• #31
Ich bin grundsätzlich jemand der in ein Gedankenkarussell abtaucht
Um Juni bin ich den schwersten Schritt...Sohn raus, gegangen.
Dann direkt Urlaub, den ich nicht mit großem Budget absolvieren konnte und somit weniger Events.
Und jetzt muss ich sowieso rechnen mit kaum Luft.

Nur wer wie ich, mal völlig fertig aus einem Urlaub kam, weil ich den im Kopf mit 100 Varianten meines Liebeskummers gefüllt habe...
Der arbeitet schon lange daran, aus dem Kreislauf rauszukommen.

Eigentlich geht es mit dem leichten Mittel, immer bewusst das zu tun, was man gerade macht.
Beispiel gehen...jeder Schritt bewusst, jedes Haus und jeden Baum, bewusst sehen.
Baustil überlegen, Gattung, Licht, Himmel
Zuhause bewusst kochen, bewusst einkaufen...
Eben nicht einfach nur nebenbei...

Ähnlich geh ich auch mit Ängsten vor Zukunft etc um und....so empfinde ich viele Dinge sehr schön, die nicht mal was kosten oder die man eben alleine macht.
Der Wald riecht zb gerade super
 
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  • #32
Wenn du bald kürzer in deinem Job trittst, wie wäre es dann mit ehrenamtlicher Arbeit in einer caritativen Einrichtung, in der Flüchtlingshilfe, einem Pflegeheim, einer Schule o.ä. Ich könnte mir vorstellen, dass dir soziale Arbeit ein Gefühl von Zufriedenheit geben und zum Leben im Jetzt beitragen kann. Vor allem kreist du nicht nur um eigene Probleme und Bedürfnisse. Alles Gute dir!
w/55
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #33
Wenn du bald kürzer in deinem Job trittst, wie wäre es dann mit ehrenamtlicher Arbeit in einer caritativen Einrichtung, in der Flüchtlingshilfe, einem Pflegeheim, einer Schule o.ä. Ich könnte mir vorstellen, dass dir soziale Arbeit ein Gefühl von Zufriedenheit geben und zum Leben im Jetzt beitragen kann. Vor allem kreist du nicht nur um eigene Probleme und Bedürfnisse. Alles Gute dir!
w/55
Kleiner Tipp für kinderliebe Menschen:

Man kann auch Pate für ein Kind im Kinderheim werden, dies regelnäßig besuchen, Ausflüge machen, an wichtigen Feiern wie zB. Einschulung teilnehmen, etc.
Es gibt genügend Kinder, die zu Weihnachten alleine im Heim sitzen und sich sehr freuen würden, jemanden zu haben, dem sie nicht egal sind und der Anteil nimmt an ihrem Leben.
 
  • #34
Dann musst du raus aus deinem Kopf und rein in deine Körperempfindungen.

Hier, das könnte dir behilflich sein: https://www.klett-cotta.de/media/44/Buch89026_Görlitz_Körper_Zusatzmaterial.27599.pdf
Bei mir hilft das auch, sonst würde ich es gar nicht aushalten.

Ich hasse es dass immer so viel Hausarbeit ansteht (ich verbringe damit aktuell viel mehr Zeit als mit der Arbeit und werde nie fertig da ich nicht besonders motiviert bin), aber da ich Sport mache und gerne tanze nehme ich dann das positive Körpergefühl teilweise in die Hausarbeit mit.

Es hat jahrelang gedauert bis ich von total unsportlich hin zu 3,4 Sportarten kam die mir wirklich gefallen und Spaß machen. Da bin ich dann tatsächlich achtsam und im Augenblick, weil meine Achtsamkeit für den Körper mich zu sehr vom denken ablenkt.

Es wäre ja auch so, in einem Augenblick der totalen Erleuchtung würde man zu 100 % das hier und jetzt mitbekommen und auch seinen Körper intensiv spüren. Jetzt dreht man also wenn man vom Geist her nicht in die Achtsamkeit kommt (weil zu belastet) den Prozess einfach um und intensiviert das Körpergefühl bis es die Aufmerksamkeit einnimmt und erreicht damit ein ähnliches Resultat.

Noch besser als beim tanzen klappt es bei mir beim Thaiboxen, aber das könnte dem Umstand geschuldet sein dass das training so hart ist dass man ständig an seiner körperlichen Grenze ist. Schwimmen und Sauna mag ich auch gern, das ist sanfter, aber das Wasser macht irgendetwas mit einem und ich empfehle das auch immer Leuten die zu Verspannungen und Sportverletzungen neigen weil das Wasser den Körper vor falschen Bewegungen ein bisschen beschützt.

Mir ist auch aufgefallen das viele psychisch kranke Leute ein schlechteres Körpergefühl haben.
 
  • #35
Mir ist auch aufgefallen das viele psychisch kranke Leute ein schlechteres Körpergefühl haben.
Über deine Körperempfindungen gelangst du eben zu deinen Emotionen und damit auch zu deinen Bedürfnissen.

Säuglinge besitzen noch kein Konzept von Gefühlen und verspüren daher keinen Hunger, Durst, Mündigkeit, Angst usw., sondern nehmen lediglich Spannungen innerhalb ihres Körpers wahr.

Viele Menschen identifizieren sich zu sehr damit, was sie denken, spüren sich selbst nicht mehr und leben somit an ihren Bedürfnissen vorbei. Sie sorgen schlecht für sich selbst. Und ja, das führt langfristig zu psychischen Erkrankungen.
 
  • #36
Ich denke , du hast dein Trauma nicht überwunden . Ich würde Traumatherapie oder Hypnose probieren. Ansonsten Körpertherapie, Yoga. Erinnere dich an Momente wo du ganz im jetzt bist . Ich habe das in der Natur, beim Yoga . Vielleicht hast du das bei deinen Tieren . Übe keinen Druck auf dich selber aus , präsent zu sein kann man nicht erzwingen , genauso wenig wie glücklich zu sein .
Schreibe ein Dankbarkeitstagebuch.
Mach anderen eine Freude .
Schaue
auf die wertvollen Dinge , in deinem Leben, die überlebt haben, trotz allem Schmerz. Du hast deine Tochter gut hinbekommen , wahrscheinlich viel liebevoller begleitet als du es je erleben durftest . Du hast nach so langen Jahren einen Partner gefunden , der an deiner Seite ist . Du kannst es dir leisten beruflich kürzer zu treten .
Ich würde dir noch ein Ehrenamt empfehlen . Anderen Gutes zu tun ist sehr erfüllend .
Das wären so meine Tipps an dich . Wichtig ist auch alle Gefühle anzunehmen , auch die schlechten und nicht gegen sie anzukämpfen .
Unsere Emotionen gehören zu uns .
Der Druck immer im jetzt zu leben und glücklich zu sein ist auch ein Funktionieren , mach dich frei davon .
Alles Gute!
 
  • #37
Dem schließe ich mich an und möchte dir, @Hasendompteur, insbesondere das Buch "The Art of Happiness" ans Herz legen. Es ist das Ergebnis zahlreicher Unterhaltungen zwischen dem Dalai Lama und Howard C. Cutler, einem renommierten westlichen Psychiater und Glücksforscher.

Ersterer teilt Jahrtausende alte, bewährte buddhistische Weisheiten, aber auf absolut nicht esoterische, sondern sehr lebensnahe und zutiefst menschliche Art. Letzterer gleicht diese mit den neuesten Erkenntnissen wissenschaftlicher Forschung, zB aus der Neurologie, ab. Sehr spannend, und vieles auch ganz praktisch anwendbar.
Danke für den Tipp, hört sich interessant an - habs gerade bestellt 😊
Das klingt toll - weiter so. 🙂 Und wenn mal wieder ein trübsinniger Tag dazwischen kommt, an dem du es nicht schaffst, sei gnädig mit dir. Auch das ist Achtsamkeit. Hauptsache, du bleibst insgesamt dran.


Dann stell dir mal vor, wie doof es erst wäre, wenn du ganz alt wirst und noch sehr viele gute Jahre auf dich warten - du sie dir aber mit solchen Gedanken versaust. Würde sich zehn-Jahre-in-der-Zukunft-Hasendompteur dann nicht erst Recht in den Hintern beißen?


Schön! Sich um Lebewesen zu kümmern, sie zu beobachten und zu streicheln kann auch viele kleine Glücksmomente im Hier und Jetzt erzeugen.

W, 29
 
  • #38
Ich bin grundsätzlich jemand der in ein Gedankenkarussell abtaucht
Um Juni bin ich den schwersten Schritt...Sohn raus, gegangen.
Dann direkt Urlaub, den ich nicht mit großem Budget absolvieren konnte und somit weniger Events.
Und jetzt muss ich sowieso rechnen mit kaum Luft.

Nur wer wie ich, mal völlig fertig aus einem Urlaub kam, weil ich den im Kopf mit 100 Varianten meines Liebeskummers gefüllt habe...
Der arbeitet schon lange daran, aus dem Kreislauf rauszukommen.

Eigentlich geht es mit dem leichten Mittel, immer bewusst das zu tun, was man gerade macht.
Beispiel gehen...jeder Schritt bewusst, jedes Haus und jeden Baum, bewusst sehen.
Baustil überlegen, Gattung, Licht, Himmel
Zuhause bewusst kochen, bewusst einkaufen...
Eben nicht einfach nur nebenbei...

Ähnlich geh ich auch mit Ängsten vor Zukunft etc um und....so empfinde ich viele Dinge sehr schön, die nicht mal was kosten oder die man eben alleine macht.
Der Wald riecht zb gerade super
Hey pixie, ich finde mich oft in deinen Texten wieder. Ich bin wohl nur etwas vehementer als du, oder du kannst es besser kanalisieren - ich arbeite noch dran 😉. Alles Gute und ich wünsche dir eine schöne Zeit, auch wenn ein neuer, gewöhnungsbedürftiger Zeitabschnitt (Sohn raus) anfängt. Du machst das schon!!!
 
  • #39
Liebe Hasendompteur, (ich finde Deinen Namen soooo lustig, das nur mal anbei…)

Heute Vormittag hab ich frei. Ein Tage purer Glückseligkeit!

Davon möchte ich abgeben. Wenn Du magst.
Achtsam sein, beginnt für mich damit, mir klarzumachen, dass ich unwichtig bin.
Dem Universum und den meisten Menschen bin ich total egal.
Wir verlöschen einfach irgendwann.

Du könntest Dich fragen: Wer möchte ich gewesen sein? Wie sieht mein Nachruf aus? Wenn Du ihn Dir selbst schreiben würdest.

Mein Vormittag voll Glück. Um 7:30 Uhr war ich schon 5 km von zu Hause weggewandert und stand mitten in einer Wiese. Voller Nebel, in der Ferne eine Kirchturmspitze. Die Sonne schien, die Luft war kalt. Es war SO schön!

Auf den Ohren hatte ich eine Playlist mit Hindi-Lovesongs. Der Himmel weit und ich so klein darunter. Ich habe mich so gefühlt, als hätte man mich nun ruhig von der Erde abberufen können, es wäre OK gewesen. Total verbunden mit allem.
Aber es kam noch besser. Auf dem Spitzwegerich, den ich gepflückt habe, saß auf der Blattunterseite ein grüner Hüpfer. Der hatte noch keine Temperatur aufgeladen und sprang deshalb nicht weg. Ich konnte ihn mir richtig in Ruhe ansehen. Als ich das Blatt hinlegte, sah ich, es liegen frische Walnüsse umher, über mir der Baum. Warte, es kommt noch besser…
Auf der Wiese eine Menge Wiesenchampignons. Weißt Du wie weich die Lamellen eines Pilzes an der Unterseite sind? So schön! Wie ein Hauch.

Die Weinhecke trug schon Trauben mit grünen und blauen Früchten.
Durch den Wald, durch den ich zurück bin, wehte ein kräftiger Hauch von Kiefernduft, und auf dem Rückweg sprang mir ein rotes Eichhörnchen über den Weg.

Lass mich mal zählen. Wiese, Nebel, Kirchturm-Idylle, kalte Luft, Hindi-Songs, Grashüpfer, Walnüsse, Pilzlamellen, Weintrauben, Kiefernduft, Eichhörnchen.

Und danach der erste Kaffee des Tages. Alles perfekt.

12 Mal Glück in nur zwei Stunden. Ok, nach 2 Stunden Hindi-Songs bin ich sowieso voll Sonne.

Hasi, mach die Augen auf! Es ist alles jetzt!

Ach noch eines. Glück kann so einfach sein.

Humor! Ohne geht nix.

Wenn man wirklich pieseln muss, und nach einer Stunde endlich ein Klo findet. (Wahlweise Busch, so wie ich heute.)

Da kann ganz schön Dankbarkeit aufkommen. Also Nr. 13 heute, ein Örtchen, wenn man es braucht.

13 Mal Glück. Und es passt sicher noch was rein, der Tag ist ja noch nicht zu Ende. :)

W48
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #40
Einer der schönes Essays über Glückseligkeit, den ich hier je gelesen habe, ich glaube, der schönste. Danke!

Einer meiner persönlichen Favoriten:
Achtsam sein, beginnt für mich damit, mir klarzumachen, dass ich unwichtig bin.
Ganz wichtig, sich das klarzumachen, ja.
Trotz meiner familiären Verpflichtungen - es kommt, wie es kommt, wenn mich z.B. auf der Straße jemand abschießt, was soll ich machen? Warum darum übermäßig sorgen? Mehr wie für die Familie entsprechend Vorsorgen und Vorbereiten, für einen plötzlichen Abgang, kann ich nicht. Und jeden Abend in Frieden miteinander ins Träumeland...

ErwinM, 53
 

Laleila

Cilia
  • #41
Liebe Hasendompteur, (ich finde Deinen Namen soooo lustig, das nur mal anbei…)

Heute Vormittag hab ich frei. Ein Tage purer Glückseligkeit!

Davon möchte ich abgeben. Wenn Du magst.
Achtsam sein, beginnt für mich damit, mir klarzumachen, dass ich unwichtig bin.
Dem Universum und den meisten Menschen bin ich total egal.
Wir verlöschen einfach irgendwann.

Du könntest Dich fragen: Wer möchte ich gewesen sein? Wie sieht mein Nachruf aus? Wenn Du ihn Dir selbst schreiben würdest.

Mein Vormittag voll Glück. Um 7:30 Uhr war ich schon 5 km von zu Hause weggewandert und stand mitten in einer Wiese. Voller Nebel, in der Ferne eine Kirchturmspitze. Die Sonne schien, die Luft war kalt. Es war SO schön!

Auf den Ohren hatte ich eine Playlist mit Hindi-Lovesongs. Der Himmel weit und ich so klein darunter. Ich habe mich so gefühlt, als hätte man mich nun ruhig von der Erde abberufen können, es wäre OK gewesen. Total verbunden mit allem.
Aber es kam noch besser. Auf dem Spitzwegerich, den ich gepflückt habe, saß auf der Blattunterseite ein grüner Hüpfer. Der hatte noch keine Temperatur aufgeladen und sprang deshalb nicht weg. Ich konnte ihn mir richtig in Ruhe ansehen. Als ich das Blatt hinlegte, sah ich, es liegen frische Walnüsse umher, über mir der Baum. Warte, es kommt noch besser…
Auf der Wiese eine Menge Wiesenchampignons. Weißt Du wie weich die Lamellen eines Pilzes an der Unterseite sind? So schön! Wie ein Hauch.

Die Weinhecke trug schon Trauben mit grünen und blauen Früchten.
Durch den Wald, durch den ich zurück bin, wehte ein kräftiger Hauch von Kiefernduft, und auf dem Rückweg sprang mir ein rotes Eichhörnchen über den Weg.

Lass mich mal zählen. Wiese, Nebel, Kirchturm-Idylle, kalte Luft, Hindi-Songs, Grashüpfer, Walnüsse, Pilzlamellen, Weintrauben, Kiefernduft, Eichhörnchen.

Und danach der erste Kaffee des Tages. Alles perfekt.

12 Mal Glück in nur zwei Stunden. Ok, nach 2 Stunden Hindi-Songs bin ich sowieso voll Sonne.

Hasi, mach die Augen auf! Es ist alles jetzt!

Ach noch eines. Glück kann so einfach sein.

Humor! Ohne geht nix.

Wenn man wirklich pieseln muss, und nach einer Stunde endlich ein Klo findet. (Wahlweise Busch, so wie ich heute.)

Da kann ganz schön Dankbarkeit aufkommen. Also Nr. 13 heute, ein Örtchen, wenn man es braucht.

13 Mal Glück. Und es passt sicher noch was rein, der Tag ist ja noch nicht zu Ende. :)

W48
Bis auf die Hindi -Musik 🤪,
erlebe ich genau diese Dinge als Glückseligkeit des Augenblicks.

Schön beschrieben!
 
  • #42
Alles Gute und ich wünsche dir eine schöne Zeit, auch wenn ein neuer, gewöhnungsbedürftiger Zeitabschnitt (Sohn raus) anfängt. D
Du schreibst ja noch nicht sooo lange mit;-)
An diesem Sohn hängt leider einiges mehr dran, als nur die Veränderung ohne.
Ich möchte nur nicht den Thread sprengen oder den Zorn der Mütter auf mich ziehen.
Es war/ist definitiv das schwerste was ich durchgezogen habe.
Und jetzt haben meine Zwillinge Geburtstag und das wohl ohne Kontakt zu einem.
Da hat @Opal wunderschön beschrieben, wie man achtsam den inneren Blick ins Aussen bekommt um dann fürs Innere wieder positive Ladung zu bekommen.
Ok bei der Musik bin ich definitiv raus...;-)
Unabhängig davon das es Geschmackssache ist, bin ich draußen völlig ohne Musik unterwegs.
Die Natur mag ich auch hören und mich darauf konzentrieren.
Vögel zwitschern, Blätter rauschen, ein Feld im Wind und meine Schritte bewusst gehen, dazu gehört sie auch hören.

Wenn Musik, dann brauch ich da eher den Ausgleich in laut und tanzen, wenn möglich wild, austoben.
Vielen hilft ja Mediation...finde ich toll.
Mir allerdings gar nicht, bin mal wegen lachanfall rausgeflogen.
Brauch dann wohl eher ein Ventil zum rauslassen...tanzen oder Sandsack zum mal draufhauen.
 
  • #43
Das stimmt.
An diesem Sohn hängt leider einiges mehr dran, als nur die Veränderung ohne.
Oh, ich hoffe, ich bin dir nicht zu nahe getreten - ich hab aber eine dunkle Ahnung, was du meinen könntest.
Ich möchte nur nicht den Thread sprengen oder den Zorn der Mütter auf mich ziehen.
Ersteres verstehe ich, bei letzterem- hm .. Ich kann eine ganze Menge nachvollziehen und meine Entscheidungen bezüglich meines Sohnes würde hier sicher auch nicht jede gutheißen. Wäre mir aber nur bei bestimmten Leuten nicht so egal.
Es war/ist definitiv das schwerste was ich durchgezogen habe.
Ganz ehrlich und ohne dir Honig um den Bart schmieren zu wollen, so wie du dich hier liest, glaube ich nicht, dass du in irgendeiner Art und Weise eine leichtfertige oder kritikwürdige Entscheidung getroffen hast.
Und jetzt haben meine Zwillinge Geburtstag und das wohl ohne Kontakt zu einem.
Hört sich nicht gut bzw. traurig an, um so mehr wünsche ich dir/euch alles Gute.
Da hat @Opal wunderschön beschrieben, wie man achtsam den inneren Blick ins Aussen bekommt um dann fürs Innere wieder positive Ladung zu bekommen.
Ja 😊
Ok bei der Musik bin ich definitiv raus...;-)
Unabhängig davon das es Geschmackssache ist, bin ich draußen völlig ohne Musik unterwegs
Die Natur mag ich auch hören und mich darauf konzentrieren.
Ja und geht mir ebenso.
Vögel zwitschern, Blätter rauschen, ein Feld im Wind und meine Schritte bewusst gehen, dazu gehört sie auch hören.

Wenn Musik, dann brauch ich da eher den Ausgleich in laut und tanzen, wenn möglich wild, austoben.
Vielen hilft ja Mediation...finde ich toll.
Mir allerdings gar nicht, bin mal wegen lachanfall rausgeflogen.
Kriege ich hin, aber besser ganz allein 😉
Brauch dann wohl eher ein Ventil zum rauslassen...tanzen oder Sandsack zum mal draufhauen.
Kommt mir bekannt vor.
 
  • #44
Und jetzt haben meine Zwillinge Geburtstag und das wohl ohne Kontakt zu einem.
Liebe Pixi,

die beiden haben nächstes Jahr auch wieder Geburtstag ...... und feiern dann vielleicht wieder beide gerne mit dir.
Gib deinem Leben jeden Tag die Chance, besser zu werden ....... das habe ich in meiner Zeit der Krankheit gelernt.
Ich drücke dir alle Tatzen ......
 
  • #45
und feiern dann vielleicht wieder beide gerne mit dir.
Danke Onkel Tom;-)
Ich habe mich zwei Jahre durch alle...ne leider viel zu wenige vorhandene..Beratungen gearbeitet.
Und ich habe sozusagen vorher schon alle Phasen mehrfach durchlebt, die kommen oder kommen könnten...da bin ich wirklich viel leichter jetzt wo ich den Schritt gegangen bin.
Man darf nicht vergessen, dass es ja auch um Seibstmitleid geht,
;-)
Sinnigerweise lieg ich eh mit Scharlach flach, dass macht ein bisschen rührselig;-)
 
  • #46
Einer der schönes Essays über Glückseligkeit, den ich hier je gelesen habe, ich glaube, der schönste. Danke!
Hallo Erwin, ja, kam aus dem Herzen. Ich liebe den Wald so sehr. Ist wie Heimat. Wie eine schöne grüne Decke. Bei uns gibt es auch noch Rehe, da muss man aber leise sein. (Und keien Hindi-Songs auf den Ohren haben... :) Und heute habe ich die abgeblühten Fruchtstände der "Wilden Kade" gesehen und angefasst und gefühlt. Die ist für mich eine der schönsten Diesteln überhaupt, wie ein Urzeitgewächs.

Auch eine schöne Übung in Achtsamkeit.... durch den Wald gehen, und möglichst wenig Geräusch zu machen.... Gar nicht so leicht.... immer knackt es...irgendwo.
Und wir haben ein super Pilz-und Eicheljahr.... einfach schön! 🍄🍁🍂🍃
 
  • #47
Wenn Musik, dann brauch ich da eher den Ausgleich in laut und tanzen, wenn möglich wild, austoben.
Liebe Pixi, geht mir meist auch so.... meist mache ich die Musik aus, wenn ich drin bin, im Wald, aber bis dahin bin ich oft ziemlich flott unterwegs... wegen Kardiotraining... Der Hinweg ist also Fit:)nes....
Zum Tanzen hätte ich auch noch was, ich habe auch tibetanische und hebräische Musik.
Tanz mal bisschen... Ich schicke Dir...
Simche Friedmann "Lo Lefached"
Ich kann da nicht ohne Hinternwackeln.... Da muss die ganze Achtsamkeit dann auch mal wieder raus! 💃
Bevor ich irgendwann am Krückstock krieche, hab ich hoffentlich Arthrose nur durchs Tanzen...
Lebensfreude pur...
w48
 
  • #48
Bis auf die Hindi -Musik 🤪,
erlebe ich genau diese Dinge als Glückseligkeit des Augenblicks.

Schön beschrieben!
😅, och Du.... da gibt es wirklich schöne rockige Stücke...aber na ja, ist auch ein bisschen fürs Herz und Herzschluchzen und so.
Ansonsten könntest Du noch versuchen / Anu / phur (Fly)

@Hasendompteur... Ich möchte Dir noch mal schreiben...
Melde Dich doch mal zurück.
Achtsamkeit für sich trainieren:
10 Perlen in die Hosentasche stecken, und immer wenn Du was Bewegendes siehst, wechselt eine Perle in die andere Tasche....
Die ersten Tage wirst Du es vergessen...aber dann wirst Du dran denken, (spätestens wenn die Perlen beim Hose ausziehen in alle Richtungen fliegen.... 😆w48
 
  • #49
Denk nicht so viel darüber nach was alles schlecht lief, nicht über die Dinge die dich belasten, akzeptiere sie als Teil von dir - mache Dinge kann man nicht mehr ändern.

Versuche die Momente am Tag zu genießen, Kleinigkeiten, fühle in dich hinein, sei dankbar.

Mich erdet es immer total wenn ich meine tägliche eiskalte Dusche hatte, man ist so sehr bei sich, bei seiner Atmung und danach hat man ein warmes Gefühl - das mag ich.


Das Leben rast vorbei, und so viele Momente erlebe ich gar nicht wirklich. Arbeitsstreß und Hetze bis zum letzten Arbeitstag

Kenne ich auch, besonders jetzt wo die Elternzeit vorbei ist und ich wieder Vollzeit arbeite. Freitags ist immer der Tag zum feiern, 13 Uhr Feierabend - Mo-Do dafür vorarbeiten, da sind die Tage dann lang und mega fix vorbei, nach der Arbeit hole ich meinen Sohn direkt von der Oma ab, die ihn vorher, weil ich es zeitlich nicht packe, aus der Kita abgeholt hat. Dann spielen wir noch, Abendessen, bettfertig machen und dann ist der Tag auch schon gelaufen.
Dann gibt es noch so viele andere Dinge im Alltag die es gilt zu erledigen und Dinge an die man denken muss „hat der kleine noch alles? Oh, die Gummistiefel vom letzten Herbst/ Winter sind zu klein ich muss neue für die Kita besorgen und eine Matschhose auch, habe ich das Essengeld schon überwiesen? Wir haben kein Brot mehr.. ich wollte doch noch die Rechnung überweisen, Sch.. Mittwoch ist doch dieser wichtige Termin auf der Arbeit, ich muss die Auswertung noch fertig machen..
Und so geht das dann los, man schafft es nicht sich mal nicht um etwas Gedanken zu machen, man verliert sich.
Im Urlaub nimmt man sich viele Dinge vor die man so im Alltag nicht immer schafft, plant seine Termine in den Urlaub und dann ist der Urlaub auch schnell vorüber.

Vielleicht hilft es sich gezielt Zeit für sich zu nehmen und bewusst auf Kleinigkeiten wie die bunten Blätter an den Bäumen zu achten, sich keine Gedanken um den Rest zu machen und die Vergangenheit zu akzeptieren 🍂🍁
Waldspaziergänge finde ich auch toll 😍
Den Alltag entschleunigen und lockerer zu sein, nicht immer alles sofort erledigen wollen, sich nicht stressen.

Von meinem Sohn kann ich vieles lernen, er zeigt mir die Welt wie er sie entdeckt und das ist etwas ganz wundervolles, Kleinigkeiten die ich längst übersehen würde, nimmt er ganz bewusst war, er filtert diese Dinge nicht.

Ich mag auch gerne meine Laufrunde im Wald, sie hat etwas befreiendes, ich laufe an einer Kurklinik und einem abgelegenen Haus/Hof entlang, dort laufen die Ziegen und Hühner manchmal frei auf dem Weg herum, ich laufe einen Wanderweg entlang, dann durch den Wald, dort ist es teilweise etwas steiler (Gesamtstrecke 5 Kilometer, 100 Höhenmeter) ich spüre wie sich die Steine unter meinen Füßen beim Berg hinauf laufen bewegen und genieße die Ruhe.

W 28
 
  • #50
Selbst wenn es etwas morbide klingt - mir hilft es, mir ab und zu ins Gedächtnis zu rufen, dass es das letzte Mal sein könnte, dass ich etwas Bestimmtes tue.

Es kann einfach wahnsinnig schnell vorbei sein. Muss ja nicht einmal sein dass man stirbt, für manche Dinge hat man einfach nicht ewig die Gelegenheit.
 
  • #51
Selbst wenn es etwas morbide klingt - mir hilft es, mir ab und zu ins Gedächtnis zu rufen, dass es das letzte Mal sein könnte, dass ich etwas Bestimmtes tue.
Eine ganz normale, gesunde Einstellung. Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter.

Es kann einfach wahnsinnig schnell vorbei sein. Muss ja nicht einmal sein dass man stirbt, für manche Dinge hat man einfach nicht ewig die Gelegenheit.
Wenn Du stirbst, weißt Du von nichts mehr. Von hier auf jetzt ein schwerer Pflegefall zu werden, ist noch mal eine ganz andere Kategorie.
ErwinM, 53
 
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