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  • #1

Wie Trennung vom Kind verkraften?

Hallo zusammen,
die Ehe mit meiner Frau ist gescheitert und es steht die Scheidung an. Die Tochter, 8 Jahre wird sehr wahrscheinlich der Mutter zugesprochen
Ich liebe die Kleine sehr, empfinde das als sehr ungerecht und mache gerade eine sehr schwere Zeit durch.
Wie habt ihr eine solche Situation verkraftet, also die Trennung vom Kind oder den Kindern?
Meine Frau war jahrelang psychisch schwer krank und die Betreuung des Kindes und des Haushalts und Pflege der Frau war neben der Arbeit ziemlich kräfteraubend. Aber ich habe uns drei durch diese schwierige Zeit gebracht und unser Kind ist ein fröhliches, intelligentes und normal entwickeltes Kind und mein ganzer Stolz.
Meine Frau geht sogar wieder teilzeit arbeiten, hatte sich aber anscheinend sehr daran gewöhnt, ihre Rolle im Haushalt und in der Betreuung des Kindes so zu sehen, dass aufgrund ihrer Erkrankung es in Ordnung sei, dass sie sich nach ihrem Teilzeitjob zu Hause aufs Ausruhen konzentrieren könne.
Vor anderthalb Jahren habe ich versucht etwas zu ändern. Aber ich konnte noch nicht einmal einen Streit mit meiner Frau führen. Sie lächelte dann entweder oder sagte gar nichts, so wirklich gar nichts. Wir standen uns eine Minute schweigend gegenüber.
Die gegnerische Anwältin stritt das Vorliegen einer psychischen Erkrankung ab und wegen ärztlicher Schweigepflicht ist es gar nicht so einfach, so etwas dann vorm Familiengericht dennoch glaubhaft zu machen, weil da kann ja jeder kommen...
Habe es dennoch geschafft und es wurde ein psychiatrisches Gutachten angeordnet, was auch wieder dauerte und lebten trotz Trennung noch immer in der gemeinsamen Wohnung, eine Qual.
Das Gutachten stellte keine krankheitsbedingte Einschränkung der Betreuungsfähigkeit des Kindes fest, einerseits erfreulich andererseits war damit meine Hauptargumentation, mir das Aufenthaltsbestimmungsrecht zuzusprechen abgeräumt.
Meine Frau hat mich aus meiner Sicht ausgenutzt und ich habe mich ausnutzen lassen wegen dem Kind.
Das möchte ich nun beenden.
Aktuell geht es noch um folgendes Detail: meine Frau kann montags nachmittags das Kind nicht betreuen. Der Vorschlag bzgl. des zukünftigen Umgangsrechts sieht vor, dass ich das Kind dann montags nachmittags "haben darf".
Einerseits finde ich das wieder ein Ausnutzen meiner Leistungsfähigkeit für Defizite meiner Frau, das ich beenden will, ich muss da endlich mal klare Grenzen ziehen.
Andererseits geht es ja um die Tochter, die jede Stunde mit mir sicherlich sehr genießen wird und wir reden viel miteinander und es ist eine Freude mitzuerleben, wie ich ihren Horizont erweitere und sie Themen aus früheren Gesprächen aufgreift und nachfragt. Sie ist so ein aufgewecktes Kind und es bricht mir fast das Herz wenn ich daran denke, welch ein Schweigen herrscht, wenn meine Frau mit der Kleinen zusammen ist.
Es ist ein Drama. Was soll ich nur mit dem Montagnachmittag machen?
 
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  • #2
Der Vorschlag bzgl. des zukünftigen Umgangsrechts sieht vor, dass ich das Kind dann montags nachmittags "haben darf".
Einerseits finde ich das wieder ein Ausnutzen meiner Leistungsfähigkeit für Defizite meiner Frau, das ich beenden will, ich muss da endlich mal klare Grenzen ziehen.
Andererseits geht es ja um die Tochter, die jede Stunde mit mir sicherlich sehr genießen wird und wir reden viel miteinander und es ist eine Freude mitzuerleben, wie ich ihren Horizont erweitere und sie Themen aus früheren Gesprächen aufgreift und nachfragt. Sie ist so ein aufgewecktes Kind und es bricht mir fast das Herz wenn ich daran denke, welch ein Schweigen herrscht, wenn meine Frau mit der Kleinen zusammen ist.
Es ist ein Drama. Was soll ich nur mit dem Montagnachmittag machen?

Lieber Fs,

tut mir leid, deine Geschichte.

Bitte erkläre bitte folgendes:

Warum teilt ihr euch nicht das Sorge/Aufenthaltbestimmungsrecht 50:50?

Hast du damals das Jugendamt eingeschaltet, als deine Frau aus psychischen Gründen, sich nicht zu 50% an der Erziehung/Betreuung des Kindes beteiligungen konnte?

Warum sollst du deine Tochter nur Montagnachmittag "nehmen" dürfen? Was ist mit den anderen Tagen in der Woche bzw. Wochenende mindestens all 14 Tage ein ganzes?

Ich wäre damals froh gewesen, wenn der Kindesvater meine Tochter so oft wie möglich genommen hätte, was er natürlich nicht tat. Ist ja immer so, dass die Väter, die wollen, ihre Kinder nicht bekommen und die Väter, die die Kinder oft sehen könnten, kein Interesse daran haben.

w 48
 
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  • #3
Eine wirklich schwierige Zeit.

Jedoch, betrachte dein Frau als Geschichte.

Denke an dich und deine Tochter.
Du trennst dich nicht von deinem Kind, du wirst nur Teilzeitpapi.
Du wirst immer ihr Vater bleiben, immer.
Nutze jede Sekunde mit ihr aus und vergiss deine Noch-Frau.
Denke an die Zukunft und was du noch alles schönes mit deiner Tochter unternehmen kannst.
Wenn sie älter ist und ihr weiterhin eine gute Beziehung habt, dann wird sie auch viel öfter deine Nähe suchen. Weil sie es dann selbst entscheiden kann.
Momentan fühlt es sich nicht gut an, aber die Trennung von deiner Frau ist gut.
Viele bleiben der Kinder wegen zusammen … hat man hier auch schon öfter gelesen.
Macht keinen Sinn, denn ein unglücklicher Vater ist nicht gut für ein Kind.
Dann lieber klare Verhältnisse schaffen.

Habe hier zu dem Thema kürzlich geschrieben.
Bin (w) auch ein Scheidungskind und froh über die Trennung. Die Ehe meiner Eltern war Krieg.
Nun sind beide wieder in einer glücklichen Beziehung. Zu meinem Vater habe ich eine sehr enge Beziehung. Er ist der Beste Mann der Welt ;-)))
Euch alles Gute!
 
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  • #4
FS

Schöpfen Sie alle rechtlichen Möglichkeiten aus, wenn Sie auch dann nicht zu Ihrem Recht kommen, dann haben Sie es wenigstens versucht. Die praktische Umsetzung des Familienrechts in Deutschland ist nicht männerfreundlich, darauf müssen Sie sich einstellen. Diese Erfahrung haben zigtausende Väter vor Ihnen gemacht u daran wird sich auch nicht viel ändern, selbst wenn Sie bis zum BGH ziehen.

Mütter genießen " Artenschutz ", aber denen kann man schon auf andere Art beikommen., ;-)

m, 50
 
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  • #5
Lieber Fs,

ich verstehe nicht ganz, warum du/ihr euch nicht schon früher Hilfe bzw. Beratung geholt habt.

Deine Zeilen wirken auf mich sehr hilflos bzw. wissenlos, welche Rechte du eigentlich schon früher gehabt hattest und sie nicht genutzt hast.

Hier geht es ja nicht nur um den Montagnachmittag, sondern um grundlegendes auch in deinem Denken und Handeln.

Bitte melde dich.

w
 
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  • #6
#2 hat schon viel von dem geschrieben.

Ich würde dir noch raten, die Wut auf deine Frau zu entschärfen. Vielleicht hast du das Gefühl verloren zu haben, hast du aber nicht.

Sicher ist dir jetzt nicht danach, aber ich möchte dir sagen, dass ein Mann mit Kind oder ein AE-Vater bei mir sehr willkommen ist.
Alles Gute!
 
  • #7
[QUOTEmeine Frau kann montags nachmittags das Kind nicht betreuen. Der Vorschlag bzgl. des zukünftigen Umgangsrechts sieht vor, dass ich das Kind dann montags nachmittags "haben darf".
Einerseits finde ich das wieder ein Ausnutzen meiner Leistungsfähigkeit für Defizite meiner Frau, das ich beenden will, ich muss da endlich mal klare Grenzen ziehen.[/QUOTE]
Die Kindesmutter arbeitet offensichtlich zu diesem Zeitpunkt. Der Vorschlag, du sollst das Kind in der Zeit betreuen, ist sicherlich nicht als ein Ausnutzen deiner Leistungsfähigkeit für Defizite deiner Frau zu betrachten, sondern vernünftig und auf der Hand liegend, sofern du dann dazu in der Lage bist.

(Wie kommt es eigentlich, dass du dann Zeit hast? Bist du arbeitslos?)

Wenn du dein Kind liebst, dann leg den Hass auf ihre Mutter ab. Ein Kind ist kein Eigentum, das jemandem zugesprochen wird, wie du es formuliert hast. Offenbar ist das Gericht mit den beauftragten Gutachtern der Meinung, dass die Kindesmutter ausreichend gut in der Lage ist, ihr Kind zu versorgen.

Lass die beiden in Ruhe leben, helfe, wo nötig (die Mutter wird dich schon darum bitten), und lass das Kind unbehelligt großwerden.
 
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  • #8
Ganz ehrlich gesagt, sollte mir so etwas passieren, ich würde die Konsequenzen treffen, den Koffer packen und mind. 500 km weg ziehen, ein totall neues Leben beginnen, dies würde allen Beteiligten am Besten tun, auch und gerade dem Kind. Dieses hin und her schieben tut keinem Kind gut, es ist unvorstellbar, was da so alles abläuft auch gesetzlich! Ich lass alles fließen in meinem Leben und entscheide dann konsequenterweise, kämpfen würde ich niemals, für nichts der Welt, da man nichts erzwingen kann. Die Gesellschaft ist eh gespalten. m
 
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  • #9
Du schilderst die Sachlage natürlich sehr gefärbt aus deiner Sicht. Aber auch die Mutter hat Gefühle und wenn sie psychisch angeschlagen ist, dann kann sie ja schließlich nichts dafür. Heißt es nicht "in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit" oder so ähnlich. Nun kämpfst du gegen deine psychisch labile Frau und nimmst dazu auch noch das Kind - find ich nicht gut. Du schreibst einerseits, sie hätte sich auf der Krankheit ausgeruht, andererseits wirfst du ihr die Krankheit vor. Wenn sie wirklich krank ist, was du ja als Argument gegen das Aufenthaltsbestimmungsrecht anführst, dann ist sie eben krank und dann konnte sie auch nicht mehr als TZ arbeiten. Und dann ist es eben mal deine Pflicht, sie zu unterstützen, sie hat sich die Krankheit ja auch nicht ausgesucht.
Wenn dir wirklich das Wohl des Kindes am Herzen liegt, dann schließe Frieden mit dir und deiner Frau. Das Kind liebt seine Mutter ganz sicher, auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst.
Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter darf durch dich nicht einfach zerstört werden. Was glaubst du, wie es IHR gehen würde, wenn du das alleinige Sorgerecht erstreiten würdest?

Ist doch eine super Sache, wenn du das Kind am Montag hast - was passt dir nicht? Mir kommt das so vor, als ob es dir nicht passt, dass das der Tag ist, an dem deine Frau sowieso nicht kann und du lieber hättest, dass du einen anderen Tag bekommst um ihr dann das Kind schmerzhafter entziehen könntest. Wenn der Montag für sie ideal ist und für dich akzeptabel, dann mach es doch. Außerdem wirst du ja sicher auch noch eine Wochenend- und Ferienlösung haben.
Nutze die Zeit mit deinem Kind und zerstöre sie nicht mit dem Hass auf deine Ex.
Im Übrigen sind die Zeiten, die Kinder mit den Wochenendeltern meist wesentlich intensiver, weil eben der ganze Alltagsram wegfällt.
 
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  • #10
Da die Mutter Deiner Tochter nach Deiner Erfahrung nicht in der Lage ist, das Kind adäquat zu versorgen, bist Du es dem Kind schuldig, dafür zu kämpfen, dass es in eine bessere Umgebung kommt. Keiner kennt die Mutter Deiner Tochter so gut wie Du. Ich war in der gleichen Situation wie Du. Mein Sohn war bei unserer Trennung elf. Meine Exfrau hatte und hat ebenfalls psychische Probleme. Mein Sohn lebt bei mir. Er hat sich prächtig entwickelt. Ich hätte nicht mehr ruhig schlafen können, wenn ich ihn bei seiner Mutter gelassen hätte.
 
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  • #11
Offenbar ist das Gericht mit den beauftragten Gutachtern der Meinung, dass die Kindesmutter ausreichend gut in der Lage ist, ihr Kind zu versorgen.

Das ist der springende Punkt. Warum muss die Mutter nur "ausreichend gut" in der Lage sein, sich um das Kind zu kümmern, wo doch der FS klargemacht hat, dass er sich mindestens in gleichem Maße wie die Mutter gekümmert hat und die besseren (also mehr als "ausreichend") Vorraussetzungen mitbringt. Wieso spielt an dieser Stelle das Kindeswohl keine Rolle? Weil es nur als Argument gegen die Rechte der Väter verwendet wird, nicht aber gegen die der Mütter.

Nun kämpfst du gegen deine psychisch labile Frau und nimmst dazu auch noch das Kind

Wieso kämpft der FS gegen seine Frau, nur weil er der Ansicht ist, dass das Kind bei ihm besser aufgehoben wäre? Die beiden haben eine unterschiedliche Meinung über das, was für das Kind das beste wäre und das Gericht muss darüber entscheiden, ganz einfach. Was hat das mit der Frau zu tun?? Es geht um das Kind!

Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter darf durch dich nicht einfach zerstört werden. Was glaubst du, wie es IHR gehen würde...

Natürlich schlecht. Aber warum soll das mehr wert sein als die Gefühle des FS? Mal ganz davon abgesehen, dass Befindlichkeiten keine Rolle spielen sollten, sondern das Wohl des Kindes. Wie sieht es denn mit dem Verhältnis zwischen Vater und Tochter aus? Das darf auch nicht zerstört werden.

... und du lieber hättest, dass du einen anderen Tag bekommst um ihr dann das Kind schmerzhafter entziehen könntest.

Du verdrehst die Tatsachen. Das Kind wird dem Vater entzogen, nicht der Mutter. Der Umgang des Vaters ist doch kein Entzug für die Mutter. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir so argumentieren.

Im Übrigen sind die Zeiten, die Kinder mit den Wochenendeltern meist wesentlich intensiver, weil eben der ganze Alltagsram wegfällt.

Ein schwacher Trost, denn als Eltern will man ja den Alltag mit seinen Kindern teilen.

Wenn dir wirklich das Wohl des Kindes am Herzen liegt, dann schließe Frieden mit dir und deiner Frau. Das Kind liebt seine Mutter ganz sicher, auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst.

Hier kann ich mich anschließen, ganz einfach weil dem FS nichts anderes übrigbleibt und negative Gefühle dem Kind nicht gut tun.
Was m.E. ganz wichtig ist: Das Kind liebt nicht nur seine Mutter, sondern auch seinen Vater ganz sicher. Die jetzige Entscheidung muss nicht endgültig sein. Vielleicht lässt sich mittelfristig eine 50:50-Regelung erzielen, was m.E. sowieso das einzig gerechte ist. Alles andere sollte immer die Ausnahme bleiben. Wenn nicht: Vielleicht will das Kind eines Tages zum Vater? Natürlich muss dafür die enge Bindung erhalten bleiben, das ist doch eine Aufgabe für den FS! Noch ist nicht aller Tage Abend.
 
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  • #12
hier der FS

Danke für Eure Antworten.
In der Frage war leider nicht soviel Platz und ich musste das aus meiner Sicht allerwesentliche reinschreiben.

Das Kind liebt natürlich beide Elternteile gleichermaßen. Als meine Frau die Trennung ausgesprochen hat, war ich bereits vorher bei einigen Beratungsstellen gewesen und hatte auch schon einige wichtige Maßnahmen umgesetzt. Eine Maßnahme, die sicher sehr viel Erleichterung gebracht hätte, wäre eine Haushaltshilfe gewesen, wenigstens mal für ein halbes Jahr, damit ich etwas Entlastung bekommen hätte.

Dass ich nicht schon viel früher (vor Jahren) Hilfe gesucht habe, war mein Fehler, nehme ich auf meine Kappe.

Eine 50:50 Regelung fand ich deshalb schwierig, weil sie lt. Beratung des Jugendamtes ein hohes Maß an Kooperation beider Elternteile erfordert. Das bekommen wir aber leider nicht hin. Bei uns funktionieren einfachste Absprachen über Tagesablauf oder Organisation des Haushaltes schon nicht. Zudem war zu entscheiden, ob für das Kind ein ständiges hin und her gut ist, was wir verneint haben.

Dass das Kind kein Eigentum ist, das jemandem "zugesprochen" wird und dass es für die Mutter natürlich auch nicht schön ist, wenn sie das Kind nur an den Wochenenden sieht, ist mir bewusst, konnte das in der Frage aber nicht alles schreiben.

Der Montagnachmittag ist nur _ein_ Teil der zukünftigen Umgangsregelung und es stimmt, ich bin auf meine Frau nicht besonders gut zu sprechen und werde das für die Zukunft im Sinne des Kindes irgendwie auf die Reihe kriegen müssen.
Ich arbeite vollzeit und kann meine Arbeitszeit flexibel einteilen und teilweise von zu Hause aus arbeiten und es eben so einrichten.

Ich habe das Betreuungs-/Umgangsverhältnis nicht genau ausgerechnet, aber es ist wahrscheinlich so um die 65:35.

Aber ich muss halt auch eine Grenze ziehen und meine Frau muss m.E. dann auch mal die Konsequenzen tragen und sich so organisieren, dass sie nicht bei jeder Gelegenheit meine Hilfe in Anspruch nimmt und ich dann springe. Andererseits bin ja gerne für die Tochter da.
Das ist ein kleines Dilemma.
 
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  • #13
Aber ich muss halt auch eine Grenze ziehen und meine Frau muss m.E. dann auch mal die Konsequenzen tragen und sich so organisieren, dass sie nicht bei jeder Gelegenheit meine Hilfe in Anspruch nimmt und ich dann springe. Andererseits bin ja gerne für die Tochter da.
Das ist ein kleines Dilemma.

Gut, dann teile deiner Frau mit, dass es dir leider nicht möglich ist, den Montag zu übernehmen und dass sie sich eine andere Möglichkeit suchen muss. Rede mit ihr sehr höflich, verständnissvoll, dass sie deine Aussage nicht in den falschen Hals bekommt und dann gegen schiesst.

Biete ihr an, um eine faire Lösung im Interesse des Kindes zu finden, gemeinsam zu einer Mediationsstelle für Eltern zu gehen, wo ihr verbindliche Regeln festlegt und auch unterschreibt, wann du dein Kind an welchen Tagen hast. Daran hat sich jeder zu halten. Teile ihr auch mit, dass du gerne mal einspringst, wenn es wirklich was unvorhergesehenes passiert, aber du dich ansonsten im Interesse des Kindes an die vereinbarten Regeln halten musst. Alles andere würde dem Kind schaden und das will sie doch nicht...., oder?

Verstehst du, es kommt immer drauf an WIE man WAS kommuniziert.

w 48
 
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  • #14
Du schilderst die Sachlage natürlich sehr gefärbt aus deiner Sicht. Aber auch die Mutter hat Gefühle und wenn sie psychisch angeschlagen ist, dann kann sie ja schließlich nichts dafür. Heißt es nicht "in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit" oder so ähnlich. Nun kämpfst du gegen deine psychisch labile Frau und nimmst dazu auch noch das Kind - find ich nicht gut. Du schreibst einerseits, sie hätte sich auf der Krankheit ausgeruht, andererseits wirfst du ihr die Krankheit vor. Wenn sie wirklich krank ist, was du ja als Argument gegen das Aufenthaltsbestimmungsrecht anführst, dann ist sie eben krank und dann konnte sie auch nicht mehr als TZ arbeiten. Und dann ist es eben mal deine Pflicht, sie zu unterstützen, sie hat sich die Krankheit ja auch nicht ausgesucht.

hier der FS:

Niemand sucht sich eine Krankheit aus, das weiß ich doch selbst. Wir haben beide unterschiedliche Auffassungen darüber, was für die Zukunft des Kindes das beste ist und können uns darüber nicht einigen und nehmen die Hilfe in Anspruch, die in solchen Fällen von Seiten der Gesellschaft geboten wird. Das Familiengerecht ist der Auffassung, der Lebensmittelpunkt des Kindes sollte bei der Mutter sein und es bleibt mir nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren.

Wenn meine Fragestellung einen kämpferischen Eindruck gegen meine Frau gemacht haben sollte, so habe ich das vielleicht nicht ausreichend rübergebracht oder du hast es falsch verstanden.

Das mit "den guten und den schlechten Zeiten" stimmt zwar, aber meine Frau hat auch versprochen, mich zu lieben und zu ehren und das macht sie nicht. Ich persönlich schaffe das nicht, den Rest meines Lebens so zu verbringen, dass aus meiner Sicht das alles eine Einbahnstraße ist und ich nur gebe und nichts zurückbekomme.
 
  • #15
Geregelte umgangszeiten sind sehr wichtig für alle Beteiligten. In deinem Interesse ist es doch das Kind so viel und so regelmäßig wie möglich zu sehen. Dein Argument sie soll eine andere Betreuung fürs Kind finden weil sie sich nicht mehr auf dich verlassen können soll, finde ich schon fast krank. Du bist der Vater, natürlich muss sie sich, bei der Betreuung, auf dich verlassen können. Von allen anderen Dingen in ihrem Leben kannst du dich zurück ziehen, davon nicht. Ich praktiziere eine 50/50 Regelung und ja, es ist Kooperation der Eltern erforderlich und das geht nur, wenn beide Elternteile nur an das Wohl des Kindes denken. Tust du das denn? Ist eine fremdbetreuung denn für ein Kind besser als der Vater? Sicher nicht. Und es ist auch bei einer festen Regelung wichtig flexibel zu bleiben. Wenn ich was vor habe, frage ich den Vater und umgekehrt auch, dass ist ganz normal und hat mit ausnutzten oder so gar nichts zu tun. Nur das beide wollen, dass das Kind so gut wie möglich betreut wird. Das sollte auch dein Anliegen sein. Was mich ja interessieren würde warum ihr das mit dem Jugendamt und Gericht klärt. Ihr behaltet automatisch geteiltes Sorgerecht und wenn deine Frau arbeitet und auch sonst leicht überfordert ist, dann hat sie doch ein großes Interesse das du dich viel in die Betreuung einbringst. Vielleicht 2 Tage die Woche und jedes zweite wochenende? Warum will deine Frau denn nicht das du das Kind umfangreich mitbetreust? Das geht aus deinem Tread leider nicht hervor.
 
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  • #16
Hallo Susanne,

hier der FS. Es ist noch nichts endgültig entschieden und wir wohnen noch zusammen.

Wir streiten um das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Das Sorgerecht bleibt in jedem Fall bei beiden.

Das klassische Wechselmodell mit Teilung der Verantwortung ist viel hin und her und erfordert eine Kooperation/Kommunikation beider Elternteile. Letzteres ist bei uns nicht gegeben. Es muss einfach klar geregelt sein, dass eine(r) für die Organisation des Alltags (Schule, Freizeit, Kleidung etc.) verantwortlich ist. Bei uns funktioniert das nicht gemeinschaftlich. Ihr Arzt hat mir erklärt, warum das nicht funktioniert, es ist krankheitsbedingt und wohl teilweise auch Nebenwirkung der Medikamente.

Wie dem auch sei. Die Gerichtsentscheidung wird wegen der Arbeitszeiten (ich vollzeit, sie teilzeit) zu Gunsten meiner Frau ausfallen. Den Montag Nachmittag organisiere ich bislang und arbeite die Zeit an den anderen Tagen nach.

Meine Frau hat allergrößtes Interesse, dass ich ganz viel Betreuung übernehme, ist ja jetzt auch schon so, weil meine Frau sich sehr viel ausruhen muss. Ich würde ja gerne die Betreuung komplett übernehmen und das würde ganz hervorragend mit der Ganztagsschule und meinen Arbeitszeiten harmonieren und das Kind könnte wann immer gewünscht zur Mutter. Ich halte es ja für vernünftiger, wenn ich die Hauptverantwortung übernehme.

Wenn ich wollte, könnten wir wahrscheinlich eine Regelung treffen, dass das Kind grundsätzlich jeden Freitag Mittag bis Montag Abend bei mir wäre, die Ferien und die Feiertage halbe/halbe etc.
Das wäre ja praktisch 50:50. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht soll gemäß Interessenlage meiner Frau aber bei ihr liegen. Sie plant fest mit meinen Unterhaltszahlungen, ohne die sie sich unsere bisherige Wohnung alleine nicht leisten könnte (ist doch klar, dass wirtschaftliche Interessen auch eine Rolle spielen...).

Ich soll zahlen und kann gerne so viel Betreuung übernehmen wie ich möchte, das Kind ist auch sehr gerne bei mir und jubelt immer wenn ich sage, wir haben Papa-Kind Wochenende, wenn meine Frau Freundinnen besucht und weg ist.
Meine Frau ist da für alles offen solange die Grundbedingungen stimmen.

Viele Grüße
 
  • #17
Lieber FS, wenn du die Berufung erst mal machst und dann auch zum größten Teil ist doch Super. Selber Schuld das du dich so früh ans Gericht gewendet hast. Eigentlich ist die Betreuung und Versorgung doch mit Kooperation deiner Frau so zu regeln, dass du es über 50% erledigst. Wenn du es einfach so machen würdest, brav dein Geld bezahlst und dann nach einem halben Jahr oder einem Jahr zum Gericht gehst und es offiziell machen willst. Dann hast du eine Erfolgschance von über 90% da kein Gericht den Alltag des Kindes wieder durcheinander bringt, nur damit die Frau weiter unterhalt bekommt. Sag mal hast du keinen guten Anwalt der dich bei so was berät? Du darfst das Kind versorgen so viel wie du willst, dann tue das und in einem Jahr gibt dir jedes Gericht das aufendhaltsbestimmungsrecht, wenn du das überhaupt brauchst. Wir sind ja noch nicht geschieden aber niemand braucht das aufendhaltsbestimmungsrecht. Nur weil du erstmal den Unterhalt nicht zahlen willst, verspielst du dir deine Chancen. Selber Schuld kann ich nur sagen.
 
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  • #18
hier der FS:

Meine Frau hat sich an das Gericht gewandt. In der Sache konnte sie auf einmal ganz zielstrebig sein (hat aber auch eine sehr abgebrühte Anwältin) und zieht das durch und will diese Dinge auch nicht mit mir persönlich sondern nur über das Gericht klären.

Ich gehe auch nicht in Berufung sondern muss jetzt auch mal an mich denken. Die ganzen Jahre mit der Krankheit der Frau, dem Kind und dem Haushalt haben ganz schön geschlaucht.
Möglicherweise habe ich mich nicht besonders clever angestellt und bin "selbst schuld". Ich bin zu gutmütig und habe mich ausnutzen lassen und wollte das Kind so weit wie möglich aus der Auseinandersetzung raus halten.

Danke an #2. So werde ich es machen.

Irgendwie nach vorne schauen und mir ein neues Leben aufbauen.
 
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  • #19
Also ich finde, Du solltest das alles nicht ganz so schwarz sehen. Du bist in einer schwierigen Phase und hast Angst, Deine Tochter zu verlieren.
Wichtig ist jetzt aber, dass Du erst einmal zu Dir selbst kommst und Dich an die Trennung gewöhnst!
Dann ist es wichtig, dass es Eurer Tochter gut geht. Das wird am ehesten so sein, wenn ihr Euch als Eltern versteht und da ist es wenig hilfreich, psychiatrische Gutachten gegen Deine Frau zu schießen. Deine Tochter ist bei ihrer Mutter ja nicht in Gefahr.
ich verstehe, dass Du Deine Tochter auch bei Dir haben willst, aber übers Gericht wird das nichts.

Ich gebe Dir einen gut gemeinten und funktionierenden Rat: Stell Dich gut mit der Mutter Deines Kindes und Du siehst auch Deine Tochter!
In der Regel ist es ja meist so geregelt, dass das Kind alle 2 Wochenenden zum Vater kommt.
Plus den Montagnachmittag dazu - das wäre doch schon mal was, oder?
Du lachst vielleicht darüber, aber bedenke auch, dass nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Treffen zählt!
Im Ehestatus unternimmt man als Vater teilweise weniger intensive Dinge mit seinen Kindern, als wenn man das Kind dann alleine hat. Denn oft übernimmt ja die Mutter, wenns schwierig wird.
Jetzt hast Du eben mit deiner Tochter bei Euren Treffen das alleinige Recht, den Tag zu planen und zu gestalten. Vielleicht kommt ihr Euch dadurch näher als früher.

Versuche auch, sämtliche abwertende Kommentare über deine Exfrau gegenüber Deiner Tochter zu vermeiden! Das schadet ihr und du musst ihr nichts erklären. Kinder wollen ihre Eltern gut finden dürfen! BEIDE!

Je besser Du Dich mit Deiner Exfrau verstehst, umso mehr wird auch sie das Besuchsrecht lockern! So alleinerziehend ist man als Frau auch ganz froh, mal einen Abend frei zu haben oder ein WE! Wenn sie allerdings das Gefühl hat, du willst ihr die Tochter wegnehmen oder ziehst wieder vor Gericht mit Psycho-Gutachten, würde ich auch dicht machen an ihrer Stelle.

Gib ihr das Gefühl, dass du sie unterstützt! Natürlich nimmst du die Tochter am Montag, sofern es für Dich einrichtbar ist! Es lässt sich alles zu beider Zufriedenheit regeln, wenn beide Zugeständnisse machen. Fang Du an!

Mit meinem Exmann bin ich inzwischen so weit, dass wir sogar zusammen mit den Kindern in den Urlaub gehen - einfach als Eltern!
Er darf die Kinder sehen, wenn er es vorher anmeldet, wann immer er will. Anmelden finde ich allerdings wichtig, weil ich die Kinder immer kurz darauf vorbereiten will, damit sie sich auch freuen. Und wir respektieren auch, wenn sie mal nicht mitkommen wollen, denn auch das kann passieren und ist dann nicht Manipulation durch die böse Exfrau!
Denk an deine Tochter und nicht nur an Deine Ängste und an Dich!
Sorgerechtsstreit ist doch Gift für Euch alle und am Ende gewinnt sowieso meistens die Mutter des Kindes!
Du erreichst mehr durch oben Genanntes!

w, 39, erfahrene Exfrau mit vielen Ex-Ehemännern und Exfrauen im Bekanntenkreis
 
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  • #20
hier der FS:

Meine Frau hat sich an das Gericht gewandt. In der Sache konnte sie auf einmal ganz zielstrebig sein (hat aber auch eine sehr abgebrühte Anwältin) und zieht das durch und will diese Dinge auch nicht mit mir persönlich sondern nur über das Gericht klären.

Was ich an der ganzen Geschichte nicht verstehe ist, dass die Frau des FS anscheinend alles tut, um ihm das Kind zu entziehen. Unverständlich bei ihrer Krankheit, wo sie doch froh sein sollte, auch nach der Trennung so viel Unterstützung wie möglich durch den Kindesvater zu bekommen.

Warum entwickelt sie soviel Energie, dem FS das Kind zu entziehen?

FS, ist es dir nicht möglich, für ein halbes Jahr deine berufliche Tätigkeit auf 50% zu reduzieren, dementsprechend kannst du weniger Unterhalt zahlen, weil dein erstes Ziel ja ist, für euer gemeinsames Kind nach der Trennung besser da zu sein, damit das Kind die Trennung besser verkraftet????

Verstehst du, worauf ich hinaus will?

w
 
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  • #21
FS, ist es dir nicht möglich, für ein halbes Jahr deine berufliche Tätigkeit auf 50% zu reduzieren, dementsprechend kannst du weniger Unterhalt zahlen, weil dein erstes Ziel ja ist, für euer gemeinsames Kind nach der Trennung besser da zu sein, damit das Kind die Trennung besser verkraftet????

Verstehst du, worauf ich hinaus will?

w

Das sind doch blöde fiese Spielchen! Die gehen alle nach hinten los!
Das durchschaut das Gericht und das durchschaut die Ex!
Nimm Deiner Exfrau den Wind aus den Segeln!
Druck erzeugt Gegendruck!
Also sei du der Erste, der den Druck rausnimmt und rennt nicht dauernd vors Gericht! Das belastet Euch, Eure Elternbeziehung und das Kind. Außerdem den Geldbeutel!
Versuche, mit ihr zu sprechen, dass ihr Euch ohne Anwälte einigt.
Gib ihr zu verstehen, dass du auf sie zugehen möchtest!
Das bringt mehr als 1000 Anwaltsbriefe und Gerichtsbeschlüsse.
Ich weiß, dass das eine gewisse emotionale Größe und Intelligenz erfordert.
Aber sag Deiner Exfrau am besten erst mal, dass du alles ungefähr so machen willst, wie sie es gerne hätte und du wirst sehen, dass sie plötzlich viel umgänglicher wird und du deine Kleine in kurzer Zeit viel eher sehen kannst mit lockereren Umgangsformen.
Es steht gerade nicht zur Debatte, wer recht hat!
Es steht nur zur Debatte, wie Du Deine Tochter oft sehen kannst. Also bring das Opfer und geh auf Deine Frau freundlich zu! Für Deine Tochter!

w,39
 
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  • #22
Im Ehestatus unternimmt man als Vater teilweise weniger intensive Dinge mit seinen Kindern, als wenn man das Kind dann alleine hat. Denn oft übernimmt ja die Mutter, wenns schwierig wird.
Jetzt hast Du eben mit deiner Tochter bei Euren Treffen das alleinige Recht, den Tag zu planen und zu gestalten. Vielleicht kommt ihr Euch dadurch näher als früher.

hier der FS:

Meiner Frau ging es jahrelang nicht so gut und meine Tochter und ich haben ein sehr intensives Verhältnis zueinander. Ich bin gerne Vater und habe eigentlich immer mehr mit der Tochter unternommen, während meine Frau sich sehr viel ausruhen musste. Das war/ist bei uns alles etwas anders als es "normalerweise" ist. Ist anscheinend etwas schwer rüberzubringen.
 
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  • #23
Warum entwickelt sie soviel Energie, dem FS das Kind zu entziehen?

FS, ist es dir nicht möglich, für ein halbes Jahr deine berufliche Tätigkeit auf 50% zu reduzieren, dementsprechend kannst du weniger Unterhalt zahlen, weil dein erstes Ziel ja ist, für euer gemeinsames Kind nach der Trennung besser da zu sein, damit das Kind die Trennung besser verkraftet????

Verstehst du, worauf ich hinaus will?

w

FS: Ja, verstehe worauf Du hinaus willst.

Meine Frau verhält sich so, weil sie großen Wert darauf legt, dass ihr Status als Mutter in ihrem Sinne honoriert wird.
Mir fehlt auch mittlerweile die Kraft, mit ganz viel Einfühlungsvermögen und Würdigung ihrer Persönlichkeit und ihrer Verdienste noch irgendwie zu versuchen, das Blatt zu wenden. Meine Frau ist halt psychisch etwas indisponiert.

Wir hatten uns schon nach der Trennung mündlich geeinigt (ja, war naiv von mir, darauf zu vertrauen...) und sie hat diese Vereinbarung aufgekündigt und zieht das vor Gericht durch.

Ich veranstalte aber jetzt auch nicht irgendwelchen "Zirkus" von wegen Arbeitszeiten o.ä. sondern gehe meinen Weg weiter (muss auch erstmal Abstand finden und wieder zu mir selbst kommen) und sehe zu, dass wir nach dem Urteil über das Aufenthaltsbestimmungsrecht das Umgangsrecht regeln. Meine Frau ist dabei aus eigenem Interesse bereit, bis fast 50:50 zu gehen.

Ein klassisches Wechselmodell (z.B. wochenweise) geht aus meiner Erfahrung heraus nicht, weil es bei uns permanent zu Missverständnissen über ganz alltägliche Sachen kommt und wir keine verbindlichen Absprachen treffen können. Es ist völlig verkorkst.
 
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  • #24
Lieber FS,
Zuerst einmal möchte ich Dir sagen, dass ich es toll finde, wie Du Dich um Deine Tochter kümmerst. Sie wird es später selbst merken, wie sehr Du Dich für Sie eingesetzt hast. Damit das Verhältnis zwischen Euch allen nicht allzu sehr leidet, vermeide bitte den Fehler, in Gegenwart des Kindes schlecht über Ihre Mutter zu sprechen. Das zerreißt eine kleine Kinderseele schneller als man schauen kann. Egal wie sauer Du bist und ich weiss aus eigener Erfahrung wie schwer das sein kann. Ich habe für mich eine Lösung gefunden, die Dir evtl. auch weiterhelfen kann: Die Mutter Deiner Tochter ist kein Unmensch, nur weil Sie krank war, sich evtl. anders entwickelt hat als "geplant", sich entliebt hat oder was auch immer. Denke immer daran, dass etwas so großartiges wie Dein Kind nur deshalb entstehen konnte, weil Du Deine baldige Exfrau irgendwann sehr geliebt hast. Sie hat Dir mit der Geburt Deiner Tochter ein so großartiges Geschenk gemacht, warum willst Du diese Frau hassen? Im Gegenteil, sei Ihr dankbar und versöhne Dich mit Deiner und Ihrer Vergangenheit. Du hast mit Deiner Frau immer noch eine gemeinsame Verantwortung, egal wie Euer Verhältnis aussehen mag.

m, 34
 
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  • #25
Es sieht doch nicht sooo schlecht aus für den FS. Wenn die Sorgerechtsfragen durch sind, hat man doch dann immer noch jedes zweites Wochenende zumindest um das Kind zu sehen. Willigt die Mutter ein, vermutlich sogar noch mehr als das, wenn man nicht zuweit auseinander wohnt.

Auch richtig ist, dass wenn das Kind älter wird, selbst entscheiden kann, wird es auch die Nähe des Vaters suchen. Das kommt ganz automatisch. Vielleicht zieht sie sogar später zu Dir.

Ich selbst habe da größere Probleme. Meine Frau lebt mit den Kindern nach der Scheidung in den USA, ich bin wieder in Deutschland. Ich sehe die Kinder vielleicht 1x im Jahr wenn ich auf Urlaub rüberfliege. Das bricht mir regelrecht das Herz, schon auch mit den ständigen Abschieden.

Du hast also allen Grund nach vorne zu gucken und freu dich auch die kommenden Wochenenden mit deiner Kleinen.

LG
 
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  • #26
Lieber FS,
warum willst Du diese Frau hassen? Im Gegenteil, sei Ihr dankbar und versöhne Dich mit Deiner und Ihrer Vergangenheit. Du hast mit Deiner Frau immer noch eine gemeinsame Verantwortung, egal wie Euer Verhältnis aussehen mag.

m, 34

Hallo, m, 34, hier der FS,

danke dass du dir so viel Mühe gibst. Die Hassgefühle kommen auf, weil die Frau mir sehr wehgetan hat, weil sie jahrelang ihre Freizeit im Bett oder auf der Couch verbracht hat, während ich durch die Gegend geflitzt bin um Brot etc. einzukaufen und zu kochen und das Kind zu versorgen und das alles mitgemacht habe, weil die Frau krank war bzw. lt. Gutachten wohl doch nicht so krank ist/war.

Man fühlt sich da etwas ausgenutzt. Jetzt wo es quasi "hart auf hart" geht, ist die Krankheit wie weggeblasen, zumindest offiziell in den Augen des Jugendamtes und des Gerichtes.

Ich rede in Gegenwart des Kindes nie schlecht über die Mutter. Das Kind hatte letztes Jahr oft Bauchschmerzen und ich auch und meine Frau hat einige "Quatsch-Aktionen" gemacht, die das Kind nicht einordnen konnte. Gespräch bei der Familienberatung hat ergeben, dass ich dringend das Kind über die Krankheit der Mutter aufklären müsse. Habe ich gemacht und seitdem sind die Bauchschmerzen weg. Seitdem hat das Kind immer wieder Gesprächsbedarf mit mir über den Gesundheitszustand der Mutter. Nicht ich rede schlecht über meine Frau, sondern das Kind erkennt klar Defizite der Mutter, ordnet sie der Erkrankung zu und hat deswegen keine Bauchschmerzen mehr.

Aber die Kleine liebt die Mama natürlich sehr, den Papa aber auch.

Die Hassgefühle kann ich nur überwinden, wenn wir bald Abstand gewinnen und ich in eine andere Wohnung ziehe und die ganze Sache etwas gelassener sehen kann.
 
G

Gast

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  • #27
Es sieht doch nicht sooo schlecht aus für den FS. Wenn die Sorgerechtsfragen durch sind, hat man doch dann immer noch jedes zweites Wochenende zumindest um das Kind zu sehen. Willigt die Mutter ein, vermutlich sogar noch mehr als das, wenn man nicht zuweit auseinander wohnt.

Auch richtig ist, dass wenn das Kind älter wird, selbst entscheiden kann, wird es auch die Nähe des Vaters suchen. Das kommt ganz automatisch. Vielleicht zieht sie sogar später zu Dir.

Ich selbst habe da größere Probleme. Meine Frau lebt mit den Kindern nach der Scheidung in den USA, ich bin wieder in Deutschland. Ich sehe die Kinder vielleicht 1x im Jahr wenn ich auf Urlaub rüberfliege. Das bricht mir regelrecht das Herz, schon auch mit den ständigen Abschieden.

Du hast also allen Grund nach vorne zu gucken und freu dich auch die kommenden Wochenenden mit deiner Kleinen.

LG

Danke für die aufmunteren Worte. Es geht anscheinend immer noch schlimmer.

Tut mir leid, mit den Abschieden bei dir in USA, stelle mir das ganz furchtbar vor.

LG

der FS
 
G

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  • #28
Hallo
ich mache im Moment ähnliches durch. Meine Tochter geb. Sept 2001 Darf oder soll ich nun seit Januar 2012 nicht mehr sehen. Es war gerichtlich ein gemeinsames Sorgerecht vereinbart.
Alles gut und schön. Als meine damalige Frau Januar 2005 die gemeinsame Wohnung verließ, war sie schon vorher mit anderen Männern zusammen. Doch sie durfte damals unsere Tochter alleine, ohne meine Zustimmung und Wissens ummelden. Das sogar zweimal bis Sommer 2005 ich es mitbekommen habe.
Ich musst damals alles in die Wege leiten, ihre Unterschrift, den Huaptwohnsitz, das Aufenhaltsbestimmungsrecht etc. etc. um Meine Tochter wieder zurück zu melden.
Dnach wurde 2006 (endlich) die Scheidung ausgeprochen, mit dem Urteil: Beiderseitiges Sorgerecht.
Hat auch gut geklappt. Eine Woche Mama eine Woche Papa. Alle waren glücklich. Tochter, Vater, Kindergarten, danache Grundschule und Hort, Papa natürlich auch.
Danach ging unsere Tochter aufs Gymnasium. Dann fing meine Ex-Frau an, nach mehreren "liebschaften", die Tochter gegen mich aufzuhetzen.
Ende vom Lied, ich soll nun Unterhalt bezahlen.
Ich werde nun nach vielem hin und her und Füsse stillhalten, zum Wohle meiner Tochter af die Barrikaden gehen. Jugendamt, Erziehungshilfe, Rechtsanwalt etc.
Als Mann hast du nur eine Möglichkeit gegen dieses fiese Vorgehen:
Rechtliche Schritte einleiten und (auch wenn es so ausschaut, als wenn man sein Kind damit schadet) eiskalt gegen solche Mütter vorzugehen.
 
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  • #29
...

Meine Frau hat allergrößtes Interesse, dass ich ganz viel Betreuung übernehme, ist ja jetzt auch schon so, weil meine Frau sich sehr viel ausruhen muss. ...

Hier koenntest du vielleicht ansetzen! Sag ihr, sie soll sich jede Hilfe deinerseits aus dem Kopf schlagen! Montag Nachmittag? Wo kommen wir da hin? Wenn sie das Kind will, soll sie es nehmen und mit dir die uebliche Besuchsregelung vereinbaren, Wochenends! Und dann wirst du sehen, wie schnell sie einknickt und froh ist, dass du das Kind nimmts. Ich wuerde hier sehr hart auf "alles oder nichts" spielen. Lass dich blos nicht darauf ein, dich ungluecklich machen zu lassen und sie sucht sich dann noch die Rosinen aus! Was soll das heissen, sie muss sich "ausruhen" Ist sie in der Lage, ein Kind zu betreuen oder ist sie es nicht? Nimm blos auf sie keine Ruecksicht, nur so hast du eine Chance, deine Tochter selber betreuen zu duerfen.
 
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  • #30
Meiner meinung nach ist es unverschämt überhaupt mit dem gedanken zu spielen einer Mutter ihr Kind weg zu nehmen solange sie es nicht schlägt, verhungern oder verdursten lässt. .. ist es nicht der Fall würde ich an deiner stelle versuchen einen guten kontakt her zu stellen um dein Kind so oft wie möglich zu sehen. Es ist nun mal ein verlauf der natur das ein Kind bei der Mutter bleiben sollte. .. ich spreche aus Erfahrung. .. ich hatte diesen kampf über 7 jahre und habe verloren. Ich wurde auf so eine unverschämte art und weise hintergangen das ich mich bis heute nicht erholt habe. Niemanden interessiert es das mich mein ex verprügelt hat und ich im Frauenhaus war. Ich leide so sehr darunter das ich seit drei jahren nicht mehr durchschlafen kann. Ich wache noch immer mitten in der Nacht auf und heule mir die augen aus. Wie du siehst habe ich kein richtiges leben mehr. Nun habe ich jetzt eine 1 jährige Tochter. .. ich dachte es wird besser... leider fehlt meine Große überall. Ich darf sie an bestimmten Tagen sehen wie ein Roboter... von -bis... wenn es dem Papa passt nimmt er mir nach laune auch mal meinen Tag weg. Bitte tue das nicht!!! Meiner Tochter gehts nicht gut und sie geht mit 10 zum Psychologen. Aber es interessiert niemanden. Kinder brauchen ihre Mutter. Und wenn du noch etwas geduld hast. Warte noch ein bisschen. Sie kann bald selbst entscheiden. Ich warte mit dir und freue mich auf den besonderen Tag :)
 
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