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  • #1

Wie überzeuge ich meinen Freund, dass wir einen Ehevertrag benötigen?

Ich möchte einen Ehevertrag. Aber er lehnt es ab. W38
 
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  • #2
Hallo. Warum willst du unbedingt so einen Vertrag und warum ist er dagegen?
so pauschal kann das sicher niemand beantworten.
 
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  • #3
du sagst ihm, dass du ihn sehr liebst, dass es nicht mit mangelndem vertrauen deinerseits zu tun hat,
dass du aber sicherheit benötigst, dass es dir sehr wichtig ist
dass es auch für ihn besser ist
dass er bitte dafür verständnis haben soll und wenn er das nicht kann, dann soll er es einfach nur dir zuliebe tun
tja, mehr fällt mir im moment nicht ein
warum ist er so strikt dagegen?
 
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  • #4
Wie sind Euere Rahmendaten ? Was macht Ihr beruflich ?

Wenn Du einen Beruf hast, wo Du Dir selbst einen Vermögenswert schaffst (zB Arztpraxis, Steuerberaterkanzlei, Architektenbüro, eine Firma, Selbständig, eine GmbH) und er nicht solltest du unbedingt einen Ehevertrag abschließen, gleichfalls, wenn Euere Rentenanwartschaften unterschiedlich sind (z. B. einer selbständig ohne Beiträge, oder einer im berufsständischen Versorgungswerk, einer Beamter).

Worin siehst Du die Vorteile des Ehevertrags ? Regelungen hinsichtlich des Umgangs mit den Kindern ? Regelungen hinsichtlich der Vermögensauseinandersetzung ? Hast geprüft, daß das evtl. zu Deinem Nachteil gereichen könnte ?

7E2176FE - m, 39
 
  • #5
Ich finde, es gibt nichts Romantischeres als einen Ehevertrag, denn der stellt sicher, dass beide Partner ausschließlich aus Liebe heiraten und nicht aus irgendwelchen finanziellen Interessen.

Natürlich wäre es interessant für die Beantwortung dieser Frage, wenn wir wüssten, wie Eure beiderseitige Situation ist (Berufe, Einkommen, Zukunftsplanung) und warum Du den Ehevertrag möchtest und welche Argumente er dagegen hat. Nur dann können wir Euch genauer beraten.
 
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  • #6
Ein wenig mehr Angaben dann kann man auch gescheiter antworten.
 
  • #7
Ich würde es mit der sog. Schätzchen-Theorie versuchen: Schätzchen, ich will nicht, dass Du irgendwann für meine Schulden geradestehen musst :)[mod]

7E1D15D7
 
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  • #8
Lisa
Ich vermute, dass du finanziell besser gestellt bist als er und du möchtest eine Partizipation an deinem Vermögen ausschließen für den Fall, dass die Beziehung scheitert.
Ein Ehevertrag sichert immer die eigene Person ab. Vielleicht missfällt es deinem Partner dass nur du aber nicht er abgesichert ist!
Am Vermögensaufbau innerhalb einer Ehe/Familie sind immer beide Partner beteiligt. Der eine durch Erwerbsarbeit, der andere durch (kostenlose) Familienarbeit. Wem diese Regelung der Zugewinngemeinschaft vermessen erscheint, möge sie ausschliessen.
Allerdings muss ein Ehevertrag einen gerechten Ausgleich enthalten - andernfalls würde ich ihm auch ablehnend gegenüber stehen!
Übrigens - Ehen mit Ehevertrag scheitern noch häufiger, als Ehen ohne! Vermutlich deshalb, weil ein Ehevertrag bereits ein gewisses Misstrauensvotum darstellt.
 
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  • #9
Was an einem Ehevertrag romantisch sein soll enzieht sich meiner Phantasie, ich sehe es auch eher als Misstrauensvotum, mit der vagen Aussicht, dass die Ehe nicht (lange) halten wird.
Es gibt sicher juristische/ökonomische Gründe, einen solchen Vertrag abzuschließen. Wenn in der Ehe keine Schulden in großem Maße (Hausbau, etc. ) entstehen, bleibt Dir nach Trennung/Scheidung Dein Anfangsvermögen (verrechnet mit Lebenshaltungsindex) ( + (/ -) geteilter Zugewinn - ganz einfach ausgedrückt, die Anwälte unter uns können es besser erklären.

V.W.
 
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  • #10
In dem Buch "Neuer Partner - neues Glück" von Morseley wird genau so ein Fall geschildert. Vielleicht liest Du Dir das Kapitel mal durch. Die zwei haben jedenfalls eine Lösung gefunden. Das werdet Ihr doch ein schaffen, oder?
 
  • #11
@#7: Lisa, der Ansatz Familienarbeit vs. Erwerbsarbeit ist doch aber schon lange als absurd erkannt worden.

Unterscheiden wir erst einmal grob zwei Möglichkeiten:

Bei Doppelverdienern leisten meist beide etwa die gleiche Familienarbeit, können aber deutlich unterschiedlich verdienen und sparen. Ein hälftiges Teilen aller Zugewinne ist hier also kein Ausgleich für eine ungleiche Familienarbeit, sondern einfach nur ein Umverteilen. Wieso sollte das gerecht sein?

Bei der klassischen Rollenverteilung leistet der Familienarbeiter eine bestimmte Arbeit, die abhängig vom Alltag ist, also Anzahl der Kinder, Größe des Hauses, Qualität der Haushaltsführung. Warum aber sollte man annehmen, dass diese Familienarbeit immer just die Hälfte dessen Wert ist, was der Erwerbsarbeiter verdient? Wäre das nicht ein großer Zufall? Ist die Familienarbeit mit zwei Kindern und dem theoretisch angenommenen genau gleichen Haustyp bei einem Anwalt mit 120,000 im Jahr wirklich so viel mehr Wert als bei einem Anwalt mit 80,000 im Jahr? Nein, natürlich nicht. Die Frau profitiert bei gleicher eigener Leistung einfach nur mehr von ihrem reichen Gatten. Warum sollte das gerecht sein? Und kann eine ähnliche Familienarbeit wirklich 250,000 im Jahr wert sein, wenn auch Gattinnen von 36,000-Arbeitnehmern einen Haushalt schmeißen?

Ich hoffe, Du wirst zugeben, dass dieses Gerede von Familien- versa Erwerbsarbeit einfach nur politisch-korrekt dahingeredet wird, aber keine wirklich Grundlage hat.

Immerhin wird auch vergessen, dass der Erwerbstätige im allgemeinen auch für alle vier verdient und sie komplett versorgt. Das ist ja auch ein nicht unerheblicher Geldfluß zum Familienarbeiter hin, denn er lebt ja auf dem gemeinsamen Niveau des Erwerbstätigen, das ohnehin proportional zum Gehalt höher sein wird -- er profitiert also ohnehin schon unmittelbar. Und dann noch mal doppekt bei der Trennung?

Nein, eine solche Gier führt gerade dazu, dass anständige Frauen keinen Mann mehr zum Heiraten finden, weil alle Angst vor Abzocke habe.

@#8: Liebe V.W., ich hatte das versucht gleich zu erklären: Es ist romantisch, mit Ehevertrag zu heiraten, weil man dann sicher sein kann, dass keinen monetären Aspekte im Vordergrund stehen, sondern wirklich aus Liebe geheiratet wird. Niemand muss sich innerlich fragen, ob es andere Beweggründe gibt, niemand muss Angst haben. Man gibt seinem Partner das Zeichen: Ich will Dich, nicht Dein Geld.
 
  • #12
Schön wäre es aber, wenn die Fragestellerin sich noch einmal melden würde...
 
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VirginiaWoolf

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  • #13
@#09
[entfernt - DER MOD] kann nur jemand schreiben, der den Sinn einer Ehe immer noch nicht begriffen hat. Hausfrauen werden zu den von "reichen Ehegatten" profitierenden degradiert, die vermeintlich doppelt profitieren, so als ob der Ehemann nichts zurück bekommt.

@all / Fragestellerin
Dann bleibt Dir nur zu wünschen, dass mit dem Vertrag Dir keine Nachteile gereichen bzw. diese Verhandlungen nicht schon vor der Heirat scheitern.
Dann war ´s das mit der Liebesheirat.
 
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  • #14
Ganz einfach:

Wenn Dein Freund super viel Geld hat, heirate ihn ohne Ehevertrag, weil er das so wollte.

Wenn du super viel Geld hast, ist er nur darauf aus, Dein Geld abzuzocken, weil er keinen Ehevertrag will.

Wie lange seid Ihr denn schon zusammen? Wie alt seid iehr? wieso wollt Ihr eigentlich heiraten?
Wessen Idee ist das mit der Heirat?

Alles Gute
 
  • #15
Jetzt verstehe ich das endlich. Der Zugewinnausgleich ist die Entlohnung der daheim gebliebenen Ehegattin. Wird das denn verzinst und wenn ja zu welchem Zinssatz und ab welchem Zeitpunkt?

Aber zum Thema: Ich würde auch nur noch mit Ehevertrag heiraten, weil es besser ist die Dinge zu regeln, solange man sich versteht. Wenn die Ehe in die Brüche geht, gibt es in aller Regel mindestens eine beleidigte Leberwurst, die sich dann oft einfach nicht einigen will. Das hat also alles meiner Ansicht nach überhaupt nichts mit einem Misstrauensvotum zu tun. Besonders romatisch finde ich es aber auch nicht.
 
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  • #16
Das alles ist schon seltsam, finde ich. Wenn man schon von vornherein davon ausgeht, dass die Ehe scheitert, braucht man doch gar nicht erst zu heiraten.
 
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  • #17
@15: du hast bei einer Scheidung noch nie Lehrgeld bezahlt! Oder du hast überhaupt kein Geld, das es u.U. dann zu verteilen gäbe. Dann ist es natürlich auch egal. Doch heute muss man leider davon ausgehen, dass der, der nichts hat, den anderen am Ende abzockt und ein Rosenkrieg entsteht. Deshalb ist es mehr als ratsam, vieles im Vorfeld zu klären - oder am Besten: garnicht zu heiraten!!!
 
  • #18
@#15: 100% glauben an das Gelingen, 50% lassen sich wieder scheiden. Da wäre man mehr als blöde, wenn man sich nicht absichern würde.

Das ist wie beim Klettern: Wenn man meint, es nicht zu schaffen, sollte man gar nicht erst anfangen. Also braucht man auch kein Sicherungsseil, oder wie? Das ist doch wirklich Quatsch. Natürlich kann man etwas wagen, aber das heißt doch, dass man sich nicht gleichwohl absichern sollte.

Wer bei der heutigen Scheidungsquote aus falsch verstandener Romantik so tut, als ob seine eigene Ehe auf gar keinen Fall scheitern könnte, der betreibt einfach Vogel-Strauß-Politik. Das ist doch wirklich nicht sinnvoll!
 
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  • #19
Wenn man einem Menschen trauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht trauen kann, ist ein Vertrag nutzlos. (Paul Getty, zu Lebzeiten einer der reichsten Männer der Welt)

Meine Meinung dazu: Wer so viel Geld hat, dass er es nicht mit seinem Partner teilen KANN, hat zu viel Geld. Wer so viel Geld hat, dass er es nicht mit seinem Partner teilen WILL, hat den Partner nicht verdient. Leute, die nach Geld STINKEN haben genug Möglichkeiten, es z. B. durch Schenkungen und Spenden oder über Stiftungen nützlich anzulegen. Niemand ist gezwungen, es Erben oder Ehepartnern "in den Rachen zu werfen".
 
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  • #20
@18: Sei froh, denn Du scheinst noch nie davon überrascht worden, dass deine dir Angetraute dich urplötzlich vor vollendete Tatsachen stellt, und sagt: ich hab seit xxx Monaten einen Anderen - pack du deine Koffer und hau ab. Denn das Haus gehört ab sofort mir, der Kinder wegen, sie brauchen ihren Lebensmittelpunkt usw. - und die dann zukünftige Ex hat vorher gut gelebt auf deine Kosten und tut es danach auch weiter...

Das Thema Vertrauen in den Partner wird genau in diesem Moment ganz arg mit Füßen getreten und beschmutzt! Und das sind Männer wie Frauen gleichermaßen, die sich hier nicht mehr mit Respekt und Anstand sowie ehrlich und vertrauenswürdig begegnen. Selbst nach jahrelanger Ehe! Und wer will einem Partner, der einen so schändlich hintergegangen und gehörnt hat, dann noch sein Geld freiwillig (vom Gesetz her leider so vorgeschrieben) auch noch hinterherwerfen?!? Du doch bestimmt dann auch nicht, oder bist du so gütig und sagst noch DANKE, für die Lektion, die du mir erteilt hast - nimm mein Geld, mein Haus, mein Auto und werde glücklich mit deiner Affaire?
 
  • #21
@#18: Das ist wirklich nicht zuende gedacht: Es geht doch nicht um Bargeld, sondern auch um Versorgungsansprüche in den Rentenversicherungen und zum Beispiel um den hypothetischen Wertgewinn eines Hauses, der in sehr vielen Fällen überhaupt nur ausgezahlt werden kann, wenn das Haus verkauft wird. Der Zugewinnausgleich zerstört das, was man sich aufgebaut hat.

Wer traut schon seinem Partner soweit, dass er sicher ist, auch in einer Krisensituation würde der andere auf Geld verzichten, das ihm nicht zusteht? Wenn der Rosenkrieg erst begonnen hat und Liebe in Hass umschlägt, dann ist nichts mehr heilig.

Dieses Gerede von Vertrauen wird immer wieder enttäuscht. Ein Großteil der geschiedenen Ehen geht so auseinander, dass einer dem anderen was zahlen muss. Prost, Vertrauen!
 
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