• #1

Wie vermeide ich den ständigen Streit?

Hallo zusammen,

meine Partnerin (29) und ich (33) sind seit einigen Monaten ein Paar. Die Beziehung zu der letzen Frau ging wegen ständiger Streitereien in die Brüche. Sie hat extrem viel gezickt, hatte häufig schlechte Laune und hat mich oft bevormundet. Irgendwann war mein Limit erreicht.

Mit meiner jetzigen Partnerin war anfangs noch alles sehr harmonisch. Doch mittlerweile streiten wir fast täglich, wegen Kleinigkeiten. Es beginnt häufig damit, dass sie etwas daran auszusetzen hat, was ich tue oder wie ich es tue. Ich bin grundsätzlich darum bemüht, dass es ihr gut geht und ich so handle, wie sie es sich vorstellt. Doch manchmal muss ich Kontra geben, wenn die Vorwürfe mir zu abwegig erscheinen.

Jetzt denke ich mir, dass vielleicht ich derjenige bin, an dem es liegen könnte. Wenn ich wüsste was ich ändern muss, würde ich es tun. Aber ich weiß es nicht. Deswegen habe ich sie gefragt, was ich ändern könne, aber sie weiß es selbst nicht. Leider sind wir beide mehr oder weniger ratlos. Sie hat es in früheren Beziehungen nie so erlebt. Mit ihrem Ex gab es keinerlei Streits.

Habt ihr eine Idee was ich tun kann?

LG
 
  • #2
Grundlegend denke ich, Frauen haben in ihrem inneren die Tendenz über Männer zu meckern, auch ohne das was ist. Sieht man zum Beispiel auch schon dran, dass sie dir das Problem garnicht benennen kann. Dies wird in vielen Fällen, nur durch verschiedene Gegebenheiten unterdrückt:

- sie ist desinteressiert
- sie hat Angst vor deiner Reaktion (weil du zum Beispiel laut wirst)
- sie hat Respekt vor dir

Ich glaube du bist einfach zu nett und Frauen tendieren dann dazu dich als Fußabtreter zu benutzen und ihre Launen an dir auszulassen. Und das war schon in deiner vorherigen Beziehung so. Die Frauen spüren unterbewusst (darum können sie es auch nicht benennen) "mit dem kann ich es machen". Lass dir nicht alles gefallen, das kannst du machen.
 
  • #3
Jetzt denke ich mir, dass vielleicht ich derjenige bin, an dem es liegen könnte..... Sie hat es in früheren Beziehungen nie so erlebt. Mit ihrem Ex gab es keinerlei Streits.
Das ist doch schon mal ein guter Ansatz. Wenn die zweite Beziehung in Folge auf gleiche Art und Weise als täglicher Kleinkrieg stattfindet, kann es nur an Dir liegen oder daran, dass Du Dir immer die falschen Frauen aussuchst, die nicht zu Dir passen.
Viele Männer meckern hier rum, dass es täglichen Kleinkrieg mit Frauen gibt und diese an ihnen rumerziehen wollen - mit ihnen ist aber alles in Ordnung. Schon klar.
Dass Du noch nicht mal erkennen kannst, welches Problem Du überhaupt hast, liegt an der typisch männlichen Unreflektiertheit - weil Mann, macht er immer alles richtig. Ich habe lange gebraucht das zu durchschauen. Heute steige ich in solche Dinge garnicht mehr ein - drehe mich um und bin weg. Sollen andere Frauen sich mit sowas abplacken und sich die Zeit mit so einem Mann unangenehm machen.

Deswegen habe ich sie gefragt, was ich ändern könne, aber sie weiß es selbst nicht.
Ich hatte auch mal so ein Exemplar, was mich ratlos machte. Jedes Gespräch artete in einen verbalen Kleinkrieg aus. Dieses Problem kannte ich weder aus vorherigen Beziehungen noch aus Freundschaften noch aus dem Job. Überall konnte ich Gespräche und Konflikte konstruktiv und ruhig führen, nur mit ihm nicht.
Jedes Mal, wenn ich ihm etwas sagte, fühlte er sich bevormundet. Irgendwann sagte ich garnichts mehr, ließ ihn machen und entfernte mich innerlich aus der Beziehung.

Nachdem der innere Abstand groß genug war, trennte ich mich und konnte endlich sehen, dass er überall diese Probleme hatte: im Job, in der Familie, mit Freunden. Er fiel allen ins Wort, dachte nie darüber nach was andere ihm sagten, sondern versuchte sich rechthaberisch durchzusetzen. Er machte aus jedem Gespräch einen kampf. Es war ein grundsätzlich mangelnder Respekt seinerseits anderen Menschen gegenüber.
Er hat in seiner Kindheit eine paar wesentliche Regeln nicht gelernt: konstruktive Gesprächsführung, Austausch statt verbaler Kampf auf Sieg, den Standort des anderen einzunehmen und ganz besonders konnte er Frauen nicht als gleichwertig anerkennen - ein Faktotum in der Neuzeit.
 
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  • #4
Ich streite gar nicht in Beziehungen. Diese Phase hab ich mit Anfang 20 abgeschlossen.

- Wenn mein Partner etwas nicht mag, dann lass ich es sein, um ihn nicht zu verärgern. Damit kann ich gut leben. Man muss genügsam sein.

- Wenn ich etwas machen möchte, was er mir verbieten will, dann liefere ich ihm sehr gute Argumente, um meinen Wunsch durchzusetzen und das zieht auch, weil ich sehr gut argumentieren kann. Das schreibe ich mir vorher auf, um ihn mehrfach überzeugen zu können.

- Außerdem bleibe ich sehr sachlich im Gespräch, werde niemals persönlich, beleidigend oder abschweifend, sondern behalte die mentale Kontrolle.

- Wenn mein Partner mich kritisiert, was ich falsch mache, dann bitte ich ihn, mir eine bessere Möglichkeit zu zeigen (kann er meist nicht).

- Wenn mein Partner dann immer noch ruppig oder stichelig wird, stelle ich die Beziehung in Frage. Ich merze Dominanzverhalten bei Männern sofort aus!

Passiert aber nicht, weil ich schon im Vorfeld ein sehr sachlicher, kühler, authentischer und direkter Mensch bin. Streithähne oder künstlicher Aufplusterer haben bei mir keine lange Überlebensdauer oder Möglichkeit auf Vertiefung einer Freundschaft oder potentiellen Beziehung.

Das alles verlangt aber, dass ich weiß, wer ich bin und was ich kann, dass ich ständig an meinen Schwachpunkten/charakterlichen Lecks arbeite. Wenn deine Freundin was bemängelt (z.b. deine Unordenlichkeit), dann wäre es höchste Zeit, mal sauber zu werden. Dann hat deine Freundin auch keinerlei Anhaltspunkte mehr, um dich irgendwie angreifen zu können.
 
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  • #5
Entweder suchst Du Dir den falschen Typ aus oder Du verhältst Dich auf eine Weise, die andere gegen Dich aufbringt. Vielleicht beides.

Zitat von Submariner:
Es beginnt häufig damit, dass sie etwas daran auszusetzen hat, was ich tue oder wie ich es tue.
Kann an ihr liegen. Es gibt Frauen (und Männer), die ganz starre Vorstellungen im Kopf haben, wie was gemacht werden muss. Da kann man nicht mal den Tisch richtig abwischen ohne Anleitung.

Zitat von Submariner:
Ich bin grundsätzlich darum bemüht, dass es ihr gut geht und ich so handle, wie sie es sich vorstellt.
Wenn Du Dich rumschubsen lässt, verliert der unreflektierte Charakter Respekt vor Dir. Der reflektierte wird Dir sagen können, was Du falsch machst und sich nicht dazu versteigen, Dich dauernd runterzuputzen. Aber der wird auch bald gehen, weil Dein Verhalten anstrengend ist. Das hat auch nichts mit nett zu tun, das hat mit Bedürftigkeit Deinerseits zu tun: Ich mach alles, wenn ich nur bleiben darf.

Zitat von Submariner:
Doch manchmal muss ich Kontra geben, wenn die Vorwürfe mir zu abwegig erscheinen.
Du müsstest mehr Beispiele schreiben. Deine Einstellung kann bedeuten, dass Du die Frau generell nicht auf Augenhöhe siehst, und Dich gnädigerweise an ihre "Launen" anpasst, obwohl Du alles generell schwachsinnig findest, was sie so will, und obwohl sie recht hat. Die Einstellung kann aber auch bedeuten, dass Deine Freundin wirklich anstrengend ist und abwegige Vorwürfe macht.

Zitat von Submariner:
Sie hat extrem viel gezickt, hatte häufig schlechte Laune und hat mich oft bevormundet.
Wäre interessant, was Deine Freundin so "gezickt" hat. Wenn sie sich darüber aufgeregt hat, dass Du Deine Klamotten in der gemeinsamen Wohnung überall hinschmeißt und sie die wegräumen muss, oder Du nie das Bad putzt bzw. wenn Du es geputzt hast, noch die Hälfte des Drecks weiterhin da war, dann hatte sie einfach recht mit ihrer Unzufriedenheit.
 
  • #6
Das ist doch schon mal ein guter Ansatz. Wenn die zweite Beziehung in Folge auf gleiche Art und Weise als täglicher Kleinkrieg stattfindet, kann es nur an Dir liegen oder daran, dass Du Dir immer die falschen Frauen aussuchst, die nicht zu Dir passen.

Ich war vor diesen beiden Beziehungen 6 Jahre lang mit einer selbstbewussten, intelligenten und reflektieren Frau zusammen. Und mit ihr war es deutlich harmonischer mit nur sehr wenigen Streits. Wenn es an mir läge, hätte es auch in dieser Beziehung so sein müssen.

Dass Du noch nicht mal erkennen kannst, welches Problem Du überhaupt hast, liegt an der typisch männlichen Unreflektiertheit

Man kann mir ja vieles vorwerfen, aber keine Unreflektiertheit. Wäre ich unreflektiert, würde ich den Fehler gar nicht erst bei mir suchen. Es gab Situationen aus denen ein Streit entbrannte und ich mein Verhalten infolge dessen änderte. Zu ihrer Zufriedenheit. Aber dann gab es wiederum andere Dinge, die sie störten. Immer neue Dinge, die man nicht unter einem Sammelbegriff zusammenfassen kann.
 
  • #7
- Wenn mein Partner etwas nicht mag, dann lass ich es sein, um ihn nicht zu verärgern. Damit kann ich gut leben. Man muss genügsam sein.

Man könnte sagen, dass sie es nicht mag, wenn ich nicht sofort das tue was sie verlangt. Damit lassen sich viele Ursachen der Streits beschreiben. Dabei sollte ich möglichst keine Widerworte geben.

Sie sagt von sich selbst, sie sei dominant. Vielleicht helfen deine Tipps, wenn du sagst, dass man Dominanz damit ausmerzen kann. Allerdings neigt sie zu ironischen Bemerkungen und herabwürdigenden Äußerungen in "klärenden" Diskussionen nach einem Streit. Dem versuche ich meist mit Ruhe und Sachlichkeit zu begegnen, was mir leider nicht immer gelingt, weil manche Äußerungen mich wütend machen. Ich sage ihr dann, dass mich das stört und werde etwas lauter. Und darauf reagiert sie dann entsprechend.

So zumindest meine Sicht der Dinge. Ich kann mich natürlich auch irren und es vollkommen falsch wahrnehmen.
 
  • #8
Grundlegend denke ich, Frauen haben in ihrem inneren die Tendenz über Männer zu meckern, auch ohne das was ist. Sieht man zum Beispiel auch schon dran, dass sie dir das Problem garnicht benennen kann. Dies wird in vielen Fällen, nur durch verschiedene Gegebenheiten unterdrückt:

- sie ist desinteressiert
- sie hat Angst vor deiner Reaktion (weil du zum Beispiel laut wirst)
- sie hat Respekt vor dir

Ich glaube du bist einfach zu nett und Frauen tendieren dann dazu dich als Fußabtreter zu benutzen und ihre Launen an dir auszulassen. Und das war schon in deiner vorherigen Beziehung so. Die Frauen spüren unterbewusst (darum können sie es auch nicht benennen) "mit dem kann ich es machen". Lass dir nicht alles gefallen, das kannst du machen.

Naja, sie kann es insofern benennen, als dass sie mir sagt was sie an meinem Verhalten stört. Allerdings in ruppigem und vorwurfsvollem Ton. Da gibt dann ein Wort das andere. Und das könnte das Problem sein.

Und ja, ich glaube auch, dass ich zu nett bin. Viele Männer in meinem Bekannten- und Freundeskreis hätten sich das nicht gefallen lassen. Ich hingegen gehe so gut es geht auf das ein, was sie stört und ändere mein Verhalten. Anscheinend nicht gut genug.
 
  • #9
Antwort 1 bringt es auf den Punkt. Bei mir hätte sie keine Chance, da ich Paroli biete und mir nichts gefallen lasse. Sollte sie es dennoch weiterhin machen dann sage ich ihr, dass wir nicht kompatibel sind und trenne mich und Pasta. Mein Leben, meine Zeit, meine Energie sind mir kostbarer als ständig dem launischen und unnötigen Streit ausgesetzt zu sein, der letztendlich auf ihre persönliche Unzufriedenheit zurückzuführen ist und sie dich als Prellbock dafür missbraucht! Muss wieder meinen Kopf schütteln, was sich so einige Leute so alles gefallen lassen!!
 
G

Gast

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  • #10
Sehr wahrscheinlich liegt das an dir, denn in deiner letzten Beziehung war es ja ähnlich. Wahrscheinlich bist du narzisstisch und überempfindlich wie viele Männer, die alles sofort als Kritik und Beleidigung auffassen und dann meinen "Kontra" geben zu müssen, wie du das nennst.

Wenn du eine Beziehung zu einer Frau ohne Streit führen möchtest, so ist das ganz einfach, dann mußt du nur einen Satz lernen und das Liebesglück ist für immer gesichert, diesen Witz gibt es doch schon seit Jahrzehnten, dass ein guter Ehemann vor allem den einen Satz können muß: "Ja, Liebling, Du hast recht!"
(Was er dann macht oder davon beherzigt, das steht auf einem ganz anderen Blatt :)).

Du bist nicht zu nett, das ist absoluter Quatsch, sondern du bist zu ungeübt im Umgang mit Frauen. Charmeure und Männer auf die alle Frauen stehen, die streiten niemals, die stimmen der Frau zu, sagen auf so etwas, was du als Kritik empfindest, gar nichts oder lächeln nur. Keine Frau erwartet sofort eine Problemlösung, sondern sie will etwas meist nur benennen, das kapieren viele Männer aber nicht, da sie anders ticken.

Wenn du eine Frau suchst, die dich niemals kritisiert, sondern dich anhimmelt, mußt du dir eine Ausländerin aus dem Armutsslum suchen, die deine Sprache nicht wirklich versteht und meist auch keinen Bock hat, diese zu erlernen. Überempfindliche, narzisstische Männer nehmen sich meist eine Osteuropäerin, die noch so ticken wie hiesige Frauen vor über 100 Jahren.
 
  • #11
Wenn jemand der sich gerne fetzt und jemand der das gerne vermeiden möchte, eventuell sogar sehr konfliktscheu ist, aufeinander treffen kann da nichts Gutes bei rauskommen. Der Erste wird durch die Gelassen- und Gleichgültigkeit des Zweiten noch zusätzlich provoziert, und der Zweite durch die Art des Ersten total gestresst.
Weil beide mit dem jeweils anderen nicht können schaukelt es sich dann unschön hoch.
Mit der Streitkultur verhält es sich ähnlich wie mit der Kommunikation im allgemeinen. Sie sollte passen und dann harmoniert es, - selbst wenn dabei die Fetzen fliegen. Das schliesst sich nicht aus, es müssen nur beide so sehen.
 
  • #12
Bei meiner letzten Partnerin habe ich es mir nicht gefallen lassen. Sie hat mit ihrer permanent zickigen und schlecht gelaunten Art alles kaputt gemacht. Ich sage nicht, dass ich unschuldig bin. Denn ich habe teilweise getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" selbst Streit angefangen. Einfach um ihr zu zeigen, wo die Grenzen sind und dass ich das auch darf. Das war schon ein kleiner Machtkampf.

Bei meiner jetzigen Partnerin ist das anders. Sie ist sehr wechselhaft in ihren Launen, meckert auf eine andere, manchmal sogar witzige Art und Weise. Mal ist sie lieb und anhänglich und im nächsten Moment stört sie plötzlich etwas was ich tue. Momentan bin ich bereit, diese Dinge für sie zu ändern. Also in genau dem Moment oder auch langfristig, wenn es nichts Akutes ist. Denn ansonsten ist sie extrem liebevoll. Völlig anders als die letzte Frau, die kaum körperliche Nähe brauchte und ihre Zuneigung stattdessen auf andere und mir unbekannte Art (für mich kochen o. ä.) zeigte. Aber ich weiß nicht, wie lange ich das mit meinem Stolz vereinbaren kann.
 
G

Gast

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  • #13
Sie sagt von sich selbst, sie sei dominant. Vielleicht helfen deine Tipps, wenn du sagst, dass man Dominanz damit ausmerzen kann. Allerdings neigt sie zu ironischen Bemerkungen und herabwürdigenden Äußerungen in "klärenden" Diskussionen nach einem Streit
Ich hingegen gehe so gut es geht auf das ein, was sie stört und ändere mein Verhalten. Anscheinend nicht gut genug.
Puh, klingt anstrengend.
Mit ihrem Ex hatte sie diese Probleme nicht, vielleicht hat sie ihn mehr respektiert oder er konnte ihre Dominanz besser handeln.
Es kann auch nicht darum gehen, es einem anderem immer Recht zu machen. Vielleicht passt ihr einfach mit euren Dominanzschwellen nicht gut zusammen.Du müsstest ihr auf jeden Fall Grenzen setzen, aber du wirst deine Persönlichkeit nicht total verändern können.
 
  • #14
Es beginnt häufig damit, dass sie etwas daran auszusetzen hat, was ich tue oder wie ich es tue.
Ja, klar. Denn Männer sind keine Frauen - und Frauen sind keine Männer.
Deswegen sind manche Meinungsverschiedenheiten vorprogrammiert.

Drei Methoden dafür
1) - Der Mann lässt sich alles gefallen, und stimmt immer der Frau zu.
2) - Der Mann ist der Herr im Haus, und bestimmt alles. Muckt die Frau auf, bekommt sie sofort Contra vom Mann. Bis sie es nicht mehr wagt, was dagegen zu sagen.
3) - Der Mann sagt, dass er bei so vielen Meinungsverschiedenheiten anscheinend doch nicht der passende Partner für sie wäre, und trennt sich von der Frau.

Die Frau ist von sich überzeugt. Und das Alles richtig wäre, was sie sagt und meint. Wenn der Mann anderer Meinung ist, dann sei es
A) - typisch Mann: Stur und uneinsichtig
B) - typisch Mann: Weil er (davon) nichts verstehen würde.
C) - seine Mutter habe ihn falsch erzogen
D) - er bekäme schlechte Ratschläge von anderen Männern
Ich bin grundsätzlich darum bemüht, dass es ihr gut geht und ich so handle, wie sie es sich vorstellt.
Gut gemeint - kann trotzdem verkehrt sein. Man bemüht sich um Harmonie - der Frau zuliebe. Dann aber verliert man in den Augen der Frau an Respekt. Und sie treibt es immer weiter.

Es beginnt mit einer Meinungsverschiedenheit. Die sich zum Streit aufschaukeln kann, weil der Mann sich nicht für die Meinung der Frau einsichtig zeigt.
 
  • #15
(2. Teil)

Oder die Frau stellt Alles in Frage, und hat keine eigene Meinung.
Egal, was der Mann antwortet oder sich gar rechtfertigt, die Frau nervt weiter.
Bis der Mann vor aufgestauter Wut explodiert, weil er dieses psychische
"Dauerfeuer" der Frau nicht mehr durchhält.
Oder er stimmt so lange der Frau zu, bis sie endlich aufhört.
Sie hat es in früheren Beziehungen nie so erlebt. Mit ihrem Ex gab es keinerlei Streits
Vielleicht war es mit ihrem vorherigen Mann/Männern deswegen friedlich, weil sie in Allem dieser Frau zugestimmt hat ?
(Frauen bezeichnen sowas als "habe meinen Mann gut erzogen")
Wenn ich wüsste was ich ändern muss, würde ich es tun. Aber ich weiß es nicht.
Na, dann eben nicht ! Selbst diese Frau weiss noch nicht mal, was man ändern solle.

Klar die eigene Meinung sagen, was und wie man es gerade haben will.
Kein "aber" - keine Diskussionen.

Und taktische Heul-"Shows" sind nicht erwünscht, bzw. man ist dafür kein Publikum.
"Heul in der Küche, im Bad, oder woanders - aber nicht bei mir !"

Ich habe lange gebraucht, um dies zu lernen. Ich wollte Frauen nie so behandeln.
Aber es ist nötig, wenn Frauen so sind. Diese Frauen ticken halt so. Wer sich als Mann nicht dagegen wehrt, der macht sich selber nervlich kaputt. Und ist in den Augen dieser Frauen kein Mann, sondern ein Schwächling. Und Schwache werden ausgenutzt, wie in der Natur. ggf. bis sie am Ende sind.
Sich richtig und angemessen wehren. Und unbedingt die eigenen Nerven + Psyche schützen.
 
G

Gast

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  • #16
Man könnte sagen, dass sie es nicht mag, wenn ich nicht sofort das tue was sie verlangt...
Allerdings neigt sie zu ironischen und herabwürdigenden Äußerungen... weil manche Äußerungen mich wütend mache, werde ich etwas lauter.
Lerne auf herabwürdigende Äußerungen richtig zu reagieren. Arbeite an der Kommunikationsfähigkeit in der Beziehung .
Ihr beide solltet wertschätzender miteinander reden. Ihr müsst lernen, dass ihr euch gegenseitig zu etwas auffordern dürft. Die Aufforderung muss dem Partner allerdings in angemessener Form kommuniziert werden. Das hat nichts mit Dominanz zu tun. Der Aufgeforderte muss auf die Aufforderung passend reagieren. Ich meine damit nicht sofort gehorchen. Der Aufgeforderte muss rückmelden, "ich habe verstanden, dass du.... Willst. Ich werde darauf folgendermaßen reagieren... "
Vielleicht habt ein unterschiedliches Zeitgefühl, wenn es um die Umsetzung geht.
 
G

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  • #17
Sie sagt von sich selbst, sie sei dominant. Vielleicht helfen deine Tipps, wenn du sagst, dass man Dominanz damit ausmerzen kann. Allerdings neigt sie zu ironischen Bemerkungen und herabwürdigenden Äußerungen in "klärenden" Diskussionen nach einem Streit. Dem versuche ich meist mit Ruhe und Sachlichkeit zu begegnen,

Das kannst Du sofort wieder vergessen.
Du steckst in exakt derselben Situation, wie ich vor etwa 4 Jahren. Alles was Du schreibst, kann ich Wort für Wort genau nachvollziehen; inkl. ihrem Bekenntnis "Ich bin dominant".
Nein; unsere Frauen sind nicht dominant, sie sind narzisstisch.
Ich mach's kurz:
Wenn Du sie sehr liebst, dann kannst Du versuchen es mit mit ihr auch in Zukunft auszuhalten. Es wird aber schwer.
Ich habe es versucht und bin bis heute geblieben, vor allem da wir (ungeplant ?) Kinder bekamen, die ich niemals im Stich lassen würde.
Es wird aber niemals eine wirkliche Besserung mit diesen Frauen geben, Du musst Dich auf einen lebenslangen Kampf einstellen.

Wenn Du wirklich etwas für Dich selbst tun möchtest, dann denke über Alternativen zu dieser Frau nach. Rückblickend hätte ich damals niht so stolz sein sollen zu glauben "Mit Ihr werde ich noch fertig"

Wenn Du in der Beziehung bleiben möchtest (dafür kann es gute Gründe geben) , dann suche unter youtube mit dem Stichwort "Narzissmus". Du findest dort in verschiedenen Videos ordentliche und wertvolle Hilfestellung.
Merke Dir vor allem eines: Gib Dich selbst niemals auf; denn sie wird Dich an n Rand des Wahnsinns bringen.

Und noch etwas: Heirate sie niemals! (Übrigens wenn Du ihr das jetzt sagst, wird sie Dich bald absägen, vielleicht besser für Dich...)
 
  • #18
Deine Freundin klingt total anstrengend.

Zitat von Submariner:
Man könnte sagen, dass sie es nicht mag, wenn ich nicht sofort das tue was sie verlangt. Damit lassen sich viele Ursachen der Streits beschreiben. Dabei sollte ich möglichst keine Widerworte geben.
Ich finde sowas schlimm, wenn jemand so einen Terror macht. Ich finde es auch gut, wenn was gleich passiert, wenn ich es gleich brauche. Allerdings muss man dem anderen immer noch die Wahlmöglichkeit lassen, ob er es auch machen will. Deine Freundin begreift gar nicht, dass es eine Grenze zwischen euch und dem, was man gerade wünscht, gibt. Du bist nicht ihr dritter Arm oder sonstein Organ, das funktionieren muss, wenn sie es will.

Es ist eine komische Sache. Wenn man zu gutmütig ist, führt das nicht dazu, dass diese Großzügigkeit geschätzt wird, sondern, dass man mehr und mehr untergebuttert wird und das energische Einfordern selbstverständlich wird, wenn das, was man freiwillig, unter Verzicht und aus Zuneigung tut, mal nicht gleich geleistet wird.

Zitat von Submariner:
Allerdings neigt sie zu ironischen Bemerkungen und herabwürdigenden Äußerungen in "klärenden" Diskussionen nach einem Streit.
Sag ihr das mal in klarem sachlichen Ton, dass sie das unterlassen soll. Sowas geht gar nicht, diese kalte und verdrehte Aggression. Das ist eine Angewohnheit, die man lassen kann. Das ist schwierig, aber ich finde sowas sehr verletzend und es ist keine schöne Wesensart.
Ich würde nicht warten, bis ich mit meinem Stolz sonstwo bin. Es staut sich doch auch immer mehr an. Am besten ist es, wenn der Konflikt vorbei ist und ihr euch wieder vertragt, mal zu sagen, wie Dich das kränkt. Ohne Vorwurf.
Mach bloß nicht den Fehler und gewöhn Dir "ja, Schatz" an. Ich finde diese Beziehungen gruselig, wo die Frauen Giftspritzen sind, den Mann runtermachen und er dazu grinst und sich denkt "leck mich, ich mach, was ich will". Auch Frauen sind lernfähig, ich hoffe, Deine Freundin gehört dazu. Gib ihr die Chance.
 
  • #19
Kommunikation hat immer etwas mit einer Dynamik zwischen zwei Menschen zu tun. Hier pauschal die Schuld bei einem der beiden zu Suchen ist wahrscheinlich zu kurz gegriffen.

Vielleicht war ihr Ex dominanter und sie hat ihn mehr respektiert als dich, vielleicht war er noch netter und hat alles über sich ergehen lassen. Beides könnte funktionieren.

Und für dich heißt das: entweder du suchst dir eine sanftere Frau, die weniger kritisch und herrschsüchtig auftritt. Oder du arbeitest an deinem Game und lässt dich gar nicht erst in diese lächerlichen Streitereien hinein ziehen.
 
  • #20
Ihr passt einfach nicht zusammen. Ich habe außerdem den Verdacht, Du bist über die gut laufende Beziehung, die 6 Jahre ging, nicht hinweg. Nun hast Du Dir hintereinander zwei Frauen gesucht, die ganz anders sind, als diese Ex. In der Hoffnung, dass dann eine Beziehung nicht scheitert? Ich vermute, die lange Beziehung hat die Frau beendet, nicht Du.
In Deiner jetzigen Beziehung werdet Ihr immer wieder aufeinander prallen. Sie ist durch Dein Verhalten provoziert und stichelt oder nörgelt, Du reagierst darauf und wirst laut. Auf Dein Lautwerden reagiert sie nun wieder... Wie die Hamster im Laufrad. Du kannst sie nicht grundlegend verändern und sie Dich nicht. Eure Kommunikation ist nur ein Ausdruck dafür, dass in Eurer Beziehung einiges schief läuft. Beende das. Verarbeite Deine gescheiterten Beziehungen und erst dann ist es Zeit, wieder eine Partnerschaft einzugehen. Sonst hangelst Du Dich immer weiter vom Regen in die Traufe. Frage Dich beim Singlesein: Wer bin ich und was will ich? Es ist nicht Deine Aufgabe und nicht zielführend, sich in einer Beziehung zu verbiegen, damit es keinen Streit gibt. Das kanns nicht sein.
 
  • #21
Zur Dominanz deiner Freundin FS.
Ich komme aus dem Reitsport und erkläre dir mal anhand einem Beispiel:
Ein Hengst und eine Leitstute können für den jeweiligen Besitzer oftmals sehr viel schwieriger und anstrengender im täglichen Umgang sein als es eine unterwürfigere Stute und ein Wallach sind. Hengste und Leitstuten testen häufig - phasenweise täglich - ihre Grenzen aus und fordern ihre Besitzer damit. Das Pferd möchte und muss wissen "ob es dies oder das mit dem jeweiligen Menschen machen kann". Wird es nun als Reaktion auf sein Austesten deutlich (nicht grob!) zurück in seine Schranken gewiesen, gibt es vorübergehend wieder Ruhe und respektiert den Rahmen in dem es sich zu bewegen hat. Ist der Besitzer ob diese Austesterei genervt oder nicht in der Lage die erforderlichen Grenzen zu setzen oder wendet unfaire Mittel zur Zähmung des Pferdes an, ist es das beste er verkauft es wieder, da er mit diesem Pferd niemals glücklich werden kann. Das Pferd würde höchstwahrscheinlich sogar bleiben wollen (Mit Ausnahme der unfairen Mittel.) da es ihm ja aus seiner Sicht wirklich gut mit dem Besitzer geht. Es wird nur nach und nach immer mehr an Respekt gegenüber diesem verlieren und erst mit einem neuen Käufer der dem Pferd insofern gewachsen ist, dass er die Grenzen die dieses Pferd braucht aufzeigen kann und möchte, werden Pferd und Reiter zu einem richtig starken, harmonischen und kaum zu schlagenden Team. Das Pferd hätte seinen Meister gefunden und wüsste wo es hingehört, der neue Besitzer weiss genau dieses Pferd zu schätzen und hat an den regelmässigen Machtkämpfe Freude und Spass oder kein Problem und keine Mühe damit, und der alte Besitzer wird glücklich mit einem anderen Pferd das ihn respektieren kann.
 
  • #22
Ich war vor diesen beiden Beziehungen 6 Jahre lang mit einer selbstbewussten, intelligenten und reflektieren Frau zusammen. Und mit ihr war es deutlich harmonischer mit nur sehr wenigen Streits. Wenn es an mir läge, hätte es auch in dieser Beziehung so sein müssen.

Das ist die Antwort auf Deine Frage: Du bist mit der falschen Frau zusammen. Wie so viele Männer machst Du es Dir sehr bequem: mit irgendeiner zusammenzusein, Hauptsache erst mal eine Frau im Bett und dann massiv wundern, warum es nicht klappt, aber geistig zu träge um zu erkennen, was die Ursache des Problems ist.

Befass' Dich mit der Frage, warum die Frau Dich nach 6 Jahren nicht mehr wollte, was Dir fehlte und versuch' Dir die Eigenschaften zuzulegen, damit Du dauerhaft für so eine Frau attraktiv bist.
Dann mach' Dich auf den Weg und such' Dir wieder eine von der Art, statt mit der xten dauerstreitenden Frau unglücklich zu sein.

Es gab Situationen aus denen ein Streit entbrannte und ich mein Verhalten infolge dessen änderte. Zu ihrer Zufriedenheit. Aber dann gab es wiederum andere Dinge, die sie störten. Immer neue Dinge, die man nicht unter einem Sammelbegriff zusammenfassen kann.

Das ist kein Zeichen dafür, dass Du zu nett bist zu Frauen, sondern zu unreflektiert, zu erkennen, dass in so einer Beziehung niemals Ruhe einkehren wird und zu träge, die Konsequenz zu ziehen, weil es hat ja auch schöne Seiten.
Es geht eben nicht darum, dem anderen alles Recht zu machen, sondern sich nur in den Dingen zu ändern, die man selber falsch und änderungsbedürftig findet. Insbesondere ist es keine Frage des persönlichen Stolzes, ob man sich eine respektlose Ansage gefallen lässt, dazu noch mit der Begründung, sie sei dominant. Das ist ihr Defizit an dem sie arbeiten muss. Es sit ein verletzender Umgangsstil, den sie hat, der den Partner auf Dauer genauso giftig oder auch krank/verbittert macht. So kommen dann die Aussagen wie von #1 zustande, dass Frauen immer was zu meckern haben, weil der Mann zu träge ist, zu gehen.

Wenn dauerhaft an immer wieder anderen Themen genörgelt wird, dann passt es trotzdem nicht auf Dauer, trotz anderer schöner Bereiche in der Beziehung. Hier stellt sich die Frage nach dem passenden Frauentypus, s.o. und der Fähigkeit mal so lange allein sein zu können, bis eine passende Frau am Horizont auftaucht.
 
  • #23
Streitkultur?! Was sind das für Beziehungen, in denen es ständig Auseinandersetzungen gibt? Wozu ist man dann überhaupt zusammen. Meinungsverschiedenheiten können auch gelöst werden, ohne dass man sich ständig zofft. Das ist für mich Kindergarten und damit würde ich keine kostbare Lebenszeit vergeuden.
 
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Gast

Gast
  • #24
Das Pferd hätte seinen Meister gefunden und wüsste wo es hingehört, der neue Besitzer weiss genau dieses Pferd zu schätzen und hat an den regelmässigen Machtkämpfe Freude und Spass oder kein Problem und keine Mühe damit, und der alte Besitzer wird glücklich mit einem anderen Pferd das ihn respektieren kann.
Wer ist denn Deiner Meinung nach in diesem Spiel das Pferd, wenn es um die Beziehung des FS geht?
Es kann doch nicht sein, dass so, wie Du es schilderst, eine Beziehung auszusehen hat, dass einer der unbewusste Machtaustester ist und der andere demjenigen so überlegen werden muss, dass er sich auf diesen ständigen Machtkampf in einer Beziehung einlässt und dauernd auf der Hut sein muss, dass sein Pferdchen den Respekt verliert. Nu hör aber auf! :)
 
G

Gast

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  • #25
So kommen dann die Aussagen wie von #1 zustande, dass Frauen immer was zu meckern haben, weil der Mann zu träge ist, zu gehen.
Das ist nicht allein der Grund. Ich hab mich auch gewundert, warum so viele Frauen Dauermeckerinnen zu sein scheinen. Einerseits liegt es schon daran, dass Leute anscheinend nur EINEN Weg, eine Sache zu tun, zulassen und sobald einer abweicht, ist es nicht mehr richtig und es wird genörgelt.
Andererseits habe ich bei den Männer, die ich kenne, die Tendenz beobachtet, zum einen die Frau als verantwortlich für den Haushalt zu sehen (O-Ton eines Mannes zu seiner Freundin: "hier müsste mal gewischt werden", was übersetzt hieß "hol mal den Eimer und mach das") und zum anderen, sich absichtlich blöd anzustellen, damit man irgendwas nicht mehr machen muss und sich von seinen Freunden als Held dafür ansehen zu lassen (nur zur Info, das war ein Mann mit Doktorgrad in einer Naturwissenschaft). Manche stellen sich auch unbeabsichtigt dumm an und sehen teilweise nicht, dass ihr Verhalten nicht nur sie betrifft.
Verantwortung für Zusammenleben und Beziehung sehe ich bei 90% der Männer in meinem Umfeld nicht. Soll heißen, wenn Kinder da sind, bleibt alles, was das Kind betrifft, an der Frau hängen. Alle 14 Tage den Rasen mähen und mal eine Glühbirne wechseln wird als adäquates Gegenstück zum täglichen Kücheaufräumen, Kochen und generellem Haussaubermachen gesehen.

Der Fehler der Frauen liegt darin, dass sie meckern, statt zu sagen "lass uns wieder auseinanderziehen".
 
G

Gast

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  • #26
Interessantes Thema...ich oute mich hiermit mal als ehemalige "Nörglerin".

Auch ich blicke auf einige langjährige Beziehungen zurück, in denen ich zur ständigen Nervensäge mutiert bin, der man nichts recht machen konnte, die permanent schlecht gelaunt war und nur gemeckert hat.
Momentan versuche ich gerade wieder, mit einem Mann zusammen zu ziehen. Älter und reifer geworden möchte ich diesmal das Problem direkt im Keim ersticken und spreche daher viel mit meinem Partner über die potenziellen Schwierigkeiten.
Wir sind darauf gekommen, dass ich Probleme oft aufstaue und in Folge dessen dann bei Kleinigkeiten überreagiere.
Wir haben daher vereinbart, uns alles, was uns aneinander stört, gegenseitig sofort ehrlich zu sagen- allerdings in einem netten und verständnisvollen Ton.

Wenn ich mich mal vergesse und schnippisch oder laut werde ist mein Freund sofort sehr verletzt und lässt mich das auch richtig deutlich spüren.
Als ich es einmal so richtig übertrieben habe hat er sich sogar für zwei Monate (!) zurück gezogen. Das habe ich mir gemerkt und gehe seit dem sehr viel behutsamer und rücksichtsvoller mit ihm um.
Er achtet und respektiert meine Wünsche (solange ich sie sachlich und überlegt vortrage) genau wie ich seine.

Quintessenz: wir befolgen eine gesunde Mischung aus beinahe allen obenstehenden Tipps und Ratschlägen.
Eine Beziehung zwischen zwei Menschen ist allerdings doch ein wenig anders als die zwischen Pferd und Reiter. Der Respekt muss nämlich GEGENSEITIG & GLEICHBERECHTIGT sein :)!
Es geht nicht darum, dass die "Leitstute" gezähmt wird (einseitiges Machtgefüge), sondern darum, dass eine Frau sich von ihrem Mann genauso ernstgenommen und respektiert fühlt wie er sich das umgekehrt auch von ihr wünscht.

An den FS: Sie respektiert Dich einfach nicht. Ändere das oder beende (zu Deinem eigenen Wohl) die Beziehung.
Und hör bloß damit auf, ihr alles recht machen zu wollen- dadurch wird es immer schlimmer!
 
  • #27
Wenn deine Freundin was bemängelt (z.b. deine Unordenlichkeit), dann wäre es höchste Zeit, mal sauber zu werden. Dann hat deine Freundin auch keinerlei Anhaltspunkte mehr, um dich irgendwie angreifen zu können.

Schön wär's. Leider gibt es Menschen, denen der Partner es niemals recht machen kann. Hat der eine Forderung erfüllt, kommt der nächste Kritikpunkt, da kann er sich auf den Kopf stellen.

Daher, lieber FS: Nicht zu nett sein, nur auf berechtigte Kritik eingehen und ansonsten klarstellen, dass Du unmotiviertes Gemecker nicht weiter duldest.
 
  • #28
Hallo zusammen,

danke für die zahlreichen Antworten. Vielleicht eines vorweg: Die meiste Zeit mit meiner Freundin ist extrem schön. Sie hat ein genau so großes Bedürfnis nach Nähe und Zuneigung wie ich. Es wird viel gekuschelt und es vergeht auch kaum ein Tag, an dem sie nicht in meinem Arm einschläft und aufwacht. Ich find's super und ich brauche das auch. Insgesamt überwiegt das Positive deutlich.

Was die Streits angeht, ist es so:
Einige Dinge die ich tue (bzw. vielmehr Dinge, die ich nicht tue oder übersehe), nerven sie. Sie macht vieles gleichzeitig, ist vor allem in Sachen Haushalt penibel und insgesamt sehr effizient in ihrem Handeln. Ich hingegen bin zwar auch recht genau, sehe einige Dinge aber ein wenig entspannter und stehe nicht so stark unter Strom wie sie. Das führt dann zwangsweise zu unterschiedlichen Sichtweisen. Vorgestern gab es folgende Situation, die zum Streit führte:

Wir mussten um 17 Uhr los. Ich war kurz vor ihr fertig und habe auf sie gewartet, weil sie sich noch im Bad fertig machte. Die Zeit nutze ich, um einem Freund auf seine Nachricht zu antworten. Wir hatten zuvor zusammen gekocht und gemeinsam die Küche sauber gemacht. Allerdings war der Mülleimer schon voll, was ich in dem Moment nicht auf dem Schirm hatte. Sie kam in die Küche, sah dass ich "rumsitze" und meckerte, dass ich den Müll schon hätte rausbringen können. Solche Dinge regen sie auf, wie sie selbst sagt. Ich blieb ganz ruhig, lachte kurz, nahm den Müll raus und brachte ihn weg. Dann wurde sie laut, knallte die Türen zu und regte sich in Selbstgesprächen über mich auf. Ein Wort gab das andere und um zu verhindern, dass es komplett eskaliert, blieb ich ruhig und sachlich. Hinterher stellte sich heraus, dass sie wegen des Lachens so sauer wurde. Sie dachte ich lache sie aus, dabei war es nur mein Versuch, aus der Situation herauskommen zu wollen. Zu spät, die Stimmung war bereits gekippt.

Also fuhr ich nach Hause, sodass wir ein paar Stunden allein verbrachten. Dann rief sie mich an, ich fuhr zu ihr und wir versöhnten uns wieder. Ich sagte, dass ich in Zukunft aufmerksamer sein werde und sie versprach, ruhiger zu werden und mir Dinge, die sie stören, ruhig und sachlich zu schildern.
 
G

Gast

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  • #29
Mein Gott!!! Die Frau spielt mit Dir.
Und Nein. Du hättest nicht unbedingt den Mülleimer herunter bringen müssen, schon gar nicht mit so einer Attacke. Natürlich darf man den Partner anhalten, fließiger zu sein.

Wäre sie eine normale Frau, dann hätte sie Dich gefragt, ob Du noch den Mülleimer herunterbringen kannst (was Du natürlich gerne gemahct hättest, ist ja auch OK) . So hättest Du im umgedrehten Fall doch auch genauso gefragt . Stimmt's?
Mach das mal mit ihr, was sie mit Dir anstellt.... dann werden Dir die Augen aufgehen, was für ein Exemplar Du Dir da geangelt hast....

Die Frau funktioniert genauso wie meine Ex.

Keine Diskussionen mehr.
Du hast genug geschrieben, um jeden Verdacht , den wir Männer hier hatten, zu bestätigen. Lauf, Junge lauf!
 
G

Gast

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  • #30
Die Zeit nutze ich, um einem Freund auf seine Nachricht zu antworten. Wir hatten zuvor zusammen gekocht und gemeinsam die Küche sauber gemacht. Allerdings war der Mülleimer schon voll, was ich in dem Moment nicht auf dem Schirm hatte. Sie kam in die Küche, sah dass ich "rumsitze" und meckerte, dass ich den Müll schon hätte rausbringen können.
Also wenn sie jetzt nicht durch irgendwas anderes gefrustet war und es nur an Dir ausgelassen hat, dann scheint sie das Gefühl zu haben, dass Du nichts von selber siehst.
Ich finde es zwar hohl, weil man, wenn man losgeht, den Müll mitnehmen kann und nicht noch extra vorher mal rauslaufen muss, aber vielleicht sind das bei euch verschiedene Richtungen.
Weiterhin könnte ich mir vorstellen, dass sie es nicht leiden kann, wenn Du Dein Interesse nach außen auf andere Leute lenkst. Statt Dich auf die Beziehung und den damit zusammenhängenden Müll zu konzentrieren, hast Du nur anderes im Kopf, dass mit euch nichts zu tun hat. Oder Deinen Spaß. Musst Du gucken, ob sie Kontrollzwang und Eifersucht auf Deine anderen Interessen zeigt.
Zitat von Submariner:
Hinterher stellte sich heraus, dass sie wegen des Lachens so sauer wurde. Sie dachte ich lache sie aus, dabei war es nur mein Versuch, aus der Situation herauskommen zu wollen. Zu spät, die Stimmung war bereits gekippt.
Na immerhin habt ihr das geklärt. Das ist doch das Wichtigste. Die Missverständnisse passieren halt, man muss nur offen dafür sein, ob irgendwas so gemeint war, wie es ankam, und nicht dem anderen irgendwas unterstellen.
Beziehungen sind nunmal ein Ponyhof, allerdings finde ich es extrem wichtig, dass man nicht alles so macht, dass der andere sich nicht aufregt oder sein Leben und seinen Charakter abgibt, damit eine Beziehung funktioniert.
Das muss man selber rausfinden, also versuch mal rauszukriegen, ob sie der Meinung ist, Du brächtest Dich nicht genügend ein in die Beziehung. Mit anderen Worten, Du siehst nicht, was dafür getan werden muss. Dann könnt ihr gucken, ob sie zu viel will bzw. ob Du wirklich immer erst alles gesagt kriegen musst, was mit dem Zusammenleben zu tun hat.
 
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