• #31
Also diese Vorgehensweise ist ja völlig jenseitig. Wie man nur auf so eine Idee kommen kann? Das ist grob übergriffig und betrügerisch.

Wenn der Kinderwunsch so groß ist, jedoch der Partner keine Kinder will, dann kann und darf man sich auch trennen.

Sie könnte ja alternativ dem Freund die Ansage machen, dass sie nicht mehr verhüten wird, weil sie ein Kind will - von ihm ein Kind will. Das ist zwar auch die Holzhammermethode, aber der Freund hat dann die Wahl.

Ich glaube nicht, dass was Gutes draus entstehen kann, wenn man versucht, sein Lebensglück auf dem Rücken anderer zu verwirklichen.
 
  • #32
Deine Freundin sollte sich mal über die rechtliche Situation informieren. Ein Mann kann seiner Ex-Freundin und dem Kind das Leben zur Hölle machen, wenn er seine Rechte nutzt.

Erst braucht er Monate, um sich für einen Vornamen zu entscheiden und in der Zeit gibt es keine Geburtsurkunde, also auch kein Elterngeld, Kindergeld, Krankenversicherung usw.

Dann ist er mit dem Kindergarten oder der Schule nicht einverstanden und verweigert seine Unterschrift auf der Anmeldung.

Das Kind darf als einziges nicht mit auf Klassenfahrten, weil der Vater das Einverständnis verweigert um die Ex-Freundin zu ärgern.

Der Führerschein mit 17 ist auch nicht erlaubt. Mit den Fahrstunden darf erst nach dem 18 Geburtstag angefangen werden.

Jede notwendige medizinische Behandlung muss erst vor dem Familiengericht ausdiskutiert werden, bis der Richter sich dazu entscheidet in diesem Einzelfall mal die Mutter alleine entscheiden zu lassen.

Das Umgangsrecht besteht, egal, wie oft es wahrgenommen wird und wie pädagogisch wertvoll das Unterhaltungsprogramm bei Papa ist.

Und diese ganzen Sachen darf er machen, ohne einen Cent Unterhalt zu zahlen.

Will ein vernünftiger Mensch wirklich jemandem so viel Macht über seine Kinder geben? Möchte man wirklich den Vater seiner Kinder gegen sich aufbringen, indem man ihn gegen seinen Willen zum Vater macht?
 
  • #33
Ich finde solche Gedankengänge erschreckend. Was will man dem Kind später sagen, wenn der Erzeuger sich längst verabschiedet hat? Er hat Dich nie gewollt, aber ich habe meinen Wunsch auch so durchgesetzt? Solch eine Beziehung ist durch Lügen und Betrug zum Scheitern verurteilt. Man kann als Frau doch nicht davon ausgehen, dass der Mann, wenn das Kind dann da ist, Vatergefühle entwickelt.
Ich finde solche Gedankengänge verwerflich und vorallem egoistisch.
Wenn der Partner keine Kinder will, die Frau aber einen großen Kinderwunsch, dann soll sie die Karten auf den Tisch legen und sich sauber trennen.
 
  • #34
Betrug ist nie legitim. Ich finde, die Ausführung Deines Gedankengangs gehört im gleichen Umfang bestraft wie Vergewaltigung. Und der finanzielle Schaden, den Du verursachst, natürlich ersetzt.

Das klingt sehr radikal, aber da stimme ich Dir zu.

Ich kann als Frau nicht verlangen, dass ein Mann mir als Samenspender zur Verfügung steht.
Wenn ich eine Partnerschaft habe, und der Partner äußert sich unklar, dann ist es meine Verantwortung, die Prioritäten für mich zu setzen, und ggf. ein zeitlichen Limit zu setzen.

Und natürlich habe ich kein Recht Festtag, dem dann passenden Partner zu führen, dass hat niemand, ob keiner Form, ob m/w.

Nein, ich war für mein Vater unerwünscht, weil Tochter, und meine Mutter wollte zwar unbedingt Kinder, aber dann in konkreten Fall weder mit mir noch mit meinem Bruder etwas zu tun haben.
Das ist eine Bürde.

Ich würde mich schämen als Kind, zu sagen, meine Mutter hat meinen Erzeuger betrogen und deswegen gibt es mich.

Dann lieber Vater unbekannt, von der Samenbank.
 
  • #35
@FräuleinXY Danke für diesen Thread.
Ich hatte das Thema in einem anderen Thread schon angeschnitten und von Poker-Frauen geredet.
Fragt sie ihn das nicht, weil sie nicht auf sein Geld verzichten würde? Das ist dann schon extrem schäbig. Betrüger sind auch keine guten Eltern. Solch eine Haltung zieht sich ja dann durch : was ich nicht ehrlich bekomme, ergaunere ich mir.
Wenn es um das Geld geht, hast du recht.
Nur.. was soll denn die Frau machen, wenn sie im Job ausfällt und das Geld vom Staat kaum reicht? Nicht zu vergessen, das Frauen durchschnittlich weniger verdienen?
Ich denke, wenn der Staat da einspringen würde, wären Frauen mit einem so starken Kinderwunsch auch von (nicht anonymen) Samenbanken nicht abgeneigt.
 
  • #36
Schwierig. Moralisch ist es verwerflich, bin ich der Meinung. Aber ich kann auch verstehen, wenn Frauen das machen. Es ist einfach eine emotionale Sache. Der Kinderwunsch ist häufig instinktiv plötzlich so stark, dass selbst Frauen, die früher nie über so etwas nachgedacht hätten, da in Versuchung kommen. Meist ist es ja der Fall, wenn die biologische Uhr der Frau tickt oder fast abgelaufen ist (mein ich nicht böse, bin ja selbst w34) und die Beziehung schon länger läuft und meist hat der Mann dann nicht von Anfang an gesagt, ich möchte nie Kinder, sondern schiebt das immer weiter hinaus. In meinem Bekanntenkreis schon gesehen: Am Anfang sagt der Mann, in etwa zwei Jahren, dann nach zwei Jahren sagt er, in etwa zwei Jahren oder mal schauen, usw usw. In solchen Fällen ist es zwar auch nicht die beste Lösung, aber ich kann die Frauen verstehen. Sie haben den instinktiven, sehr starken Wunsch, eine Familie zu gründen, und der Mann hat sie mit undurchdachten oder absichtlich falschen Aussagen zu einer Beziehung gebracht, die aber dann vielleicht die letzte Möglichkeit für die Frau ist - und der Mann hat dann später Kinder mit einer jüngeren.

Sollte die Frau im hier beschriebenen Fall einplanen, dass er sie nach der Geburt verlässt, dann sollte sie allerdings auch sagen, dass sie dann kein Geld von ihm verlangt. Er wollte ja kein Kind; es ist dann nicht in Ordnung, ihm noch die Kosten anzuhängen.

Dem Kind gegenüber ist es auch nicht fair. Das Kind wird sich dann immer fragen, warum der Papa nicht da ist, es nicht sehen will o.ä. und das kann zu wirklichen seelischen Schäden führen. Ich würde immer zumindest die besten Voraussetzungen für ein Kind wünschen, wenn ich eins in die Welt setze, auch wenn es später anders kommen kann. Das ist dann einfach sehr egoistisch, wenn man das nicht bedenkt - aber eben wirklich auch leider oft instinktiv.

Generell finde ich es wirklich ein Problem, dass Männer mehr und mehr die Kinderplanung weit nach hinten schieben oder gar keine Kinder mehr möchten im Vergleich zu den Frauen. Es ist nicht so einfach, einen Mann zu finden, der nicht erst mit Ende 30 eine Familie gründen möchte. Und einen zu finden, der das auch wirklich am Anfang bereits klipp und klar sagt. Bei meinen Freunden war fast immer die Frau die treibende Kraft, die dann gesagt hat: Ich kann nicht mehr länger warten, sonst klappt es nicht. Entweder trenne ich mich oder jetzt ein Kind (waren alles Männer, die "irgendwann" mal Kinder haben wollten, nur nicht sofort). Natürlich ist da die Sachlage aber anders: keine hat ihrem Freund ein Kind einfach angehängt. Die Wahl hatten die Männer dann durchaus.
 
  • #37
und ich bin froh, dass ich Single bin und nicht 1000 Ängste ausstehen muss an solch eine Frau zu geraten.
Musst du nicht, lass dich einfach sterilisieren und du hast keine Sorgen mehr.
Keine Frau kann einem Mann, der partout kein Vater werden will, ein Kind unterjubeln.

Ich fahre gut damit, das worstcase-Szenario mindestens kurz zu überdenken und, falls ich damit nicht zurecht käme, mich dagegen abzusichern. Deswegen schnalle ich mich im Auto an, deswegen habe ich ein paar Versicherungen und deswegen gucke ich auch nochmal, bevor ich über die Straße gehe, obwohl das Männchen grün ist.
Ich erlebe es hier in Frankfurt, dass Leute mit Kapuze, in ihr Handy guckend, einfach über die für sie grüne Ampel gehen, in der tiefen Überzeugung, dass sie ja im Recht sind. Sie ziehen nicht in Erwägung, dass der Autofahrer, der gerade kommt, vielleicht abgelenkt ist und sie umfährt.
Und genauso blind verlassen sich Männer darauf, dass die Frau schon verhütet, wenn sie es gesagt hat.
Klar, fast immer wird das so sein, genauso wie wahrscheinlich fast alle Autos den Fußgänger nicht umnieten.
Aber ich riskiere das nicht.

Ich finde es selbstverständlich unmöglich, den Mann nicht zu informieren, wenn man die Verhütung einstellt.
Ich finde es aber genauso unmöglich, sich in einer derart schwerwiegenden Sache auf einen anderen Menschen zu verlassen und dann später zu lamentieren, wenn es schief gegangen ist.

Ich war 26, hatte mein Studium vor einem Jahr beendet, noch keine Arbeitsstelle und auch sonst beruflich null zu bieten oder zu verlieren und ich traf einen Mann, der mich, weil ich ihn in seiner manischen Phase kennenlernte, einfach umhaute.
Außerdem war er ein heißer Typ und vor allem unfassbar intelligent.
Ideale Bedingungen, ein Kind zu bekommen, fand ich.
Ich wußte, dass ich es allein schaffen konnte.
Ich wußte, dass mir drei Eltern helfen würden und zwar sehr gerne.
Und ich sagte ihm, dass ich nicht verhüte und mir ein Kind willkommen wäre.

Ihm auch. Sagte er.
Als es in meinem Bauch war, war es ihm dann doch nicht mehr willkommen, aber ich hatte das vorher in Erwägung gezogen und nun kam ich damit eben zurecht.
Er hat sich nie an der Arbeit, der Verantwortung oder den Kosten beteiligt, aber ich brauchte ihn auch nicht.
Mir ist erst mit 47 ein Mann begegnet, mit dem ich mir sehr gut hätte vorstellen können, ein Kind zu bekommen, da war es dann zu spät.
Wenn ich auf einen guten Partner gewartet hätte, hätte ich kein Kind.

Wenn eine Frau partout ein Kind will, soll sie es machen, da gibt es viele Möglichkeiten, sich schwängern zu lassen, aber sie soll den Erzeuger dann nicht in die Pflicht nehmen.
Für das Kind ist das natürlich nicht optimal, wenn es seinen Vater nicht kennt, aber welches Leben ist schon optimal ?
Und eine Garantie hat man ohnehin nie.

w 50
 
  • #38
Betrug ist nie legitim. Ich finde, die Ausführung Deines Gedankengangs gehört im gleichen Umfang bestraft wie Vergewaltigung. Und der finanzielle Schaden, den Du verursachst, natürlich ersetzt.
Ich verstehe, was du meinst - und ich teile auch deine Empörung, aber der Vergleich hinkt doch sehr. Hier in der Geschichte der Freundin der FS wird ja Vertrauen missbraucht und finanzieller Schaden verursacht, aber einem männlichen Körper keine Gewalt angetan, sondern der Körper wird unter Vorspiegelung falscher Tatsachen befriedigt. Das ist Betrug, keine Körperverletzung.

Natürlich, und das passt zu deinem Schema, suchst du dir jetzt aber ein extremes Beispiel, wo ein Mann die Frau übervorteilt.

Aber es ist doch selbstverständlich , dass Vergewaltigung nicht okay ist! Das steht doch außer Zweifel! Wenn du schreiben würdest: es ist seelische Gewalt am Mann, was die Bekannte da macht, und man sollte das unter Strafe stellen, aber leider geht das nicht, weil der Nachweis nicht zu führen ist, würde ich deinem Beitrag applaudieren. Oder ich würde applaudieren, wenn du schreibst: es wundert mich, dass es nicht selbstverständlich ist, dass so etwas als Gewalt am Partner aufgefasst wird.

Aber so machst du wieder einmal ein Mann- Frau-Ding daraus, das am Ende sogar das Problem der Vergewaltigung von Frauen (auch in Beziehungen) verharmlost, denn du formulierst sarkastisch:
Klar. Ich darf mit als Mann dann auch eine Frau zur Befriedigung meiner Lust nehmen, auch wenn sie keine Lust auf mich hat?
Mich würde mal interessieren, ob es in der Juristerei Debatten dazu gibt, ob und wie man solches Verhalten der Frau bestrafen kann? Weiß jemand etwas dazu? Ich wäre irgendwie dafür, aber als betrogener Mann würde ich wohl nichts machen, weil es das Kind belasten würde, das ich ja nun mal in meiner Naivität, dass ich dieser Frau vertrauen kann, mit in die Welt gebracht habe. Ich gehe davon aus, dass jemand, der so denkt, wie die Freundin der FS, auch generell in einer Beziehung lebt, in der Konflikte nicht offen geführt werden und deshalb (beiderseitige) Täuschung an der Tagesordnung ist.
 
  • #39
Was ist eure Meinung dazu?
Darf sie im ein Kind unterjubeln?
Nein! Natürlich nicht!
Ich finde das absolut daneben. Wir diskutieren hier im Forum immer wieder darüber, dass man Frauen zu nichts drängen soll, sie nicht nötigen darf. Aber einen Mann dazu nötigen, Vater zu werden und den Rest seines Lebens eine Verantwortung zu tragen, die er schlicht nicht möchte - das soll okay sein? Ich finde es störend, wenn solche Frauen sich am Ende noch emanzipiert fühlen in ihrer bulldozerhaften Art, ihr Lebensglück erzwingen zu wollen. So was ist nicht zum lachen.
Erst war ich schockiert über dieses Vorgehen, aber auf den zweiten Blick kam mir die Idee gar nicht so fremd vor. Wir haben schließlich nur das eine Leben. Wenn der Kinderwunsch so groß ist, der Mann jedoch durch Arbeitslosigkeit und Egoismus ("Er hat ja noch Zeit") die Bedürfnisse der Frau ablehnt und sie sogar immer wieder hinhält, darf sich diese Frau die Wahrheit evtl. hinbiegen.
Es ist auch maximaler Egoismus von der Frau, ihren Kinderwunsch über sämtliche Bedürfnisse und Lebensentwürfe des Partners zu stellen. Wenn sie wenigstens ehrlich wäre, wie enorm wichtig ihr das alles ist. Wenn sie dem Mann wenigstens noch mal die Chance liesse, sich bewusst für eine Vaterschaft zu entscheiden, oder sich dann eben zu trennen und ihr Platz für ihr Kinderprojekt zu lassen..
Betrug ist nie legitim. Ich finde, die Ausführung Deines Gedankengangs gehört im gleichen Umfang bestraft wie Vergewaltigung. Und der finanzielle Schaden, den Du verursachst, natürlich ersetzt.
Ich reibe mich oft genug an den Beiträgen von @Lebens_Lust . Aber in diesem Fall finde ich auch, so ein Vorgehen müsste ein Straftatbestand sein. So wie es strafbar ist, dem Sexualpartner eine bekannte HIV-Infektion zu verschweigen. Es ist bewusste Täuschung, hat massive ungewollte Konsequenzen für den Partner. Es ist eben nicht dasselbe wie das versehentliche Versagen einer Verhütungsmethode, denn dort kommt ja nur das Restrisiko zum tragen, das beide billigend in Kauf genommen haben.
 
  • #40
Wie auch einige andere hier finde ich solche Aktionen egozentrisch, respektlos, schlicht zwischenmenschlich unterirdisch. Und mit Kinderliebe hat das genausoviel zu tun wie ein Kohlekraftwerk mit Klimaschutz. Da wünsche ich mir, dass Frauen zwecks Unterhaltsberechtigung für das Kind endlich in die Nachweispflicht genommen werden. Sowohl die genetische Vaterschaft als auch das gegenseitige Einvernehmen bezügl. der Zeugung betreffend. Denn derartige Egonummern getrauen sich solche Frauen i.d.R. nur bei Männern, deren Bonität ihnen samt Kind für mehere Jahre Ruhe garantiert. Von echter Selbständigkeit sind die meisten dieser Frauen nämlich weit entfernt. Denn wer sich ein Kind erschwindelt, der sieht meiner Erfahrung nach auch keine Veranlassung nach angemessen kurzer Zeit wieder oder überhaupt mal arbeiten zu gehen.
 
  • #41
Sehr interessanter Thread und die Kommentare dazu.
Man sieht, dass das ein Tabu-Thema ist.
Ich bin jedoch davon überzeugt, das mindestens die Hälfte aller Unfälle von der Frau (zumindest im Unterbewusstsein) geplant worden ist.
Der korrekte Weg wäre sich zu trennen und einen Mann finden der diesen Wunsch teilt. Ich halte es auch dem Kind gegenüber für absolut nicht fair, ihm praktisch schon von vornherein die Möglichkeit zu nehmen mit Vater aufzuwachsen, da der Abgang des "Erzeugers" von vornherein in Kauf genommen wird und nach so einem Vertrauensbruch ja eigentlich shcon davon ausgegangen werden muss.
Das sehe ich anders. Es gibt (so vermute ich) zu wenige Männer, die von sich aus auch einen Kinderwunsch verspüren. Außerdem muss die Frau, unter den wenigen Männern, auch noch einen finden, mit dem die Beziehung harmoniert.
Also pokert die Frau (ich weiß nicht wie ich es anders nennen soll), bei dem aktuellen Mann, den sie hat.
Sie sagt, die Verhütung hätte versagt…. Wie will er ihr das Gegenteil beweisen? Das geht nicht!

Ich habe aber tatsächlich erlebt, das ca. 60% der Männer (die ich kenne), die kein Kind wollten, sich später sehr gefreut haben.
40% haben die Beziehung beendet und sich auch nicht gekümmert. Allerdings kenne ich auch Fälle, wo das Kind von beiden gewollt war, der Vater sich aber später 0,0% interessiert hat, als die Beziehung gescheitert ist.
Wie ihr seht… es gibt für das Kind keine Garantie, das der Vater es liebt/ will, auch wenn er sich dafür entschieden hat.

Von daher bin ich ganz bei @Mandoline . Ich bin überzeugt das so einige Frauen das genau so handhaben, ohne es jedoch offiziell zu gestehen, was man bei den Kommentaren hier auch verstehen kann.
 
  • #42
Die Gegenfrage wäre: Wie in Ordnung wäre es, wenn der Mann der Frau jahrelang einen eigenen Kinderwunsch vorgaukelt, aber in Wahrheit heimlich vasektomiert ist. Für die Frauen, die es in Ordnung finden, dass man einen Kinderwunsch auch einseitig durchsetzen darf, müsste das Verhalten dann ja genauso völlig in Ordnung sein.
 
  • #43
Also diese Vorgehensweise ist ja völlig jenseitig. Wie man nur auf so eine Idee kommen kann? Das ist grob übergriffig und betrügerisch.
Auf jeden Fall, da sollte sie ihn einfach informieren, dass sie die Verhütung einstellt. Dann hat er eine Chance, darüber nachzudenken, ob er >18 Jahre mindestens mal finanzielle Verantwortung übernehmen kann und will. Solche Kinder tun mir extrem leid - sie spüren doch meist, dass sie nicht von beiden Elternteilen gewollt waren. Ich kann nur den Kopf schütteln.
 
  • #44
Das ist sehr leichtsinnig und ziemlich naiv von deiner Freundin. Warum sucht sie sich nicht einen Mann der eine Familie gründen möchte? Sie ist gerade mal 35 und zerstört dümmlicherweise sich ein schönes Familienleben mit einem tollen Mann indem sie ein Kind von einem Mann auf die Welt, der es nicht akzeptieren möchte. Sie stellt es sich wohl ziemlich einfach vor später einen anderen Mann zu finden, der dieses „fremde“ Kind dann lieben wird und die Verantwortung für sein nicht biologisches Kind übernehmen wird. Lach! Da wird sie verdient ziemlich auf die Nase fallen. Grenzenlos naiv, Sorry. Ich kenne auch eine Frau, die sogar zwei Kinder zur Welt gebracht, damit der Mann sie heiratet, trotzdem hat dieser Mann eine andere geheiratet. Was ist aus der Frau geworden? Alleinerziehend und seit Jahren frustriert Single. Tut sie mir nun Leid? Nö. Verdient. Dasselbe hat auch die Ex meines Cousins gemacht, er hat sie nicht geheiratet, hat nun eine andere Freundin. Wenn sie sich so sehr ein Kind wünscht, dann soll sie sich im Ausland künstlich befruchten lassen.
 
  • #45
wenn sie nur wüsste, dass sie einen besseren Partner bald findet!

.... naja, dann hält man sich eben einen Mann solange warm.

Warum wird nur der Frau, nur weil sie natürlicherweise ein Kind haben möchte egoistisches Verhalten angelastet aber der Mann als das arme Opfer der Frau gesehen!

...hier geht es doch aber nicht um das arme Opfer Mann, sondern darum, ob das in Ordnung ist, einem Mann ein Kind unterzuschieben.
Ich habe kein Verständnis dafür und schon gar nicht als Rachefeldzug verstanden, weil er sich ja hätte trennen können. Hier werden auch wieder die Beweggründe des Mannes, die vielleicht die FS auch gar nicht kennt, nicht in Betracht gezogen. Der Mann ist arbeitslos, ein Grund, um kein Kind zu wollen z.B.

Ein egoistisches Verhalten ist es sehr wohl und verantwortungslos noch dazu. Denn der Mann wird nicht gefragt, sondern in diesem Fall benutzt. Dumm oder nachlässig, wenn er sich im Vertrauen darauf verlässt, dass du eine Spirale trägst.
In einer Beziehung nicht vertrauen zu können und so hinters Licht geführt zu werden, ist schon fix daneben.

Wenn die FS eine Besamung von dem Mann wünscht, dann kann sie das offen und ehrlich kommunizieren und auf Unterhaltsrechte verzichten. Was ist daran so schwer, mit offenen Karten zu spielen.
 
  • #46
Ich selbst würde es nicht machen, weil ich ein schlechtes Gewissen hätte und als alleinerziehende Mutter überfordert wäre. Aber ich kann beide Seiten verstehen.

Es gibt viele Männer, die sich kein Kind wünschen oder die Entscheidung vor sich her schieben. Mir selbst ist noch kein Mann mit aktiven Kinderwunsch begegnet. Vielleicht hätte ich einen meiner Beziehungspartner überreden können, aber so wirklich gerne wollte keiner Kinder.
Redet man mit Männern darüber, so begründen sie dies oft mit der Angst vor einer späteren Trennung, vor Unterhaltszahlungen und mit der Befürchtung, das Kind kaum sehen zu dürfen. Das verstehe ich sehr gut.

Was ich nicht verstehe, ist, dass diese Männer nicht konsequent verhüten und dies trotzdem der Frau überlassen. Wenn ich selbst ein Mann ohne Kinderwunsch wäre, würde ich niemals einer Frau vertrauen. Die Biologie ist oft übermächtig. Und dies ist wohl auch der Grund, warum Frauen mit der Verhütung schlampen und es einfach passiert. Wenn Frauen immer auf die perfekten Umstände gewartet hätten, gäbe es kaum noch Nachwuchs. Deshalb kann ich nachvollziehen, warum Frauen dies alleine beschließen.

Dann aber sehe ich auch noch einen anderen Aspekt. Warum kann eine Frau nicht ohne Kinder zufrieden sein? Warum machen viele Frauen ihr Glück so sehr von einem Kind abhängig, dass sie dies auf Biegen und Brechen umsetzen wollen? Versprechen sie sich nicht manchmal zu viel von einem Kind? Wenn eine Frau keinen Mann findet, der ein Kind mit ihr möchte, kann sie doch einfach zufrieden weiter leben. Vorausgesetzt sie ist ein zufriedener Mensch.

Wenn ich noch weiter über dieses Thema nachdenke, fallen mir sicher noch weitere interesssante Sichtweisen ein. Die Frage ist also nicht so einfach zu beantworten.
 
  • #47
Ich weiß gar nicht, was ich zu so viel Dreistigkeit sagen bzw. schreiben soll.
Deine Freundin ist einfach unfassbar egoistisch. Nicht nur ihrem Partner gegenüber, sondern auch gegenüber dem Kind! Unter solchen Bedingungen sollte man keine Familie gründen. Was ist, wenn er das Kind sein Leben lang ablehnt? Es wird leiden.

Jeder Mensch hat das Recht sein Leben selbst zu bestimmen! Der Mann ist überhaupt nicht egoistisch. Er hat es klar kommuniziert.
Dann muss sich deine Freundin eben trennen. So einfach.

Wenn du noch ein Gewissen hast, sagst du ihm das. Unbedingt. Alles andere ist unfair und darf nicht verschwiegen werden. Das ist ein zu großer Eingriff in sein Leben. Ganz ehrlich, er tut mir leid!
 
  • #48
Da wünsche ich mir, dass Frauen zwecks Unterhaltsberechtigung für das Kind endlich in die Nachweispflicht genommen werden. Sowohl die genetische Vaterschaft als auch das gegenseitige Einvernehmen bezügl. der Zeugung betreffend.

Wie bitte? Ein Mann sollte wissen, dass die Frau schwanger werden kann, wenn er mit ihr schläft. Keine Verhütungsmethode ist hundertprozentig sicher. Warum sollte die Frau alleine dieses Risiko tragen, in dem man ihr eine Beweispflicht auferlegt?

In dem hier geschilderten Fall ist es natürlich Betrug. Ehrlichkeit und Vertrauen sind Grundwerte einer funktionierenden Beziehung. Sie sollte ihm sagen, dass sie sich die Spirale hat entfernen lassen und nicht weiter verhüten wird, da sie ein Kind von ihm möchte.
 
  • #49
Ich finde jemandem ein Kinder unterzujubeln (egal ob Mann oder Frau) ein absolutes No Go.
Und die Verhütung ohne Einverständnis des anderen abzusetzen einen riesigen Vertrauensmissbrauch.
Wenn sich Frau so verzweifelt ein Kind wünscht, gibt es auch andere Wege.
 
  • #50
Ich hab sehr gespannt eure Kommentare durchgelesen und verstehe, dass einige davon schockiert sind. Dennoch sehe ich es wie Madoline oder #40 und #41.

Meine Bekannte hat immer schon diesen großen Kinderwunsch gehabt, aber diesen zurückgestellt, da ihr Partner NOCH nicht wollte/will. Stattdessen hat Sie sich eine gute Karriere aufgebaut und steht mit beiden Beinen im Leben.

Wenn es nach ihrem Freund geht, könne man in fünf Jahren noch mal über Kinder reden. Das hat er aber davor nie so kommuniziert. Ihr Wunsch ist es Mutter zu werden. Wir ALLE WISSEN, wie hoch die Scheidungsrate ist und wie oft Kinder bei nur einem Elternteil aufwachsen. Welche Mama/Papa sagt bitte ihrem Kind "Du warst von Papa ungewollt"? Das gibt es natürlich, aber diese fehlende Liebe kann man auch kompensieren. Meine Bekannte will sein Geld nicht. Sie will nichts von ihm, außer dass ihr Kinderwunsch erfüllt wird. Denn das war immer großer Teil ihres Lebenswunsches.

Stellt euch vor, dass ihr dieses Bedürfnis ehrlich in eurer Beziehung kommuniziert habt und mit den Partner über 10 Jahre zusammen seid und immer wieder schiebt er das raus und will noch nicht. Er nahm ihr die Chance einen Mann zu finden, der genauso stark die Sehnsucht nach einem Kind hat. Natürlich kann sie wieder auf die Suche gehen, aber die Wahrscheinlichkeit einen passenden Deckel rechtzeitig zu finden, ist nicht so hoch, denn in den 30/40ern sind viele in Beziehungen oder haben schon von der Ex ein Kind.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #51
Ich bin auch wirklich schockiert über solche Ideen.
Ich selbst bin zwar nur ein ungeplantes Affärekind, aber musste auch ohne Vater aufwachsen, weil er mich einfach nicht wollte. Um jeden Cent der mir zugestanden hat, musste ich vor Gericht streiten, nie kam etwas zum Geburtstag oder zu Weihnachten, zum Abiabschluss oder zum Studienabschluss. Abgesehen von dem Gefühl, das der eigene Vater einen nicht mal kennenlernen möchte..
Das könnte dem Kind der Freundin auch passieren.
Nicht jeder Mann übernimmt dann automatisch die ungewollte Vaterrolle. Hauptsache sie hat ihr Kind, auch wenn sie dann AE ist, egal wie es dem Kind damit dann geht.
Natürlich gibt es nie eine Garantie, dass man von den Eltern geliebt wird, aber ich würde meinem Kind die Chance auf 2 es liebende Elternteile nicht verwehren wollen & kein Kind von einem Mann bekommen, der schon von vorne herein sagt, er möchte keines. Da bin ich eindeutig auch bei #3.

Daher fände ich es richtig das noch mal mit dem Mann zu besprechen, ihn Informieren, dass sie nicht mehr Verhüten & ein Kind will. Im besten Fall von ihm, notfalls auch ohne ihn, aber so heimlich ist schon Scheiße..
Vertrauen & Ehrlichkeit in der Beziehung?

Abgesehen davon kann das für sie & das Kind doch auch sehr schnell nach hinten los gehen, auch finanziell. Ist ja nicht so, als wäre er dann aus der Welt, er ist ja nach wie vor der Vater mit Rechten & Pflichten.

Er hat genauso ein Recht sein Leben zu gestalten wie er es möchte & er möchte jetzt kein Kind. Wenn das nicht mit ihren Plänen & Wünschen übereinstimmt, muss man sich trennen & jemanden mit ähnlichen Wünschen finden.
Sowas kann man jemanden nicht aufzwingen & dann auch noch erwarten, dass er sich zu freuen & zu kümmern hat, weil es ja "Seins" ist & wenn er es halt trotzdem nicht will, muss er halt Unterhaltskosten die nächsten schätzungsweise 25 Jahre zahlen? Obwohl er kommuniziert hat, dass er das NICHT will?Ernsthaft? Das wäre sie bereit ihrem Partner, den sie liebt wie ich annehme, aufzuzwingen?
Unverständlich.
 
  • #52
Nur frage ich mich warum gibt es nicht so viele verantwortungsvolle und edle Männer wie einen Italiener den ich kenne? Er war geschieden und hatte bereits drei Kinder und hatte eine junge Freundin die ihn sehr liebte und heiraten wollte. Doch nach einer Weile der Beziehung hat er sie freigegeben mit den Worten er wolle sowieso keine Kinder mehr haben, weil sein Familienwunsch abgeschlossen sei aber sie sei mit 24 doch so jung und würde ihn eines Tages dafür hassen und verachten! Ich kenne ihn persönlich und war sehr beeindruckt, dass er so großzügig an seine Freundin gedacht und sie freigegeben hat, ohne sie egoistisch für seine eigenen Bedürfnisse auszunutzen! Solche Männer sind selten und Goldwert!


Dann aber plötzlich wird doch Verantwortung für dieses ungewollte Kind meistens von beiden übernommen! Seltsam! ?

Ehhmm, muss der Mann sich deswegen trennen, weil er keine Kinder haben möchte? Reicht es nicht aus, dass er es ehrlich und aufrichtig ausgesprochen hat, dass er keine Kinder haben möchte? Die Frau steht dann vor der Wahl: Entweder sie akzeptiert diese Entscheidung und bleibt ODER sie akzeptiert es nicht und GEHT! Wie krank ist das denn bitte einen Menschen dazu zu zwingen Vater zu werden, der es einfach nicht möchte? Lasst euch am besten mal psychologisch untersuchen. Ehrlich gemeint. Ich bin auch eine Frau, genauso wie ich es nicht möchte, dass gegen meinen Willen ich für Dinge gezwungen werde, tue ich es auch anderen Menschen nicht an. Gefällt es dir denn, wenn ein Mann dich vergewaltigt, obwohl du es nicht möchtest, weil er im Egoismus sich denkt, er hätte das Recht dazu, weil dies sein Wunsch ist und er Lust darauf hat? Wie kann man einem Menschen so einen Schaden hinzufügen? Mal abgesehentlich davon, dass sie mehr Schaden davon tragen wird, weil sie enorme Schwierigkeiten haben wird jemals einen liebevollen Vater für ein „fremdes“ Kind zu finden. Hier und da immer wieder als alleinerziehend Affäre enden wird. Wie viele Alleinerziehende kennst du? Ich kenne sehr, sehr viele! Und nur eine einzige unter diesen Frauen, die es geschafft hat ein zweites Leben aufzubauen. Frage doch mal bei den Alleinerziehenden nach, warum Männer sich von Ihnen immer trennen!
 
  • #53
Und genauso blind verlassen sich Männer darauf, dass die Frau schon verhütet, wenn sie es gesagt hat.

...ich fände es sehr schwierig in einer Beziehung, die auch ein gewisses Vertrauen voraussetzt, sich so abzusichern. Das müsste dann ja auch gleich komplett in allen Bereichen geschehen. Es würde bedeuten, dass 0 Vertrauen vorhanden wäre. Wie soll dann eine liebevolle Beziehung funktionieren? Für mich gilt, die Spreu vom Weizen trennen zu können. Aber auch da, es gibt für nichts eine absolute Sicherheit.
 
  • #54
Eine erschreckende Frage und teilweise noch erschreckendere Antworten. Die Freundin der FS redet sich das Ganze natürlich noch mit "Dann ziehe ich das Kind eben alleine auf" schön, aber das ist Selbstbetrug par excellence. Entweder muss dann der Mann zahlen oder die Gesellschaft, also alle anderen, ob sie wollen oder nicht. Und das alles nur, weil diese Frau ohne Rücksicht auf Verluste ihren egoistischen Wunsch durchsetzen muss. Das Wohlbefinden des Kindes ist dabei indes völlig egal, es geht einzig und allein um die Selbstverwirklichung dieser Freundin.

Darf ein Mann dann auch einem Kinderwunsch zustimmen, auf Verhütung verzichten und sich heimlich vasektomieren lassen? Mit den Worten der FS biegt er sich Wahrheit dann ja auch nur ein bisschen hin, immerhin versucht er ja eindeutig durch ungeschützten Verkehr dem Kinderwunsch gerecht zu werden...
 

Laleila

Cilia
  • #55
Die Frage ist für mich nicht mit einem klaren 'Ja' oder 'Nein' zu beantworten.
Generell bin ich der Meinung derjenige, welcher kein Kind möchte, muss halt verhüten. Egal ob Mann oder Frau.

Allerdings sollte man in einer Beziehung schon von vornherein wissen, wie man gemeinsam zu dem Thema steht und prinzipiell keine Beziehung nur aus Verliebtheit eingehen ohne vorher die konkrete Passung zu klären.

Mit Anfang 20 kann man sich sicher noch trennen um einen willigen Vater für das Kind zu suchen mit Mitte 30 bedeutet dies ein hohes Risiko den Kinderwunsch ganz aufgeben zu müssen.

Im Falle der Freundin der FS denke ich daher (im Einzelfall) sie sollte es, falls er wirklich gute Gene mitbringt, darauf ankommen lassen. Eine Bekannte von mir tat dies auch und ist eine ganz wundervolle Mutter. Als die Kleine 4 Jahre alt war lernte sie einen Mann kennen, welcher der ideale Daddy für die Süße wurde. Mittlerweile ist diese eine glückliche, von ihren Eltern geliebte 21jährige Frau und vermisst den Erzeuger gar nicht.

Er hat übrigens ein Recht darauf, Nicht Vater werden zu wollen.
Ja klar, aber damit geht die Pflicht einher aktiv dafür zu sorgen. Vasektomie oder Verhütung mit Kondomen.
Jeder Mann der dies nicht tut sagt stillschweigend ja, zu einer möglichen Schwangerschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #56
Man stelle sich vor ein Mann hätte einen Kinderwunsch und würde seine Kondome gezielt heimlich durchlöchern, damit er die Frau schwängern kann, weil sie ihm seine Bedürfnisse nicht zuspricht.
Es fehlt noch der nächste Teilsatz:
"...und die Gesetzgebung würde es ihr verweigern, darüber zu bestimmen, ob sie das Kind austrägt oder nicht".

Tatsächlich hat der Mann in der westlichen Welt kein Recht auf reproduktive Selbstbestimmung. Ob ein Mann Vater wird oder nicht, entscheidet die Frau.
Diese Entscheidung der Frau (wie in der Themenfrage auch) gilt sowohl gegen als auch für ein Kind unabhängig vom Willen des Mannes.
Ein Mitspracherecht hat der Mann nur insofern, daß er den Akt der Zeugung verweigern kann oder eben eine mehr oder weniger wirksame Art der Verhütung wählt. Aber er kann keine Frau zwingen, ein empfangenes Kind auch auszutragen.
Umgekehrt geht das nicht nur, sondern ist auch eine gesetzlich geschützte Vorgehensweise.

Man sieht es an der Themafrage.

Nebenbei: ein Mann kann sich nur durch Vasektomie (meinetwegen mit Einfrieren von Sperma für ein Wunschkind durch künstliche Befruchtung) gegen ein ungewolltes Kind schützen.
Alle anderen Mittel können von einer Frau mit einem machiavellistischen Kinderwunsch unwirksam gemacht werden.

Mensch50
 
  • #57
immer wieder schiebt er das raus und will noch nicht. Er nahm ihr die Chance einen Mann zu finden,der genauso stark die Sehnsucht nach einem Kind hat.


Nein, die Chance aufs Kind hat die Frau sich selbst genommen indem sie 10 Jahre lang ausgeharrt hat, obwohl es klar war, daß der Mann kein Kind mit IHR will.

Diese Kinderfrage ist so ähnlich wie die Frage vom anderen Thread mit der Heirat.

Als Frau muß frau eben ehrlich zu sich selbst sein und klug genug sein zu erkennen, daß der Mann SIE nicht als Ehefrau und Mutter will. Das tun die meisten Frauen nicht weil sie diese Erkenntnis als Niederlage sehen. Aber wenn sie jahrelang die Augen vor der Wahrheit verschließen dann müssen sie mit den Konsequenzen leben.

Klar haben attraktive Frauen es etwas leichter, schneller einen neuen Partner zu finden aber dieser starre Weg, ewig auszuharren ist nicht zielführend und auf Dauer frißt er das Selbstvertrauen der Frau auf. Eine saubere Trennung ist immer noch die beste Lösung.

ABER: in diesem speziellen Fall gibt es doch einen dritten und vierten Weg ohne Heimlichtuerei: die Frau kann dem arbeitslosen Mann vorschlagen, daß sie das Kind bekommt und ER zu Hause als Hausmann und Vater bleibt und sie jobbt - als Umkehrung der traditionellen Rollen.

Oder: sie redet mit ihm, daß sie ein Kind von ihm will (weil es realistisch zu lange dauert einen neuen Erzeuger zu finden) und trennt sich dann und bleibt AE ohne jegliche Pflichten des Mannes.

Ist die stolze Lösung, die Unabhängigkeit erfordert, aber wenn es ihr NUR darum geht Mutter zu werden dann wäre das viel besser als die "unsaubere" Lösung mit dem Absetzen der Spiralle.
 
  • #58
Ja klar, aber damit geht die Pflicht einher aktiv dafür zu sorgen. Vasektomie oder Verhütung mit Kondomen.
....

...Kondome ja, wobei dann das Vertrauensverhältnis schon gestört ist.
Vasektomie ja, was auch viele Männer durchführen, wenn sie grundsätzlich keine Kinder wollen. In diesem Fall hier wissen wir das nicht und kennen auch nicht die Gründe, die einen Kinderwunsch aktuell ausschließen. Er zeigt kein Bestreben, was heißt das. Sind sie überhaupt miteinander im Gespräch, kennt diese Frau die Beweggründe? Gibt es ein klares ausgesprochenes nein?
 
  • #59
Ich finde beide Seiten nicht fair. Der Mann der die Frau ewig lang hinhält (wie im Nebenthread) oder die Frau, die aus egoistischen Gründen auf die Verhütung verzichtet, um schwanger zu werden.

Bei beidem fehlt mir das wichtigste in der Beziehung, undzwar Offenheit, Vertrauen und Ehrlichkeit.

Bloß wie will Frau das denn klären? Am Anfang sollte man das Thema nie ansprechen, aber in ca. 1-2 Jahren. Dann liebt die Frau den Mann so sehr, dass es schwer wird sich zu trennen. Ja sie hofft und verdrängt auch, dass er sie nie heiraten wird etc. Wenn sie hier Verantwortung übernehmen würde, dann würde sie gehen. Das kann sie aber nicht, da sie Angst vor dem Alleinsein hat oder dass sie keinen anderen für Kinder findet.


Echt schwierig hier ein Urteil zu treffen. Generell wäre ich aufgrund meiner Werte, insb. Ehrlichkeit nie im Stande den Mann zu betrügen und dazu zählt auch ihm ein Kind unterzujubeln. Denn am Ende wird das Kind leiden.

Generell frage ich mich: Werden die Männer alle langsam feige und haben Angst Verantwortung zu übernehmen? Das war doch früher nie so? Meine Eltern usw. die haben recht schnell Kinder bekommen und da hat der Mann sich nie gedrückt.
 
  • #60
Kann sie nicht, denn das Kind hat den Anspruch auf Unterhalt, nicht die Frau.
Naja klar, sie kann das Geld nicht annehmen oder gar nicht erst einfordern, so wie ich es gemacht habe, aber auf das Recht verzichten kann sie nicht.
Wenn der Mann im Lotto gewänne, könnte sie das Geld jetzt einfordern, das hat sich in 23 Jahren sicher auf einen stattlichen Betrag summiert.
Deine Freundin sollte sich mal über die rechtliche Situation informieren. Ein Mann kann seiner Ex-Freundin und dem Kind das Leben zur Hölle machen, wenn er seine Rechte nutzt.
....Vornamen ...Geburtsurkunde
...Kindergarten ....Anmeldung.
....Klassenfahrten... Einverständnis
...Führerschein
....medizinische Behandlung
Hm...informieren wir uns doch mal alle.
Meines Wissens redest du von dem Agreement des gemeinsamen Sorgerechts, was aber ein lediger Vater nicht per se erhält, sondern nur, wenn die Mutter dem zustimmt.
Ich habe das alles allein entschieden.
Das Umgangsrecht besteht, egal, wie oft es wahrgenommen wird.
....ohne einen Cent Unterhalt zu zahlen.
Das allerdings ist meines Wissens beides richtig.
Ja, er hat ein Umgangsrecht, aber bedauerlicherweise keine daran gekoppelte Pflicht, was mir das Leben sehr schwer gemacht hat.
Und ja, er hat dieses Recht auch dann, wenn er nichts bezahlt.
Und ja, er hat ein Recht auf Unterhalt gegen das Kind, auch wenn er nie bezahlt hat.
Wir haben es inzwischen prüfen lassen und zumindest bei uns ist das so: meine Tochter wird unterhaltspflichtig, sobald sie Geld oberhalb des Selbstbehalts verdient.

Diese Dinge kann man nur umgehen, indem man den Namen des Vaters nicht angibt.
Dazu war ich damals zu doof.
Naja, auch wieder nicht, denn mit dem damaligen Kenntnisstand war die Entscheidung sinnvoll und korrekt. Wie sich alles entwickeln würde, konnte ich nicht wissen.
Und das gehört zu den Risiken, die nicht existenzvernichtend, wenn auch im Falle der Unterhaltspflicht meiner Tochter existenzerschwerend sind.
Ich werde das abfedern, wie ich seit 23 Jahre alles abfedere, was dieser Mann nicht leistet und ich kann das.
Er ist 10 Jahre älter als ich und sehr verbraucht, ich gehe also davon aus, dass, wenn alles nach Plan läuft, ihre Unterhaltspflicht durch seinen Tod endet, bevor meine Unterstützung durch meinen Tod endet, bzw. der wirtschaftlich sehr ungünstige Erbfall einträte, denn auch vom Kapital müßte sie ihn unterhalten.

w 50
 
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