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  • #1

Wieso funktioniert Sex recht schnell, aber mit dem "ich liebe Dich"-Sagen tut man sich schwer?

Wenn ich Sex mit einem Mann habe, ist es meine Art, ihm zu zeigen, daß ich Vertrauen zu ihm habe. Ich belohne ihn sozusagen damit, daß ich mich ihm öffne, für sein Verhalten und seine Liebe in Bezug auf mich. Es ist etwas höchst Besonderes und nur Ausnahmen vorbehalten, mit mir Sex zu teilen. Ohne Liebe kann ich keinen Sex haben und für mich gehört es zur Beziehung, daß man es sich hin und wieder sagt. Hier aber lese ich, daß Sex nach nicht mal 10 Treffen üblich ist und daß mehr als 2-3 Sexualpartner die Regel sind, wenn man um die 40 ist. Mit den berühmten 3 Worten aber wird extrem sparsam umgegangen und man scheint sich mehr Gedanken um 3 Worte als um Sex zu machen. Für mich ist das verkehrte Welt. Was ist nur mit den meisten von Euch los?
 
  • #2
Worte sind Schall und Rauch, was zählt sind Handlungen, meist sind die Frauen, die mit dem "ich liebe Dich" sehr schnell anfangen bzw es ständig erwarten, meist auch die, die es gefühlsmäßig absolut nicht rüber bringen, man fühlt sich, obwohl man es ständig hört, einfach nicht geliebt.

Und nicht bös sein, bei dem "männer mit sex belohnen" stellen sich mir die Nackenhaare auf.
 
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  • #3
[gelöscht] Wenn jemand meint, er habe mit 30 Jahren 10 oder mehr Sexpartner, dann ist es geprahlt oder er/sie hat ein Problem oder ist für langfristige Beziehung ungeeignet. Gegen frühen Sex spricht bei einvernehmlichkeit rein gar nichts und ist Ansichtssache.
Ich dosiere die drei Worte auch nur sehr schmal und erst nach einiger Zeit, wenn man anfängt zu glauben, man kennt den Partner und es paßt immer nocht.

Der durchschnittsdeutsche hat in seinem gesamten leben irgendwas um die 5-6 Partner in seinem Leben insofern ist mit dir alles in bester Ordnung und bleib so wie du bist.
 
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  • #4
Deine Erwartungen von Sex und Liebe kannst eben nicht einfach mal auf die Männerwelt übertragen! Wissen denn Deine Partner das Sex für Dich so besonders ist?
Ich persönlich würde das Weite suchen wenn mir eine Frau was erzählt von "mit Sex belohnen" oder "höchst besonders und nur in Ausnahmen"! *schüttel

Liebe ist etwas was wachsen muss. Unter günstigen Voraussetzungen entsteht aus einer anfänglichen Verliebtheit mit der Zeit echte Liebe. Ein Mann der das Empfindet, wird es Dir auch zum gegebenen Zeitpunkt sagen.

Daher gehe bitte nicht davon aus, dass ein Mann nach dem ersten Sex mit Dir sofort die 3 magischen Worte ins Ohr flüstert.
 
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  • #5
Thomas, warum Nackenhaare und wann fühlt ein Mann sich geliebt?
 
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  • #6
Ja genau, wenn man hier im Forum liest hat man das Gefühl - und das täuscht wohl nicht - dass die meisten Männer unter Liebe Sex auf Zeit verstehen. Keine sexuelle Anziehung = keine Liebe. Da muss man nicht reden, das muss man nur tun.
Wissen diese Männer, wie wenig Frauen sich aus Sex machen? Ich habe eine ganze Sammlung von Aussprüchen berühmter Frauen über Sex. So liest Madonna lieber ein Buch und die Monroe fand es so aufregend wie Schuheputzen.
Solange Frauen abhängig waren, haben sie ihre Männr tatsächlich mit Sex belohnt, aber für den gelegentlichen ONS - so frau das denn braucht - muss sie sich nicht die viele Arbeit aufbürden, die ein Mann nunmal macht. Das ist wohl jetzt die neue Zeit.
 
  • #7
Liebe Fragestellerin, deine Frage ist ein typisches Beispiel dafür, dass derjenige nicht mit Steinen werfen sollte, der im Glashaus sitzt.

Auch mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich lese, dass du einen Mann mit Sex "belohnst". Und das ist gewiss kein vornamenspezifisches Problem. Was würdest du sagen, wenn dein Freund dir sagen würde, dass er dich ab und zu mal mit "Ich liebe dich" belohnt, um dich gütlich zu stimmen?

Woher dieses Phänomen kommt, dass Männer ohne große Gefühle schnell zum Sex kommen können und Frauen Gefühle sehr gerne verbal mitgeteilt bekommen wollen, kann ich dir auch nicht sagen. Ich finde die Frage auch nicht so interessant, sondern nehme beides einfach hin. Beide müssen mit ihren Bedürfnissen etwas zurücktreten und sich gegenseitig Zeit geben, damit es klappen kann. Deine Sichtweise hört sich eher nach Geschlechterkampf an, das führt IMHO nicht zur Lösung.
 
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  • #8
Ich (w,33) finde es sehr problematisch, dass viele Frauen "die drei Worte" so schnell hören wollen. Ich habe bei meinen 2 langjährigen Partnern sehr schnell gewusst, dass die Chemie zwischen uns stimmt und somit vieles möglich ist. Aber nicht von Anfang an ein "Ich liebe Dich" erwartet. Wir haben uns, auch sexuell, erstmal kennen gelernt und uns aneinander heran getastet. Wir haben somit keinen gegenseitigen Druck ausgeübt. Denn Druck ist oftmals für eine Beziehung tödlich. Sex ist eine Art der Kommunikation, und auch wenn man jemanden die ersten Male trifft, redet man doch ganz anders mit ihm, als nach Monaten oder gar Jahren der Beziehung. Sex ist also, meiner Meinung nach, ein Teil des Ganzen. Und das Ganze entwickelt sich. Liebe auf den ersten Blick kann man nur selten erwarten. Und das "perfect match" gibt es oft auch nicht von Anfang an. Aber, dass die Chemie stimmt ist unabdingbar!
 
  • #9
Ich finde die Frage an sich gut - nur mit dem Belohnen im Sinne von warst Du lieb, dann gib's Sex, warst Du unartig, dann gibt's Sexentzug hätte ich auch so mein Problem. Hast Du das wirklich so gemeint???
Bei wäre es eher so, wie es hier schon vor längerer Zeit mal ein Mann recht gut beschrieben hat. Mal sehen, ob ich es noch mal finde (hab nicht so viel Zeit momentan). Da ging's mehr um die Intensität der Verhältnisses zwischen Mann und Frau und daß der gemeinsame Sex die Krönung des Ganzen ist.

In der Beziehungsanbahnung bin ich wie die meisten hier wohl wissen werden, von der gaaanz langesamen Sorte. Ein "ich liebe Dich" noch so oft gesagt würde mich da nicht auf Tempo bringen - statt Worten ist es vielmehr sein Verhalten, was mir "Sicherheit" geben kann. Bin ich erst mal in einer Beziehung drin, dann ziehe ich einen Mann, der meint, was er (hoffentlich! ab und an) sagt, deutlich einem Mann vor, der etwas sagt, nur um jemandem einen Gefallen zu tun. Und Sex sollte für keinen von beiden ein Druckmittel sein.

Ansonsten bin ich gespannt, was hier so noch geschrieben wird.

Mary - the real
 
  • #10
@#8: Richtig, Mary, Sex als Druck- oder Belohnungsmittel ist absolut Tabu. Ganz im Gegenteil sollte Sex und nächtliches Kuscheln unabhängig von Alltagszankereien sein. Alles andere zerstört auf Dauer das Vertrauens- und Liebesverhältnis grundlegend.
 
  • #11
@ #9 Frederika

So ganz losgelöst von Zank klappt es bei mir zumindest mit dem Sex nicht, wenn ich ehrlich bin. Mir ist wichtiger, vor dem Schlafen einen gemeinsamen Konsens gefunden zu haben, um wieder miteinander zu können. Im Streit einschlafen finde ich schrecklich. Wenn diese Basis dann von beiden "erarbeitet" wurde, dann kann ich auch wieder kuscheln, etc. Ohne das Beilegen von Streit aber ist es mir schlichtweg unmöglich - und zwar völlig losgelöst von dem Thema Druck oder Belohnung.

Mary - the real
 
  • #12
@#10: Mary, ich halte es schon immer so, dass man sich auch nach Alltagsstreitereien im Bett aneinanderkuscheln und küssen kann. Dieses Friedensangebot gilt bei mir immer für beide Seiten, das mache ich früh klar. Nicht ist schrecklicher als im Steit einschlafen zu müssen. Ganz oft denkt man dann, wenn man sich still an den anderen herankuschelt, wir sehr man ihn doch mag und wie nichtig der Alltagszank gegen dieses verbindende Gefühl eigentlich ist. Das Gefühl, ein Paar zu sein, auch im Streit, ist für mich eine sehr konstruktive Basis für Vertrauen und eine gute Möglichkeit, sich zu verzeihen und aufeinander zuzugehen, quasi ritualisiert den ersten Schritt machen zu können, ohne sich etwas zu vergeben. Und natürlich auch dafür, friedlich einzuschlafen...
 
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  • #13
Ich finde Sex ist eine der schönsten Erfahrungen die ein Mensch überhaupt machen kann und nicht als Instrument zum Belohnen oder Abstrafen oder Herabsteigen von irgendwelchen Höhen gedacht. Ich hoffe doch wohl dass die erotische Anziehung, "die "Chemie", von beiden Seiten zunächst einmal ehrlich ist. Wie man(n) dann am Anfang von allem damit umgeht ist eben auch eine Frage, was ihr vorhabt und welche Art zu lieben er gewöhnt ist. Wer jahrelang nur schnelle Nummern hatte ist er so getaktet. Besteht ernsthaftes Interesse an einer glücklichen Partnerschaft wird der Mann dir auch Geduld entgegen bringen. Seid ihr längst ein Paar geworden würde ich an deiner Stelle nicht mit Sex manipulieren. 1. ist Sex oft die einzige Art wie ein Mann dir "sagen" kann dass er dich doch liebt (besonders wenn ihm "süsse Worte und Gefühlsduseleien" zuwider sind) selbst wenn er es nie verbal ausspricht. 2. in den USA sagen sie dauernd "I love you" und es ist überhaupt nichts wert. Was zählt ist doch letztlich wie er sich dir gegenüber verhält, daran würde ich mich halten.
 
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  • #14
Dieser Thread ist zwar schon alt, aber ich finde die Fragestellung durchaus interessant.

Ich belohne ihn sozusagen damit, daß ich mich ihm öffne, für sein Verhalten und seine Liebe in Bezug auf mich.

Diese Aussage der FS finde ich problematisch, denn Sex kann niemals Belohnung sein, egal wie gut gemeint es ist. Man belohnt Hunde oder Kinder, wenn man sie erziehen möchte, aber nicht erwachsene Menschen. Wenn eine Frau glaubt, einen Mann mit Sex belohnen zu können, dann bedeutet das, dass sie den Mann nicht für voll nimmt.
Sex ist immer Ausdruck gegenseitiger(!) Zuneigung oder sollte es zumindest sein. Ich habe also mit meinem Partner Sex, nicht um ihn für s e i n e Liebe zu belohnen, sondern um ihm/ihr m e i n e Liebe zu zeigen.

In Bezug auf das Bekenntnis "Ich liebe dich" möchte ich sagen, dass ich meine Freundin sehr liebe und ich zeige ihr das täglich. Einige Male habe ich ihr das auch schon gesagt, allerdings mit anderen, nicht ganz so direkten, Worten. Ich habe einfach Angst, dass diese berühmten drei Worte abgedroschen sind und leicht kitschig wirken. Es könnte leicht passieren, dass wir darüber lachen müssten. Deswegen wähle ich lieber andere Wege.

m,31
 
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  • #15
Diese Fragestellung hat mich ziemlich geschockt! Belohnung in Zusammenhang mit körperlicher LIEBE???
Ich bin Gast 13 ausgesprochen dankbar, ich finde es sehr schön formuliert und trifft genau meine Vorstellung zu diesem Thema.
 
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  • #16
Zum Thema "Ich belohne ihn sozusagen damit" muss ich ja nichts mehr sagen. Bei der Aussage kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Jedoch zu deiner Frage...

Hier aber lese ich, daß Sex nach nicht mal 10 Treffen üblich ist und daß mehr als 2-3 Sexualpartner die Regel sind, wenn man um die 40 ist. Mit den berühmten 3 Worten aber wird extrem sparsam umgegangen und man scheint sich mehr Gedanken um 3 Worte als um Sex zu machen.
Wenn wir uns beim Date sympathisch waren, hatten wir meist beim 3. Date Sex. Der gehört zum Kennenlernen einfach dazu. Natürlich müssen dazu vorher die Gefühle da sein. Wenn sich das Ganze verfestigt und man sich etwas sicherer ist, dann kann man auch die 3 Worte sagen. Nichts ist schlimmer als damit inflationär um sich zu werfen. Bei gegenseitiger Sympathie Sex zu haben ohne sich gleich das ganze Leben zu versprechen, halte ich nicht verwerflich.
 
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  • #17
Konkret zur Frage: ich habe lieber Sex, als ein "ich liebe dich", denn Triebbefriedigung braucht jeder irgendwann mal und taugt mir (und auch dem Partner) letztlich mehr als ein Liebeschwur der oftmals nur lapidar dahin gesprochen, zur falschen Zeit erzwungen oder gar verlogen ist. Zur Liebe möcht ich niemand zwingen.

Könnte man jetzt noch weiter gehen, könnte man auch sagen, dass die sog. "ich liebe dich"-Sager+Bittsteller, oftmals starke Egomanen sind. Sie schenken Liebesschwüre und erwarten das gleiche in gleichem Maße zurück. Ein (Liebes-)geschenk ist ja immer mit Erwartungshaltungen verbunden, etwas zurückzubekommen, sei es Liebe, Zeit, Freundschaft oder nur Aufmerksamkeit.
 
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