter ab, weil sie Angst haben, wieder Single zu werden, und sich deswegen verstellen oder alles bieten lassen.
Zeit gibt Dir keiner zurück. Und ja, ich hab in Deinem Alter auch rumgetrauert, weil ich mich (zum ersten Mal) in einen vergebenen Mann verliebt hatte und wirklich dachte, er meint es ernst mit seiner Umwerberei. Bevor ich mich dann entschloss, eben ohne Mann ein glückliches Leben zu führen.

Frag Dich nicht, ob Dein Liebeskummer normal ist oder nicht. Was wissen denn andere davon. Vielleicht waren die noch nie richtig verliebt. Es wird eine Erfahrung, die Dich dann von ihnen unterscheidet, weil sie wohl sowas nicht kennen. Und sie sind auch (noch) nicht in der Lage, etwas hinzunehmen, das sie nicht kennen, ohne es falsch zu finden.
Ich hatte eine Studienfreundin, die sich auch in einen Mann mit Partnerin verliebt hatte. Sie hatte übelste Fantasien, was sie der Frau antun könnte. Ich fand das immer krass, habe immer gesagt "so kann man doch nicht denken", sie aber nicht wegen ihrer Eifersucht abgelehnt. Zehn Jahre später hatte ich dasselbe Gefühl wie sie und hab sie erst da auch gefühlsmäßig verstanden. (Was ich aber nie gemacht hatte, war, es nicht normal zu finden oder mich vor ihr zu gruseln)

Was die Absehbarkeit angeht bzgl. seines Schlussmachens, kann ich mich nur @Andere Frau anschließen. Hatte ich Dir ja auch in Deinem anderen Thread geschrieben.
 
  • #27
Am Anfang dachte ich, dass er den Kontakt zu mir hält, weil er es vielleicht doch noch mal mit einer Beziehung versuchen möchte...ich weiß mittlerweile, dass das mit ziemlicher Sicherheit nicht so ist. Er hat halt außer mir auch niemanden. Er behauptet zwar immer, ihm macht das nichts aus, er braucht niemanden, aber ich glaube, dass ist ne Fassade..so gefühlskalt wie er oft tut, ist er nicht wirklich, ich glaube, tief in Inneren hat er auch Angst vor dem Alleinsein und wünscht sich jemanden, der ihn liebt...
Das ist doch der Hauptgrund, warum der Verlassene den Kontakt noch hält, völlig logisch. Und fast immer aussichtslos. Der andere nutzt einen dann als Freund, zum Pimpen vom Selbstwert oder um sich selbst nicht als A.... zu fühlen, der den anderen einfach so verlässt. Und verletzt den anderen damit immer wieder. Daher lass diesen Kontakt ganz.
Es ist doch einfach: würde er mit dir zusammensein wollen, wäre er es noch. Und wenn er so starke Probleme hat, dass er aus Angst nicht mit dir zusammensein könnte oder nicht lieben kann oder was weiß ich, dann bist du gut dran ohne so jemanden als Partner. Ich glaube da aber eh nicht dran. Du redest dir das jetzt nur ein, damit es weniger verletzend für dich ist. Aber wahrscheinlich trifft er dann eine Frau, da klappt es einfach. Er mag jemanden suchen, aber es bist nicht du. Das ist hart, aber es ist einfach die Realität, die man verstehen muss, damit es dann mit dem Verarbeiten voran geht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #28
Er hat halt außer mir auch niemanden. Er behauptet zwar immer, ihm macht das nichts aus, er braucht niemanden, aber ich glaube, dass ist ne Fassade..so gefühlskalt wie er oft tut, ist er nicht wirklich, ich glaube, tief in Inneren hat er auch Angst vor dem Alleinsein und wünscht sich jemanden, der ihn liebt...
Vanillagrace,
HÖRE auf, ihn zu interpretieren.
Du willst etwas in ihm sehen, was er nicht ist.
Du willst ihn retten und erdrückst ihn.

Er will vielleicht geliebt werden - aber nicht von Dir.
Er liebt Dich nicht, das musst Du akzeptieren.

Er sagt, er braucht niemanden, kann sein, auf jeden Fall braucht und will er Dich nicht.

Du hast es über Monate nicht verstehen wollen, Du machst Dich zum Fußabstreifer.

Er will DICH nicht.

Sorry für die Härte.
Du bist sicher eine ganz liebe, aber hier hast Du Dich vollständig verbrannt.
Du willst es nicht wahrhaben.

Er liebt Dich nicht und wird es nicht tun.

Lass ihn los.

W, 51
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Er behauptet zwar immer, ihm macht das nichts aus, er braucht niemanden, aber ich glaube, dass ist ne Fassade..so gefühlskalt wie er oft tut, ist er nicht wirklich, ich glaube, tief in Inneren hat er auch Angst vor dem Alleinsein und wünscht sich jemanden, der ihn liebt...
Liebe Vanillagrace
Du bist sehr bei ihm (oder dem, was du in ihn hinein interpretierst) und wenig bei dir.
Tief drinnen wollen wir ja alle nur irgendwie glücklich sein und geliebt werden. Das gibt uns trotzdem nicht das Recht, unehrlich zu sein und andere als Notnagel zu benutzen, wenn gerade niemand anderes da ist. Das ist auch nicht zielführend.
Wie soll ich sagen, man kann das innerste Motiv eines Menschen würdigen, das heisst aber nicht, dass man sich jedes Verhalten gefallen lassen muss.
Der falsche Weg ist der falsche Weg. Egal was für ein Grund dahinter ist. Diesen Fehler, sich zu sehr auf das "Dahinter" zu konzentrieren, machen viele Menschen, die Opfer von grenzüberschreitendem Verhalten werden. "Er ist eigentlich gar nicht so", "sie meint das nicht wirklich", "sie hatte eine schwere Kindheit", "er war überfordert mit der Situation".. die Erklärung eines Verhaltens ist keine Entschuldigung. Weil etwas aus Sicht des Handelnden plausibel ist, muss es der Behandelte noch lange nicht hinnehmen.
 
  • #30
Am Anfang dachte ich, dass er den Kontakt zu mir hält, weil er es vielleicht doch noch mal mit einer Beziehung versuchen möchte...ich weiß mittlerweile, dass das mit ziemlicher Sicherheit nicht so ist.
Ich weiss nicht, was in ihm vorgeht.
Kann sein, dass er in sich widersprüchlich ist. Das sind viele Menschen.
Ich rate dir trotzdem, den Kontakt nicht mehr zuzulassen. Vielleicht hast du Angst davor, weil er dann weg ist, weil du Angst hast, ihn dann ganz zu verlieren. Du ganz allein bist etc.
Aber mit jedem Kontakt glimmt die Hoffnung auf, dass er dich doch braucht, etc.
Liebeskummer kann sich wirklich schlecht anfühlen. Zurückweisung tut weh.
Aber überleg mal, von wem/ was du da deinen Selbswert abgängig machst.
Von jemand, der Händchenhalten als Kinderkram bezeichnet hat.
Und es werden andere Menschen in dein Leben treten.
Schau dir mal, wenn du magst, die Videos von Hemschemeier auf youtube an.
Da werden Mechanismen zwischen Bindungsängstlern und quasi Bindungsabhängigen beschrieben.
Du wirst sehen, dass auch andere an ungesunden Beziehungen festhalten und wie man da rauskommt.
Das Leben ist viel größer, als das, was dieser Mann dir zu bieten hat.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Top