• #1

Wie verhält man sich, wenn der Freund ein Müttersöhnchen ist?

Ich weiß im Moment einfach nicht weiter und muss es hier mal los werden.
Bin bin nun gute drei Jahre mit ihm 27 zusammen. Seit über zwei Jahren lebe ich bei ihm und seinen Eltern (das hat sich so ergeben, da ich kurzzeitig arbeitslos war und dann in seiner Nähe eine neue Stelle gefunden habe) kurz zu ihm: er wohnt bei seinen Eltern, sie führen gemeinsam einen landwirtschaftlichen Betrieb.
Ich hab schon früh gemerkt dass er ein sehr gutes inniges Verhältnis zu seiner Mutter hat.
Letztes Jahr habe ich darauf bestanden dass wir nun unser eigenes Zuhause brauchen. Kurze Zeit später haben wir das Haus umgebaut, sodass wir oben eine eigenständige Wohnung haben. Dann fingen die Probleme an. Er hat nicht mehr mit mir gefrühstückt, er hat nur darauf gewartet bis ich zur Arbeit fahre und ist dann runter zur Mutti Kaffee trinken. Mittag gibt's es immer warm und Nachmittag nochmals Kaffee und Kuchen. Sprich er verbringt, wenn ich nicht da bin komplett alles unten. Er kümmert sich nicht um den Haushalt, er macht wirklich gar nichts er bringt nicht mal seine Kleidung in den Wäschekorb.
Wenn wir im Urlaub sind, bat ich seine Mutter die Katzen zu füttern. Als wir wieder da waren, war komplett die ganze Wohnung geputzt wirklich alles. Ich will gar nicht wissen was sie alles angeschaut hat..
Die letzten Monate merke ich immer mehr dass er alles mit ihr bespricht, ich bekomme so gut wie nichts mit. Oft bekomme Sachen mit wenn wir unten essen dann erfahre teilweise Sachen die er mir nie erzählt hat. Ich sitze dann dran und weiß gar nicht was ich sagen soll. Von seiner Mutter kommt dann hat er dir gar nichts erzählt. Er erzählt mir leider gar nichts. Seine Gedanken Sorgen und Wünsche weiß seine Mutter, aber nicht ich.
Manchmal denke ich dass er mit ihr zusammen ist und nicht mit mir. :( er ist 27 und total unselbstständig wenn wir Nur einkaufen fahren muss er ihr Bescheid sagen. Wenn wir einen Tag was Unternehmen ruft sie ihn an und fragt ob alles in Ordnung ist. Sonntags wird immer anrufen und gefragt ob er was zu essen braucht. Sie kauft ihm Klamotten und Schuhe. Sie möchte Sonntags am liebsten mitfahren wenn wir wohin fahren.
In der letzten Zeit denke ich oft an eine eigene Familie. Diese Gedanken machen mich dann einfach traurig und ich weiß genau dass er sich selber wie ein Kind benimmt und ich Frage mich ist diese Beziehung überhaupt für die Zukunft???? Ich möchte einen Mann mit dem ich eine Familie gründen kann aber kann ich dass mit einem Muttersöhnchen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Liebe FS, hier gilt: gekauft wie besehen. Du wusstest, worauf du dich einlässt. Im Nachhinein beschweren funktioniert nicht.

Meiner Meinung nach ändern sich Muttersöhnchen nie wirklich und das Thema wird immer wieder aufkommen. Insbesondere in der Landwirtschaft sind die Bande so eng verwoben, dass es meist nur passt, wenn du selber aus einer Landwirtschaft kommst und ähnlich getaktet bist.
Such dir jemanden ohne Mama-Komplex. Wenn du es doch probieren möchtest, würde ich als erstes ausziehen und mir meine Unabhängigkeit zurück holen.
 
  • #3
ganz ungesunde Mutter-Sohn Beziehung. Und solche Mütter wissen gar nicht , was sie ihren Söhnen damit antun. Sie hinterlassen Beziehungskrüppel und finden es meist noch toll, wenn sie sooo ein tolles Verhältnis zu ihren Söhnen haben. Gibt´s noch einen Vater?
Leider schreibst Du nichts darüber, wie Eure Beziehung sonst ist. Gibt es überhaupt Gespräche? Was macht ihr in Eurer Freizeit? Im Urlaub? Liebst Du ihn? Habt ihr regelmäßig Sex? Kuscheln? Nähe?
Weiß er um Dein Thema? Wie sieht er das?
Als ich Deinen Post las, war mein erster Gedanke: dann soll er doch seine Mutter heiraten....ich glaube nicht, dass Du das ändern wirst und kannst und würde mir ernsthaft überlegen, ob Du dies die nächsten Jahre/Jahrzehnte aushalten kannst, so lange bis die Mutter alt und gebrechlich und Du Dich wahrscheinlich noch um sie kümmern musst.
Sieht nach keiner rosigen Zukunft aus. Leider. Alles Gute für Dich!
 
  • #4
Tja, gekauft wie gesehen. Du hast ihn doch schon so kennengelernt. Trotzdem bist Du zu ihm und seinen Eltern gezogen. Du wirst ihn nicht ändern. Für eine eigene Familie sehe ich schwarz. Trenn Dich vernünftig und suche Dir einen Mann auf Augenhöhe. Sonst sitzt Du mit 40 Jahren immer noch bei ihm und seinen Eltern.
 
  • #5
Nein, mit diesem "Mann" geht das nicht. Der wird erst dann selbständig, wenn die Mami mal nicht mehr da ist. Der Zug ist abgefahren.
Es gibt nur eine Lösung: Ausziehen, eigener Haushalt, entweder mit dem Knaben oder - zur Not - ohne, um dann einen MANN zu finden, der entsprechend selbstsicher und -bewusst ist !
 
  • #6
und ich Frage mich ist diese Beziehung überhaupt für die Zukunft???? Ich möchte einen Mann mit dem ich eine Familie gründen kann aber kann ich dass mit einem Muttersöhnchen?
Es ist alles vielfach bekannt was bei dir so alles abgeht! Warum tust du dir das an?
Du wirst in einer solchen Situation niemals glücklich, das ganze nimmt noch mehr einen größeren Lauf und wird wesentlich schlimmer, wie mehr du zum Inventar gehörst und somit abhängig bist! Keinen Tag würde ich das mitmachen!
 
  • #7
Schwierig. Einerseits geniesst Du die Vorteile und Du hattest ja auch Deine Gründe, dort einzuziehen. Damals hättest Du vorher überlegen sollen. Ebenso, als der Ausbau der eigenen Wohnung anstand. Wahrscheinlich wärst Du mit Familie auch froh, wenn die Mutter auf die Kinder aufpasst, wenn Du das brauchen kannst. Oder die Katzen füttert. Selbstverständlich wird man Dich als "undankbar" empfinden, wenn Du Dich jetzt beschwerst. Die Situation mit "Hof" kommt sicher noch erschwerend hinzu. Es ist immer ungünstig, sich dann Vorteile mitzunehmen, wenn es vermeintlich billiger ist. In Wirklichkeit bezahlst Du mit Deiner Freiheit, wie Du jetzt siehst. Wie Du das auf Dauer haben willst, musst Du für Dich entscheiden, dann mit Deinem Partner besprechen.

Als selbst Betroffener kann ich Dir sagen, dass es bei manchen Müttern sehr schwer ist, sich "loszueisen" und dass das für Partnerschaften ein echtes Problem ist.
Wichtig ist zunächst mal, dass Dein Partner das "Problem" als solches erkennt. Nur er kann sich gegenüber seiner Mutter klar abgrenzen und er kann das nur freiwillig tun und nicht aufgrund von "Druck" von Dir. Wie ist seine Sicht dazu? Redet ihr darüber? Wie ist Dein Verhältnis zur Schwiegermutter? Wäre sie bereit, einen für alle Beteiligten verträglichen Abstand zu wahren? Hast Du den Eindruck, dass sie ihn eher "loslassen" kann oder, dass sie in sein Leben sehr stark eingreift? Vielleicht kannst Du auch mit ihr reden?
Es gibt gute Bücher zu dem Thema und auch Seminare.
Karl Haag: Wenn Mütter zu sehr lieben: Verstrickung und Missbrauch in der Mutter-Sohn-Beziehung. Thieme, Dörte:
TRAU KEINEM, DER DEIN BESTES WILL!: EMOTIONALE ERPRESSUNG erkennen - durchschauen - beenden.

Ein "gutes" Mutter-Sohn-Verhältnis ist sehr nah bei einem problematischen, es ist schwierig, die Grenze klar zu ziehen. Viele Mütter meinen, Söhne seien ihr Eigentum, bis hin zu emotionalem Missbrauch, der keinesfalls harmloser ist als körperlicher. Wie denkt er darüber? Hat er ein schlechtes Gewissen, wenn er sich nicht kümmert? Du solltest wissen, wie er dazu steht.

Du solltest klar die Nr. 1 in seinem Leben sein. Ihr solltet darüber klar reden können, wo es Dir zu eng wird und ihr solltet gemeinsam Grenzen ziehen können, die respektiert werden. Sonst hilft nur ausziehen und das mit genügend Distanz. Im Extremfall würde ich dazu raten, dass Du durchaus darüber nachdenkst, ob eine Beziehung unter diesen Umständen für Dich auf Dauer tragbar ist. Mit zunehmendem Alter wird irgendwann mehr Unterstützung notwendig sein. Dann wird es schwieriger, sich zu lösen.

Du hast Dich in eine Situation manövriert, die nicht gut aussieht. Ein Mann, der nicht eigenständig ist, wird Dich auch stärker in die "Hausfrauenrolle" drängen und Dich eher als Mutterersatz sehen. Vielleicht male ich zu schwarz, aber aus eigener Erfahrung solltest Du das nicht mitmachen. Selbst wenn man selbst sich lösen möchte, ist es ein lebenslanger Kampf gegen eine "übermächtige" Mutter, der anstrengend ist.
 
  • #8
Nun, Du hast mittlerweile wieder einen Job. Also such' Dir eine Wohnung, in der seine Mutter in Deiner Abwesenheit keine Grundreinigung durchführt.

Nein, es gilt nicht gekauft wie besehen. Solche Dinge und deren Ausmass entdeckt man erst im Laufe des Zusammenlebens.

Du stellst doch nur eine rethorische Frage: mit dem Mann kannst Du keine Familie gründen, so wie Du sie willst.
Du hast keinen Respekt vor ihm (zu Recht finde ich) und damit gibt es keine Beziehungsgrundlage für euch.es ist an der Zeit das ganze zu beenden und Dich auf den Weg zu neuen Ufern zu machen.
 
  • #9
Liebe FS,
ja das ist eine Beziehung für die Zukunft. Du bist in eine sehr hilfsbereite und liebevolle Familie aufgenommen worden. Du schreibst auch nicht von Streit zwischen Dir und der Schwiegermama. Kannst du einmal versuchen nicht so negativ zu denken und das Positive sehen? Diese Familie hat dich herzlichst aufgenommen, als du arbeitslos warst - du hast kostenfrei gewohnt und gelebt bei ihnen! Die Schwiegermama versorgt Deine Katzen, wenn du in Urlaub bist?! So einen Service hätte ich auch gerne, mein Katzensitter kostet 30 Euro am Tag in meiner Region und ich muss damit rechnen, dass ab und zu Kleidungsstücke abhanden kommen. Deine Schwiegermutter will das Beste und ist wirklich lieb, sie putzt Dir die Wohnung, damit ihr Euch freut, wenn Ihr nach Hause kommt. Sie wird schon nicht in Eure Schränke geguckt haben... Gönne deinem Freund das gute Verhältnis zu seinen Eltern, er ist mit 27 noch sehr jung. Wer weiss wie lange er sie noch hat. Mein Vater hat meinem Bruder mit Ü40 noch Anzüge und Hemden ungebetenerweise gekauft. Er war sehr fürsorglich und grosszügig und machte sich Sorgen um ihn, um mich weniger, da ich srhr selbständig bin. Wie kannst du nur eifersüchtig auf die Mutter deines Mannes sein? Wie steht es um dein Verhältnis zu deinen Eltern? Ich finde, Ihr habt einen eigenen angetrennten Wohnbereich. Es ist doch ok, wenn er mit seinen Eltern frühstückt, sie geben ihm Wärme und gute Gespräche. Wie bringst du dich positiv in das Familienleben mit ein? Denk mal über deine Rolle nach. Ich habe meine Eltern bereits beide verloren, das ist ganz schlimm für mich, da ich ein Familienmensch bin. Ich vermisse sie sehr. An deiner Stelle wäre ich dankbar für die Unterstützung und Aufnahme in so eine hilfsbereite Familie. Ich finde dein Nörgeln überflüssig. Arbeite an dir und deinen Kenntnissen in Sachen Haushaltsführung, deiner Wärme und deinem Einfühlungsvermögen, dann frühstückt dein Mann auch gerne mal wieder mit dir. Und gelegentliche Ausflüge mit den Eltern sind angebracht... Lieben Gruß an die Katzen.
 
  • #10
mir kommt es so vor, als ob dein Freund gar nicht merken will, was da alles schief geht. Er tapst wie Hans guck in die Luft ins Unglück. Gut dass du immerhin hinsiehst und die Probleme beim Namen nennst. Bereite die Trennung vor und sichere dich ab wenn du ihn nicht mehr liebst. Wenn du ihn aber liebst, gibt es wohl keinen anderen Weg, als ihn mit dem Drama zu konfrontieren. Ich vermute aber, dass der Zug abgefahren ist. Du wirst bittere Vorwürfe hören wenn du deine Bedürfnisse äußerst. Die krankhafte Struktur will niemand wahrhaben. Dein Freund hat sich nie von seiner Mutter gelöst und ist darum kein erwachsener Mann.
Deine Rolle wirkt eher wie eine Schwester, aber nicht wie eine Partnerin. Fraglich, ob der Mutter bewusst ist, was sie ihrem Sohn antut. Da ist wohl eine Familientherapie nötig.
 
  • #11
Er kommt von seiner Mama nicht los, und seine Mama kann ebenfalls nicht loslassen.

Rede Klartext mit ihm und schenke ihm reinen Wein ein. Wenn er nicht erwachsen werden will, suche Dir einen Mann. Er ist keiner, sorry
 
  • #12
Liebe FS,

ich kenn diese Problematik aus einem Bekanntenkreis und ich kann dir sagen, dass du nicht glücklich wirst. Du solltest schon lieber jetzt entscheiden, ob du das für deine Zukunft so möchtest.

Du wirst eben immer die zweite Geige sein neben der Mutter und er wird dich mit ihr immer vergleichen. An seine Mutter kommt niemals eine Frau ran, selbst wenn seine Mutter nicht mehr da wäre. Diese Männer konnten sich von ihren Müttern nicht ablösen. Das klingt hart ist aber so.

Ich kenn ein Beispiel, da ist die ganze Beziehung von Anfang an so gewesen (Mama hier Mama da) und die Frau hat die Augen damals verschlossen. Sie ist heute zutiefst enttäuscht von dem Mann, kann sich aber nicht trennen.

Ich glaube solche Männer taugen als Liebhaber auch nicht so. Ist das bei dir auch der Fall.

Ich würde jetzt mal ganz hart sagen, dass es kein richtiger Mann ist mit Leidenschaft und Fürsorge für dich, sondern ein Softie....

Trenn dich bevor Kinder da sind und es schwieriger wird!
 
  • #13
Seit Jahrzehnten wohnen mein Bruder und meine Eltern in getrennten Häusern, aber fast in direkter Nachbarschaft. Mein Bruder geht dort wöchentlich 5 mal zum Essen hin. Lange hat er Dinge auch nur mit seiner Mutter besprochen und nicht mit seiner Frau - auch das finde ich bereits grenzwertig und einige sprechen hier davon, dass er sich noch nicht abgenabelt hat (er ist fast 50).
Bei Dir ist das noch viel grenzwertiger. Seine Mutter ist übergriffig (Wohnung putzen). Er dudelt es. Er ist das Problem. Er müsste Klartext mit seiner Mutter reden. Er kann es nicht. Er ist ihr "unterstellt".
Wir hatten das hier schon mal, wer die erste Geige spielen soll. Partner oder Eltern. Darum geht es jedoch nicht, weil Du nicht in Konkurrenz zu seiner Mutter treten sollst. Er sitzt häufig im Hotel Mama und Du bist seine "Gespielin". Du Mutter kümmert sich. Er hat es bequem. Ich sehe hier keine Zukunft. Wenn Du das Thema ansprichst, bist Du die Böse, undankbar. Seine Mutter wird es nicht als Einmischung in Euer Leben. Sie meint es doch nur gut wie #Elfef11 schreibt. Aber das Gegenteil von Gut ist gut gemeint.
Die Toleranz die #Elfe11 aufbringt ist beachtenswert. Aber sie ist theoretisch, da sie keine Eltern mehr hat. Diese Toleranz kommt daher, weil sie das Konstrukt nicht lebt. Du aber lebst es - wie lange noch.
Ich habe es bereits bei meinem Bruder nie verstanden. Anstelle seiner Frau hätte ich das nicht mitgemacht. Der Grund warum sie das mitmacht? Sie liebt ihn über alles. Dadurch bringt sie diese Toleranz auf. Sofern Du ihn auch so sehr liebst, bleibt Dir nichts anders übrig, als die Kröte zu schlucken. Ansonsten geh.

M47 (der (fast) alles alleine kann, wenn es sein muss.
 
  • #14
In der letzten Zeit denke ich oft an eine eigene Familie
Du willst doch nicht ernsthaft, bei all den Problemen die ihr habt, mit diesem Mann eine Familie gründen???

Liebe FS,
wenn ich deinen Beitrag lese, Frage ich mich ernsthaft, wie man das aushalten kann? Wie kannst du diesen Bub als Mann wahr nehmen und auch mit ihm schlafen?

Ich fasse mich kurz. Die Situation wird sich nie ändern! Sie wird eher noch schlimmer, wenn ihr ein gemeinsames Kind habt, was die Oma dann glaubt erziehen zu müssen.
Bedenke: sowohl dein Freund, als auch seine Mutter wollen den Kontakt zu einander so leben und du bist der Störfaktor! Du willst dich damit nicht arrangieren, für die Beiden ist es gut wie es ist, das siehst du daran, dass dein Freund nur wartet bis du zur Arbeit gehst und dann zu Mutti rennt. Dein Freund hat zwei Muttis. Eine die seine Wäsche wäscht und ihm seinen Dreck weg räumt - Dich. Und eine die ihn umsorgt, bekocht und betuddelt- seine Mutter. Für ihn läuft es doch prima.

Du hast zwei Möglichkeiten.
1. Du akzeptierst das Verhältnis so wie es ist und nimmst in Kauf, dass es mit diesem Mann nie ein eigenständiges Leben geben wird.

2. Du beendest die Beziehung und suchst dir einen Mann der ein Leben mit DIR führen will!

Wenn du Familie möchtest, wäre Nr. 2 mein persönlicher Weg.
Du hast nämlich aktuell keinen Mann, keinen Partner, sondern einen Mitbewohner der zugleich ein Muttersöhnchen ist!

Ändern wirst du den Kerl nicht mehr!
 
  • #15
Liebe FS,

ich habe früher in den Ferien in der Landwirtschaft gearbeitet. Die Mahlzeiten am Tage sind mit Meetings in der Wirtschaft zu vergleichen. Morgens zu Kaffee, was liegt an..... Mittags was hat sich besonderes ergeben, Kaffee was schaffen wir noch, was muss unbedingt. Abendbrot, Review of the Day. Und ja, man muss sowas können, also so zu leben. Was er als normal empfindet, ist für Dich Enge und Kontrolle.

Ändere Deine Sichtweise. Wie @Elfe11 geschrieben hat, erfreue Dich an den Möglichkeiten und ärgere Dich nicht über die Einschränkungen (die es natürlich gibt). Bring Dich in die Familie ein, zeig das Du dazu gehörst. Rede viel mit der Mutter! Denn offensichtlich hat er ein Kommunikationsdefizit. Seine Mutter ist ja selbst überrascht das Du über bestimmte Themen nicht informiert bist. Somit liegt es nicht an ihr, sondern an ihm. Mach seine Mutter zu Deiner Verbündeten, das ist besser als sie als Feind zu sehen. Zudem kannst Du den Kampf gegen eine Mutter "nie" gewinnen.

Was ist mit dem Vater? Über den schreibst Du nichts.

Zusammenleben auf engstem Raum, und als solchen bezeichne ich auch den Hof wenn ihr oben wohnt, geht immer mit Einschränkungen einher. Hilf ihr in ihrem Haushalt, zeigt ihr das Du es zu schätzen weißt. Lass seine Sachen liegen und bringe ihm bei das Du seine Partnerin bist und nicht seine Mutter.

Nur wenn Dir das alles zu viel ist, solltest Du Dich zunächst räumlich trennen. Und dann, wenn sich nichts ändert von Deinem Freund. Zudem schreibst Du nichts darüber ob Du ihn liebst, er als Mensch für Dich wichtig ist.... Aus meiner Sicht hast Du einige Baustellen.

To do Liste:
Wo stehe ich
Was will ich
Was will ich auf keinen Fall
Mutter des Freundes auf meine Seite holen
Freund erklären was Du willst (wichtig erst die Mutter, dann der Sohn)

Und dann! Leben!!!!!
 
  • #16
Ich denke, dir muss man mal den Kopf zurecht rücken.
Die Familie betreibt einen landwirtschaftl. Betrieb gemeinsam, da ist wahrscheinlich auch sein Vater involviert.
Während du arbeitest, arbeitet er auch. Du hast auch eine Mittagspause, er auch. Dass er bei der Mutter zu Mittag isst - logisch, oder? Beim Essen werden nämlich auch versch. Dinge besprochen, die mit dem Hof zusammen hängen. Ist dieses bestellt und das zur Abholung bereit? Rituale wie gemeinsam Kaffee trinken sind doch nicht so schlimm.
Er kennt das nicht anders, für ihn war immer klar, er übernimmt den Hof, arbeitet auf dem Hof und hat eine Aufgabe, die ihm wohl auch gefällt. Und ein gutes Verhältnis zu den Eltern. Und er möchte bestimmt, dass seine Kinder auch auf dem Hof aufwachsen. In vielen südeurop. Ländern ist es übrigens ganz normal, dass mehrere Generationen der Familie zusammen leben.
Du bekommst eine tolle, neu ausgebaute Wohnung gestellt, deine Schwiegermutter kümmert sich sogar noch um deinen Haushalt. Du kannst Tiere halten, weils Platz gibt auf dem Hof.
Man darf nicht die Vorteile als selbstverständlich mitnehmen, sondern muss auch den Preis dafür bezahlen. Wenn dir das Leben so nicht gefällt, wirst du gehen müssen. Und dass er nicht gerne als Muttersöhnchen bezeichnet wird, dürfte auch dir klar sein. Du hast keinerlei Respekt vor der harten Arbeit auf einem Hof, davor, dass dir der rote Teppich ausgerollt wird. Denn den Umbau der Wohnung hast sicher nicht du bezahlt. Stimmts?
 
  • #17
Auf den Verdacht hin, dass noch ein zweiter Post der FS kommt der das ganze Bild "wieder" einmal umschmeißt, denke ich da wie @Tom26 und @Elfe11 . Anderseits verstehe ich natürlich das das nun nicht deine Erfüllung ist. Aber vor drei Jahren kann das alles doch nicht anders gewesen sein. Kann es sein, dass du insgeheim gedacht hast, den ändere ich schon auf meine Bedürfnisse? Das ist auch sein Leben und das kannst und solltest du nicht ändern wollen. Du wusstest worauf du dich einlässt. Überprüfe dich und stelle fest inwieweit du auch du dich ein Stück weit ändern kannst und willst. Ich wünschte ich könnte heute noch mit meinen Eltern essen oder einfach nur Kaffee trinken und ihnen erzählen wie es mir so ergangen ist. Es ist aber auch dein Leben. Kannst du nicht musst du gehen. Aber im nachhinein alles auf den Kopf zu stellen ist eine schlechte Idee und nicht fair.
m46
 
  • #18
Früher war die Großfamilie als Sippe Kern der Gesellschaft. Du hast um Dich Menschen, die als Mehrgenerationen zusammenleben und arbeiten.

Du siehst nicht die vielen Vorteile, die Du in diesem Gefüge haben kannst. Großeltern, die Euch den Rücken freihalten, bei Kinderbetreuung entlasten, ein Arbeiten, bei dem nicht für Fremde arbeitet, sondern sich und den Nachkommen etwas aufbaut. Wohnsituation. Usw...

Wo viele Vorteile sind, gibt es eben auch Nachteile. In so einem System, wirst Du nie so im Mittelpunkt stehen können, wie in einer isolierten Kleinfamilie. Die Bindungen in der Familie sind sehr stark und das System stabil.

Vielleicht solltest Du Dich fragen, ob die Mutter oder der Sohn es schlecht mit Dir meint? Ist das Putzen der Eurer Wohnung ein Vorwurf oder ist es ein Versuch, Euch nach Kräften zu unterstützen?

Vielleicht solltest Du Dich fragen, ob Du die Angebote der Mutter nicht einfach ohne schlechtes Gewissen annimmst und sie das machen läßt, wo sie denkt, sie kann Euch besonders gut unterstützen?
 
  • #19
Exakt das sollte die FS grundlegend tun. Man kann sein Leben so verbringen, dass man in einer Familie aufgenommen wird und dann Teil dieser Familie ist. Man kann sich darüber freuen, dass die Mutter putzt und sich um alles kümmert. Es ist auch vollkommen klar, dass auf einem Hof, der gemeinsam bewirtschaftet wird, der Alltag so aussieht. Es ist völlig logisch, dass man dann gemeinsam isst und enger verbunden ist, wenn man den ganzen Tag zusammen arbeitet. Im Grunde ist das offensichtlich, wenn man einen Landwirt als Partner hat. Sein Weg ist ganz klar, den Hof zu übernehmen und sich dafür mehr und mehr um die Eltern zu kümmern.

Die FS bezahlt die ohne Zweifel vorhandenen Vorteile mit einem Verlust an Freiheit und damit, dass sie ihren Freund ein Stück weit teilen muss. Landwirtschaft bedeutet Einschränkungen auch in anderer Hinsicht. Wenn man das will und nicht als negativ empfindet, ist es in Ordnung. Es gibt viele Familien, in denen es so läuft und früher war das sowieso "normal". Es hat durchaus Vorteile.

Wenn nicht, dann bekommt sie ein Problem. Und letztlich wird sie bei einem nicht abgenabelten Mann, der die Problematik nicht sieht, gegen die Mutter verlieren. Wenn sie ihre Rolle so annehmen kann, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, dann wird sie durch gutes Zureden alleine wenig ändern. Und sie wird ihn auch nur schlecht zum Wegziehen bewegen, weil seine gesamte Existenz daran hängt.
 
  • #20
Du bist in eine sehr hilfsbereite und liebevolle Familie aufgenommen worden
Sie will aber denke ich nicht nur in einer Familie aufgenommen werden, sie hat wohl selbst eine, sondern früher oder später eben eine eigene Familie gründen wollen ohne ständig die Schwiegermama dabei zu haben & von ihr betüdelt zu werden.

Es ist sicher kein Problem, dass er bei der Mutter isst etc, wenn jemand kocht & man mitessen kann, klar wieso nicht, aber doch offensichtlich, dass er ständig in Kontakt zu ihr stehen muss, ihr offensichtlich mehr erzählt als der Partnerin & die Beziehung damit zu kurz kommt..
Wenn man gemeinsam aufsteht kann man doch gemeinsam frühstücken oder wieso unbedingt mit der Mutter ohne die Freundin? & dann werden auch regelmäßig Dinge ohne sie besprochen. Für mich verständlich, dass sie sich da etwas ausgeschlossen fühlt, wenn man diverse Sachen dann über die Mutter erfährt & nicht vom Freund selbst, wäre mir das auch unangenehm.

Wenn man eh schon mit der Mutter am selben Hof wohnt, er alles mit ihr bespricht, muss man nicht auch noch bei getrennten Ausflügen mit ihr telefonieren oder sie gar überall hin mitnehmen. Irgendwo muss es auch Zeit zu zweit geben.

Dass sie am Sonntag fragt ob ihr Essen braucht ist super nett, kann man aber auch dankend ablehnen. & dass sie ihm Kleidung kauft, naja er muss es anziehen..
Das mit dem Putzen im Urlaub war sicher auch nur gut gemeint, (das kenne ich auch von meiner Schwiegermama &-oma..) aber trotzdem fühlt man sich irgendwie kontrolliert, als könnte man nicht alleine putzen oder würde es falsch machen, dass sie jetzt der Meinung ist sie müsse das machen.. Sie wollte euch sicher nur eine Freude machen.

Von dem her verstehe ich die FS schon, mich würde so etwas auch stören, nicht weil ich meine Schwiegermama nicht mag, ich mag sie sogar gerne, aber ich hätte in Zukunft auch gerne eine Familie mit meinem Partner, aber eben mit ihm. Regelmäßiger Kontakt mit der Mutter steht außer Frage, aber irgendwo müsste für mich auch mal Schluss mit täglichem bemuttern sein. Bisschen Selbstständigkeit & Privatsphäre.

Ich würde das einfach mal ansprechen, dass du dir etwas mehr Zeit mit ihm gemeinsam ohne Mutter wünschst. Du willst sie ja nicht komplett aus seinem Leben verdrängen, aber bisschen Paarprivatsphäre wäre schon nett. Da lässt sich doch sicher trotz Leben am gemeinsamen Hof etwas Zeit ohne Mutter, wo ihr Zeit für euch habt finden.

Habe selbst mit meiner größeren Familie in einem Haus mit getrennten Haushalten gewohnt, aber wenn einer Zeit für sich oder mit seinem Partner wollte, dann wurde das von allen akzeptiert.
Man kann auch gemeinsam wohnen ohne ständig aufeinander zu hocken, ohne alles gemeinsam zu machen, ohne jedem nach zu telefonieren wenn der mal was mit anderen macht & ohne jeden Pups sofort mit allen teilen zu müssen.
Bisschen Selbstständigkeit & Privatsphäre eben.
Das muss er aber halt auch wollen..
 
  • #21
Ich denke, dass Hauptproblem ist doch gar nicht die Zeit, die er mit seiner Familie verbringt sondern, dass er Unselbstständig ist und die Partnerin immer nur die zweite, dritte oder vierte Geige spielen wird. Selbst wenn die Mama irgendwann nicht mehr da sein sollte wird er nicht plötzlich alleine auf zwei Beinen stehen können. Er wird (und er tut es ja auch jetzt schon in eurem Teil des Hauses) von dir erwarten die Rolle einzunehmen.
Ich bin 2 1/2 Jahre mit einem Muttersöhnchen zusammen gewesen. Ich mochte seine Mum, keine Frage, aber Sie hat alles für ihn gemacht und er war einfach nicht in der Lage sich auch mal alleine um etwas zu kümmern. Ich bin mit ihm zusammen gezogen, da er meinte wenn er nicht mehr zu Hause wohnt wird schon selbständiger, ich müsse nicht seine Mutter spielen. Das Ende vom Lied: er hat nichts geschissen bekommen. Haushalt ging gar nicht. Wenn ich nichts gemacht habe, hatten wir Töpfe voll verschimmelten essen, stinkende Waschmaschine, weil er seine Wäsche nicht rausgeholt hat usw. Alle Formalia für Behörden etc, musste ich machen, weil er Deadlines einfach hat verstreichen lassen. Unsere Geldprobleme (beide Studenten) löste er, indem er sich weiter von Mama aushalten ließ, aber nur für sich. ich konnte schauen, dass ich UNSER zusammen leben mehr oder weniger allein finanzierte. Ständige Streitereien, bis er irgendwann mal meinte er hat keinen Bock irgendwas zu ändern... Dann bin ich ausgezogen und habe mich getrennt. Hat mich alles viel Nerven und auch Geld gekostet. Nie wieder.

Ich kann dir nur raten früh genug die Reißleine zu ziehen und keine Familienplanung in Erwägung zu ziehen. Wenn du nicht gerne die bist, die sich um alles kümmert und dafür wenig zurück bekommt, wird das für dich nicht glücklich enden.
 
  • #22
Hallo Liaa,
Es ist nicht in Ordnung das er NICHTS im Haushalt macht,auch wenn er warscheinlich hart und körperlich arbeitet . Da du ja auch den ganzen Tag zum schaffen gehst wenn ich's recht verstanden habe. DAS würde ich klipp und klar ansprechen das das so nicht geht.
Ich nehme mal an das seine Mama ihr ganzes Leben den alleinigen Haushalt an der Backe hatte und er das unbewusst auch von dir erwartet. Was ja irgendwann kommen könnte wenn ihr Kinder habt und du erstmal daheim bleibst. Ist dir das Bewusst ?
Ich glaube nicht an das Märchen vom Muttersöhnchen und die bööööööse Schwiegermutter...ha ha ...nee,ich glaub dein Früchtchen von Freund ist ein ausgemachtes Gewohnheitstier. Außerdem wird's bei Muttern besser schmecken als bei Dir.Glaubst du er wird freiwillig auf ein reichhaltiges Selbstgekochtes verzichten und stattdessen bei euch in der Bude ein fades Spiegelei in die Pfanne werfen ? Das würd nicht mal ich tun wenn ich er wäre...lach.
Vielleicht kocht "Mutti" für dich mit und am Abend haste Top Essen auf den Tisch.
Das er alles mit ihr bespricht und mit dir nicht ,heißt nur das er aus taktischen Gründen bei dir damit nicht aufschlägt. Hilft ihm anscheinend nix,denndie Mutter scheint ja eine lockere Zunge zu haben,sonst wüsstest du ja davon nichts...
Wenn ich ehrlich bin glaub ich aber nicht das du in dieses Familiengefüge reinpasst.Zuviel Zusammenhalt und wenig bis kein Bedürfnis nach Einzelseparierung .
Es ist weder gut noch schlecht, mach einfach was dein Herz dir sagt was du brauchst oder eher nicht.
 
  • #23
Das Eröffnungsposting sagt doch eigentlich alles. Für die eigene Wohnung musstest du Druck machen. Er teilt seine Gedanken und Gefühle lieber mit seiner Mutter, seine Freundin ist das Anhängsel, was eben dazugehört und ihm irgendwann die Kinder gebährt, die seinen Hof weiterführen sollen.

Ob du dich gleich trennst, oder ihm sagst, was Sache ist und ihm eine Chance gibst, musst du selbst wissen. So ein Waschlappen wird dir dann aber sicher sagen, dass er sich ändert und dann läuft es so weiter wie vorher. Er hat nie den Prozess durchgemacht, ein erwachsener Mann zu werden.
 
  • #24
Liebe FS
Das von dir beschriebene Arrangement (im Bauernhaus der Schwiegereltern wohnen, Sohn ist eng verknüpft mit Eltern, macht keinen Haushalt) ist nicht per se schlecht, es ist einfach Geschmackssache. Wenn du Kinder und ländliche Umgebung magst, du dich ansonsten mit der Schwiegermama verstehst und es dir egal ist, dass du eine eher traditionelle Hausfrau-/Mutterrolle übernehmen wirst, dann steht der Familiengründung nichts im Weg.
Ich höre aber heraus, dass du dir das anders vorgestellt hast und daher solltest du ein offenes und ernstes Gespräch mit deinem Freund führen. Über deine Wünsche und Träume, deine Zukunftspläne. Nur er kann dir sagen, zu wievielen Kompromissen und Lösungen er bereit ist. Auf keinen Fall würde ich dir raten, deine Bedenken leichtfertig zu übergehen und so zu tun, als gäben sich die Probleme schon mit der Zeit. Du solltest dir auch nicht einreden (lassen), dein Freund würde von bestimmt selbständiger, wenn erstmal ein Kind da wäre. Da kann man sich verrechnen.
 
  • #25
Wenn ich mich auf meine letzten Beziehungen so zurück erinnere, war es allgemeinhin so, dass man nach ein paar Monaten darüber gesprochen hat was jeder so für eine Zukunftsplanung hat. Ob man sich grundsätzlich Heirat und Kinder vorstellen kann, ob man (wenn der Platz gegeben ist) lieber zuhause ausbaut oder sich etwas eigenes kauft oder mietet. Den Satz "Letztes Jahr habe ich darauf bestanden dass wir nun unser eigenes Zuhause brauchen" finde ich übergriffig und unangebracht.
Sicher wäre es die feinere Art gewesen sich abzusprechen was wer möchte und dann nach einem Konsenz suchen. Du schreibst, er sei ein Muttersöhnchen erwartest aber andererseits, dass er unkommentiert nach deiner Pfeife tanzt.

Wenn du in der Arbeit bist weiß ich nicht was dich das stört wenn er bei seiner Mutter Kaffee trinkt und zu Mittag isst. Sei doch froh wenn es ihm gut geht und er versorgt ist.

Was ich aus deiner Frage nicht herauslese: Hast du ihn schon mal konkret darauf angesprochen was du dir wünschen würdest?

Wenn man sich einen Partner sucht aus einem Landwirtschaftsbetrieb dann ist damit zu rechnen, dass die Eltern immer eine Rolle spielen und das hat nichts mit Muttersöhnchen zu tun sondern mit der Mentalität. Da hat sich zu früher wenig geändert. Da war es völlig normal mit Mann und Schwiegereltern zusammen zu leben. Ich finde, dass eure Probleme bzw. das was du als Problem siehst, viel hausgemacht ist durch fehlende Kommunikation.
 
  • #26
Das Eröffnungsposting sagt doch eigentlich alles. Für die eigene Wohnung musstest du Druck machen.
Sehe ich nicht so. Für eine glückliche Beziehung muss man kommunizieren. Muss man sich gemeinsam unterhalten, wie man sich die Zukunft vorstellt. Sollte man sich vorher überlegen, was es bedeutet, wenn der Partner zur Übernahme der Landwirtschaft vorgesehen ist. Kann man nicht die Vorteile in Kauf nehmen, aber nicht ansehen, was die Konsequenzen sind. Geht man nicht Schritt für Schritt mit und beklagt sich dann in Foren darüber, dass die Richtung falsch ist.
Druck ist der falsche Weg. Die Fs muss kommunizieren, dass sie nicht glücklich ist, so wie sie lebt. Sich anschauen, wie ihr Partner reagiert und dann überlegen, wie sie mit seiner Reaktion umgeht. Lebenskonzepte müssen kompatibel sein. Das werden sie nicht dauerhaft, indem man sie mit Gewalt passend biegt.
 
  • #27
Liebe FS,
bist du schon einmal auf die Idee gekommen, dass du das "Muttertöchterchen" bist, sehr unreif, jung und unerfahren in Sachen Haushaltsführung???! Dir wurden die Hände untergebreitet, als du arbeitslos warst! Andere Erwachsene müssen vom Arbeitslosengeld ihre eigene Miete bezahlen und ihren Lebensunterhalt. Dir wurde alles abgenommen. Dann schreibst du, dass Ihr öfters beim Essen "unten" seid. Ja warum in aller Welt - lerne kochen und informiere dich über gesunde Ernährung! Wieso muss die Schwiegermama am Sonntag nachfragen, ob es bei Euch was zu Essen gibt? Ehrlich ich sehe hier unausgesprochene große Defizite auf deiner Seite!!! Das fängt beim Putzen und Hygiene an geht über Frühstück machen und Kochen bis hin zur Wäschepflege. In der Landwirtschaft hat dein Mann nun mal keinen "9 to 5" Bürojob. Er muss auch am Wochenende und frühmorgens oder an Feiertagen arbeiten! Er bitter dich nicht um Unterstützung am Hof, das ist rücksichtsvoll, aber wieso bekommst du Euren 2-Personen-Haushalt nicht allein gebacken. Wieso soll er dich hier wieder unterstützen? Ich sehe nur, dass du mit deinen häuslichen Pflichten überhaupt nicht klar kommst. Von allen Seiten Wird dir unter die Arme gegriffen. Es mangelt dir an Fürsorge für deinen Mann. Anstatt Euch eine schöne Zeit zu machen, beschwerst du dich ständig über ihn Und benimmt dich wie ein Kind. Kein Wunder, dass er dir nichts mehr erzählen mag. Du bist ja bereits Jetzt komplett überfordert mit allem und siehst das gar nicht. Es sollte dir auffallen Wenn dein Mann neue Schuhe und Klamotten braucht. Ja, in der Regel kleiden die Ehefrauen ihre Männer selbst ein. Du machst nichts für ihn. Wann hast du das letzte Mal einen Kuchen gebacken und den Frückstücjstisch hübsch gerichtet bzw. ein Müsli vorbereitet? Wie willst du da jetzt noch die Verantwortung für ein Baby übernehmen, wo du doch dein eigenes Leben nicht gebacken bekommst!
 
  • #28
Ich finde # 26 (Elfe11) etwas unfair. Wenn die FS nur Hausfrau wäre, ok, dann könnte man mehr Einsatz erwarten. Aber wenn ich richtig mitgelesen habe, ist sie jetzt nicht mehr arbeitslos. Das heißt für mich, sie hat mindestens einen 8 Stunden Tag und muss evtl. noch eine Strecke pendeln. Dann kann niemand von ihr verlangen, dass sie den gesamten Haushalt alleine macht. Da wäre sie ohne Partner besser dran. Wenn beide berufstätig sind, sollte man sich die Hausarbeit aufteilen. Alles andere führt auf Dauer zu Unfrieden.
 
  • #29
Ich sehe es wir Charline. Soll sie ihm jetzt nach der Arbeit hinterher räumen, seine Kleidung checken ob er neue braucht, ihm falls notwendig neue kaufen & ihn bekochen obwohl er sowieso schon bei der Mutter gegessen hat? Die FS freut sich, so wie es sich liest, ja auch nicht darüber, dass die Mutter von sich aus am Sonntag anruft und nachfragt ob sie was zu essen brauchen, was für mich schon auch heißt, dass das nicht notwendig wäre.. Sie schreibt ja auch, dass er nachdem sie zur Arbeit gefahren ist von sich aus runter frühstücken geht. Ob das jetzt am Frühstück der FS liegt oder vielleicht daran, dass die Mutter es ihm angeboten oder ihn darum gebeten hat oder sonst was, weis keiner von uns...

Beide sind erwachsen, beide arbeiten, sie muss sämtliche Aufgaben, die sonst eine Mutter für Ihre Kinder(!) macht, nicht automatisch für ihn übernehmen.

Ich kenne jetzt auch keinen Mann, der sich ausschließlich von seiner Frau einkleiden lässt und nicht mal selbst shoppt..
 
  • #30
#26, Elfe, dein Weltbild und deine Unterstellungen der FS gegenüber sind völlig jenseitig. Was du da alles an Defiziten reininterpretierst, ist fast schon bösartig.

FS, ich denke, ihr müsst eure Kommunikation verbessern. Dann kannst du ihm ohne Vorwürfe erklären, was dich stört. Konzentrier dich aber auf die wichtigen Sachen. Mittagessen, Kaffee und Kuchen können dir doch völlig egal sein. Dein Freund und seine Eltern führen eine Landwirtschaft, da verbringt man zwangsläufig viel Zeit miteinander und muss sich natürlich auch absprechen.

Wahrscheinlich findet er seine Mutter durchaus selbst manchmal uebergriffig, will aber keinen Konflikt. Es geht nicht darum, Fronten zu schaffen, sondern ein Zusammenleben mit ausreichenden Freiräumen für euch als Paar. Macht doch mal Urlaub.