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  • #1

Wie weit würdet Ihr mitgehen

Mein Freund und ich (seit 3 Jahren zusammen, beide Mitte 20) sind mit dem Studium fertig. Wie es aussieht, muss er für seinen Job (Pilot) in eine andere Stadt, vielleicht auch in ein anderes Land ziehen. Ich bin beruflich flexibel, allerdings emotional sehr an meine Heimatstadt gebunden (Familie, Freunde, Sport, ...). Nun steh ich bald vor der Entscheidung entweder mit meiner großen Liebe zusammen zu bleiben und in eine fremde Stadt zu ziehen, oder eben mich zu trennen! Eine Fernbeziehung kommt für mich auf die Dauer nicht in Frage. Ich möchte in einer neuen Stadt oder einem neuen Land nicht vereinsamen, zumal mein Freund berufsbedingt öfter weg sein wird. Was meint ihr?
 
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  • #2
Das hast du vorher gewusst - dass er weg muss und dass du heimatlich gebunden bist. Warum bist du die Beziehung überhaupt eingegangen? Das war ihm gegenüber unfair, weil er davon ausgehen konnte, dass du mitgehst. Wenn du nun den Rückzieher machst, ist deine Liebe nicht so groß. Er kann nicht bei dir bleiben. Du bist noch nicht reif genug für diese Beziehung, also lass ihn sein Glück finden, das auch zu ihm steht.
 
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  • #3
Wenn du Trennung auch nur in Betracht ziehst, scheint dir an der Beziehung nicht so viel zu liegen, jedenfalls weniger als an deiner Heimatstadt und an deinem Sportverein.

Es geht wirklich darum, wie viel dein Freund dir wert ist und wie sehr ihr euch beide (!) eine gemeinsame Zukunft vorstellen könnt. Wie sieht dein Freund denn die ganze Situation?

Ihr seid beide noch ziemlich jung. Vielleicht seid ihr noch nicht reif genug, um euch mit allen Konsequenzen füreinander entscheiden zu können. Dann solltet ihr tatsächlich getrennter Wege gehen, weil es so aussieht, als hättet ihr den "Richtigen" und die "Richtige" noch nicht gefunden.
 
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  • #4
Kommt darauf an, wie gefestigt eure Beziehung ist. Aber die Entscheidung musst du allein treffen. Höre einfach auf dein Bauchgefühl, aber lass dir den Rückweg offen.
Meine Schwester stand vor über 30 Jahren auch vor so einer Entscheidung. Sie hatte sich in der Disco in einen amerikanischen GI verliebt, nach einiger Zeit musste er zurück in die USA. Sie ist hingeflogen, hat sich Alles angeschaut, und ist dort geblieben. Sie lebt immer noch mit ihren 3 (jetzt erwachsenen) Kindern und ihrem Mann ih Kalifornien.
Obwohl ihr meine Mutter und fast alle Tanten abgeraten hatten, hat sie es nie bereut, und ihr Glück gefunden. Hätte natürlich auch anders ausgehen können, Garantie gibt es nicht.
Aber wenn dir deine Beziehung wichtig ist, würde ich mitgehen. Wenns dann doch nicht passt, kommst du halt zurück.
 
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  • #5
Solche Fragen können meine Erachtens nicht mit einer Einbahnstraßen-Lösung beantwortet werden.
Es geht doch darum, dass auch zu fragen ist, wie wichtig ihm die Beziehung zu Dir ist.
Wenn er es tun muss, dann ist die Frage, wie dies ausgestaltet wird. Es kann ja nicht sein, dass nur Du Dich anpassen müsstest. Das wäre ja das ganze Leben dann so, oder? Stell Dir vor, Du bekommst ein Kind, ist es dann auch klar, dass Du die Konsequenzen alleine übernimmst?

Und sollte es so sein, dass dieses Auslandsjahr wichtig ist, was hält Dich davon ab, dies mal positiv zu sehen? Bei aller Sehnsucht nach daheim - aber es hat ja auch sehr positive Seiten. Raus aus der Geborgenheit, die Fremde als Chance sehen. Aber dann beide, und mit der gegenseitigen Unterstützung, die Ihr das ganze Leben lang brauchen werdet.
Es ist nicht einfach, kann aber eine tolle Bewährungsprobe für Euch sein. Alles Gute.
 
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  • #6
Wenn er Deine grosse Liebe ist, versuch es! Das findest Du nicht mehr so schnell wieder. Du bist noch jung, kannst sicher wieder Freunde finden, gerade über Sport.
 
  • #7
Ja, richtig, Du stehst vor genau dieser Entscheidung, und die kann Dir niemand abnehmen. Du musst zwei Güter gegeneinander abwägen: Liebe/Partnerschaft und Heimat/soziales Umfeld.

Für die Liebe spricht es, wenn wirklich alles passt: Ansichten und Wertvorstellungen, Interessen und Freizeitverhalten, Gewohnheiten und Vorlieben, Lebensziele (Kinderwunsch, Hausbau), Charakter und Persönlichkeit, Freundeskreis und Familie. Darüber solltest nicht nur Du selbst nachdenken, sondern auch Dein Partner und Ihr solltet offen darüber sprechen.

Gegen die Liebe spricht, dass sich Persönlichekiten und Interessen beim Übergang Studium/Beruf oft noch einmal drastisch verändern oder weiterentwickeln, und man eigentlich kaum vorhersehen kann, wie Ihr beide Euch einzeln und im Verhätlnis zueinander entwickeln werdet.

Bedenke zudem, dass ein Pilot nicht gerade oft zuhause ist und Du in einer anderen Stadt oder gar einem anderen Land allein und auf dich gestellt sein wirst. Bedenke ferner, dass gerade Piloten sehr oft bezüglich Fremdgehen in Versuchung kommen.

Für das gewohnte soziale Umfeld spricht auf jeden Fall, dass soziale Entwurzelung nicht so einfach rückgängig und kompensiert werden kann. Extrovertierte, anschlussfreudige Typen haben es dabei einfacher als eher ruhige, introvertierte oder besonders aus Verläßlichkeit und Langfristigkeit orientierte Personen. Fakt ist, dass es sehr vielen Personen schwerfällt, in einer neuen Stadt richtig gute soziale Beziehungen aufzubauen, die über oberflächliche Sportkameraden oder Kränzchen hinausgehen.

Ich persönlich hänge am Großraum meiner Heimatstadt und habe mich entschieden, dauerhaft hierzubleiben - ich habe aber auch mal einige Jahre im Ausland gelebt und diese Entwicklung genossen.

Mein konkreter Rat: Wenn Du selbst noch keinen Job hast und in der Zielstadt einen angemessenen Job finden könntest, dann versucht es doch einfach zwei Jahre lang in einer anderen Stadt, möglichst dann aber absichtlich im Ausland -- das kann für Euch beide eine Bereicherung und Weiterentwicklung sein und ist für den Lebenslauf auf jeden Fall positiv. Vereinbart aber, dass Ihr mittelfristig doch wieder in Eure Heimatstadt zurückzukehren versucht. Einen Versuch ist es wert, aber bitte unter klaren Absprachen und nur, wenn auch Du dort einen angemessenen Job findest.

Ohne eigene, gute Jobperspektive dort rate ich dringend davon ab -- Du solltest keine Lebensjahre in einer fremden Stadt verplempern, sondern Deinen eigenen Lebenslauf ebenso verfolgen.
 
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  • #8
Wenn du nicht bereit bist, für Deine grosse Liebe die Stadt zu wechseln dann ist es eben nicht Deine grosse Liebe.
Was tut denn Deiner Meinung nach ein Pilot beruflich? Sein Job ist es, unterwegs zu sein. Das wusstest Du von Anfang an, wenn Du nicht damit klarkommst, musst Du Dich eben trennen und alleine in Deiner Heimatstadt bleiben.
Eine Fernbeziehung kommt für Dich nicht in Frage?
OK, dann such Dir am besten einen Beamten, der auf Lebenszeit in Deiner Stadt angestellt ist.

Du und Dein Freund passt nicht zusammen. Er wird ein freies globales Leben haben und Du wirst in Deiner kleinen Welt bleiben.
Ein Mensch mit einem reisenden Beruf und ein Mensch mit einem begrenzten Horizont passen auf Dauer nicht zusammen. Du würdest ihn und sein Leben sowieso nicht verstehen.

Für ihn ist es das Beste, als Single in seinen Beruf zu starten. Er wird innerhalb kürzester Zeit eine sehr hübsche Flugbegleiterin als Freundin finden, die ihn zu schätzen weiss.
Dir auch alles Gute und hoffentlich findest Du nach Deinem Job einen Arbeitsplatz innerhalb Deines Heimat-Quadratkilometers.
 
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  • #9
Geh mit ihm, du kannst nicht verlieren, nur gewinnen.

Selbst wenn du nach ein paar Jahren merken solltest, dass du die Heimat doch zu sehr vermisst, kannst du immer noch zurück, oder ihr könnt eine gemeinsame Lösung finden.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass Auslandsjahre für die persönliche Entwicklung und Horizonterweiterung sehr sehr förderlich sind, du nabelst dich ab und lernst, über den Tellerrand hinauszusehen, und wenn du offen bist für deine neue Umgebung, wirst du bald sehen, dass du dich auch "in der Fremde" sehr bald zuhause fühlst.

Im übrigen kannst du vermutlich umsonst fliegen wenn dein Partner Pilot ist und daher sowieso problemlos jederzeit die Heimat besuchen.

w54
 
  • #10
Ich finde dieses Entweder-Oder Gerede ziemlich unfair. Natürlich kann es die große Liebe sein , wieso sollte man sich selbst vergessen nur weil man liebt?

Die Fs, sollte eine Entscheidung treffen mit der sie leben kann , am besten wäre einfach wenn sie zusammen wegziehen und einen gemeinsamen Rückzugspunkt haben, sie arbeitet in der Stadt und er in der Welt und kommt immer wieder zurück. Das der Mann nun beruflich viel unterwegs ist, war ich sicher vorher schon klar!
 
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  • #11
ich würde nicht gehen. Ich hatte für meinen Mann damals alles aufgegeben, weil ich auch dachte, wir hättne die große Liebe. Wir sind nach vielen Jahren wieder zusammen zurück, aber nur, weil es bei ihm gerade beruflich paßte. Gott sei dank. Ich hatte mich für ihn aufgeopfert, weil ich an die Liebe geglaubt hatte. Er war auch viel unterwegs. Ich einsam. Er hat sich unterwegs anderweitig vergnügt. Nach fast 20 Jahren hat er mich dann von einem auf den anderen Tag wegen einer anderen verlassen.
NIE WIEDER für einen Mann etwas anderes aufgeben.
Ewige Liebe gibt es eh nicht.
Hör nicht auf die, die meinen, dein Horizont sei eingeschrenkt, nur weil du an deiner Familie und Heimat hängst. Menschen, die das nicht verstehen, verstehen auch nichts von wirklicher Zuneigung. Mal ganz davon ab. Es gibt Piloten, die durchaus zwar unterwegs sind, aber immer wieder vom Heimatort aus. Wie ein Außendienstler.
Nicht jeder Pilot muss in eine andere Stadt oder ein anderes Land. Das ist Quatsch. Ein Studienfreund ist immer noch bei uns in der Stadt. Er ist Pilot bei german wings.
 
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  • #12
Ich finde ja interessant, dass die Fragestellerin überhaupt erwägt, sich von ihrer "großen Liebe" zu trennen. Vielleicht meint sie ja, dass sich schon recht bald die nächste große Liebe finden wird (was sich leider nicht mit meiner Erfahrung deckt), oder sie meint, eine mittelgroße tät's dann auch.
 
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  • #13
1.) In die Heimat/zu Deiner Familie kannst Du jederzeit wieder zurückkehren.
2.) Vielleicht tut Deinem Lebenslauf ein beruflicher Auslandsaufenthalt ganz gut.
3.) Es sollte ein Land sein, in dem Frauen nicht diskriminiert werden.

w/48
 
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  • #14
@10 es hätte auch sein können, dass du deinen Mann betrügst - so aus Langeweile und Einsamkeit. Und ihn dann verlässt, wegen einem anderen. Also bitte nicht verallgemeinern. Es gibt Männer, die fremd gehen und die Chance nutzen. Und es gibt genau so viele Frauen, die es ebenso tun. Nur mit dem Unterschied, dass Frauen ins weichere Netz fallen, wenn der Gatte gut verdient hat und sie doppelt kassieren - in der Ehe und danach!

Wer aus seinem Quadratkilometer nicht raus will, wird sich draußen auch nicht wohl fühlen. Wer allein schon so eine Frage stellt, rechnet damit, dass er doch lieber zuhause bleiben will. Diese Art Menschen gibt es viele, der Mensch selbst muss nur dazu stehen!
 
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  • #15
So, nun melde ich mich mal wieder zu Wort. Ich finde es interessant, wie verschieden ihr über all das denkt. Einige raten mir hier zu bleiben und für meinen Freund nichts zu riskieren, andere wiedrrum unterstellen mir einen begrenzten Horizont. Danke für Eure zahlreichen Antworten.
Ich finde es nicht gerecht mir zu unterstellen, dass es nicht die große Liebe ist, nur weil ich nicht bereit bin nach *** zu ziehen. Ich habe selbst 1 Jahr im Ausland gelebt (USA) und es war eine tolle Erfahrung. Nur habe ich gemerkt, wie sehr ich Deutschland schätze und wie geborgen ich mich in meiner Heimatstadt fühle. Ich genieße es seitdem noch mehr hier zu leben. Ich hab zudem unendlich viele Länder bereist, da meine Eltern immer viel wert auf Kultur legten, und ja, es hat Spaß gemacht, aber ich bin definitiv kein Mensch, der fernweh hat.
Zudem bin ich immer vorausschauend gewesen und kann mir vorstellen, dass ich in einer neuen Stadt zwar auch Bekanntschaften machen, mich aber auf die Dauer einsam fühlen würde.
Als ich mit meinem Freund zusammengekommen bin, hat er noch was anderes studiert. Die Pilotenausbildung kam danach. Ich war nicht wirklich begeistert, aber natürlich freu ich mich auch, dass er was gefunden hat, das ihm Spaß macht.
Ich hab viele Piloten in meinem Freundeskreis, die auch gar nicht so oft unterwegs sind. Meine Freundin ist mit einem von der Lufthansa verheiratet. Der hat eine normale 8 Stunden Schicht mit meistens nur 1 Übernachtung im Monat.
Mein Freund und ich reden vor allem in letzter Zeit sehr oft über diese Situation. Er bittet mich mit ihm zu gehen. Er sagt, dass man alles bewältigen kann, wenn man sich liebt und er mich auf keinen Fall verlieren will. Er macht sich große Sorgen darüber und versucht mir das Leben in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land schmackhaft zu machen. Nur leider ist das nicht so leicht wie viele von euch glauben.
FS
 
  • #16
Liebe FS
Ja, in der Tat eine schwierige Entscheidung. Ich denke aber nicht dass man in einer neuen Stadt auf Dauer tatsächlich einsam ist. Deine Erfahrung beschränkt sich auch ein Jahr- und das im Land der Oberflächlichkeiten. EIn Jahr reicht einfach nicht um wirklich tragfähige Freundschaften aufzubauen.
Ich bin auch sehr Heimatverbunden, bin aber trotzdem weger diverser Gründe (einmal die Liebe, die anderen um berufliche Chancen zu nutzen) einigemale in eine neue Stadt- auch ins Ausland- gezogen und hatte dort nach einigen Jahren wieder einen guten Freundeskreis, zusätzlich zu dem guten aus den anderen Städten. Die Stadt in der ich nun lebe ist meine Heimat geworden.

So schlimm ist es nicht. Wer wagt gewinnt. Zurück kannst Du immer, schon gar wenn Du beruflich so flexibel bist wie Du sagst. Und ich habe auch nicht EIndruck aus Deinen Postings daß Du nicht kontaktfreudig wärst.

Aus dieser Erfahrung heraus ist mein Rat: versuche es einfach. Wenn nicht wirst Du Dich immer fragen "was wäre wenn ichs versucht hätte". Kann natürlich auch schiefgehen, aber das weisst Du erst wenn Du es versucht hast.
 
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  • #17
Schwierige Frage.

Mein erster Gedanke war - wenn er Pilot und ohnehin ständig unterwegs ist, sollte es doch wenigstens einen Partner (Dich) geben, der ein Basislager für Euch aufschlägt. Und wo das dann ist, sollte sich evt. doch nach dem richten, der dort mehr zugegen ist. MUSS er wirklich in die andere Stadt? Denn wenn Du dorthin umziehst und er nur in der Luft ist, bist Du dort wirklich erstmal mauseallein... Fänd ich auch nicht gut.

Wenn er wirklich umziehen muss: lass ihn doch auf vorab gemeinsam begrenzte Zeit (evt. 6 Monate) "vorgehen". Wenn es sich zeigt, dass er dort beruflich bleiben wird und auch häufiger dort "aufschlägt", dann solltest Du Nägel mit Köpfen machen. Denn sonst ist die "große Liebe" irgendwann wieder weg (Du sagtest ja selbst, eine Fernbeziehung auf Dauer wäre nix für Dich und ich glaube, das lässt sich auch nicht ewig durchhalten.)

Ich stehe übrigens mittelfristig vor derselben Frage. Bin mit meinem Freund (Fernbeziehung Berlin-Wien) jetzt ein halbes Jahr zusammen - Tendenz: zusammenziehen im Laufe des kommenden Jahres. Anders würde ich diese Beziehung auch nicht aushalten. Wer zu wem zieht, ist zwar noch nicht geklärt. Wenn wir aber an das Thema Kinder gehen, wäre klar, dass ich ohnehin beruflich (vorübergehend) zurück schrauben müsste. Das spricht eher dafür dorthin zu gehen, wo er beruflich angebunden ist. Und: obwohl ich sehr verwurzelt bin in meiner Heimat, würde ich für ihn Neues wagen und den Umzug wagen...

Viel Glück!
w36
 
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  • #18
Im 2003 stand ich vor der Entscheidung ein MBA in UK zu absolvieren. Meine langjährige Partnerin war sehr skeptisch bezüglich mitkommen resp. zu Hause bleiben, Job aufgeben, etc. Wir haben dann mit anderen Paaren gesprochen und schlussendlich hat sie mich begleitet. Noch heute sagt sie, dass es eines ihrer besten Jahre war: sie fand bald einen Job, unternahm Ausflüge mit dem Partner-Club der Uni, English perfektionieren, wir hatten eine lässige Whg und auch gelegentlich Besuch von zu Hause. Klar, ich musste sehr viel arbeiten. However, es war einfach genial!

Ein Freund ist mit seiner Familie (2 kleinere Kids) vor kurzem aus Südkorea zurückgekehrt. Er war beruflich engagiert da für 2 Jahre. Die Erfahrung war offenbar einmalig, jedoch auch ziemlich tough.
m, 42
 
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  • #19
Ich denke Ihr hattet einfach eine Beziehung ohne Euch groß Gedanken zu machen. Jetzt kommts hoch, da einer von Euch für die Beziehung Opfer bringen muß .... Opfer die Rückwirkungen auf das eigene berufliche oder familiäre Leben haben könnte.

Ich würde erst die Ziele defnieren: Wenn Du sein Weib werden könntest, mit ihm und Kindern leben, wenn das Deine Erfüllung ist - warum nicht. Aber das wird es wohl nicht sein und naja welchen Preis forderst Du dafür ? Weil was wenn Du wirklich für ihn lebst und wenn die Ehe nach x Jahren auseinander geht ? Du hast studiert aber keine Berufserfahrung.

Und so - leider kann ich nicht mehr sagen, denn es hängt davon ab, was Du genau beruflich machst. Sicher hast Freunde und Familie, aber Du bist jung, und wenn Du mal eine Zeit lang im Land X leben kannst, solange Dir dort die Möglichkeit gegeben ist, in Deinem Beruf zu arbeiten - warum nicht. Seßhaft und Familie gründen kannst danach irgendwann immer noch.
 
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  • #20
# 8
wie kommst Du auf die Idee, dass die Freundinnen von Piloten UMSONST fliegen können?
Sie bekommt die Tickets billiger, das ist richtig. Aber nur, wenn sie seine Ehefrau oder eingetragene Lebenspartnerin ist, also eine gemeinsame Wohnung mit ihm bezogen hat. Das will sie aber gar nicht.
.
Ausserdem bekommt sie zu diesem Sonderpreis nur ein Standby-Ticket, wird also nur mitgenommen, wenn ein Platz im Flugzeug frei ist. Wenn eine Warteliste vorliegt, kann sie erst mal ein paar Flugzeuge abwarten, bevor sie dann endlich mitfliegen kann.
Sie ist nämlich die letzte auf der Warteliste. Angestellte sind vor ihr dran. Ausserdem geht es nach Einstellungsdatum des Mitarbeiters. Ihr Mann fängt erst 2010 oder 2011 an, da sind alle anderen vor ihm, bzw. vor ihr dran.
Für ein Wochenende würde ich so ein Risiko nicht eingehen.

Wer sich im Internet geschickt anstellt, kann billiger fliegen als Angestellte und Angehörige. Ausserdem kann er sich darauf verlassen, einen Sitzplatz zu haben.

Preisbeispiel Österreich-Deutschland
Sonderpreis einer Airline 40 Euro pro Strecke incl Steuer und Gebühr, Sitzplatz sicher
Preis für Angestellte Standby: 120 Euro pro Strecke plus Steuer, kein Sitzplatz

Wegen der verbilligten Tickets muss sich die Fragestellerin nicht mit diesem Mann verheiraten, es lohnt sich nicht.
 
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  • #21
Es gibt Jobs, die es einem selber unmöglich machen, einfach alles stehe zu lassen und mal eben für 2 Jahre den Stanort zu wechseln, weil man dabei beruflich selber auf der Strecke bleiben würde. Mir geht es leider so, ich könnte nur wg sehr geringem Angebot sehr schlecht umziehen, und ich kenne in miner Branche zahlreiche Fernbeziehungen aus dem gleichen Grund, dienicht so besonders laufen. Fernbeziehungen sind nicht wirklich langfristig beziehungsfördernd.

Wäre das Karriereargument nicht, und der Ort meines Partners wäre kein verschlafenes 100 Seelendorf, dann würde ich immer mitgehen, auch mit Freude, dort was Neues kennen zu lernen. Diese Erfahrungen im Leben sind doch klasse. Nur Mut!
 
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  • #22
Hier nochmal die FS: Auf die Tickets bin ich wirklich nicht scharf. Hinzu kommt, dass ich Flugangst habe und ständiges Fliegen vermeiden möchte. Klingt komisch, ist aber so!
Ich würde mich als einen offenen Menschen bezeichnen und hätte sicher keine Probleme neue Leute kennenzulernen, allerdings möchte ich mich auch niemandem aufdrängen und Freundschaften erzwingen. Während des Studiums ist das sehr leicht, man lernt viele verschiedene Leute kennen und meistens bilden sich schnell Freundschaften, da alle irgendwie aufeinander angewiesen sind. Ist man aber erst im Arbeitsleben, vor allem in der ersten Zeit, erweist sich das schon als schwieriger. Man arbeitet viel und hat ersteinmal gar keine Zeit tiefgehende Freundschaften aufzubauen. Außerdem ist es auf der Arbeit sowieso schwierig Freundschafen zu knüpfen. Bei meinem Freund wäre das anders. Die Flieger und Stewardessen gehen alle sehr locker miteinander um und schließen schnell Freundschaft, gehen zusammen feiern oder verbrinegen z.B. mehrere Tage an einem bestimmten Ort, wo nunmal Urlaubsfeeling herrscht und man generell etwas lockerer miteinander umgeht. Ich sehe es schon kommen, dass ich frustriert zu Hause sitzen würde, mir Gedanken machen, und irgendwann einfach nur nicht mit der Situation fertig werden würde - Liebe hin oder her. Jetzt bin ich auch keine 19 mehr, sonst würde ich die Erfahrung in einer anderen Stadt sammeln und hätte keine Probleme damit. Ich hab mich mit dem Studium beeilt, um schnell in die Arbeitswelt reinzukommen und dann bald Kinder zu bekommen. Das heißt, ich möchte mich gerne schon festsiedeln. Für mich steht die Familie definitiv an erster Stelle, aber das bedeutet nicht, dass ich Hausfrau sein möchte.
Vielen Dank Euch allen, für mich heißt es jetzt abwarten und irgendwann hoffentlich die richtige Entscheidung treffen. Eure Antworten haben mir sehr geholfen, denn anscheinend gibt es zu diesem Thema immer zwiespältige Meinungen. Ich finde man muss seinen eigenen Wünschen genauso nachgehen, denn niemandem hilft ein Partner, der unglücklich ist.
 
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  • #23
@FS:
Das finde ich ja nun sehr seltsam, dass dein Freund ausgerechnet während ihr schon zusammen wart, zum Piloten umgesattelt hat, wenn du, seine Freundin, Flugangst hast! Die Flugangst hattest du doch höchstwahrscheinlich schon immer ... und davon wusste er auch ...

Du scheinst eine bodenständige, heimatverwurzelte Frau zu sein, was ich gut verstehen kann, weil es mir ähnlich geht! Dein Freund scheint tatsächlich eher genau das Gegenteil davon zu sein!
Das wird wirklich schwierig! Einen weiteren Rat, als die hier gegebenen, habe ich leider auch nicht!

Viel Glück!
w42
 
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  • #24
Wie wichtig ist dir dein Partner?

Sieht für mich eher so aus, dass zum einen die Puste raus ist und zum anderen, du bereits deine Entscheidung getroffen hast, oder? Aber auch, dass Eure Vorstellungen und Wünsche weit auseinanderliegen.

Ganz neutral betrachtet: Ich halte dich nicht für aufgeschlossen und flexibel auch nicht. Das macht für dich aber auch nichts. Bleib in deinem "Dorf", bleib bei deinen jetzigen Freunden und Familie. Such dir einen Mann, der mit dir Kinder, Haus und Hof haben will und auch einen Job, der dich ausfüllt. Freunde wirst du sicher auch immer haben. Beschwer dich aber nicht, wenn alle diese Menschen mit der Zeit weggehen und sich weiterentwickeln, ohne auf dich Rücksicht zu nehmen, denn niemanden kannst du an dich binden, auch Kinder nicht und das Leben ist irgendwann mal gelebt. Schön, wenn man es in der Tat auch gelebt hat...
 
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  • #25
@22: Die Flugangst kam erst während seiner Ausbildung, frag mich nicht warum. :) Mein Freund ist ebenfalls bodenständig und heimatverwurzelt, er hat hier so viele Freunde, seine Familie lebt hier und natürlich möchte er ebenfalls in seiner Heimatstadt bleiben. Ich glaube er hat sich das ein bißchen zu leicht vorgestellt was das angeht. In dem Fall kommt der Job nicht zu Dir, sondern umgekehrt. Dankeschön!!!
 
  • #26
@FS
Wieos kommst Du auf die Idee Freunde könne man nur auf Arbeit finden? Im Gegenteil, dort am wenigsten. Wie bereits erwähnt habe ich dies bereits mehrfach getan, die jeweiligen Freundeskreise kamen aus meinen Freizeitaktivitäten, nur wenige aus den jeweiliegen Jobs (ist in meinem Beruf eh nicht leicht da ich nicht sehr oft im der Firma arbeite).
Und aufdrängen muss man sich da ganz und gar nicht, einfach in einen oder mehere Vereine, Sportgemeinschaften etc. gehen und aktiv mitarbeiten. Dann findet man auch recht schnell Freunde, man trifft sich entspannt in der Freizeit beim gemeinsamen Hobby- bessere Kontaktmöglichkeiten gibts gar nicht.

Ich kann Dir nur aus dieser Erfahrung heraus sagen, Versuche es! Es sei denn dieser Gründe sind nur Deine Begründung dafür und das tatsächliche Problem liegt tiefer. Schonmal darüber nachgedacht?
 
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  • #27
Liebe FS,
interessant, dass Du genau in dem Moment Flugangst entwickelst, während Dein Freund eine Ausbildung zum Piloten angefangen hat.

Mir scheint, Dir hat seine Entscheidung nicht gefallen und Du wolltest ihn durch diese erworbene Angst von seinem Beruf wieder abbringen? Muss nicht mal bewusst passiert sein, aber es sagt schon sehr viel aus über Eure Beziehung.

Wer heutzutage nicht bereit ist, die heimatliche Scholle für ein paar Jahre zu verlassen, hat wenig Chancen im Berufsleben. Heimatliebe hat pro und contra.
Du möchtest Dich bereits mit 25 Jahren verheiraten, Kinder bekommen und die nächsten 60 Jahre am gleichen Fleck verbringen. Das haben unsere Grossmütter auch so geplant.

Du wirst Deinen Freund wohl ziehen lassen müssen. Er hat die teure Pilotenausbildung nicht absolviert, um nun in Eurem Dorf zu bleiben. Die ersten Jahre muss er seinen Ausbildungs- Kredit zurückzahlen.
Ich finde es sehr schade, dass Du es noch nicht mal für 6 Monate versuchen willst. Diese Frist würde ich der Partnerschaft auf jeden Fall geben, um eine Fernbeziehung auszuprobieren.
Zumal Du ja von grosser Liebe sprichst.
Ich denke eher, es ist die erste längere und ernsthafte Beziehung für Euch beide.

Ihr passt von der Lebenseinstellung überhaupt nicht zusammen. Würde er denn schon die nächsten 2 Jahre Kinder und Haus wollen? Dazu hast Du doch noch im Alter von 32 - 37 Jahren genug Zeit.
Wer vor dem 30. Geburtstag die Kinder bekommt hat häufig das Gefühl, seine Jugend versäumt zu haben.
 
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  • #28
Hallo,
an FSin:
Es gibt im Leben Chancen die eröffnen sich nur einmal, die muß man beim Schopf packen ...... das ist so eine. Wenn man da nicht mit dem nötigen Wir-Gefühl einsteigt, steht man sich und seinem Partner im Weg.

an #6:
>....Piloten sehr oft bezüglich Fremdgehen in Versuchung kommen<
Dem ist definitiv nicht so, es steht da (gesundheitlich) zuviel auf dem Spiel!

an #22:
>.....Du scheinst eine bodenständige, heimatverwurzelte Frau zu sein, was ich gut verstehen kann, weil es mir ähnlich geht! Dein Freund scheint tatsächlich eher genau das Gegenteil davon zu sein<
unqualifizierter Umkehrschluß........ die Psychologen schauen beim Einstellungstest schon sehr genau hin, daß keinem Luftikus die Türe ins Cockpit geöffnet wird!

Gruß [Mod.= Signaturen nicht gestattet.]
 
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  • #29
Wenn die FS ihre Einstellung beibehält, wird sie sich in ihrem Dorf oder im Nachbardorf einen Partner suchen müssen.

Der junge Mann wird in seinem Beruf als Pilot überdurchschnittlich viele junge, attraktive Frauen treffen, die als Flugbegleiterin arbeiten.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er eine passende Partnerin innerhalb der Firma findet, heiratet und Kinder bekommt.
Auch bei der normalen weiblichen Single-Bevölkerung sind Piloten hoch angesehen. Sie haben einen sicheren, gut bezahlten Arbeitsplatz, haben den Persönlichkeitstest bestanden und tragen den Duft der grossen weiten Welt mit sich.

Die Fragestellerin wird erst in 10 Jahren überreissen, was sie an ihrem Freund verloren hat.
Sie hat sich fürs Dorf entschieden, er wird erst noch ein anderes Leben führen.
Es wird wohl eine Trennung werden.
 
  • #30
@28
Heissa, wieso sitz ich immer nur in Fliegern mit allenfalls durchschnittlich aussehenem Flugbegleitpersonal? Es lebe das Klischee, Piloten sind nicht anfälliger dafür als andere Berufsgruppen. Dazu noch die knallharten Auswahlverfahren die labile Personen aussieben. Auch ahben die Piloten so viel Zeit auch nicht mehr in den Zielstädten über die Stränge zu schlagen. Meistens gibts dort nicht mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Auszeiten und dann gehts weiter.
 
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