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  • #31
Diese Frauen haben zu viel Zeit und es geht Ihnen materiell zu gut.
w 45
 
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  • #32
Ich finde relativ logisch, dass es eher Frauen sind, weil sie solchen Hormon-, Stimmungsschwankungen etc. "ausgesetzt" sind. Zu diesem Lebensgefühl passt dann schon mal Zyklische. Mit Sicherheit ist die Wahrnehmung für Frauen auch verschoben und schwankend, dann wäre auch logisch, dass das Denken davon beeinflusst wird.

Ein absolut wirrer, unwissenschaftlicher und ganz und gar nicht "relativ logischer" Zusammenhang. Was ist denn das "Zyklische"? Die Schwankungen im Zyklus? Und was haben diese mit Glauben zu tun? Nein, gewiss impfen einem keine Hormonschwankungen einen Aberglauben ein. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass Frauen ein emotionales Interesse an Religiösität und Bräuchen haben, weniger rechnend durch das Leben gehen. Das ist aber kein Manko aufgrund "verschobener" Wahrnehmung. Bevor man über so etwas überhaupt urteilen kann, sollte man in der Lage sein, sein Hamsterrad der Rationalität einmal zu verlassen, Es gibt eben nicht nur den einen Blick auf die Welt oder die absolute Wahrheit. Etwas, dem nach meiner Erfahrung gerade auch die intelligenteren Männer zustimmen.
 
  • #33
@29: Na danke auch! Von welchem Planeten kommst Du denn? Da könnte ich glatt zyklisch sauer werden ob solch obskurer Gedanken.

Zum Thema: Ich persönlich kenne keine einzige Person, weder männlich noch weiblich, die zur Esoterik neigt. Wenn jemand sich für so etwas interessiert, gibt es wohl noch ein paar andere ungelöste Probleme in seinem/ihrem Leben und/oder er/sie ist grob unausgelastet. Jetzt zu behaupten, eine Überzahl an Frauen würde daran glauben, finde ich schon mehr als grenzwertig.
 
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  • #34
Zum Thema: Ich persönlich kenne keine einzige Person, weder männlich noch weiblich, die zur Esoterik neigt. Wenn jemand sich für so etwas interessiert, gibt es wohl noch ein paar andere ungelöste Probleme in seinem/ihrem Leben und/oder er/sie ist grob unausgelastet.

Ich persönlich kenne keine Person, die keine ungelösten Probleme in ihrem Leben hat.
Und die verschwinden dummerweise auch nicht durch Auslastung.
 
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  • #35
Wirklich stark esoterisch verhaftete Menschen (zum Großteil Frauen, aber durchaus auch Männer) habe ich immer als solche erlebt, die bestimmte Probleme oder Erlebnisse in ihrem Leben noch nicht auf andere Art und Weise lösen konnten. Die Ursachen werden lieber in irgendwelchen karmischen Verstrickungen (diese Argumentationen finde ich immer besonders toll) gesucht als in der Gegenwart, in der man sich ja realen, manchmal sehr schmerzhaften Tatsachen stellen oder gar Verantwortung übernehmen müsste. Alles wird mit Licht und Liebe überdeckt, weil diese Menschen es nicht schaffen, Konflikte mit sich selbst und anderen offen auszutragen. Solche Fluchten sind verständlich, aber vor allem gefährlich, weil sie des Pudels Kern immer nur kaschieren.

Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass wir nur einen winzigen Ausschnitt von dem kennen, was tatsächlich ist und wahrscheinlich existiert nicht nur das, was wir mit den Augen sehen und mit wissenschaftlichen Methoden beweisen können.
 
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  • #36
Ich stelle mir immer die Frage, was passiert wäre, wenn jemand vor 150 Jahren einen Brocken Uranerz gefunden und festgestellt hätte, dass Fleisch daneben langsamer verfault. Die Esoteriker hätten einen neuen Jungbrunnen gefunden und die Wissenschaftler hätten das als Nonsens abgetan, da nicht messbar.
Wer ist jetzt blinder?
Genau diese Argumentationskette ist das schlimmste am Esoterikgelaber. Dieses Pseudotriumphieren über die Naturwissenschaft, obwohl man nur gerade das eigene Unverständnis der Grundlagen des wissenschaftlichen Vorgehens zum Besten gegeben hat.
SELBSTVERSTÄNDLICH ist bei dem Beispiel etwas messbar, auch wenn man den Geigerzähler nicht kennt. Man kann viele Fleischstückchen besorgen, sie neben Uranklümpchen legen und dabei Fleischmenge-, sorte, Uranmene, Steinsorte, den Abstand, die Umgebungstemperatur und was weiss ich noch alles variieren bis man eine ganze Kuhherde gehäkselt hat. Danach kann man mit lebenden Mäusen weiter machen.
Alles sollte reproduzierbare, zählbare Ergebnisse ergeben und sogar den r^3-Zusammenhang der Auswirkungen sichtbar machen. Ist doch schon mal ein Anfang, auf dem man aufsetzen kann.
Oder man labert von feinstofflichen Engelsgesängen die von Jupiterstrahlen davon abgehalten werden die Astralleiber in Schwingung zu versetzen...
 
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  • #37
Gestern war ich in einer einfachen Pension, die ziemlich bemüht billige kleine Aufmerksamkeiten anbot. Im Frühstücksraum stand Edelsteinwasser mit einer Beschreibung wofür es gut sei, Magen , Nerven, allgemeine Wellness, etc. etc.
Fast alle Gäste lasen die Beschreibung und tranken ein Glas Wasser , sonst trinken die Leute O-Saft (den gab es auch)

Klasse Konzept! Würde ich als Hotelier sofort übernehmen.
O-Saft ist erheblich teurer als Leitungswasser.
 
  • #39
Einstein hat am 3. Januar 1954 an den Philosophen Eric Gutkind geschrieben:

"Für mich ist die jüdische Religion wie jede andere der Inbegriff des kindischsten Aberglaubens."

Am 24. März 1954 hat er in einem Brief geschrieben:

"Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann."
 
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  • #40
Sieh es halt einfach ein und verzichte auf Albert Einstein als Kronzeugen. Es waren noch genügend andere Wissenschaftler aufgezählt von denen behauptet wird, sie seinen religiös.

Mir geht es gewiss nicht darum, irgendwelche Kronzeugen aufzuzählen, sondern darum, dass man ein Zitat korrekt versteht, dass man selbst bringt. Und es ist nunmal so, dass Einstein sich nicht als areligiös bezeichnet. Was mir in dem Zusammenhang wichtig ist, ist höchstens, dass man versteht, wie weit oder eng man den Begriff der Religiön fasst, wenn man über so ein Thema diskutiert.
 
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  • #41
Genau diese Argumentationskette ist das schlimmste am Esoterikgelaber. Dieses Pseudotriumphieren über die Naturwissenschaft, obwohl man nur gerade das eigene Unverständnis der Grundlagen des wissenschaftlichen Vorgehens zum Besten gegeben hat.
SELBSTVERSTÄNDLICH ist bei dem Beispiel etwas messbar, auch wenn man den Geigerzähler nicht kennt....

Völlig richtig. Aber dazu muss man einen eventuell von Esoterikern oder Naturvölkern gefundenen und genutzten Zusammenhang zunächst Gegenstand seiner wissenschaftlichen Untersuchung werden lassen und eben nicht partout ablehnen.
 
  • #42
Soweit esoterische Ansätze gerne wie folgt verteidigt werden:

(#4) Die Welt ist zum Glück noch nicht komplett zu erklären und ein wenig Mystik oder Aberglaube tut der Welt ganz gut. (...) was passiert wäre, wenn jemand vor 150 Jahren einen Brocken Uranerz gefunden und festgestellt hätte, dass Fleisch daneben langsamer verfault. (...)

enthält dies mehrere Denkfehler:

Denkfehler 1:
Hätte jemand vor 150 Jahren den Uranerz-Fleisch-Versuch gemacht, hätte er eine objektiv meßbare und reproduzierbare Wirkung festgestellt. Das unterscheidet diesen Fall komplett von irgendwelchen Sterndeutungen, gefühlten Schwingungen und angeblichen Energien (im nichtphysikalischen Sinn), Pendeln, Tarot oder Homöopathie. Niemandem ist es bislang gelungen, eine Wirkung der Homöopathie in seriösen Doppelblindstudien oder Tierversuchen nachzuweisen, obwohl es eine Vielzahl von Studien dazu gibt (vgl. nur Wikipedia). Gleichwohl hat sich dieser von den Nazis sehr geförderte esoterische Aberglaube beharrlich gehalten. Kein Astrologe oder Hellseher konnte bisher wirklich etwas nachweisbar vorhersagen. Warum nutzen diese Menschen ihre schöne Gabe nicht einfach einmal sinnvoll und schauen nach, wie man in der Zukunft die Kernfusion handhabt, Krebs heilt oder verraten mir die Lottozahlen der nächsten Ziehung?

Denkfehler 2:
Daß wir nicht alles erklären können, ist richtig. Die Tatsache, "etwas" nicht erklären können, belegt aber gar nichts; schon gar nicht, daß es dieses nie objektiv festgestellte "etwas" überhaupt gibt. Es gibt nicht alles, was man zwar behaupten, aber nicht erklären kann. Dann müßte es auch Gespenster geben. Was man aber sehr wohl erklären kann, ist daß etwa Homöopathie und Astrologie auf einem irrigen und unsinnigen Gedankenkonstrukt aufbauen. Man kann auch beweisen, daß sie keine messbare Wirkung haben.

Denkfehler 3:
Die Beweislast für die Wirksamkeit eines Medikaments oder die Fähigkeit anhand der Sterne oder eines Pendels in die Zukunft sehen oder Rückschlüsse auf die Persönlichkeit ziehen zu können, liegt bei dem, der behauptet, das funktioniere. Ein potentielles Medikament gilt nicht bereits deshalb als wirksam, weil seine angebliche Wirksamkeit noch nicht widerlegt wurde. Würde uns jemand Schwarzwurzelgemüse als Mittel gegen Krebs anbieten und darauf hinweisen, niemand habe bisher bewiesen, daß es nicht wirke, würden wir ihm den Vogel zeigen. Warum das mit der Homöopathie und ähnlichem anders sein soll, verstehe ich nicht. Mögen die Homöopathen, Astrologen, Pendelschwinger und Tarotkartenleger in seriösen Studien ihre Kunst unter Beweis stellen; dann werde ich ihnen voller Bewunderung Glauben schenken. Solange sie ihre Künste aber nur behaupten und für teuer Geld an Leichtgläubige bringen, werde ich weiter über sie und ihre Anhänger lachend den Kopf schütteln.
 
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  • #43
"Für mich ist die jüdische Religion wie jede andere der Inbegriff des kindischsten Aberglaubens."

Dieses Zitat ist hier unerheblich, da er sich auf eine bestimmte Religion bezieht und das Ablehnen einer bestimmten Religion in dieser Diskussion nicht Gegenstand ist, soweit ich weiß, geht es allgemein um (Aber)glaube, Esoterik und Religiösität.

"Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann."

Ja, das Zitat wurde bereits weiter oben in Englisch gesendet. Die Bewunderung für die von der Wissenschaft enthüllten Struktur der Welt kann durchaus als eine Form der Religion verstanden werden. Das ist genau der Punkt, über den man sich einmal Gedanken machen könnte. Einen völlig nüchternen Techniker sehe ich in so einem Zitat nicht, in anderen in dieser Diskussion getroffenen Aussagen allerdings schon.
 
  • #44
Dieses Zitat ist hier unerheblich, da er sich auf eine bestimmte Religion bezieht und das Ablehnen einer bestimmten Religion in dieser Diskussion nicht Gegenstand ist,(...)

Vielleicht hast Du das Zitat nicht wiklich gelesen. Einstein bezeichnet "die jüdische Religion wie jede andere" als Inbegriff des kindischsten Aberglaubens. Er spricht also von allen Religionen und gerade nicht nur von einer einzigen.
 
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  • #45
Mögen die Homöopathen, ... in seriösen Studien ihre Kunst unter Beweis stellen; dann werde ich ihnen voller Bewunderung Glauben schenken. Solange sie ihre Künste aber nur behaupten und für teuer Geld an Leichtgläubige bringen, werde ich weiter über sie und ihre Anhänger lachend den Kopf schütteln.

Homöopathische Medikamente sind ausgesprochen preiswert, schon deswegen kann man sie einfach mal probieren. Wenn sie helfen - gut. Wenn nicht, dann lässt man es eben wieder.

Ich habe sie probiert, und mir haben sie geholfen. Und ich war skeptisch! Und sehr ernsthaft krank. Und bei einem niedergelassenen Arzt in Behandlung, nicht bei einem windigen Quacksalber.
 
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  • #46
Denkfehler 1:
Hätte jemand vor 150 Jahren den Uranerz-Fleisch-Versuch gemacht, hätte er eine objektiv meßbare und reproduzierbare Wirkung festgestellt.

Stimmt. Aber siehst du ein, dass wissenschaftliche Experimente sich zum einen irren können und ein anderer Versuchsaufbau zu anderen Ergebnissen kommen kann?

Zum anderen gibt es auch Dinge, die nicht leicht messbar sind. Nehmen wir z.B. an, "Gedankenübertragung" würde bei wenigen Menschen zu äußerst seltenen Zeitpunkten stattfinden. Dies wäre extrem schwer nachzumessen. Es könnte theroetisch sein, dass es sowas geben würde und es im Grunde sogar auf eine wissenschaftliche Erklärung zurückzuführen wäre. Aber diese könnte so komplex sein, dass wir Menschen sie nicht verstehen würden.

Natürlich muss deshalb eine esoterische Erklärung nicht richtig sein. Aber nur an das bisher Messbare zu "glauben", halte ich für naiv. Einen nüchternen, im Sinne von an gewohnten Erklärungen festhaltenden Blick auf die Welt halte ich für nicht richtig und damit irrten auch schon Wissenschaftler.

Denkfehler 2:
Daß wir nicht alles erklären können, ist richtig. Die Tatsache, "etwas" nicht erklären können, belegt aber gar nichts; schon gar nicht, daß es dieses nie objektiv festgestellte "etwas" überhaupt gibt.

Es belegt aber auch nicht, dass es das nicht gibt.

Denkfehler 3:
Die Beweislast für die Wirksamkeit eines Medikaments oder die Fähigkeit anhand der Sterne oder eines Pendels in die Zukunft sehen oder Rückschlüsse auf die Persönlichkeit ziehen zu können, liegt bei dem, der behauptet, das funktioniere.

Das mag sein, aber nicht alles kann oder will man beweisen. Man kann teilweise eben nicht wissen, ob es nicht richtig ist, das ist alles. Niemand kann wissen, ob es nicht einen Gott gibt. Warum soll man nicht auch mal ein bisschen überlegen, was es geben KÖNNTE?
 
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  • #47
Das kommt darauf an, wie Esoterik genutzt wird. Manchmal gibt es einfach Zusammenhänge, die nunmal funktionieren. Die muss man nicht unbedingt erklären, solange sie helfen. Wenn es mir oder meiner Gesundheit helfen würde, jeden Morgen einmal die Straße herunterzulaufen und wieder zurück, warum sollte ich es nicht tun? Die naturwissenschaftliche Erklärung ist nicht immer das Wichtigste und auch nie die absolute Wahrheit.
Es gibt aber nun mal nicht ein einziges Phänomen aus der Esoterik das wirklich reproduzierbar funktioniert.

Das ist jetzt alles andere als wissenschaftlich. Weil es Betrüger in dem Bereich gibt, soll man einfach mal alles ablehnen? Wie wäre es mit differenzierter Betrachtung und Untersuchung? Wenn schon Wissenschaft, dann richtig. Ein richtiger Wissenschaftler lehnt nicht einfach alles ab, was aus einer Schublade kommt. Wenn es überprüfbar ist, tut er es. Auch in der Wissenschaft arbeitet man mit Phänomenen und Zusammenhängen, die nicht geklärt sind. Das ist nicht der Maßstab.
Da wie gesagt absolut rein gar nichts davon reproduzierbar ist kann man bei nichts und auch wirklich bei rein gar nichts wissen ob es jetzt reiner Betrug ist oder ob evtl. wirklich mehr dahinter steckt.
In solchen Fällen wendet man am besten Ockhams Rasiermesser an und geht davon aus das alles was einem in dieser Hinsicht begegnet Humbug ist da das die einfachste Erklärung ist.

Ja, das mag in vielen Fällen zutreffen. Aber auch in der Wissenschaft gibt es wie gesagt "unerklärliche Phänomene". Ohne das Überschreiten von Grenzen und gewohnten Denkweisen kommst du in der Wissenschaft auch nicht weit.
Das hat absolut niemand bestritten, nur ist Esoterik eben in keinster Weise wissenschaftlich. Kann man über ein reproduzierbares Experiment Zusammenhänge feststellen ohne das man weiß wieso dann ist das völlig in Ordnung und das gibt es Haufenweise in der Wissenschaft. Ich persönlich arbeite auch an einem Verfahren von dem wir bislang nicht wissen wieso es funktioniert (zu Beginn meiner Arbeit sind wir eigentlich davon ausgegangen das es nicht so funktioniert).
 
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  • #48
@1 Frederika

Obwohl ich nicht irgendeine Religion ausübe finde ich bemerkenswert dass du Religiösität "dämlich" findest. Findest du auch Menschen wie Bonhoeffer, Gandhi, Mutter Teresa, Martin Luther King, Albert Schweitzer oder Albert Einstein dämlich..?
Allesamt religiöse Menschen und Vorbilder vor denen ich den Hut ziehe.
Im Gegensatz zu dir ist sich Frederika halt einfach bewusst das selbst die klügsten Menschen dumme Sachen machen, absolut ausnahmslos jeder Mensch macht Haufenweise geradezu haarsträubend dumme Sachen in seinem Leben.
Da aber Frederika weder Bonhoeffer, Gahndi, Mutter Theresa, Martin Luther King .... aufgrund ihrer Religiosität bewundernswert halten würde sondern wegen anderer Sachen gibt es ja nun wirklich nicht das geringste Problem wenn sie sagt Religiosität wäre dämlich. Du versuchst hier nur über Polemik künstlich einen Widerspruch zu schaffen den es nicht gibt.
 
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  • #49
Mir geht es gewiss nicht darum, irgendwelche Kronzeugen aufzuzählen, sondern darum, dass man ein Zitat korrekt versteht, dass man selbst bringt. Und es ist nunmal so, dass Einstein sich nicht als areligiös bezeichnet. Was mir in dem Zusammenhang wichtig ist, ist höchstens, dass man versteht, wie weit oder eng man den Begriff der Religiön fasst, wenn man über so ein Thema diskutiert.
Prinzipiell hat er sich doch als areligiös gezeichnet, da nutzt alles herumlavieren nicht. Wenn die Bewunderung der wissenschaftschaftlich enthüllten Welt jetzt schon religiös ist, können wir auch die Bewunderung von prallen Frauen-Pos dazu erklären.
 
  • #50
Ich habe sie probiert, und mir haben sie geholfen.

Falsch: Du hast sie probiert und Du wurdest gesund. Ob Deine Genesung kausal an den homöopathischen Arzneimitteln lag, kannst Du sicher nicht sagen. Vielleicht wurdest Du aufgrund des Plazeboeffektes gesund. Vielleicht hast Du, weil es ja eine ernsthafte Erkrankung war, gleichzeitig auch nicht homöopathische Medikamente zu Dir genommen. vielleicht wurdest Du nur zeitgleich mit der Einnahme der homöopathischen Medikamente gesund. Vielleicht war es auch keine Homöopathie, sondern was oft verwechselt wird, ein Mittel der Naturheilkunde.

Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, daß es immer wieder Menschen gibt, die kurz nach der Einnahme von homöopathischen Medikamenten genesen. Das liegt dann aber nicht an der Wirkung der Homöopathie. Es gibt auch Menschen, die gesund werden, nachdem sie Schwarzwurzelgemüse gegessen haben.

Einzelfälle beweisen gar nichts. Daher gibt es Studien (Doppelblindstudien). In denen bekommt die eine Gruppe das Medikament und die andere ein optisch identisches wirkstoffloses Präperat. Weder Arzt noch Patient wissen, wer was bekommt. Wenn sich hinterher rausstellt, daß diejenigen, die tatsächlich das Medikament bekommen haben, schneller oder besser gesund wurden, gilt das Medikament als wirksam. Gibt es zwischen beiden Gruppen keinen Unterschied, ist der Wirkstoff nicht wirksamer als die optisch identischen Milchzuckertabletten. Bei der Homöopathie ließ sich bisher keine bessere Wirkung nachweisen als bei den Vergleichsgruppen, die mit Plazebos behandelt wurden. Daher ist davon auszugehen, daß Homöopathie nicht wirksam ist.

Homöopathie hat nichts mit Naturheilkunde zu tun. Wer nicht genau weiß, was Homöopathie ist, sollte einfach mal unter Wikipedia nachlesen. Dann sollte man sich fragen, ob man wirklich glaubt, daß es gegen Fieber hilft, einen Stoff zu nehmen, der Fieber in Wahrheit auslöst und ihn so stark in Wasser oder Alkohol zu verdünnen, bis er nicht mehr nachweisbar ist. Erstens ist es erkennbar unsinnig, eine Krankheit mit einem Wirkstoff zu bekämpfen, der die Symptome der Krankheit auslöst. Zweitens ist es unsinnig zu glauben, ein Wirkstoff wirke, nachdem ich ihn so stark verdünnt habe, daß nicht mal mehr ein einziges Atom nachweisbar ist und nur noch Wasser übrig bleibt.
 
  • #51
@47 Gast

Entschuldige, möchtest du behaupten dass man die Religiösität der grössten Pazifisten und sozialsten Menschen unserer Zeit als dumm oder dämlich sehen kann..?! Was gelinde gesagt wirklich dämlich ist, ist das Fehlen ethischer und moralischer Werte. Im dritten Reich war das der Fall. Wars besser..?
 
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  • #52
Prinzipiell hat er sich doch als areligiös gezeichnet, da nutzt alles herumlavieren nicht. Wenn die Bewunderung der wissenschaftschaftlich enthüllten Welt jetzt schon religiös ist, können wir auch die Bewunderung von prallen Frauen-Pos dazu erklären.

Eben nicht so eindeutig, wie du es darlegen willst. Ganz einfach, hätte er sich sonst den Satz, wenn es etwas an ihm gebe, dass man als religiös bezeichnen könne..., sparen können. Er geht anscheinend nicht so klar mit dem Begriff um.

Das mit dem Frauenpo finde ich etwas platt. Im Grunde könnte man auch das als Religion bezeichnen, der Begriff ist meines Wissens nicht so eindeutig definiert. Aber es ist schon ein Unterschied bewundernd vor einem Objekt zu stehen, oder vor den Gesetzen, die die Welt ein Stück erklären. Ich fasse den Begriff der Religion eher romantisch auf, als eine gefühlsmäßige Näherung an das "Göttliche", was auch immer das sein mag. Vielleicht eine Art Sinnhaftigkeit hinter der bloßen Wahrnehmung. Es geht um ein Gefühl, nicht um beweisbare Hypothesen. Man kann sich den Dingen auf verschiedene Weisen nähern.
 
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  • #53
Falsch: Du hast sie probiert und Du wurdest gesund. Ob Deine Genesung kausal an den homöopathischen Arzneimitteln lag, kannst Du sicher nicht sagen. Vielleicht wurdest Du aufgrund des Plazeboeffektes gesund.

Ich halte auch nichts von Homöopathie. Aber wenn jemand anhand des Placeboeffektes, des Gespräches mit dem Homöopathen oder anderer Nebenvariablen gesund wird, ist es doch auch in Ordnung. Prinzipiell ist es außerdem möglich, dass etwas in einem von Tausenden von Fällen wirkt. Oder heute nicht wirkt, aber morgen. Die Naturwissenschaften liefern auch "nur" Erfahrungswerte. Deshalb ist es für beide Seiten unangemessen, sich als den Kenner der Weisheit hinzustellen. Restzweifel bleiben immer.
 
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  • #54
Einzelfälle beweisen gar nichts. Daher gibt es Studien (Doppelblindstudien). In denen bekommt die eine Gruppe das Medikament und die andere ein optisch identisches wirkstoffloses Präperat. Weder Arzt noch Patient wissen, wer was bekommt. Wenn sich hinterher rausstellt, daß diejenigen, die tatsächlich das Medikament bekommen haben, schneller oder besser gesund wurden, gilt das Medikament als wirksam. Gibt es zwischen beiden Gruppen keinen Unterschied, ist der Wirkstoff nicht wirksamer als die optisch identischen Milchzuckertabletten. Bei der Homöopathie ließ sich bisher keine bessere Wirkung nachweisen als bei den Vergleichsgruppen, die mit Plazebos behandelt wurden. Daher ist davon auszugehen, daß Homöopathie nicht wirksam ist.

Wobei mich persönlich wundert, dass von homöopathiegläubiger Seite noch nicht der Einwand kam, dass es technisch (und prinzipiell) unmöglich sein dürfte, ein von homöopatischen Wirkstoffen freies Träger (Placebo-)Material herzustellen. Immerhin sind gerade die angeblich wirksamsten Mittel so weit verdünnt, dass es schon rein rechnerisch nahezu unmöglich ist, dass auch nur ein Molekül des Ursprungswirkstoffs im Mittel verblieben ist.
Umgekehrt betrachtet sind also auch alle hochgereinigten Trägermaterialien mit allen früheren, ausgefilterten Beimischungen "verschmutzt" und zwar ganz besonders dann, wenn diese besonders gründlich entfernt wurden.
Unter diesen Bedingungen ist ein Versuch, ob doppelblind oder nicht, völlig unmöglich.
Eine Herstellung reproduzierbar wirkender Mittel allerdings auch...
 
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  • #55
solange die hier diskutierenden Wissenschaftler Aussagen wie "Jeder ist seines Glückes Schmied" treffen kann es mit deren Wissenschaft nicht so weit her sein. Jedes Objekt, jedes Lebewesen ist Ergebnis einer Kausalitätskette die dieses Lebewesen nicht beeinflussen konne und auch niemals beeinflussen können wird. All unser Handeln und Denken ist nur Ergebnis naturwissenschaftlich kausaler Prozesse. Kein Mensch hat wirklichen Einfluss auf sein Handeln, da die Prozesse auf denen dieses vermeintlich bewusste Handeln basiert rein chemisch-physikalischer Natur sind, die ihren Anfang letztlich in der Singularität des Urknalls genommen haben. Das sind übrigens die Gedankengänge die nicht von mir stammen können. Als Strafrechtler folgt aber für mich aus dieser rein naturwissenschaftlichen Betrachtungsweise:
kein Mensch trägt für irgendetwas wirklich Verantwortung oder Schuld; denn das vermeintliche Bewußtsein ist leztlich nur ein Konstrukt der Materie aus der wir Menschen bestehen. Oder kurz gesagt: ob jemand im Leben Erfolg hat oder nicht, einen Partner findet oder nicht ist nicht Ergebnis seiner eigenen bewußten Handlung oder Leistung, sondern das Resultat des Wirkens aller Naturgesetze die eben zu seiner Existenz als Materie-Objekt Mensch geführt haben.
 
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  • #56
[...]Jedes Objekt, jedes Lebewesen ist Ergebnis einer Kausalitätskette die dieses Lebewesen nicht beeinflussen konne und auch niemals beeinflussen können wird. All unser Handeln und Denken ist nur Ergebnis naturwissenschaftlich kausaler Prozesse. Kein Mensch hat wirklichen Einfluss auf sein Handeln, da die Prozesse auf denen dieses vermeintlich bewusste Handeln basiert rein chemisch-physikalischer Natur sind, die ihren Anfang letztlich in der Singularität des Urknalls genommen haben.
Das stimmt so schon mal nicht. Es gibt den objektiven Zufall. Insofern brechen Zufallsprozesse schon die von dir genannte "Kausalitätskette".

Abgesehen davon, selbst wenn der Wille durch Kausalitäten und Zufälle bestimmt wäre, so ändert das nichts daran, dass wir uns anstrengen oder Entscheidungen treffen können, ob vorherbestimmt oder nicht. Die Kausalitäten folgen nicht dadurch aufeinander, dass wir uns zurücklehnen und abwarten, wir müssen trotzdem kämpfen, arbeiten, nachdenken. Und durch die undurchschaubaren, zufälligen Prozesse wird alles in jedem Moment neu sortiert. So einfach ist das alles nicht.

kein Mensch trägt für irgendetwas wirklich Verantwortung oder Schuld
Die Frage der Verantwortlichkeit für das eigene Handeln wird im Grunde durch deine Aussage doch nicht neu beantwortet. Wenn jemand z.B. seit der Geburt "böse" ist, mal plakativ gesagt, schützte ihn diese Möglichkeit noch nie vor einer Bestrafung.

Zudem ist gar nicht klar, was in dem Moment passiert, in dem im Gehirn eine Entscheidung getroffen wird, wie du es hier darstellst. Du kannst nicht von den groben "großen Prozessen" und dem üblichen Verständnis von Determinismus auf solche Prozesse schließen.
 
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  • #57
Die hier diskutierenden Wissenschaftler können Deinem Einwand des deterministischen Weltbildes damit begegnen, dass heute selbst schon in der Oberstufe die Grundzüge der Quantentheorie gelehrt werden und diese Deinen Einwand komplett entkräftet.

Für Esoteriker dagegen beeinflussen aber die tollsten Phantasiekonstrukte unser Handeln: Engel, "Schwingungen", die feinstoffliche Ebene, "Energien", "Strahlen", "Felder" die allesamt gemeinsam haben, dass sie in unserer Realität angeblich wechselwirken würden, jedoch nur, wenn gerade kein nichtgläubiger zusieht oder gar (welch Ketzerei!) eine Messung versucht. Wahrhaft Gläubige können diese Wechselwirkungen natürlich vorhersehen ("Nimm diesen Stein, leg ihn um Mitternacht auf deine Drust und rolle dich grunzend dreimal um ein Feuer von Eschen, dann heilen die Erdstrahlen deine Warzen"), eine wissenschaftliche Überprüfung derartiger vorhersagen funktioniert aber nicht da es ja mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt als der Mensch verstehen könne und weil die negativen Schwingungen ja das Heilfeld zerstreuen.

Bleibt noch immer die Eingangsfrage, ob gerade Frauen besonders affin gegenüber derartigem ... naja, nennen wir es einfach ganz harmlos Aberglauben sind.
 
  • #58
(...) Als Strafrechtler folgt aber für mich aus dieser rein naturwissenschaftlichen Betrachtungsweise: kein Mensch trägt für irgendetwas wirklich Verantwortung oder Schuld; (...)

Oder kurz gesagt: ob jemand im Leben Erfolg hat oder nicht, einen Partner findet oder nicht ist nicht Ergebnis seiner eigenen bewußten Handlung oder Leistung, sondern das Resultat des Wirkens aller Naturgesetze die eben zu seiner Existenz als Materie-Objekt Mensch geführt haben.

Dann müßtest Du als Strafrechtler konsequenterweise die Abschaffung des Strafrechts fordern, da dann jeder Straftäter nur Opfer seiner naturwissenschaftlichen Determinierung wäre. Eine individuelle Schuld gäbe es dann nicht, mithin auch keinen Grund zur Strafe. (Ich vermute, Du bist Strafverteidiger)

Mit dieser Sichtweise habe ich allerdings überhaupt kein Problem. Nur leider bin ich "als Resultat des Wirkens aller Naturgesetze" dahingehend determiniert, Straftäter weiterhin wegzusperren. Das Leben kann so einfach sein...
 
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  • #59
nachdem ich ihn so stark verdünnt habe, daß nicht mal mehr ein einziges Atom nachweisbar ist und nur noch Wasser übrig bleibt.

Das sind die sogenannten Totschlagargumente derjenigen, die es einfach nicht wahr haben wollen, dass es eben unerklärliche Phänomene gibt. Ich bin wahrhaftig alles andere als in irgendeiner Weise esoterisch angehaucht. Ich halte fast alles für völligen Humbug.
Aber viele der hier abgegebenen Statements sind auch nicht viel besser.
Es gibt sicher viele ungeklärte Phänomene, die nicht wegdiskutiert werden, indem man sie verleugnet.
Garade diese anscheinend so logische Erklärung, warum Homöopathie nicht wirken kann, ist ein Paradebeispiel für Scheuklappen.
Nur noch Wasser. Das stimmt. Nun gibt es aber Überstrukturen des Wassers wobei sich Cluster bilden . Ich behaupte keineswegs, dass dies bei homöopathischen Mitteln zutrifft, aber viellleicht sollte man nicht immer ganz so eingeengt denken.
Das Problem liegt in dem statistischen Nachweis, bzw darin zu erkennen, ob es ein Phänomen gibt.
Da schludern die Esoteriker fast immer. Das haben sie wahrscheinlich von der Pharmaindustrie übernommen.
Wissenschaft besteht darin, ungeklärte Phänomene zu erkennen und zu erklären, nicht darin, sie zu widerlegen.
 
  • #60
@16

Ich finde, du machst es dir ein bisschen einfach. Welche Religionen wurden denn durch die Wissenschaft nackt gemacht? Zu mir hat nie ein aufgeklärter, religiöser Mensch gesagt, man müsse 1:1 glauben, was in der Bibel steht. Ja, es geht um einen Glauben an eine höhere Macht. Es kann auch ein abstrakter Glaube sein. Viele Phänomene, auch der Physik, sind so erstaunlich, dass man beim Beschäftigen damit an seine Grenzen gerät und sich die Frage stellen kann, woher die Regeln kommen, welches "Wesen" das begreifen oder erklären kann.

Ok, nicht ganz so einfach: Ich sehe durchaus den Sinn von Religion- sie geben den Menschen Halt und als es noch keine Rechtsstaaten gab auch Regeln. Es ist sinnvoll in heissen Ländern der Verzehr von Schweineflesich zu verbieten (verdirbt zu schnell) und wie bekommt man das ans Volk? Durch Regeln einer höheren, übermenschlichen Kraft.
Nackt gemacht? Klar versucht man Heute die Bibel zu verteidigen indem man Sie eben "nicht wörtlich nimmt" Wär ja auch Unsinn da sie in unzähligen Konventen immer wieder der Kirche passend gemacht wurde. Nur wie bitte erklärst Du einem Naturwissenschaftler die Erbsünde von der Maria frei war (wieso eigentlich?) Schliesslich kommt Sie ja auch der Biblischen Schöpfungsgeschichte die Natruwissenschaftlich betrachtet völliger Quatsch ist.
Du weisst schon dass die Erbsünde in die Bibel gefunden hat um jedem, egal wie er lebt ein schlechtes Gewissen zu vermitteln und schön Ablassbriefe verkajufen zu können. Also ein Macht- und Geldinstrument war.
Du siehst, ich machs mir keineswegs einfach.

Ach ja, da ich mich mit der Pysikalischen Chemie befasse ist mir sehr klar dass es eine ganze Menge gibt was wir uns noch nicht erklären können. Nur ziehe ich daraus nicht den Schluss dass es zwangslüfig eine höhere Macht so gemacht haben muss. Schliesslich konnten sich unsere Vorfahren noch sehr viel mehr nicht erklären (woraus dann die Religionen entstanden sind).

Und Esotherik ist nicht weiter als eine Religion. Man galubt statt zu wissen und findet ein wenig Halt damit.
 
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