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Gast

  • #1

Wie weit darf eine Frau bei einem schüchternen Mann gehen?

Ich frage mich ob der Mann grundsätzlich derjenige sein muss, der die Initiative in der Beziehungsanbahnung übernimmt oder ob die Frau auch die ersten Schritte beim Körperkontakt machen darf. Ist es ein Lustkiller für ihn, wenn sie zuerst das Wort "Beziehung" in den Mund nimmt?

Bei schüchternen Männern ohne Erfahrung und mit wenig Selbstvertrauen würde ich mir das vielleicht überlegen. Aber einige Frauen meinen, dass JEDER Mann das Heft in die Hand nimmt, wenn er echtes Interesse hat. Meinungen?
 
  • #2
Ne, das sehe ich nicht schwarzweiß. Natürlich darf auch die Frau rangehen.

Allerdings denke ich tatsächlich, dass eine Frau zu verfügbar rüberkommt, wenn sie schon zeigt, dass sie zu haben wäre, bevor er Interesse signalisiert. Auch bei schüchternen Männern merkt man ja, ob sie scharf sind, ob sie wollen würden -- wenn sie also wollen, sich aber nur nicht trauen, dann einfach paar Sachen zusammen unternehmen und beim Abschied als erste auf den Hals küssen oder besonders eng umarmen, das ist auf jeden Fall erlaubt. Da wirkt auch keine Frau bedürftig oder so, wenn schon ein paar Chancen vergangen sind und sie es ihm einfach nur leicht macht. Gut ist auch, wenn er einem irgendwo bei mal die Hand reicht und sie dann einfach später als nötig wider loslässt oder so. Einfach zeigen, dass man wollen würde, aber ihm dennoch die Chance geben, es selbst zu tun. Das ist doch flirten und spielerisches Verführen, wie es Spaß bringt.

Falsch dagegen finde ich, überhaupt von "Beziehung" zu sprechen. Wieso darüber sprechen? Erst einmal geht es doch darum, sich zu zeigen, dass man sich will und danach dann kuscheln, küssen und es sich weiter entwickeln lassen. Man muss doch nicht juristisch klar von Beziehung sprechen... also das würde ich anfangs nicht tun.
 
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Gast

  • #3
Hallo Frederika,

vielen Dank für deine Einschätzung.

Es ist nicht so, dass ich mich in der Vergangenheit irgendwelchen Männern an den Hals geworfen habe ohne dass sie vorher Signale gesendet hatten. Die Männer waren diejenigen, die mir nachgelaufen sind... haben mich erstmal lange Zeit angeschaut, dann ständig meine Nähe gesucht, wollten immer und überall neben mir sitzen oder stehen, haben in Gegenwart ihrer Freunde von mir geschwärmt (und die Freunde haben mir das erzählt), wollten meine Handy-Nr. und E-Mailadresse, haben sich regelmäßig gemeldet um mich zu treffen usw. Sie haben sich um mich bemüht und viel Zeit investiert, und ich habe das erwidert.

Trotzdem kam es irgendwie nie zum Kuss, bis ich jedes Mal auf eine besondere Situation gewartet habe und die Initiative ergriff. "Mehr" ist allerdings nie draus geworden. Das hat mich schon verunsichert. Und das waren alles keine Macho-Typen, die ständig die Frauen wechseln. Ich stehe eher auf Männer mit wenig Erfahrung und wenig Erfolg bei Frauen, weil sie meiner Meinung nach die besseren Partner sind.
 
  • #4
@#2: Ich glaube, ich ahne, was da schief läuft: Der Mann ist schüchtern und hat Interesse. Was möchte er jetzt wohl?

Was er nicht will, ist eine Frau, die sofort zu sexuellen Handlungen übergeht, von Kuss über Händchenhalten bis Sex gar. Bedenke: Er ist schüchtern. Das war doch die Ausgangssituation.

Was er in Wirklichkeit möchte, ist, Dich besser kennenzulernen! Wow. Wie soll man darauf kommen... Das bedeutet, man unternimmt mal richtige Tagesausflüge zusammen, hat einfach unkompliziert Spaß zusammen, und sieht dabei natürlich auch rechtzeitig, ob es überhaupt passen würde. Für beide Seiten sehr wichtig! Geht tanzen, wandern, kletern, segeln, squaschen, was auch immer Ihr gerne macht und seht Euch in Action, plaudert unverkrampft über alle Mögliche, ganz normale Themen. Dass man dabei auch öfter mal feststellt, dass eigentlich doch nicht so passt, das ist doch normal. Dann einfach sauber abbrechen. Nur wenn es wirklich passt, dan halt nach dem dritten Ganztagesausflug oder so mal umarmen und ein kurzen Kuss auf die Wange oder den Hals geben und sagen wie man sich auf's nächste Treffen freut.
 
  • #5
Es gibt Männer, die warten auf eine Art Erlaubnis, ein kleines Signal. Aber eben nur ein kleines.
 
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  • #6
Trotzdem kam es irgendwie nie zum Kuss, bis ich jedes Mal auf eine besondere Situation gewartet habe und die Initiative ergriff.
Möglicherweise erweckst Du den Eindruck, gebunden zu sein. Nur ein Mann, der das ggf. in Kauf nimmt, würde Dich trotzdem küssen, die Anständigen zeigen einfach nur, daß sie verliebt sind.

Was konkret meinst Du mit
"Mehr" ist allerdings nie draus geworden. Das hat mich schon verunsichert.
? Ist der Mann trotz des klaren Signals nicht "aufgetaut"? Oder hat vielleicht sogar die Flucht angetreten? Oder wie ging das denn weiter?
 
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Gast

  • #7
@Frederika: Ich habe mir auch die Zeit genommen um die Männer kennenzulernen.

@Bäärbel: Wie kann so ein kleines Signal aussehen?

@Gast: Die Männer wussten, dass ich nicht gebunden war. Auf meine Signale haben sie nicht ganz eindeutig reagiert bzw. manche haben reagiert... in einigen Fällen kam es auch zu Umarmungen und Küssen. Aber wenn ich irgendwann gefragt habe was denn zwischen uns sei, hieß es entweder "gute Freundschaft" oder "Ich mag dich unheimlich gerne und finde dich extrem sympathisch, aber ich habe keine Gefühle für dich." Ich frage mich warum diese Männer mir dann so lange nachgelaufen sind.
Investiert man denn mehrmals pro Wochen Zeit in stundenlange Telefonate oder Chatgespräche + unzählige Mails, will man die Frau dauernd sehen wenn man kein Interesse hat? Reagiert man eifersüchtig auf andere Männer, denen die Frau ein wenig (platonische) Aufmerksamkeit schenkt? Vor allem wenn es sich um Männer handelt, die sich keine Freundschaft zwischen Mann und Frau vorstellen können. Ich bin ratlos.
 
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Gast

  • #8
Es gibt Männer, die warten auf eine Art Erlaubnis, ein kleines Signal. Aber eben nur ein kleines.
Oh ja, zu denen gehöre ich auch. Aus dem ganz einfachen Grund, weil eine Frau ja auch gebunden sein könnte. Und ich möchte nicht der Grund für einen Treuebruch sein.

Es ist doch so einfach, Mädels. Die meine sagte dereinst „beim Tanzen bestimmt der Herr, was als nächstes kommt”. Und ich antwortete „ok, dann wähle ich küssen”. Sie lächelte, und ich küßte.
 
  • #9
Vor ein paar Monatenl: Ich ahbe ihm ein Kompliment über seine Hände gemacht. Wir haben unsere Hände verglichen. Uns dabei natürlich angefaßt und Feststellungen über die Länge unseres Ringfingers gemacht (der ist nämlich bei uns beiden länger als der Zeigefinger), ohne die Bedeutung dahinter direkt auszusprechen.
 
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Gast

  • #11
Aber wenn ich irgendwann gefragt habe was denn zwischen uns sei, hieß es entweder...
Wenn Du aber auch gleich eine Definition bzw. Stellungnahme einforderst...! „Zusammen” ist man, weil es sich so anfühlt, nicht weil einer sagt „ich bin jetzt mit dir zusammen, basta”.

Du kannst den Mann auch fragen, wie er denn reagieren würde, liefe ihm morgen seine Traumfrau über den Weg. Wenn er es ernst meint, sollte so etwas wie „hab ich schon gefunden” kommen.
 
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Gast

  • #16
Aber wenn ich nicht frage was zwischen mir und einem Mann ist, woher weiß ich dann ob es ihm ernst ist? Meine Ex-Partner haben mich auch alle gefragt ob wir zusammen seien oder ob ich mit ihnen zusammen sein wollte.
 
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Gast

  • #18
Nix mit "Willst du mit mir gehen?" Ich möchte nur sicher sein, dass ich für den Mann die Partnerin an seiner Seite und nicht nur irgendeine Affäre bin. Für lockere Bettgeschichten bin ich mir nämlich zu schade.
 
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Gast

  • #19
Das weißt Du nicht? Bei sinnlichen Menschen ist der Ringfinger länger als der Zeigefinger.
Soso... Wissenschaftler aber haben herausgefunden, "... Wenn Letzterer [Ringfinger] länger als Ersterer [Zeigefinger] ist, zeugt dies von viel Testosteron – und einer Symmetrie anderswo."

Quelle:
http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article13217929/Fingerlaenge-verraet-wie-attraktiv-ein-Mann-ist.html
 
  • #20
Ich denke, daß ein Grund dafür, daß er nichts tut, die Gefahr ist, daß er etwas falsches macht. Macht er gar nichts, macht er nichts falsches - doch ist diese Annahme falsch, weil der Fehler ist, nichts zu machen. So ist der erste Ansatz, daß Du ihm das Gefühl gibst, daß er willkommen ist mit allem was er sagt, macht und tut - Hauptsache er macht etwas.

Du, liebe Fragestellerin, beschreibst leider nicht, inwiefern er schüchtern ist. Nimm ihn doch mal mit zu Dir nach Hause und zeige ihm Deine Wohnung, wenn das gemacht ist, ziehst Dich etwas gemütlicher an, aber alles so, daß nichts war, aber so, daß er nachdenkt. Oder Du nimmst ihn mit in eine Saunalandschaft mit FKK Bereich, sagst ihm. daß Du gern dorthin gehen würdest - aber nur mit ihm, vielleicht macht ihn das lockerer und interessierter an Deinem Körper.

Nut wenn Du zu viel Interese zeigst, führt das dazu, daß Mann sich unter Druck gesetzt und verpflichtet fühlt - das ist auch nicht gut, denn für einen schüchternen Mann sind verpflichtungen grund für Ängste und Ängste nähren die Schüchternheit.

Deswegen überleg Dir wie Du ihm Selbstvertrauen geben kannst, ihm Deinen Körper näherbringen kannt und zwar so, daß er Selbstvertrauen gewinnt wobei aber nix passiert ....
 
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Gast

  • #21
@Oberpfalzsingle1969: Ich weiß, dass er aufgrund seiner Schüchternheit noch nie was mit einer Frau hatte. Das haben 2 Kumpels von ihm mal in meiner Gegenwart rausposaunt. Und ich weiß auch, dass er mal einen bösen Korb von einer Frau bekam, welcher er seine Gefühle gestanden hat. Wir wohnen übrigens ca. 120 km auseinander, da funktioniert es nicht so einfach mit spontanen Treffen. Aber er war schon mal bei mir zu Hause, allerdings mit 2 Kumpels. Die haben bei mir übernachtet, weil wir alle auf einer Party eingeladen waren. Damals fing mein Interesse an ihm erst an, war noch ganz im Anfangsstadium.

Momentan sehen wir uns gar nicht, weil er im Prüfungsstress ist. Er unternimmt auch sonst nichts Privates, trifft sich nicht mit Freunden… haben nur Internetkontakt derzeit. In 4 Wochen sehen wir uns wieder.

Seine Unsicherheit merkt man ihm an, wenn es um Körperkontakt geht. Auf Konzerten kam es z. B. schon vor, dass ich mir das Geschehen auf der Bühne angeschaut habe und er mich von hinten an sich rangezogen hat. Wenn ich die Berührung erwidert habe, ließ er gleich wieder los. Beim letzten Treffen habe ich ihn ordentlich gekitzelt, und er hat sich gewehrt. Irgendwann hielt er meine Hand und schaute mir tief in die Augen… aber statt sich mir noch weiter anzunähern ließ er wieder relativ schnell los.
 
  • #22
Persönlich finde ich sogenannte schüchterne Männer ziemlich uninteressant. Männer sollten Maskulinität und einen gewissen Tatendrang ausstrahlen können! Schüchterne Männer, die sich nicht zutrauen, sich einer Frau auf adäquate, aber höfliche und zuvorkommende Weise zu nähern, haben so etwas "Waschlappenartiges" an sich. Das kann ich nicht gebrauchen, denn so ein Verhalten könnte eventuell ebenfalls für andere Lebensbereiche gelten.
Das Leben birgt nun mal Widerstand und Aufgaben mit sich, und jeder Mensch, der sich diesen nicht auf passende Weise stellen kann, wäre als Partner für mich ungeeignet. Ich will einen Partner und keinen verweichten Waschlappen.
Und - liebe FS - vielleicht ist der Mann gar nicht schüchtern, sondern nur nur wenig bis gar nicht interessiert!
 
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Gast

  • #23
@Angele: Genau diese Einstellung vertritt auch die Frau, die ihn damals so hart abgewiesen hat. Viele Frauen wünschen sich ein durchsetzungsfähiges Alpha-Tier an ihrer Seite und sind dann total am Ende, wenn der Kerl sehr dominant in der Beziehung ist, sie bevormundet, nicht respektiert, betrügt oder sonstwas. Manche Frauen glauben sie können so einen Mann "zähmen" und müssen sich dann nicht wundern, wenn das nicht funktioniert.

Gerade in meinem Freundeskreis sieht man, dass genau diese Männer, die von vielen Frauen als "Weicheier" abgestempelt werden, die besten Partner sind.

Und ja, es ist durchaus möglich dass er kein Interesse hat... das ist jederzeit möglich, wie ich festgestellt habe. Um mich haben sich schon zahlreiche Männer bemüht, sich mir nachgelaufen, haben vieles getan um den Kontakt zu mir intensiver zu gestalten, haben ständig angerufen, wollten mich immer sehen... aber irgendwie kamen wir uns nicht so richtig näher. Und auf meine Nachfrage hin kam immer irgendwas in der Art, dass ich zwar ganz nett sei, aber seitens der Männer keine Gefühle vorhanden waren. Das hat mich total runtergezogen, denn ich sehe keinen Sinn darin einer Frau den Hof zu machen, wenn man doch gar nichts von ihr will (nicht einmal Sex, es ist solchen Fällen echt null gelaufen).

Genau aus diesem Grund werde ich ihn auch nicht direkt fragen und es eher auslaufen lassen bevor ich mich wieder blamiere und einen Korb bekomme. Ich habe bisher nämlich nur Körbe bekommen, wenn die Initiative von meiner Person aus ging.
 
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Gast

  • #24
Ich möchte nur sicher sein, dass ich für den Mann die Partnerin an seiner Seite und nicht nur irgendeine Affäre bin. Für lockere Bettgeschichten bin ich mir nämlich zu schade.
Haben wir das nicht gerade im Nachbarthread »es hat im Bett nicht geklappt«? Man springt halt nicht mit jemandem in die Kiste, bei dem man noch nicht einmal weiß, welchen Stellenwert das ganze für ihn hat. Notfalls muß man sich halt noch ein paar Tage oder Wochen gedulden. Kann doch nicht so schwer sein, wenn’s um eine dauerhafte Beziehung geht. Ein Haus baut man ja auch nicht mal schnell an einem Vormittag.
 
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Gast

  • #25
Schüchterne Männer, die sich nicht zutrauen, sich einer Frau auf adäquate, aber höfliche und zuvorkommende Weise zu nähern, haben so etwas "Waschlappenartiges" an sich.
Ja, genau. Als Frau wünschst Du Dir einen Partner, dem es völlig egal ist, ob Du gebunden bist, ob er gebunden ist, Hauptsache er kommt Dir strikt und zielgerichtet näher. Wann werden die Frauen dieser Welt endlich begreifen, daß sie sich als ungebunden outen müssen, wenn sie mit treuen Männern zusammenkommen wollen? m
 
  • #26
Liebe 22.
Ich wünsche mir bestimmt nicht unbedingt ein durchsetzungsfähiges Alphatier. Ich weiß, an was für einen Typen Mann du hier denkst. Die glauben, jede Frau bekommen zu können, sind hochgradig Egoisten, Macher, Egozentriker, vielleicht auch sehr narzisstisch angehaucht. Sex, Macht und Dominanz um jeden Preis. Nix! Das ist nicht das, was ich suche.
Ich suche einen Mann, der sich und sein Leben im Griff hat, eine natürliche, kompetente und sympathische Ausstrahlung hat sowie in seiner Bildung, Lebensweise und Freizeitgestaltung einen gesunden und kompatiblen Eindruck macht. Einen anderen Menschen "zähmen" zu wollen wäre gleichbedeutend mit fehlendem Respekt. Entweder man "nimmt" einen Menschen, wie er ist, oder man hält Distanz.
Es ist einfach ein Zeichen fehlender innerer Balance, wenn man glaubt, einen anderen "zähmen" zu müssen, oder wenn man sich selber "zähmen" lässt. Das sind doch alles kindische Spielchen!
Und wenn Frauen glauben, Männer seien schüchtern, dann ist das missverstandene Empathie. All die Frauen, die immer glauben, Rücksicht nehmen zu wollen auf den Mann, ihm Schüchternheit, psychische Inkompetenz oder ähnliches anzudichten, ihm helfen zu wollen (Helfersyndrom?), sind doch selber in sich so gefangen, dass sie mal an die Themen "soziale Kompetenz und Selbstbewusstsein" denken sollten.
 
  • #27
@20: Hmm ....

1) Er hat Prüfungsstreß. Bis wann ist das vorbei ? Weil wenn Du während der Vorbereitung bei ihm aktiv wirst und er dann Liebeskummer hat nachdenkt oder sich voll auf Dich, Deinen Körper und Dein Sexleben konzentriert, kann es ihm die Prüfung kosten - denn in dieser Situation lernt es sich äußerst schlecht.

2) Er will schon .... wenn er etwas macht, lernt er draus, hauptsache, er macht etwas, und er wird es wieder versuchen. Triff ihn einfach, aber beachte Punkt 1).
 
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  • #28
Hallo, ich bin einer von den schüchternen Exemplaren.
An alle Frauent: Ein richtig schüchterner Mann überwindet seine Schüchternheit auch dann nicht, wenn seine Traumfrau vor ihm steht. Um so besser sie ihm gefällt, um so schüchterner wird er.

Bisher habe ich in meinem Leben noch nie eine Frau als erster angesprochen, weil ich mich für nicht gut genug für eine Frau gehalten habe. Immer haben die Frauen den ersten Schritt gemacht (in der Nähe aufgehalten, Gespräche aufgedrängt, zum Tanzen aufgefordert, ins Kino eingeladen, oder sie wollt unbedingt für mich kochen). Wenn diese Eröffnung erfolgte, wurde ich zugänglicher, weil ich mir bewußt wurde, es gibt ja wirklich welche, die micht interessant finden. Dann kam aber die nächste Hürde: Wie kommt man sich körperlich näher? Entweder sind die Beziehungsanbahnungen ausgelaufen oder aber die Dame nahm unter einem Vorwand meine Hand. Erst dann fühlte ich mich wieder sicher genug, daß ich ihr genügen konnte und taute auf.

Kurz: Während der normale Mann schon längst an ihrem Hals klebte, war ich noch beim ersten Schritt.

m, 38
 
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  • #29
Der Punkt ist doch: sieht der Mann in einer Frau ein Wesen, das ihn glücklich machen soll, oder das er glücklich machen will? Dem ersten ist’s relativ egal, er ist eh von sich überzeugt, also will sie halt erobern, und fertig. Für ihn kommt es darauf an, ob sie ihm gefällt. Für den zweiten ist vor allem wichtig, ob er ihr gefällt. Und dafür braucht er halt eine kleine Bestätigung. So, ihr Frauen da draußen, und nun wählt mal schön. Aber ich will hinterher keine Beschwerden hören! m
 
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Gast

  • #30
Hallo,
beim Lesen der Kommentare, fällt mir auf, das sich bei dem Thema der 'schüchternen Exemplare' auch noch ganz andere Fragen stellen könnten:
inwieweit weiß ich denn, ob einer nicht nur schüchtern ist, sondern letztendlich in so einem ' ich will nur ein wenig Beziehung' oder 'nur Beziehung zum Ausprobieren' -Modus verharrt? Ich habe auch schon Exemplare kennen gelernt, da mußte ich im Nachhinein feststellen, dass diese nicht schüchtern waren, sondern eigentlich unfähig (und folglich auch unerfahren) eine Beziehung überhaupt einzugehen: Sie wollten (oder konnten?) gar keine verbindliche Beziehung eingehen. Ihre Schüchternheit war dabei nicht das, was man ja gut respektieren kann und was auch völlig ok und liebenswert war, (und mit der man, wie hier beschrieben, auch adäquat umgehen kann) sondern entpuppte sich als eine chronische Unentschiedenheit überhaupt sich auf jemanden ernsthaft einzulassen. Schüchternheit kann auch bedeuten: ich weiß nicht, ob ich jemanden in mich und mein Leben hineinlassen möchte, ich weiß nicht einmal, ob ich das überhaupt herausfinden möchte, denn ich habe zu grosse Angst davor) und und Das Ergebnis war dann regelmäßig der Rückzug, wenn es 'ernst' wurde und man sich die Frage stellte, gehören wir nun zusammen, wollen wir eine gemeinsame Zukunft?
Diese Entwicklung ist 'typisch' - für schüchterne Menschen (nicht nur für Männer natürlich). Und da stelle ich mir die Frage als Frau ja noch einmal ganz anders: wer ist nur schüchtern und wer hat ein grundsätzliches Problem mit Nähe und Verbindlichkeit (und traut sich deswegen nicht)? In so einem Fall wäre es verschenkte Liebesmühe, in irgendeiner Form 'weit zu gehen', denn wenn es sich um ein grundsätzliches Problem desjenigen handelt, kann man daran als Partner und schon gar nicht als Verliebte etwas ändern, im Gegenteil, man muß scheitern: man läßt sich ein, investiert Gefühle, und mit 100%iger Wahrscheinlichkeit wird es dem Anderen zu eng und er zieht sich zurück.
Ich frage mich eher, wie kann ich das so schnell wie möglich erkennen? Denn von diesen chronisch Unentschiedenen gibt es gerade online wirklich eine Menge, denke ich. Das ist auch logisch, denn nichts bietet so viel Schutz vor wirklicher Nähe wie das Internet - und wenn es dann real wird, ,,,'ach, war ja nicht so ernst gemeint'...
 
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