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  • #31
Nach meiner Erfahrung, nämlich einer gescheiterten Ehe, ist sehr unterschiedliche Bildung durchaus ein Problem, jedenfalls auf lange Sicht gesehen. Meine Partnerin fühlte sich, was mir nicht bewusst wurde, immer unterlegen und entwickelte sich zur Ja-Sagerin, da sie sich Diskussionen nicht gewachsen fühlte. Ich hatte das Gefühl, sie hört nie zu und interessiert sich (nicht mehr) für das, was ich erzähle. Mir wurde dann nach der Trennung Unterdrückung vorgeworfen. Hab lange gebraucht, um zu verstehen, dass aus Ihrer Sicht dieses Gefühl entstehen konnte. Glaub aber nicht, dass man das dauerhaft vermeiden kann.
 
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  • #32
Ich hab sogar mal einen Fall erlebt, wo ein Studierter nicht mal intelligent genug war, die Stützräder am Kinderfahrrad anzubringen. Da fehlte jede Art lebenspraktischer Intelligenz.
Hier gerät jetzt richtig was durcheinander. Was hat die Montage von Stützrädern mit Bildung zu tun. Die Stützräder müssen nur einmal im Leben montiert werden und das kann ich selber, bzw. als intelligente Frau lasse ich das gleich beim Fahrradkauf miterledigen.
Mit dem (un)gebildeten Mann muss ich aber Jahrzehnte lang jeden Tag leben. Da ziehe ich dann doch einen gebildeten vor, mit dem ich über vieles reden kann, und mich nicht auf nicht montierte Stützräder beschränken muss. Genau solche Beziehungen führen in die "Sprachlosigkeit" und dahin, dass Partner kaum noch außerhalb dessen, was ereldigt wreden muss, miteinander kommunizieren.
Ein gleichartig gebildeter Mann liest Bücher und Zeitungen, sieht Filme, über die wir uns dann intensiv und kontrovers mit einem Glas Wein auf dem Sofa oder beim Spaziergang austauschen - keinesfalls auf Blidzeitungsniveau. Und er will meine Meinung hören und sie reflektieren, weil er meinen Geist schätzt und mich nicht per Monolog vollquasselt. Dsa verstehe ich unter gleichem Bildunsgniveau. Es verlangt nicht unbedingt nach bestimmten Zeugnissen, sondern einem offenen Geist und der permanenten Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln.
Ich kenne Bildzeitung-lesende Akademiker, die mir ein Graus sind und die ich peinlich finde und ich kenne sehr wenige Realschüler, die sich gut weiterentwickelt haben und angenehme Gesprächspartner sind.
Meine reichliche Lebenserfahrung sagt mir, dass ich unter Akademikern eher Menschen finde, die für mich als Partner attraktiv sind, weil sie in der Lage und willens sind, sich differenziert austauschen. Insoweit suche ich wegen der höheren Trefferwahrscheinlichkeit in diesem Pool. Sollte ich einen Zufallstreffer ohne Studium erzielen, würde ich ihn deswegen nicht ablehnen, aber wegen negativer Efahrungen genau hinsehen, wie souverän er mit dem formalen Bildungsgefälle umgeht - da habe ich leider schreckliche Erfahrungen gemacht..
w, 55
 
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  • #33
Da stellt sich erst einmal die Frage, wie definiere ich Bildungsniveau? Einige Beispiele :

z.B. meine Ex-Frau - sie hat studiert und übt ihren Lehrerjob meiner Meinung nach sehr schlecht aus. Für sie ist es schlicht ein Job statt die Schüler zu begeistern und geistig mitzunehmen. Diskussionen zwischen uns endeten immer in Schweigen ihrerseits. Sie kann einfach nicht Probleme formulieren, analytisch denken und Probleme auf den Punkt bringen. Probleme löst sie, indem sie sprichwörtlich den Kopf in den Sand steckt. Sie bekommt es trotz technischen Studiums nicht auf die Reihe, eine einfache mathematische Formel umzustellen.

Die Krankenschwestern in der Klinik z.B. (ich befinde mich gerade dort) Sie sind wirklich sehr nett und teilweise fachlich sehr gut. Aber in persönlichen Gesprächen merke ich, als Partnerin - nur das Bildungsniveau betrachtet - kämen sie nicht in Frage.

Ich selbst habe studiert und eine Firma aufgebaut. Mein Problem ist oft, ich komme oft zu analytisch, abstrakt und logisch rüber. Oft reicht es auch Probleme nicht bin in die Tiefe zu analysieren. Ein Punkt, an dem ich arbeite. Ich Hobby ist das Thema Quantenphysik und meine Musik ist Mozart & Co.

Wer hat jetzt das höhere Bildungsniveau? Sicher gilt im Allgemeinen ein entsprechender Abschluss als das höhere Niveau. Zwingend ist das jedoch nicht. Meine praktische Erfahrung aus den Dates der letzten Jahre zeigt mir, die Frauen mit gleicher (Aus)Bildung passen besser zu mir. Das kann bei anderen jedoch ganz anders aussehen.

Fazit : Gleiches Ausbildungsniveau ist mit Sicherheit für die Beziehung hilfreich. Gleiches Bildungsniveau ist damit nicht garantiert.
 
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  • #34
Die Bildung (Schul-) sagt absolut nichts über die Intelligenz aus! Ich kenne Menschen, die einen sehr hohen Bildungstand haben und leider nur sehr wenig soziale Intelligenz besitzen. Und die ist meiner Ansicht nach für das Beziehungsleben am wichtigsten!!
 
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  • #35
Hier gerät jetzt richtig was durcheinander. Was hat die Montage von Stützrädern mit Bildung zu tun.
Stimmt, nichts.
Denn das hat etwas mit Hausverstand, Geschick und Intelligenz zu tun.
Sagen wir so: ein Mensch der darüber verfügt, ist ist wahrscheinlich auch in der Lage ein geringeres (Aus-)Bildungsniveau zu kompensieren, bzw. aufgeweckt genug immer dazuzulernen.
 
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  • #36
Sagen wir so: ein Mensch der darüber verfügt, ist ist wahrscheinlich auch in der Lage ein geringeres (Aus-)Bildungsniveau zu kompensieren, bzw. aufgeweckt genug immer dazuzulernen.
Das lässt sich nicht zwangsläufig ableiten und ich kann es aus Lebenserfahrung definitiv nicht bestätigen. Mein Exmann war ein Super-Handwerker, hat ständig was gebaut, repariert, gute Konstruktionen gemacht - ein Gespräch über andere Themen war trotzdem nicht möglich. Ich bin leider so drauf, dass ich einen Handwerker zum reparieren kommen lasse und lieber einen Partner habe, mit demm noch ein anderes Gespräch möglich ist als "was gibt's heue zu essen".
 
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  • #37
Ich habe mich jahrzehntelang persönlich mit der Frage beschäftigt, welche Rolle Bildung im Leben allgemein und in der Beziehung spielt. Ich selbst habe mit 19 Jahren Abitur gemacht und erst mit 49 J. ein Studium angefangen. Aus Wissensdurst und aus Frust, mit niemanden so reden zu können, wie ich mir das wünschte. Die These mit den studierten Leuten, mit denen man kontrovers diskutieren kann, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Und das hat mir auch in meiner Ehe gefehlt. Allerdings denke ich schon, dass es auf den einzelnen Menschen ankommt. Geistiges Interesse, allgemeine Intelligenz und Diskussionsbereitschaft incl. Toleranz. Mein Fazit: Ein Studium finde ich schon sehr positiv, denke aber doch, dass es auch andere Weiterentwicklungsmöglichkeiten und wichtige Persönlichkeitseigenschaften gibt, würde es also bei einem Partner nicht zwingend erwarten.

w (51 J.)
 
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  • #38
Bauer Karl und Bäuerin Luisa...

Auch ein Mann auch eine Frau so wie wir..wenn auch alt ..

50 Jahre zusammen...nach Bildungsniveau hat nie jemand gefragt..

Diese Frage ist eine Frage der ansprüche und nicht eine grundsätzliche Anforderung an eine Partnerschaft..wie so vieles heute..

Auf was es ankommt. wird auf lange Zeit immer dasselbe bleiben ..

Werte, Werte, Werte..

M
 
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  • #39
ich (w) will einen Mann, der schlauer ist als ich und auch gerne erfolgreich auf seinem Gebiet. Da empfinde ich ganz klassisch. Ist das nicht der Fall, ist die Beziehung für mich nicht erotisch. Man sollte als Frau zum Partner bewundernd aufblicken können. Ich bräuchte keinen, der mir irgendwie unterlegen ist.
 
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  • #40
... kannst du auch mal ein tiefgründiges Gespräch mit Fremdwörtern und über komplexe Themen führen ...

Bildung drückt sich nicht dadurch aus, dass man mit Fremdwörtern um sich hauen kann - sondern dadurch, dass man komplizierte Dinge verständlich rüberbringen kann ... und das können sogar nur wenige der s.g. Gebildeten.

Ich persönlich möchte, dass ich verstanden werde und kann mich auch ohne FW in endlosen Schachtelsätzen über Gott und die Welt verstricken - aber wofür??
Ich muss niemandem etwas beweisen.

Für mich beinhalten solche Aussagen eher ein Minimum an Menschlichkeit und Respekt - und was nützt mir alle Bildung, wenn es menschlich nicht harmoniert?

w
 
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  • #41
Priorität: Herzensbildung. Ohne die geht gar nichts.
Zweitens: ein ähnlicher Gesamt-Bildungslevel, aber das muss keine identischen Abschlüsse meinen. Autodidakten sind auch sehr kundig in vielen Gebieten. Größtmögliche Übereinstimmung finde ich auch langweilig. Jeder der mal auf einer Juristenparty war weiss was ich meine. Es ist zum Gähnen.
Drittens: viel ausssagekräftiger als Studium und beruflicher Titel ist für mich was jemand alles getan hat um dieses Ziel oder diese Position zu erreichen. Also Ideenreichtum, Kraft, Disziplin, Zielstrebigkeit, Frustrationstoleranz, Fähigkeit zur Selbstmotivation, Einsatzbereitschaft und Freude an Erfolgen, Lernfähigkeit und Bereitschaft zum Umdenken. Das wird alles der Beziehung nur Gutes tun.
Viertens: Auszeichungen, Orden, Preise und Awards gehören nicht in die Werbung um einen Lebenspartner. Das sind halt die Meriten der beruflichen Laufbahn. Ins Regal stellen, vergessen.
 
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  • #42
Früher setzte ich Bildung mit Intelligenz gleich. Heute sehe ich die Welt mit anderen Augen.
Auf der Uni begegneten mir Menschen, die alleine des Diploms wegen studierten, mit dem sie später in den Augen anderer gut abschneiden und eine sichere und gut bezahlte Arbeitsstelle bekommen würden.
Nach der Uni lernte ich per Zufall einen Mann kennen, der früher als Kfz-Mechaniker arbeitete.
Da die Werkzeuge nicht seinem ästhetischen Geschmack entsprachen, fing er an, selbst schöne herzustellen. Heute ist er Geschäftsführer dreier Firmen und verkauft seine Erzeugnisse in mehrere Länder. Kann hier jemand behaupten, der Mann wäre nicht intelligent? Er folgte seinem Traum und erreichte einiges, was nicht unbedingt alle Akademiker haben: Unabhängigkeit, Selbständigkeit, Freiheit.
Mich persönlich würde, im Vergleich zu einem durchschnittlichen Akademiker, der zuletzt genannte Mann interessieren, da er mich durch den Glauben an sich, an sein Traum, an den Erfolg beeindrücken würde, ach ja, und durch die unbändige innere Energie. Bei passender Chemie und echtem Interesse seinerseits könnte ich ihm dann die schönen Seiten der Kunst, der Literatur etc. zeigen und ihm die neue, unbekannte Welt öffnen.

Denken Sie in diesem Zusammenhang an solche Männer wie Warren Buffet, Bill Gates und Steve Jobs. Sie sind hochintelligent und erfolgreich, ohne ein Studium abgeschlossen zu haben.

Perfekt wäre für mich ein Mann, für den Bildung mehr als ein Stempel auf dem Papier bedeutet. Ein Mann, der Bildung mit lebenslanger Weiterentwicklung gleichsetzt. Ein Mann, der neben 'intelligenten' Hobbys auch mal Unsinn macht, ohne dabei Angst zu haben, sein Gesicht zu verlieren. Mit dem man sich nicht nur über klassische Musik und Zitate von klugen Leuten unterhalten kann.
 
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  • #43
m40
Ich schaue eher auf die emotionale Intelligenz. Bin selber Akademiker, aber mir ist die Frau mit Herz allemal lieber als eine eingebildete Frau mit Diplom. Da nützt das beste Diplom nichts, wenn es an sozialer Kompetenz fehlt. Es gibt auch Frauen, die haben zugunsten der Familie auf Kariere, teilweise sogar auf das Studium verzichtet. Ich bilde mir auch immer erst nach dem ersten Date meine Meinung, bei einigen Frauen war deutlich mehr dahinter, als man jetzt am Profil anhand des Bildungsgrades vermutet hätte. Ich finde diese Vorurteile, die manche aus den Profilen sich zusammenreimen sehr oberflächlich.
 
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  • #44
m40
Ich schaue eher auf die emotionale Intelligenz. Bin selber Akademiker, aber mir ist die Frau mit Herz allemal lieber als eine eingebildete Frau mit Diplom. Da nützt das beste Diplom nichts, wenn es an sozialer Kompetenz fehlt. Es gibt auch Frauen, die haben zugunsten der Familie auf Kariere, teilweise sogar auf das Studium verzichtet. Ich bilde mir auch immer erst nach dem ersten Date meine Meinung, bei einigen Frauen war deutlich mehr dahinter, als man jetzt am Profil anhand des Bildungsgrades vermutet hätte. Ich finde diese Vorurteile, die manche aus den Profilen sich zusammenreimen sehr oberflächlich.
Ich konnte bisher nicht feststellen, dass eine intelligente Frau (mit Diplom) weniger warmherzig, fürsorglich oder bodenständiger ist als eine unfähige. Soziale Kompetenz ist regelmäßig gerade Voraussetzung für beruflichen Erfolg. Die Frauen, die den für sie bequemen Weg gehen und dem Mann das Geld verdienen überlassen (zum Beispiel meine Exfrau) behaupten immer, dass sie auf "Karriere" oder Beruf zugunsten der Familie verzichtet haben. Verbreitet ist auch die Ausrede, Eltern oder Lehrer oder andere hätten sie nicht gefördert. Damit soll der eigene Makel nur ansprechend verpackt werden.
 
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  • #45
Ich war mal mit einer Frau zusammen deren Bildungsniveau deutlich unter meinem lag. Das schlimmste für mich war, dass ich sogar ihre Arbeitsberichte schreiben bzw. korrigieren musste, da sie nicht in der Lage war auch nur einen vernünftigen Satz zu formulieren.

Die Diskrepanz zwischen beiden setzte sich auch in vielen anderen Bereichen fort - denn mangelnde Allgemeinbildung bzw. fehlende Weltoffenheit äußert sich auch in politischen Ansichten, im Musikgeschmack, in religiösen Überzeugungen etc... lange, anregende Gespräche über Gott & die Welt bei Wein und Kerzenlicht? Absolute Fehlanzeige. Stattdessen Serienschrott im Fernsehen. Wie öde.

Letztlich ging das nicht mehr und ich hab Schluss gemacht. Ich würde mit keiner Frau mehr was anfangen, die so einfach gestrickt war wie meine Ex.

m, 45