• #1

Wie verhalte ich mich am besten in Zukunft mit diesem Arbeitskollegen?

Hallo liebe Community,

vor einiger Zeit schrieb ich hier einen Post über einen Arbeitskollegen, mit dem ich mich gut verstanden habe, wir haben in der Arbeit viel geredet, viel Privates und auch nach Feierabend immer wieder mal per WhatsApp geschrieben. Wir sind beide verheiratet.
Irgendwann mal kamen aber immer wieder mal indirekte sexuelle Nachrichten, anzügliche Blicke und irgendwann mal "unabsichtliche, zufällige" Berührungen. Ich hab das ne Weile mitgemacht - ich weiß nicht wirklich warum, hat ne Weile gedauert, bis ich geschnallt habe, was da vor sich geht, hielt es lange für Rumblödelei.

Hab ihm irgendwann per WhatsApp geschrieben, dass ich das nicht mehr will, er solle das lassen.
Es kam eine Entschuldigung bzw. "war alles nicht gemeint", er verspräche jetzt Abstand zu halten.

Nach ein paar Wochen "Eiszeit", haben wir angefangen wieder zu reden und ab und zu zu schreiben, erst nur beruflich, dann auch wieder privat (nichts sexuelles mehr!). Inzwischen würde ich sagen, ist unser Verhältnis lockerer und entspannter als je zuvor. Machen viele Witze und Späße und reden viel miteinander.

Aber ich frage mich, kann ich ihm "vertrauen"? Meint ihr, es ist angekommen, das da "nichts laufen wird", das das rein kollegial freundlichschaftlich ist? Oder ver**** er mich?

Es tut mir leid, dass ich immer noch an dem Thema hänge und die Frage hier wieder stelle, aber ich habe niemanden mit dem ich darüber reden kann.
Mein Mann versteht mich in dem Fall nicht. Für ihn sind Kollegen "einfach nur" Arbeitskollegen. Er redet mit Ihnen über die Arbeit und sonst ab und zu höchstens mal Smalltalk, mehr nicht. Ich hingegen liebe es Menschen richtig kennen zu lernen und lasse sie deshalb auch viel näher an mich ran (vielleicht zu nah). Bei uns in der Firma wird auch sehr viel Privates ausgetauscht - oft mehr als Berufliches.

Ich bedanke mich im Voraus für eure Antworten.
 
  • #2
Hi,
Schön mal ein Update zu lesen.
Hab ihm irgendwann per WhatsApp geschrieben, dass ich das nicht mehr will, er solle das lassen.
Es kam eine Entschuldigung bzw. "war alles nicht gemeint", er verspräche jetzt Abstand zu halten.

Nach ein paar Wochen "Eiszeit", haben wir angefangen wieder zu reden und ab und zu zu schreiben, erst nur beruflich, dann auch wieder privat (nichts sexuelles mehr!). Inzwischen würde ich sagen, ist unser Verhältnis lockerer und entspannter als je zuvor. Machen viele Witze und Späße und reden viel miteinander.

Aber ich frage mich, kann ich ihm "vertrauen"? Meint ihr, es ist angekommen, das da "nichts laufen wird", das das rein kollegial freundlichschaftlich ist? Oder ver**** er mich?
Aaalso. Ich hätte nach der Eiszeit nicht wieder mit Privatem angefangen, nicht dass er das am Ende ausnutzt. Auch wenn es andererseits gut ist, dass ihr jetzt wieder miteinander redet und kein Kalter Krieg herrscht.
Vertrauen darfst du ihm nie wieder, bitte sei nicht naiv. Du würdest eine heiße Herdplatte doch auch kein zweites Mal anfassen?

Lektion für dich: Kollegen sind KEINE Freunde, die solltest du dir außerhalb suchen.
Bei anderen (auch hier im Forum) funktioniert das wohl, aber da du damit (noch) nicht so gut umgehen kannst, trenne das strikt, das ist kein Experimentierfeld, dafür ist ein Job zu wichtig.

Es tut mir leid, dass ich immer noch an dem Thema hänge und die Frage hier wieder stelle, aber ich habe niemanden mit dem ich darüber reden kann.
Na dafür sind wir doch da, die geballte Kompetenz 😄
Mein Mann versteht mich in dem Fall nicht. Für ihn sind Kollegen "einfach nur" Arbeitskollegen. Er redet mit Ihnen über die Arbeit und sonst ab und zu höchstens mal Smalltalk, mehr nicht
Richtig so.
. Ich hingegen liebe es Menschen richtig kennen zu lernen und lasse sie deshalb auch viel näher an mich ran (vielleicht zu nah). Bei uns in der Firma wird auch sehr viel Privates ausgetauscht - oft mehr als Berufliches.
Da darfst du gern dein eigenes Standing haben, Beruf und Privat trennen, auch wenn es weniger Spaß macht. Wenn du erst mal zu tief reinschlidderst, dann hast du sicher keinen Spaß mehr.

W u40
 
  • #3
Aber ich frage mich, kann ich ihm "vertrauen"? Meint ihr, es ist angekommen, das da "nichts laufen wird", das das rein kollegial freundlichschaftlich ist? Oder ver**** er mich?
Wie du einen Absatz weiter untern feststellst, liegt das nicht nur an ihm, wie nahe ihr euch kommt.
Da bist du schon sehr stark daran beteiligt.

Privat schreiben per What's App ist recht nahe und sehr missverständlich.
Wenn du dich daran orientierst, was für dich in der Beziehung ok wäre, wenn dein Mann das macht, dann hast du einen Gradmesser, wie "Nahe" du jemanden an dich ranlassen kannst, ohne dass es zu Missverständnissen kommt.

In Wirklichkeit ist es so, dass ihr höchst starke Anziehung zwischen euch habt.
Ich kann das absolut nicht leiden, wenn sich Menschen ihre Gefühle nicht eingestehen, ewig so eine Unschuldsnummer abziehen und sich selbst in die Tasche lügen.
Steh halt einfach dazu, dass du auf diesen Typen stehst.
Das ist normal.
Das ist der einzige Grund, weshalb du immer noch "an dem Thema hängst".
Euer Verhältnis ist nicht rein kollegial.
 
  • #4
Also ich hätte nicht nochmal das Geschreibsel angefangen nach dem Vorfall. Wenn du ernst genommen werden möchtest dann musst du dich konsequent verhalten. Mit Menschen mit solchen fragwürdigen Verhaltensweisen möchte ich ohnehin nichts zu tun haben, das ist nicht meine Welt. Deshalb ist mir so etwas zum Glück auch noch nie passiert, ich „sende“ nicht auf deren Frequenz.
Was gibt es dir denn, mit ihm zu schreiben? Muss ja sehr wichtig sein wenn es dir eine Frage im Forum wert ist. Wenn du mit dir im Reinen wärest dann würdest du dir um den Typen keine weiteren Gedanken machen. Welchen Wert hat der Austausch mit ihm für dich, dass du das Ganze weiter fortführen möchtest?
Gibt es keine anderen (netten) Menschen?
 
  • #5
*verdreht die Augen

Du willst dich in die Kacke reiten. Unbedingt. Sehenden Auges. Okay. Du siehst es vielleicht nicht.

Du verarscht dich selbst. Du bist scharf auf ihn. Das willst du dir nicht eingestehen.

Noch viel Spaß! Den wirst du vermutlich haben.
 
  • #7
Aber ich frage mich, kann ich ihm "vertrauen"? Meint ihr, es ist angekommen, das da "nichts laufen wird", das das rein kollegial freundlichschaftlich ist? Oder ver**** er mich?
Hast du dich nicht im Griff, kannst du als vh Frau bei einem anderen Mann schwach werden? Du bist verheiratet, was soll das, was du da machst? Wenn du unglücklich in deiner Beziehung bist, dann trenne dich!
Mein Mann versteht mich in dem Fall nicht. Für ihn sind Kollegen "einfach nur" Arbeitskollegen.
Das sehe ich genauso, Geschäft ist Geschäft, Privat ist Privat, privates hat im Geschäft nichts zu suchen!
Er redet mit Ihnen über die Arbeit und sonst ab und zu höchstens mal Smalltalk, mehr nicht.
Warum heißt die Arbeit, Arbeit? Weil man dort arbeiten soll und kein privates Vergnügen treiben!
Ich hingegen liebe es Menschen richtig kennen zu lernen und lasse sie deshalb auch viel näher an mich ran (vielleicht zu nah). Bei uns in der Firma wird auch sehr viel Privates ausgetauscht - oft mehr als Berufliches.
Was ist denn das für eine Firma, wo mehr privates ausgetauscht wird, als berufliches?
 
  • #9
Irgendwann mal kamen aber immer wieder mal indirekte sexuelle Nachrichten, anzügliche Blicke und irgendwann mal "unabsichtliche, zufällige" Berührungen.
Das ist - nach dieser vagen Schilderung - noch kein Verhalten, was irgendwie tadelnswert wäre. Es ist ganz normal, dass er seine Annäherungsversuche „eskaliert“: lässt du harmlose Witze zu, schreibt er das nächste Mal ein bisschen anzüglich, sitzt man ein paar Mal nahe beieinander, legt er das nächste Mal den Arm um deine Schulter usw. (Was glaubst DU denn, warum es „sich näherkommen“ heißt?)

Ein Fehlverhalten wird erst dann draus, wenn du abwehrst und er weitermacht.

Du verarscht dich selbst. Du bist scharf auf ihn. Das willst du dir nicht eingestehen.
Jepp. Sonst würde diese Fragerei keinen Sinn machen; so naiv kannst du gar nicht sein.
Da könnt ihr euch auch weiterhin nicht „vertrauen”.
Mein Mann versteht mich in dem Fall nicht. Für ihn sind Kollegen "einfach nur" Arbeitskollegen.
Schön doppeldeutig :):
Hast du mit ihm über „den Fall“ geredet oder über „Kollegen“ allgemein?
Hättest du mit ihm über diese Angelegenheit gesprochen, hätte er das wohl kaum so „einfach“ gesehen.
Und warum du mit ihm nicht darüber gesprochen hast - s.o.
 
  • #10
Ein Fehlverhalten wird erst dann draus, wenn du abwehrst und er weitermacht.
Der Mann ist verheiratet. Für mich ist es ein Fehlverhalten wenn ein gebundener Mensch solche Annäherungsversuche überhaupt macht. Egal, ob er dazu animiert wird oder nicht. Das ist keine Frage der Gelegenheit, sondern eine Frage des Charakters.
Aber vielleicht kann ich auch nicht wirklich mitreden denn ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine so intensive Bindung zu einem gebundenen Kollegen aufzubauen. Erst recht nicht wenn ich selbst in einer Beziehung bin.
 
  • #11
*verdreht die Augen

Du willst dich in die Kacke reiten. Unbedingt. Sehenden Auges. Okay. Du siehst es vielleicht nicht.

Du verarscht dich selbst. Du bist scharf auf ihn. Das willst du dir nicht eingestehen.

Noch viel Spaß! Den wirst du vermutlich haben.
Voller Zuspruch! Nach Eiszeit wieder Schreiben....

Selber Schuld. Richtiges Signal setzen: 6.
 
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  • #12
Der Mann ist verheiratet. Für mich ist es ein Fehlverhalten wenn ein gebundener Mensch solche Annäherungsversuche überhaupt macht
Ach so, klar, das ist eine andere Ebene, Moral und so. Ich dachte eher an Rechtliches bzw an den allgemeinen Flirt-Knigge.

Wenn die FS das so sehen würde wie du, hätte sie das schon VIEL früher eindeutig unterbunden bzw nicht so lange mitgemacht.
 
  • #13
Moral ist nicht die Ebene, auf der ich diskutiere. Mir ist es komplett egal, ob jemand sich durch die Weltgeschichte vö***t oder nicht. Geht mich nichts an. Deswegen ist das für mich keine Frage von Moral. Für MICH hat das etwas mit Respekt dem eigenen Partner gegenüber zu tun und es geht mir darum, dass ein Mensch, der gerne so leben möchte, dann besser Single bleibt, bevor jemand verletzt wird.
Aber das war nicht die Frage, sondern ob sie ihm „vertrauen“ kann. Klar, so jemandem kann man unbedingt vertrauen (Ironie) 🙄
Was auch immer sie noch von ihm will…
 
  • #15
Ich muss gestehen, dass ich mir da mit den philosophischen Begrifflichkeiten nicht gut auskenne. Für mich wäre Respekt eine moralische Kategorie.
Ja, keine Ahnung. Um mein Beispiel zu nehmen wäre Moral für mich wenn man sagt „es gehört sich nicht, dass man sich durch die Weltgeschichte vö***t“. Etwas, das von der Gesellschaft oder Religion als richtig oder falsch vorgegeben ist und die persönliche Freiheit des Einzelnen einschränkt, was aber keine Straftat darstellt. Wie z.B. auch früher kein Sex vor der Ehe. Das verstehe ich unter Moral. Aber DAS interessiert mich eben nicht weil das jedermanns eigener Lebensentwurf ist. Respekt hat für mich etwas damit zu tun, dass er jedem Menschen zusteht und jemanden zu hintergehen die Würde des Menschen verletzt und auch sein Recht auf Selbstbestimmung.
 
  • #16
Ich trenne Arbeit und Privatleben weitgehend und fahre gut damit. Das kann sicher auch anders funktionieren. Die erneute Kontaktaufnahme schließt das Risiko ein, dass der Kontakt wieder in eine unerwünschte Richtung rutscht.
Ich muss gestehen, dass ich mir da mit den philosophischen Begrifflichkeiten nicht gut auskenne. Für mich wäre Respekt eine moralische Kategorie.
Dann könntest Du Dich zu Begriffen, die Du wesentlich verwendest, ja einfach mal einlesen...
 
  • #17
Die Antworten hast Du alle bekommen, selten waren die Schreiber so einig, geh auf Distanz, sachlich, Kontakt auf das Nötige.
Du machst wie Du es denkst, wieder privat, wieder WhatsApp, wozu fragst Du? Du setzt keine Grenzen, bist inkonsequent, nun, dann wundere Dich nicht, wenn es wieder zu eng wird und zuviel, das hast Du selbst provoziert.
 
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  • #19
Ich lerne gerne dazu - kannst du laienverständlich erklären, warum Respekt keine moralische Kategorie darstellt?
Nein. (Dass "Respekt" nichts mit Moral zu tun hat, habe ich aber auch nicht behauptet)

"Respekt" ist ein erstmal nicht mit Inhalt gefüllter Begriff. Respekt wovor? Vor mir, weil ich Dir letzte Woche die Nase eingeschlagen habe und heute wieder tun würde?

Vielleicht helfen Dir rein praktisch im ersten Aufschlag grundlegende Auflistungen wie
- Unterstützung der Familie,
- Unterstützung der eigenen (sozialen) Gruppe,
- sich revanchieren/ erkenntlich für Gefälligkeiten zeigen,
- mutig sein,
- Respekt vor Vorgesetzten haben,
- Ressourcen gerecht verteilen,
- Eigentum/ Besitz anderer respektieren
die ich jetzt mal aus einem Artikel bei welt.de über kulturunabhängige moralische Werte geklaut habe. Schon die würden aber hier nicht alle unterschreiben.

Es gibt aber wunderbare einführende Vorlesungen zu "Ethik" bei Youtube oder Du steigst bei Wikipedia ein. Letztlich musst Du selbst aber darauf basierend für Dich eine "Moral" entwickeln, die auf Deinen persönlichen Werten und denen der Gruppen, in denen Du lebst oder deren Werte Du übernehmen möchtest, beruht.

Du kannst natürlich auch die Moralvorstellungen der (bespielhaft) katholischen Kirche für Dich übernehmen oder von den altgriechischen "Tugenden" des Aristoteles. Dann kannst Du die aber nicht pauschal auf alle Menschen in Deiner Umgebung übertragen, sondern diesen Maßstab bestenfalls bei den Gläubigen anlegen.

Kurz: einig sind wir uns wahrscheinlich bei vielem zum Thema "Moral", das in Gesetzen steht. Darüber hinaus wird es individuell, was "moralisch verwerflich" ist. Wenn Du mich nicht respektierst, finde ich daran keinen unbedingten moralischen Fehler. Und deswegen finde ich den Begriff "Moral" im Zusammenhang mit dem Verhalten anderer immer schwierig.

@Wolkenlos_CGN schreibt ja völlig richtig "für mich":
Moral für mich wenn man sagt „es gehört sich nicht, dass man sich durch die Weltgeschichte vö***t“.
...finde ich nicht.
Ich würde aber über die Art und Weise, wie man das tut, evt. eine Diskussion anfangen. Ob ich es selbst tun würde, ist wiederum eine andere Frage.
Etwas, das von der Gesellschaft oder Religion als richtig oder falsch vorgegeben ist und die persönliche Freiheit des Einzelnen einschränkt, was aber keine Straftat darstellt.
Ich bin nicht mehr Mitglied einer Kirche. Kirchliche Moralvorgaben interessieren mich nicht und gelten für mich nicht. Deswegen finde ich einen säkularen Staat richtig.
Anders herum erfüllen Kirchen viele meiner (und einige unserer gesellschaftlichen) moralischen Wertvorstellungen nicht.
 
  • #20
Lektion für dich: Kollegen sind KEINE Freunde, die solltest du dir außerhalb suchen.
Bei anderen (auch hier im Forum) funktioniert das wohl, aber da du damit (noch) nicht so gut umgehen kannst, trenne das strikt, das ist kein Experimentierfeld, dafür ist ein Job zu wichtig.
Aber da viel Zeit zusammen verbringen und auch so viel Privates teilen bzw. auch privat schreiben, fühlt es sich so an.
 
  • #21
In Wirklichkeit ist es so, dass ihr höchst starke Anziehung zwischen euch habt.
Ich kann das absolut nicht leiden, wenn sich Menschen ihre Gefühle nicht eingestehen, ewig so eine Unschuldsnummer abziehen und sich selbst in die Tasche lügen.
Steh halt einfach dazu, dass du auf diesen Typen stehst.
Das ist normal.
Das ist der einzige Grund, weshalb du immer noch "an dem Thema hängst".
Euer Verhältnis ist nicht rein kollegial
Ich kann mir das nicht eingestehen und außerdem weiß ich noch nicht mal, ob das wirklich so ist. Und außerdem wüsste ich nicht, was das für mich bedeuten würde. Und erst recht wüßte ich in dem Fall nicht, wie ich mich weiterhin ihm gegenüber verhalten sollte.
Und gleich vorab: Ich will mich nicht von meinem Mann trennen, denn ich liebe ihn. Er ist sehr gut zu mir und wir sind eigentlich glücklich zusammen.
Ach keine Ahnung, was mit mir los ist..?!
 
  • #23
Und gleich vorab: Ich will mich nicht von meinem Mann trennen, denn ich liebe ihn. Er ist sehr gut zu mir und wir sind eigentlich glücklich zusammen.
Ach keine Ahnung, was mit mir los ist..?!
Merke: Eigentlich heißt: bewusst eigentlich nicht! Ich sage du bist es wirklich nicht, sei ehrlich und authentisch zu dir! Du hast ihn herausgefordert, halte dich bei ihm jetzt zurück, sei lediglich kollegial freundluch, aber nicht privat vertraulich, so manche Männer verstehen das andsrs, als du, hoffe du hast daraus gelernt, ansonsten steht deine Beziehung auf wackligen Füßen!
 
  • #25
„Er ist sehr gut zu mir „ hört sich nicht nach Begeisterung an sondern nach Verpflichtung , dein Mann behandelt dich sehr gut also müsstest du ihn lieben , aber tust du das auch ? Du hörst dich verwirrt an . Irgendetwas stimmt nicht zwischen dir und deinem Mann , sonst könnte der Kollege nicht diesen Raum einnehmen . Habe ich öfter bei nicht so glücklich verheirateten Freundinnen erlebt , bei glücklichen allerdings noch nie . Also was fehlt dir wirklich ? Ist es Langeweile, Nähe, Bestätigung? Da würde ich ansetzen .
Ansonsten ist dieses ganze Kopfkino sehr große Lebenszeitverschwendung,
 
  • #26
Aber ich frage mich, kann ich ihm "vertrauen"?
Das hängt davon ab, was Du ihm anvertraust. Daraus entwickeln sich Dinge. Du scheinst sehr schnell sehr privat zu werden und die Frage ist, was Du mitteilst bei Deinem Versuch anderen "nahe sein" zu wollen.

Ich frage mich was bei Dir los ist im Leben, dass Du die Finger nicht still halten kannst, selbst wenn Du sie Dir schon richtig an jemandem verbrannt hast.
Das kommt mir regelrecht zwanghaft vor, wieder anzufangen und gleichzeitig Angst zu haben, wie die Dinge sich entwickeln - gruselige Spannung.
Du solltest rausfinden was dahinter steckt und es nicht auf der Arbeit ausleben.

Interaktion findet zwischen 2 Menschen statt. Das was beide tun bestimmt das Geschehen.
Ich habe den Eindruck, dass Du gern die Verantwortung für Dein Handeln auf den anderen verlagerst.

Mein Mann versteht mich in dem Fall nicht....... Ich hingegen liebe es Menschen richtig kennen zu lernen und lasse sie deshalb auch viel näher an mich ran (vielleicht zu nah).
Ich habe es immmer so gehalten wie Dein Mann - Themen nur berufliches, sehr wenig Privates und wenn, unverfängliches.

Die Plaudertaschen die distanzlos viel zu viel von sich jedem mitteilten (auch dennen, die es garnicht hören wollten) waren mir immer zutiefst suspekt - nicht vertrauenswürdig, wenn sie so leichtsinnig schon mit ihren eigenen persönlichen Belangen umgingen.
Wenn dann die anderen darüber tratschen, dann ist das Gejammer groß.

Bei uns in der Firma wird auch sehr viel Privates ausgetauscht - oft mehr als Berufliches.
Ich würde mal sehr genau darauf achten, was die anderen erzählen und was Du preisgibst.
Ich kann "privates Dampfausplaudern" wenn ich das will, aber sei Dir sicher: nur Trivialitäten aus denen selbst der Böswilligste nichts machen kann.

Also ich hätte nicht nochmal das Geschreibsel angefangen nach dem Vorfall. Wenn du ernst genommen werden möchtest dann musst du dich konsequent verhalten.
So ist es. Was ist im Privatleben los, dass die beruflichen Zwangskontakten die nicht weglaufen können mit dem Privatleben zwangsbeglückt werden müssen?

Also nicht, denn genau das steckt bei "eigentlich" dahinter und darum suchst Du den Nervenkitzel bei dem anderen.
Deine Ehe klingt nach ängstlicher Zweckbeziehung - bloss nicht allein sein, wenig Verständnis füreinander, wahrscheinlich auch wenig Miteinander. Darum suchst Du zu viel Nähe in anderen Kontakten.
 
  • #27
Ich kann mir das nicht eingestehen..... weiß ich noch nicht mal...... wüsste ich nicht....... erst recht wüßte ich in dem Fall nicht.......
Ich finde, dass Du ziemlich viel "nicht über Dich weißt". Umso riskanter ist es auf der Arbeit so vorzugehen wie Du es tust.
Du solltest weniger privates dampfausplaudern im Beruf, sondern mehr in Dich reinhören und Antworten in Dir auf alles das suchen, was Du nicht weißt.

Nimm zuhause Bücher zum Thema in die Hand und geh Dir selber auf die Spur.
Außerdem kümmmere Dich um die Entwicklung von Interessen und Freundschaften außerhalb des beruflichen Umfeldes. Wenn Dir auf der Arbeit langweilig ist, dann kannst Du mit denen schreiben und auf der Arbeit erzählst Du dann als Privates nichts persönliches mehr sondern über Hobby, was Du im Kino geguckt hast etc.

Irgendetwas stimmt nicht zwischen dir und deinem Mann
Scheint so. Sie schreibt ja, dass ihr Mann kein Verständnis für ihre Nöte hat und dass sie darum hier schreibt. Es klingt nach einer dieser sprachlosen Zweckehen, nicht nach Liebe und Miteinander.
Ein Satz wird gesagt: "mach so und so" und dann ist jedes Thema zwischen ihnen erledigt. Für sie aber nicht und darum sucht sie weiter mit anderen. Weil es aber keine anderen als die Kollegen gibt, wird sie da sehr privat.

Das klingt nicht nach sehr viel erlebtem Lebensglück in jungen Jahren, sondern nach "sich abfinden" und Normalität (gut zu mir sein) schon für das große Glück halten.
Leider spielen die Gefühle nicht mit, die Sehnsucht nach echter Nähe treibt Dich zu dem anderen, der davon mehr zulässt als Dein Mann.

Wenn Dir an Deiner Ehe gelegen ist, schreibt nicht so viel mit anderen, sondern versuche in Deine Ehe die Nähe zu bringen, die Du suchst.
 
  • #28
„Er ist sehr gut zu mir „ hört sich nicht nach Begeisterung an sondern nach Verpflichtung , dein Mann behandelt dich sehr gut also müsstest du ihn lieben , aber tust du das auch ? Du hörst dich verwirrt an . Irgendetwas stimmt nicht zwischen dir und deinem Mann , sonst könnte der Kollege nicht diesen Raum einnehmen . Habe ich öfter bei nicht so glücklich verheirateten Freundinnen erlebt , bei glücklichen allerdings noch nie . Also was fehlt dir wirklich ? Ist es Langeweile, Nähe, Bestätigung? Da würde ich ansetzen .
Ansonsten ist dieses ganze Kopfkino sehr große Lebenszeitverschwendung,
Ich denke, es stört mich etwas, das mein Mann sehr zurückhaltend und introvertiert ist. Anfangs hat mich das nicht so gestört. Unser Humor unterscheidet sich auch sehr. Hat mich anfangs auch nicht so sehr gestört.

Aber wenn ich mich dann mit jemandem unterhalte, der extravertiert ist und wo der Humor absolut passt (wie eben der Kollege) dann fällt der Unterschied doch schon sehr auf. Dieser Kollege ist eben auch sehr wortgewand und hat einen großen "Erfahrungsschatz", durch das was er schon alles beruflich/privat gemacht/erlebt hat.

Das ist wohl das was mir irgendwie fehlt.
 
  • #29
Ich finde, dass Du ziemlich viel "nicht über Dich weißt". Umso riskanter ist es auf der Arbeit so vorzugehen wie Du es tust.
Du solltest weniger privates dampfausplaudern im Beruf, sondern mehr in Dich reinhören und Antworten in Dir auf alles das suchen, was Du nicht weißt.

Nimm zuhause Bücher zum Thema in die Hand und geh Dir selber auf die Spur.
Außerdem kümmmere Dich um die Entwicklung von Interessen und Freundschaften außerhalb des beruflichen Umfeldes. Wenn Dir auf der Arbeit langweilig ist, dann kannst Du mit denen schreiben und auf der Arbeit erzählst Du dann als Privates nichts persönliches mehr sondern über Hobby, was Du im Kino geguckt hast etc.


Scheint so. Sie schreibt ja, dass ihr Mann kein Verständnis für ihre Nöte hat und dass sie darum hier schreibt. Es klingt nach einer dieser sprachlosen Zweckehen, nicht nach Liebe und Miteinander.
Ein Satz wird gesagt: "mach so und so" und dann ist jedes Thema zwischen ihnen erledigt. Für sie aber nicht und darum sucht sie weiter mit anderen. Weil es aber keine anderen als die Kollegen gibt, wird sie da sehr privat.


Das klingt nicht nach sehr viel erlebtem Lebensglück in jungen Jahren, sondern nach "sich abfinden" und Normalität (gut zu mir sein) schon für das große Glück halten.
Leider spielen die Gefühle nicht mit, die Sehnsucht nach echter Nähe treibt Dich zu dem anderen, der davon mehr zulässt als Dein Mann.

Wenn Dir an Deiner Ehe gelegen ist, schreibt nicht so viel mit anderen, sondern versuche in Deine Ehe die Nähe zu bringen, die Du suchst.
Ja, leider verhält es sich wohl genauso.
Es gibt Momente, in denen ich mich Kollegen emotional näher fühle, als meinem Mann, obwohl er mich liebt und ich ihn auch. Eigentlich verbringen wir viel Zeit zusammen, fast unsere ganze Freizeit, reden, kochen gemeinsam, gehen spazieren oder schauen fern. Es wird eigentlich auch gekuschelt bzw. geküsst oder umarmt im Alltag. Ich weiß nicht, warum mir dann trotzdem die emotionale Nähe fehlt?!?
 
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