• #1

Wieder mal nichts gemerkt ...

Es passiert mir relativ häufig, daß ich, wenn ich Männer kennenlerne, davon ausgehe, daß man sich halt eben kennt, ab und an trifft und unterhält. Wenn ich kein tiefer gehendes Interesse an diesem Mann habe, kann ich recht entspannt im Umgang sein. Aber trotz Eurer Aufklärung hier scheine ich immer noch keine Anzeichen zu bemerken, aus denen ich erkennen könnte, daß das Interesse des Mannes an mir größer wird. Bin ich ein solcher Holzklotz oder kann man das wirklich nicht mitbekommen? Ich bin dann immer wie vor den Kopf gestoßen (sicher auch mit weil ich absolut nicht damit rechne, daß er Interesse an mir Pummelchen haben könnte) und weiß, daß ich (mal wieder) jemanden, den ich mag, als Bekannten verliere, weil es mir nicht wie ihm geht. Es fällt mir schwer, in diesen Momenten dann meine Ansicht klarzustellen und auch, mich an diese immer weiderkehrende Situation zu gewöhnen. Ich würde gerne rechtzeitiger gegensteuern.
 
G

Gast

Gast
  • #2
siri
mir ist nicht klar, ob du nicht verstehst, daß er Interesse an die hat, oder daß er kein Interesse an dir hat.

Ich denke, daß du grundsätzlich davon ausgehen kannst, daß die meisten Männer hier eine (mehr oder weniger feste) Partnerin und keine Bekannte suchen. Wenn dich also ein Mann wiedersehen möchte, dann vermutlich nicht (nur) deshalb, weil man sich mit dir gut unterhalten kann, sondern weil er dich als eventuelle Partnerin sieht.

Klartext: ein Mann, der KEIN Interesse an dir Pummelchen hat, wird sich nicht mehr melden. Wenn er sich wieder meldet, hat er - auf die eine oder andere Art (Beziehung, Verhältnis, ONS) Interesse an dir. In wie weit du Interesse an ihm hast, mußt du selbst wissen - und ihn auch wissen lassen. So kompliziert ist es doch gar nicht. ;-)
 
  • #3
Liebe Mary! ich kann Siri hier wirklich zustimmen: Wenn ein Mann wiederholtes Interesse zeigt, dann hat er Interesse an Dir als Frau und nicht an Dir als Bekannte. So einfach ist das im allgemeinen. Wo Frauen noch an "lockere Freundschaft" oder "entspanntes Miteinander" denken, filtern Männer schon längst in "potentielle Freundin" oder "nein".

Allgemeine Anzeichen sind aber oft zunehmende Schüchternheit oder Verkrampftheit auf seiten des Mannes, wenn er wirklich an einer Frau interessiert ist. Ist ein ganz seltsames Phänomen, aber ist irgendwie immer wieder so. Wenn einem Mann eine Frau komplett egal ist, ist er super entspannt und lässig, wenn er echtes Interesse bekommt, werden auch sie nervös.

Ich finde persönlich, dass gute Freundschaften auch mit Männern durchaus viel Wert sind, gerade wenn sie nicht durch sexuelles Interesse belastet sind. Aber in meiner Erfahrung kann man keine vertrauensvolle Freundschaft aufbauen, wenn genau dieses sexuelle Interesse schon mal einseitig vorhanden war. Manche werden behaupten, gar kein Problem, aber für Menschen wie Dich und mich ist das nichts, sondern bleibt belastet.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Liebe Mary, liebe Siri, als Mann kann ich Eurer Argumentation größtenteils zustimmen. Zunehmende Schüchternheit oder Verkrampftheit treten jedoch meistens nur dann auf, wenn er nicht weiß, was passieren wird, wenn er etwas versucht und resultiert aus der Angst einen Korb zu bekommen (Stolz). Je größer er die Chancen ansieht, je geringer seine Gefühle Dir gegenüber sind, desto weniger wird diese Schüchternheit. Es ist ja nicht immer gesagt, dass er etwas will oder dass er etwas fühlt. Eine frühzeitige Klärung von Frauenseite empfinde ich als eine tolle und aufrechte Eigenschaft. Würde ich aber, wenn ich eine Frau wäre, nur bei absoluter Hoffnungslosigkeit praktizieren. Sonst macht die Klärung das schöne und prickelnde Kennenlernen kaputt. Wie ist es eigentlich bei Frauen? Wann sollte man(n) sicherer sein, dass man(n) landen könnte? Ich habe mich bis jetzt an ihren Blicken orientiert, aber bei zunehmender Emanzipation wird es immer schwieriger diese Zeichen zu sehen.
 
  • #5
@ #1 siri

Ich meinte, daß ich nicht merke, daß jemand Intresse an mir hat. Ich falle aus allen Wolken, wenn er es mit tatsächlich sehr deutlich sagt im Sinne von daß er sich mehr zwischen uns vorstellen kann. Was auch immer er sich genau vorstellen mag.

@ #2 Frederika
Schreck laß nach - so habe ich das noch nie gesehen. Ich bin nur mit Brüdern aufgewachsen, war also immer unter vielen männlichen Wesen - ohne daß irgendetwas intimeres lief. Ich bin es so gewohnt und komme mit Männern grundsätzlich besser klar als mit Frauen - rein freundschaftlich. Es verteilt sich aber über Deutschland, ist kein regelmäßiger Kontakt bei dem man sich oft sieht. Wenn ich meine, alle wissen lassen zu müssen, daß ich kein tieferes Interesse an ihnen habe, stoße ich manchen womöglich vor den Kopf und habe bald keinen Bekanntenkreis mehr.
Ich habe schon ähnliche wie von Dir vorgeschlagenen Bemerkungen gemacht und von z.B. so manchem EP etwas leicht überzogen geschwärmt. Aber für für dumm verkaufen möchte ich auch niemanden. Solange ich Single bin, sind manche doch etwas hartnäckig, wie mir gerade auffällt.

Und alle Männer sind dann auch wieder nicht gleich. Ich hatte z.B. einmal einen guten Freund, in den ich mich nach einiger Zeit selbst etwas verliebt hatte. Trotz daß wir recht häufig gemeinsam mit Freunden weggingen war immer klar, daß es ihm nicht ebenso ging und mir war die Freundschaft dann wichtiger. (Daß wir uns nicht mehr sehen liegt an etwas anderem.)

Bei anderen klappt es doch auch, daß sie Freundschaften über solche Phasen hinweg halten können. Mich machen diese Kontaktabbrüche mittlerweile traurig.

Mary - the real
 
  • #6
@#4: Mary, auch ich habe männliche Bekannte -- aber mit den guten Freunden hat es auch nie eine sexuelle Spannung gegeben und dann halte ich solche Bekanntschaften für konstruktiv und ungefährlich. Wenn aber erst einmal ein einseitiges Interesse vorhanden war, dann wird es schwierig.

Ich würde ganz stark davon abraten, Männer konkret darüber aufzuklären, dass man nichts von ihnen will, solange sie nicht zudringlich werden. Du verdirbst Dir sonst alle guten Freundschaften. Wo keine Spannungen existieren, gibt es doch auch kein Problem zu lösen, oder?
 
G

Gast

Gast
  • #7
Liebe Mary,
Du bist nicht die Einzige, die überraschend Anträge von Kumpels bekommt.

Mir geht es auch öfters so. Auch ich bin mit Brüdern aufgewachsen und für mich sind Männer in erster Linie ein Mensch und kein möglicher Sexualpartner. Wenn bei den Männern dann der Hebel umkippt und sie beginnen, mich verträumt anzuschauen, mache ich um so mehr auf Kumpel, aber das hilft nicht wirklich.
Da musst Du eben durch, oder Du lässt dich doch mal auf einen der Männer ein. Immerhin ist dann ja eine Vertrautheit da und man kennt die Macken des anderen schon. Sowas hatte ich schon mal und wir waren 2 Jahre zusammen.

Und Pummelchen sind doch schön kuschelig, nur keine falsche Scham.
Alles Gute
 
G

Gast

Gast
  • #8
Hallo Mary,

oh, bist also doch noch da? Lange nichts mehr von dir gelesen!

Ich meine, mal von dir gelesen zu haben, dass du das Daten mehr als Spielwiese und Übungsfeld ansiehst, im Grunde wissend und auch gar nicht wollend, dass da was draus wird?

Also: Einerseits wohl von einem Mann träumst, andererseits aber gar nicht wirklich offen bist?

So innerlich verbarrikadiert halte ich es allerdings nicht für ein Wunder, dass du genau das erlebst, was du in deiner Fragestellung beschreibst. Kein Wunder!

Insofern mein Rat: Hü oder hott! Entscheide dich, ob du dich öffnen (dann wirst du auch mehr merken und mitbekommen) oder verbarrikadieren willst.

Beides gleichzeitig geht nicht. Ist aber vielleicht - wenn ich so an den hier oft gesuchten "fürsorglichen und sanften Alphamann" denke - typisch Frau?
 
  • #9
@ #5 Frederika

Danke für den Rat. Solange die Männer nicht konkret werden habe ich nichts unternommen, was sie ermuntern könnte. Meine Befürchtung ist nur - nachdem ich öfter in die Situation kam, daß ein Mann sich mehr vorstellen konnte und ich aber nicht - daß ich doch vielleicht seine Sicht der Dinge eher erkennen und damit auch eher gegensteuern sollte, als ich das bislang tat.

@ #6
Ja, genau, Du hast es geschrieben, wie ich Kontakte zu Männern auch in erster Linie sehe: als Mitmenschen und nicht als das andere Geschlecht, mit dem man Sex oder eine Beziehung hat.
Erst wenn mich jemand mehr interessiert und ich mich verliebe, kann jemand aus der Mitmensch-Schublade in die Partnerschaft-möglich-Schublade wechseln. Das ist dann meist schon passiert, wenn mir die Veränderung bewußt wird.

@ #7 wer auch immer ...
Ich kann mir nur vorstellen, daß ich damals diese Online-Dating-Sache meinte, weil ich mich während dieser Phase mit Männern traf, um das Daten zu üben. Das war mir hier geraten worden, weil ich so gar keine Date-Erfahrung hatte. Bei diesen Männern war mir tatsächlich schon im Vorfeld ziemlich klar, daß es wohl mit diesen jeweils nichts werden wird. Somit ist das Daten und eine Entwicklung mit jemandem, an dem man gegenseitiges Interesse aneinander hat, leider immer noch unbekannt.
Aber dennoch hast Du einen interessanten Ansatz. Woran merkt man, ob man nun tatsächlich offen für jemanden ist, oder nicht?

Mary - the real
 
Top