• #1

Wie weit darf sich Euer Partner einmischen?

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mit meinem Partner immer wieder heftige Diskusionen über mein Konsumverhalten. Als ich mir neulich einen Mantel bestellen wollte, kam er plötzlich mit einem noch ungetragenen Stück aus meinem Kleiderschrank daher und verzichtete nicht auf den Hinweis, wieviele ungetragene Klamotten er in meinem Schrank entdeckt hätte. Ich war stinksauer, weil er sich an meinem Schrank vergriffen hat. Er behauptete allerdings, er hätte nur einen Kleiderbügel gesucht und hätte dann durch Zufall meine noch ungetragenen Sachen entdeckt. Es entbrannte ein heftiger Streit, warum ich noch weiter einkaufen will, obwohl ich doch in seinen Augen mehr als ausreichend ausgestattet bin. Ich fand das unmöglich und frage mich, ob er damit nicht zu weit gegangen ist. Wie seht Ihr das? Wo ist Eure Grenze bzgl. den Meinungen Eures Partners? Kann er sowas ernsthaft zur Diskussion stellen, wenn ich doch alles selber bezahle? In seinen Augen sind meine Käufe überflüssig und rausgeworfenes Geld. Ich brauche das aber regelmäßig, daher habe ich natürlich schon eine beachtliche Klamotten- und Schuhsammelung, bei der zugegebenermaßen nicht jedes Teil getragen wurde. Aber geht ihn das was an? Ich finde seine minimalistsiche Einstellug auch übel, akzeptiere sie aber.
Zur Diskussion stehen auch immer wieder die Preise der Klamotten, die in seinen Augen viel zu hoch sind. Nach seiner Aussage darf z. B. ein shirt nicht über 100 Euro kosten. Ich finde, wenn es gefällt darf ein Kleidungsstück auch deutlich teuerer sein. Wie seht Ihr das?

Herzlichen Dank für Eure Antworten!
 
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  • #2
Zuerst einmal solltest du darüber nachdenken was deine Feststellung du brauchst das eigentlich bedeutet- ich bin nun auch ein kleines Shoppingluder und habe ein paar...na gut....ein paar mehr Schuhe *lach* aber, ich kann das auch abstellen wen ich z.B. auf etwas spare.

Zu deinem Partner- dein Geld, solange es ihm nicht zum Nachteil kommt würde es mit mir solche Diskussionen nicht geben.
 
  • #3
Ich brauche das aber regelmäßig, daher habe ich natürlich schon eine beachtliche Klamotten- und Schuhsammelung, bei der zugegebenermaßen nicht jedes Teil getragen wurde.
Ich kann mich an einen Thread erinnern, wo Du geschrieben hast, dass Du damit etwas kompensierst?? Es grenzt irgendwie an ein Suchtverhalten.
Wie auch immer, er war übergriffig und hat damit einen sehr wunden Punkt bei Dir getroffen...
ErwinM, 52
 
  • #4
Solange du die Kleidung von deinem Geld kaufst, ist es deine Sache!

Ich kann mir vorstellen, dass dein Partner sich einfach Sorgen um dich macht, dass du mit dem Shopping-Wahn irgendwas kompensierst, es in eine ungesunde Richtung geht.
 
  • #5
Ich kaufe nicht so gerne Klamotten. Gebe ich ja zu.
Und wenn V nicht ab und zu intervenieren würde, würde ich meine Pullover, Jeans, Jacken etc 5 Jahre lang tragen, Schuhe bis sie kaputt sind T Shirts, Unterhosen und Socken mehr oder weniger im 10 er Pack kaufen. Anzüge und Hemden je nach Bedarf, das sehe ich als Investition in meinen Beruf. Aber ansonsten ? Mir egal, wenn die schwarze Jeans irgendwann ein frisches steingrau trägt ....Sauber muss es sein, natürlich auch nicht kaputt o.ä. Aber ich habe eine 30 Jahre alte Lederjacke, die hat gerade ihr 3. Futter bekommen. Ich mag die - das Leder ist nach wie vor gut. Sie passt auch noch. War damals teuer - eben Qualität.
V dagegen hat Freude an Mode. Und Schuhen und Handtaschen. Und deshalb lasse ich sie. Geht der Schrank nicht mehr zu muss was weg.
Schränke nutzen wir eh zusammen. Daher gibt es die Diskussion darum nicht.
Ich persönlich würde das so sehen - dein Partner kann schon mal fragen, ob so viel Kleidung wirklich sein muss - aber wenn er dich kennt, deine Freude daran sieht - soll er die Klappe halten. Zumal du deine Sachen ja selbst bezahlst.
 
  • #6
In seinen Augen sind meine Käufe überflüssig und rausgeworfenes Geld. Ich brauche das aber regelmäßig, daher habe ich natürlich schon eine beachtliche Klamotten- und Schuhsammelung, bei der zugegebenermaßen nicht jedes Teil getragen wurde.
Nicht nur in seinen Augen, faktisch, wenn du die Teile nie trägst, sind sie herausgeworfenes Geld!
Ich würde das an deiner Stelle auch ganz schnell mal angehen, was da bei dir falsch läuft. Ich habe auch viele Kleider, aber kann auch gerne sagen, brauch ich nicht. Meistens, sobald der erste Kaufimpuls weg ist, zB eine Nacht drüber geschlafen, Gehts dann auch wieder. Denk an dein Geld und auch an die Umwelt!

Und nein, es geht ihn nichts an.
 
  • #7
Was er mit dir macht das geht nicht, das ist total übergriffig und absolut nicht annehmbar, in deinem Schrank schnüffeln, was nicht geht, es ist dein Geld, was ihn nichts angeht, würde eine Frau mit mir das machen, gäbe ist ein Gespräch und danach konsequentes Handeln meinerseits, da ich mir das nicht gefallen lasse!
 
  • #8
Tja, bei euch treffen aber auch Welten aufeinander. Wenn er wirklich minimalistisch ist und du einer leichten "Kaufsucht" frönst, dann sehe ich schwarz für gegenseitiges Verständnis.
Wenn er dich finanziell nicht ständig subventionieren muss, dann würde ich generell vereinbaren, dass er deine Umgang mit dem Thema zu tolerieren hat. Grenze dich ab und bitte ihn er künftig seine Meinung für sich zu behalten.

Ich habe auch eine Freundin, die mit shoppen etwas kompensiert. Sie weiß gar nicht mehr, was sie so alles im Schrank hat. Neulich hat sie mir lachend erzählt, dass sie sogar zweimal den selben Pulli gekauft hat, ohne das zu merken. Ich habe mir meinen Teil gedacht. Vor allem weil sie im nächsten Augenblick berichtet, sie kann den geplanten Urlaub mit ihrem Freund nicht bezahlen. Sie hat sich aufgeregt, dass er sie da nicht unterstützt......In diesem Fall hätte in meiner Wahrnehmung der Freund durch aus Grund mal etwas Meinung in den Raum zu werfen.
 
  • #9
ich habe mit meinem Partner immer wieder heftige Diskusionen über mein Konsumverhalten.
Lach, ich denke, Du bist der große Obermanager? Und dann lässt Du Dir von einem Mann erzählen, mit dem Du nicht zusammenlebst und nur eine Kompromissbeziehung hast was Du konsumierst und was nicht? Nicht Dein Ernst.

Zeig ihm Grenzen auf und wenn er die nicht einhält, dann setz ihn vor die Tür.

Er behauptete allerdings, er hätte nur einen Kleiderbügel gesucht
Mein Mann sucht keine Kleiderbügel in meinem Schrank. Er fragt mich danach wenn er einen braucht und bekommt ihn dann.

am er plötzlich mit einem noch ungetragenen Stück aus meinem Kleiderschrank daher und verzichtete......... Es entbrannte ein heftiger Streit, warum ich noch weiter einkaufen will...
Ja und? Hast Du ihn so in den Senkel gestellt, dass er das nie wieder tut?

Ich fand das unmöglich und frage mich, ob er damit nicht zu weit gegangen ist.
Warum fragst Du Dich das? Was ist da bei Dir los? Ihr wohnt nicht zusammen, ihr wirtschaftet nicht zusammen, Du lebst nicht auf seine Kosten.
Fazit: das Ganze geht ihn überhaupt nichts an. Also hat er sich dazu geschlossen zu halten.

Kann er sowas ernsthaft zur Diskussion stellen, wenn ich doch alles selber bezahle?
Klar kann er das - zeigt er und Du auch, weil Du überhaupt eine Diskussion mit ihm anfängst. Er macht es nur, weil Du es mit dir machen lässt.

Ich finde seine minimalistsiche Einstellug auch übel, akzeptiere sie aber.
Dein Fehler. Du solltest sie ihm so vergällen, wie er es mit Deiner Konsumwut macht. Wenn er die nicht akzeptable Einmischung in seine Angelegenheiten gleichermaßen zu spüren bekommt, dann lässt er es vielleicht.

Ich frage mich immer: wie verzweifelt muss man sein, um mit 50+ noch so eine unpassende Beziehung voller übler Alltagsstreitigkeiten einzugehen.

Mir ist völlig wurscht wie teuer Deine Shirts sind - sogar wie teuer meine sind.
Ich frage ich, was Du mit dem Thread erreichen willst, außer "hurra ich schwimme im Geld und brauche es für mein Ego unnützes teures Zeug zu kaufen und davon mehr als ich tragen kann".
Das zeigt eine deutliche Selbstwertschwäche und dann wundert mich auch nicht, dass Du mit dem entsprechenden Pendant liiert bist, was Dich beklugscheißert.
 
  • #10
dein Partner kann schon mal fragen, ob so viel Kleidung wirklich sein muss - aber wenn er dich kennt, deine Freude daran sieht - soll er die Klappe halten.
Sie hat ja keine Freude dran. Sie versucht durch suchtartiges kaufen teuer Klamotten andere bei sich vermutete Defizite zu stopfen.
Dummerweise hat sie einen Partner, der das erkennt und auf der Schwachstelle rummeißelt, statt es als Freude an der Mode zu verkennen und ihr zu gönnen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #11
Mein Partner und ich machen letztendlich jeweils das, worauf wir Lust haben und was wir gut finden, und respektieren die Entscheidungen des anderen, aber wenn er jetzt plötzlich shoppingsüchtig würde, würde ich das ganz klar auch ansprechen und meine Bedenken äußern, weil ich mir dann Sorgen um seinen Zustand mache und es mir leid tut, wenn er sein Geld so verschwendet. Ich würde auch andere Sachen kritisieren, wenn ich sie blödsinnig oder unnötig oder schädlich finde. Und er umgekehrt auch. Wenn man denkt, der andere hat Probleme oder macht was falsch, dann kann es durchaus gut gemeint sein, ihn darauf hinzuweisen und darüber zu diskutieren. Es gibt bei uns einige Themen, wo wir uns gegenseitig regelmäßig "zur Vernunft ermahnen", also sagen, dass etwas nicht gut ist und der andere es doch besser anders machen sollte, und das sehen wir dann auch jeweils ein -- aber ändern es doch nicht, dann erinnern wir uns immer wieder daran.Wir haben selten auch richtige Meinungsverschiedenheiten, neulich erst hatten wir mehrere mehrstündige Gespräche über eine grundlegend verschiedene Sichtweise zu einem Thema, aber ich finde es gut und inspirierend und bereichernd, durch den Partner auf Punkte hingewiesen zu werden, die ich selbst nicht oder anders sehe. Viel schlimmer fände ich es, wenn ich ihm egal wäre. Und er ist mir auch nicht egal, ich wünsche mir, dass er glücklich und gesund und erfolgreich ist. Natürlich weise ich ihn darauf hin, wenn er Quatsch macht und sich auf einem Irrweg befindet! Als ob ich ihn sehenden Auges in irgendein Verderben rennen lasse, obwohl ich es besser weiß, das wäre doch geradezu unverantwortlich und unpartnerschaftlich!
w26
 
  • #12
@Tom26 sehr korrekte Einstellung!
Ich bin ein Hybrid, ich lege null Wert auf aktuelle Pieces, Trends interessieren mich nicht. Ich habe (hochwertige) zeitlose Teile die mich schon deutlich über 20 y begleiten, ich habe aber auch preisgünstige NoName oder "sogar" Discounter-(Verschleiß-)Basics. Was ich definitiv nicht habe und nie haben werde ist ein Partner der mir vorschreibt was ich mit meinem (sic!) Geld anzufangen habe! Ich habe (wahrscheinlich) verdammt viele Klamotten, investiere auch aus beruflichen Gründen in ein gepflegtes Äußeres, was m.E. vor allen Dingen an gepflegten, nicht billigen Schuhen (!) wahrzunehmen ist. Ich trage aber genauso gerne (qualitativ völlig ausreichende) Strickkleider von Lid...
Ich würde mir aber, wie bereits erwähnt, nie vorschreiben lassen was ich brauche / nicht brauche. Just my 2 Cents.
 
  • #13
Hast du nicht mal geäußert das du eine immense Summe für Klamotten ausgibst ? 1000 Eueo oder täusche ich mich da . Vielleicht denkt dein Partner dass du kaufsüchtig bist und macht sich Sorgen
Dennoch bist du erwachsen und er darf nicht übergriffig sein . Sprichst du dieses Thema auch in deiner Therapie an ?
Ich bin eine überaus bescheidene Frau und ich hasse shoppen , ich würde nie mit Freundinnen shoppen gehen . Ich achte auf Qualität und den Preis . Wenn es sich bei Shirt um ein T- Shirt handelt finde ich 100 Euro viel zu viel .
Ich käme bei meinem Partner mit so einem Konsumverhalten überhaupt nicht klar . Ich habe mir außer vielleicht bei einer Winterjacke / Mantel noch nie ein Kleidungsstück gekauft dass mehr als 100 Euro kostet und auch keine Schuhe aber wahrscheinlich bin ich da ein Einzelfall.
 
  • #14
Ich finde Frauen mit ihrem Shopping-Wahn furchtbar, obwohl ich selber eine Frau bin.
Ich selber hasse Shopping und finde es blöd.
Frauen, die zufrieden und glücklich sind, brauchen kein Shopping. Frauen, die unzufrieden sind mit ihrem Leben müssen ständig neue Klamotten shoppen.
Sie denken das macht sie glücklich. Allerdings hält das nicht lange.
Meine älteste Schwester ist dreimal geschieden und hat ihr einziges Kind abgetrieben. Nach jeder Scheidung verfiel sie in unendlicher Shopping-Sucht. Ebenfalls nach der Abtreibung.
Teure Kleidung die sinnlos und ungetragen im Schrank hängt und ihre Unzufriedenheit kompensieren muss.

Ich kann deinen Freund verstehen.
Es ist so sinnbefreit sich immer neue Klamotten im Überfluss zu kaufen. Dadurch wirst du nicht glücklicher. Warum brauchst du einen neuen teuren Mantel wenn im Schrank bereits ein neuer ungetragener Mantel hängt?

Ich verstehe deinen Freund. Sogar als Frau. Der Konsumwahn meiner Geschlechtsgenossinnen ist mir unverständlich. So sinnlos....
 
  • #15
Ich kaufe nicht so gerne Klamotten. Gebe ich ja zu.
Und wenn V nicht ab und zu intervenieren würde, würde ich meine Pullover, Jeans, Jacken etc 5 Jahre lang tragen, Schuhe bis sie kaputt sind T Shirts, Unterhosen und Socken mehr oder weniger im 10 er Pack kaufen.
Ich denke das machen die wenigsten Männer gerne. Ich gehe auch extrem ungern shoppen. Natürlich gehe ich auch mal mit meiner Frau. Sie geht dann auch mit mir mal wenn iich was Technisches kaufen will. Oder elektronische Geräte wie Smartphone, Laptop usw.
Solange du die Kleidung von deinem Geld kaufst, ist es deine Sache!
Das finde ich auch. Wenn dann jemand dann allerdings über seine Verhältnisse lebt und man ihn noch finanziell unterstützen muss dann ist es natürlich was anderes.
 
  • #16
Ich käme bei meinem Partner mit so einem Konsumverhalten überhaupt nicht klar . Ich habe mir außer vielleicht bei einer Winterjacke / Mantel noch nie Kleidungsstück gekauft dass mehr als 100 Euro kostet und auch keine Schuhe aber wahrscheinlich bin ich da ein Einzelfall.
Es geht in diesem Thread aber nicht darum, wieviel Geld ist angemessen für Shopping auszugeben, sondern um übergriffiges Verhalten des Partners. Ich kenne die Wohnverhältnisse der FS nicht, aber wenn das stimmt, dass sie nicht zusammen wohnen, dann geht es überhaupt nicht, wenn ihr Partner in ihrem Schrank rumwütet.
FS, heute ist dein Schrank, morgen vielleicht deine Unterlagen. Ich gebe Vikky recht - du sollst ihm den Marsch dermaßen blasen, dass er es sich beim nächsten Mal zwei mal überlegt.
 
  • #17
Vielen Dank für Eure Antworten. Im Grunde weiß ich, dass es ihn nichts angeht. Ich hatte aber schon mal erwähnt, dass ich grundsätzlich in allem unsicher bin, was Beziehungen betrifft. Da wir ansonsten keine Diskussionen haben und uns sehr gut verstehen, irritiert es mich einfach, dass wir bei diesem Thema so aneinander geraten. Außerdem hat meine Tochter bei unserem letzten Streit mein Verhalten bemängelt, und das gab mir dann natürlich noch mehr zu denken.
 
  • #20
Hast du nicht mal geäußert das du eine immense Summe für Klamotten ausgibst ? 1000 Eueo oder täusche ich mich da . Vielleicht denkt dein Partner dass du kaufsüchtig bist und macht sich Sorgen
Dennoch bist du erwachsen und er darf nicht übergriffig sein . Sprichst du dieses Thema auch in deiner Therapie an ?
Ich bin eine überaus bescheidene Frau und ich hasse shoppen , ich würde nie mit Freundinnen shoppen gehen . Ich achte auf Qualität und den Preis . Wenn es sich bei Shirt um ein T- Shirt handelt finde ich 100 Euro viel zu viel .
Ich käme bei meinem Partner mit so einem Konsumverhalten überhaupt nicht klar . Ich habe mir außer vielleicht bei einer Winterjacke / Mantel noch nie ein Kleidungsstück gekauft dass mehr als 100 Euro kostet und auch keine Schuhe aber wahrscheinlich bin ich da ein Einzelfall.
Mir ist bewusst, dass es sehr viel Geld ist und es bei o. g. Summe meistens nicht bleibt. Vielleicht ist es auch unbewusst ein schlechtes Gewissen, dass sich durch seine Einmischung bei mir meldet. Jedenfalls werde ich dann total agressiv und weiß auch nicht, warum ich so überreagiere. Und so gibt dann ein Wort das andere. Wegen seinem Minimalismus nenne ich ihn dann einen Geizkragen usw.. Naja, er hat schon definitv einen Igel in der Tasche.
 
  • #21
Mein Partner und ich machen letztendlich jeweils das, worauf wir Lust haben und was wir gut finden, und respektieren die Entscheidungen des anderen, aber wenn er jetzt plötzlich shoppingsüchtig würde, würde ich das ganz klar auch ansprechen und meine Bedenken äußern, weil ich mir dann Sorgen um seinen Zustand mache und es mir leid tut, wenn er sein Geld so verschwendet. Ich würde auch andere Sachen kritisieren, wenn ich sie blödsinnig oder unnötig oder schädlich finde. Und er umgekehrt auch. Wenn man denkt, der andere hat Probleme oder macht was falsch, dann kann es durchaus gut gemeint sein, ihn darauf hinzuweisen und darüber zu diskutieren. Es gibt bei uns einige Themen, wo wir uns gegenseitig regelmäßig "zur Vernunft ermahnen",
Da sagte mein Partner auch, dass es seine Intention wäre, mich zur Vernunft zu ermahnen und auf einen Fehler hinzuweisen. Das macht mich dann aber erst Recht agressiv.
 
  • #22
Sie hat ja keine Freude dran. Sie versucht durch suchtartiges kaufen teuer Klamotten andere bei sich vermutete Defizite zu stopfen.
Dummerweise hat sie einen Partner, der das erkennt und auf der Schwachstelle rummeißelt, statt es als Freude an der Mode zu verkennen und ihr zu gönnen.
Das mag schon sein, dass er das erkennt, aber die Diskussion ist nie in diese Richtung gegangen.
 
  • #23
Mach doch, wenn Du das Geld aus dem Fenster schmeissen willst. Ist ja Deines.
Aber vielleicht spart ihr euch auch mal etwas an und er sieht wie Du mit dem Geld umgehst. Kann ihn verstehen.


kam er plötzlich mit einem noch ungetragenen Stück aus meinem Kleiderschrank daher und verzichtete nicht auf den Hinweis, wieviele ungetragene Klamotten er in meinem Schrank entdeckt hätte.

Und hat er recht?
Dein Ozonoch ist halt größer wie das der anderen. Wenn es Dir gefällt.

Kann er sowas ernsthaft zur Diskussion stellen, wenn ich doch alles selber bezahle?

Natürlich, dafür ist es ja eine Partnerschaft. Reduziere es mal nicht auf Dein Geld. Dazu zählt nch mehr.

In seinen Augen sind meine Käufe überflüssig und rausgeworfenes Geld. Ich brauche das aber regelmäßig, daher habe ich natürlich schon eine beachtliche Klamotten- und Schuhsammelung, bei der zugegebenermaßen nicht jedes Teil getragen wurde.

Und wieder hat er Recht.
Frustkäufe, die er stoppen will.
Ich hätte auch etwas dazugesagt.

Nach seiner Aussage darf z. B. ein shirt nicht über 100 Euro kosten. Ich finde, wenn es gefällt darf ein Kleidungsstück auch deutlich teuerer sein. Wie seht Ihr das?

Ein Shirt für 100€?
Ich habe mir dazu echt noch nie Gedanken darüber gemacht. Aber 30€ finde ich schon viel für so ein bißchen Stoff. Wenn aber für Dich unbedingt der Markenname ganz groß draufstehen muss, damit Du Dich besser fühlst ...
Für mich wäre das nix.
 
  • #25
Naja, die Tatsache, dass es dich so sehr aufregt, zeigt, dass er mit seiner Kritik einen wunden Punkt getroffen hat, denn eigentlich weißt du selbst, dass du da eine spezielle Thematik hast und dass seine Kritik nicht ganz ungerechtfertigt ist (oder?). Am meisten verletzt uns die Kritik, die einen wahren Kern hat, denn alles andere könnte man ja lachend einfach abtun. Wenn du also zugibst, dass er schon ein bisschen Recht hat mit seiner Argumentation, kannst du ihm seine Kommentare dann wirklich verübeln? Ja klar, erstmal ist es verletzend und beleidigend und man will automatisch mit Trotz und Widerstand reagieren, das ist ganz natürlich -- aber ist es auch weise?

Wie gesagt, obwohl ich Kritik ebenfalls intuitiv erstmal unangenehm finde (wem geht es nicht so?), ist sie doch, wenn man vernünftig und reflektiert darüber nachdenkt, etwas sehr Gutes, gibt sie einem schließlich die Möglichkeit, sich entweder zu verbessern, nämlich wenn man seine Fehler einsieht, oder die eigene Meinung noch überzeugter zu vertreten, nämlich indem man sie verteidigt. Man darf Kritik also nicht so negativ sehen, eigentlich ist Kritik etwas sehr Gutes und Nützliches.

Mein Partner und ich haben schon so einige kleine Details an unseren jeweiligen Alltagshandlungen kritisiert (wir sagen uns, wenn irgendwas nervt oder unvernünftig oder unpraktisch oder unlogisch oder sonstwie problematisch ist) und dann auch geändert, weil wir jeweils fanden, der andere hat Recht, wir sehen unsere Schwächen ein und (er)kennen unsere Fehler. Man hat ja manchmal schlechte Angewohnheiten, manche ändern wir dann, andere behalten wir wider besseres Wissen bei und hören uns dann eben regelmäßig die Kommentare des anderen an ...

Durch Kritik und Austausch werden wir bessere Menschen, man lernt doch so viel vom anderen! Ich freue mich immer, wenn ich durch (m)einen Partner inspiriert werde und gute Gewohnheiten und Einstellungen von ihm übernehmen und schlechte von mir ablegen kann, diese gegenseitige Beeinflussung zum Positiven ist für mich sogar ein sehr wichtiger Aspekt von Beziehung. Wenn ich zu 100 Prozent so bleiben will, wie ich bin, wenn ich nicht bereit bin, auf die Äußerungen eines Gegenübers einzugehen, tja, warum sollte ich dann überhaupt eine Beziehung führen?
w26
 
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  • #26
Mh....Ich weiß, dass ich in unterschiedlichen Situationen, unterschiedlich reagiere.

Ok meine Handtasche ist tabu...aber weil die eher peinlich ist.
Groß...sackartig und da kommt jahrelang alles rein, klebt wahrscheinlich ein Labello am Akkuschrauber.

Also wenn Mann sich einen Bügel nehmen möchte, soll er.
Wenn ich das Gefühl habe, kontrolliert zu werden...mag ich es gar nicht.

Wenn Mann mir aber etwas aufzeigen will, was ich ggf selbst nicht gut von mir finde, dann kann ich auf diese Kritik auch schon mal mit Angriff als Verteidigung reagieren.

Aber nicht lange, dann merke ich was mich stört.
Er kontrolliert mich zu Unrecht oder er kritisiert mich zu Recht.

Den Unterschied musst Du in Dir finden
 
  • #28
Außerdem hat meine Tochter bei unserem letzten Streit mein Verhalten bemängelt, und das gab mir dann natürlich noch
Was genau hat sie bemängelt, um was ging es?
Was würdest du sagen, wenn dein Partner zb spielsüchtig wäre ?
Klar, Shoppingsucht ist gesellschaftlich kein Problem, wenn du es dir leisten kannst.
Was machst du mit den ungetragenen Sachen, verschenkst du die?
Klar, dein Partner war übergriffig.
Wie wenn er in deinem Schrank nachschauen würde, ob du da Alkohol versteckt hast.
Letzlich ist es deine Sache.
 
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  • #29
Ich finde Frauen mit ihrem Shopping-Wahn furchtbar, obwohl ich selber eine Frau bin.
Ich selber hasse Shopping und finde es blöd.
Frauen, die zufrieden und glücklich sind, brauchen kein Shopping. Frauen, die unzufrieden sind mit ihrem Leben müssen ständig neue Klamotten shoppen.
Sie denken das macht sie glücklich. Allerdings hält das nicht lange.
Meine älteste Schwester ist dreimal geschieden und hat ihr einziges Kind abgetrieben. Nach jeder Scheidung verfiel sie in unendlicher Shopping-Sucht. Ebenfalls nach der Abtreibung.
Teure Kleidung die sinnlos und ungetragen im Schrank hängt und ihre Unzufriedenheit kompensieren muss.

Ich kann deinen Freund verstehen.
Es ist so sinnbefreit sich immer neue Klamotten im Überfluss zu kaufen. Dadurch wirst du nicht glücklicher. Warum brauchst du einen neuen teuren Mantel wenn im Schrank bereits ein neuer ungetragener Mantel hängt?

Ich verstehe deinen Freund. Sogar als Frau. Der Konsumwahn meiner Geschlechtsgenossinnen ist mir unverständlich. So sinnlos....
Nicht ganz sinnlos, wenn geflickt aber sauber gesellschaftlich akzeptabel wäre, würde die Wirtschaft kaum so krank florieren, von Umwelt und anderen Ressourcen gar nicht zu sprechen...

Und Recht sich einzumischen hat er nicht, seine Sorge bezüglich Sucht bzw. ausufernder Konsumrausch sollte er aber angemessen ansprechen können.
 
  • #30
Mir ist bewusst, dass es sehr viel Geld ist und es bei o. g. Summe meistens nicht bleibt. Vielleicht ist es auch unbewusst ein schlechtes Gewissen, dass sich durch seine Einmischung bei mir meldet. Jedenfalls werde ich dann total agressiv und weiß auch nicht, warum ich so überreagiere
Dann weisst Du doch Bescheid. Der Alkoholiker wird nicht gerne auf seinen Alkoholverbrauch angesprochen, der Adipöse nicht gerne auf sein Essverhalten und der Raucher nicht gerne auf seinen täglichen Zigarettenverbrauch...und der Kaufsüchtige halt nicht auf seine Klamotten, die nie angezogen im Schrank hängen. Ich weiß nun nicht, ob Du kaufsüchtig bist, meine mich aber noch dunkel daran erinnern zu können, und mehr als 1000 Eur/Monat für Klamotten auszugeben entspricht nicht unbedingt der Gaussschen Normalverteilung.

. Eventueller "Verdacht" auf Kaufsucht könnte auch eine Rolle spielen
Davon würde ich optimistischweise mal ausgehen.
Würde sich jemand Koks durchs Näschen ziehen, würde ich ihn auch darauf ansprechen, auch wenn ich wüsste, dass er es sich finanziell leisten kann, bei 2 Packungen Zigaretten am Tag oder 3 Steaks/täglich ebenso.
Kaufsucht ist eine Sucht und eine Kompensation für irgendwas. Mich wundert immer, dass es gesellschaftlich nicht als Sucht gesehen wird, sondern eher als kleine Macke. Geht auch oft mit anderen psychischen Störungen einher ( mangelnde Impulskontrolle etc.) Weiss ich jetzt nicht, ob das bei Dir der Fall ist. Ich würde es auf jeden Fall ansprechen und wenn der Andere es als übergriffig ansehen würde, tja dann wäre es so. Kaufsucht wäre für mich tatsächlich ein Grund eine Beziehung gehörig auf den Prüfstand zu stellen.
W,56
 
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