• #61
Im Grunde ist das ein Tag, der uns auf uns Selbst zurückwirft. Der uns Innehalten lässt. Ein Feiertag der eigenen Person.
Aber es hat auf jeden Fall was mit dem eigenen Selbstwert zu tun.
Naja, schon da gehen die Meinung auseinander, ob Geburtstag ein Feiertag der eigenen Person ist. Allerdings gebe ich Dir recht, dass es tatsächlich ein Sache des Selbstwertes sein kann - wenn man erst einen festen Termin benötigt, an dem man sich mit sich selbst beschäftigen und innehalten "darf", also den gesellschaftlichen Konventionen entspricht, dann zeugt das nicht von großem Selbstbewusstsein. So wie manche Leute eben nur mit Verkleidung an Karneval aus sich herauskommen können und andere das auch ohne
Manche brauchen einen Anlass, andere nicht - muss man doch gar nicht werten.

Ich bin feiere grundsätzlich auch ganz gern - aber ich mache Dinge eben einfach lieber dann, wenn ich es mag und nicht dann, wenn es der Kalender vorgibt. Und wenn mir nach innehalte und Selbstfeierei ist - dann tu ich das, egal welches Datum der Kalender zeigt. Und wenn mir nicht danach ist, dann ich lasse ich es - genauso egal, ob der Kalender Geburtstag oder Silvester sagt.
 
  • #62
Ein Feiertag der eigenen Person. Man kann die Chance ergreifen, oder sie eben verfliegen lassen. Ist ja Gott sei Dank jedes Jahr ne neue Gelegenheit.
Aber es hat auf jeden Fall was mit dem eigenen Selbstwert zu tun.
Das sehe ich auch so.

Wie schon in Post 38 geschildert, WEISS ich sehr genau, für wen ich wichtig bin und das sind für meinen Geschmack verd.... viele Leute. Ich muss mich dessen nicht vergewissern, ich brauche keine Tests, wer mich mag und wer mir was schenkt.

Wenn ich mir unsicher wäre, würde ich sicher viel Wert darauf legen, ein tolles Fest zu veranstalten, etwas zu bieten, so dass viele Menschen kommen und mir als der Königin des Tages huldigen.

Sicher gibt es viele Menschen, für die das ein inneres Bedürfnis ist. Dies mögen sie gerne stillen, bitte schön.

Aber ein bisschen jämmerlich ist es und ich lächele darüber.

(Lässig-entspannte Feiern ausdrücklich ausgenommen - das ist cool und dahin gehe ich auch.)
 
  • #63
Immer diese Erinnerung daran, dass man schon wieder ein Jahr älter und (nicht nur auf dem Arbeits- und Partnermarkt) wertloser wird.
Schade, dass du und manch anderer seinen Geburtstag so betrachtet. Ich hatte kein Problem mit meinem 30., auch mit dem 40. nicht. Nun bin ich 44 na und? Glücklicherweise ereilt dieses Schicksal älter zu werden jeden.
Optisch älter werde ich sicher nicht nur an diesem Tag, sondern die anderen 364 davor genauso.

Ich habe auch nicht vor, mit 25jährigen zu konkurrieren. Männer meiner Altersklasse werden keineswegs wertloser. Was wöllte ich mit einem 30jährigen? Da gibt's doch keine Gemeinsamkeiten.

Auch was den Arbeitsmarkt betrifft fühle ich mich nicht wertloser. Wenn man hier mit Mitte 40 nichts anderes kann und für nichts anderes geschätzt wird, als körperliche Leistungsfähigkeit und/ oder Schönheit, da ist was im Berufsleben schiefgelaufen. Nicht nur im letzten Jahr.

Was die Feierlichkeiten betrifft, wäre es auch nicht mein Ding, das ganze Dorf einzuladen. Ich habe das Glück auch ein Sommerkind zu sein und fast nur solche im Familien- und Freundeskreis zu haben, gefeiert wird immer zwanglos im Garten.

Leute die ich nicht leiden kann, lade ich nicht ein und hab grundsätzlich keinen Kontakt. Da bin ich eher radikal als politisch korrekt.

Auch im Büro gibt der Chef Häppchen und Prosecco zu seinem Geburtstag aus. Man sitzt zusammen und plaudert. Finde ich schön. Wenn ich ihn oder die Kollegen so unerträglich fände, würde ich nicht dort arbeiten.
 
  • #64
Mir persönlich ist mein Geburtstag nicht so wichtig & ich mach da kein Tamtam drum. Ein Kaffee mit der Familie, weil sie gratulieren wollen & so & passt schon. Es muss auch keiner ausflippen, als wäre ich gerade eben erst auf die Welt gekommen..

Hat vielleicht aber auch damit zu tun, dass ich Ende Jänner Geburtstag habe & die Zeit davor für mich jedes Jahr stressig ist. Ich brauche dann auch mal Zeit ohne viel Trubel um mich & bin dann eigentlich froh meine Ruhe zu haben bzw nur die allerwichtigsten Leute um mich rum zu haben.

Mein Freund hingegen feiert seinen gleich 2 mal recht groß. Einmal mit der Familie & einmal mit Freunden. Ich bin immer bei beidem dabei, helfe ihm beim organisieren etc, weil es ihm wichtig ist & er sich freut.
(Er & seine Familie gratulieren sich auch gegenseitig zum Namenstag. ich wüsste garnicht wann meiner ist)
Er verbringt meinen mit mir dafür in aller Ruhe, auch wenn ich weiß, dass er das eine oder andere Jahr schon gerne größer mit mir gefeiert hätte.
Er entscheidet wie er seinen Geburtstag verbringen/feiern möchte, ich wie ich meinen verbringen möchte & der andere ist jeweils mit dabei & akzeptiert das.

Ansonsten lege ich auch eher auf den gegenseitigen Umgang in den restlichen Tagen im Jahr wert, als auf den einen ^^
zum Geburtstag ist plötzlich irgendwie jeder A**** nett.
& feiern gehe ich lieber im Sommer wenns warm ist & nicht so viel Stress habe wie zb Dezember & Jänner
 
  • #65
Allerdings gebe ich Dir recht, dass es tatsächlich ein Sache des Selbstwertes sein kann - wenn man erst einen festen Termin benötigt, an dem man sich mit sich selbst beschäftigen und innehalten "darf", also den gesellschaftlichen Konventionen entspricht, dann zeugt das nicht von großem Selbstbewusstsein.
Danke. Es lohnt sich für die ganzen Geburtstags´ler, dies auch mal zu lesen. Die ganzen Begründungen, warum was wie wann zu sein hat. Ist doch irgendwie komisch. Wenn Du nicht....dann hast Du keinen Selbstwert. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Es gibt so viele Gedanken dazu wie es Menschen gibt.
Wer urteilt denn darüber, was nun richtig oder falsch ist? Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat und wer zu viel Selbstwert hat?
Du, Du oder Du?
Hier geht es um Meinungsaustausch. Hat für mich aber nichts mehr damit zu tun. Es wird be- und abgewertet. Meistens sind es -leider- Frauen. Die Männer halten sich mit Bewertungen zurück.
Fällt jetzt sogar mir auf.
Mir fällt auf, dass so mancher "Beziehungsarbeiter" es nicht hinbekommt, den Wunsch des Partners nach einer Geburtstagsfeier und einem hübschen Geschenk zu befriedigen.
Mir fällt auch auf, dass Du solche Gelegenheiten gerne nutzt, um Deine bisherigen Unverbindlichkeiten gut zu untermauern, wenn man will , findet man ja immer....
allerdings sieht Deine Welt wohl auch anders aus, seit Du scheinbar verliebt bist. Genieße es, es macht hier einen anderen Eindruck seitdem:)
W
 
  • #66
feiern gehe ich lieber im Sommer wenns warm ist & nicht so viel Stress habe wie zb Dezember & Jänner
Somit könntest du fast meine Schwester sein. Sie hat am 23.12 Geburtstag und ihre beiden Kinder inkl. Ehemann haben auch zu diesem Zeitpunkt Geburtstag. Mehr wie eine Kindergeburtstagfeier ist für sie nie drin.
Sie will auch keine Weihnachtsgeschenke, sondern ich soll lieber das Geld sparen und dafür meinen Neffen + Nichte mehr schenken. Das ist für sie auch schon Geschenk genug.

Vielleicht ist sie ja auch nur unfähig für manchen hier, weil sie keine Geburtstagsfeier inkl. Geschenke für sich möchte.
 
  • #67
Nochmals Hallo
Ich finde die Gedankengänge teils sehr interessant, vor allem die Ansicht, dass sich die Leute, die ihren Geburtstag gerne feiern, selbst zu wichtig nehmen usw.
So doof es klingt, darauf bin ich noch gar nicht gekommen.
Ich feier einfach gerne, habe gerne Freunde um mich und brauche auch keinen Grund dafür.
Aber wenn es einen Grund gibt, ist es doch noch schöner.... Liegt mir wohl im Blut, wir sind eine grosse Familie und früher wurde immer gross im Garten gegrillt wenn es was zu feiern gab, die Aufgaben wurden, wenn nötig, geteilt aber wirklich niemals wäre einer auf die Idee gekommen dass das lästig oder unangenehm oder sonst was ist.
Dafür hatten wir zu viele Gartenfeste ohne Einladung oder Grund, wir waren und sind einfach ein gesseliger Haufen (gewesen,).
Und nein, ich feiere nicht jeden Geburtstag gross um mich selber toll zu finden und lade dazu Leute ein um mich zu feiern obwohl sie mich eigentlich doof finden, ich nutze den Tag einfach für was besonderes und das darf auch gerne mal von jemand anders organisiert werden.
Einmal hatte ich z.B. einen Unfall, konnte das Haus wochenlang nicht verlassen und hatte wenig Lust auf Geburtstag oder sonst was. Ein Kumpel hatte dann ein Cabrio gemietet, mich im schönsten Sonnenschein spazieren gefahren und wir hatten dann Champagner in einem tollen Hotel mit schöner Aussicht. Fand ich auch super!
Einmal war ich im Urlaub und habe mir an dem Tag einen tollen Ausflug gegönnt der eigentlich zu teuer war, es kommt also wirklich darauf an.
Aber jemand, der nie feiern will, Geschenke doof findet, Einladungen als Pflicht zum dummen herumstehen ansieht und sowieso alles doof findet, passt wohl eher nicht zu meinem Gemüt.
Ich kenne allerdings solche Leute auch nicht und dafür gibt es sicher Gründe - ohne Wertung, einfach eine realistische Feststellung! Die Antipathie scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen.
 
  • #68
Warum ist mir Geburtstag heute wichtig?
Weil dieser als Kjnd unwichtig war, so wie meine Existenz generell, sogar ganz in Gegenteil.

Ich wollte meinem Kindern von klein auf vermitteln, dass ihre Geburt für mich ein Geschenk ist, dass ich mich freue über ihr Dasein.
Ich habe meinem jüngeren wegen dieses Threads gefragt - Er war fassungslos, nein, ich nötige es ihm nicht auf, ihn, sein Sein, so zu feiern, wie er es möchte - es ist ihm wichtig.
Der Große kommt extra dafür nach Hause, er hat mal ein Jahr pausiert - jetzt ist er wieder da, und will SEIN Ritual.

Ja, und vielleicht ist eine Spur Egoismus z dabei - ich möchte zumindest jetzt spüren, dass ich anderen wichtig genug bin, dass sie sich über mein Dasein freuen.

Und - Ich mag mein Zuhause öffnen, zwanglos gesellig sein, Menschen willkommen heißen. Mich darüber freuen, dass eine Party bis frühs um 5.00 geht und meine Gäste erst zum Sonnenaufgang nach Hause gehen.

Das gab es bei uns nicht, das war auch kein Zuhause, kein Ort, und es war immer mein Wunsch, es anders zu machen.
Bei meiner Verwandtschaft und in anderen Familienzweigen durfte ich erleben, wie sich WIR, Geselligkeit, Willkommen anfühlt.

Und deswegen mag ich die Geburtstage der Menschen, die mir nahe sind, ihren Vorstellungen entsprechend gestalten, und möchte dies an meinem Tag ebenso.

Für mich ganz persönlich, heißt Geburtstag feiern - schön, dass es Dich gibt.
Ja, und ab und zu möchte ich dies spüren, und von einem Partner ganz besonders.
Vielleicht einfach mein wunder Punkt.
 
L

Lord-Venus

  • #69
Nochmals Hallo
Ich finde die Gedankengänge teils sehr interessant, vor allem die Ansicht, dass sich die Leute, die ihren Geburtstag gerne feiern, selbst zu wichtig nehmen usw.
So doof es klingt, darauf bin ich noch gar nicht gekommen.
Ich feier einfach gerne, habe gerne Freunde um mich und brauche auch keinen Grund dafür.
Aber wenn es einen Grund gibt, ist es doch noch schöner.... Liegt mir wohl im Blut, wir sind eine grosse Familie und früher wurde immer gross im Garten gegrillt wenn es was zu feiern gab, die Aufgaben wurden, wenn nötig, geteilt aber wirklich niemals wäre einer auf die Idee gekommen dass das lästig oder unangenehm oder sonst was ist.
Dafür hatten wir zu viele Gartenfeste ohne Einladung oder Grund, wir waren und sind einfach ein gesseliger Haufen (gewesen,).
Und nein, ich feiere nicht jeden Geburtstag gross um mich selber toll zu finden und lade dazu Leute ein um mich zu feiern obwohl sie mich eigentlich doof finden, ich nutze den Tag einfach für was besonderes und das darf auch gerne mal von jemand anders organisiert werden.
Einmal hatte ich z.B. einen Unfall, konnte das Haus wochenlang nicht verlassen und hatte wenig Lust auf Geburtstag oder sonst was. Ein Kumpel hatte dann ein Cabrio gemietet, mich im schönsten Sonnenschein spazieren gefahren und wir hatten dann Champagner in einem tollen Hotel mit schöner Aussicht. Fand ich auch super!
Einmal war ich im Urlaub und habe mir an dem Tag einen tollen Ausflug gegönnt der eigentlich zu teuer war, es kommt also wirklich darauf an.
Aber jemand, der nie feiern will, Geschenke doof findet, Einladungen als Pflicht zum dummen herumstehen ansieht und sowieso alles doof findet, passt wohl eher nicht zu meinem Gemüt.
Ich kenne allerdings solche Leute auch nicht und dafür gibt es sicher Gründe - ohne Wertung, einfach eine realistische Feststellung! Die Antipathie scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen.
Mir fällt auch auf, wie unglaublich verbittert, missgüstig und aggressiv der allgemeine Grundtenor in den Posts einiger "Anti-Feierer" ist. Da bezieht sich die Anti-Haltung nicht nur auf dieses eine Datum, sondern auf "laute" (positiv eingestellte und feierfreudige) Leute und irgendwie auf jede Art von Lebensfreude und Geselligkeit allgemein. Der Geburtstag ist kein Grund, irgendetwas zu feiern und sich zu freuen, und Feiern, Gesellsigkeit, Gemeinschaft, Weihnachten, die Häppchen vom Chef im Büro, gegenseitiges Geschenke packen und Kuchenbacken für den Freund eben zu einem Anlass sind generell super-doof.

Hätte nicht gedacht, dass es in so eine Grundsatzfrage ausartet, finde es aber überaus spannend. Ich habe neulich auch einen guten Artikel zu einem Phänomen mit dem Namen Verbitterungssyndrom gelesen und eben auch der Frage, ab wann die Betroffenen erkennen können, dass das Stadium der allgemeinen Verbitterung bereits erreicht ist und dass die meisten Betroffenen sich selbst meist vollkommen anders wahrnehmen.
 
  • #70
Für mich ganz persönlich, heißt Geburtstag feiern - schön, dass es Dich gibt.
Genau - und dieser Gedanke ist ja auch Text eines alten Geburtstagsliedes, das meine Uroma mir immer gesungen hat - leider nur 4 mal
"Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst"

Wer diesen Anlass nicht zu nutzen weiss, um einmal im Jahr einen Tag nach seinen Vorstellungen zu begehen, Freundschaften zu pflegen und / oder sich einen Wunsch zu erfüllen / erfüllen lassen - der macht in meinen Augen etwas falsch. Ok, man kann sich Ruhe wünschen - aber einfach ein Tag wie jeder andere ist es eben nicht.
 
  • #71
Ich finde die Gedankengänge teils sehr interessant, vor allem die Ansicht, dass sich die Leute, die ihren Geburtstag gerne feiern, selbst zu wichtig nehmen usw.
Also, mein Post mit solchen Aussagen war absolut ironisch gemeint:) und bezog sich auf dieses hier:
Ich habe zumindest in meinem Umfeld die Erfahrung gemacht, dass nur die Leute Geburtstagsmuffel sind, die sich selbst sehr geringschätzen, die glauben, sie seien es nicht wert,
Es ist doch jedem selbst überlassen , wie und ob jemand Geburtstag feiert, welche Haltung jemand dazu hat. Was hier geschrieben wird, ist ja kaum noch zu überbieten.
Mir fällt auch auf, wie unglaublich verbittert, missgüstig und aggressiv der allgemeine Grundtenor in den Posts einiger "Anti-Feierer" ist.
Ich finde solche Aussagen wie oben weitaus aggressiver. Es geht ja hier nicht um eine allgemeine Lebenshaltung sondern gezielt um den Geburtstag. Lediglich
geht gezielt darauf ein. Die Argumente von ihr kann ich als Geburtstagsmuffel absolut nachvollziehen. Wunde Punkte hat jeder. Auch die Geburtstagsmuffel. Es weiß doch hier kein Mensch, warum z.B. ich nicht viel von dem Geburtstagsrummel halte.
Hier ist keiner in die Tiefe gegangen, aber auch diese Menschen werden ihre Gründe haben, ohne das sie deshalb verbittert, mißgünstig oder aggressiv sein müssen. Das ist doch sehr oberflächlich geurteilt. Finde ich persönlich sehr grenzwertig.
W
 
  • #72
und eben auch der Frage, ab wann die Betroffenen erkennen können, dass das Stadium der allgemeinen Verbitterung bereits erreicht ist und dass die meisten Betroffenen sich selbst meist vollkommen anders wahrnehmen.
Fühle mich jetzt zum Teil angesprochen, da ich auch ein Geburtstagsmuffel bin.
Das hat bei mir mehrere Gründe:
- Ich habe im November Geburtstag, meist in der schwarzen Woche (für alle die es nicht wissen, das ist die Woche zwischen Totensonntag und Volkstrauertag). Da kann man eigentlich nur zuhause feiern.
- Ich sitze nicht gerne drinnenrum. In den letzten Jahren habe ich dann ein paarmal mein Halbjahresgeburtstag Mitte Mai gefeiert.
- Dazu kommt, dass um meinen Geburtstag herum 4 Geburtstage von lieben Menschen (mein Bruder 2 Wochen vorher, mein Vater 3 Tage vorher, ein sehr guter Freund 1 Tag vorher und mein Liebingsonkel 1 Taf später) liegen die schon verstorben sind. Ich begehe diesen Tag (alsomeinen Geburtstag) meist in Gedenken an diiese Menschen, häufig gehe ich dann auf den Friedhof.
- Ich werde nicht gerne passiv gefeiert, so im Sinne man hat eigentlich nichts geleistet und wird trotzdem gefeiert. Während ich aktiven Ruhm (schöne Rede, die ich gehalten habe) durchaus geniesen kann.
- Ich feiere einfach gerne 'woanders'. Ich bin gerne als einer der Ersten da, helfe bei den letzten Vorbereitungen und sorge am Anfang für etwas Stimmung. Meine guten Freunde wissen dies und nehmen es mir auch nicht übel das ich selten eine eigene Feier organisiere. Als mal jemand maulte, dass ich ja nie einlade aber mich gerne einladen lasse, bekam diese Frau Bescheid von einer guten Freundin von mir. Ungefähr so: Wir wissen das Godot nicht einlädt. Wir laden ihn trotzdem ein, denn er hilft beim Auf- und Abbau, hat keine besonderen Ansprüche und ist zu allen Gästen nett.
Also @Lord-Venus, du mußt schon unterscheiden zwischen Geburtstags- und generellen Feiermuffels.
Allen noch einen schönen Tag, ich gehe jetzt auf unseren Sonnabendmarkt, da ist es jetzt voll von Menschen und ich werde wahrscheinlich viele Bekannte treffen. Trotzdem werde ich auch dieses Jahr meinen Geburtstag nicht feiern. Dieses Jahr fahre ich wahrscheinlich nach Belgien zum Grab meines Freundes, dann werde ich noch Soldatenfriedhöfe (auch da liegen Verwandte die ich natürlich nie kennengelernt habe) besuchen. Wenn ich dann zurück bin geniese ich mein Leben wieder in vollen Zügen.
 
  • #73
Meinungsänderung.

Die Feier-Wütingen dürfen triumphieren. Ich werde meinen Geburtstag in diesem Jahr feiern.

Weshalb? Mein Vater wird im Herbst 91 Jahre alt. Ich war vor wenigen Tagen dort zu Besuch und erschrak sehr, wie sehr er sich innerhalb weniger Wochen verändert hat. Er ist noch in keiner Weise pflegebedürftig, aber schlagartig zum Greis geworden, sichtlich sehr geschwächt. Ob er seinen Geburtstag im Herbst noch "normal" wird feiern können - keine Ahnung.

Also wird mein Geburtstag - noch im Sommer - nun bei meinen Eltern gefeiert. Wir reisen vorher an, bereiten alles vor, die Kinder haben Anwesenheitspflicht und ich werde jede Minute genießen. Das wird unser Sommerfest, das ist mir plötzlich ganz wichtig geworden. So kann es gehen.
 
L

Lord-Venus

  • #74
Ich finde es sehr spannend, bei wievielen Geburtstagsveweigernern her im Forum eine Gehässigkeit und Grundverbitterung in jedem hier abgesetzten Post mitschwingt.
Menschen, die wie folgt argumentieren
.... Ich habe dann notgedrungen am Abend vorher eine Torte für ihn mit Kerzchen gebacken. Da ich ja nicht wollte, dass Schluss ist. Anscheinend war es ihm sehr wichtig. Mir aber null und ich machte und mache mir bis heute nix draus und fand sein Verhalten eher kindisch.

LG
oder
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute, die ihren Geburtstag großartig feiern, sehr laute, überkandidelte Leute sind, die sich nicht einmal zurücknehmen können. Und nun?
Was bringt es, Geburtstagsmuffeln alle möglichen Störungen zu bescheinigen?
Ich habe ein sehr stabiles Selbstwertgefühl und dennoch bin ich ein Muffel. Wie paßt denn das zusammen?
Ich finde es langsam lächerlich, diese Diskussion.
W
oder
Sicher gibt es viele Menschen, für die das ein inneres Bedürfnis ist. Dies mögen sie gerne stillen, bitte schön.

Aber ein bisschen jämmerlich ist es und ich lächele darüber.
Der findet vielleicht für ein schönes Zusammensein auch einfach nicht mehr genug Freiwillige. Wer möchte schon einen ganzen Nachmittag oder Abend mit einem Menschen verbringen, der vor Frust und Gehässigheit nur so sprüht und der derart verbittert ist, dass er seinen Frust, der aus jeder zweiten Zeile spricht noch nicht einmal mehr richtig bemerkt.
Fühle mich jetzt zum Teil angesprochen, da ich auch ein Geburtstagsmuffel bin.
Wieso? Du scheinst weder verbittert und dein Leben doch durchaus zu genießen.

Wenn ich dann zurück bin geniese ich mein Leben wieder in vollen Zügen.
Finde diese Kombination von Geburtstagsmuffel und allgemeinem Lebens-Muffel hier im Forum immer noch überaus spannend und habe sie ehrlich gesagt so in keinster Weise erwartet.
 
  • #75
Kein Triumph, liebe @saepe_inscia.
Es ist doch schön, die Erfahrung zu machen, warum manchen solche Feiern wichtg sind.

Genieß dieses Fest, macht es groß bunt, fröhlich - und freut Euch vor allen am Miteinander.
 
  • #76
Der findet vielleicht für ein schönes Zusammensein auch einfach nicht mehr genug Freiwillige. Wer möchte schon einen ganzen Nachmittag oder Abend mit einem Menschen verbringen, der vor Frust und Gehässigheit nur so sprüht und der derart verbittert ist, dass er seinen Frust, der aus jeder zweiten Zeile spricht noch nicht einmal mehr richtig bemerkt.
Äh. Entschuldige, aber über welchen Frust sprichst Du?

Hier schreiben einige Menschen, die erhebliche Probleme mit sich und ihrem Leben haben, dass sie ihren Geburtstag ignorieren.

Dasselbe schreiben Menschen, die zufrieden sind, ein intaktes Sozialleben haben und einfach nur dieses Bedürfnis im Mittelpunkt zu stehen nicht haben. Die nicht hofiert werden müssen, die nicht am Wert der Geschenke abmessen, was sie anderen Wert sind. Stell Dir vor, das gibt es. Und ich stehe dazu: Wer es für sein Selbstwertgefühl braucht, dass er gefeiert wird, ist für mich eine traurige Figur und ich lächele darüber.

In diesem Jahr feiere ich. Ich feiere das Leben und mein unendliches Glück, dass meine Eltern mit unglaublich wenigen Krankheiten und Einschränkungen sehr alt werden durften. Und ich hole tief Luft und wappne mich für die schwierigen Zeiten, die unweigerlich kommen werden und die wir in Liebe so gut wie möglich durchstehen werden.

Das ist für mich eine Feier wert - der Geburtstag ist der sozial kompatible Aufhänger und mir immer noch egal.
 
  • #77
Wer möchte schon einen ganzen Nachmittag oder Abend mit einem Menschen verbringen, der vor Frust und Gehässigheit nur so sprüht und der derart verbittert ist, dass er seinen Frust, der aus jeder zweiten Zeile spricht noch nicht einmal mehr richtig bemerkt.
Da kann man mal sehen, wie wahlloses das Zitieren hier genutzt wird. Wenn Du mich schon zitierst, dann bitte richtig und vor allen Dingen im richtigen Zusammenhang. Mein Post war eindeutig ironisch gemeint, was ich auch später nochmals wiederholt habe. So kann ich auch jeden platt an die Wand reden, wenn ich mir nur die Sätze raussuche, die gerade passen, um andere rund zu machen.
Ich finde es schon sehr merkwürdig hier, diese Diskussion. Einige haben noch immer nicht verstanden, das es kein Richtig und kein Falsch gibt. Weder sind die einen verbittert noch die anderen Geburtstagskasper, jeder eben so, wie er möchte und wie es sein Lebenshintergrund so hergibt. Es kann eigentlich ganz einfach sein. Ohne Ab- und Bewertungen.
W
 
P

proudwoman

  • #78
Da kann man mal sehen, wie wahlloses das Zitieren hier genutzt wird.
Da kann ich ja direkt froh sein, dass ich sehr selten zitiert werde, besser selten, als falsch..(Ironie off)..Diese Geburtstagsdiskussion empfinde ich allmählich auch langweiligund bringt eigentlich keinem etwas. Ich feiere am liebsten auch nicht. Wenn es dann soweit ist, treffe ich mich doch wieder mit der Familie und fertig. Dann hat man sich mal wieder gesehen und gut ist es. Ich glaube ich hatte hier auch geschrieben, dass es darauf ankommt, WER den Geburtstag vergisst. Ist es der Partner oder sind es die Kinder, da wäre ich schon etwas grummelig, beim Partner noch etwas mehr grummelig. Aber auch beim Partner kommt es darauf an, wie es sonst so läuft miteinander.
Jeder wie er es mag, fertig. Es gibt wichtigeres im Leben.