• #61
Mich würde interessieren, ob ihr euch auch bzgl. Lebensmittelausgaben/ Essen gehen streitet oder seid ihr euch bei dem Thema einig?
Ist kein Problem. Sein Kühlschrank ist zwar auch minimalistisch gefüllt, aber das ist kein Problem für mich. Wir gehen sowieso jeden Tag essen, wenn wir zusammen sind. Und da wir beide Pizza und Pastafans sind, gibt es keine Diskussionen. Wir laden uns gegenseitig ein.
 
  • #62
Ich würde
mich da diesbezüglich zurück halten, da wir nicht wissen, was DU und die anderen "Konsum?? Igitt!!" Fraktion für Sachen Geld ausgibt, wo man auch nur 🤦‍♀️🤦‍♀️ denken kann😉.
Modelautos, x-te Reise, teure Sportausrüstung, Küche für 40 Tsd.?? Die Liste ließe sich beliebig ausweiten, insofern, Leute - lasst jetzt mal gut sein. Falls die FS tatsächlich kaufsüchtig ist, liegt es trotzdem in ihrer Entscheidung ob und wann sie Hilfe holen soll und da kann ihr Partner eventuell was ansprechen, aber definitiv nicht den Theater abliefern, was er gemacht hat.
Herzlichen Dank!!! Ich komme mir auch schon so vor als wäre ich der einzige Konsument auf diesem Planeten!
 
  • #63
Herzlichen Dank!!! Ich komme mir auch schon so vor als wäre ich der einzige Konsument auf diesem Planeten!
Natürlich konsumieren wir alle, klar, aber du gehörst schon ein wenig, scheint mir, in die Kategorie von Menschen, die -- ich sage jetzt nur, wie meine Bekannten und ich es daheim unter uns nennen, wenn wir es kritisieren -- man als "Konsum-Opfer" bezeichnen könnte. Das ist natürlich ein sehr abwertender Begriff, ich schreibe den jetzt nur, um zu erklären, wie manche so ein Verhalten sehen, und "Opfer" deutet eben an, dass es von manchen als Sucht und Problem angesehen wird, ja, als Krankheit oder zumindest Tick.

Im Nachbarthread hast du geschrieben, du würdest dir natürlich auch ein Auto hinstellen, obwohl du es nicht brauchst, warum sollte man nicht, wenn man das Geld hat? Dann kaufst du Unmengen an teuren Klamotten, die du noch nicht mal brauchst, und wir erfahren auch noch:
Wir gehen sowieso jeden Tag essen, wenn wir zusammen sind.
Natürlich kocht ihr nicht, nein, ihr geht essen, war ja klar ...

Du zeichnest hier eben ein Bild von dir, das polarisiert, da musst du mit Kritik an deinem Lebensstil rechnen. Es gibt nämlich einige Menschen, die solch ein Verhalten konsumgeil, oberflächlich und verschwenderisch finden. Und das hat nichts mit Neid zu tun, auch wenn ich Millionen hätte, würde ich mir nicht jeden Tag eine neue Handtasche kaufen oder zehn Autos, denn tragen und fahren kann man ja doch nur eine und eines davon. Es ist gut, dass du dir deinen Lebensstil offenbar leisten kannst, aber du musst verstehen, dass es bei der Kritik daran gar nicht mal primär um die Geldverschwendung geht (du hast es ja und es ist deines), sondern eher um die Einstellung und Werte dahinter. Wenn dein Partner eher minimalistisch unterwegs ist, kann ich mir bildlich vorstellen, wie schlimm er dein Verhalten findet, und seine Kommentare gut nachvollziehen. Er vertritt eben andere Werte, das hat auch nichts mit Geiz zu tun, es geht gar nicht darum, ob man das Geld nun hat oder nicht, es sind andere Einstellungen und Lebensphilosophien. Und es geht auch nicht darum, dass man sich mal was gönnt und irgendwas kauft, das man nicht nötig hat, das machen wir alle, nur dein Fall ist extrem.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #64
Mich würde interessieren ob du auch Freude empfindest an Dingen, die nichts mit Konsum zu tun haben . Welche Dinge machen dich ansonsten glücklich ? Ansonsten würde mich interessieren ob du außer deiner Tochter und deinem Freund noch enge Beziehungen zu anderen Menschen hast . Wie nehmen sie dein Konsumverhalten wahr , äußern sie sich dazu ?
 
  • #66
Du zeichnest hier eben ein Bild von dir, das polarisiert, da musst du mit Kritik an deinem Lebensstil rechnen. Es gibt nämlich einige Menschen, die solch ein Verhalten konsumgeil, oberflächlich und verschwenderisch finden.
Liebe Inanna,

jeder Dollar hat 2 Seiten. Wer in seinen Studienjahren finaziell nicht auf Rosen gebettet war, holt vielleicht ein wenig nach, wovon er/sie früher geträumt hat.
Aber auch, wer schon immer einen bestimmten Lebensstil kennt und diesen gut findet schaut, dass er sich diesen leisten kann.
Ein Mandant von mir hat neulich ein Gemälde für 1,8 Mio $ gekauft. Nicht als Geldanlage - er erfreut sich daran. Andere Menschen kaufen alte Geigen für eine Mio, ich habe ein paar Autos und andere eben 500 Paar Schuhe, wieder andere sammeln teure Uhren oder gehen gerne Essen.
Und weisst du was ? Von diesen Menschen leben andere Menschen, die Uhrmacher, Schuhverkäufer oder Koch sind ...

Klar muss es passen. Man darf aber auch Menschen ihre Freude und Hobbies lassen. Mich würde traurig machen, wenn Hasendompteur wirklich aus Zwang einkauft, was sie nicht braucht. Dann sollen Freund und Tochter ihr Hilfestellung geben. Aber wenn sie glücklich und zufrieden ist, dann gönne ich ihr auch noch eine Mantelsammlung mit 795 ungetragenen Teilen. Es steht niemand von uns zu, zu kritisieren, was sie glücklich macht, solange ihr Hobby nicht ist, Bomben zu legen, Leute zu verletzen oder sonstige Straftaten zu begehen.

Aber leider, liebe Hasendompteur, sehe ich nicht, dass du glücklich und zufrieden bist. Schade, denn du hast viel erreicht. Wer nicht zufrieden ist wird unausgeglichen. Und reagiert über. Das Thema würde ich sowohl bei ihm als auch bei dir sehen.
 
  • #67
Du zeichnest hier eben ein Bild von dir, das polarisiert, da musst du mit Kritik an deinem Lebensstil rechnen. Es gibt nämlich einige Menschen, die solch ein Verhalten konsumgeil, oberflächlich und verschwenderisch finden.
Mich persönlich polarisiert das Bild nicht, weil die FS tut nichts, was verboten oder schädlich für andere wäre. Ausserdem hat sie jedes Recht der Welt oberflächlich und konsumorientiert zu sein und da hat niemand zu urteilen oder zu "kritisieren". Wenn jeder bei sich schauen würde, was er so tut, was nicht unbedingt sinnstiftend, umweltfreundlich etc. wäre, dann ist es schon mal sehr viel geholfen.
Ich finde, bevor man die ganze Welt retten will, soll jeder im kleinen bei sich anfangen , z. B. mit Nächstenliebe, in dem man sich in Nachsicht und Akzeptanz übt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #68
Ich hätte aber ulkigerweise weniger Probleme, wenn er dahingehend Sorgen geäußert hätte. Sorge um mich, aber nicht ums Geld. Er kommt aber jedes Mal nur mit der Minimalismusnummer. Man kauft nur, was man braucht etc. Manchmal kommt mir das so unerträglich kleinkariert vor. Am Anfang unserer Beziehung kam er sogar damit um die Ecke, dass er gerne in einem Tinyhaus wohnen würde. Ich hab ihm gleich gesagt, dass das ein Trennungsgrund wäre und ich habe von diesem Wunsch nie mehr was gehört. Was unser Verständnis vom "richtigen" Konsumverhalten betrifft, könnte ich ihm natürlich sofort den Garaus machen oder natürlich er mir umgekehrt auch.
Diese Aussagen finde ich sehr bezeichnend.
.. und nachvollziehbar, was deine Probleme wegen der "Sorge" betrifft.

Aber besonders bedrückend finde ich solche Aussagen wie: "Minimalismusnummer", "kleinkariert", "gleich gesagt: Trennungsgrund", "könnte ich ihm natürlich sofort den Garaus machen oder natürlich er mir umgekehrt auch"...

Das soll eine liebevolle Beziehung sein?

Was wünschst du dir denn von deinem Mann? Und was willst du für eine Partnerin sein?

W 50
 
  • #69
Mich würde interessieren ob du auch Freude empfindest an Dingen, die nichts mit Konsum zu tun haben . Welche Dinge machen dich ansonsten glücklich ? Ansonsten würde mich interessieren ob du außer deiner Tochter und deinem Freund noch enge Beziehungen zu anderen Menschen hast . Wie nehmen sie dein Konsumverhalten wahr , äußern sie sich dazu ?
Bücher machen mich glücklich. Ich kann den ganzen Tag mit einem Buch verbringen. Ich liebe es mich mit Tieren zu umgeben und leihe mir wann immer möglich den Hund meiner Nachbarn aus. Aus Zeitmangel kann ich keinen eigenen Hund haben, aber dafür habe ich 2 supersüße Katzen. Und dann fahre ich im Sommer immer Cabrio. Einfach ohne Ziel und schaue dann, wohin es mich verschlägt. Engere Beziehungen zu anderen Menschen habe ich eher nicht, da ich stark introvertiert bin und das Zusammensein mit Menschen mich unenedlich viel Energie kostet, die ich einfach nicht habe. Ich bin am liebsten ganz alleine. Wenn man nicht doch mal schwache Momente hätte, wäre ich so am glücklichsten. Andere Menschen bedeutet für mich immer, dass sie Erwartungen an mich haben, die ich eventuell nicht erfüllen kann. Ich mag Menschen, aber ich mag sie nicht enttäuschen. Ich kann mich auch gut mit Menschen umgehen, aber privat möchte ich allein sein. Die Familie macht manchmal Bemerkungen zu meinem Konsumverhalten, aber eher feixend.
 
  • #70
Bringt dir deine Arbeit denn Spass? Das ist ja vermutlich ein extrovertierter Job.
Ist das Kaufen eine Kompensation für stilles Leiden und ständige Anpassung? Wie Entschädigung, Schmerzensgeld?
Du zeigst dich ja nie wirklich.
Ich stelle mir das extrem anstrengend vor, immer Erwartungen erfüllen und zu funktionieren.
 
  • #71
Danke , dass du so ehrlich geantwortet hast . Es freut mich für dich dass du Dinge hast , die dich erfüllen . Ich liebe auch das Lesen bereits seitdem ich ein kleines Mädchen war .
Es tut mir leid für dich dass du keine Freunde hast bei denen du dich total sicher fühlst so zu sein wie du bist . Ein kleiner Kreis von Menschen bei denen wir uns sicher fühlen trägt soviel zur Heilung bei . Ich habe dieses kleine soziale Netz, diesen sicheren Hafen . Über 20 Jahre teilen wir alles , Ängste , Sorgen , kaputte Ehen, Kinder die uns mit ihrem Fehlverhalten das Herz brachen , in letzter Zeit noch Long covid und diverse andere gesundheitliche Probleme . Natürlich auch alles Schöne , wir haben viel gelacht und auch schon viel geweint . Menschen zu haben mit denen wir das Leben teilen halte ich für das größte Geschenk überhaupt . Ich wünsche dir auch solche Menschen in deinem Leben . Und dass du daran glaubst liebenswert zu sein auch ohne Schminke und Designerklamotten.
 
  • #72
Was bringt und hilft dir diese Frage mit Antworten von anderen?
Diese Frage kann und sollst ausschließlich du für dich alleine beantworten! Wenn jemand anfängt zu kontrollieren und zu kritisieren, hört er erfahrungsgemäß nicht mehr auf, er macht weiter! Was ist denn deine Antwort?
 
  • #73
... Klar muss es passen. Man darf aber auch Menschen ihre Freude und Hobbies lassen. Mich würde traurig machen, wenn Hasendompteur wirklich aus Zwang einkauft, was sie nicht braucht. Dann sollen Freund und Tochter ihr Hilfestellung geben. Aber wenn sie glücklich und zufrieden ist, dann gönne ich ihr auch noch eine Mantelsammlung mit 795 ungetragenen Teilen. Es steht niemand von uns zu, zu kritisieren, was sie glücklich macht ...
Ja, du hast Recht. Ich habe auch prinzipiell nichts gegen teure Hobbies, habe selbst eines. Aber ich finde, es ist ein Unterschied, ob man sich diverse Uhren, Briefmarken, Bilder oder was auch immer kauft und dann damit beschäftigt, daran herumbastelt, sie nutzt oder sich einfach bewundernd daran erfreut, oder ob einem nur der Kauf einen Kick gibt, wenn überhaupt. Ein Freund von mir legt auch viel Wert auf Mode und lässt sich schicke Anzüge und Schuhe maßschneidern und weiß alles über Schnitt, Muster, Komposition und Marken, er kann mir stundenlang davon erzählen, das z.B. finde ich faszinierend, hier sehe ich Freude und Begeisterung. Er kann entsprechend auch voll dazu stehen, denn er ist überzeugt davon.
Ich hätte auch hier nichts gesagt, wenn die FS begeistert geschrieben hätte, sie hat sich schon immer für Mode interessiert und sucht z.B. ganz besondere Teile, verfolgt da irgendein Ziel und erfreut sich daran usw., wenn sie bestimmt gemeint hätte, es ist eben ihr Hobby und gut so!
Aber nur kaufen und dann ungetragen in den Schrank werfen, um zum nächsten Kauf zu stürmen? Das hört sich für mich irgendwie so lieblos und gehetzt und unbefriedigt an. Aber ist nur mein Eindruck, und ja, beeinflusst durch eine Weniger-ist-mehr-Mentalität und dadurch, dass wir in meiner Familie schon seit mehreren Jahren die Hinterlassenschaften von zwei Messies beseitigen, das ist unfassbar, da wird man etwas radikaler: alles über drei ist eine Sammlung! Und die meisten Menschen, habe ich beobachtet, tragen sowieso eigentlich immer nur ihre fünf Lieblingsstücke und kochen sich auch meist nur ihre fünf Lieblingsgerichte. Außerdem muss man sich bewusst machen, dass man für alles, was man sich anschafft, dreimal zahlt: die Anschaffung, der Unterhalt und die Entsorgung. Selbst bei jedem Buch in meinem Bücherregal zahle ich letztendlich für den Raum und heize es auch noch. Das ist okay so, aber ich finde, es schadet auch nicht, mal darüber nachzudenken, ob sich das wirklich lohnt und die Sache es wert ist, ganz abgesehen davon, dass wir zu allen unseren Dingen kleine Verbindungsfäden bilden. Will man all das Zeug wirklich in seinem Leben haben und sich daran ketten? Naja, es ist halt, wie gesagt, eine Einstellungssache. Aber nichts für ungut, der Kommentar war gar nicht böse gemeint, ich wollte nur darauf hinaus, dass es nicht nur ums Geld gehen muss (das ist ja vorhanden, also kein Problem), sondern man auch die Einstellung kritisieren kann, eben diese Konsum- und Wegwerfmentalität.
w26
 
  • #74
oder sich einfach bewundernd daran erfreut... Aber nur kaufen und dann ungetragen in den Schrank werfen, um zum nächsten Kauf zu stürmen? Das hört sich für mich irgendwie so lieblos und gehetzt und unbefriedigt an. Aber ist nur mein Eindruck
Den Eindruck hast nicht nur Du, sondern ziemlich viele hier (nach diversen ihrer Threads), sowie ihr Partner und ihre Tochter. Ihr unsouveräner Umgang mit Kritik zeigt ja auch, dass sie da eine Megabaustelle hat.

Mir ist der Überkonsum von vielen Menschen im Prinzip auch komplett gleichgültig - soll jeder machen was er will, wenn er damit keinem schadet, bzw. soll er den realen Preis für alles zahlen. Das ist leider nicht der Fall.
Absolut nicht gleichgültig ist mir, das für so einen Irrsinn der Umwelt, Tieren und Menschen maximal ausgebeutet werden, die sich nicht wehren können.

Außerdem muss man sich bewusst machen, dass man für alles, was man sich anschafft, dreimal zahlt: die Anschaffung, der Unterhalt und die Entsorgung.
Das tut man eben nicht und genau das ist das Problem.
- Bei der Anschaffung bezahlst Du eben nicht die Ausbeutung der Menschen, welche die Dinge herstellen, Du füllst stattdessen Aktionären die Taschen.
- Du zahlst nicht den Transport, weil der Treibstoff subventioniert ist und Schiffe damit im Hafen die Umwelt verpesten, statt Landstrom zu beziehen sowie unterwegs wohlgemut ihren Dreck in die Meere entleeren.
- Du zahlst auch nicht den echten Entsorgungspreis nach unseren Standards, sondern der Dreck und auch der Verpackungsmüll wird billig in die dritte Welt entladen.
- Du zahlst auch nicht die Folgen für die Region, aus der das benötigte Material kommt (Wasser wird für Baumwollfelder entnommen und fürs Leben der Bevölkerung langt es nicht mehr) - und das alles für ein unbefriedigtes Leben.

Ich finde es gut, dass die junge Generation darauf zeigt, weil sie die Zeche zahlen müssen - auch die Tochter der FS für das, was sie da an Lifestyle verzapft.
 
  • #75
Ich bin wieder bei “falsche Frage, richtige Antwort“:

Es ist keine Privatsache zu konsumieren bis der Arzt kommt, mehr Ressourcen zu verbrauchen als notwendig und vorhanden sind und auf Kosten anderer zu leben. Das hat absolut nichts damit zu tun, ob frau das Geld dazu hat. Ich sehe keine Veranlassung mich wie @Inanna zu entschuldigen oder zu rechtfertigen.

Die Erde geht vor die Hunde und die FS konsumiert seelenruhig darauf zu.

Ja, da kann mann sehr wohl was sagen. MUSS.

M53

@Tom,

Das Mio-Kunstwerk lass ich gerne schleichen, das steht wahrscheinlich auch nicht am Straßenrand, wenn am Ende der Sperrmüll kommt und die Reste eines traurigen Lebens entsorgt
 
  • #76
Das Mio-Kunstwerk lass ich gerne schleichen, das steht wahrscheinlich auch nicht am Straßenrand, wenn am Ende der Sperrmüll kommt und die Reste eines traurigen Lebens entsorgt
Die 40.000 Eur Küche auch nicht. Die hält 20 Jahre oder länger und erhöht den Immobilienwert bei Verkauf.

Die 40.000 Eur Küche entspricht ungefähr knapp 4 Jahre Kleidungskauf von @Hasendompteur. Der Großteil hängt dann ungetragen im Kleiderschrank.

Aber wenn sie glücklich und zufrieden ist, dann gönne ich ihr auch noch eine Mantelsammlung mit 795 ungetragenen Teilen
Ist sie aber nicht und das weisst Du so gut wie ich.
Jeder Junkie bekommt einen Kick, wenn er sich die Spritze setzt.
@Hasendompteur bekommt noch nichtmal einen Kick.

Manchmal habe ich das Gefühl, sie will uns nur provozieren, aber dafür schreibt sie schon zu lange hier.

Noch nichtmal ein Mindestmaß an Nachhaltigkeit kommt bei ihr an.
Für ne Chemikerin schon eher umgewöhnlich.

W 56
 
  • #77
Mir ist der Überkonsum von vielen Menschen im Prinzip auch komplett gleichgültig - soll jeder machen was er will, wenn er damit keinem schadet, bzw. soll er den realen Preis für alles zahlen. Das ist leider nicht der Fall.
Absolut nicht gleichgültig ist mir, das für so einen Irrsinn der Umwelt, Tieren und Menschen maximal ausgebeutet werden, die sich nicht wehren können.
Es ist keine Privatsache zu konsumieren bis der Arzt kommt, mehr Ressourcen zu verbrauchen als notwendig und vorhanden sind und auf Kosten anderer zu leben. Das hat absolut nichts damit zu tun, ob frau das Geld dazu hat. Ich sehe keine Veranlassung mich wie @Inanna zu entschuldigen oder zu rechtfertigen.

Die Erde geht vor die Hunde und die FS konsumiert seelenruhig darauf zu.
Ich stimme euch beiden zu, ich finde so ein Verhalten auch schlimm und unreflektiert, nur trotzdem kam mir der Ausdruck "Konsum-Opfer" dann etwas gemein vor, ich möchte nicht zu hart urteilen, denn wie gesagt, ich selbst lebe auch nicht in einer Höhle und besitze sicher auch einiges, das ich nicht unbedingt brauche, aber das ich schön finde und das mir gefällt und Spaß macht. Aber der Unterschied ist -- und das meinte ich --, dass ich das, was ich kaufe, bewusst auswähle und dann wenigstens benutze und schätze, dann hat es wenigstens einen Sinn, das eigentlich Tragische hier ist ja, dass der Konsum noch nicht mal glücklich macht:
Du zahlst auch nicht die Folgen für die Region, aus der das benötigte Material kommt (Wasser wird für Baumwollfelder entnommen und fürs Leben der Bevölkerung langt es nicht mehr) - und das alles für ein unbefriedigtes Leben.
Im täglichen Konsumbereich kann man relativ leicht bewusste Entscheidungen treffen und sich ein wenig bemühen, gerade(!!) wenn man genug Geld hat. Ich greife z.B. auch nur zu speziellen teuren Kleidern, aber nicht wegen der Marke, sondern weil sie nicht aus Plastik sind, weil sie in Europa und nachhaltig unter (halbwegs) fairen Bedingungen produziert sind, und dann eher eines im Jahr und nicht pro Tag. Mein Partner ist Pilot -- ja, in der heutigen Welt braucht es manche Berufe und Dinge --, aber er hat ein Bewusstsein dafür (und auch zu Recht etwas schlechtes Gewissen), dass er die Umwelt verpestet, und gleicht sein Verhalten zumindest für sich privat aus, indem er in allen anderen Lebensbereichen extrem auf Nachhaltigkeit und Umwelt achtet. Der einzelne kann nicht alles retten und ändern, aber man kann sich zumindest auf seine Art ein bisschen bemühen.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #78
Ich bin wieder bei “falsche Frage, richtige Antwort“:

Es ist keine Privatsache zu konsumieren bis der Arzt kommt, mehr Ressourcen zu verbrauchen als notwendig und vorhanden sind und auf Kosten anderer zu leben. Das hat absolut nichts damit zu tun, ob frau das Geld dazu hat. Ich sehe keine Veranlassung mich wie @Inanna zu entschuldigen oder zu rechtfertigen.

Die Erde geht vor die Hunde und die FS konsumiert seelenruhig darauf zu.

Ja, da kann mann sehr wohl was sagen. MUSS.

M53

@Tom,

Das Mio-Kunstwerk lass ich gerne schleichen, das steht wahrscheinlich auch nicht am Straßenrand, wenn am Ende der Sperrmüll kommt und die Reste eines traurigen Lebens entsorgt
So sind die Vorstellungen verschieden. Es sollten sich nur Menschen zusammen tun, die in dieser Beziehung gleich ticken. Die Erde geht übrigens schon immer vor die Hunde, so lange die Menschen mit der Angst von anderen Menschen spielen können. Früher war es die Kirche, jetzt kannst du dir das aussuchen. Ein Leben, in dem man sich ein Bild für 1 Mio kaufen kann, kann so traurig nicht sein. Dieser Mensch hat vermutlich glücklich gelebt.
 
  • #79
Ich werde und brauch mich in keiner Weise für meinen Konsum zu rechtfertigen. Das ich dadurch zum bösesten Geschöpf degradiert werde, sagt eher etwas über denjenigen aus, der den Kommentar abgibt. Daher geht mir das sowas von am ...... vorbei. Der Threadtitel war auch nicht, wie mein Konsum bewertet wird. Und erst recht nicht, wie sich das mit Umwelt etc. verträgt. Ich liebe Konsum und dazu stehe ich nach wie vor. Ich bin doch kein unmündiges Kind, dass sich von oben herab beleidigen und herabsetzen lassen muss, weil er gerne shoppen geht. Da gibt es weitaus schlimmere Vergehen.
Das reichste 10 % der Welt erzeugt übrigens 90 % der Treibhausgase. Zu denen gehöre ich nicht. Glaubt Ihr, die fragen Euch, ob sie dazu Euren Segen bekommen?? Da können die Minimalisten zetern wie sie wollen.

@Inanna:
Du kannst mich munter weiter bashen und beleidigen. Pflege Deinen Heiligenschein weiter und freu Dich dran. Ich gönne ihn Dir.

@Tom26 und Justmoi und realwoman:
Danke für Eure lieben und toleranten Beiträge. Das ist eine Wohltat, dass es nicht nur diese verbissene Militantenfraktion gibt, die ja die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und natürlich alles richtig und in Einklang mit der Umwelt etc. macht. Dann darf man auch nicht mehr verreisen. Das ist auch katastrophal für die Umwelt.

Meine Tochter läuft mit ihren Freudinnen bei FFF mit. Und wißt Ihr, was die meisten Teilnehmer sagen (die tauschen sich ja alle aus)? Sie haben nur keinen Bock auf Schule. Nichts da mit der ach so tollen Jugend. Die Eltern fahren die fast ausnahmslos im dicksten SUV vor. Auch alles so böse Konsumenten an der Schule, Eltern und Schüler.
 
  • #80
Die 40.000 Eur Küche auch nicht. Die hält 20 Jahre oder länger und erhöht den Immobilienwert bei Verkauf.

Die 40.000 Eur Küche entspricht ungefähr knapp 4 Jahre Kleidungskauf von @Hasendompteur. Der Großteil hängt dann ungetragen im Kleiderschrank.

Manchmal habe ich das Gefühl, sie will uns nur provozieren, aber dafür schreibt sie schon zu lange hier.

W 56
Und weil ich ja jetzt sowieso so unerträglich schlecht bin: die Küche habe ich in wesntlich kürzerer Zeit im Kleiderschrank etc.
Bin immer erstaunt, was hier alle über mich zu wissen meinen.
Jemand hat mich auch als 50+ eingeordnet. Da bin ich noch lange nicht.
Nein, provozieren will ich nicht. Ihr solltet nur mal mehr tolerieren. Oder besser: man sollte gegenseitig tolerant sein. Ich finde auch vieles nicht toll, was ich aber toleriere statt imer den Zeigefinger zu erheben. Ich tue niemandem weh und zum Thema Nachhaltigkeit sehe ich mich ohnehin als kleine Nummer. Da gibt es ganz andere Verursacher. Solange die nicht ausgeschaltet sind, ist der Untergang sowieso nicht aufzuhalten. Ich kaufe nur Kleidung, die ausschließlich in Deutschland gefertigt wird bzw. Labels, bei denen ich sicher sein kann, dass keine Näher in Asien etc. dafür ran mussten. Auch das ist Nachhaltigkeit. Und diese KLeidung ist verdammt teuer. Fragt doch mal, wo der ganze billige Klamottenscheiß gefertigt wird. Das ist Ausbeutung.

Und noch ein Nachtrag: meine Klamotten gehen alle second hand und werden also von nachhaltigen Menschen weiter verwendet.

Zumindest verstehe ich nun, warum mein Partner sich so einen Wolf diskutiert. Komischerweise hat er vor unserem Kennenlernen jedes Jahr 4 Fernreisen gemacht. Dagegen bin ich ein Waisenkind.

@Inanna:
Wie kannst Du denn mit einem Pilot leben??? Das müsste Dir doch völlig gegen den Strich gehen. Da kann er 24/7 Müll trennen. Die Umweltverpestung kann er nie wett machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #81
Das reichste 10 % der Welt erzeugt übrigens 90 % der Treibhausgase. Zu denen gehöre ich nicht.
Ab 55.000USD gehört man dazu! Da verorte ich mal einen ganz ganz großen Teil von uns Mitschreibern - das denkt man oft gar nicht.
Im Umkehrschluss - und das ist das Traurige daran - leben 90% der Weltbevölkerung mit weniger!
Quelle ist ein aktueller Artikel aus der Heise Telepolis.

Das nur als Offtopic-Info, weil mir das unter den Nägeln brennt, hat nichts mit dir zu tun @Hasendompteur :)
 
  • #82
Ab 55.000USD gehört man dazu! Da verorte ich mal einen ganz ganz großen Teil von uns Mitschreibern - das denkt man oft gar nicht.
Im Umkehrschluss - und das ist das Traurige daran - leben 90% der Weltbevölkerung mit weniger!
Quelle ist ein aktueller Artikel aus der Heise Telepolis.

Das nur als Offtopic-Info, weil mir das unter den Nägeln brennt, hat nichts mit dir zu tun @Hasendompteur :)
Ja, das ist vollkommen Relativ, meiner Erfahrung nach völliger Unsinn. Wird halt so geschrieben wie man es gerade braucht. Das ist leider auch nichts neues.
 
  • #83
Ich werde und brauch mich in keiner Weise für meinen Konsum zu rechtfertigen.
Nee, das brauchst du auch nicht, nur weil du die Mittel dazu hast.
Ebenso würde ich mich nicht für meinen Minimalismus rechtfertigen, in der Art, dass ich z.B. geizig wäre. Es ist so, dass mich einfach besser fühle, seit ich Sachen entsorgt habe, die mich in meinem Leben unnötig beschwert haben.

Das reichste 10 % der Welt erzeugt übrigens 90 % der Treibhausgase. Zu denen gehöre ich nicht. Glaubt Ihr, die fragen Euch, ob sie dazu Euren Segen bekommen?? Da können die Minimalisten zetern wie sie wollen.
Solche Leute befassen sich erst gar nicht damit, was andere denken. Bezos registriert vielleicht gerade mal, dass er jetzt 83 Milliarden hinter Musk liegt und somit nur noch der zweitreichste Mensch auf dem Planeten ist. Davon abgesehen, leben diese Menschen in Dimensionen, die Normalos sich nicht einmalmal vorstellen können. Siehe die neue 500 Millionen Euro Yacht, die 2024 fertiggestellt sein soll, auf der man sich jetzt Wohnungen ab neuneinhalb Millionen kaufen kann, aber nicht einfach so, sondern nur auf Empfehlung von jemand, der sich in diesen Kreisen bewegt. Eigner und Käufer sind natürlich streng geheim.

Davon abgesehen könnte ich mir vorstellen, dass solche Leute denken, wenn nicht die Masse der Normalos nach Dingen streben würde, die für diese 10% selbstverständlich sind, wäre das alles nicht so tragisch mit der Klimaveränderung.
Warum müssen Hinz und Kunz ebenfalls ständig im Flieger sitzen, Fernreisen machen oder auf Kreuzfahrt gehen, was suchen sie auf Bali, Mauritius, den Malediven oder den Osterinseln, wieso ein Wellness-Urlaub in Thailand oder ein Segeltörn in der Karibik? Und um hier im Land zu bleiben: Von Sylt sollen sie doch bitte ganz schön wegbleiben.

Ich bin zwar Minimalistin, für die Qualität wichtiger ist als Quantität und die u.a. im Unverpacktladen und second-hand einkauft, doch ich würde deshalb nicht zetern, wie du das nennst, ich nehme es nur zur Kenntnis. Etwas daran ändern könnte ich eh nicht. Mir ist wichtig, dass ich mich gut dabei fühle, mit dem was ich mache und das würde ich auch dir nicht absprechen wollen.

Menschen sind unterschiedlich und sollten sich gegenseitig deshalb nicht runtermachen. Ich halte es da eher mit @Tom26

Es steht niemand von uns zu, zu kritisieren, was sie glücklich macht, solange ihr Hobby nicht ist, Bomben zu legen, Leute zu verletzen oder sonstige Straftaten zu begehen.
 
  • #84
Die Frage ist doch wie fühlt es sich für dich an . Macht es doch unfrei ? Bist du getrieben ? Verlierst du die Kontrolle ? Diese Frage musst du mit dir ganz alleine klären . Eine Grundsatzfrage daraus zu machen , liebes Forum , halte ich in diesem Zusammenhang überhaupt nicht für zielführend. Denn ich vermute , dass die Ursachen bei Hasendompteur tief liegen . Wenn du es ändern möchtest Hasendompteur bearbeite die Ursachen. Ich frage mich ob das Forum ein sicherer Ort ist um deine Fragen zu diskutieren . Ich wünsche dir alles Gute und beglückwünsche dich zu deiner Beziehung , die falls ich richtig rechne bereits fast ein Jahr dauert . Das ist doch bereits ein großer Fortschritt . Rede mit deinem Partner , öffne dich und setze ihm Grenzen .
Ich war immer gegen Konsum . Als ich schwanger wurde haben alle Zweifel gehabt ob ich es jung und eher chaotisch schaffen könnte alleine mit einem Kind . Das hat mich sehr verletzt . Aus dieser Verletzung heraus war es mir immer besonders wichtig dass mein Kind gepflegt und sehr gut gekleidet ist obwohl ich noch Studentin war . Er hatte nur sehr hübsche Markenklamotten , alle haben das bemerkt . Dagegen ist ja nichts einzuwenden nur meine Motivation war fragwürdig . Immer dieser Druck es allen beweisen zu müssen . Heute mache ich mich davon frei . Ich muss niemandem etwas beweisen .
 
  • #85
Komm mal wieder runter @Hasendompteur. Du bist hier lange genug Dompteurin um zu wissen, wo der Hase lang läuft, wenn man hier einen thread einstellt. 100%ige Zustimmung erfährt der Threadeinsteller doch eher selten ( vom derzeitigen Nachbarthread mal abgesehen, aber auch da wendet sich das Blatt derzeit, sonst würde ich auch gänzlich an der Menschheit zweifeln. )

Beschimpfungen von Threadeinstellern an Anwortende, die nicht genehme Beiträge leisten, halte ich für deplatziert ( müsstest Du eigentlich wissen). Dann sollte man es besser lassen. Ist auch besser fürs Gemüt.

Du selbst schreibst hier seit Jahren über Deine vermeintliche Kauflust. Wer hier häufig ein und dasselbe Thema aufs Trapez bringt, hat damit auch ein Problem. Wäre jedenfalls meine Interpretation. Was hätte es sonst für einen Sinn? Uns wissen zu lassen, wieviel Du in der Lage bist monatlich für Kleidung auszugeben? Und nein, ich bin nicht neidisch. Erstens verspüre ich keinen Drang danach und zweitens könnte ich es mir leisten, wenn ich denn wollte.

Ich bin doch kein unmündiges Kind, dass sich von oben herab beleidigen und herabsetzen lassen muss, weil er gerne shoppen geht
Wenn es kein Problem für Dich ist, lass es doch einfach aussen vor, dann schreibt auch niemand.

Die 40.000 Eur Küche bezog sich auf die Bemerkung auf den Beitrag von @realwoman . Ich habe keine Ahnung, was Du für eine Küche hast.

Zum Thema: Ich glaube, Ihr kennt Euch so 1-2 Jahre. Und nein, ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn sich jemand nach einjähriger Beziehung ungefragt an meinen Kleiderschrank begeben würde, um einen Kleiderbügel rauszunehmen. In meiner Naivität würde ich dies auch glauben.
Wenn Du dann die Diskussion über den Mantel als übergriffig ansiehst, dann ist es so. Und ob er überhaupt der richtige Mann für Dich ist, musst schon Du entscheiden. Meinungen des Forums würdest Du Dir eh verbieten, besonders wenn sie nicht der Deinigen entsprechen.
W 56
 
  • #86
Doch, genau das ist hier das Thema:

Wir Deutschen (ver)brauchen im Durchschnitt 3 Erden. Wir konsumieren zum Schaden von uns selbst und anderer. Wo Du mit Deinem Konsum auf dieser Skala liegst, kann Du Dir sicher leicht ausrechnen. Da muss man etwas sagen, auch wenn es nicht hilft. Nein, auch völlig unaufgeregt und nicht beleidigt sich rechtfertigen, aber vielleicht mal anfangen, darüber nach zu denken und zu verändern. Wie schlecht andere sind, auch kein Maßstab.

Nicht nur meinen Kindern und Enkeln ist zu Recht bange. Da braucht frau auch nicht die Kirche als Todschlagargument zu missbrauchen (Was für ein Wortspiel?).

Ich wohne in und radle jeden Tag durch eines der waldreichsten Bundesländer. Mittlerweile vieles davon nur noch Mondlandschaften. Von Müll und vollgestopften Straßen und Städten gar nicht zu schreiben.

M53

Apropos Küche:
Letzten hat ein Müllmann berichtet, dass am Straßenrand eine 2 Wochen “alte“ Küche stand und als er zur Sicherheit nochmal bei den Besitzern nachgefragt hat, hat man sich eine andere neue Küche gekauft, weil die vorherige nicht gefiel.
 
  • #87
Ich wünsche dir alles Gute und beglückwünsche dich zu deiner Beziehung , die falls ich richtig rechne bereits fast ein Jahr dauert . Das ist doch bereits ein großer Fortschritt . Rede mit deinem Partner , öffne dich und setze ihm Grenzen .
Herzlichen Dank, liebe Justmoi.
Das ist korrekt. Die Beziehung geht nun ein Jahr. Für mich ein wahres Wunder, das ich noch vor gar nicht langer Zeit für unmöglich gehalten hätte. Er ist neben seiner anderen guten Eigenschaften insofern etwas ganz besonderes, dass mir durch ihn klar wurde, dass ich doch noch Nähe ertragen kann. Es ist kein Ding der Unmöglichkeit so wie ich es all die Jahre gedacht habe. Ich kann ihn 3 Tage am Stück um mich haben, ohne dass ich wieder totale Fluchtgedanken habe. Selbst wenn es nicht gut gehen sollte, würde ich mein Singledasein künftig anders empfinden. Ich hab das Thema dank diesem Thread nochmal bei ihm angesprochen. Wir wollen am Wochenende nochmal ausführlich darüber sprechen.

Ich hab die letzten Tage viel über das Kaufthema nachgedacht. Auf alle Fälle ist es manchmal definitiv ein Seelentröster. Meine Katze wurde vor kurzem überfahren und (nicht lachen!) das hat mich irgendwie richtig schwer getroffen. Ich weiß, dass das albern klingt, ist aber so. Da habe ich mich dann z. B. versucht, damit abzulenken.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #88
Ich wollte dich nicht beleidigen und keine Grundsatzdiskussion beginnen, aber mir ist natürlich klar, dass Kritik am Lebensstil schnell persönlich genommen wird. Weiter oben meinte ich, dass Kritik, obwohl erstmal unangenehm (geht mir nicht anders), eigentlich was Gutes ist, weil sie einem die Möglichkeit gibt, sie entweder anzunehmen oder begründet von sich zu weisen, das ist beides gut. Also sieh es doch positiv als Chance, dich mit meiner Kritik auseinanderzusetzen und sie ggf. komplett zu entkräften, ich lasse mich ggf. auch gern vom Gegenteil überzeugen oder sehe ein, wenn ich was falsch verstanden habe, jedenfalls versuche ich es.

Eigentlich wollte ich wirklich nur konstruktiv zum Thema beitragen, und zwar wurde hier mehrfach gesagt, es kann ihm doch scheißegal sein und geht ihn nichts an, was du mit deinem Geld machst, weil es dein Geld ist und er davon keinen Nachteil hat (da ihr nicht zusammen wirtschaftet usw.). Und da meinte ich eben und habe zu erklären versucht, dass er sich 1. Sorgen um dein Wohlbefinden und deine Zufriedenheit machen und 2. diese Konsum-Mentalität ablehnen könnte, zumal du ihn als Minimalisten beschrieben hast, also das Gegenteil von dir. Ich wollte darauf hinaus, dass es bei dem Thema nicht (allein) darum geht, ob du es dir leisten kannst oder ob es eure Beziehung irgendwie finanziell betrifft, und dass es ihn sehr wohl etwas angeht, eben weil er als Partner dir verbunden ist und mit deinem Charakter und deinen Einstellungen konfrontiert ist. Und manche Menschen kritisieren eben solche Einstellungen ...

Ich finde auch gar nicht, dass ich Bashing betrieben habe, im Gegenteil, ich habe doch alle meine Ausssagen relativiert und sogar geschrieben, dass der eine Begriff gemein rüberkommt, ich damit aber nur was zeigen will und dich niemals öffentlich oder persönlich für deinen Lebensstil angreifen würde, es ist nur meine Meinung (und die von ein paar anderen). Und wie gesagt, ich lebe auch nicht in einer leeren Höhle und habe allgemein kein Problem damit, wenn Menschen sich was gönnen und ihre Hobbies pflegen, mache ich ebenfalls, und ich laufe auch nicht missionierend durch die Gegend, überhaupt nicht, ich lehne gar nicht allgemein Autofahren oder Shoppen ab, sondern spreche mich hier nur für einen etwas bewussteren Umgang mit den Dingen aus, finde diese "Nach mir die Sintflut- und "Ich kann sowieso nichts ändern, die Reichen und Großen sollen es richten"-Haltung problematisch. Natürlich rettet keiner die Welt, wenn er ein paar Klamotten weniger kauft, darum ging es mir gar nicht, sondern eher um die Einstellung dahinter.
Wenn ihn diese Einstellung stört, will dein Partner dich vielleicht davon abbringen. Wenn du nun den Konflikt mit ihm lösen willst, könntest du entweder dein Verhalten überdenken oder ihm überzeugend erklären, warum er deine Einstellung nicht zu kritisieren hat. Oder sag ihm doch einfach, du liebst Konsum, stehst dazu und verbittest dir weitere Kommentare.
w26
 
  • #89
Ich hab die letzten Tage viel über das Kaufthema nachgedacht. Auf alle Fälle ist es manchmal definitiv ein Seelentröster. Meine Katze wurde vor kurzem überfahren und (nicht lachen!) das hat mich irgendwie richtig schwer getroffen. Ich weiß, dass das albern klingt, ist aber so
Das ist gar nicht albern. In deiner Herkunftsfamilie wäre das vielleicht so gewesen.
Frustkäufe, Frustessen, Frust irgendwas kennt doch jeder.
Der Punkt ist, wenn das ausufert und Gefühle damit unterdrückt werden.
 
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  • #90
Ich werde und brauch mich in keiner Weise für meinen Konsum zu rechtfertigen. Das ich dadurch zum bösesten Geschöpf degradiert werde, sagt eher etwas über denjenigen aus, der den Kommentar abgibt. Daher geht mir das sowas von am ...... vorbei.
Redest du so ähnlich eigentlich auch mit deinem Partner, wenn er das Thema anspricht? Ich finde es voll legitim, dass du zu deiner Meinung stehst, aber wenn du jemanden, der diese Meinung nicht teilt, also deinen Partner, überzeugen bzw. dazu bringen willst, seine Kritik zu lassen, dann ist es wahrscheinlich geschickter (und höflicher und liebe- und verständnisvoller), mit guten Argumenten zu kommen. Du meinst:
Der Threadtitel war auch nicht, wie mein Konsum bewertet wird. Und erst recht nicht, wie sich das mit Umwelt etc. verträgt. Ich liebe Konsum und dazu stehe ich nach wie vor.
Naja, im Prinzip können wir das, was du fragst, jetzt direkt hier im Thread sozusagen live üben und erörtern, nämlich wie du mit Leuten umgehst, die deinen Lebensstil kritisieren und sich einmischen, was du ihnen erwidern kannst, was ein guter Weg und Umgang mit solcher Kritik ist. Ich dachte, genau darum geht es hier, also ist doch eigentlich super, wenn wir uns hier nun alle ein wenig streiten, dann können wir zum einen allgemein und zum anderen anhand deines aktuellen Fallbeispiels herausfinden, wie man möglichst gut reagiert (und wie nicht), ja, und sogar, welche konkreten Argumente es in Bezug auf dein Thema gibt, ist doch eigentlich sehr interessant und eine gute Übung.

Wenn du z.B., wie jetzt gerade, dich öffnest und schreibst, dass das Shopping manchmal wie ein Seelentröster für dich ist und dass der Tod deiner Katze dich so schwer getroffen hat, dann reagiere ich darauf ganz anders, als wenn du sagst, es geht niemanden was an und die Kritik dir am **** vorbei. Ich glaube, auch dein Partner wird dann viel mehr Verständnis zeigen, ihr könnt dann auf einer ganz anderen Ebene darüber reden.
@Inanna:
Wie kannst Du denn mit einem Pilot leben??? Das müsste Dir doch völlig gegen den Strich gehen. Da kann er 24/7 Müll trennen. Die Umweltverpestung kann er nie wett machen.
Das weiß er auch und behauptet er nicht, aber trotzdem trennt er seinen Müll, auch wenn es vielleicht kaum was bringt, und achtet ansonsten sehr stark auf einen möglichst nachhaltigen Lebensstil, ja, besonders gerade deswegen, weil er diesen Beruf und da durchaus auch ein schlechtes Gewissen oder eben ein Bewusstsein für die Thematik hat. Ich lehne weder Konsum noch bestimmte Berufsgruppen pauschal ab, mir ging es auch gar nicht mal darum, wie viel jetzt was konkret bringt, darüber kann man lange diskutieren, sondern eher um die allgemeine Einstellung, nämlich dass man sich zumindest etwas bemüht und es einem nicht einfach total egal ist.
w26
 
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