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  • #1

Wie versteht ihr den Gebrauch des Wortes „Beuteschema“?

Ich verstehe es einzig im Zusammenhang mit dem Wunsch nach unverbindlichem und schnellen Sex, wenn jemand mit dieses Wort unterwegs ist.
Denn wer eine echte Partnerschaft sucht, sucht keine Beute und will auch keine machen, oder?
 
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  • #2
Du siehst das viel zu negativ!

Jemand der in mein Beuteschema passt entspricht, ganz simpel ausgedrückt, einfach meinem Typ. Damit meine ich das Gesamtbild, das sich so zusammen setzt: die Optik, der Intellekt, gemeinsame Interessen, die Eloquenz etc.

Geschmäcker sind da verschieden und jeder bevorzugt einen anderen Typ Mensch.
 
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  • #3
Beuteschema meint eher Suchen eines bestimmten Typus Mann oder Frau. Mit Sex hat das relativ wenig zu tun. Ich finde des Ausdruck auch nicht so geschickt gewählt, da es wirklich nicht um einen Beutezug geht.

w45
 
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  • #4
Ein flapsiger Begriff, der von vielen unbedacht benutzt wird. Aber das was du da unterstellst ist es nicht.

Lies dich hier mal durch Forum. Das Thema wurde schon oft durchgekaut.
 
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  • #5
Denn wer eine echte Partnerschaft sucht, sucht keine Beute und will auch keine machen, oder?

Beuteschema ist identisch mit Suchraster, Präferenzen... Es ist egal, welchen Begriff man dafür nutzt, es heisst nur, dass man eine Zielvorstellung hat, sich Gedanken gemacht hat, was man bevorzugt, womit man bereits gute Erfahrungen gemacht hat, was passt o.a.

Ich suchte echte Partnerschaft und ich habe Beute gemacht. Das klingt nach was ganz großem und schweren, also wertvoll, das ich nach Hause geschleppt habe. Ich bin sehr schüchtern und es fällt mir schwer, mich überhaupt einzulassen, nicht komplett abzublocken. Mich ansprechen und dann einzulassen war schwerer Kampf und deswegen ist er meine Beute, mit der ich sehr sorgfältig umgehe, weil ich davon wegen meiner Art nicht viel machen kann. Er sagt, er ist gern meine Beute.
 
  • #6
Nein, als Beutschema sehe ich durchaus einen Partner, sowie auch im Thread Wunsch und Wirklichkeit. Ich bevorzuge einen bestimmten Typ Mann und den will ich und sonst keinen.

Ich will nunmal nicht jeden morgen neben jemanden aufwachen und denken, eigentlich wollte ich was anderes, oder Bekannten erzählen, eigentlich ist er ja garnicht mein Typ oder irgendwann im Streit mal sagen, eigentlich wollte ich Dich garnicht, aber was soll man machen, Du warst eben "verfügbar".

Eine Bekannte erfuhr dies mal im Ehestreit, er sagte ihr, die Liebe seines Lebens wäre eine andere gewesen. Na danke.

Sorry, ich bleibe meinem Beuteschema treu, es mag schwerer sein bei der Partnerfindung das ist mir bewusst, aber ich kann gut alleine sein, das ist für mich persönlich besser als mit dem Gegenteil vom Beuteschema herumzueiern.
 
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  • #7
Ein flapsiger Begriff, der von vielen unbedacht benutzt wird. Aber das was du da unterstellst ist es nicht.

Lies dich hier mal durch Forum. Das Thema wurde schon oft durchgekaut.

Ja genau, wenn man sich durch´s Forum liest, kommt man genau zu diesem Ergebnis wie in der Fragestellung vermuten lässt!
Beuteschema + Beutezug = Beute

Mal ehrlich, ist denn so viel unbewusste Dummheit im der Wortwahl wirklich so charmant?
 
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  • #8
Ich verstehe es einzig im Zusammenhang mit dem Wunsch nach unverbindlichem und schnellen Sex, wenn jemand mit dieses Wort unterwegs ist.
Denn wer eine echte Partnerschaft sucht, sucht keine Beute und will auch keine machen, oder?

Umgangssprachliche Formulierung für "genau mein Typ". Würde ich gar nicht verwenden, aber sehe nicht, dass Männer das nur für potentielle ONS benutzen.

m, 46
 
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  • #9
Ich mag diese Wort auch nicht, obwohl ich es selbst benutze. „Mein bevorzugter Typ Mann“ klingt zu umständlich.

Im negativen Sinn trifft es das Ansinnen des Hallodri und Affärenmannes. Sie machen Beute für ihre Trophäensammlung.

Ich vermute, dass dieses Wort durchaus für eine echte Partnerschaft kredenzt wurde. Denn, als die Männer noch auf die Jagd gingen um die Familie zu ernähren, hat die Beute sie mit Stolz erfüllt. In diesem Sinne verstehe ich die „weibliche Beute“ als Besitzerstolz des Mannes, wenn er seine Traumfrau gefunden hat. Du siehst, man kann sich alles schönreden ;).
 
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  • #10
Wenn eine Frau meinem Beuteschema entspricht, will ich eines ganz sicher nicht: unverbindlichen und raschen Sex mit ihr. Ganz im Gegenteil: ich will, daß sie für immer die meine wird. Und das wird sie ganz sicher nicht, wenn sie den Eindruck gewinnt, ich sei nur auf Sex aus. Deshalb wäre ich bei ihr seeeehr zurückhaltend. Vielleicht zu sehr. Leider schon passiert.
 
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  • #12
Nein, das ist der Ausdruck für eine individuell konstante Idealvorstellung vom passenden Partner. Man kann es für die Suche nach einer neuen Liebe genauso wie für schnellen Sex benutzen. Es beschreibt lediglich die Auswahlkriterien für den Gegenpart einer sexuell motivierten Verpaarung, nicht aber die weitere Ausgestaltung der Begegnung.
Tatsache ist, dass es im Kontext "Liebe" einfach nicht schön klingt. Liebe hat etwas mit Kultur zu tun. Die Assoziationen mit "Beute" sind auf einem animalischen, triebhaften Niveau angesiedelt.
Das ist vermutlich, was dich stört. Deine Kritik ist daher nachvollziehbar, aber nicht allgemein gültig.
 
  • #13
Tja, so im Prinzip funktioniert sehr oft die Partnersuche.

Das habe ich in der Pubertät bereits bei meinen Mitschülern beobachtet.
(Und milde belächelt, aber mich nie daran beteiligt, weil für mich sowas primitiv und frauendiskriminierend ist)

Die Jungs jagten den Mädchen hinterher, um sie zu grabschen. Während die Mädchen schreiend davon liefen. Das befeuerte den Jagdtrieb der Jungs, und sie liefen noch schneller den Mädchen hinterher.

Es ist also wie Jäger und seine angepeilte Beute.
Der gewinnt, der schlussendlich schneller ist.

Es scheint auch als Erwachsene eine Art Ritual zu sein, bei der Partnersuche.
Der Mann peilt und jagt, während die angepeilte Frau sich nicht, oder nicht so leicht "erbeuten" lässt.
"Na, fang mich doch"
Jagt der Mann zuwenig, kann das als mangelhaftes Interesse ausgelegt werden.

Beuteschema = Welche Art von Beute man für welche Zwecke erbeuten will.

(m,53 - kein pubertärer Jäger)
 
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  • #14
[mod]

Ersetze das Wort "Beuteschema" einfach gegen "Typ", wenn es dir zu viel Exotik abverlangt.
 
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  • #15
Kann alles bedeuten. "Mein Typ", "Typ für Sex", "Typ für Beziehung". Am besten alles zusammen. Ich will ja nicht nur eine tolle nette Person, sondern hoffentlich auch eine tolle, nette, erotische, sexuell ansprechende Person, oder? Wer schon Hemmungen bei solchen harmlosen Worten hat, den will ich nicht erst im Bett erleben.
 
  • #16
Dies ist halt eine Art von Wortspielerei im Neudeutschen. Man kann auch sagen, dass dies Mensch ist mit dem ich mir eine Verbundenheit vorstellen kann. Ist aber in unserer heutigen schnellen Zeit viel zu lang und deshalb benutzt man solche Schlagwörter.
Apropos Schlagwörter: Ich habe auch nie das Wort Beziehung verwendet, da ja Beziehungen für mich nur Staaten oder Konzerne haben und Menschen sollten eher eine Verbundenheit zueinander haben. Dasselbe gilt auch für das Schlagwort Augenhöhe.
Hat eventuell auch etwas mit der Amerikanisierung unserer Befreier im 20.Jahrhundert zu tun.
 
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  • #17
"Beuteschema" beschreibt lediglich, auf welchen Typ Mann oder Frau man "abfährt". Da ist nichts weiter dahinter. Man kann Dinge auch totinterpretieren.
 
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  • #18
Mein Gott, man kann aber auch alles auf die Waagschale legen. Ein bisschen mehr Gelassenheit wäre manchmal schon gar ned schlecht;-).
 
  • #19
Ist bei mir auch so. Die Liebe meines Lebens hat dann anderweitig geheiratet und heute 4 Kinder. Soll ich dann die nächsten 40 Jahre hinterhertrauern? Ich sage das allerdings keiner Frau...

m, 46

Das sagt ja keiner, auf jeden Fall ist deine jetzige Partnerin nicht die Liebe Deines Lebens, sondern nur eine Lebensabschnittsgefährtin. Wenn sie sich damit wohlfühlt, so what.
Ich möchte allerdings nicht 2. Wahl für einen Typen sein, nur weil es mit 1. Wahl nicht geklappt hat.
 
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  • #20
Nee, Beuteschema bedeutet eben, dass man für bestimmte Typen Vorlieben hat.
Ich liebe große intelligente dunkelhaarige Männer mit 3-Tagebart und längeren Haaren, meine Freunde waren auch alle so.
Hab mich aber auch schon in kleine Männer um die 1,83m verliebt die blond und blauäugig waren und ganz ohne Bart.

Mit Sex hat das für mich nichts zu tun, klar sind die körperlich für mich anziehender, aber ist das nicht die Grundvoraussetzung für jede Partnerschaft?!
 
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  • #21
Etwas mehr Bewusstheit im Umgang mit Sprache wäre schon mehr als wünschenswert! Manche Ausdrücke sind einfach nur niveaulos.

Mein potentieller Partner ist keine Beute und entspricht auch im Idealfall nicht meinem 'Beuteschema' - so manch einer, der dieses Wort verwendet, hat nicht einen halben Gedanken daran verschwendet, woher er stammt. Aus dem Tierreich nämlich - es geht um das Erkennen geeigneter Beutetiere (die erlegt und gefressen werden).

Um die Frage zu beantworten: den Gebrauch des Wortes 'Beuteschema' verstehe und akzeptiere ich im Zusammenhang mit Partnersuche gar nicht.
Wenn mir jemand sagen würde, ich würde in sein Beuteschema passen, so schnell könnte er nicht gucken wie ich weg wäre - weil er nämlich nicht meinen Vorstellungen von einem potentiellen Partner entspräche.
 
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