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  • #1

Wie und wie oft sollte Euer Partner Euch seine Gefühle mitteilen?

Wie oft sollte Euer Partner seine Gefühle (ich denke an Dich; ich vermisse Dich; ich hab Dich lieb, ...) für Euch äußern (stündlich, täglich, mehrmals die Woche, ...)? Wie sollte er die Gefühle äußern (SMS, e-mail, Liebesbrief, Gedicht, direkte Ansprache, ...)? Wie kommt ein Blumenstrauß als Geste bei Euch an und wie oft darf Mann Euch einen mitbringen/schicken?
 
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  • #2
Alles so oft wie es nur geht.....wenn´s paßt und wenn´s stimmt. m,51
 
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  • #3
Immer, wenn er so empfindet. Wenn er an mich denkt, dann soll er es äußern. Wenn er mich vermisst, soll er es sagen. usw. Am Praktischsten sind da SMS.
 
  • #4
Mein Partner muss seine Gefühle nicht ständig äußern, solange sein Verhalten dafür spricht, dass er mich liebt.
Ich habe aber natürlich auch nichts gegen Liebeserklärungen, sondern weiß sie zu genießen. Häufigkeit und Form überlasse ich ihm, es muss ja zu ihm, seiner Art und seinen Gefühlen passen.
Wenn ein Mann gerne häufig Liebeserklärungen macht, sollte er sie allerdings variieren, sonst klingt es irgendwann nach einem abgedroschenen Satz, der nur noch aus Gewohnheit gesagt wird, und das finde ich dann wenig glaubwürdig.
Auch ein Blumenstrauß ist völlig in Ordnung, aber bitte nicht jede Woche.
 
  • #5
Meiner Erfahrung nach sagen Männer so etwas eigentlich gar nicht, und wenn, dann nur, um die Erwartungshaltung der Frau zu erfüllen. Das sind dann meist die Schleimer und Blender oder Süßholzraspler. Also ich brauche das nicht.

Ich freue mich, wenn seine Augen beim Wiedersehen leuchten, er von innen lächelt, seine aufrichtige Freude beim Wiedersehen einfach offensichtlich ist. Wenn ich spüre, wie gerne er mich berührt, mich streichelt, mich mit Blicken aufsaugt. Wenn wir uns umarmen und uns einfach wohl in den Armen des anderen fühlen, uns streicheln, uns dabei geborgen und wohlig fühlen und erregt werden.

Für mich ist es toll, wenn ich weiß, dass er nachts beim Einschlafen an meinem Hals schnuppert, weil er meinen Geruch mag, wenn er mich mit berührt, weil es ihn je nach Situation beruhigt oder erregt. Ich liebe es, wenn er meine Gefühle erkennt, also wenn er mir ansieht, wie der Tag war, ob ich gut gelaunt oder traurig bin, ob ich was spannendes zu erzählen habe oder gestresst bin. Das ist Empathie, das ist ehrliches Interesse. Ebenso liebe ich es, wenn er das Bedürfnis hat, mir von seinem Tag zu erzählen, von seinen Erlebnissen, welche Erfolge er hatte, welche Streits er geführt hat, was ihn geärgert oder erfreut hat. Das ist für mich Partnerschaft.

Wenn das alles so läuft, dann muss er keine weiteren Worte verlieren. Dann weiß ich, wir sind zusammen.


PS
Auf Schnittblumen stehe ich persönlich nun gar nicht. Ist irgendwie so eine erlernte Geste von Männer, die Erwartungshaltungen erfüllen soll, aber meistens nicht von innen kommt. Als Berufstätige hat man außerdem erschreckend wenig davon.
 
  • #6
Mir ist das Verhalten wichtiger als irgendwelche Worte.
 
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  • #7
Man sollte diese Dinge immer genau dann sagen, wenn einem danach ist. Punkt.

Ich persönlich bevorzuge Männer, die sich genrell viel mitteilen. Die gibt es tatsächlich und ich will es nicht anders. Solchen Männern fällt es dann auch nicht schwer zu sagen/schreiben, dass sie mich gerade vermissen, lieben, an mich denken etc. Und umgekehrt laufen sie nicht schreiend davon, wenn ich das Selbe tue.

Aber da muss man einfach individuell gucken. Mir würde ein antrainiertes "ich liebe dich" rein GAR NICHTS geben. Nur in Verbindung mit der tatsächlichen Empfindung wird es wertvoll, und sei es dann von mir aus ein seltenes Ereignis. Wenn seine "Taten" für sich sprechen, muss es unter Umständen auch gar nicht verbalisiert werden.

Über Blumen würde ich mich immer freuen, dann aber bitte keinen 0-8-15 Strauß von der Tankstelle (womöglich noch für teuer Geld), sondern lieber ein paar wenige, liebevoll arrangierte Lieblingsblüten. Das ist dann eine sehr persönliche, kleine Aufmerksamkeit die mir sehr gefallen würde. Sonst lieber nicht. Und Frederika hat leider recht: man hat so wenig von den Blumen, wenn man berufstätig ist.

w28
 
  • #8
@#4,Frederika:

Wie schön du deine Sichtweise beschrieben hast, danke! Ich fühle mich jetzt etwas beschämt meinem Liebsten gegenüber.

Ich gehöre zu den Frauen, die ihr Herz auf der Zunge tragen. Mein Partner bekommt von mir liebevolle Worte zu hören, wann immer ich sie fühle. - Und das ist oft! Manchmal bin ich direkt sauer, weil er doch eher wortkarg ist, was Gefühlsdinge anbetrifft.

Jedoch deine Beschreibung der Zeichen ohne Worte trifft exakt auf ihn GENAU SO zu! Er ist halt nicht wie ich.
- Was ja auch gut so ist!
 
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  • #9
Also mein Liebster hat in der Anfangsphase seine Gefühle sehr stark per Mail, per SMS und natürlich direkt offen und häufig geäußert - wenn er mich liebte, wenn er mich vermisste, wenn er Sehnsucht hatte usw.
und seine Blumensträuße (kleine und individuelle und teure) dufteten nach seiner Liebe - so habe ich es empfunden.
Ich kann gut schreiben - er erhielt von mir Liebesgedichte oder Liebeserklärungen und irgendwann fing er auch an Gedichte zu schreiben - erst etwas unbeholfen - aber umso süßer fand ich sie.
Wir haben uns gegenseitig hochgeschaukelt und waren, sehr originell - auch weil es uns viel Freude bereitet hat - den anderen auch mit Worten zu "verwöhnen".
Ich glaube aber, dass diese Klänge, die dann entstehen und die einen zum Klingen bringen, nur klappen, wenn man sensibel dafür ist.
 
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  • #10
Oh Gott! Ich hab dich lieb hat Mami auch immer gesagt. Das ist jedoch etwas ganz anderes.

Wenn sich zwei wirklich lieben etc. dann brauchts das Gesülze und ständig Blumen auf gar keinen Fall. Außerdem verlieren dann die Beziehung an Frische und Aufregung, wenn man ständig überhäuft wird mit Liebesbekundungen. Auf den Beweis kommt es an, sagen und reden kann man viel darüber, wenn der Tag lang ist.

Nun in ganz besonderen Situationen ist so etwas wirklich angebracht! Sonst nicht!
 
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  • #11
Hatte mal eine Kollegin, die nach jedem Kurztelefonat mit ihrem Schatz zum Abschluss sagte: hab dich lieb! - Komisch nur, dass sie nach einem Jahr auseinander waren?!? Worte können Schall und Rauch und anerzogen bzw. konditioniert sein. Taten, Blicke und echte Gefühle sind authentisch und brauchen nicht immer Worte. Doch wer es mitteilen will, gerne und oft, wenn es ehrlich gemeint ist und auch so rüber- und ankommt.
 
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  • #12
Ich sage so etwas quasi nie, höchstens indirekt- er antwortet mit einer sehr treffenden Bemerkung, ich strahle ihn an und teile ihm mit, er sei der unmöglichste Kerl, den ich kenne...

Somit muss er es mir auch nicht sagen, ich spüre das und wenn er mir dann einmal ein Geschenk übergibt mit der Anmerkung, es sei für die beste Frau der Welt- toll! Reicht!
 
  • #13
Ich oute mich mal als Schleimer, der regelmäßig diese Sätze sagt, einzig weil er bislang von den Frauen dazu angehalten wurde. Ich verstehe das eigentlich nicht, denn wenn gestern ein Frau liebte, dann werde ich sie heute auch noch lieben, was auch sonst?

Ich zeige meine Liebe, indem ich ihr vertraue, mich ihren Bedüfnissen anpasse, mir viel Zeit nehme sie zu verstehen, indem ich manche Verletztheit herunterschlucke, mich regelmäßig ihrer fantastischen Eigenschaften erinnere, sie aufmuntere, mich für sie einsetze, für sie Lösungen suche, ihr versuche bei ihren Problemen zuzuhören ohne ungefragt meine unglaublich genialen Lösungen anzupreisen (oh verdammt schwer!), ich, wenn ich Zeit und Kraft dafür habe, ein humorvoll-romantisches Liebesgedicht aufsetze, ich auf bestimmte sprachliche Feinheiten achte, sie meiner Herzlichkeit aussetze
und nicht weil ich gekauftes buntes Gemüse von A nach B bringe oder einen Drei-Wörter-Satz regelmäßig repitiere. Frauen sehen aber das meiner Erfahrung aber anders, sind wohl eher vergesslich und finden das Repitieren der einschlägigen Dreiwörter-Sätze wichtig. Also mache ich als kreuzbraver, domestizierter Mann, was von mir erwartet wird. Eine Frau wie Frederika, die sich in diesem Punkt den Bedüfnissen der Männer anpasst, ist mir bislang nicht begegnet.

Ich muss jetzt mal meine Kumpels anrufen und denen auch mal alle zwei Tage sagen, wie wichtig sie mir sind und was sie mir bedeuten. Bin gespannt, wie sie darauf reagieren.
m43
 
  • #14
@#12: Eigentlich passe ich mich nicht den Bedürfnissen der Männer an, sondern ich verstehe nur ihre Signale, die mehr sagen, als ihre Worte es könnten. Diese Signale sind auch wesentlich weniger vortäuschbar und sie sind einfach das Leben. Strahlen, freuen, beruhigen, erregen, lieben... das geht Hand in Hand.

Es geht um nonverbale Kommunikation, Empathie und Beobachtungsgabe. Verbiegen muss ich mich dafür nicht -- im Gegenteil es ist einfach toll, zu erkennen, dass man ein richtiges Paar ist und sich ohne Worte versteht. In beiden Richtungen. Dann fühle ich mich am wohlsten.
 
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  • #15
@Frederika:

Super formuliert! Ich lerne gerade bei meinem Freund, solche ehrlichen Signale zu deuten. Ansonsten ist er nämlich sehr sparsam mit dem Zeigen von Gefühlen (ich hatte vor einiger Zeit mal einen Thread dazu aufgemacht "Partner zeigt wenig Gefühle"). Um trotz sparsamer Gefühlsäußerung sein Verhalten richtig zu deuten, ist allerdings ein Umdenkprozess bei mir notwendig, denn bisher waren mir die ILD-Sätze leider viel zu wichtig. Dass sie ja ziemlich unwichtig sind, haben mir auch Deine Worte wieder deutlich gemacht.

w36
 
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