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Gast

  • #1

Wie verkraften kinderlos zu bleiben?

Bei mir ist leider der Zug abgefahren, ich werde wohl kinderlos bleiben. Es würde jetzt vermutlich noch gehen, da aber kein Partner in Sicht ist, muss wohl oder übel akzeptieren kinderlos zu bleiben. Ich hatte einfach nicht das Glück den richtigen Partner im richtigen Moment zu treffen. Mein Wunsch war es immer, eine Familie zu haben. Mein Job ist toll, aber er füllt mich nicht zu 100 % aus. Oberflächlich betrachtet ist es aber ein super Job. Ich habe auch tolle Freunde, genug Geld um mir vieles zu leisten, zu reisen, Eigentumswohnung usw. Doch etwas fehlt. Es ist eine Familie die ich mir so sehr gewünscht hätte. Wie habt ihr akzeptiert dass es nicht mehr passieren wird? Wie habt ihr euren Lebensplan umgeschrieben? Und war es für euch möglich, irgendwann doch noch glücklich zu werden? Meine Frage richtet sich an Frauen die ungewollt kinderlos blieben. Danke w Ende 30
 
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Gast

  • #2
Ganz einfach - verabschiede dich von der Illusion, dass man durch Familie und Kinder glücklich wird.
Und dann konzenriere dich darauf, dass es noch andere lebenssinngebende Dinge gibt und freue dich über die Ruhe, die du dabei hast und die Möglichkeit, gut für dich selbst vorsorgen zu können.
 
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Gast

  • #3
Hast du mal überlegt, dir ein Kind ohne Mann machen zu lassen? Ist natürlich nicht das gleiche, aber vielleicht besser als gar kein Kind. Entweder Samenbank oder Affäre, wobei der Erzeuger von allen Pflichten frei bleiben muss. Und vielleicht findest du in ein paar Jahren dann einen lieben Partner und Ersatzpapa für dein Kind.
Bevor ich ganz auf Familie verzichte, wäre ich lieber Alleinerziehende.
w,28
 
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Gast

  • #4
Liebe Fragestellerin,
ich habe ein Kind durch Embryoadotion erhalten. Bin selbständig also ich erwirtschafte den Lebensunterhalt für mich und meinen Nachwuchs selbst und ich erzähle niemand wie das Kind entstanden ist. Ich habe mir in deinem Alter gesagt, ich will Mutter werden. Ich bin seit mehr als einem Jahrzehnt Mutter und glücklich. Länder die dies ermöglichen sind Spanien, England, und die ganzen Länder aus dem ehemaligen Ostblock Frag Tante Google. Dein Leben ist dein Leben - leb es.
Was die Lästermäuler sagen ist nicht wichtig.
 
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Gast

  • #5
Ich würde auch in Erwägung ziehen, ohne einen Mann ein Kind zu bekommen. Wenn du noch einen findest, hast du genauso wenig Gewissheit, dass es hält oder dass er sich kümmert. Mit Ende 30 geht es ja grade noch. Im Ausland bekommen auch ledige Frauen Sperma von der Samenbank.

w29
 
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Gast

  • #6
Also, liebe FS, ich finde, der Zug ist mit Ende 30 noch nicht abgefahren...

Sicher hat jede Frau mit Kinderwunsch die Idee, daß sie einen Mann bis ca. 30 kennenlernt, man einige Jahre zusammen ist und gemeinschaftlich das Modell Familie für gut befindet. Soweit die Vorstellung. Das ist aber nicht immer der Fall. Oftmals haben Männer mit 30 auch noch gar keine Ambitionen, sich für Familie und Kind(er) einzuschränken.

Es ist in meinem Freundes- und Bekanntenkreis nicht ungewöhnlich, daß die Mädels die ersten Kinder mit Ende 30/ Anfang 40 bekommen. Lange Studienzeiten und berufliche Prioritäten haben die Familiengründung deutlich hinausgezögert. Also ist Deine Situation nicht ungewöhnlich.

Meiner Meinung nach gibt es meherlei Möglichkeiten:

1) Kind ohne Mann durch Samenbank: Du mußt sehen, ob der Kinderwunsch an sich sehr stark ist und Du (auch ohne Partner) der Aufgabe ein Kind großzuziehen gewachsen bist. Ich finde das zwar nicht optimal, würde an Deiner Stelle bei großem Kinderwunsch durchaus in Betracht ziehen.

2) Doch noch eine "echte Familie": Es gibt in Deinem Alter viele Männer, die auch wieder aus den bisherigen Beziehungen "entlassen" wurden. Suche gezielt nach Männern mit Familiensinn. Evtl. ja auch jemanden, der schon ein Kind hat, aber das Experiment erneut wagen würde?

Gib Dir noch eine Chance auf dem Partnermarkt, wenn Du den richtigen triffst, kann es schneller gehen, als Du meinst! Und dies als Trost von einer w/41, die ganz plötzlich und unerwartet vor bald 2 Jahren DEN MANN getroffen hat, mit dem alles ganz selbstverständlich in Richtung Familie geht.

Viel Glück!
 
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Gast

  • #7
Bevor ich ganz auf Familie verzichte, wäre ich lieber Alleinerziehende.
w,28
Ja, das geht mir (w29) auch so, auch wenn für uns beiden Endzwanziger der Zug ja noch lange nicht abgefahren ist, aber drüber nachgedacht habe ich schon, da ich ja merke, wie schwer es ist einen geeigneten Partner zu finden und wie viele Männer sich vor der Familiengründung herumdrücken.

Da es bereits zwei AE-Mütter in meinem Freundeskreis gibt, würde ich mit einer davon zusammenziehen, ein eigenes Kind per Samenspende bekommen und als kleine, ungewöhnliche Familie ein halbwegs normales Leben führen. Wenn die Männer nicht wollen, hilft nur Frauenpower :)
 
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Gast

  • #8
Liebe FS, ich hatte einige Jahre einen Partner, der mich hinhielt und dann aber kein Kind wollte. Daraufhin kam die Trennung. Übers Internet habe ich einen Partner kennen gelernt, ich wurde nach 1/2 Jahr geplant und von beiden gewollt schwanger, dann haben wir geheiratet. Ich bin sehr glücklich mit meinem Baby und kann es nicht verstehen dass viele das als Einschränkung empfinden. Mir war immer klar, wenn es nicht mit Partner klappt, würde ich ohne ein Kind bekommen per Samenspender. Wenn man wirklich ein Kind will, geht das auch alleine. Du musst dir gut überlegen, was du machst, denn die Uhr tickt ja doch sehr. Wobei ich auch Frauen Ü40 kenne, die ohne Probleme ein Kind bekommen haben. Ich bin sehr glücklich so konsequent gewesen zu sein und mich für ein Baby entschieden zu haben. Ich wünsche dir alles Gute!
 
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Gast

  • #9
Ich habe zwei Kolleginnen, die mit 42 ihr erstes Kind bekamen. Der Arzt hatte nichts einzuwenden.
Die Kinder sind inzwischen ca 12 Jahre.

Durch unser gutes und deutlich längeres Leben hat sich die Zeit ein ganzes Stück verschoben. Und möglicherweise noch weiter.
Als meine Mutter unseren Nachkömmling, meinen Stiefbruder bekam, hat man voller Entsetzen den Kopf geschüttelt. Mit 36 noch ein Kind - wie kann man nur... - auch wenn es bereits das dritte war. Und heute......

Liebe FS, mach dich nicht verrückt, es hat noch Zeit und halte die Augen auf. Manchmal kommt es schneller als man denkt.
Wichtig ist, denke entspannt, denn alles Andere überträgt sich unbewußt.
 
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Gast

  • #10
Ich finde die Idee mit der Samenspende gar nicht so schlecht.
Ich hatte mit Mitte 30 einen riesigen Kinderwunsch. Ich hab dann einen Mann kennengelernt, den ich toll fand und wir haben uns nach einem halben Jahr entschlossen ein Kind zu bekommen, ohne uns wirklich zu kennen. Tja, drei Jahre später haben wir uns getrennt.
Und jetzt: Ständiger Streit ums Sorgerecht; mein Ex-Mann gibt meine Tochter bei meinen verhassten Schwiegereltern ab, obwohl ich mich dagegen immer gewehrt habe; die neue Partnerin meines Ex erzieht an meinem Kind herum, obwohl sie erst kurz zusammen sind.
Ich wünschte jeden Tag, sie wäre nur mein Kind und ich müsste sie nicht "teilen". Egoistisch, ich weiß, ist aber leider so.
Für mich wäre eine Samenbank die bessere Lösung gewesen.
Und du solltest auf jeden Fall versuchen noch ein Kind zu bekommen, Mutter zu sein ist, trotz allem, einfach wunderschön.
 
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Gast

  • #11
Liebe FS

ich habe einen Mann der mich von Herzen liebt.
Ich bin kerngesund.
Ich liebe meinen Beruf.
Was sollte mir bitte fehlen ?

Ich kriege ständig im Freundeskreis mit wie Kinder hin- und hergezerrt werden sobald die Eltern
nicht mehr miteinander leben wollen. Einige Frauen sind sogar so bitter dass sie sagen heute würden sie sich gegen Kinder entscheiden. Meinst du es ist eine frohe Aussicht die nächsten 18 Jahre alleinerziehend zu sein ? In Deutschland klebt doch immer noch alles am alten Kleinfamilienmodell.
Obwohl nur wenige damit glücklich werden. Von 10 Frauen vielleicht 3.
 
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Gast

  • #12
Es gibt tatsächlich vereinzelt gut ausgebildete, erfolgreiche Männer, die gerne Kinder haben würden, und sogar bereit sind zu 100% die Haus- und Erziehungsarbeit zu übernehmen.

Ich kann nur für mich selber sprechen, da dies mein Fall ist: Ich bin 46, habe zwei Universitätsdiplome, eine Uni- und eine Bankkarriere hinter mir und bin dann vor zehn Jahren aus purem Interesse (und nicht etwa aus einem Midlife-Crisis-Furz) in die Sozialpädagogik gewechselt. Da habe ich auch einen Fachhochschulabschluss und ein Jahrzehnt Berufserfahrung, u. a. mit sogenannten "schwererziehbaren Jugendlichen". Vor zwei Jahren habe ich geheiratet, eine mittlerweile 36-jährige Ärztin. Als wir uns (spontan, ohne Date-Plattform) kennenlernten, war klar, dass wir Kinder wollten. Und zwar unüblicherweise so, dass ich die Erziehungs- und Haushaltarbeit übernehme und meine Frau sich voll auf ihre Karriere konzentrieren kann. Aus diesem Grund haben wir auch geheiratet, denn wir wollten dieses Projekt in einem "geordneten Rahmen" angehen.

Jetzt meldet meine Frau aber plötzlich Zweifel an, ob sie überhaupt Kinder will. Sie ist gerade in einem entscheidenden Karriereschritt, und das Kind soll nicht in dem und dem Monat zur Welt kommen, weil sie sich dann zuerst einarbeiten müsse. Sie fragt sich, ob sie abends genügend Ruhe hat, wenn sie nach Hause kommt. Und ob sie das denn überhaupt noch wolle, die Kinder so lange am Hals zu haben.

Ich falle aus allen Wolken. Sie ist in der zweiten Hälfte ihrer 30er-Jahre, und plötzlich kommt ihr ehemaliger Plan von Familie ins Wanken. Bzw. das Kind soll jetzt noch im Endstadium der Fruchtbarkeit gerade in die Karriere hineingepasst werden. Kein Kind kommt doch so auf Knopfdruck auf die Welt.

Wenn ich jetzt eine Frau wäre, könnte ich mir meinen Kinderwunsch vielleicht mit Samenspende oder mit Affären erfüllen. Aber als Mann fühle ich mich da wirklich vor den Kopf gestossen. Offeriere ich wirklich der falschen Frau (die ich liebe) zu viel? Sie könnte ihre Karriere verfolgen, und ich - als berufs- und lebenserfahrener Erzieher - würde ihr Haus und Kinder betreuen.

Was ist falsch, dass das nicht klappt?
Müssen wir uns trennen?
Bin ich ihr als ein "kindererziehungsbereiter" Mann etwa nicht attraktiv genug?

Frustrierter, 46
 
G

Gast

  • #13
Ich finde die Antworten hier sehr gut!
Es ist heutzutage kein Stigma mehr, alleinerziehend zu sein, es heißt ja auch Single-MUM und nicht mehr alleinerziehende.
Ich würde auch jeder Frau raten, ein Kind auch dann zu bekommen, wenn der Partner nicht ganz sicher ist.
Erstens freuen sich de zögerlichen Väter im Nachhinein ungemein über ihr eigen Fleisch und Blut und zweitens ist es wie gesagt auch alleine machbar.
Für mich wäre es niemals in Frage gekommen, keine Kinder zu haben.
Die Antwort: "Ganz einfach - verabschiede Dich von der Idee, dass man nur mit Kindern glücklich sein kann!" ist eben alles andere als einfach.
WEIL es eben zum Lebenstraum gehört, Mama zu werden.
Da nützt auch kein neues Hobby, keine Reise und keine neue Wohnung.
Das Herz ist traurig, für viele Frauen ist es eben eine Bestimmung, ein Kind zu haben und ohne Kind fühlt sich alles sinnfrei an.
Du bist erst Ende 30, da ist noch alles drin. Hast Du es online schon probiert?
Ich würde auch die Männer nicht ausschließen, die schon 1 Kind haben, denn die wissen schon worauf sie sich einlassen und sind schon gute Väter. Wenn ich noch ein Kind wollte, wäre so ein Exemplar ideal.
Ich lerne dauernd Singles Anfang 40 kennen, die unbedingt noch ein Kind wollen (ich hab aber 2 und will keins), denn bei Männern beginnt die biologische Uhr ja erst ab 40 zu ticken.
Verabschieden würde ich mich noch lange nicht vom Kinderwunsch!
Versuch noch 1-2 Jahre, den geeigneten Mann zu finden, ansonsten würde ich eben Single-Mum werden. Ein Kind gibt Dir so viel Liebe, da braucht man nicht unbedingt einen Partner - nur das Finanzielle und die Unterstützung mit dem Kind fehlt eben. ABer das kann man organisieren.
Viel Glück!
 
G

Gast

  • #14
... Ich hatte einfach nicht das Glück den richtigen Partner im richtigen Moment zu treffen. ... Es ist eine Familie die ich mir so sehr gewünscht hätte. ... Wie habt ihr euren Lebensplan umgeschrieben? ... w Ende 30
Eine Frau ist mindestens 25 Jahre lang fruchtbar, und das Ende der Fruchtbarkeit kommt keineswegs überraschend, deshalb wundere ich mich immer wieder über Frauen die klagen ungewollt kinderlos zu bleiben. Wenn ihr 20 Jahre lang nur Spass sucht, und bis 35 gewollt kinderlos bleibt, um dann auf den letzten Drücker mit quasi der letzten fruchbaren Eizelle ein Kind auszutragen, dann ist das eine falsche Lebensplanung, und immer selbst verschuldet. Dafür kann doch bitte nicht das Schicksal verantwortlich gemacht werden nach dem Motto "ich hatte nicht das Glück den richtigen Partner im richtigen Moment zu treffen". Den "richtigen Partner" trifft man nicht in einem ganz kurzen "richtigen Zeitfenster" um dann blitzschnell Mutter zu werden, und selbst wenn du das Glück haben solltest den "richtigen Mann" zu treffen, dann nimmt er dennoch reissaus, weil in deinem überfrachteten Frauenleben kein adäquater Platz für einen Mann ist. - Auch hier und jetzt jammern die meisten Frauen nur darüber, dass sie kein Baby haben, der Mann und Vater interessiert nur periphär als Samenspender und Versorger, und bitte glaubt nicht, Männer würden beim Kennenlernen nicht mitkriegen wie ihr wirklich tickt, und was euer vornehmliches Interesse ist, und darauf haben Männer nun einmal keinen Bock.

m
 
  • #15
@Gast 12: Da macht sich der Mann es aber sehr einfach. Es gibt 100 Gründe, warum eine Frau nicht schon vor 35 ein Kind hat und diese Gründe sind sicherlich nicht nur Spass.
Es ist leicht alle kinderlosen Frauen in eine Schublade zu stecken, aber so wie Männer oft erst um die 40 an eine Familie denken, ist es bei Frauen nicht anders. Es ist ganz sicher nicht so, dass sobald wir unsere erste Mensturation erhalten, sofort dran denken "Wow, jetzt muss ein Kind her, weil körperlich wärs ja möglich!"
 
  • #16
Ich würde an Deiner Stelle meine Eizellen einfrieren lassen, parallel auf die Suche nach einem Partner gehen (warum nicht online?) und auch Ausschau halten nach einem Mann, der auf gegenseitiger, freundschaftlicher Basis mit mir zusammen Vater werden will. Mit dem Begraben von elementaren Wünschen ist das so eine Sache... Ich hätte erst gekämpft.
Wenn ich selbst keine Kinder bekommen hätte können, hätte ich ein Heim mit angeschlossener Schule in Afrika aufgebaut. Das hätte mich wirklich auch ausgefüllt.
 
  • #17
Ich finde Michaelas Vorschlag sehr gut. Oft scheitert es an der Qualität der Eizellen. Wenn du die auf Vorrat hast, dann kannst du auch noch mit Anfang 40 mit einiger Hilfestellung schwanger werden.
 
G

Gast

  • #18
Habe mal gelesen, dass es nicht sehr aussichtsreich wäre, mit Ende 30 eingefrorenen Eizellen schwanger zu werden, da die Qualität der Eizellen ab 35 deutlich abnehmen würde.
Aber einen Versuch könnte es trotzdem wert sein.
 
G

Gast

  • #19
Es ist heutzutage kein Stigma mehr, alleinerziehend zu sein, es heißt ja auch Single-MUM und nicht mehr alleinerziehende.
Ich würde auch jeder Frau raten, ein Kind auch dann zu bekommen, wenn der Partner nicht ganz sicher ist.

Für mich wäre es niemals in Frage gekommen, keine Kinder zu haben.

WEIL es eben zum Lebenstraum gehört, Mama zu werden.

....und ohne Kind fühlt sich alles sinnfrei an.

ansonsten würde ich eben Single-Mum werden. Ein Kind gibt Dir so viel Liebe, da braucht man nicht unbedingt einen Partner - nur das Finanzielle und die Unterstützung mit dem Kind fehlt eben. ABer das kann man organisieren.
Viel Glück!
Single-MUM tönt ja supercool, ändert aber nichts an der Tatsache, dass ein Elternteil fehlt!
Hier mal wieder ein typisches Beispiel für die offenbar vorherrschende Meinung, dass der eigene Egoismus über allem steht. Der Partner ist nicht ganz sicher? Pf, kein Problem, Pille absetzen und schwanger werden. Kein Sinn im Leben? Mal schnell zur Samenbank rennen. Zu wenig Liebe? Noch schneller zur Samenbank rennen! Besser alleine ein Kind haben und es fremd betreuen lassen, als auf das grösste Geschenk zu verzichten, dass eine Frau bekommen kann.(Achtung Ironie!) (und was eine Frau natürlich erst zu einer vollwertigen Frau macht!). Familienleben, Geschwister....alles nicht so wichtig.....

Da fragt eine offenbar sehr verantwortungsvolle Frau um Erfahrungen von kinderlosen Frauen und was bekommt sie? Lauter Anregungen, wie sie mit mehr oder weniger Aufwand doch noch zu einem Kleinen kommen kann. Wir sprechen hier nicht von einem Kurzaufenthalt in Barcelona, sondern um ein menschliches Wesen, das Anspruch hat auf uneingeschränkte Liebe, Fürsorge, Zeit und Unterstützung, und das von seinen Eltern!

Ich bin selber ungewollt kinderlos und habe mich wunderbar mit dieser Tatsache arrangiert. Ich lebe ein sehr SINNVOLLES Leben, indem ich mich um Tiere kümmere, meinen Job ausübe, vieles mit meinem Partner unternehme und jeden Augenblick meines Lebens in vollen Zügen zu geniessen versuche. Ich brauche keine Liebe von einem eigenen Kind, damit es mir besser geht. Offenbar habe ich in diesem Leben eine andere Aufgabe, als Kinder gross zu ziehen. Vielleicht kannst du es ja auch so sehen, liebe FS? Ich habe in den letzten Jahren vieles für meine Mitmenschen und für Tiere zustande gebracht, was mit einem Kind nicht möglich gewesen wäre.

Mein Tipp: Bleib bei Deiner Einstellung, dass du nur zusammen mit einem Mann, den du liebst, Kinder haben möchtest, wer weiss ;-) Wenn`s nicht klappt... auch nicht schlimm, es gibt so vieles
zu tun auf der Welt und wenn es "nur" darum geht, dass du sehr gut zu dir schaust. Es heisst nicht umsonst: Liebe deinen Nächsten wie DICH SELBST :)

Viel Glück!

w, 44
 
  • #20
In der ZEIT ist das Thema "Einfrieren von Eizellen" vor kurzem behandelt worden.
http://www.zeit.de/2013/29/kinderwunsch-social-freezing-eizellen-einfrieren
 
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Gast

  • #21
Hier nochmals die FS, herzlichen Dank für die Antworten

@ 13: Ich bin jetzt 38, vor 25 Jahren war ich ja noch ein Kind.... Von wegen 25 Jahre Zeit gehabt.. Mit 28 hatte ich mein Studium fertig und traf dann auch einen Mann mit dem ich eine lange Beziehung hatte. Der Moment wäre mit ca 30-35 ideal gewesen um eine Familie zu gründen. Leider lässt sich das Leben nicht so planen wie von dir vorgeschlagen. Mein Partner hat einen Job in Neuseeland angenommen und mich verlassen. Damit hätte ich niemals gerechnet, es war klar dass wir Kinder haben wollten. Manchmal geht das Leben halt andere Wege. Ich stand dann mit 35 alleine da. Ich musste alles erst verkraften und habe vor ca. einem Jahr laufe ich wieder mit offenen Augen durch die Welt. Ich suche bestimmt keinen Samenspender, diese Möglichkeiten hätte ich zu genüge. Aber das macht mich auf Dauer nicht glücklich und ist nicht der richtige Weg für mich.
 
  • #22
Liebe Fragestellerin,

klar ist die Situation nicht ideal aber deswegen lieber aufgeben, anstatt die persönlichen Vorzüge zu zeigen um einen Partner zu finden?

Vernünftige Männer wollen eher eine gleichaltrige Partnerin. Nur weil in den Foren von Singlebörsen steht, dass eine Frau wesentlich jünger zu sein hat und eine Frau von 35+ ihr Haltbarkeitsdatum überschritten hätte, heißt das doch nicht, dass vernünftige Männer von +/-40 in den Singlebörsen selbst oder im normalen Leben, dass dann auch so sehen.

Warum nicht beruflich Freiräume schaffen um auch rausgehen zu können, anstatt sich vermutlich Mehrarbeit aufhalsen zu lassen weil du ja Single bist?

Warum also nicht Freunde/Familie ruhig und dezent in die Suche nach einem Partner einbinden oder sich eine zusätzliche Reichweite über eine Singlebörse beschaffen?


WENN es dann engültig zu spät ist, gibt es z. B. die Möglichkeit bei den Ferienspielen mitzuhelfen. Schulen/Kindergärten können oftmals Schulweghelfer, oder Bäckerinnen/Verkäuferinnen für Weihnachtsmärkte/Sommerfeste brauchen. Da kann man dann die Schul-/Kindergartnleitung bzw. die Elternbeiräte kontaktieren ...
 
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Gast

  • #23
Ständig hört man als Kinderlose, dass man etwas verpasst haben. Ich kenne freiwillig kinderlose Frauen. Dennoch kommen Mütter zu denen und sagen frech, dass das "irgendwie nicht normal" oder gar egoistisch sei. Bullshit. Ich würde nie im Leben eine Mutter fragen, was sie sich beim Kinderkriegen in dieser Welt gedacht hat...Andersrum ist das wohl ok. Ich würde es nicht krampfhaft versuchen! Zieh dir andere Projekte an Land im Sozialwesen etc. - werde Betreuerin für andere Kinder, mach ein Ehrenamt mit Kindern, nimm ein Patenkind in Deutschland oder im ausland, engagiere dich für die Umwelt und für Tiere. Es gibt soviele Möglichkeiten, kinderlos glücklich zu sein. Die Ansicht, eine Frau führe ein sinnloses Leben und sei nicht vollwertig ohne Kinder ist rückständig und was für unreflektierte und - sorry - meiner ansicht nach auch etwas kleinkarierte Mitmenschen, die die Möglichkeiten unserer freien gesellschaft nicht ausloten können oder wollen. Und bleib bei deiner Ansicht, dass Kinder nur mit einem liebenden Partner gehen. Diese "hauptsache Kind"-Einstellung, auch wenn Alleinerziehend ist dann wirklich nur noch eines: egoistisch und dazu da, damit es DIR in dieser Welt besser geht. Hier zu konnte mir auch noch keiner ein rationales Gegenargument liefern. Für Kinderlosigkeit gibt es aber zuhauf gute und nachvollziehbare Gründe.
 
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Gast

  • #24
Bin zwar ein Mann (46), aber heute glücklich darüber, dass mir nie eine Frau für eine Beziehung begegnet ist. Wäre das doch passiert, hätte ich heute wahrscheinlich Kinder an der Backe.
Die Gewissheit, niemandem gegenüber finanzielle Verantwortung zu haben, ist mein größter Wert an Lebensqualität. Ich muss keine Immobilien abbezahlen, keinen Fuhrpark finanzieren, kein Studium von Kindern bezahlen oder andere Lasten schultern die eine Familie mit sich bringt.
Andere Männer in meinem Alter müssen sich in einer irren Arbeitswelt unter dieser Last durchquälen. Ich habe erst mal für 4 Jahre ein verlängertes Sabbatical genommen und liege bei dem schönen Wetter am See oder gehe mit meinem Hund wandern.
 
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Gast

  • #25
WENN es dann engültig zu spät ist, gibt es z. B. die Möglichkeit bei den Ferienspielen mitzuhelfen. Schulen/Kindergärten können oftmals Schulweghelfer, oder Bäckerinnen/Verkäuferinnen für Weihnachtsmärkte/Sommerfeste brauchen. Da kann man dann die Schul-/Kindergartnleitung bzw. die Elternbeiräte kontaktieren ...
Tolle Idee! Für ungewollt kinderlose Frauen (ich gehöre auch dazu) gibt es in der Tat nichts Schöneres, als sich mit fremden Kindern und ihren Müttern zu umgeben. Tut auch gar nicht weh! *Ironie off*
Das geht erst, wenn sich eine Frau zu 100% mit ihrem nicht-erfüllten Kinderwunsch ausgesöhnt hat. Alles andere wäre in der Wunde bohren.

w
 
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Gast

  • #26
Ich glaube es sind Welten zwischen "fremden Kindern" und den eigenen. Sich als "Schulweghelfer" usw. zu angagieren mag ja gut und nett sein, wird aber wohl keine wirklichen Glücksgefühle auslösen. Ich habe eine Kollegin im Büro die ist auch kinderlos. Ihre Schwester, welche ihr sehr nahe steht, hat nun zwei kleine Kinder. Sie passt oft auf die beiden auf, auch an den Wochenenden. Sowas hingegen ist sehr erfüllend. Weil es Kinder sind von jemandem der einem nahe steht und man auch wirklich etwas mit den Kinder machen kann und auch eine Beziehung aufbauen kann.
 
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Gast

  • #27
wenn Du gesund und fit bist und genug verdienst um auch alleine ein Kind großzuziehen, dann solltest Du wirklich über künstliche Befruchtung nachdenken. Geht auch in Nordeuropa, man muss nicht unbedingt in den Osten.

Ich selbst bin gerade über den Schmerz, die Trauer und die Verzweiflung hinweg, die das Loslassen müssen des Kinderwunsches mit sich bringt. Es hat Jahre gedauert! Mit Mitte dreißig habe ich noch groß getönt: "Wenn's nicht sein soll, dann soll's nicht sein" und war der Überzeugung, dass man besser so spät nicht mehr Mutter werden sollte.

Ich muss dazu sagen, ich war lange Jahre krank, als es mir ab ca. Mitte dreißig wieder besser ging, war ich allein. Erst mit 39 lernte ich einen Mann kennen, der mir auch nochmals den Kinderwunsch in den Kopf setzte: "das gehöre zu einem Frauenleben". Ich kann hier nicht beschreiben, welch ein Glücksgefühl mich überflutete, als diese Idee in mir Fuss fasste: "Ein Kind, es ist noch möglich". Aber nicht mit ihm, meinte er, als ich ihm das irgendwann erzählte, er sei zu alt, ich solle mir einen andern suchen.

Ich kam tatsächlich noch mit einem jüngeren Mann zusammen, aber er wollte zunächst auch keine Kinder und ich lernte ihn in der Zeit nach und nach kennen. In meinem Herzen stellte ich fest: Nein diesen Mann kann ich mir nicht als Vater meines Kindes vorstellen. So viele unterschiedliche Ansichten, mit denen ich nicht klar komme, wie sollte man so ein Kind großziehen. Er merkte, wie ich mich von ihm entfernte und plötzlich wollte er ein Kind. Um mich zu halten wahrscheinlich. Es war ein harter Kampf zwischen der mir sich bietenden Möglichkeit meine Sehnsucht zu stillen und dem besseren Wissen, dass ich einem Kind nicht diesen Spagat zwischen Vater und Mutter antun wollte.

Ich war immer noch nicht völlig fit, konnte nur halbtags arbeiten, deshalb fiel für mich die Idee des Alleinerziehens weg. Ich hätte einen Partner an meiner Seite gebraucht. Und für mich ist es auch wichtig einem Kind wenigstens die ersten Jahre die Geborgenheit einer Familie geben zu können - natürlich auch noch länger, aber wer weiß das heutzutage schon.

In diesem Sinne: Wenn für Dich Alleinerziehen o.k. ist und die Lebensumstände passen: Warum nicht künstlich befruchten?! Du spielst schon mit dem Gedanken noch ein Kind zu haben, das heißt, Du würdest diesen Gedanken unter Schmerzen loslassen müssen, wenn's zu spät ist - jedenfalls meine Erfahrung.

w 47
 
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Gast

  • #28
Diese Frage richtet sich bewußt nicht an mich - die böse, böse freiwillige kinderlose Frau.
Ich kann diesen teatralischen Weltschmerz Quatsch nicht mehr lesen. Gerade gebildete Frauen sollten in der Lage sein ihren Kinderwunsch zu hinterfragen. Wir sind nicht wie die Männer, hormongesteuerte Marionetten. Du bist trotzdem eine Frau, genieße Dein Leben - auch ohne Kinder, oder auch gerade deswegen. Oder willst Du jetzt den Rest deines Lebens Trauer tragen?
Ich bin sehr glücklich ohne Kinder, weil ich ich bin!
 
  • #29
Ich kann diesen teatralischen Weltschmerz Quatsch nicht mehr lesen. Gerade gebildete Frauen sollten in der Lage sein ihren Kinderwunsch zu hinterfragen. Wir sind nicht wie die Männer, hormongesteuerte Marionetten.

Doch, das sind wir Frauen auch - und das ist gut und richtig so.

Die allermeisten sind dem Wunsch nach einem Kind direkt ausgeliefert, und verständlicherweise tun sie deshalb alles, um ihn sich zu erfüllen. Mit "gebildet" hat dies rein gar nichts zu tun!

Ausnahmen gibt es natürlich, die diesbezüglich auch kopfgesteuert fühlen und handeln können.
 
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Gast

  • #30
Was fehlt Dir denn in Deinem Leben? Ein Kind ein Mann oder beides? Das wird nicht richtig klar. Fakt ist, dass eine Frau heutzutage auch alleine eine Kind großziehen kann. Wenn Du Dir so sehr eine Kind wünscht, dann musst Du dies unabhängig von einem Partner machen. Das haben schon viele Frauen gewagt und sind mit Ihren Kindern sehr glücklich.
Wenn Du den Wunsch hast und es auch noch möglich ist solltest Du Dich darauf konzentrieren bevor es zu spät ist.
Generell gilt: " kein Mann ist es wert auf seine eigenen Kinder zu verzichten. Schon gar nicht der , der nie kommt!!"