• #1

Wie weit in einer Partnerschaft zurücknehmen?

Hallo liebe Forumsmitglieder,

Ich weiß im Moment nicht mehr, was richtig ist. Daher wende ich mich an Euch.

Ich bin seit etwa 9 Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich habe ihn hier im Ausland kennengelernt und wir leben zusammen. (Es ist nicht so, dass Frauen in seinem Land eine geringere Stellung haben oä).

Nun ist es schon öfter vorgekommen, dass er über meinen Kopf hinweg entschieden hat. Wir wollten vor einigen Monaten zusammen in den Urlaub, plötzlich sollten auch sein Bruder und dessen Freundin mitkommen. Ich war erstmal total überrascht, weil er mich gar nicht gefragt hatte. Der Urlaub verlief dann aber gut.

Seit zwei Monaten lebt nun seine Mutter bei uns. Ich wusste zwar vorher, dass sie kommt, aber nicht für eine so lange Zeit. Dies geschah, weil sie dann plötzlich auch zu unserem (einem anderen) Urlaub von meinem Freund eingeladen wurde und mitgefahren ist. Ich wurde diesmal zwar gefragt, aber vor den Augen der Mutter. Da konnte ich schlecht "nein" sagen.

Seit zwei Monaten herrscht nun bei mir der emotionale Ausnahmezustand. Die Mutter ist zwar sehr nett, aber sie hat die ganze Wohnung sozusagen übernommen. Kocht, putzt etc. Im Urlaub sollte ich dann gemeinsam mit ihr in einem Bett schlafen. Da habe ich dann nein gesagt, weil mir einfach alles zu viel wurde. Auch mit dem Kochen etc., obwohl es natürlich nett gemeint ist.

Mein Freund will nun seit 2 Monaten, dass ich es hinnehme, einfach um die Mutter glücklich zu machen. Ich versuche es auch, aber er will, dass ich mich komplett zurücknehme, damit sie sich wohlfühlt. In seinem Land ist es so üblich, dass die eigenen Gefühle hinten an gestellt werden. Er brauche eine Frau, die nach außen hin zu allen nett ist. Was ich eigentlich auch bin, nur halt auf meine Art und wenn ich nicht unter Druck stehe.

Ich weiß nun einfach nicht mehr, ob ich das Problem bin, weil ich zur Zeit sehr emotional reagiere. Er sagt, dass er es beispielsweise verstehe, dass ich nicht mit der Mutter in einem Bett schlafen will, aber ich sollte es halt einfach trotzdem tun, da es in dem Moment nicht anders möglich gewesen sei, aufgrund der Situation im Urlaubsland.

Wenn er so mit mir spricht, hat er in einigem auch recht. Ich weiß, dass ich einige Dinge anders -positiver- bewerten könnte. Ich will es auch versuchen, aber ich fühle mich immer unwohler. Jetzt ist mein Freund sehr sauer auf mich, weil er Angst hat, dass ich immer so gestresst reagiere, wenn die Mutter oder Familie da ist. Ich denke eher, dass wenn ich ich selber sein könnte und in normalem Maße freundlich, dass es dann auch ok wäre. Ich will nur auch sagen dürfen, wenn mir etwas nicht passt.

Ist das zu egoistisch für eine Partnerschaft? Wie weit sollte man sich zurücknehmen?
 
  • #2
Das klingt ja schaurig. Und deine Verunsicherug liest sich in jeder Zeile. Du merkst wahrscheinlich gar nicht mehr, wie konstant deine Grenzen überschritten werden. Er macht dir Vorwürfe und behauptet deine Bedürnisse sind unwichtig. Und du versucht daher jetzt ihn vor uns zu verteidigen, komplett verdrehte Tatsachen!
Mag sein, dass es in seiner Kultur normal ist, mit Mama unter einem Dach zu leben, bei dir löst es aber (auf Grund eines anderen kulturellen Hintergrundes ) Beklemmugen aus. Und dazu musst du stehen. 2 Monate unter einem Dach und in einem Bett ist doch bei uns ein absolutes NoGo, da würde doch hier jeder für verrückt erklärt. Es klingt nach einer sehr matriachalichen Kultur, vielleicht ist er auch nur ein Muttersöhnchen.
Ich würde sagen: raus da! Das scheinen grundlegende Unterschiede zu sein, ob nun kulturell oder persönlich bedingt, das hat nichts mehr mit “sich zurück nehmen” zu tun. Als gleichwertiger Partner erkennt man die Probleme des anderen an, und sucht nach Kompromissen, die sehe ich bei hm aber überhaupt nicht.
 
  • #3
In seinem Land ist es so üblich, dass die eigenen Gefühle hinten an gestellt werden. Er brauche eine Frau, die nach außen hin zu allen nett ist
Damit muss dir klar sein,dass dein Freund eine Vorzeigefrau braucht.Ob du persönlich gemeint bist oder als nur eine Frau,musst du herausfinden.Ausserdem habt ihr absolut verschiedene Vorstellung,was eine Familie bedeutet.Es passt hinten und vorne nicht.Nichts gegen respektvollen Umgang mit der Mutter,aber ich habe große Abneigung gegen Männer, die sich nicht davon abgehabelt haben.Oder nicht wollen.Es ist egal,wie die anderen dein Verhalten bewerten,wichtig ist, ob es sich für DICH stimmig anfühlt.Dein Freund ist sehr stark mit seiner Familie verbandelt, egal ob gewollt oder gezwungenermaßen.Ihn gibt es nur so,überleg ob du das willst.
 
  • #4
Um Gottes Willen, das klingt ja schlimm.
Ich lebe auch immer in anderen Kulturen aber mit der Mama des aktuellen Freundes im Bett zu schlafen ist das Letzte!
Nun, merke dir eines: Er lebt in einer anderen Kultur aber er hat sich auch eine Freundin aus einem anderen Kulturkreis gesucht und muss sich anpassen!
Wenn die Gegebenheiten im Urlaub nicht anders sind dann soll er welche schaffen, Hotel oder sonst was.
Ungefragt Leute in den Urlaub mitnehmen ist schon der Anfang von der Respektlosigkeit, dann die Mama 2 Monate in der eigenen Wohnung? Gehts noch?
Übrigens würde keiner meiner italienischen oder türkischen Freunde das mitmachen!
Schau dass du da weg kommst, es passt nicht....
 
  • #5
Hallo liebe 'LaVie',

also bei mir gingen gerade beim Lesen sofort die Alarmglocken an:
Ich habe zwei Freundinnen die sich vom Lesen in sehr sehr ähnlicher Weise in einer solchen Beziehung befanden. Grundsätzlich hat das nichts über eure empfundene Liebe auszusagen, weder von seiner Seite aus noch von Deiner, der Punkt um den es hier geht ist die Differenz eurer Kultur und aus dem was meine Freundinnen erlebt haben, würde ich trotz Verfechterin das Liebe alles schaffen und besiegen kann wenn sie nur stark genug ist sagen, bei großen kulturellen Unterschieden ist das sehr sehr sehr schwierig. Ich glaube du schriebst wenn ich jetzt nicht falsch gelesen habe dass ihr noch recht am Anfang steht aber für dich ist das sehr gut um deinen Standpunkt noch entsprechend zu verändern oder notfalls die Reißleine zu ziehen. Denn aus der Erfahrung meiner beiden Freundinnen heraus denke ich zu wissen dass es mit der Zeit nur schwieriger bis unmöglich wird, und dann hast du unter Umständen wirklich ein Problem wenn dies in der Kultur auch noch verurteilt wird und nachher alles sich in Richtung eines Teufelskreises entwickelt.

Ich erzähle dir mal von meiner einen Freundin: sie hat noch einen sehr liebevollen Mann erwischt, aber gegen seine inneren Wurzeln kommt er nicht an. Er merkt es nicht, verhält sich genauso wie dein Freund und hält alles für ganz normal. Die beiden lernten sich im Urlaub kennen, sind seit zehn Jahren ein paar und jetzt ist sie an dem Punkt von dem sie schon vor vielen Jahren wusste. Wie gesagt ist er noch einer der guten die sich sag ich mal der restlichen Weltanschauung nicht komplett verschließen und sie tut alles für ihren Respekt. Aber trotz dessen muss sie darum regelmäßig kämpfen. Sie soll nicht arbeiten gehen und wenn Familienfeste anstehen, ja...dann ist der Respekt weit weit weg. Er und sein Cousin, als würde er dort unter Gehirnwäsche stehen. Dort haben Frauen bis auf die Mutter wenn überhaupt garkeinen Stellenwert. Er lässt zu dass über sie geredet werden darf, aber wenn sie ihre Meinung offen äußert ist das ein Riesen Vergehen. Bei den beiden klappt das alles noch sehr gut, sie haben sich weitgehend aufeinander eingespielt, in der restlichen Familie sieht das aber absolut anders aus und es ändert sich auch nicht. Vielleicht sind Menschen die nicht unter solchen Einflüssen aufgewachsen sind durchaus deswegen toleranter und haben oftmals keine Vorstellung davon welchen Zwängen und wie manipulativ diese Strukturen in ihrer Wirkung sein können, schließlich hat jeder seine Kultur und seinen Ursprung...aber die Art wie diese gelebt wird ist leider deswegen nicht weniger extrem.
Bei meiner anderen Freundin endete es damals mit Verfolgung und Drohung bis in ihre andere Familie. Man Partnern mit anderen kulturellen Hintergrund muss man leider sehr stark aufpassen...die Liebe hat bei beiden Freundinnen alleine nicht ausgereicht
 
  • #6
Stehe zu dir & deinen Wünschen & Bedürfnissen.
Man kann sich ja eine Zeit lang durchaus zurück nehmen, wenn es die Situation erfordert, aber das ist doch kein Dauerzustand.

Es klingt zwar immer sehr nobel, wenn Leute ihre Gefühle für andere langfristig hinten anstellen, aber erfahrungsgemäß kracht es dann irgendwann. Ich stelle mir da auch immer die Frage: Wie würde sich die Mutter denn fühlen, wenn sie wüsste, dass ihr die heile Welt vorgespielt wird um sie glücklich zu machen..?
& wenn es in seinem Land doch so üblich ist sich für andere zurück zu nehmen, warum musst du das dann machen & nicht zB seine Mutter oder er? Bei solchen Aussagen klingelt es bei mir ordentlich. Erst recht, wenn ich mich daran halten soll, die anderen aber nicht.

Im Normalfall will man doch auch, dass der Partner/die Partnerin glücklich ist & dann kann man doch nicht einfach meinen das ist jetzt so & der/diejenige soll das mal bitte einfach hinnehmen & Ruhe geben mit seinen Bedürfnissen. So wie es sich liest, sucht er überhaupt nicht nach Kompromissen die für alle in Ordnung wären & ignoriert dein Unwohlsein.

Ich finde dich da überhaupt nicht zu egoistisch, es geht doch auch um DEIN Leben & nicht nur um seines & das seiner Mama!
Natürlich ist Familie wichtig, aber das sollte doch ein Miteinander sein & das bei euch ist keines..
 
  • #7
Mein Freund will nun seit 2 Monaten, dass ich es hinnehme, einfach um die Mutter glücklich zu machen. Ich versuche es auch, aber er will, dass ich mich komplett zurücknehme, damit sie sich wohlfühlt. In seinem Land ist es so üblich, dass die eigenen Gefühle hinten an gestellt werden. Er brauche eine Frau, die nach außen hin zu allen nett ist.
Das mit den anderen Ländern finde ich immer schwierig, "andere Länder, andere Sitten" fasst das zusammen, die italienische "Mamma" ist ein Paradebild dafür. Wenn es für Deinen Freund völlig normal ist, dass die Mutter das Kommando übernimmt und mit Dir in einem Bett schläft, dann ist die Frage nur, wie tief diese Sichtweise in seiner Kultur und in ihm verankert ist.

Ich habe hier schon öfter geschrieben, meine Mutter ist auch so eine dominante Frau, bei der mann viel Energie aufbringen muss, um einen komfortablen Abstand zu halten. Mich hat das die eine oder andere Stunde beim Psychologen gekostet und viele Nerven, aber ich wollte diesen Abstand. Ich bin Deutscher (mit Migrationshintergrund aus einem Land, das wenig Kulturunterschiede aufweist), also habe ich damit auch kein grundlegendes kulturelles Problem, es ist schlicht emotionaler Missbrauch, wie er leider von nicht wenigen Frauen ausgeübt wird. Dazu gibt es reichlich Literatur. Die Gefahr des Missbrauchs ist immer dann groß, wenn Frauen meinen, eine Kind gehöre ihnen und diene der Befriedigung ihrer persönlichen Lebensziele. Liest man hier öfter...

Das bedeutet: Du wirst nur eine Änderung erleben, wenn Dein Freund eine erreichen will. Will bedeutet nicht, dass Du ihn überzeugen oder zwingen solltest. Führe also ein möglichst sachliches Gespräch darüber, wie er die Mutter-Sohn-Beziehung sieht und wie er sich das längerfristig praktisch vorstellen kann. Vergleiche es dann in Ruhe mit dem, was für Dich tolerierbar ist. Alleine. Diskutieren wird nur dazu führen, dass er versucht, Dich mit irgendwelchen Versprechungen zufriedenzustellen, die dann nicht lange anhalten. Sein schlechtes Gewissen wird überwiegen, wenn er sich nicht ernsthaft damit beschäftigt.
Und sonst bleibt nur, die Konsequenzen zu ziehen. Oder mit Mutti in einem Bett zu schlafen.
 
  • #8
Hallo Lavieenrose,
seine Mutter scheint eine große Rolle in seinem Leben zu spielen.
Geh ich recht in der Annahme, dass du im Bett mit seiner Mutter schlafen musst, weil ihr noch nicht verheiratet seid?
Damit quasi keine Person (Verwandschaft?) auf die Idee kommt, dass ihr sexuell aktiv sein könntet, weil ihr das erst dann praktizieren dürft, wenn ihr verheiratet seid?
Auch die Mutter soll in Sicherheit gewogen werden? Weil sie ja denkt, dass wenn du im Bett mit ihr schläfst, es nicht zu sexuellen Handlungen mit ihrem Sohn kommt?
Wahrscheinlich musst du das alles mitmachen, weil es so Sitte dort ist.
Nach der Hochzeit könnt ihr dann ein gemeinsames Schlafzimmer miteinander teilen. Solange musst du dich halt noch gedulden.
Allerdings tritt dann wieder die Mutter auf den Plan. Eventuell will sie dann auch mit euch zusammen wohnen.
Das hätte den Vorteil, dass du im Haushalt nichts mehr machen musst, oder der Mutter ein wenig hilfst. Das kann sehr praktisch werden, wenn du erstmal die Nachkommen gebierst.
Es kommt halt darauf an, inwieweit du dich anpassen kannst.
Wenn du mit dem Gebaren nicht einverstanden bist, dann musst es halt sagen und die Reaktion sehen.
Vielleicht ist die Mutter beleidigt, wenn du nicht im selben Bett mi ihr schlafen willst. Alles mal nicht so einfach. Wie alt seid ihr denn?
w 45
 
  • #9
Hallo FS,

nein du bist ganz sicher nicht egoistisch. Mir fällt auf, dass du schon länger Grenzverletzungen einfach hinnimmst.

Generell zu anderen Kulturen: es ist schwierig überhaupt dauerhaft eine glückliche Beziehung mit einen Mann aus einer anderen Kultur zu führen. Das liegt auch daran, dass die Werte in anderen Ländern oft anders sind als hier in Deutschland.

Du hast jetzt nochmal zusätzlich die Problematik, dass dein Freundin sich nicht von seiner Mutter abgelöst hat, sprich Muttersöhnchen oder Macho. Da wirst du nie gegen ankommen. Die Mutter wird immer die Nr.1 bleiben und du dauerhaft zurückstecken müssen. Und wenn es jetzt schon so ist, dann wird es tendenziell schlimmer.

Glaub mir, ich kenne aus dem Umfeld solche Beziehungen bei denen die Mutter eine sehr große Rolle im Leben der Männer spielt. Ich mache darum einen ganz großen Bogen, denn damit wird man nie glücklich. Das sind keine erwachsenen Männer!

Geh bitte in dich und übernehme Verantwortung für dein Leben. Noch ist der Zug nicht abgefahren, aber wenn du verheiratet bist und Kinder von dem Mann hast, wirst du so einfach nicht mehr aus der Misere kommen. Ist er eigentlich Südländer? Italiener?
Ich hoffe, dass er nicht aus Tunesien oder Ägypten ist. Da hätte ich Angst um mein Leben.
 
  • #10
Ich kann dich verstehen. Mit meiner Schwiegermutter wollte ich auch nicht zusammenleben. Wird sie jetzt bei Euch bleiben? Oder wird sie irgendwann wieder abreisen?
Generell habe ich aber sowohl bei meiner Mutter als auch bei meiner Schwiegermutter (zwei Frauen aus zwei verschiedenen Kulturen)beobachtet, dass beide die Kontrolle der Küche übernehmen wollten. Als ich jung war und noch keine Kinder hatte, fand ich es doof. Ich wollte selbst bestimmen, wann und was ich esse. Es hat sich aber schlagartig geändert, als ich selbst Kinder bekam und meine Mutter uns besuchte. Sie ging wie immer direkt in die Küche und kochte für uns und ich dürfte wieder Kind sein und mich einfach an den Tisch setzen und essen. Auch mein Vater besuchte uns für mehrere Wochen, bekam ein Zimmer und kaufte jeden Nachmittag ein. Wir dürften nichts mehr einkaufen. Das fanden wir alle toll......
Wenn sie bald abreist, würde ich die verbliebene Zeit noch tapfer durchhalten. Als Dauerzustand würde ich es nicht hinnehmen und würde meine Position höflich aber bestimmt vertreten.
 
  • #11
Ich bekam gerade richtige Beklemmungen beim Lesen. Wenn ich mir vorstelle, dass (m)ein Freund und seine Mutter sich in meiner kleinen Wohnung breitmachen würden und ich mich noch unterordnen sollte (mit Mama ins Bett, Mama ist ohnehin wichtiger) - meine Freiheitsliebe würde ins Unermessliche steigen.

Wie kannst du das aushalten, liebe FS? Du fühlst dich zu Recht unwohl. Glaubst du, da ändert sich noch etwas - zu deinen Gunsten? Ich wollte - wäre ich du - ganz schnell weg. Liebe hin, Liebe her. Denn als du mit ihm zusammenkamst - sei ehrlich: Du hättest nicht im Traum daran gedacht, dass das Leben mit ihm so wird wie es jetzt ist, stimmt's?

Hier würde ich ganz klar sagen: es passt nicht. Lieber Single als das (okay, das war nun meine persönliche Meinung)
 
  • #12
Bei Bekannten hatten irgendwann die Eltern des Manns angefangen in deren drei Zimmerwohnung zu überwintern! Sprich sie reisten aus Süditalien an um dort für mehrere Monate zu wohnen.

Dem Mann war es zwar auch zuviel und ihn störte z.B. auch, dass sich sein Vater an seiner gewaschenen Unterwäsche (Unterhosen und Socken) bediente aber als "Sohn" konnte er nichts machen.

Diese Entwicklung war dann ein für mich nachvollziehbarer Trennungsgrund. Der Mann hat sich halt für seine Eltern und gegen seine Lebensgefährtin entschieden. Ich denke es war ein Mentalitätsproblem, dass der seinen Eltern keine Grenzen gesetzt und dafür sein Freundin geopfert hat.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, denen es schon zuviel wird, wenn man Waschzeug und einen Schlafanzug in deren Wohnung deponiert sowie zwei bis dreimal in der Woche bei ihnen übernachtet.

Wenn diese Menschen deswegen eine harte Trennung durchziehen und danach weinend als Kompromiss eine Telefonbeziehung plus spirituell emotionaler Verbindung anbieten, weiß man, welchen wirklichen Hintergrund die Trennung hatte und, dass sie durchaus berechtigt ist. Allerdings aus einem anderen Grund als dem den die Person angegeben hat, die sich getrennt hat.

Der Fall der FS liegt eher beim ersten Beispiel. Für begrenzte Zeit sollte Frau/Mann so etwas aushalten. Unendlich ist aber unzumutbar. Wenn der Freund der FS die Wünsche seiner Mutter dauerhaft höher bewertet als das Wohlbefinden der FS bleibt wohl nur die Trennung.

Anstelle der FS würde ich ihm das klar machen und eine Frist setzen. Wenn er diese Frist ohne Entgegenkommen verstreichen lässt ist er wohl an keiner Fortsetzung der Beziehung interessiert.

Eventuell wäre ich nach so einer Trennung offen für einen Neuanfang, wenn er sich nachträglich doch anpasst.
 
  • #13
Wie kann man sich nur verbiegen?

Liebe FS,

ich mache Dir mal eine ganz einfache Formel auf:

Eine Beziehung ziwschen Mann und Frau soll eine Gewinn für beide Partner sein.

Bei Dir ist das nicht der Fall, Deine Grenzen wurde wiederholt rabiat überschritten, Du hast keine Gewinn mehr in der Beziehung, Dein Partner aber umso mehr.

Er kann sein Leben so leben wie will, nur mit Freundin, Du kannst das aber nicht.

Auch Du musst eine Gewinn haben, für den er sich verbiegen müsste.

In Deinem Falle ist die Sache also klar:

Schluss, Aus, Ende, mindestens sofortige Trennung.

Ich hatte immer gehofft, dass hiesige Mädchen diesbezüglich nicht so naiv sind, sich total ausnutzen zu lassen.
Bei Dir ist es aber doch der Fall. Lerne bitte daraus.
 
  • #14
Wie man sich bettet, so liegt man. Wieso läßt du das alles mit dir machen?
Dein Freund hat nicht den geringsten Respekt vor dir und ihn kümmert auch nicht, wie es dir geht. Hauptsache, du funktionierst in seinem Sinne.

Pack deine Sachen und geh! Aber ich fürchte, du bist mittlerweile so weichgekocht, dass dir dazu die Energie fehlt.
 
  • #15
Du bist nicht das Problem! Himmel was hast du dir da für einen angelacht...
Wozu Wohnt ihr zusammen nach erst paar Monaten?
Da wird es nicht besser - der Mann hat andere Wertvorstellungen. Du wirst wohl ausziehen müssen um deine Ruhe zu finden.
Ich finde es erschreckend wie wenig dein 'partner' auf deine Bedürfnisse eingeht. Er ignoriert sie einfach. Das ist für mich keine Partnerschaft.
 
  • #16
Das ist ja grauenvoll. Wenn ich mir das nur vorstelle, kriege ich Stresspickel. Ich habe zwar gerne Besuch (meine Schwester, meine Nichten und Neffen), aber nur wenn es nicht länger als eine Woche ist. Dann reicht es auch und niemand würde mir mehr zumuten. In wirklich ernsten Notfällen wäre ich natürlich bereit ein Familienmitglied länge bei mir aufzunehmen. Aber im Fall der Fs handelt es sich ja nicht um einen Notfall. Da wäre mir alle Freundlichkeit schon lange vergangen. Wenn es in seinem Land so üblich ist, die eigenen Gefühle hintenan zu stellen, warum tut seine Mutter das dann nicht und verzieht sich wieder?
Ich wäre auch schon ausgerastet, wenn er Leute zu einem gemeinsamen Urlaub (ursprünglich als Pärchenurlaub geplant) mitgenommen hätte. Das liegt aber daran, dass ich schon beruflich mit vielen Menschen zu tun habe und im Urlaub meine Ruhe haben will.
Und mit SEINER Mutter in einem Bett schlafen- das geht ja gar nicht. Wieso schläft ER da nicht. Ist doch seine Mutter. Auf einen Urlaub ohne ausreichend Betten wäre ich sowieso nicht mitgefahren.
Aus meiner Perspektive: für mich wäre das überhaupt nichts, da käme wohl nur die Trennung in Frage. Lieber ein Ende mit Schrecken ... als ein Schrecken ohne Ende.
 
  • #17
Es ist nicht so, dass Frauen in seinem Land eine geringere Stellung haben oä
Eine geringere vielleicht nicht, aber auf jeden Fall hat die Familie offensichtlich eine andere Stellung als in D. Das fängt ja schon in Italien, Spanien, Frankreich an.
Aber mit der Schwiegermutter in einem Bett schlafen, ungefragt andere Familienmitglieder in den Urlaub mitnehmen und dann wohnt die Mutter plötzlich bei euch und reißt den ganzen Haushalt an sich? Kulturelle Differenzen hin oder her, aber wenn er diesbezüglich nicht mit sich reden lässt, würde ich mir das nicht antun.
 
  • #18
In einem anderen Thread ist doch der Freund Deines Partners eingezogen?
Hat er der Mutter die Klinke in die Hand gegeben während ihr mit Schwester und Co im Urlaub ward?

Da wolltest Du wissen ob Du Nörglerin bist!
Ist das ein Fake oder ward ihr schlicht und ergreifend noch nie alleine?

Du kannst gar nicht "Ich " sein, lies mal Deine Sätze: Er sagt, er denkt, er hat Recht, er versteht nicht....
Und über Dich selbst: er hat ja Recht aber....könnte es ggf sein, wäre es vielleicht möglich, dass ich schlecht funktioniere, denke fühle?
Eine kleine unsichere Stimme aus dem Keller unten...

Wenn Du bei ihm bleibst bist Du irgendwann gar nicht mehr vorhanden.
La vie en rose stirbt hinter der rosa Brille ab!
 
  • #19
Oh, FS, jetzt sehe ich deinen anderen Tread auch - nimm dir eine eigene Wohnung, wirklich.
Ein kleines, möbliertes Studio oder sonst was, ich hoffe, du arbeitest und bist nicht auf ihn angewiesen.

Oder arbeitest du nicht und wohnst umsonst bei ihm? Dann musst du dich nicht wundern denn wenn es sein Wohnung ist, hast du keine Chance ausser gehen.....
 
  • #20
Das Grundsatzproblem sehe ich darin, dass Dein Freund Dich für einen Teil von sich selbst hält, der nach seinem Sinn funktionieren muss, damit er glücklich ist, und deswegen dazu gebracht werden muss.
Das ist keine Frage der Landeszugehörigkeit, das machen Eltern mit ihren Kindern und Frauen und Männer mit ihren Partnern auch. Sie nehmen nicht wahr, dass der Partner oder die Partnerin eben ein eigenständiges Wesen ist und sich nicht aus Liebe mit allem möglichen arrangieren kann, das derjenige richtig und wichtig für sein Wohlbefinden findet oder eben aus Schuldgefühlen Freunden oder Verwandten gegenüber machen "muss". Der andere soll sich zusammenreißen, runterschlucken und könnte doch ganz einfach seine eigenen Bedürfnisse zurückstellen, wie man es für die Mutter in diesem Fall auch tut. Bis zu einem gewissen Grad finde ich das auch normal. Aber das wird ja nun zu viel bei Dir.

Seine Mutter scheint auch keinen Sinn dafür zu haben, dass ein Paar sowas nicht haben will. Vielleicht kennt sie das nicht anders und hat auch mit ihrer Schwiegermutter zusammen in einem Bett geschlafen. Entweder merkt sie es nicht, dass Du Dich nicht wohlfühlst, oder sie findet Deine Bedürfnisse genauso unwichtig wie Dein Freund und denkt, dass ihr zusteht, dass Du Dich eben nicht wohlfühlst.

In Deinem anderen Thread, wo es um den Freund deines Freundes ging, gab es ja schon dasselbe Problem. Ausziehen kannst Du wg. Deiner Finanzen nicht, wenn ich das richtig sehe.

Ist das zu egoistisch für eine Partnerschaft? Wie weit sollte man sich zurücknehmen?
Ich finde Dich nicht zu egoistisch. Eine Zeitlang hast Du ja die Sache auch hingenommen, ohne ein Problem zu haben damit.
Wie weit soll man sich zurücknehmen... ich würde sagen, das hängt vom Menschen ab. Manche sind widerstandsfähiger, andere nicht, manche machen sich nichts draus, wieder wie ein Kind behandelt zu werden, andere nervt das sofort. Ich denke, die Aktivitäten der Mutter sind gutgemeint, sie denkt, es bringt euch was, wenn sie kocht. Mir würde es nicht passen, wenn ich dann das immer essen MÜSSTE und nie mal was anderes essen dürfte, wonach mir ist, ohne dass es Diskussionen gibt.

Dein Partner zieht seine Partnerin hinein in diese grenzenlose Anpassung, die er entweder einfach so hinkriegt oder weil er nicht merkt, dass er selbst auch Bedürfnisse hätte, die aber immer zurückstellt für seine Freunde und Verwandten. Das passt nicht bei euch. Ich denke nicht, dass Du gern Deine Verwandten bei euch monatelang wohnen lassen wolltest, also von seiner Anpassungsfähigkeit, die er dann zeigen würde, hast Du nichts. Du brauchst mehr Distanz, er nicht.
 
  • #21
@LaVieEnRose
Mit kulturellen Unterschieden hat das nichts mehr zu tun. In deinem Post geht es um die Unterdrückung und Bevormundung und Entmündigung einer Frau. Und diese Frau, das bist du. Pack' bitte schnell deine Sachen und verschwinde, ohne es ihm vorher mitzuteilen. Ich habe derart abstruses Verhalten eines Mannes noch nie gehört. Ich kenne genügend Paare anderer Nationen. Da ist ein respektvoller Umgang miteinander an der Tagesordnung. Ja, die Eltern und Verwandte kommen sicher monatelang zu Besuch, das ist akzeptabel. Sie schlafen dann im Wohnzimmer auf der Couch, passen auf die Enkelkinder auf, kochen, quatschen, sind eben in der Familie mit aufgenommen. Was du schreibst, geht darüber weit hinaus. Dein Freund bestimmt über dich, wie wenn du ein unmündiges Kleinkind wärst. Er übergeht dich in seinen Entscheidungen. Das hat nichts mehr mit sich zurücknehmen zu tun. Du wirst massiv unterdrückt und deine Grundrechte werden verletzt. Er hat den Respekt vor dir verloren. Das ist sicher erst der Anfang. Was er dir erzählt, ist doch reine Gehirnwäsche. Du bist instabil und leicht beeinflussbar. Die Männer, die ich aus anderen Kulturen kenne, behandeln Ihre Frauen mit mehr Respekt und partnerschaftlich. Meist haben die Frauen intern auch das Sagen.
 
  • #22
Manche Frauenantworten hier sind echt schräg.
Geh ich recht in der Annahme, dass du im Bett mit seiner Mutter schlafen musst, weil ihr noch nicht verheiratet seid?
Ich stelle mir gerade vor, ich sollte mir dem Vater meiner Partnerin in einem Bett schlafen. Würde ich das hinnehmen? Nein. Für mich wäre das ein Zeichen, dass die Kulturen nicht kompatibel sind . Dafür ist sicher nicht nur die Stellung der Frau ein Kriterium.
Und
(Es ist nicht so, dass Frauen in seinem Land eine geringere Stellung haben oä).
hin oder her, eine unserer Kultur entsprechende Stellung hat eine Frau dann sicher nicht und ich empfinde das eher als Schönreden. Aber das war ja im anderen Thread auch so.

Das hätte den Vorteil, dass du im Haushalt nichts mehr machen musst, oder der Mutter ein wenig hilfst. Das kann sehr praktisch werden, wenn du erstmal die Nachkommen gebierst.
Ja, klar. Das ist die teuerste Haushaltshilfe, die es gibt. Du bezahlst sie mit Deiner Freiheit und letztlich Deinem Leben. Ich bekomme schon beim Lesen Pickel.
 
  • #23
Ich weiß nun einfach nicht mehr, ob ich das Problem bin
Du bist nicht das Problem du unterstützt das Problem. Ich werde es wohl nie vollständig verstehen können warum sich manche Frauen so duckmäuserisch verhalten. Beim Mann unterm Pantoffel stehen und sich auf Online Portalen beklagen. Was schief läuft erkennst du selbst und es liegt an dir aktiv vorzugehen oder passiv die Umstände weiter zu ertragen. Es liegt an der eigenen Persönlichkeit und an den Erfahrungswerten was man sich für einen Partner aussucht. Dieses übergriffige Verhalten hat er sicher nicht erst seitdem die Mutter die Wohnung übernommen hat.
 
  • #24
Es ist Deine Entscheidung, wie Du DEIN Leben gestalten willst.

Du bist gerade im asiatischen Raum, noch dabei Dein Projekt in Schwung zu bringen?
Besteht (noch) eine gewisse Abhängigkeit?
Wenn ja, versuche selbstständig zu werden, überlege Dir, welchen Preis Du zahlen willst.

Ihn wirst Du nicht ändern, es ist seine Kultur, sein Weltbild.

Was Du aber ändern kannst, ist das Thema Selbstwert - auch dazu hattest Du mal einen Thread.
Würdest Du Dich liebenswert finden, hättest Du einen gesunden Selbstwert, würde sich die Frage hier nicht stellen.

Du würdest einen Weg finden, wie Du das Berufliche löst,
Und unter dieser Art Beziehung einen Haken setzen.

Ich denke - bitte nicht als Angriff verstehen -
Du genießt es, dass Du in einem Familienverbund bist,
dass dieser Mann mit Dir Partnerschaft will,
dass da jemand ist, der Dich liebt
vielleicht auch ein Stück weit die Umsorgung.
Aspekte, die Du nicht kennst. Das ist auch wunderbar dies zu erleben.

Aber in dieser - kulturellen - Ausprägung ist es zu viel, einengend. Da musst Du Dich positionieren.
Wenn Du Deine Freiheit willst, ist die Konsequenz klar.
Aber dann ist das Defizit, nicht angenommen sein, Alleinesein, wieder spürbar. (Das weißt Du, und die Angst davor lässt gerne zögern).

Es gibt Beziehungen, wo es beides gibt, Geborgenheit, Sicherheit einerseits, aber auch Akzeptanz und Eigenständigkeit.
Du für Dich musst entscheiden, welche Balance Du leben willst.
Und Du solltest an den Themen aus Deiner Vergangenheit dringendst arbeiten.

Alles Gute.
 
  • #25
Du bist nicht das Problem! Himmel was hast du dir da für einen angelacht...
Finde den Widerspruch!
Natürlich ist sie das Problem. Null Selbstwert, denn sie lässt sich wie ein Kind diktieren was sie zu tun und zu lassen hat. Ihm zu liebe??? Das ist Kultur Schwachsinn vom feinsten. Er zeigt doch wo in seiner Kultur der Stellenwert der Frau zu sein hat mehr als deutlich auf. Ich habe kein Mitleid, Verzeihung. Du bist manipulierbar ohne Ende. Das zeigt allein deine Frage schon auf und das du überhaupt andere Menschen befragen musst , dabei ist das offensichtliche so klar vor dir. Har har- und die deutschen Männer werden als Narzissten bezeichnet wenn sie mal sagen was sie gerne möchten. Mach mal, es kommt noch besser.
M47
 
  • #26
Liebe FS
Ich bin erschrocken über deinen Post und wie wenig du auf deine Gefühle achtest!

Entschuldige bitte wenn ich das so direkt sage, aber dein Freund will aus dir eine Vorzeigefrau machen, die ihre Gefühle immer unterdrückt und das Leben so mit ihm lebt, wie er das möchte! Hat schon etwas von Pascha! Auch wenn du versuchst dir das schön zu reden.

Besuch der Mutter über 2 Monate ist sehr lang und wie es aussieht ist kein Ende in Sicht! Das ist nicht normal.
Warum muss dein Freund immer andere Leute mit in den Urlaub nehmen und warum fragt er dich nicht, bzw so, damit du keine Chance hast Nein zu sagen? Das ist Manipulation!

Im Leben würde ich im Urlaub und auch sonst nie! mit der Mutter meines Freundes in einem Bett schlafen. Egal was die Situation fordern würde. Wenn man will, gäbe es nämlich immer eine andere Lösung! Dein Freund will die aber gar nicht, du sollst einfach tun was er möchte. Fertig.
Hier wird so dermaßen massiv eine Grenze überschritten, das es mir fast schon weh tut zu lesen, wie du deine völlig richtigen Gefühle unterdrückst und anfängst die Schuld bei dir zu suchen! Tue das bitte nicht! Mit dir ist alles okay, dein Bauchgefühl rebelliert, weil du genau weißt dass das so für dich nicht lebbar ist, weil deine Gefühle und Bedürfnisse total missachtet werden!

Ich kann dir sagen, all das von seiner Partnerin zu verlangen hat nichts mit "Beziehung auf Augenhöhe" leben zu tun! Denn in solch einer Beziehung würde man eben nicht erwarten das der Partner seine Gefühle unterdrückt oder hinten an stellt. Nein, es wäre mir wichtig zu sehen, dass meine Partnerin ein gutes Gefühl hat. Erwarte ich aber dass meine Partnerin (überspitzt gesagt) leidet, dann hat das NICHTS mit Liebe zu tun und ist in einer Beziehung fehl am Platz.

Lass dich nicht immer weiter unterdrücken und Stück für Stück verändern. Wer seine Gefühle unterdrückt, wird früher oder später krank, wenn die Seele leidet oft auch sehr krank. Achte auf dich! Nimm deine Bedürfnisse ernst, sie sind völlig okay und berechtigt. Setze DU deinem Freund Grenzen und zwar klar und deutlich! Nur so wirst du im dieser Beziehung glücklich werden.
Tust du das nicht, wird dein Leid immer größer und die Frau die heute noch bist, wird es bald nicht mehr geben, weil du dich selbst aufgibst um anderen (deinem Freund, seiner Mutter....) zu gefallen.
 
  • #27
Er sagt, dass er es beispielsweise verstehe, dass ich nicht mit der Mutter in einem Bett schlafen will, aber ich sollte es halt einfach trotzdem tun, da es in dem Moment nicht anders möglich gewesen sei, aufgrund der Situation im Urlaubsland.

Alleine das, zeigt mir, dass ihm andere Leute wichtiger sind. Natürlich ginge es anders. Aber Deine Belange sind ihm nicht wichtig genug. Jetzt musst Du Dich seiner Mutter unterordnen. Im anderen Thread war es der Freund. Wie viel lässt Du Dir noch bieten.
Das liest sich alles so freiheitsberaubend schrecklich. Das ich noch heute meinen Koffer packen werde. Wenn er das nicht versteht, dann wäre es mir an Deiner Stelle reichlich egal. So stark könnte meine Liebe nie sein.

Alles erdenklich gute für Dich - fühl dich gedrückt.

M48
 
  • #28
Liebe FS
Niemand kann dir genau sagen, wie weit man sich in einer Partnerschaft zurücknehmen kann/will/soll.
Meiner Ansicht nach besteht eine gelingende Partnerschaft aus beidseitigen Zugeständnissen und bei dir erkenne ich nur jemanden, der sich immer weiter zurück drängen lässt. Deine Beziehung dauert 9 Monate an, und von diesen 9 Monaten waren mindestens 2 nicht angenehm für dich. Ein Ausgleich, eine rosigere Zukunft ist nicht in Sicht, eher zeichnet sich ab, dass dein Partner noch mehr Zugeständnisse von dir verlangen und selbst keine machen wird. Hierbei wird "in meiner Kultur..." zu seinem Totschlagargument. Schliesslich kann man dem armen Mann eine Abweichung von "seiner" Kultur nicht zumuten, selbst wenn er sich entschieden hat, mit dir in deinem Heimatland zu leben (*ironie*).
Vielleicht schwingt der berechnende Langzeitsingle in mir mit, wenn ich dich frage: Was hast du eigentlich von dieser Beziehung?
Ich möchte dir einfach sagen: Als Mensch brauchst du einen gesunden Egoismus. Sonst wirst du schlichtweg immer Menschen finden, die dich ausnutzen. Und die danken es dir am Ende nicht mal, sondern flennen noch rum, weil du dich nicht völlig hast ausquetschen lassen, oder weil du irgendwann nicht mehr kannst.
 
  • #29
Ist das zu egoistisch für eine Partnerschaft? Wie weit sollte man sich zurücknehmen?
Allein schon diese Frage, ich glaub's nicht, dir ist echt nicht zu helfen, ich an deiner Stelle hätte längst den Bündel gepackt und wäre weg auf Nimmerwiedersehen, das geht nicht, was man mit dir macht! Aber anscheinend darf es noch dicker kommen für dich, da du die Schmerzgrenze noch nicht erreicht hast! Mehr kann ich dazu nicht sagen, mir bleibt die Spucke weg, ich frage mich immer wieder, warum und weshalb manche Frauen sowas ertragen!!!
 
  • #30
Hallo an alle und danke für die Antworten.

Zur Erklärung: Das Schlafen in einem Bett war nur auf den Urlaub in einer bestimmten Situation bezogen und ich habe es dann auch nicht zugelassen. Daheim ist es nicht so. Glücklicherweise reist die Mutter auch in der nächsten Woche wieder ab und dann werden wir sie erst einmal für lange Zeit nicht sehen, da sie sehr weit weg wohnt. Ich arbeite natürlich auch selber und könnte jederzeit in eine eigene Wohnung ziehen. Er hat auch keinen südländischen oder arabischen Hintergrund.

Ich suche auch nicht nur im Forum Rat, sondern habe ihm bereits oft mitgeteilt, wie ich mich fühle und dass mein Limit überschritten ist. Er versteht das auch, denkt aber, dass ich anders darauf hätte reagieren müssen. Gelassener, so dass halt trotz der schwierigen Situation alle friedlich miteinander leben können, da es nur für einen begrenzten Zeitraum ist.

Für ihn ist es normal, Freunde und Familie bei sich aufzunehmen (wie ihr ja aus meinem anderen Thread mit dem Mitbewohner sehen konntet). Ich denke, dass er sich zuvor gar keine Gedanken darüber gemacht hat, wie es mir damit geht. Wie jemand hier schon geschrieben hat, sieht er uns als eine Einheit und so war es für ihn selbstverständlich, dass ich in der Situation so reagiere, wie er es denkt.

Natürlich denke ich aber über eine Trennung nach, da es auch an seiner Persönlichkeit und nicht nur an der Kultur liegt, ob er meine Wünsche respektiert.

Bislang haben wir jedoch immer wieder Lösungen gefunden. Der Mitbewohner ist ausgezogen, wir haben eine neue Wohnung und er beteiligt sich an der Hausarbeit. Gestern hatten wir ein Gespräch über die aktuelle Situation und wir werden jetzt alles viel langsamer angehen und ich entscheide, wer zu Besuch kommt und wann ich seine Familie treffe. Natürlich ist aber eine Trennung unausweichlich, wenn er mich noch einmal in eine solche Situation bringt. Wie Inspirationmaster sagte, ist meine Schmerzgrenze noch nicht erreicht, da viele andere Dinge sehr gut passen und ich mir nunmal auch einen Mann aus einer fremden Kultur ausgesucht habe, die es erst einmal zu verstehen gilt. Meine Alarmglocken sind aber natürlich auch an und ich habe mich noch nicht vollends gegen die Trennung entschieden.

Was mich interessieren würde, weil alle hier richtigerweise von Grenzen setzen schreiben. Wie hättet Ihr beispielsweise in Bezug auf die Mutter, die ja nun schon bei uns zu Besuch war, reagiert? Hättet Ihr ab einem gewissen Punkt gesagt, sie muss jetzt wieder abreisen oder sie kann nicht mit in den Urlaub, auch wenn es ihre und seine Gefühle verletzt hätte? Hättet ihr für diesen Standpunkt und Euer Wohlbefinden dann die Beziehung riskiert? Wie hättet Ihr es formuliert?