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  • #1

Wie wichtig ist Geld in einer Beziehung?

Ich bin eine selbständige gut verdienende Frau und stelle leider immer wieder fest, dass Männer die weniger Einkommen haben als ich damit oft nicht gut klarkommen. Danke für Eure Feedbacks. Natürlich interessiert mich auch die Meinung der Herren zu meiner Frage.
 
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  • #2
Ich bin ein Mann, kinderlos, Stkl.1, und habe ca. 3K netto im Monat plus Mercedes zur Privatnutzung. Das reicht mir, ich kann recht gut davon leben.
Wenn eine eventuelle Partnerin mehr verdient, dann freue ich mich für sie!
Ganz ehrlich!
Niemand bekommt heutzuage sein Geld für umsonst, wer etws ''mehr'' verdient als der Durchschnitt muss meist auch etwas ''mehr'' machen als der Durchschnitt.
Von daher, mir ist es wirklich ziemlich egal...
Aber natürlich kann ich auch verstehen, dass z.B. ein Mann mit Hartz-4 über solche Dinge etwas anders denkt!
Wie immer im Leben - alles eine Frage der Betrachtungsweise und der eigenen Wahrnehmung!
 
  • #3
Ja, Männer kommen regelhaft nicht mit einer besser verdienenden Frau zurecht, maximal darf sie in der gleichen Größenordnung verdienen, was im Einzelfall aber durchaus mal 15% mehr sein darf. Es ist das alte Prinzip: Frauen daten horizontal oder nach oben, Männer horizontal oder nach unten. Wir haben darüber schon oft diskutiert und auch die Frauen sagten: "Nö, ein deutlich schlechter verdienender Mann kommt für mich nicht in Frage." Insofern passen die Geschlechter in dieser Frage außerordentlich gut zusammen.

Interessante Threads zum Thema:
http://www.elitepartner.de/forum/elite-und-einkommen.html
http://www.elitepartner.de/forum/verdienst-geheimnis-oder-offen-in-der-partnerschaft.html
 
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  • #4
Als ich meine Ex kennengelernt habe was ich Student, sie leitende Angestellte. Die Beziehung hat ein halbes Leben gehalten.

Das Studium habe ich selber finanziert, hatte während dem Studium nie überflüssiges Geld, war in deser Zeit auch nie mit ihr im Urlaub, und ich war zu stolz mich auch auf die kleinste Kleinigkeit von ihr einladen zu lassen. Nach dem Studium habe ich dann sehr schnell sehr viel mehr Geld als sie verdient. Die letzen 7 od. 8 Jahre unserer Beziehung habe ich ihr ein sorgenfreies Leben ermöglicht.

Während des Studiums war es für mich teilweise ein echtes Problem eine "so reiche" Freundin zu haben. Es ist mir auch hart angekommen, ihr finanziell überhaupt nichts bieten zu können. Es hat ihr scheinbar nichts ausgemacht, dass ich im Vergleich zu ihr ein "armer Schwein" war. Hart angekommen ist ihr, glaube ich, dass ich mich noch nicht einmal von ihr in Urlaub habe einladen lassen, so musste sie alleine verreisen, wenn sie das wollte. Nachdem das Einkommen später dann sich ausgeglichen hat war vieles viel entspannter.

Geld war in dem Sinne nie ein Thema bei uns. In den ersten Jahren der Beziehung hatte sie ein vielfaches mehr an Geld zur Verfügung - dann war es einige Jahre ausgeglichen - später habe ich dann um ein vielfaches mehr an Geld als sie.

Mein Fazit ist: Geld ist nur für die Menschen wichtig, denen auch Status wichtig ist.

Und eine Erkenntnis die ich früh gewonnen habe ist: "Das meiste Geld geben wir für Dinge aus die wir nicht brauchen, um Menschen zu beeindrucken die wir nicht mögen."

m39
 
  • #5
Wenn er "weniger" verdient als ich, ist mir (w) das nicht so wichtig. Sobald er "deutlich weniger" für seinen Lebensunterhalt zur Verfügung hat, macht es mir am Ende doch etwas aus. Nicht weil ich nicht teilen möchte, eher, weil ich dann merke, dass ER ein Problem damit hat, dass immer ich zum Portemonnaie greife.

Das funktioniert noch, wenn beiden klar ist, dass sich dieser Zustand irgendwann ändert, er sozusagen "aufholt". Sieht es aber so aus, dass hier keine Chance besteht (Ausbildung längst vorbei, Berufsleben im letzten Lebensdrittel, Lottogewinn unrealistisch ...), wird jeder normal fühlende und denkende Mann unter der Situation anfangen zu leiden. Das wiederum ertrage ich nicht (weil ich ihn ja mag).

Verdiene ich geringfügig mehr als er, lasse ich ihn das nie spüren. In einer (Liebes)Beziehung sollten aber beide damit klar kommen und sich freuen, dass sie insgesamt mehr Mittel für ihr gemeinsames Leben zur Verfügung haben.
 
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  • #6
Die Frage ist natürlich, wie ihr Eure Ausgaben dann exakt aufteilt. Was natürlich gar nicht geht, ist bspw., dass Du teure Urlaubsreisen, Restaurantbesuche etc. unternehmen möchtest, von Deinem Partner dann aber verlangst, diese komplett selbst zu bezahlen.
Wir haben das, da ich ca. 70 % mehr verdiene als meine Freundin, so geregelt, dass wir alle gemeinsamen Ausgaben wie Miete, Einkaufen, Urlaub, Ausgehen aus einem Topf bestreiten, den wir in Relation zu unseren Einkommern befüllen. Das klappt hervorragend, da es so keinen Streit darüber gibt, was sich BEIDE leisten können.
 
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  • #7
Ich (w) bin auch selbständig und habe viel geleistet, lasse aber nichts über mein Einkommen und beachtliches Vermögen los. Da ich nicht wie eine "eiskalte und berechnende" Geschäftsfrau rüberkomme, denken die Männer eher, dass ich nicht gerade von Erfolg gekrönt bin. Dann kommen verschämte Fragen, wie meine Altersversorgung aussieht, ob mein Einkommen zum Leben reicht, auf welche Art und Weise ich mein Brot erarbeiten muss. Das nervt echt, mir das von Kerlen anhören zu müssen, die noch in einer Mietswohnung, allerhöchstens einer 2-Zimmer-Eigentumswohnung wohnen, ein geleastes Auto fahren und trotz Dipl.-Ing. oder Dr. Eingebildet mit Stkl. 1 netto garantiert nicht über 3000 EUR kommen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Männer das Finanzielle sehr stark abscannen, wohl weil sie Angst haben, versorgen zu müssen bzw. ausgenommen zu werden. Tja, da kann ich den Männern nur empfehlen, Sex unverbindlich woanders einzukaufen.
Ich habe gelernt, dass man selbst unter Freunden und Bekannten nicht über Geld und Einkommen redet. Umso schlimmer finde ich, dass so was bei Dates oder gar ersten Telefonaten mit Fremden regelrecht an der Tagesordnung steht. Da vergeht mir dann schon alles.
Würden die Kerle erfahren, dass ich ihnen finanziell weit überlegen bin, würden sie rückwärts davonrennen. Im allgemeinen, auch im RL, kommen Neid und Minderwertigkeitskomplexe auf.
Da Liebe erst nach Geld und Sex kommt, kann das hier niemals was werden, zumindest für mich.

Dass Geld so überdimensional wichtig ist, sieht man hier schon an der Anzahl der Beiträge zu Threads, wo es letzten Endes ums "liebe" Geld geht (AE-Frauen bereichern sich über Kindesunterhalt, wer bezahlt den Kaffee beim Date, Elite und Einkommen, Luxus und Prestige etc.).

FS, ich glaube nicht, dass sich hier viele Männer mutig und ehrlich zu Wort melden werden, obwohl anonym.
 
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  • #8
Ich möchte eine besserverdienende Frau mit beachtlichem Vermögen kennenlernen, die hier in EP nach einem Mann sucht. Wenn es sie gibt, melde ich mich sofort an. Ich mag die finanzielle Unabhängigkeit der Frau - vor allem, wenn sie nicht zur Schau gestellt wird.

m57
 
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  • #9
mir ist das eigentlich ziemlich egal, Bin Männlich und habe auch ganz gut verdient aber durch scheidung und Unterhaltszahlungen im moment ziemlich knapp. Wenn eine besserverdienende Frau damit klarkommen würde das ich mir in nächster Zeit keine großen Sprünge leisten kann wäre es kein Problem, nur aushalten oder mir finanziell helfen käme nicht in frage für mich. Ich kann in meinem Rahmen damit leben, wenn Sie das akzeptieren kann wäre alles ok.
 
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  • #10
#7: immer diese deutsche Denke: "Besserverdiener gerne, vorausgesetzt, er/sie ist entsprechend "charakterstark", seine/ihre Einkommensverhältnisse nach außen gekonnt zu verstecken."
Warum eigentlich? Wer mehr verdient, leistet i.d.R. auch mehr, hat - was gerne übersehen wird - möglicherweise über Jahre hinweg zurückstecken müssen (Bsp. selbstfinanziertes Studium siehe #3). Ich (Arbeiterkind, heute Juristin) kenne ebenfalls solche Phasen. Es gab Zeiten, da neigte ich dazu, ehemalige Schulkameraden zu beneiden, die nach dem (Haupt-)Schulabschluss gemütlich in's Sozialsystem einwanderten u. eine vergleichsweise komfortable Wohnung gestellt bekamen. Warum also nicht einfach stolz sein auf das was man sich erarbeiten konnte? Dies zeigen, sich selbst in regelmäßigen Abständen mit schönen Dingen beschenken und nebenher ein wenig am Neid der heute Besitzlosen ergötzen?

Zur Ausgangsfrage: Ich für meinen Teil erwarte von meinem Partner einen gewissen Ehrgeiz, beruflichen Erfolg und selbstverständlich ein adäquates Einkommen, das er nach Möglichkeit nicht hinter schäbiger Kleidung und Schrottkarossen zu verstecken versucht.
 
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  • #11
Geld spielt bei mir keine Rolle, ob Hartz IV oder Prinzessin, egal, Hauptsache sie macht mich glücklich.

m30
 
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  • #12
@ 9 warum diese typisch deutsche Denke , dass ein Besserverdienender mit Schrottkarosse ein Weltverbesserer, Oberlehrer, Querulant, Chefideologe ...., sein muss ?
 
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  • #13
zu "typisch deutsch Denke":
Geld ist für Deutsche in allen Lebenslagen wichtig. Leider wird das Geld in einer Beziehung ganz obenan positioniert. Liebe spielt da eine untergeordnete Rolle. Das sieht man daran, dass auch die Liebe zu den eigenen Kindern verroht, insbes. bei Trennung/Scheidung.
 
  • #14
Geld allein macht doch nicht glücklich! Man kann sich zwar mit mehr Geld mehr kaufen, aber was bringt das? Irgendwann hat man alles und dann?
Siehe es so: Du kannst, wenn du Geld hast viele Freunde haben, aber sind es wirkliche Freunde? Oder nur wegen deines Geldes?
Meinem Ex hat es auch nicht gefallen, dass ich damals mehr verdient habe wie er. Ich habe auch dafür hart geschufftet, nur das ausgeben hat ihm Freude bereitet....
Ich persönlich würde an deiner Stelle zu deinem Einkommen ersteinmal nichts sagen! Er soll sich in dich verlieben und nicht in dein Geld.
 
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  • #15
ALSO … ich habe ebenfalls einen Hauptschulabschluss! Bin dann auf weiterführende Schulen gegangen … Habe Wirtschaftswissenschaften studiert … im Investment Banking von verschiedenen amerikanischen Banken in London und New York gearbeitet (Nein, die Firmen sind nicht pleite gegangen!). Und jetzt bin ich Geschäftsführer und Partner bei einem Asset Manager in Deutschland … und ich bin 33 Jahre alt!

Um es vorweg zunehmen … ich hätte gerne eine Partnerin welche mehr verdienen würde. Für mich geht das mit dem Charakter und dem Ehrgeiz einher, welche diese Person auch entsprechend haben muss um das zu leisten bzw. erreichen.

@ #6 … Privat mit Familie und Freunden spreche ich nie über Geld. Weder meine Familie noch meine Freunde wissen was ich genau verdiene. Ich will es ihnen einfach nicht sagen, um einfach keine Diskussionen zu haben!
Ebenfalls habe ich noch nie eine Freundin gefragt, wie hoch ihr regelmäßiges Einkommen ist. Auf der anderen Seite ist es wohl bekannt, dass Frauen Männer gerne nach dem Verdienst „abchecken“ … alleine schon die Frage, „Was machst Du beruflich?“ Geht ja schon in die Richtung!
Muss zugeben, dass ich auch in einer 2-Zimmer-Mietwohnung wohne und mein Auto geleast ist … :( Warum? Weil ich meine Flexibilität nicht aufgeben möchte und eh relativ selten Zuhause bin!
Was ich mit dem Geld mache? Den Großteil spare ich … ebenfalls gebe ich viel für Reisen etc. aus!

Eine von meinen Ex-Freundinnen hat auch mehr als ich verdient. Allerdings gab es schon öfters mal Diskussionen über Kleinigkeiten … sie wollte grundsätzlich eingeladen werden! Was allerdings merkwürdig ist, wenn beide getrennt ein Jahreseinkommen von über EUR 300,000 haben und einer immer noch der Ansicht ist … DER MANN ZAHLT!
Vielleicht ist es allerdings auch – bei aller Gleichberechtigung – nicht das gleiche, wenn Frau anstatt Mann zahlt!

Eine andere hat vielleicht 10% von dem verdient, was ich im Monat zur Verfügung hatte. Mir war es egal … ich habe ALLES bezahlt. Selbst als ich nach Deutschland gezogen bin habe ich die Wohnung in London weiterbezahlt. Komplett inkl. Strom etc.! ABER irgendwann ging es dann trotzdem auseinander … (aber andere Baustelle!)

Mir kommt es überhaupt gar nicht darauf an, ob eine Frau +/- 15% meines Einkommens hat, ist eh sehr selten. Was für mich wichtig ist, dass man mit dieser Frau an einem Strang zieht um gemeinsam Ziele zu erreichen. Das ist für mich wichtig … wie man Rückhalt beim Partner findet und versucht gemeinsam durch die Höhen und Tiefen des Lebens zu gehen. Wenn man sich liebt, vertraut und beide tief an die Beziehung glaube ist es egal wer die Karten fürs Kino bezahlt oder den Urlaub etc. Dann gibt man einfach gerne und die Gedanken des „Aushaltens“ kommen überhaupt nicht auf!

Wichtig für mich ist Ehrgeiz … Ziele sich zu stecken und diese zu erreichen! Das finde ich bei einer Frau unheimlich sexy und anziehend! So war meine Ex-Freundin welche nur ca. 10% verdient hat. Sie hatte eine unheimlich Energie und einen unbändigen Willen aus ihrem Leben etwas zu machen.
Heute ist sie Geschäftsführerin bei einer kleinen Firma in London! (wie gesagt … andere Baustelle warum wir heute nicht mehr zusammen sind!)

Aber … vielleicht irre ich mich ja … bin ja noch jung und bereit zu lernen! Also liebe Frauen … wenn ihr ein regelmäßiges Einkommen von ab EUR 240,00 habt … dann meldet Euch doch bitte hier! So würde man sich jedenfalls finanziell schon mal auf Augenhöhe treffen! :)
 
  • #16
Ich finde Job und Einkommen werden maßlos überbewertet.

Die Chemie und das Bauchgefühl sowie das Herz sind für mich relevant. Vor allem, die Zeit welche man gemeinsam verbringt und die Qualität wie man die gemeinsame Zeit gestaltet. Ich will mit der Partnerin intensiv leben und gestalten.
Kohle und Job immer das selbe Thema - nervt nur - ich trete jedenfalls nackig vor den Schöpfer.

Mir ist es wurscht, sollte Frau mehr verdienen, deshalb wird die Zeit miteinander nicht zwingend gehaltvoller. Es gibt soviele Fraenu mit gutem Job/Gehalt, die nicht Tanzen oder Kochen können, Stil ein Fremdwort für sie ist, langweilig + humorlos sind, schlechte Liebhaberin, zickig, arrogant + eingebildet, geschmacklos sind, etc, etc, etc.
 
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  • #17
Kann mir ebenso als gut verdienenden Mann die Antwort von @ 7 auch gut vorstellen:
"Ich möchte eine besserverdienende Frau mit beachtlichem Vermögen kennenlernen, die hier in EP nach einem Mann sucht. Wenn es sie gibt, melde ich mich sofort an. Ich mag die finanzielle Unabhängigkeit der Frau - vor allem, wenn sie nicht zur Schau gestellt wird."...echt wunderbar diese aufrichtige und authentische Antwort...
Frauen wo seid ihr?? Liebe FS : wie du siehst...gibt es echt Männer, die, die Reife und die Größe haben und absolut kein Problem haben mit Frauen, die ein noch größeres Einkommen haben!! Wo liegt das eigentliche Problem?? Die Praxis ist doch eher umgekehrt und die allermeisten Frauen wollen immer noch heute ALLES vom Mann bezahlt haben, das ist doch die REALITÄT und meine große und langjährige Erfahrung!! m53
 
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  • #18
Nochmal von #7:

@8: Genau meine Erfahrung!!! Genau meine Einstellung!!!

@9: ich habe es absichtlich EP-konform formuliert - aber auch das ist wieder nicht recht.

@16: Danke. Ich freue mich, dass sich auch mal die realistisch denkenden Männer äussern - die, die sich offensichtlich der weiblichen Moralkeule entziehen konnten.
 
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  • #19
@7,8,16

Wenn das euere Erfahrungen sind, dann habt ihr vermutlich noch nie eine wirklich gut verdienende Frau kennengelernt.

Die Realität einer wirklich gut verdienenden Frau sieht so aus:

1. Sie erwartet nicht, dass der Mann einlädt oder bezahlt, sondern man wechselt sich ab. Heute lädt er ein, morgen sie.

2. Wenn der schlechter verdienende Mann nach einer Weile (spätestens wenn er sie zum ersten Mal zu Hause besucht und ihr Umfeld sieht) bemerkt, wie gut die Frau wirklich situiert ist, bekommt er Angst, er könnte nicht mithalten und je nach Charaktrer des Mannes reagiert er mit allmählichem Rückzug oder Sticheleien oder Prahlerei der Beleidigtsein!

Das ist nicht die graue Was-wäre-wenn-Theorie, sondern die gelebte Realiät!

w53
 
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  • #20
Gerade erlebe ich selber, wie wichtig mir das Finanizielle in der Beziehung ist. Mein Partner verdient ca. doppelt soviel, wie ich. Ich bin verwitwet und habe zwei Kinder. Nein, ich gehöre nicht zu den Frauen, die sich immer und alles bezahlen lassen, doch, es stört mich sehr, wenn ich für unsere Kurzurlaube oder beim Essengehen das gleiche zahlen sollte (es wird irgendwie von ihm erwartet). Es stört mich so sehr, dass ich überlege, die Beziehung zu beenden. In dem Land, aus dem ich komme, werden die Frauen immer eingeladen und beschenkt. Es ist halt die Sitte und Tradition. Nein, ich möchte nicht, von dem Mann ausgehalten werden! Ich möchte einfach das Gefühl haben, dass er viel mehr als ich hat und deshalb mich mehr unterstützt (oder zumindest mir das Gefühl gibt).

Ich fürchte, dass ich mein Problem nicht richtig in Worte fassen kann...Auf jeden Fall ist das für mich ein großes Problem.
w/42
 
  • #21
Die Geld- und Einkommenshöhe ist für mich unwichtig, solange folgende Dinge klar sind:

- er kann sich selbst ernähren
- er kriegt keine Minderwertigkeitskomplexe (Männer mit Minderwertigkeitskomplexen finde ich sehr unerotisch)
- wir haben die gleiche Arbeits- und Lebenseinstellung sowie Meinung, wie Geld am sinnvollsten ausgegeben wird

Der Rest ist mir echt schnuppe. Charakter, Bildung, Humor, Äußeres sind deutlich Wichtiger.
 
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  • #22
@#13 ... wenn man noch klein ist, glaubt man, man bräuchte viel Geld um sich alles kaufen zu können. Mit spätestens 28 sucht man die Liebe, das Spielen verlernt man aber nie.
 
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  • #23
@18 von #17:

Ich habe schon eine sehr gut situierte Freundin gehabt - in Kleinigkeiten großzügig, bei größeren Ausgaben zurückhaltend und abwartend.

Mit Deiner Position 1. kann ich sehr gut leben und der Typ unter 2. bin ich z.B. überhaupt nicht. Ich gönne es Dir und messe der Einrichtung nicht solchen Stellenwert bei - die wenigsten Wohlhabenden haben das selbst eingerichtet - entsprechend wenig sagt es etwas über sie aus (was diese Leute aber sicher genau andersherum sehen). Das Umfeld ist gewachsen, das hat jeder. Je mehr Geld da ist, desto heuchlerischer wirds - meine Erfahrung. Die Person wäre mir wichtiger.

Wenn es um die nackte Existenz geht, ist Geld wichtig - da nützen manchmal auch gut gemeinte Ratschläge nichts mehr. Wer diese Situation durchlebt hat, wird evtl. auch festgestellt haben, warum Wohlhabende reich sind - sie geben nichts ohne Renditeerwartung. Ohne wenn und aber - auch meine bittere Erfahrung.

Einen guten Charakter und soziale Kompetenz kann eben nicht kaufen - muss man leben. Ist ja bald wieder Weihnachten, da können sich die Reichen alljährlich durch Spenden von ihren Sünden freikaufen und sich feiern lassen.

Trotzdem: ich möchte eine exorbitant reiche Frau kennenlernen, die zu der Erkenntnis gelangt ist, dass man echte Liebe nicht kaufen kann. Unerfüllte Sehnsucht kann ganz schön arm machen.

Ich bin nicht käuflich - aber es wird mit jedem Tag teurer. ;-)
 
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  • #24
Da ich leider tiefen Einblick in das Familienrecht bekommen habe (Scheidung), ist es für mich Bedingung, dass eine Frau monatlich mindestens genauso viel verdienen muss wie ich, am liebsten sogar viel mehr (wg. Unterhalt), aber bei strikter Gütertrennung. Wie hoch das übrige Vermögen ist, darf sie für sich behalten, das interessiert mich nicht im mindesten.
Ich habe meinen Frieden mit meiner derzeitige finanziellen Situation gemacht und mein Leben langfristig darauf ausgerichtet, d.h. ich will keinen Cent von ihr zur Steigerung meines Lebensniveaus. Wenn ihr meine Wohnung nicht behagt, soll sie entweder getrennt in der Luxusvilla in bester Lage wohnen oder die Differenz (und nur die) für ein Wohnstandard ihrer Wahl tragen. Ebenso bei Reisen: Entweder mein Hotelstandard (jeder zahlt selber) oder Differenz zur Wunschkategorie zuzahlen, oder 20.000 Euro-Schiffsreise schlicht alleine machen.
@6 und die FS haben mit ihren Formulierungen ein Problem mit ihren vielen Geld, nicht umgekehrt. Da kommt halt das uralte, wohl angeborene Verhalten an den Tag, dass eine Frau nie einen Mann unter ihrem Niveau heiratet, und nicht umgekehrt.
Ohne Polemik: Ich gönne beiden ihren unermesslichen Reichtum von Herzen. Mich würde er nicht glücklich machen (aber da falle ich selbst bei Männern aus dem Rahmen). Der Unterhalt für meine Kinder ist so hoch wie früher die Leasingrate für mein Auto, deshalb kann ich mir heute keines mehr leisten. Jedes Telefonat mit meinen Kindern und jede gemeinsame Stunde mit meinen Kindern festigt meine Meinung, dass ich nicht halb so glücklich wäre, wenn ich sie nicht, dafür aber ein Auto hätte.
Also @6 und FS, bitte mit euerem Geldkomplex einen weiten Bogen um mich machen (Vorsicht, bin in EP)
m, 45
 
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  • #25
Würde mich (29,m) persönlich nicht stören, momentan verdiene ich ohnehin nicht so wahnsinnig viel da ich Doktorand bin weshalb es gar nicht so ungewöhnlich ist wenn eine Frau mehr verdient als ich (versorgen müsste mich aber niemand, ich verdiene immer noch deutlich mehr als ich eigentlich brauche). Sobald ich fertig bin werde ich voraussichtlich wiederum selbst sehr viel verdienen weshalb Geld dann eigentlich kein so großes Thema mehr für mich sein dürfte, aber auch davon abgesehen definiere ich meinen eigenen Erfolg nicht ausschließlich am Geld.
 
  • #26
@21 Ja, ich verstehe dich! Irgendwann sucht man die Liebe, egal ob man alles hat oder nicht. Das Spielen macht aber immer Spaß, egal ob man 28 oder 39 ist, nicht wahr?
 
  • #27
@21 Man sollte sich in den Menschen verlieben,weil er einfach "er" ist und nicht in sein Geld oder seinen Beruf, seinen Status e.c.t.! Ich würde mir wünschen, wenn es überall so wäre.
 
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  • #28
von 21/3
@26 ... ganz richtig! Viele Menschen leben nur für den Status und vergessen zu leben. Der Lankreis Starnberg, zum Beispiel, bietet unglaublich viel Freizeitwert. Man macht sich viel zu selten bewusst, dass man das Glück hat dort zu wohnen wo andere Urlaub machen.

Geld in einer Beziehung ist schon wichtig für ein gutes Leben. Auch wenn man das Glück hat gutes Geld zu verdienen, sollte man aber bei Zeiten gelernt haben es bewußt auszugeben. Geld auzugeben für Dinge die man nicht braucht, um Menschen zu beeindrucken die man nicht mag, ist dumm - und derer gibt es leider viele.

Viele Menschen bauen sich ein möglichst großes Haus mit einer möglichst großen Garage neben möglichst vielen Nachbarn um diese mit möglichst vielen (geleasten) Fahrzeugen zu beindrucken. Das ist ein ganz schön albern, denke ich.
 
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  • #29
Ich bin @16 zu @ 18: ich mache die Erfahrung genau umgekehrt...vielleicht hast auch du vermutlich noch nie einen wirklich gut verdienenden Mann kennengelernt.
Meine Realität eines wirklich gut verdienenden Mannes sieht so aus:

1. Sie erwartet grundsätzlich und ausschließlich mit einer Selbstverständlichkeit, dass der
Mann einlädt oder bezahlt. Punkt. (Akademikerinnen von 35 - 50)

2. Wenn die schlechter verdienende Frau nach einer Weile (spätestens wenn sei ihn zum ersten Mal zu Hause besucht und sein Umfeld sieht) bemerkt, wie gut der Mann wirklich situiert ist, bekommt sie Krallen und nimmt ihn ein, es könnte vielleicht eine andere ihren Platz einnehmen, was unter keinen Umständen sie haben möchte...

Das ist nicht die graue Was-wäre-wenn-Theorie, sondern die gelebte Realiät! Ja, ganz bestimmt, habe ich bis jetzt noch nicht die richtige Frau kennen gelernt! Vermutlich hast auch du auch noch nicht den richtigen Mann kennen gelernt...
Zu @19: Du schreibst:"In dem Land, aus dem ich komme, werden die Frauen immer eingeladen und beschenkt. Es ist halt die Sitte und Tradition." Antwort: So wie du es als Selbstverständlichkeit ansiehst, so sehen es noch viele Frauen hier in unserem Lande...die sogar hier geboren sind...ich finde diese Einstellung für das Leben hier in unserem Land nicht gut und keineswegs gleichberechtigt! m53
 
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  • #30
Warum sich Männer horizontal pekuniär orientieren? Na ja, in meinem Alter dürften die meisten Männer wohl Scheidungsreste sein. Beantwortet das die Frage nicht?

Bei etwa gleichem Einkommen kann man(n) doch schon mal vermuten, dass es ihr nicht um die liebe Kohle, ums Versorgtsein geht. Oder? Ist doch schön, seine Ambitionen von solchen Gedanken unbelastet nach vorne treiben zu können. Und was besserverdienende Frauen angeht, werden Männer wohl ihre eigene Einstellung auf die potenzielle Partnerin übertragen. Mal ganz abgesehen davon, dass der Mammutjäger seine angestammte Rolle aufgeben und ihr die Keule überlassen muss. Das ist hart für einen Clanboss.

Vermutlich wird der Geldaspekt auch eher in der Phase der Kontaktanbahnung eine Rolle spielen. Die Zeit, in der man (frau auch) sich noch nicht sicher sein kann, welche Absichten der/die Gegenüber wirklich hegt. Wird Liebe draus (und ich meine Liebe! Weiß jemand, was ich meine?) spielt Geld ohnehin keine Rolle mehr. Bei den threads könnten wir ja mal kurz nachzählen, wie oft die Liebe da schon mit Wucht zugeschlagen hat :) Manche befinden sich halt ein Leben lang in der Phase der Kontaktanbahnung. Ist die vorbei, geht´s gerne wie auf der Achterbahn gleich in die Absprungphase. Und dann Gute Nacht und sayonara - und vor den Scheidungsrichtern taucht die Kohle dann plötzlich wieder auf! Um nichts wird so leidenschaftlich gestritten wie über mein und dein und die Möglichkeiten der Phasenverschiebung. Von irgendwas wollen doch auch Juristen leben, was? Warum also nicht von vornherein dafür sorgen, dass es nichts zu streiten gibt - und das klappt wohl nur, wenn beide in etwa über ein vergleichbares Einkommen verfügen.
 
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