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Gast

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  • #1

Wie wichtig ist euch die politische Meinung eures Partners?

Wie früh sprecht ihr politische Themen an? Mögt ihr mit einem Partner leben, der gegensätzliche politische Ansichten hat?
 
  • #2
die einstellung ist mir zu 99,99% egal nur 2 extreme kommen mir nicht ins haus, extrem rechts und extrem bio-alterntiv-grün.
 
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Persona grata

Gast
  • #3
Ich bin zwar kein extrem politisch interessierter Mensch, gleichwohl sollte man in einer Partnerschaft in etwa ähnliche Ansichten vertreten. Ich (ehemalige Managerin) hatte mal einen kurzzeitigen Kontakt zu einem führenden Politiker der Linken. Nachdem er mir dann gleich den Link seiner Website geschickt hat, auf der ich meine Partei-Mitgliedschaft hätte beantragen können, haben wir uns dann nett voneinander verabschiedet. Wenn die politischen Ansichten und Wertigkeiten so konträr sind, kann es IMHO nicht gutgehen.
 
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Gast

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  • #4
Ich würde das Thema nach einiger Zeit schon ansprechen. Mir geht es aber ähnlich wie Thomas, ganz rechts (oder auch nur ein STückchen über CDU/CSU hinaus) und ganz links geht gar nicht.

Aber die Meinung meines Partners ist mir schon wichtig, wir sollten ungefähr die selben Wertvorstellungen haben was z.B. den ganzen Ökologie-Bereich betrifft, sonst wird das nichts. Been there, done that, und es scheiterte.
 
  • #5
Wenn man wie ich ein politischer Mensch ist, der auch interessiert das politische Geschehen verfolgt, dann hat man auch eine bestimmte Weltsicht. Eine Partnerin, die eine völlig andere Weltsicht hätte, würde nicht harmonisieren.

Ich als ökologisch/links Orientierter könnte mir eine Partnerschaft mit einer Frau, die bewusste CDU/CSU/FDP-Anhängerin ist, überhaupt nicht vorstellen. Das gäbe immer wieder Streit, z.B. wenn sie mir erzählte, dass Atomkraftwerke das Beste sind oder Privatisierung das Allheilmittel.

Wenn man ein unpolitischer Mensch ist, dann mag unter dem Aspekt "Politik" jeder Partner ohne extreme Ansichten passen, weil Politik ja auch nicht wichtig ist. Extreme Ansichten wären schwierig, weil sie vermutlich die Äußerungen und das Verhalten der betreffenden Person bestimmten, also oft in der Vordergrund träten.

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  • #6
Ich bin sehr interessiert an gesellschaftlichen, philosophischen und politischen Themen und möchte schon, dass mein Partner ähnliche Ansichten und Wertvorstellungen vertritt. ich würde es auch nervig finden, wenn wir bei einer Bundestagswahl für entgegengesetzte Parteien fiebern! Das wäre mir dann etwas zu viel Reibung in der Beziehung!

Es ist doch einfach schön, wenn man sich bei Basisthemen der Weltanschauung und Politik einfach einig ist und eine gemeinsame Schlagrichtung hat, sich zusammen ärgern und freuen kann. Auch für die Kindeserziehung ist ein einheitlicher Kurs unabdingbar und es wird schwer, sich auf gemeinsame Wertvorstellungen der Erziehung zu einigen, wenn man selbst eigentlich unterschiedliche vertritt.

Außerdem sind mir alle extremen politischen Ansichten ein Graus -- weder mit "der Linken" noch mit rechtsextremen Gedankengut könnte ich auch nur einen Tag aushalten.

Insofern sehe ich das sehr ähnlich wie Klaus -- nur politisch entgegengesetzt! :))
 
  • #7
Sehe das auch so, als politisch interessierter Mensch gehts nur wenn der andere entweder unpolitisch ist oder in einer ähnlichen Richtung unterwegs ist. Da gibts sogar eine Rubrik bei EP die da schon ein wenig aussagekräftig ist: bevorzugte Zeitschriften. (Spiegel, Süddeutsche eher links, Focus eher rechts, taz und neue Freiheit radikal, wenn da Bunte etc. steht unpolitisch). Ich achte da schon drauf. Das hat ja auch etwas mit den Wertvorstellungen und derLebensart zu tun. Nein, verrate jetzt nicht welche Richtung ich bevorzuge ;-).Nur, dass radikal gar nicht geht.
 
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Gast

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  • #8
Mann, 39

Ja die Frau muss ähnlich denken. Auch ähnlich politisch. Sie muss auch eine Meinung zu den Themen haben!!! Ignorant find ich öde.

Wie #5 sagt wäre furchtbar am Wahlabend anderere Hoffnungen zu haben!!! Übel für den Hausfrieden!! Hatte ich mal. Nie wieder.
 
  • #9
@#6: Ja, Kalle, auf die Zeitschriften achte ich auch! Wer taz (=sehr links) oder Bild (=Prolet) ankreuzt, hat schon bei mir fast verloren. Spiegel sehe ich nicht so eng, obwohl er seit Jahren nicht mehr neutral berichtet, aber viele lesen ihn halt aus Tradition. Focus spricht für liberal bis Mitte-rechts und ist mir sehr sympathisch.
 
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Gast

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  • #10
Persönlich interessiert es mich nicht. Und es ist mir auch egal, welche politische Richtung mein Partner vertritt. Er sollte einfach nicht extrem sein und tolerant, da ich mich schlecht beeinflussen lasse. Ich finde es spannend, wenn man nicht immer die gleiche Meinung hat und sich austauschen kann. Da ich politisch nicht besonders interessiert bin, bevorzuge ich einen Partner, der politisch nicht aktiv ist, da mich das langweilen würde. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass politisch aktive Menschen wohl eher einen Partner/eine Partnerin möchten, die ihre/seine Ansichten teilen, sonst könnte es wirklich zu Konflikten in der Beziehung führen. Ich kenne allerdings ein politisch aktives Paar, das total gegensätzliche Ansichten vertritt und die tolerant genug sind, die Meinungen des andern gelten zu lassen.
 
M

Marianne

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  • #11
Ein linker Freigeist würde mich nicht glücklich machen... daher empfinde ich ähnliche politische Ansichten schon als wichtig. Wenn einer politisch eher uninteressiert ist, dann kann es weniger ausmachen, aber wenn sich zwei wirklich Gegensätzliche treffen, dann könnte es schwierig werden. Denn wo beginnt und wo endet da Toleranz... das geht ja auch teilweise in Lebenseinstellungen über.
 
M

Marianne

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  • #12
@Kalle und Frederika: Ihr achtet allen Ernstes auf die ausgewählten Zeitschriften? Da sieht man mal wieder, worauf manche Leute Wert legen... Ihr seid ja echt akribisch am Werk, ich finds lustig... ;))
 
  • #13
@#11: Nun, ich nutze das Profil so gut es geht. Mal ganz ehrlich: Möchtest Du eine Beziehung mit einem Bildzeitungsleser? Du lehnst selbst Linke ab, aber nutzt nicht die Information, dass die taz schon geradezu sprichwörtlich links ist?

Ach Marianne, Du kennst mich ja inzwischen, etwas akribisch bin ich halt...
 
M

Marianne

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  • #14
@12: Nein, diese direkten Überleitungen der Zeitschriften habe ich wirklich noch nicht beachtet. Ich hätte alle Modezeitschriften, Wissenschaftsmagazine und ein paar Wohnzeitschriften angekreuzt. Die politischen Zeitungen oder Tageszeitungen aus Österreich sind ja sinnvoller Weise nicht angeführt... ;)
Aber wenn ein Österreicher die Möglichkeit hätte, hier ein linkes Blatt anzukreuzen, dann würde ich mich eventuell wundern, aber es noch nicht allzu ernst nehmen. Viele sind einfach nur ahnungslos... und erliegen dem Charme einer Frau sehr schnell. Denn oft haben sie recht schnell zugegeben, dass sie manches eh nicht so eng sehen, wenn ich sie zum Beispiel auf die Religion bzw. die "Nichtreligion" ansprach.

Aber mach nur akribisch weiter, für Dich soll es ja Sinn machen. Ich bin hier eher nur mehr dabei, weil mein Abo erst in zwei Monaten ausläuft. Bis dahin freu ich mich über jeden Wortwechsel mit einem netten Mann. Und wer weiß, vielleicht ist ein besonders Netter darunter... es kristallisiert sich da schon jemand heraus... ;)))

Und schließlich kommt mein deutscher Prinz noch eingeflogen!!!
 
  • #15
Ich achte auch auf die Zeitschrift - wer z.B. die CDU-nahen Springer-Blätter "Welt"und/oder "Bild" angibt, hat schon mal einen dicken Minus-Punkt, ähnlich sieht es mit dem "Focus" aus. "FAZ" sehe ich indifferent, ist konservativ, viele lesen FAZ aber wegen des Wirtschaftsteils oder wegen der wirklich umfassenden Informationen. "Taz", "Süddeutsche" gibt einen Pluspunkt, weil links bzw. linksliberal. "Spiegel" lesen alle "Gesinnungen".
Die "Frankfurter Rundschau" - politisch zwischen "taz" und "Süddeutscher" stehend - fehlt leider.
Ist das Feld nicht ausgefüllt, schließe ich daraus, die betreffende Frau eher unpolitisch ist = bewerte ich neutral.
 
  • #16
Ich sag mal so: Wo die Liebe hinfällt...

Grundsätzlich stelle ich mir das aber auch ein bisschen problematisch vor, eine Partnerin zu haben, die meiner politischen Einstellung absolut entgegengesetzt wäre. Ich habe zwar einige wirklich sehr gute Freunde, die sich politisch am anderen Ende des Parteienspektrums bewegen und empfinde das immer auch als eine Bereicherung. Insofern finde ich es weniger schwierig bei irgendwelchen Wahlen, sondern mehr so im täglichen Leben und vor allem bei der Erziehung von Kindern.

Es hat sich ja hier schon gezeigt, wie unterschiedlich die Menschen hier bei dieser Frage ticken und gerade da wäre es mir sehr wichtig, dass wir ähnliche Ansichten haben. Und ich glaube, dass sich so etwas schon recht bald bei einem Treffen zeigen würde, auch wenn man nicht direkt danach fragt.
 
G

Gast

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  • #17
SIE sollte jedenfalls nicht überaus konservativ sein. Und ein ökologisches Bewusstsein wäre mir wichtig.
Völliges Desinteresse am politischen Geschehen wäre einfach nur schade.
Das mit den Zeitungen und Magazinen mag manchmal stimmen, es kann aber auch in die Irre führen, da ich konservative Geister kenne, die gerne und oft die ZEIT lesen, ein Blatt, das traditionell nicht in die konservative Ecke einzuordnen ist.
m31
 
  • #18
@#16: Die ZEIT wurde ja auch nicht als Beispiel genannt, gerade aus dem Grunde, den Du selbst nennst. Die ZEIT ist eine Institution und wird von Lesern jeglicher Coleur gelesen. Obwohl sie schon in den letzten Jahren verdammt links geworden ist.
 
J

JoeRe

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  • #19
Ich hätte ja am liebsten Neon angekreuzt.

Jep, ich achte drauf. Ich finde Zeitungen und Zeitschriften runden das Bild einer Person gut ab. SZ gibt bei mir Pluspunkt, FAZ ist mir suspekt, die typischen "Frauenzeitschriften" nerven so ein bisschen. Großen Bonus gibt es, wenn jemand Zeitungen und Zeitschriften quer durch das politische Spektrum abdeckt.

Ich glaube, ich habe noch niemanden gefunden, der Bild ankreuzt. Entweder hat das EP-Klientel doch so viel Niveau, oder es gibt keiner zu...
 
  • #20
Heute ist das Thema ja brandaktuell: Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, einen Partner zu haben, der den Ausgang der Wahl ganz anders beurteilt. Es ist doch zu blöde, wenn man sich nicht zusammen freuen kann, oder? Es gehört für mich einfach dazu, an einem Strang zu ziehen, gemeinsame Pläne und Ansichten zu haben.
 
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