• #1

Wieso brauchen wir einen Partner?

Wieso streben wir Menschen danach einen Partner zu haben? Was motiviert uns dazu? Wieso kann man nicht alleine sein über einen längeren Zeitraum hinweg? Muss man um vollkommen zu sein einen Partner haben? Mich würden diesbezüglich eure Ansichten interessieren. Freue mich auf eure Antworten.
 
  • #2
Ganz einfache Antwort: Weil die Biologie und Evolution die Species Mensch genau so gestaltet hat. Über Paarbindung funktioniert beim Menschen eben die Fortpflanzung und Vermehrung. Genau deswegen hat die Evolution ein so intensives Gefühl wie "Liebe" optimiert, ist die Frau permanent paarungsbereit, genau deswegen liegt es im wahrsten Sinne in unserer Natur, einen Partner zu suchen und als Paar leben zu wollen. Nur als Paar funktioniert die Aufzucht des Nachwuchses, zumindest unter evolutiven Bedingungen. Der Mensch ist ein Gruppentier, von sozialen Kontakten abhängig und für Partnerschaft geschaffen.
 
  • #3
Nette Frage - hatten wir lange nicht... :)

Wir brauchen keinen Partner, können auch sehr gut alleine zurecht kommen.

Einen Partner zu haben, hat gar nichts mit der persönlichen Vollkommenheit zu tun. Ich fühle mich prima, auch ohne Partner und definiere mich auch nicht über einen Partner!

Die Motivation für einen Partner ist doch ganz einfach: Sehr viele Dinge machen eben zu Zweit noch mehr Freude, das Leben angenehmer bzw. einfacher - nicht zuletzt die Liebe.

Die Liebe, so wir sie denn finden, ist die einzig richtige Motivation! Na ja, und weil sie schwer zu finden ist, suchen wir eben... und suchen... und suchen ... :)

Allen viel Glück
 
  • #4
@Frederika, was ist wenn wir denken, eine Paarbeziehung definiert sich durch die Liebe und man deswegen eine Beziehung eingeht. Aber was ist mit Menschen, die Angst haben alleine zu sein? Dann ist das doch keine Liebe- Man verpackt doch die Angst in die Definition hinein und meint den anderen zu lieben- obwohl dies wahrscheinlich gar nicht der Fall wäre. Danke im Voraus für deine Antwort
 
  • #5
@#3: Den ersten Satz verstehe ich nicht. Eine Paarbeziehung definiert sich in erster Linie durch Paarbildung -- optimalerweise ist dabei Liebe und Zuneigung beteiligt; je nach Kultur und Situation aber eben auch manchmal nicht.

Angst ist sicherlich kein guter Beweggrund für eine Lebenspartnerschaft, durchaus aber für sozialen Umgang und das Suchen von Nähe.

Ich glaube, die meisten Menschen wissen durchaus sehr genau, ob sie jemanden lieben oder nicht. Sie handeln nur nicht immer danach oder ziehen nicht immer Konsequenzen daraus, wenn sie ihren Partner nicht lieben. Viele lange Partnerschaften basieren wahrscheinlich nur auf einer gewissen Zuneigung oder gar nur auf wirtschaftlicher oder sozialer Abhängigkeit. Dies widerspricht sich ja aber nicht damit, dass die Biologie grundsätzlich einmal ein Bedürfnis (Wunsch) nach einem Partner in uns einprogrammiert hat.
 
  • #6
@4 Eine Paarbeziehung definiert sich nicht durch Paarbildung sondern durch den operationalisierten Code, auch Liebe genannt. Bei einer Paarbeziehung ist die Paarbildung inbegriffen, sonst wäre es keine Paarbeziehung. Dadurch, dass Menschen denken, eine Paarbeziehung definiert sich durch Liebe, denken sie den anderen zu lieben.
 
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Gast

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  • #7
Laila wenn du die Antwort schon weisst, wieso fragst du? Du bringst eine soziologische Definition von Paarbildung, da hab ich den Eindruck den Rest kennst du auch schon, stimmt's?
Oder was möchtest du diskutiert haben?

Und meine persönliche Ansicht?
Ich bin stärker mit Partner, habe mehr Ansehen, mehr Kontakte, kurz mehr Lebensqualität.
 
  • #8
@4

Deine These: Ich glaube, die meisten Menschen wissen durchaus sehr genau, ob sie jemanden lieben oder nicht. Sie handeln nur nicht immer danach oder ziehen nicht immer Konsequenzen daraus, wenn sie ihren Partner nicht lieben.

Dies könnte man so stehen lassen, was ist wenn sie es nur zu wissen glauben?. Anders gesagt, wieso hatten die großen Denker nicht das Bedürfnis der Partnerschaft- wenn die Biologie grundsätzlich ein Bedürfnis in uns vorprogrammiert, einen Partner zu haben. Über längere Zeit hatten die großen Denker auch keinen Partner- kann man sagen- dass für sie andere Bedürfnisse primär und sekundär von Belang waren als einen Partner zu haben- egal in welcher Abhängigkeitsform?
 
  • #9
@6

ich möchte diskutiert haben, ob manche nach der Definition handeln oder ob sie dieser widersprechen. Und wieso so manche großen Denker komplett auf eine Paarbeziehung verzichten können.
 
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  • #10
@1
Für den Erhalt unserer Spezies sind nicht zwangsläufig Paarbeziehungen, die romantischerweise auf Verliebtheit beruhen, erforderlich!!
Streng genommen genügt es, wenn ein Mann und eine Frau Sex haben, bei dem ein Kind entsteht, das dann natürlich groß gezogen werden muss. Die Erziehung müssen aber auch nicht unbedingt die biologischen Eltern übernehmen.
Es gab und gibt schon immer Kulturen, die die romantische Liebe und das Konzept der Paarbeziehung nicht in unserer Form leben!! Es ist eine Konstante in der menschlichen Geschichte sowie in den verschiedenen Kulturen, die gegenwärtig auf unserem Planeten leben, dass Menschen sozial sind, sprich in Gemeinschaften leben. Aber unsere Form der Paarbeziehung ist nur eine Möglichkeit von sehr vielen und nicht etwa biologisch in uns festgelegt!!
 
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  • #11
was für eine Wortklauberei hier.
In nunserer Gesellschaft ist es zum idealisierten Goldstandard geworden, sich in Liebe in einer (scheinbar ewig währenden) Partnerschaft zusammen zu finden.
Finanzielle zweckgemeinschaften hileten deswegen früher lange und die Paare brauchten einander.Heute muß LIebe für alles herhalten, was Mann und Frau länger verbinden könnte.
Aber: Liebe hält nicht so stabil, wie z.B. früher der gemeinsame Hof, die gemeinsame Wirtschaft, das gemeinsame Unternehmen.
Heute ist alles, was Bindung angeht, offenbar flüchtiger geworden, als noch vor 50-70 Jahren.
Die Leute waren in ihren früher auch nicht glücklich ( s. hohe Scheidungsrate nach der goldenen Hochzeit), aber sie haben eben durchgehalten.
Durchhalten will heute keiner mehr. Es lockt die nächste neue Liebesbeziehung irgendwo.
Und dafür brauchen wir anscheind Partner.
Die Biologie läßt uns nur paaren, um uns fortzupflanzen. Fortpflanzen geht auch ohne Bindung bei Menschen.
Allerdings haben nach wie vor vermutlich diejenigen einenSelektionsvorteil, die außer Paarungstriebe auch Bindungsvermögen vorweisen können. Deren Kinder scheinen glücklicher zu leben. Angemessene Bindung scheint glücklich zu machen und schützt vor Ängsten, Depressivität, übermäßiger Aggressivität, Unruhe, Zwängen....
So, wenn jetzt kein Partner in Sicht ist, ist das für manche kaum auszuhalten, für andere aber herrlich entspannt.
Das hat vermutlich mehr mit der eigenen Bindung zu einem selbst zu tun oder ob man für ein Wohlfühlgefühl fortwährend einen anderen Menschen braucht.
 
U

Ulrike

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  • #12
@ 7
Was ist, wenn die großen Denker sich sehr wohl nach einer Partnerschaft sehnten, es jedoch keine Frau mit ihnen aushielt?
 
  • #13
Was meinst Du mit "über einen längeren Zeitrum hinweg"?
 
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  • #14
@11

Die Frage wäre, wieso es keine Frau mit ihnen aushielt- vielleicht weil das Intellektuelle nicht gepasst hat und die Frau nicht mithalten konnte, oder es hat an den Einstellungen gescheitert. Wahrscheinlich hat der Mann das Bedürfnis gehabt, eine Frau zu haben, die ihm in vielen ähnelt, sozusagen sein Spiegelbild ist.
Bestimmt hast du den Satz von mal gehört: Gleiches gesellt sich gern. Viele Studien zeigen, dass Menschen, die in vielen Bereichen Gemeinsamkeiten haben eine langfristige Beziehung meistern.
 
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  • #15
@12

Über einen längeren Zeitraum hinweg meint- für den Rest seines Lebens alleine zu sein. Nicht einsam. Der Mensch ist nie einsam- da er seine Freunde und Eltern hat- Die FRage ist, ob ein Mensch grundsätzlich eine Paarbeziehung braucht oder ob er auch ohne solch eine Beziehung überleben kann...
 
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  • #16
Wieso brauchen wir einen Partner? Antwort: "ich glaube die Zeit ist langsam vorbei und wir brauchen keinen Partner mehr!!" Die Frauen werden immer mehr Männerähnlich und wollen immer mehr Männer kopieren, wozu braucht es uns Männer noch? Höchstens für wirtschaftliche Unterstützung, da die meisten Frauen mind. 1 Kind haben wollen, um noch einwenig das Gefühl einer Frau zu spüren. Ansonsten zum Schwängern braucht sie auch keinen Mann mehr! Ein positiv denkender Mann mit realistischer Prognose und Einschätzung gibt hier Antwort! Viele Frauen haben inzwischen "Näheprobleme" und wollen lieber eine "Beziehung auf Distanz" und mit getrennter Wohnung, also das ist doch die Ausrichtung! Wir Männer sollen uns bewegen, wann es die Frauen wollen, eine lustige Zeit, die noch viel lustiger wird!
 
  • #17
Sorry hatte vergessen mich anzumelden- die Antworten 13 u 14 sind von mir
 
  • #18
@#5: Sorry, ich verstehe das immer noch nicht. Eine Paarbeziehung definiert sich durch "operationalisierten Code, Liebe genannt" -- das ist mit Verlaub Geschwurbel und noch dazu sachlich unzutreffend. Die täglich Praxis zeigt doch über Kulturen hinweg, dass es Paarbeziehungen gibt, die eben nichts mit Liebe zu tun haben, aber dennoch Beziehungen sind. Ob Zwangsheiraten in islamischen Ländern, elternvermittelte Hochzeiten im vorletzten Jahrhundert, ob mangelnde Aushwahl in kleinen Dörfen früherer Jahrhunderte und so weiter -- Beziehungen können auf Liebe basieren, sie müssen es aber nicht. Nichtsdestotrotz können die Partner Kinder kriegen, aufziehen, sich zugeneigt sein und Sexualität genießen und nichtsdestrotrotz können auch in solchen anfangs liebesfernen Beziehungen durchaus doch noch Liebesgefühle entstehen, eben weil Vertrautheit, Nähe, Zuneigung biologisch bedingt zu Liebe führen können (aber es natürlich nicht zwangsläufig tun). -- Fakt ist, Paarbeziehung beruht nicht immer auf Liebe. Das sollte doch unstrittig sein.

@#7: Zu wissen glauben? Ja, könnte man so sagen. Aber viele werden es auch wissen, Wenn ich meinen Partner zwar irgendwie mag, aber eben nicht liebe, dann bin ich mir dessen fast immer bewusst -- auch bei echter, tiefer Liebe ist man sich der Liebe durchaus meistens bewusst und fühlt sie sehr innig. Sicherlich gibt es eine Grauzone, in der sich Menschen nicht abschließend sicher sind, ob sie lieben oder nicht, und ganz gewiß gibt es auch viele, die sich Liebe nur einreden oder die eben, mit Deinen Worten, nur glauben zu lieben. -- Aber ändert das etwas an meiner Aussage? Ich denke nein. -- Warum große Denker keine Partnerinnen hatten? Vielleicht weil sie keine adäquate finden konnten; oder weil keine es mit so großen Spinnern aushielt :) oder weil sie so intellektuell waren, dass sie sich bewusst für ein Leben ohne Partnerin entschieden haben; oder weil Mätressen und Knabenliebe dermaßen verbreitet waren, dass das einfach praktiziert, aber nicht dokumentiert wurde.

Bedenke zudem, dass der Mensch zwar biologisch vorgeprägt ist, aber dank seines Verstand durchaus Entscheidungen entgegen seiner Natur treffen kann. Ob nun Askese oder Fakir, ob Denker ohne Sex oder Mönche im Kloster, ob einsame Wunderkinder oder verarmte Einzelgänger: Nicht jeder hat die sozialen, finanziellen, charakterlichen oder persönlichen Möglichkeiten, entsprechend seiner Bedürfnisse Partnerschaften einzugehen. Und mal ehrlich: Diese Frage stellst Du in einem Single-Forum. Millionen Singles hätten gerne einen Partner, aber finden keinen -- zumindest nicht auf Anhieb. -- Lerne: Nicht alle Bedürfnisse werden auch befriedigt; nicht jeder hat alles, was er sich wünscht.
 
  • #19
Waren die großen Denker solche, weil sie keinen Partner fanden und viel Zeit hatten zu denken? ;-)
 
  • #20
Manchmal kommt man auch ganz gut allein zurecht,.. ;-)
Wenn ich mir manche Paare anschaue, wäre es für die auch besser sie gehen getrennte Wege,...
 
G

Gast

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  • #21
Vielleicht für den Sex? und weil das Leben zu Zweit leichter wäre.
(Letzteres natürlich, nur wenn wir es uns nicht selbst schwer machen würden)
 
G

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  • #22
Am Anfang ist es das Bedürfnis nach Sex und Freundschaft, später dazu füreinander da zu sein ohne wenn und aber. Ich glaube keiner wünscht sich alleine alt zu werden.
 
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  • #23
@21
Um nicht alleine alt zu werden, braucht aber nicht unbedingt einen Partner im klassischen Sinn. Da gibt es doch noch genug andere Möglichkeiten/ Varianten.
 
  • #24
@Laila: Schade, dass Du nicht mehr antwortest.
 
G

Gast

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  • #25
@10
Vielleicht haben da Frauen mehr durchgehalten, weil sie eventuell weniger Chancen hatten- In Bezug auf Bildung, Arbeitswelt, Entfaltung. Gegen deine letzten Zeilen ist nichts einzuwenden.
@17 Wenn jeder alles hätte, wäre doch das Leben ein wenig sinnlos

@18 Zeit sollte man sich immer zum Denken nehmen, ansonsten kann man leicht auf die Schnauze fallen;-) Vielleicht hatten sie ja die Qual der Wahl und wollten auf den richtigen warten, was auch immer der oder die Richtige sein mag- ist ja sehr subjektiv.

@19
Manchmal kommt man alleine zurecht- Vielleicht kommt man irgendwann alleine zurecht, wenn man ein paar Beziehungen hinter sich hat und für eine Zeit nur seine Ruhe will. Oder andere These auch wenn man in einer Beziehung ist, braucht man hin und wieder Zeit für sich- nichts ist schrecklicher wie ziamesische Zwillinge alles gemeinsam zu machen. Paare, die alles gemeinsam machen, die teilweise ihr Leben für den anderen aufgeben, sind bei der Trennung so am Boden zerstört, weil sie ohne den Partner als nichts fühlen.
@20 Je nachdem mal ist es zu zwei leichter mal ist es schwieriger zu zweit zu sein als alleine, da man auch einen gewissen Konsens braucht,
@21 wie bereits 22 dir die Antwort gibt, interessant hierbei ist, wieso manche so eine Angst aufweisen? Würdest du meinen, dass diese Menschen das Bedürfnis nach viel Nähe haben?

Frederika, meinst du ( ist es überhaupt für dich ok, dass ich dich duze?) dass man nach einer gewissen Zeit monogam sein kann, wenn der Partner kompatibel ist? Was meinst du muss alles stimmen, was muss ein Mann alles haben, damit er der ist, für den man momogam wird, freiwillig seinen Singlesein aufgibt?
Wenn man vorher bereits Beziehungen hatte. Ich denke nicht, dass man ein Leben lang momogam sein kann, sonst wären wir alle nicht hier, alle hätten noch den ersten Partner, aber vielleicht ein kleiner Abschnitt des Lebens lässt das zu. Danke im Voraus für die Antwort.
 
  • #26
@17: Vielleicht war es aber auch so, dass die großen Denker einfach zu viel gedacht haben und sich dabei zu viele Anforderungen ausgedacht haben, die dann gar nicht mehr erfüllt werden konnten?

@24: O.k., neue Monogamietheorien: Menschen können monogam sein, manchmal, wenn sie sich nicht gegenseitig zu viel Probleme machen, mit zu vielen Erwartungen, Unzufriedenheit bei Nichterfüllung, Streit etc. Vielleicht können nur ganz "stumpfe" Tierarten monogam bleiben, wenn die gar nicht erst anfangen zu denken (über Erwartungen und Anforderungen)! ;-) Vielleicht muss man total triebgesteuert und ritualisiert sein und sobald der Kopf dazwischen kommt: BUMM!
 
  • #27
@25 bin die 24,

Das stimmt, wenn sie sich nicht zu viele Probleme machen- wenn Mann Zuhause von seiner Partnerin alles bekommt natürlich nicht alles gleichzeitig- angenommen die Partnerin, ist äußerst attraktiv, schlank, sportlich, intelligent, hat studiert verdient gut, ist gut im Bett, kleidet sich edel, kann kochen- backen, weiß zu dem über die Tätigkeit ihres Partners Bescheid- berät ihn darin, sagt wo und wann die wichtigsten Fortbildungen sind etc etc. bei so einer Frau sollte der Mann doch momogam sein oder? Ich finde, dass Männer draußen nur das suchen, was sie Zuhause nicht genügend befriedigt bekommen
 
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