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  • #31
Wenn ein Mann für mich den Kaffee bezahlt, finde ich das toll. Keine Frage.
Ich habe aber auch nichts gegen getrennte Kassen, d. h. jeder zahlt für das, was er verzehrt hat.

Bei letzterer Variante würde ich noch nicht mal davon ausgehen, dass er nur nicht für mich zahlt, weil er mich nicht wiedersehen möchte. Für mich wäre das - wie gesagt - okay.

Nicht okay finde ich, wenn eine Person (Mann/Frau) kurz vor dem Bezahlen mal dringend zur Toilette muss, um sich vor dem Bezahlen zu drücken. Soll es alles schon gegeben haben ...
 
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  • #32
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Männer, die Interesse haben, eigentlich doch gerne das 1. Date übernehmen! (Aber das waren auch nicht mehr als 10 Euro). Ich finde das auch eigentlich ganz schön, ist noch so alte Schule und ich finde, das sieht dann so nach einem Gentleman aus :) Bei einem Mann, mit dem ich mich aber nicht mehr treffen wollen würde, würde ich allerdings selbst zahlen.
 
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  • #33
Ich hatte sehr viele Dates. Es sind alle Varianten des Bezahlens vorgekommen. Ich würde unterscheiden. Trifft man sich auf einen Kaffee (Bier, Wein, Wasser...) oder Essen?

Bei der ersten Variante (in der Regel unter 10 Euro für beide), empfände ich eine Nichteinladung als Frau durchaus absolut negativ. Ich würde mich fragen, ob der so viele Dates hat, dass das nicht drin ist.... oder eben Geizhals.

Beim Essen ist es für mich von den finanziellen Möglichkeiten abhängig. Treffe ich einen sehr knapp bei Kasse-Mann (ob Hartz oder Unterhalt oder schlecht bezahlter Job unabhängig), dann würde ich kein Problem bei Nicht-Einladung empfinden, kann man ja drüber reden. Kann er sich das eigentlich leisten, verweise ich auf die erste Variante.

Ich denke immer noch, dass es zum hofieren der Frau gehört. Es ist nunmal ein Spielchen, welches Regeln beinhaltet. Ich denke auch, dass das gut so ist. So gleich sind Männer und Frauen einfach nicht. Ich möchte auch später innerhalb einer Beziehung ein gewisses Rollenverhalten noch spüren können, um mich als Frau zu fühlen. Das geht auch mit Augenhöhe!

Ich schildere die Eindrücke aus der Sicht einer Frau, die ich bis zum Lebensende bleiben werde :). Jungs, dafür bekommt ihr keine Periode...
 
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  • #34
Vonwegen der Frau einen ausgeben gleich Sympathie.
Gerade, wenn mir das Date nicht sonderlich gefallen hat, zahle ich schon aus Sebstachtung für beide.
Und, damit ich die Frau so schnell wie möglich wieder los werde.
Ist bei mir also nix mit dem Ausgeben als Sympathieindikator.

m
 
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  • #35
...hängt stark vom Verlauf des Treffens ab. Macht die Frau den Eindruck, daß sie es als Beleidigung verstehen würde, vom Mann eingeladen zu werden (manche Frauen sind ja wirklich so drauf, daß sie sich dann zu einer „Gegenleistung” verpflichtet fühlen), dann natürlich nicht.

Habe ich auch mal erlebt. Danach habe ich Folgendes gemacht:

Bei Getränkedates habe ich erst sie ihren Teil bezahlen lassen, anschließend habe ich die gesamte Rechnung plus Tipp bezahlt. Somit war allen gedient. Insbesondere dem KellnerIn ( so richtig? ,-) )

Nach kurzem Nachdenken führt das immer zum Lachen über die alberne Frage, wer zahlt.

m/53
 
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  • #36
Habe ich da eben was von "alte Schule" gelesen?

Also wenn Ihr Mädels mal wieder "alte Schule" werdet, werden meine noch nicht vergebenen Geschlechtsgenossen sicher auch gern wieder "alte Schule" werden.

Hatte vor meiner aktuellen Beziehung auch einige Dates. Die Damen kamen größtenteils ohne Schminke und in Sportklamotten und waren so abgeklärt und cool wie nur irgendwas "weil du mich ja so kennenlernen sollst wie ich im Alltag auch wäre".

Sie haben mich dann so kennengelernt, wie ich im Alltag nicht bin. Als Selbstzahler und Schnellverschwinder.
 
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  • #37
In der Kennenlernphase meide ich Restaurantbesuche und beschränke mich auf minimale Ausgaben, um keinen Mann in Verlegenheit zu bringen. Wenn ich nach dem ersten Date schon weiß, dass ich kein Interesse an einem Wiedersehen habe, dann erwarte ich sicher keine Einladung seitens des Mannes und bezahle meine Rechnung natürlich selbst.

Aber es ist nicht zwangsläufig so, dass ein Mann desinteressiert ist, wenn er die Rechnung nicht übernimmt. Ich hatte auch schon Verehrer, die grundsätzlich getrennt bezahlen wollten und trotzdem an einer Partnerschaft interessiert waren. Ebenso war ich auch schon mit zwei Männern zusammen, die mir beim Kennenlernen 2 oder 3 kleine Getränke spendierten, aber in der Beziehung keinen Cent mehr für mich ausgeben wollten. Sie haben das nur getan, um mich zu erobern. Als sie sich meiner sicher fühlten, erwiesen sie sich als gar nicht so spendabel wie zunächst angenommen.

Ich lade übrigens auch selbst mal gerne einen Mann ein und möchte nicht, dass er immer für mich bezahlt. Getrennte Rechnungen finde ich in einer Beziehung aber gar nicht gut. Leider gerate ich - warum auch immer - hauptsächlich an Männer, die immer getrennte Kasse wollen oder sich gerne von mir einladen lassen, aber mir nichts spendieren. Ich arbeite weder in einer Führungsposition noch stamme ich aus einem wohlhabenden Elternhaus.
 
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  • #38
Ich lade immer ein... egal ob man sich noch mal sieht oder nicht.

Ich habe so sehr viele (auch parallele) Affären haben können, da viele Männer nicht mehr bezahlen und man eben so sehr einfach aus der Masse her ausstechen kann.... ein Danke an die Männer die nicht bezahlen ;)
 
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  • #39
Hier die FS

Vielen Dank schon mal für die vielschichtigen Antworten.

Ich frage mich zu dem Thema, ob ich entweder Tatsachen nicht sehen wollte (was beispielsweise das Nichteinladen am Anfang betrifft, das Desinteresse siganlisiert bzw. signalisieren könnte) oder ob viele (also nicht alle! Hier haben sich ja auch Männer zu Wort gemeldet, die Ausnahmen sind und einladen) eventuell deutsche Männer etwas verlernt haben oder vielleicht auch nie gelernt haben.
So hatte ich vor vielen Jahren einmal einen Asylbewerber kennengelernt. Ich fand ihn attraktiv, er mich auch und er lud mich zu einem Treffen ein, was er bezahlte. ich muss dazu sagen, wir konnten uns gut auf englisch unterhalten und ich fand es sehr interessant, aber dieses Gefühl der Scham, weil er mich unbedingt einladen wollte und ich ihn nicht davon abbringen konnte, weil seine absolut schlechte finanzielle Situation für mich gleich zu Beginn klar waren, lassen mich bis heute nicht los.
Es hat ihm Spaß bereitet mir ein Getränk zu spendieren und es war ihm wichtig.
Aber wenn ich meine Dates der letzten Jahre vergleiche, es waren vielleicht 2-3 Dates im Jahr, weil ich nicht zwanghaft auf der Suche bin bzw.mich nicht so schnell auf neue einlassen kann, deutsche Männer (die ich aber nicht alle über einen Kamm scheren möchte, das ist mir wichtig, jetzt zu betonen), die sehr viel besser als ich finanziell dastanden, was auch am Anfang an klar war (situationsbedingt), die mich nicht bzw. nur zum ersten Date einluden, dann bin ich irritiert.

Ich stimme 100% den Antworten zu, wie man sich am besten, also gerechtesten in einer Beziehung verhält. Der besser Stehende übernimmt mehr oder wenn es in etwa gleich ist, fifty fifty, dass die Kosten in einer Beziehung geteilt werden.

Ich finde es auch gut, dass auf die wenigen Ausnahmen, die sich tendenziell oder vollkommen frauenfeindlich bzw. geizig äußern, nicht weiter eingegangen und auf sie eingedroschen wird, da beispielsweise Geiz ja auch ein Charakterzug sein kann, ähnlich wie die berühmten Zornesausbrüche von Klaus Kinski.
 
  • #40
Beim ersten Date gehe ich nicht ins Sternerestaurant, sondern auf einen Kaffee oder einen Wein. Eine Rechnung von höchstens 15€ finde ich peinlich zu teilen. Wenn ich beim zücken des Portemonnaie schneller bin als er, dann zahle eben ich oder er. Ist mir wurscht, da würde ich nicht so viel Gewese drum machen. Peinlich ist es, wie gesagt, Kleinstbeträge jeder für sich abgezählt hinzulegen. Lädt der Mann (oder die Frau völlig egal) ganz bewusst in ein teures Lokal ein, dann sollte er/sie auch bezahlen, denn man kann nicht bei anderen ungefragt voraussetzen, dass sie fähig und willens sind an einem Abend soviel Geld auszugeben.
 
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  • #41
[mod]

Zum Thema ansich: Ich lade die Frau zum ersten Date ein (Kaffee, Eis, Cocktail), gegen getrennte Rechnungen habe ich aber auch nichts. Ich finde aber auch das die Frau einen gerne mal einladen kann, sollte es zu weiteren Dates kommen. Tut sie es nicht, weiß ich Bescheid.

m27 - Gutverdienender Nichtakademiker...
 
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  • #42
Mir ist das völlig egal. Meinetwegen würde ich auch alles bezahlen.
Die meisten Männer bestehen meiner Erfahrung nach aber darauf, zumindest ein Getränk auszugeben.
Eine teure Rechnung für ihn beim ersten Date wäre mir eher peinlich.

w29
 
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  • #43
Du fragst ob es tolerierbar ist, dass eine anderer Menschen selbst über sein eigenständig verdientes Geld entscheiden darf oder nicht?!
Ich denke schon, alles andere wäre schon sehr dreist und unverschämt findest du nicht?!
 
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  • #44
An sich finde ich es nett, wenn man einen Kaffee trinken geht, dass man eingeladen wird. Aber wenn man essen geht, wäre es viel netter, wenn man halbe halbe macht.
Ich will keinen Versorger und wäre ich ein Mann, würde ich mich auch fragen, warum ich immer zahlen soll, außer es ist ein kleiner Betrag und ich mag die Frau.

Wenn ich hier manchmal lese, wie Frauen meinen, umworben werden zu müssen mit Geschenken und Einladungen usw., fass ich mir echt an den Kopf. Ist Liebe wirklich so materiell messbar oder zeigt sich "du bist mir was wert" in Geschenken?
 
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  • #45
Liebe FS,
mit Begriffen wie tolerieren gehe ich nicht zum Date. Wie willst Du Dich von jemandem im ersten Date trennen? Du bist nicht mit ihm zusammen.

Ich bin eine gutverdienende Frau älteren Jahrgangs und ich handele das einfach:
- er besteht auf getrennter Rechnung? D.h. er findet mich unattraktiv und will mich nicht wiedersehen. Ende
- ich bestehe auf getrennter Rechnung? D.h. ich finde ihn unattraktiv und moechte ihn nicht wiedersehen. Ende
- er besteht auf getrennter Rechnung? D.h. er ist ein Dauerdater, dessen finanzielle Moeglichkeiten es nicht hergeben, in dem Umfang, in dem er datet, für die Frau eine Tasse Kaffee oder Tee zu bezahlen. Ende
- er besteht auf getrennter Rechnung? D.h. er hat wirklich kein Geld, obwohl er anderes behauptet. So ein Mann passt nicht zu meinem Lebensstil. Ende.
- er besteht auf getrennter Rechnung, obwohl er erkennbar ein gutes Einkommen hat und dass auch aus seinen Angaben zu entnehmen ist? Er ist geizig und kleingeistig. Solche Menschen sind so auch mit ihren Gefühlen und Zuwendungen. Ende

Ein Mann der miich mit einer Prostituierten vergleicht, wenn er meinen Kaffee bezahlt, den halte ich für bekl****. Wenn er mir dann noch erzählen wil, dass er für den Gegenwert einer Tasse Kaffee eine attraktive, gepflegte und sexuell begabte Prostituierte bekommt, zweifel ich daran, ob er überhaupt Hirn hat.

Der Zahltest im ersten Date ist der einzige Shittest, den ich kenne und praktiziere und das gern. Der trennt auf der niedrigsten Stufe die Spreu vom Weizen.

Ich lebe in einem Umfeld, in dem ich mich mit einer Begleitung zu Tode schämen müsste, wenn er auf getrennter Rechnung besteht und alle anderen zahlen für ihre Begleitung. Das passt einfach nicht, wenn er solche Sozialcodes nicht erkennt und sich nicht situationsgerecht verhalten kann. Und nein, die Frauen sind keine Escorts, manchmal noch nicht mal Partnerin sondern nur sehr vertraute Freundin. Wir sind alle gutverdienende Akademikerinnen, und ausreichend Frau, um ihnen gern die kleine Machogeste in der Öffentlichkeit zu lassen. Bei nächster Gelegenheit wird eben er eingeladen und zwar offiziell vorher, damit sich die Peinlichkeit im Restaurant garnicht erst ergibt. Sowohl Frau wie auch Mann sollten sich zu benehmen wissen, statt irgendwelche emanzipatorischen Kampfparolen rauszuhauen, mit der Unkenntnis getrant werden soll.

Ich bin Ingenieurin und habe mich mit Mitte 50 kein einziges Mal in meinem Leben auf die Emanzipation der Frau berufen, um was einzufordern.
Dass Maenner sich auf die Emanzipation drr Frau berufen, um für sich was einzufordern finde ich zum totlachen und sowas von schwächlich und unmaennlich. Das haben in meinen jungen Jahren bloss Frauen in wenig fordernden Frauenberufen gemacht. Was sind das für armselige maennliche Jammergestalten, die mit diesen Frauen 30 Jahre danach gleichziehen.
 
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  • #46
Muss das eigentlich immer und wieder erklärt werden? Hier werden monetäre und gesellschaftliche Spielarten in einen Topf geschmissen.

Es geht bei einem Date, beim Umwerben, beim Miteinander-Sein darum, dass beide fürs Wohlergehen des anderen sorgen. Gleichzeitig.

Daraus ergibt sich ... dass jeder alles darf. Das ist nicht ans Geschlecht oder an gesellschaftliche Konformitäten gebunden. Ich halte Männern wie Frauen die Tür auf, und ich helfe ebenso "ungeschlechtlich", wenn es sich ergibt. Ich gehe mit Männern wie Frauen charmant um. Allgemein muss einfach die Motivation hinter dem Tun klar sein. Man merkt sehr genau, ob das Gegenüber das tut, weil es so muss (z.B. Bezahlen) oder ob das Gegenüber das tut, weil es darum geht, dem anderen etwas zu schenken.

Ich würde niemals von einer offenen Börse etwas anderes ableiten, als dass der Mensch offenbar bereit ist, Geld für mich auszugeben. Warum auch immer.

Das alles hat mit Liebe allerdings gar nichts zu tun.

Die Frage muss also lauten, warum aus offenen Börsen immer wieder ein offenes Herz abgeleitet wird. Ist und bleibt mir ein Rätsel.

w
 
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  • #47
Ich zahle immer, da das für die weitere Anbahnung wichtig ist. Beim Date checkt der Mann das Aussehen der Frau, die Frau die Brieftasche des Mannes. Das sind grundlegend verankerte Mechanismen, die ich nicht für einen Sturm im Wasserglas, eine Emanzipation oder Frustration über Bord werfen würde.
 
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  • #48
Bisher habe noch immer ich zu einem Treffen eingeladen. Die Dame ist also automatisch mein Gast und ich bezahle das natürlich. Kein Problem. Mich hat aber noch nie eine von sich aus eingeladen. Wie wär's: dann und da und Sie sind gerne eingeladen. Kenne ich einfach nicht. Eigentlich schade. m49
 
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  • #49
Mein Freund hat mich eingeladen, was mir schon unangenehm war. Ich hatte auch schon (und zwar nicht zum Schein) meine Geldbörse gezückt, da hat er sich einfach vor mich geschoben und an der Bar gezahlt. Aber im Gegensatz zu einer Freundin habe ich nur eine Cola bestellt und nix Teures. Revanchiert habe ich mich dann bei einem späteren Treffen in einer Bar, wo ich ihn auf ein Getränk eingeladen habe.

Insgesamt bestehe ich absolut nicht auf das Einladen, im Gegenteil, ich fühle mich wohler, wenn geteilt wird. In der Beziehung kann man sich noch oft genug gegenseitig einladen. Ach ja, ich finde es aber trotzdem schön, wenn er mir in den Mantel hilft und ich habe kein Problem damit, mich abends auch mal in die Küche zu stellen und nur für ihn zu kochen. Ist halt ein Geben und Nehmen
 
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  • #50
Auch wenn viele Männer das anders sehen - der Mann sollte die Frau IMMER einladen - ich finde das gehört dazu. Allerdings darf es das :"ich hab sie eingeladen jetzt erwarte ich" nicht geben !

Es ist Sache des Mannes eine Frau einzuladen - alles andere halte ich für Gender Gewäsch....
das gilt auch, wenn man die Frau nicht toll findet und man merkt, dass es nur bei diesem eine Date bleibt.

m37
 
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  • #51
Ich (w, Mitte 40) bewege mich in Kreisen, in denen die Leute allesamt über ein passables Einkommen verfügen. Wenn ich mit einem Kollegen einen Pausenkaffee, einer Freundin ein Glas Wein oder einem Verehrer ein Bier trinke, würde ich es als lächerlich empfinden, bei solchen Summen die Rechnung zu teilen, da keinem von uns vier Euro mehr oder weniger wehtun. Entweder zücke dann ich meinen Geldbeutel und sage "zusammen" oder mein Gegenüber tut es, und beim nächsten Mal läuft es umgekehrt. Eine Einladung würde ich nur dann ablehnen, wenn ich die Person gänzlich unsympathisch fände und eine Wiederholung aus diesem Grund ausgeschlossen wäre.

Bei Dates empfinde ich es genauso. Ich erwarte nicht zwingend, dass der Mann bezahlt und halte mein Portemonnaie immer "im Anschlag", habe aber de facto noch nie einen Mann erlebt, der bei einem Rendezvous "Getrennt, bitte" gesagt hätte. Nicht einmal zu Studentenzeiten an einer Uni, die wahrlich nicht als Hort konservativer Werte bekannt war. Selbst die zotteligsten Revoluzzer erinnerten sich an ihre Kinderstube, standen zur Begrüßung auf, halfen in den Mantel, brachten zum Auto und ja - bezahlten die Cola oder gar die Pizza, obwohl sie chronisch klamm waren.
All das sind anachronistische Rituale, die Frauen heute in der Sache nicht mehr nötig hätten, die aber von vielen Menschen als Ausdruck der Höflichkeit, Wertschätzung und ggf. des Werbens verstanden werden.

Dementsprechend wäre es für mich kein gutes Zeichen, wenn der gutverdienende Ingenieur oder Anwalt auf getrennten Rechnungen bestünde. Nicht, weil ich es als Zumutung empfände, das Bier selbst zu bezahlen - ich würde den Mann ja auch einladen - sondern weil ich keinen Partner möchte, bei dem zu befürchten steht, dass er entweder geizig ist, in jeder Frau eine Goldgräberin vermutet oder den läppischsten Anlass nutzt, um eine Grundsatzdiskussion (hier: Emanzipation) zu starten. Ein solcher Erbsenzähler wäre mir zu unentspannt und anstrengend.
Wenn bei ihm ansonsten alles stimmen würde, wäre der Zahlungsmodus allein selbstverständlich kein Grund für eine Absage, aber schon ein das Gesamtbild trübender Wermutstropfen.

Ich rede hier allerdings von RL-Dates, die vom Mann initiiert und organisiert werden. Damit begibt sich dieser in die Rolle des Einladenden und kann durch die Rahmensetzung die Höhe der Ausgaben bestimmen.
Anders sähe es aus, wenn ich selbst die Initiative ergriffe und jemanden um ein Treffen bäte; in diesem umgekehrten Fall würde selbstverständlich ich für beide bezahlen (Es sei denn, der Mann bestünde vehement auf der althergebrachten Konvention).

Also, liebe FS, meine Meinung in Kurzform: Wenn ein Gentleman um ein Date bittet, wählt er einen Rahmen, der seinen finanziellen Verhältnissen angepasst ist und bezahlt. Beim nächsten Mal bist du dann an der Reihe!
Wenn der Mann nicht bezahlt, ist er kein Gentleman, hat aber vielleicht andere Qualitäten.
Hast du das Date initiiert, zahlst du.
 
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  • #52
Es gibt Frauen, die vom Mann fordern, dass der Mann beim Treffen einlädt. Das dürfen diese Frauen auch gerne weiter so tun, wenn sie damit glücklich sind. Ich habe solche Frauen auch in meinem Umfeld gesehen. Diese Frauen sollten aber gleichzeitig tolerieren, wenn andere Frauen nicht mehr so denken, und entsprechend anstatt zu missionieren akzeptieren, dass sich die Verhältnisse für viele verändert haben. Wenn ein Mann nicht bezahlen will, sollen die nicht entsprechend eingestellten Frauen den Mann ablehnen und akzeptieren, wenn dieser nicht tickt wie sie, und andere Paarbiildungen hinnehmen. Auch diese Frauen werden einen Mann finden können.
 
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  • #53
Ich habe einen eher gehobenen Lebensstil, verdiene recht gut und date entsprechend Männer (50+) mit ebenfalls gutem Einkommen und Bildung. Auch wenn sie gute Jobs haben, ohne finanzielle Lasten (Kinder, Exfrau, Haus) sind, mich auch gern wiedersehen möchten, heißt das noch lange nicht, dass sie mich zwangsläufig einladen. Ich biete - sofern nicht vorher eine Einladung ausgesprochen wurde - selbstverständlich immer Teilung der Rechnung an, zumal ich meist die Restaurants aussuchen muss (weil den Herren nichts einfällt).

Da ich in einer Großstadt (am Rande) wohne, ist mir das Treffen nur zu einem Kaffee in der City schlichtweg zu aufwändig (und zu kurz für ein Kennenlernen). Meistens habe ich auch erst abends Zeit für ein Treffen. Ich möchte dann zumindest satt nach Hause kommen.

Niemals würde ich einen Mann das zweite Mal daten, der mich nicht einlädt. Entweder kann er sich das nicht leisten - dann passt er nicht zu mir. Oder ist ist geizig - dann passt er erst Recht nicht.

Emanzipation hin oder her, ein Gentleman der "alten Schule" insgesamt mit allem drum und dran gefällt mir und nur in einen solchen könnte ich mich auch verlieben.
 
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  • #54
Ich möchte auch später innerhalb einer Beziehung ein gewisses Rollenverhalten noch spüren können, um mich als Frau zu fühlen. Das geht auch mit Augenhöhe!

... spricht die Frau, und wir Männer nennen es Rosinenpicken. ;-)

Augenhöhe = 21. Jahrhundert

Hofieren = 19. Jahrhundert

Nein, es geht nicht beides gleichzeitig. In der ach so guten alten Zeit hatten Frauen weder Geld, noch Job, Macht oder gar gleiche Rechte wie die Männer. Dafür wurden sie umsorgt, beschützt, verpflegt und hofiert. Geld, Job, Macht und Gleichberechtigung haben die Generationen von Frauen vor euch hart erkämpft, wofür sie höchsten Respekt verdienen. Nur das Umsorgen, Beschützen usw. hättet ihr halt schon auch noch gerne. Dass dem Mann der Deal nicht gefällt, musst du schon verstehen. Die traditionellen Nachteile bleiben, die althergebrachten Vorteile entfallen stattdessen. Geben, ohne was zu bekommen, das mögen die wenigsten Menschen.
 
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  • #55
Ein Mann, der nichts investiert, käme für mich nicht in Frage.
Wenn ihm der Kaffee für 1,50 im Dorf zu teuer ist, kann er ja immer noch den Kaffee daheim brühen und in der Thermoskanne mitbringen und man setzt sich gemeinsam in den Park und macht sich einen romantischen Nachmittag. Wäre sicherlich ein Pluspunkt für mich. Auf die Idee käme aber auch kein Mann.
Und wenn man schon auf getrennte Rechnungen besteht (was natürlich einen negativen, distanzierten, und unverbindlichen Eindruck macht) dann würde ich der Frau hinterher zumindest eine Schachtel Pralinen schenken. Aber auch darauf käme kein Mann.

Männer wollen distanziert und unverbindlich bleiben. Das zeigt sich durch solche moderne Verhaltensformen.

Wenn der Mann zahlt, biete ich ihm immer eine Entschädigung an. Ich zahle danach den Drink an der Cocktailbar oder die nächsten Karten im Kino. Je besser er drauf ist, desto besser bin ich drauf. Zumindest wäre das eine Möglichkeit zur Fortsetzung. Ein Mann, der nach seinem schnellen Kaffee sowieso gleich wieder abhauen will, wäre auch nichts für mich. Ich bin das anders gewohnt, dass man schon so 2-3 verschiedene Sachen an einem Date besucht, um sich auch mal näher zu kommen und in die Gänge zu kommen. Ein kultivierter Mann macht das so, der auch noch gleich Interesse hat.

Ich hatte nur wenige Männer, die gar nicht gezahlt haben:
- einer hatte seine noch Ex-Freundin daheim, er war aber scharf auf mich
- einer war verheiratet, war aber scharf auf mich
- einer war verliebt in mich, wollte aber in der Beziehung nie so eng werden (kein Zusammenziehen, alles Näheres abgelehnt)

Gezahlt haben jene Männer, die auf mich standen und gleichzeitig auch frei und bereit für alles waren. So braucht man das eigentlich auch.
 
  • #56
Warum sollte ich sie dafür bezahlen, dass ich ihr die Chance gebe, mich kennenzulernen? Bei ein paar Euro ist es mir egal. Aber ein Menü im schicken Restaurant? Mit einer fremden Person? Ich kaufe mir keine Aufmerksamkeit.

Nicht, dass ich das Geld nicht hätte, aber das ist doch ein wunderbares Mittel, anstrengende Prinzessinnen und Goldgräberinnen von Anfang an auszusortieren. Ich treffe Kandidatinnen aber auch eher zu einem Glas Wein oder Kaffee, da braucht man sich solche Gedanken überhaupt nicht erst zu machen, da es unter der Bagatellgrenze ist.
 
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  • #57
Ich finde es fast schon Grotesk immer dann wenn es keinen Vorteil für die Frau gibt auf Gleichberechtigung zu verzichten.

Dann verpackt man es eben schön in die Tüte der Augenhöhe.. Augenhöhe für Frauen heisst dann Selbstverwirklichung, Freiheit, Gleichberechtingung, usw..abzüglich das was sich für einen Mann gehört.

Wie wichtig es letztendlich Für "DICH" ist, darauf kommt es an.

m47
 
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  • #58
Es ist doch nur so wichtig, wie es dir wichtig ist, dass ein Mann deine Bedürfnisse erfüllt. Hast du eigene Bedürfnisse nach geldzahlenden Männern, ja oder nein?
Es gibt genug Frauen, die verzichten gerne auf alles, und vergessen ihre Bedürfnisse, wenn sie ihr Objekt der Begierde nur irgendwie an sich ketten können. Damit sind die völlig zufrieden, wenn sie einem Mann den Pudel machen können. Das Aufwachen kommt dann meist ein paar Jahre hinterher mit Fragen wie: "Mein Freund schenkt mir keine Beachtung mehr. Mein Freund vergisst meinen Geburtstag". In der Regel war das schon immer so von Anfang an!

Ich mache heute kurzen Prozess. Ich weiß was ich will, und das muss ein Mann dann erfüllen, wenn es ihm nicht gefällt, muss er sich eben was anderes suchen. Darum ist es nicht zu schade.
 
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  • #59
Ich (w) habe die Erfahrung gemacht, dass viele Männer die Frauen nicht einladen, weil diese das gar nicht möchten. Ich kenne mehrere Frauen, denen das absolut nichts ausmacht, immer getrennt zu bezahlen oder finanziell mehr zu investieren als die Männer, selbst wenn diese wesentlich mehr Geld zur Verfügung haben.
 
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  • #60
Ich als Frau bin ja dafür, dass der Mann auch beim ersten Date immer seine Aktiva offenlegt. Also: aktuelle Kontoauszüge, Depotübersicht, Grundbuchauszug etc. Außerdem muss er als kleines Mitbringsel ein nettes Diamantarmband überreichen. Einen Ring fände ich zum ersten Date unangemessen *Ironie off*

Gibt es denn jetzt auch schon dafür Regeln? Ich denke mal, dass vielen einfach nur zuviel erwarten. Nämlich mehr als sie selber bereit sind (oder auch können, wegen Unfähigkeit) zu bieten. Bei manchen Posts hört es sich sehr berechnend an. Sucht ihr einen Partner, den ihr liebt und der euch liebt? Oder doch nur einen Versorger, der was hermacht? Klar ist ein Mann, der Wow-aussieht, viel Geld hat, "Status" besitzt und die Frau auf Händen trägt immer erste Wahl. Aber bleibt mal realistisch. So einen Mann gibt es doch wirklich nur in billigen Romanen. Und selbst dort muss die Frau auch schon einiges bieten, wenn sie schon kein Geld hat.

Aber zur Frage zurück:
Ich treffe mich nicht mit dem Mann, weil ich ein Cocktail oder ein Essen umsonst möchte, ich treffe mich mit dem Mann, weil ich ihn kennen lernen will. Da braucht er mich nicht einzuladen. Ob er nun arm oder reich ist. Für mich ist das bedeutungslos. Es sagt auch nichts über den Charakter aus, wenn er Geld für ausgibt oder nicht. Den charakterstarken Menschen sind solche Gesten eh egal. Es gibt wichtigeres. Wenn er aufmerksam ist, genügt es. Das heißt aber nicht, das er gleich den Knigge rauf und runter betet und ihn völlig lebt. Ich finde es wichtiger, das er zuhört, das ich mit ihm reden kann.

Nein - mir ist eine Einladung völlig unwichtig. Ich würde ohnehin lieber einen Spaziergang unternehmen. Das ist entspannter. Dann kann man immer noch sehen.

w, 50 (modern eingestellt)
 
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