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Gast

  • #1

Wie verbreitet sind Abergläubigkeit und Esoterik unter Frauen?

Der Sternzeichen-Therad ("Absurder Absagegrund") macht mir gerade Gedanken. Darum eine Frage an die Damenwelt:

Wie verbreitet ist denn Abergläubigkeit und Esoterik unter Frauen?

In meinem sozialen Umfeld glaubt niemand an so etwas, weder Männlein noch Weiblein (oder er gibt es im normalen sozialen Kontakt nicht zu). Worüber ich aber nachgrüble ist, dass ich im Leben fünf Partnerinnen hatte, an sich allesamt vernünftige Frauen.
Nach und nach hat sich dann aber - teils erst nach Jahren - herausgestellt, dass vier von ihnen doch auch eine ganz schöne esoterische Ader hatten.

Eine verrannte sich nach Jahren in die Vorstellung, sie könne manchmal Dinge hellsehen. Eine entwickelte ein vollkommen übergeschnapptes Interesse an mittelalterlichen Hexen. Eine begann eben fest an Sternzeichen zu glauben. Und eine fing an ständig von Astralleibern und einer feinstofflichen Ebene zu erzählen.
In all den Jahren hatte ich wirklich nur eine einzige Partnerin, die vollkommen frei von solchem Denken war.

Bei Männern sind sicherlich 99% der Bevölkerung vollkommen frei von esoterischen Ansätzen, auch dann, wenn man sie jahrelang und gut kennt.

Ist das bei Frauen wirklich so gravieren anders. Meine (wenig aussagekräftige) Stichprobe legt eher nahe, dass nur 20 % (d. h. 1 Frau von 5) ohne eine esoterische Ader auskommen.

Ist da was falsch an meiner Stichprobe, oder stimmt das?

m (45)
 
  • #2
Krasse Esoterik ist auf jeden Fall eine Minderheit, aber leider gar nicht so klein, wie man sich wünschen würde, vielleicht 10-20%.

Nebenläufige Esoterik, hier ein paar Homöopathika, da mal ein Horoskop, Heilstein oder so ein Zeugs, betrifft leider eher die Mehrheit, vielleicht 50-70%. Trotz der Aufklärung des 21. Jahrhunderts sind leider immer noch viele Menschen entfernt von Vernunft und Wissen. Es ist erschreckend.

Prinzipiell sehe ich aber keinen wirklichen qualitativen Unterschied zwischen Religiösität und Aberglaube oder Esoterik. Das eine ist so dämlich wie das andere.
 
  • #3
Ich lebe seit 7 Jahren in Deutschland und habe mit großem und munterem Erstaunen festgestellt, dass die-ser Unfug hier wirklich floriert. Besonders Frauen in meinem Alter (ich bin 57) nehmen den Firlefranz ernst. Nicht alle selbstverständlich, aber viele. Zu viele! In Buchläden gibt es Regale mit Esoterik-Büchern; Duft-Tingeltangel, Engelchen und Zauberbücher werden ausgestellt. Die Bedeutung der Runen (mit denen ich mich wissenschaftlich und seriös während meines Studiums beschäftigt habe!) und welche Bedeutung welche Zeichen, Spielkarten, Steine, Sterne, Pflanzen, Tiere, Wettersituationen etc. haben.... Ich schüttele amüsiert den Kopf. Es ist mir total unverständlich, was daran ernsthaft, seriös oder beachtenswert sein soll. Die Frauen (Männer mit derartigen Interessen gibt es sicher auch) lassen sich freiwillig viel Geld dafür aus der Nase ziehen. Da verdienen sich wohl einige Gurus eine goldene Nase an der Dummheit der Menschen.
Was mir auch auffällt, ist, dass potentielle Dating-Partner mich in einem ersten Telefongespräch oft vorsich-tig und höflich fragen, wie ich zu solchen Themen stehe. Ich kann hier klar antworten: NEIN! Das Zeug inter-essiert mich nicht! Die Herren atmen hörbar deutlich auf und können manchmal komische Geschichten von Frauen erzählen, die sich gründlich lächerlich machen durch abartige Riten, Glauben und Verhaltensweisen.
Ansonsten bestätige ich Frederikas letzten Abschnitt; ich denke da genauso.
 
  • #4
In meinem Bekanntenkreis gibt es haufenweise esoterische Frauen.
Schamanengesänge, Heilsteine, Schwingungen spüren, Karten legen, mit Engeln reden, da ist alles dabei.
Komischerweise steigt der Esoterikgrad mit der Ausbildung, der Monotonie des Lebens und der Einsamkeit. Die Frauen haben eine Menge im Kopf und wenig Halt und Sicherheit, so wird also eine Scheinwelt zur Orientierung gebaut.

Das einzige Unerklärliche, was mir immer wieder passiert - ich habe mich mittlweile daran gewöhnt - sind enge mentale Verbindungen. An dem Tag, an dem meine Großmutter hilflos mit gebrochenem Hüftgelenk in ihrem Haus lag, ging es mir grundlos extrem schlecht und ich mußte ständig an den Tod denken. Im Krankenhaus sagte sie mir dann, sie hätte nach mir gerufen.
Als ich einen Job geschmissen hatte (wovon erstmal niemand wußte), meldete sich 6 Stunden später die Frau, die ihn mir versorgt hatte und eine gemeinsame beste Freundin mit der Frage, ob bei mir alles ok. wäre.
Aber freiwillig erzähle ich niemandem davon. Ich kann ja auch kein System reinbrigen (will ich auch nicht), es kann alles Zufall sein. Ich bin schließlich die Tochter eines Kernphysikers. Spökenkiekerei ist albern.
 
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Gast

  • #5
Ich finde das gar nicht schlimm. Fatal ist es nur, dass viele aufgeklärte vor allem Naturwissenschaftler dieses Thema immer vehement wegdiskutieren. Die Welt ist zum Glück noch nicht komplett zu erklären und ein wenig Mystik oder Aberglaube tut der Welt ganz gut. Leider gibt es viel zuviele Wissenschaftler, die den gleichen Vorurteilen aufsitzen wie Generationen vorher dies taten: Was nicht logisch zu erklären ist, das existiert nicht.
Ich stelle mir immer die Frage, was passiert wäre, wenn jemand vor 150 Jahren einen Brocken Uranerz gefunden und festgestellt hätte, dass Fleisch daneben langsamer verfault. Die Esoteriker hätten einen neuen Jungbrunnen gefunden und die Wissenschaftler hätten das als Nonsens abgetan, da nicht messbar.
Wer ist jetzt blinder?
Wissenschaft ist eine schöne Sache, solange man sich bewusst ist, dass sie bisher nur einen ganz kleinen Teil der Welt erklären kann.

m, übrigens Naturwissenschaftler
 
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Gast

  • #6
Die Zahl und Intensität wächst überproportional mit dem Alter der Krisenfrauen. Will heißen, Frauen ab Ende 30 bis open end sind dafür empfänglicher und meinen oft, etwas verpasst zu haben oder nun damit endlich die Erfüllung all ihrer Wünsche realisieren zu können. Schöner Humbug, der den geschäftstüchtigen Esoterikanbietern kräftig Geld in die Kasse spült.
 
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Gast

  • #7
Gestern war ich in einer einfachen Pension, die ziemlich bemüht billige kleine Aufmerksamkeiten anbot. Im Frühstücksraum stand Edelsteinwasser mit einer Beschreibung wofür es gut sei, Magen , Nerven, allgemeine Wellness, etc. etc.
Fast alle Gäste lasen die Beschreibung und tranken ein Glas Wasser , sonst trinken die Leute O-Saft (den gab es auch)
 
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Gast

  • #8
Als religiöser Mensch befasse ich mich nicht mit Aberglauben und windigen Geschichten.
Wer den Unterschied nicht begreift, beweist damit einen eklatanten Mangel an Allgemeinbildung.

Mit Homöopathie habe ich übrigens (und nicht nur ich) sehr gute Erfahrungen gemacht.
Zu diesen Dingen gibt es eine einfache Maxime:
Alles, was nicht schaden kann und nicht unverschämt teuer ist (denn da vermute ich, wohl nicht zu Unrecht, Scharlatane, die arglosen oder verzweifeltn Leuten Geld aus der Tasche ziehen wollen), sollte man probieren, wenn es einen wirklichen Grund wie eine ernste Krankheit gibt. Mit Aberglauben hat das nichts zu tun, ich kenne viele Ärzte, die AUCH homöopathisch behandeln. Solange dadurch keine schulmedizinische Behandlung versäumt wird, kann man das ergänzend mit gutem Gewissen versuchen.

Ich habe übrigens mal einen sonst schmerzhaften Eingriff ohne jede Anästhesie unter Hypnose völlig schmerz- und stressfrei machen lassen - aus purer Neugierde und nicht ohne gesundes Misstrauen. Es hat funktioniert. Zu meinem nicht gelinden Erstaunen.
 
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Gast

  • #9
<mod: es ist vollkommen überflüssig, Bäärbels ganzen Text zu zitieren!>


Mir geht es wie dir. Ich kann mit esoterischem Kram auch nichts anfangen und mir sträuben sich die Haare, wenn ich die blödsinnigen Bücher lese. Aber solche Verbindungen habe ich auch schon sehr deutlich gespürt. Deshalb denke ich schon, dass wir nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft noch nicht "alles" erklären können. Aber das kommt ja vielleicht noch ...
 
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Gast

  • #10
In meinem Bekanntenkreis gibt es haufenweise esoterische Frauen.
Schamanengesänge, Heilsteine, Schwingungen spüren, Karten legen, mit Engeln reden, da ist alles dabei.
Komischerweise steigt der Esoterikgrad mit der Ausbildung, der Monotonie des Lebens und der Einsamkeit. Die Frauen haben eine Menge im Kopf und wenig Halt und Sicherheit, so wird also eine Scheinwelt zur Orientierung gebaut.

.
Schwitzhütte, Tantra, Manta, Mercedes

Mit der Monotonie und der Einsamkeit steigt die Bereitschaft sich eine Wohlfühlwelt zu erkaufen.
Ich traf mal zufällig eine Frau mit Luxusauto und Stöckelschuhen im tiefsten Winter am Arsch der Welt im Wald auf der Suche nach einer esoterischen Fortbildung
 
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Gast

  • #11
Ich würde die Frage genauer definieren. Denke mal, jeder versteht unter Esoterik und Aberglauben was anderes, ob Homeopatie, Religion, Karten legen usw. Warum sind prozentual mehr reife Frauen "esoterisch veranlagt" ? Vielleicht nicht wegen der Einsamkeit o.ä., sondern, weil sie im Laufe der Zeit bestimmte Erfahrungen in diese Richtung (wie z.b. die Bäärbel) gemacht haben?Ich kenne einige (gar nicht esotherische) Frauen , die mir über gewisse "unerklärlische" Dinge berichtet haben. Ich selber würde es lieber für mich behalten, mir ginge nicht um gesellschaftliche Akzeptanz, sondern um private Informationen, mit welchen ich mich auch im Freudenkreis eher sparsam und vorsichtig umgehen möchte.
 
  • #12
Was Nr 4, der Naturwissenschaftler hier schreibt, ist vollkommen richtig. Und er gibt ein illustratives Beispiel. Ich bin leider keine Naturwissenschaftlerin und habe davon nur wenig Ahnung. Dennoch erkenne ich es an, dass man selbstverständlich in der Menschheit immer unbekannte Phänomen hatte und immer noch hat, die man sich (noch) nicht erklären kann. Ob es nun die Elektrizität, Wetterphänomene, Vulkanausbrüche oder Krankheiten sind. Früher musste Glaube oder Aberglaube herhalten, heute versuchen seriöse Menschen Erklärungen zu finden, und immer mehr wird sachlich geklärt. Gut so!
Zu dem Phänomen der Frauen in Deutschland, die sich der Esoterik und dem Aberglauben widmen, denke ich mal, dass die Frauen in der Ehe oft eine Frustration aufbauen, die irgendwie wieder abgeladen werden muss. Unzufriedene Frauen treffen sich, schreien sich in einem Indianerzelt die Zunge aus dem Hals, während sie sich bruzzeln lassen, und hinterher sind sie wohlig erschöpft, durch die Gemeinschaft gestärkt und können sich müde und erholt in den Spiegel schauen. Es ist doch auffallend, wie viele Frauen sich dem Schamanentum, der Esoterik und anderen neureligiösen Tendenzen hingeben, die wenig Nachdenken, aber mitunter viel Geld kosten.
 
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Gast

  • #13
Warum das bei einigen Frauen so ist haben Naturwissenschaftler bereits im ausgehenden 19./ beginnenden 20. Jahrhundert mit dem Begriff "hysterisch" beschrieben. Für sämtliche übersinnlichen Erfahrungen meinerseits haben sich im Nachhinein sehr reale Gründe gefunden (Dämmerzustand vor dem Einschlafen z.B.). Auch Phänomene wie Nahtoderfahrungen lassen sich doch von Hirnforschung, Chemie und Physik leicht erklären. In der Kirche bin ich weil ich sie nach wie vor als eine Wertegemeinschaft (unter vielen anderen) betrachte und die herrschende monetäre Weltanschauung mit ihrer einseitigen "Jeder kann alles erreichen, wenn er nur will" und "Jeder ist seines Glückes Schmied"-Doktrin - auch aus naturwissenschaftlicher Perspektive - für falsch halte.
 
  • #15
Ich fürchte Deine Beobachtung kommt in etwa hin (nur daß der Anteil der Männer eher bei 10% leigen dürfte)

Was vor allem dabei auch nervt ist der missionarische Eifer den vor allem die Damen an den Tag leben. Solange Sie bei Mitternacht am grossen Feuer seltsame Tees trinken und Ihren Namen tanzen und mich Ruhe lassen ist es mir ziemlich egal. Wennn man aber versucht meine entzündete Zahnwurzel als Folge einer Sünde in einem früheren Leben zu verkaufen und das böse (natürlich kostenpflichtig) austreiben will anstatt das Ding zu operieren krieg ich halt zuviel.

Nun ja liebe Esoteriker: ist eben ein Glaube, Ihr glaubt zu wissen. Wie bei der religion.

Liebe#7

Wer den Unterschied nicht begreift, beweist damit einen eklatanten Mangel an Allgemeinbildung
Rein wissenschaftlich betrachtet ist die christliche Kirche nichts anderes. Man versucht unerklärbares mit einer höheren Macht zu erklären. Der einzige Unterschied zum heilenden Bergkristall ist dass die Kirche einen Machtanspruch daraus ableitet (was wieder etwas sehr weltliches ist). Einen Unterschied gibts da nur aus der Sicht von Gläubigen die eben nicht objektiv ist.

Ich habe übrigens mal einen sonst schmerzhaften Eingriff ohne jede Anästhesie unter Hypnose völlig schmerz- und stressfrei machen lassen
Das hat nun mit Esoterik nichts zu tun, ist eine wissenschaftlich erklärbare gute Methode zum Beispiel beim Zahnarzt.

@4
Die Welt ist zum Glück noch nicht komplett zu erklären und ein wenig Mystik oder Aberglaube tut der Welt ganz gut.
Ich finde nicht, dafür wird mit dem Glauben (auch dem Esoterischen) zuviel Missbrauch betrieben. Heilige Kriege (was für ein Unsinn, auch der "Feind" ist ja Gottes Schöpfung), das schaffen von seelischen Abhängigkeiten etc. finde ich keine positive Erungenschaft.

Ja, ich kann manches nicht erklären- übrigens auch viele simple Mechanische Phänomene- aber das muss ich dann dennoch nicht durch einen Glauben ersetzen. Klar, nachdem die alten Religionen durch die Wissenschaft ziemlich nackt gemacht wurden muss halt ein neuer Glaube her.

Viele Menschenbrauchen das Gefühl dass da noch eine höhere Macht ist der man dann gut das eigene Versagen zuschieben kann. Manchen gibt die Nüchterne Naturwissenschaft einfach nicht genügend Halt. Anders lässt es sich m.E. nicht erklären wieso manche Amerikanische Wissenschaftler selbst die längst bewiesene Evolution negieren, die Welt viel jünger machen um sagen zu können "die Bibel hat recht".
 
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  • #16
Und die Sache mit der Jungfrauengeburt o.Ä. sind keine windigen Geschichten? Erstaunlich.
An die Jungfrauengeburt im WÖRTLICHEN Sinne glaube ich auch nicht.
Aufgeklärte Gläubige nehmen das nicht wörtlich.
Maria war eine sehr junge, unschuldige (nicht im Sinne von virgo intacta zu verstehen!) Frau.
Mit dem Jungfernhäutchen dürfte es wohl spätestens bei der Geburt zu Ende gewesen sein ...
Das wird heute von den meisten so gesehen.

Du unterschätzt die moderne Kirche, heutige Christen - und auch Andersgläubige, die gebildet und aufgeklärt sind.
 
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Gast

  • #17
Ja, ich kann manches nicht erklären- übrigens auch viele simple Mechanische Phänomene- aber das muss ich dann dennoch nicht durch einen Glauben ersetzen. Klar, nachdem die alten Religionen durch die Wissenschaft ziemlich nackt gemacht wurden muss halt ein neuer Glaube her.
Ich finde, du machst es dir ein bisschen einfach. Welche Religionen wurden denn durch die Wissenschaft nackt gemacht? Zu mir hat nie ein aufgeklärter, religiöser Mensch gesagt, man müsse 1:1 glauben, was in der Bibel steht. Ja, es geht um einen Glauben an eine höhere Macht. Es kann auch ein abstrakter Glaube sein. Viele Phänomene, auch der Physik, sind so erstaunlich, dass man beim Beschäftigen damit an seine Grenzen gerät und sich die Frage stellen kann, woher die Regeln kommen, welches "Wesen" das begreifen oder erklären kann.

Viele Menschenbrauchen das Gefühl dass da noch eine höhere Macht ist der man dann gut das eigene Versagen zuschieben kann. Manchen gibt die Nüchterne Naturwissenschaft einfach nicht genügend Halt. Anders lässt es sich m.E. nicht erklären wieso manche Amerikanische Wissenschaftler selbst die längst bewiesene Evolution negieren, die Welt viel jünger machen um sagen zu können "die Bibel hat recht".
Das mag auf einige zutreffen, ist aber alles etwas schwarz-weiß gezeichnet. Es gibt nicht nur die Bibelbeweiser, die ihre Eigenverantwortung an eine höhere Macht abgeben wollen und die nüchternen Wissenschaftler, sondern noch eine ganze Menge dazwischen.

Viele Denkgerüste oder Regeln bestimmter Religionen finde ich aus der jeweiligen Sicht durchaus nachvollziehbar, auch wenn ich sie nicht als den einzigen oder den für mich richtigen Weg betrachte. Aber alle Religion abzulehnen, ist genauso dogmatisch wie die eigene Religion für das einzig Wahre zu betrachten. Es ist eben auch nur ein Glaube. Denn WISSEN und verstehen werden die Menschen über die Welt immer nur einen Bruchteil.
 
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Gast

  • #18
Ich finde das gar nicht schlimm. Fatal ist es nur, dass viele aufgeklärte vor allem Naturwissenschaftler dieses Thema immer vehement wegdiskutieren. Die Welt ist zum Glück noch nicht komplett zu erklären und ein wenig Mystik oder Aberglaube tut der Welt ganz gut. Leider gibt es viel zuviele Wissenschaftler, die den gleichen Vorurteilen aufsitzen wie Generationen vorher dies taten: Was nicht logisch zu erklären ist, das existiert nicht.
Ich stelle mir immer die Frage, was passiert wäre, wenn jemand vor 150 Jahren einen Brocken Uranerz gefunden und festgestellt hätte, dass Fleisch daneben langsamer verfault. Die Esoteriker hätten einen neuen Jungbrunnen gefunden und die Wissenschaftler hätten das als Nonsens abgetan, da nicht messbar.
Wer ist jetzt blinder?
Wissenschaft ist eine schöne Sache, solange man sich bewusst ist, dass sie bisher nur einen ganz kleinen Teil der Welt erklären kann.

m, übrigens Naturwissenschaftler
Das was du hier schreibst ist in sich kein bisschen stimmig und geradezu haarsträubend. Dafür das du Naturwissenschaftler bist hast du scheinbar herzlich wenig Ahnung von dieser.
Jedem Naturwissenschaftler ist klar das man bislang bei weitem noch nicht alles erklären kann und dazu steht man auch und genau das ist das Problem das ich und viele andere Menschen mit Esoterik haben, denn diese versucht Sachen ohne jede Grundlage zu erklären oder als Fakt hinzustellen.
Aber auch wenn man davon ausgeht das einiges von dem tatsächlich funktioniert so ist aber definitiv bekannt das sehr sehr viele Betrüger oder Menschen die sich einfach nur etwas einbilden in dem Bereich unterwegs sind und somit kann man davon ausgehen das fast alles eben einfach nur Blödsinn ist und da man nicht weiß auf was genau das zutrifft ist es natürlich wesentlich sinnvoller nichts von dem zu Glauben bis man wirkliche Beweise hat.

Was die unerklärlichen Phänomene betrifft wie sie auch Bäärbel erlebt hat sind eigentlich sehr sehr einfach durch selektive Wahrnehmung zu erklären. Die Wahrscheinlichkeit das so etwas irgendwann mal passiert und wieder passieren wird liegt bei nahezu 100% und da uns das ganze so ungewöhnlich erscheint merken wir uns v.a. diese Ereignisse und blenden die vielen Millionen ähnlichen Fälle wo eben nichts dergleichen geschehen ist einfach aus.

Wenn jemand an Esoterik oder sonst etwas glaubt kann er/sie das ruhig tun solange sie mich damit in Ruhe lassen. Als Partnerin käme für mich so eine Frau jedenfalls nicht in Frage denn ich könnte sie dann einfach nicht ernst nehmen.
 
  • #19
@1 Frederika

Obwohl ich nicht irgendeine Religion ausübe finde ich bemerkenswert dass du Religiösität "dämlich" findest. Findest du auch Menschen wie Bonhoeffer, Gandhi, Mutter Teresa, Martin Luther King, Albert Schweitzer oder Albert Einstein dämlich..?
Allesamt religiöse Menschen und Vorbilder vor denen ich den Hut ziehe. Übrigens ist ja nicht gänzlich unbekannt dass Physiker wie Albert Einstein oder Bertrand Russell sehr rationale, verkopfte Menschen waren. Das hat sie trotzdem nicht daran gehindert an Gott zu glauben. Bei vielen Menschen vermisse ich heute ethische, oder moralische Grundwerte. Dem rein analytischen Verstand wird allergrösste Bedeutung beigemessen. Ich glaube nicht dass das die Lösung für all unsere Probleme auf der Erde darstellt.
 
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Gast

  • #20
Jedem Naturwissenschaftler ist klar das man bislang bei weitem noch nicht alles erklären kann und dazu steht man auch und genau das ist das Problem das ich und viele andere Menschen mit Esoterik haben, denn diese versucht Sachen ohne jede Grundlage zu erklären oder als Fakt hinzustellen.
Das kommt darauf an, wie Esoterik genutzt wird. Manchmal gibt es einfach Zusammenhänge, die nunmal funktionieren. Die muss man nicht unbedingt erklären, solange sie helfen. Wenn es mir oder meiner Gesundheit helfen würde, jeden Morgen einmal die Straße herunterzulaufen und wieder zurück, warum sollte ich es nicht tun? Die naturwissenschaftliche Erklärung ist nicht immer das Wichtigste und auch nie die absolute Wahrheit.

Aber auch wenn man davon ausgeht das einiges von dem tatsächlich funktioniert so ist aber definitiv bekannt das sehr sehr viele Betrüger oder Menschen die sich einfach nur etwas einbilden in dem Bereich unterwegs sind und somit kann man davon ausgehen das fast alles eben einfach nur Blödsinn ist und da man nicht weiß auf was genau das zutrifft ist es natürlich wesentlich sinnvoller nichts von dem zu Glauben bis man wirkliche Beweise hat.
Das ist jetzt alles andere als wissenschaftlich. Weil es Betrüger in dem Bereich gibt, soll man einfach mal alles ablehnen? Wie wäre es mit differenzierter Betrachtung und Untersuchung? Wenn schon Wissenschaft, dann richtig. Ein richtiger Wissenschaftler lehnt nicht einfach alles ab, was aus einer Schublade kommt. Wenn es überprüfbar ist, tut er es. Auch in der Wissenschaft arbeitet man mit Phänomenen und Zusammenhängen, die nicht geklärt sind. Das ist nicht der Maßstab.

Was die unerklärlichen Phänomene betrifft wie sie auch Bäärbel erlebt hat sind eigentlich sehr sehr einfach durch selektive Wahrnehmung zu erklären. Die Wahrscheinlichkeit das so etwas irgendwann mal passiert und wieder passieren wird liegt bei nahezu 100% und da uns das ganze so ungewöhnlich erscheint merken wir uns v.a. diese Ereignisse und blenden die vielen Millionen ähnlichen Fälle wo eben nichts dergleichen geschehen ist einfach aus.
Ja, das mag in vielen Fällen zutreffen. Aber auch in der Wissenschaft gibt es wie gesagt "unerklärliche Phänomene". Ohne das Überschreiten von Grenzen und gewohnten Denkweisen kommst du in der Wissenschaft auch nicht weit.
 
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  • #22
@13 Die unbefleckte Empfängnis bedeutet nicht, dass Maria Jungfrau war, sondern dass sie frei von der Erbsünde ("unbefleckt") war.
 
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  • #23
Also zumindest Einstein hat es davon abgehalten. Dass Einstein an Gott glaubte, ist zwar viel wiederholt, aber dennoch falsch.
Ganz so einfach wie bei einigen der Naturwissenschaftler in diesem Forum war das bei ihm wohl nicht.

Ein Zitat aus dem Tagesspiegel: "Die meisten seiner Aussagen lassen darauf schließen, dass das Göttliche und Religiöse für ihn eine ganz eigene Bedeutung hatte – eine, die etwas mit der Ordnung des Kosmos und der Natur zu tun hatte. Auf die Frage eines New Yorker Rabbiners, ob er an Gott glaube, antwortete Einstein: „Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der gesetzlichen Harmonie des Seienden offenbart, nicht an einen Gott, der sich mit Schicksalen und Handlungen der Menschen abgibt.“"

(http://www.tagesspiegel.de/politik/geschichte/relativ-unglaeubig/1233610.html)

Das lässt vielleicht erkennen, das "Glaube" sich auf ganz unterschiedliche Art äußern kann.
 
  • #24
Wir müssen mal zw. Esotherik und Religionen unterscheiden. Ebenso zw. Fanatismus und und persönlichen Glaubensüberzeugungen. Es mag sein, daß Frauen augrund ihrer naturgegebenen Gehirnstruktur empfänglicher für Ideen sind, die sich mit irgendwelchen übersinnlichen Kräften beschäftigen. Man stellt es ja täglich fest, wenn sie mit ihrem Gefühl oder ihrer weiblichen Intuition argumentieren.

Andererseits gibt es ein paar Entwicklungen, u. a. bedingt durch die Methoden und Erkenntnisse der Traditionellen Chinesische Medizin, deren Wirkung noch nicht durch streng wissenschaftliche Meßmethoden beweisen läßt, aber tatsächlich in genügend Fällen unter bestimmten Voraussetzungen funktioniert, wobei hier die Psyche eine wesentliche Rolle spielt. Wer aus Prinzip nicht an den Heilungserfolg glaubt, ist von vornherein negativ gepolt.

Das Problem ist nur, daß es genügend Scharlatane gibt, die genau diese wissenschaftliche Unnachweiskeit ausnutzen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Wissenschaft Verfahren entwickelt hat, die Wirksamkeit bestimmter Techniken nachzuweisen. Hierzu zählt die Nachweisbarkeit von Nervenströmen und deren Einflußnahme auf die Gehirnareale.
 
  • #25
@20 Gast

In meiner Bibliothek stehen zwei Biographien von Einstein. Darin sind Auszüge aus seinen Briefen an Physikerkollegen. Mehrmals erwähnt er die Existenz von Gott. Dass er selber an eine höhere Macht wie man Gott auch nennen kann glaube. Seine Aussage: Gott würfelt nicht ist verbürgt. Nehmt einfach zur Kenntnis dass Wissenschaft und Religiösität sich nicht zwingend ausschliessen. Diejenigen die stets eine so scharfe Trennung fordern negieren die Realität. Viel bemerkenswerter scheint mir der Umstand dass viele an gar nichts mehr glauben, nicht mal an sich selbst.
 
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Gast

  • #27
"It was, of course, a lie what you read about my religious convictions, a lie which is being systematically repeated. I do not believe in a personal God and I have never denied this but have expressed it clearly. If something is in me which can be called religious then it is the unbounded admiration for the structure of the world so far as our science can reveal it."
- Albert Einstein, the Human Side
 
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Gast

  • #28
Nehmt einfach zur Kenntnis dass Wissenschaft und Religiösität sich nicht zwingend ausschliessen.
Das ist logisch, und sollte leicht einzusehen sein. Es gibt ja auch für (fast) jeden Menschen eine Trennung zwischen Beruf und Privatleben. Warum sollte ein Wissenschaftler im Privatleben frei von jedem Glauben sein? Jeder Wissenschaftler ist auch nur ein Mensch.
 
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  • #29
"It was, of course, a lie what you read about my religious convictions, a lie which is being systematically repeated. I do not believe in a personal God and I have never denied this but have expressed it clearly. If something is in me which can be called religious then it is the unbounded admiration for the structure of the world so far as our science can reveal it."
- Albert Einstein, the Human Side
Demnach glaubte er also nicht an einen persönlichen Gott, bezeichnete sich aber auch nicht als areligiös, richtig?
 
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  • #30
Ich finde relativ logisch, dass es eher Frauen sind, weil sie solchen Hormon-, Stimmungsschwankungen etc. "ausgesetzt" sind. Zu diesem Lebensgefühl passt dann schon mal Zyklische. Mit Sicherheit ist die Wahrnehmung für Frauen auch verschoben und schwankend, dann wäre auch logisch, dass das Denken davon beeinflusst wird.