• #1

Wieso gehen eigentlich alle meine Freundschaften mit Müttern zu Ende?

Obwohl ich starkes Interesse an den Kindern zeige, die Mütter auch zu Hause besuche, ständig nachfrage, wie es so geht, kommt von den Müttern NULL Interesse für meine Situation!
Bei einer Freundin war ich neulich zu Besuch. Sie hat geschlagene zwei Stunden von sich und dem Kind geredet- nicht einmal eine Frage hat sie an mich gestellt! Dabei ist auch bei mir einiges passiert in der letzten Zeit (Uniabschluss, Beziehungsbeginn, Bewerbungsphase), aber das war nicht von Interesse.
Zu ihrer Hochzeit habe ich ihr viel Geld geschenkt, bis heute kam nicht mal ein Dankeschön dafür.
Eine andere Frau meldet sich, seitdem sie Mutter ist, auch nicht mehr.
Ich meine- die Kinder haben doch auch einen Vater und BEIDE Frauen haben die Großeltern, sowohl väter- als auch mütterlicherseits, vor Ort wohnen! Aber nein, nicht eine von ihnen hat mal angeboten, das Kind beim Vater/Opa/Oma zu lassen, um mal mit mir ins Kino zu gehen oder was trinken in der Stadt- dabei sind die Kinder schon mehrere Jahre alt (2 und 3).
Welche Erfahrungen habt ihr Kinderlosen gemacht?
 
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  • #2
Ich halte mich fern von Leuten mit Kleinkindern.

Erstens sagt Dir keiner die Wahrheit wie hart der Alltag mit Baby/ Kleinkind ist sondern da wird der Neid rausgefahren wie einfach mein Leben sei aber wie toll das Leben mit Baby ist - beides Quatsch.

Ich distanziere mich von jungen Eltern wie mein chaotischer Ex, der mit 40 anfängt zu arbeiten und seine arbeitslose Baby-Mama, weil die Gefahr groß ist, daß er anfängt um Geld zu bitten.

Ich mag Gepflegtheit - bei der Unterhaltung, der Kleidung, bei den Manieren, bei der Location - das ist ziemlich konträr zum Babygeschrei, Baby-Brei-Flecken und Windeln voll bzw. Spielen im schmutzigen Sandkasten.

Ergo, solche Umgebung ist NICHT mein natürliches Habitat und ich warte auf Mütter mit großen Kindern, welche die Unterhaltung wieder auf sich und mich lenken, über Kultur diskutieren und ALLEINE zum Brunch erscheinen ohne Anhang.
 
  • #3
Das muss nicht unbedingt so sein. Meine Freundinnen, davon sind auch zwei Mütter meiner Patenkinder waren nicht so. Die waren an für sich froh, wenn ich vorbeikam und wenn sie was anderes sehen und reden konnten. Die wollten überhaupt nicht über Brei und Biokekse. sprechen, auch abends keinen Latte trinken, sondern mal ein Glas Wein. Für manche, besonders für die Alleinerziehenden war es natürlich einfacher gleich nur im Mütternetzwerk zu verkehren. Dennoch riss es nicht ab. Und ich war wirklich eine schlechte Patentante in den ersten Jahren, da nicht einsetzbar für Babys und ganz kleine. Auch meine Patenkinder haben keine Lust gehabt alleine mit mir auf dem Spielplatz abgeparkt zu werden ;-) Es war allerdings schon so, das ich dann auch immer zu den Eltern bin, weil es nun mal mit Kleinkindern nicht so einfach ist. Da wo die kleinen ihr Zimmer und die Versorgung haben ist es nun mal einfacher zum Besuchen. Das hab ich aber nie als Problem angesehen. Irgendwann hört das ja auf, ebenso wie das plötzliche Verhungern und Verdursten wenn man ins Bett soll. Dann sind diese Mütter vielleicht nicht wirkliche Freundinnen gewesen. Eine echte Freundschaft muss da nicht drüber vergessen werden. Sich mal melden, heute sogar einfach nur eine WhatsApp schicken, ein Foto vom Baby, etc., das geht immer! Die paar Sekunden hat jede Mutter mal am Tag, oder von mir aus in der Woche.
 
  • #4
Das ist leider so, dass viele Freundschaften in dieser Phase zu enden gehen.

Natürlich ist für Mamis das Baby erstmal das Wichtigste und Süßeste überhaupt und manchmal einfach auch schöner und bedeutender als jeder Uni-Abschluss o.ä. Stelle Dir vor, sie ist einfach wahnsinnig verliebt in das Baby. Das machen auch die Hormone. Vielleicht ist sie auch einfach zu gestresst, um noch Anteil an Deinem Leben nehmen zu können.

Ich kann Deine Enttäuschung 100 % verstehen. Ich finde es auch wahnsinnig nervig, wenn ich mich mit einer Freundin über Monate keine 5 Minuten ungestört unterhalten oder wenigstens telefonieren kann, weil sie nebenher immer noch von ihren Kindern abgelenkt wird. Gibt es bei mir nicht. Gab es in der Generation unserer Eltern nicht. Männer haben das Problem nicht, weil der junge Vater ganz normal weiter allein ohne Baby 1 Mal die Wochen zum Sport o.ä. geht. Die Mutter gibt es die nächste Zeit nur noch zu zweit.

Ich kann Dir nur raten, Deiner Freundin das ganz bald direkt auch so zu sagen. Du wünscht Dir, dass sie Anteil an Deinem Leben nimmt. Du wünscht Dir, dass Du Deine Dinge auch mit ihr besprechen kannst. Du findest es nicht in Ordnung, dass sie nur erzählt und du nur zuhören sollst.

Manchmal dauert es 1-2 Jahre bis es wieder eine normale Freundschaft wird. Oft brechen die Freundschaften aber auch auseinander.
 
  • #5
Ich kann deine Beobachtung nicht bestätigen. Die meisten Mütter, die ich kenne, sind ganz froh, wenn sie mal über andere Themen reden können und sich nicht immer nur alles um das Kind dreht.
 
  • #6
Im meinem Freundes- und Bekanntenkreis war es bereits - vor dem Kinderwunsch und -kriegen - absehbar, wie Freundinnen ticken. Der Mensch ändert vom im Grund her nicht.

1.) Ich habe eine gute Freundin, für die bin ich ein guter Ratgeber. War ich bereits bevor ihr Kind da war und bin ich auch heute.
Meine Belange hatte ich bei ihr seit jeher zurückgestellt und schon bei früheren Gesprächen nur mit eingeflochten, am Rande erwähnt und genauso halte es heute. Klar haben sich das Gesprächsthema in Richtung Kind verschoben, aber ihr Verhalten war früher nicht wesentlich anders, da war sie am Reden über den Job, Männer, Kollegen.
Ansonsten, klar dreht sich heute bei ihr alles ausnahmslos um ihren Lebensmittelpunkt: ihr Kind. Teilweise noch durch Hormone (durchs Stillen) gesteuert, als auch weil die Entwicklung des eigenen Wunschkindes/Nachwuchses in den ersten Jahren unfassbar schnell von statten geht. Mit 2-3 Jahren sind sie schon sehr agil und flink, fordern Aufmerksamkeit und plappern durchgehend (eher mit 3 Jahren).

2.) Wenn ehemalige Freundinnen sich nach der Geburt nicht mehr bei Dir melden, dann war es früher nur für dich innig und freundschaftlich, jedoch sie fühlten sich weniger mit dir verbunden.
Da sie nun in einer neuen Lebensphase befinden, mit Babyschwimmen und Krabbelgruppe, hast Du für sie keinen Mehrwert, und sie fühlen sich unter gleichgesinnten Müttern pudelwohl. Haben genügend neue Kontakte, welche sie mit und durch die Kinder intensiv gestalten können.

3.) Und warum sollen die Mütter, sich nach Deinen Wünschen und Plänen richten und ihr Kind bei den Großeltern abgeben, um mit Dir z.B. ins Kino zu gehen? Eine Hand wäscht im Normalfall die andere, vielleicht musst Du zuvor mit ihr erst einmal auf den Spielplatz oder in die Kino-Kindervorstellung. Wenn es der Mutter selbst ein Bedürfnis ist, wird sie deinen Wunsch, sie mal allein, ohne Kind treffen zu wollen, verstehen und es zeitlich möglich machen.

4.) Falls man nicht eng durch Freundschaft, sondern eher durch Bekanntschaft verbunden ist, sind Kinderthemen absolut unverfänglich, gleichbedeutend Small-Talk. Ist ebenso, wenn man sich einander im Grunde nicht wirklich was zu sagen hat und mit v.a. Problemen anderer, außerhalb des eigenen Lebens nicht belästigt werden möchte.

5.) Vielleicht ist es auch so, dass Deine Freundin an dem gemeinsamen Abend einfach nur übergroßen Redebedarf hatte. Wenn längere Zeit kein Austausch stattfand (nur das Nötigste mit Mann und Familie gesprochen wird), staut sich der Bedarf zum Reden auf und bei der ersten Frage brechen dann die Dämme. Dann wird plötzlich einer auf einmal pausenlos zu getextet und beim nächsten Treffen ist man dann wieder, nach dem umfassenden Update, offen für die Gedanken und Erlebnisse des Gesprächspartners. Warum telefoniert ihr nicht einmal zwischendurch, wenn die Kinder schon im Bett liegen?
 
  • #7
...geht mir aber auch so mit Frauen in festen Beziehungen, die keine Kinder haben. Frauen, die mit einem Mann zusammenleben. Auch diese Frauen haben für nix anderes Interesse als für den Mann. Es gibt sie nur im Doppelpack.
Mit ihnen kann man nicht verreisen, keinen Cafe trinken gehen, keine Spaziergänge machen...einfach nie und nix.
Sie wollen nur mit dem Mann zusammen sein. (Gar nicht so selten ist auch, daß der Mann/Freund der Freundin nicht möchte, daß sich seine Freundin mit Freundinnen trifft...man darf dann auch nicht mehr telephonieren, weil der Freund in Ruhe TV schauen will und ähnliche Faxen..)

Schier wahnsinnig wird man, wenn man sich trifft mit Frau plus Baby/Kind plus mitgeführtem Hund.
Es kommt nie Ruhe rein, Unterhaltungen unmöglich.
Danach bin ich in einem Erschöpfungszustand, und frage mich anschließend, was mir das Treffen gebracht haben soll.

Allerdings habe ich einige sehr wenige positive Erfahrungen auch schon machen können...es gibt also auch hier Ausnahmen. Aber wirklich sehr selten.
Bin dann immer froh, wenn ich wieder in meiner Wohnung bin.

Aber so ist der Lauf der Dinge, so ist das Leben. Wenn man keine Kinder gebiert, selbständig und frei in einer Wohnung wohnt, lebt man total anders; komplett andere Lebensstruktur, Ruhe, Ausgeglichenheit, Planungen durchführbar.
Man muß eben damit leben, dass man eben fast alles allein machen muss.

Es gestaltet sich eben auch sehr schwierig, eine Freundin zu finden, zu treffen, die mein Alter hat, Single ist, kinderlos ist und auch keinen Hund hat. Sie sollte auch kein Alkohol-und Drogenproblem haben, und sie sollte arbeiten gehen....und das Niveau müßte stimmen....alles nicht so einfach.

Ach ja...dann gibts noch die Frauen, die, obwohl Single, JEDEN Tag bei ihrer Mutter abhängen. Auch hier sind keine sinnvollen Treffen möglich, niemals.

Aber das Wichtigste ist überhaupt, daß jemand verläßlich ist.
 
  • #8
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Nicht alle Mütter sind so, aber viele. Vermutlich können sie nicht anders. Das ist keine böse Absicht, sie sind einfach zu 100% erfüllt von ihrem Kind. Es nimmt sie total in Anspruch. Das Beste ist, man zieht sich von den 100%-Muttis etwas zurück und wartet ab. Sind sie trotzdem im Grunde an einer weiteren Freundschaft interessiert, werden sie sich wieder öfter melden und sich wieder mehr für anderes interessieren, sobald sie können. Ich selbst hatte nie einen Kinderwunsch (halte mich nicht für sooo besonders, dass ich unbedingt meine Gene weitergeben müsste). Habe aber schon früh andere beobachtet, die Kinder bekamen in meiner Umgebung, und mir sehr viele Gedanken gemacht. Mütter leben zwangsläufig in einer völlig anderen Welt als Frauen ohne eigenen Nachwuchs. Es passt dann oft nicht mehr. Meine Freundinnen haben auch keine Kinder - wobei ich sie mir natürlich nicht danach ausgesucht hatte. Das ergibt sich einfach.
 
  • #9
Kenne ich. Die "Obermuttis" für die ihre Kinder das ALLERWICHTIGSTE im Leben sind, sind direkt von der Bildfläche verschwunden. Da gibt es nurnoch Windeltalks oder Impfdebatten.
Frauen die sich aber neben ihrer Mutterrolle aber auch noch als Frau und Partnerin sehen, die neben ihrer Mutterschaft auch noch andere Dinge im Kopf haben, bleiben als Freundinnen erhalten. Daher habe ich aufgehört den Obermuttis nachzulaufen. Deren Freundschaft hat auch für mich langfristig keinen Mehrwert.
 
  • #10
Das Interesse verlagert sich bei vielen einfach und ich finde das auch gut so. Sie sollen sich ja bestmöglich um ihr Kind kümmern und die Zeit eines Menschen ohne fünf private Betreuerinnen für Kinder ist ja auch begrenzt. Es ist für die Mütter vielleicht auch interessanter, sich mit anderen Müttern auszutauschen. Die haben ja vielleicht ähnliche Probleme oder Erfahrungen.
Ich würde auch aufpassen, dass ich nicht dazwischengeschoben werde, also die Freundschaft nur aus Mitleid mit Dir und weil man Dich nicht abwimmeln will, aufrecht erhalten wird. Dann kommt die Wahrheit auf den Tisch, wenn Du mal ne Freundin wirklich brauchst.

Was ich auch schon erlebt hab, sind Mütter, die neidisch sind auf Frauen mit Berufsleben, wenn sie selber keins haben. Da darf man dann nichts erzählen, was man so macht, weil sie sofort das Wort abschneiden. Die fühlen sich provoziert, wenn jemand irgendwas tut, weswegen sie sich unterlegen fühlen, und werden giftig. Wer braucht sowas? Und ja, die hat auch nur von ihrem Kind erzählt, jedes Detail. Ich liebe Kinder, aber über ihre Fäkalien muss ich nichts wissen.

um mal mit mir ins Kino zu gehen oder was trinken in der Stadt- dabei sind die Kinder schon mehrere Jahre alt (2 und 3).
Können auch noch älter sein und trotzdem ist keine Zeit für Dich.
Vielleicht siehst Du auch einfach nicht, dass das auch mit "ohne Kind" die falschen Freundinnen wären? Ich meine, dass Du schon immer für die nur geduldeter Zeitvertreib warst ohne richtige Freundinnengefühle?
Ich glaube allerdings, genauso wie in Sachen "Beziehung", sind nur wenige Menschen zu Freundschaft in der Lage. Man nützt sich irgendwie und trifft sich mal zum Kaffee, aber ansonsten wird der Wert, den eine wirkliche Freundschaft verkörpert, gar nicht gesehen und auch nicht geschätzt. Man braucht keine Freunde, für die man da sein will und die für einen da sein sollen, denn man ist rundum irgendwie versorgt bzw. für die tieferen Lebenserkenntnisse werden Esoterikkurse besucht.

Bei einer Freundin war ich neulich zu Besuch. Sie hat geschlagene zwei Stunden von sich und dem Kind geredet- nicht einmal eine Frage hat sie an mich gestellt! Dabei ist auch bei mir einiges passiert in der letzten Zeit (Uniabschluss, Beziehungsbeginn, Bewerbungsphase), aber das war nicht von Interesse.
Zu ihrer Hochzeit habe ich ihr viel Geld geschenkt, bis heute kam nicht mal ein Dankeschön dafür.
Das meine ich. Du hast eine falsche Vorstellung von dieser Freundin an sich. Die ist auch ohne Kind keine Freundin, war sie noch nie. Du interessierst sie nicht, hast sie nie interessiert und das liegt nicht am Nachwuchs. Und Manieren hat sie auch nicht. Streich die Frau ganz von Deiner Freundesliste und triff Dich höchstens mal auf einen Kaffee, wenn DU - nicht sie - nichts Besseres zu tun hast.
 
  • #11
Ohje soll das jetzt wieder ein Mütterbashing geben?
Als Mutter muss man sich überall verteidigen....warum hast du keine Zeit für mich, warum hast du so früh ein Kind bekommen, warum so spät, warum denn noch eins? Du hast doch schon zwei?
Warum arbeitest du noch nicht, warum arbeitest du schon? Warum stillst du noch?

Und überhaupt die schlimmste Frage: wie konntest du überhaupt ein Kind oder sogar mehrere Kinder in die Welt setzen in der heutigen Zeit?

Meine kinderlosen Freundinnen haben mich ab und zu besucht. Natürlich wurden die Gespräche oft durch das Stillen oder das Rumquäken der Kinder gestört. Aber meine Freundschaften haben diese Jahre überdauert, es waren halt richtige Freundinnen :)
 
  • #12
Oh je, das ist ein komplexes Thema....

Erst einmal, @Emrix, ich (alleinerziehend mit einem kleinen Kind) kann mit extrem in ihrem Familienleben aufgehenden Müttern, die nur noch von Krabbelgruppe zu Babyschwimmen zum Spielplatz unterwegs sind , niemals nie. ein Gläschen füttern würden und seit der Entbindung nicht mehr allein aus dem Haus waren, auch nichts anfangen, ich hab eigentlich nur mit anderen Rabenmüttern und auch mit kinderlosen Frauen zu tun, und gerade über letztere bin ich oft sehr dankbar, weil man ansonsten halt doch sehr viel ums Thema Kind kreist.

Allerdings ist es nun mal so, dass man als Mutter teilweise in einer Parallelwelt lebt. Es gibt immer wieder Phasen, in denen ich mich bei gar niemandem melde, höchstens mal per WhatsApp, um zu sagen, dass ich mich wieder melde, wenn ich dazukomme. Bevor ich selber ein Kind hatte, konnte ich mir wirklich null vorstellen, wie sehr man mit Kleinkind rund um die Uhr auf Trab ist und dass man teilweise am Sonntagabend froh ist, dass man sich am nächsten Tag wieder ein bisschen auf der Arbeit erholen kann ;). Sowas (Meldepausen, wegen krankem Kind abgesagte Treffen,...) verstehen andere Mütter meistens besser.

@Rosendame und @Undine, wenn eine meiner kinderlosen Freundinnen eure Einstellung hätte, würde ich allerdings die Freundschaft beenden und hätte auch kein Bedürfnis, sie in späteren Jahren wieder aufleben zu lassen. So wichtig mir "kinderfreie" Unternehmungen und "nicht - kindbezogene" Gespräche selber sind - mein Kind gehört nun mal zu meinem Leben und ich kann es nicht immer "verräumen", also wenn ich dann schon weiß, dass jemand total genervt ist, wenn es mal einen lauten Mucks von sich gibt, oder dass sich jemand in meiner Wohnung nicht wohlfühlt, weil da eventuell ein paar Kekskrümel auf dem Boden liegen, dann kann ich diese Person nicht mehr als Freundin sehen.
 
  • #13
Wenn es Freundinnen von Dir sind, warum sprichst Du das Thema dann nicht an? Traust Du Dich nicht? Kommuniziere doch ganz einfach, dass Du gern mit dieser Freundin etwas unternehmen würdest. Vielleicht reagiert sie ganz anders, als Du befürchtest? Wenn nicht, dann such Dir andere Freundinnen. Manchmal passt es auch in Freundschaften einfach nicht mehr. Dann suchen sich Mütter Freundinnen, die auch Mütter sind. Es gibt solche und solche. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Mütter nur Babythemen drauf haben und keine Abwechslung vom Alltag mit Kind suchen.
 
  • #14
Liebe Enrico,
Bitte deine Erfahrungen nicht auf "die Mütter " verallgemeinern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie ich mich nach der Geburt meiner Tochter gefühlt habe, wie mir selbst fremd geworden, wie ausgetauscht. Und sicher war ich für kinderlose Freundinnen eine Weile keine gute Zuhörerin.

Aber ich kann mich auch erinnern, wie dankbar ich für Geduld mit mir war. Ja, einige Freundschaften mit Kinderlosen haben diese Zeit nicht überstanden. Man wird eben einmal komplett mit seiner ganzen Existenz durchgeschüttelt wenn man einem Kind das Leben schenkt.

Mir fiel ein, dass ich es in der absoluten Babyzeit schön fand, von den Freundinnen gefragt zu werden, auf was ich Lust hätte. Also kein Treff bei mir zu Hause, wo ich unkonzentriert war, sondern raus.... Und dann entweder eine gemeinsame kleine Unternehmung mit Kind - oder längerfristig geplant: ein Abend mit Kino und Essengehen. Das fand ich dann einfach herrlich, mal eine Weile wieder nichts tun zu müssen und ich bin für das Durchhalten mancher Freundschaften über diese Zeit bis heute sehr dankbar.
 
  • #15
Das meine ich. Du hast eine falsche Vorstellung von dieser Freundin an sich. Die ist auch ohne Kind keine Freundin, war sie noch nie. Du interessierst sie nicht, hast sie nie interessiert und das liegt nicht am Nachwuchs. Und Manieren hat sie auch nicht. Streich die Frau ganz von Deiner Freundesliste und triff Dich höchstens mal auf einen Kaffee, wenn DU - nicht sie - nichts Besseres zu tun hast.
Danke dir!
Zu der bitteren Erkenntnis bin ich auch gekommen.

Ich habe ihr heute telefonisch nett zum Geburtstag gratuliert und wurde abgebügelt- der Schwiegervater sei am Festnetztelefon! Dabei sieht sie den mehrmals pro Woche, man hätte mich ja auch zurückrufen können...einen Dank für mein Hochzeitsgeschenk habe ich bis heute nicht erhalten. Brauche ich nicht.
 
  • #16
@Emrix,
deine Erfahrung teile ich nicht. Ich kenne zwei Mamas, die mir als Single liebe Freundinnen geworden sind. Die Kinder mögen mich und wir haben immer Spaß zusammen! Neulich war eine Freundin mit Kleinkind bei mir, sie saßen auf meiner Couch und guckten Tom & Jerry, was ich natürlich sonst nicht mache... wir haben zusammen gelacht! Ein anderes Mal waren wir mit der grossen Tochter spazieren am See, Kuchen essen und dann auf dem Spielplatz. Und das war's schon. Ich stelle mich auf die Mamas mit Kind ein und umgekehrt genauso. Ich erwarte keine kulturellen Highlights. Die Kids stehen im Mittelpunkt. So hat mich eine der Mamas mit Baby im Babysitz nach der Krippe mit meiner Katze in die Tierklinik chauffiert und wieder abgeholt. Sehr lieb und hilfsbereit. Ich kann nicht klagen. Zum Kindergeburtstag des Babys habe ich mich mit einem coolen IN Schwimmtier "Einhorn" beteiligt und mitgefreut. Dafür bekomme ich immer Urlaubsfotos von den Kids und Mamas aus dem Sommerurlaub. Wir sind über Facebook und Messenger in Kontakt, da die beiden Freundinnen aus dem Ausland kommen. Kino gehen ist natürlich unpassend für Mamas, da sie abends die Kinder verpflegen und ins Bett bringen müssen. Alleine schlafen die Kleinen halt nicht ein. Tagsüber ist günstiger für Freizeitaktivitäten! Anhand deines Posts bekomme ich leider den Eindruck, dass du nicht sehr kinderfreundlich bist. Ich verstehe auch nicht, warum du nicht einmal zuhören kannst, wenn dir deine Freundin von ihrem Leben erzählt. Wo ist das Problem? Musst du immer im Mittelpunkt stehen? Wenn du mit Mamas und Kids befreundet sein willst, solltest du unkomplizierter und offener, toleranter und kreativer sein. Da ist halt nicht immer alles so klar geregelt und läuft nach Plan A. Ich kann sagen, dass die Mamas die liebsten und hilfreichsten Freundinnen sind, die ich je hatte. Alle meine Studienfreundinnen und Kinogängerinnen waren in schwierigen Situationen wie Krankheit oder Unfall oder Katzen-OP nicht zur Stelle - die Mamas schon!
 
  • #17
Liebe Fs. Das hat nichts mit Mutter sein zu tun, sondern mit der inneren Charakter Einstellung. Es gibt auch genug kinderlose Frauen, die nur sich selbst gerne reden hören und ihr Gegenüber kaum wahrnehmen. Es ist Zeit- und Energieverschwendung mit solchen zu egoistischen Menschen. Lieber neue passendere empathische Menschen auf Augenhöhe finden. Viel Glück.
 
  • #18
Liebe Emrix,

kurz und knapp: das sind keine Freundschaften.

Ausblick: wenn sie geschieden sind, melden sie sich wieder bei Dir. Dann machst Du hoffentlich zu.
 
  • #19
In Wohnungen will ich mich nicht aufhalten zum Kaffeetrinken, ist mir zu langweilig, und das Warten auf spätere Zeiten käme mir auch nie in den Sinn.
Ich bin zu oft und zuviel unterwegs, als mir meine wenige freie Zeit durch Stress zu vergällen.
Ich gehe auch deshalb nicht in die Wohnungen anderer Menschen, da die Gefahr der Belästigung durch einen TV extrem hoch ist.
Da sind mir Kekskrümel und Babygeschrei durchaus willkommener.
Außerdem kreischt das Baby meiner Freundin stundenlang nicht, wenn wir unterwegs sind. Woran das wohl liegt...Klassikradio.
 
  • #20
Welche Erfahrungen habt ihr Kinderlosen gemacht?
Solche Frauen und Mütter sind ganz einfach neidisch, eifersüchtig, missgönnisch dir gegenüber, dass du noch nicht dieselben Probleme hast, wie diese. Du bist frei und unabhängig kannst tun und lassen was du möchtest, was sie nicht mehr können, sie machen jetzt genau die konditionierte Erfahrung, die in die andere Richtung geht, sie sind jetzt nicht mehr frei, sie sind abhängig und sie sind ständig mit Dingen konfrontiert, die sie eigentlich so lieber nicht wollten, sog. verspätete Reue! Wärst du in derselben Situation und hättest auch Kinder, dann funktioniert das wieder, weil dann hast du auch die selben Probleme!
 
  • #21
Zu der bitteren Erkenntnis bin ich auch gekommen.
Ich musste sowas auch erkennen und zwar auch noch in einer Zeit des emotionalen Super-Gaus.

Es ist interessant, die Freundschaften auch mal auf die Abhängigkeitsstrukturen abzuklopfen. Welche Rolle spielte die Freundin für einen (irgendwelche Sicherheiten, irgendwas aus der Schulzeit noch, irgendwer war Außenseiter und hatte eine Freundin, die das akzeptiert hat), welche Rolle spielte man für sie, warum war der Mensch so wichtig, ist man hinterhergerannt usw..

Solche Strukturen hinterfragt man meist gar nicht mehr und lebt damit wie in einer Partnerschaft, bis man entdeckt, dass das gar nicht passt oder man immer mehr gegeben hat als zurückkam, damit man nicht allein sein "muss".

Ich denke mal, die Frau als Person wird jetzt nicht so ein großer Verlust in Deinem Leben sein.
 
  • #22
Liebe FS, Du hast gerade deine Themen, die dich akut beschäftigen und diese Frauen haben ihre Themen. Jetzt passt es in der jetzigen Phase nicht so optimal. Es gibt auch andere Muttis, die normal mit ihrem Leben mit Kindern umgehen und sich nicht benehmen, als wären sie im Ausnahmezustand. Überleg mal in Ruhe, ob manche dieser Freundschaften tatsächlich diesen Namen schon vorher überhaupt verdient haben und sich der ohnehin unausgewogene Zustand jetzt nur verschärft hat. Glaube es mir, es gibt auch "normale" Mütter :)
 
  • #23
Deswegen schätze ich nenne männlichen Freunde

Nicht pauschal,, aber - es gibt gerade die Frauen, die sind Freundinnen, solange in gleicher Lebenssituation.
Dann kommt ein neuer Mann, es gibt einen Partner, Kind(er), und dann reicht die Kapazität nicht mehr für Freundschaften.
Denn auch Freundschaft braucht Pflege, achtsamer Umgang, ein WIR

Eine "Freundin" sagte im Sommer regelmäßig, wir müssen mal wieder schwimmen gehen - klappte vor 2 Jahren (!) das letzte Mal.
Inzwischen habe ich sie abgehakt, Absichtserklärungen sind toll, wer etwas möchte, wem etwas wichtig ist, findet Wege, nicht Gründe.
 
  • #24
Fehlt nur noch "unbedingt!!!". Darauf gebe ich gar nichts mehr und verstehe auch nicht, wozu das nötig ist. Dieses Blabla hat mich früher genervt weil ich eben selber nichts sage, was ich nicht meine und naiv genug war, zu glauben, dass Andere das auch so handhaben. Jetzt nervt mich das immer noch aber nur so viel, dass ich mit den Augen rolle und abhake. Wenn man selbst Termine vorschlägt dann gehen die nicht oder werden in letzter Sekunde abgesagt, wenn man dann sagt, "ich richte mich nach dir" dann kommt gar nichts mehr. Wie in allen Fällen, wo kein wirkliches Interesse vorhanden ist.
Das hat man oft mit diesen "Kollegen"-Freundschaften. Solange man zusammen arbeitet und die gleichen Themen hat ist man "befreundet", danach ist meistens Schluss (gibt natürlich Ausnahmen). Das sind nur "Lebensabschnitts-Freundschaften". Und meistens läuft es in diesen Fällen so, dass eine Seite nur über sich redet und die andere hört zz und spielt Ratgeberin oder Therapeutin. Ich habe einige solcher Konstellationen in den letzten Jahren stillschweigend auslaufen lassen weil ich mich auf die Menschen konzentriere, denen auch ich etwas bedeute.
 
  • #25
Anhand deines Posts bekomme ich leider den Eindruck, dass du nicht sehr kinderfreundlich bist. Ich verstehe auch nicht, warum du nicht einmal zuhören kannst, wenn dir deine Freundin von ihrem Leben erzählt. Wo ist das Problem? Musst du immer im Mittelpunkt stehen?
Ich mag keine Kinder, das ist richtig, daher will ich auch keine.
Aber wie ich bereits in meinem Post schrieb, hörte ich der Mutter zwei Stunden lang zu, stellte Fragen zu ihrem Kind und erkundigte mich. SIE hat mich jedoch nichts gefragt. Dabei keimte da gerade die Beziehung zun meinem Freund auf und ich habe nebenberuflich einen Uniabschluss gemacht- das wäre sicherlich auch mal eine Nachfrage wert gewesen, oder?
 
  • #27
Wenn man selbst Termine vorschlägt dann gehen die nicht oder werden in letzter Sekunde abgesagt, wenn man dann sagt, "ich richte mich nach dir" dann kommt gar nichts mehr. Wie in allen Fällen, wo kein wirkliches Interesse vorhanden ist.
Richtig.
Ich habe auch so eine andere "Freundin", allerdings ohne Kinder.
Seitdem sie einen neuen Freund hat, hört und sieht man nichts mehr von ihr!
Drei Treffen hat sie bisher abgesagt, es sei beruflich oder privat was "dazwischen" gekommen... ich lass es jetzt gut sein.

Auch eine andere Freundin von mir, mit der ich sehr dick befreundet war, hat sich durch ihren neuen Partner sehr verändert. Er ist Anwalt und ich höre von ihr nur noch "Also wir sind bei seinen Kollegen eingeladen" oder "Wir sind bei seinem Chef zu Abendessen". Am Wochenende wird weggefahren, weil der Herr Surfer ist.
In den Ferien sind beide verreist, beide hängen nur noch aufeinander.
Neulich wollten wir gemeinsam abends was trinken gehen, auch das hat sie mir kurzfristig abgesagt, sie wolle "auf die Couch" um 20 Uhr abends... die Bar war im Stadtteil ihres Freundes, n Stündchen hätte mir ja schon gereicht! Manchmal sollte man sich auch für Freundschaften zusammenreißen und mal den Fuß vor die Tür wagen! Dazu hatte die Frau zu dem Zeitpunkt Schulferien und kann sich die ganze Zeit ausruhen, Urlaub auf Sardinien inklusive!
Ich schrieb ihr dann, dass ich schon enttäuscht sei, dass unsere Freundschaft weniger und weniger wird, da meinte sie, dass sie auch Freundinnen hat, die sie nur zweimal im Jahr sehe- das sei halt so und doch nicht schlimm!
Das verschlug mir echt die Sprache. Vor ihrer Beziehung haben wir uns zweimal pro Woche gesehen- jetzt soll mir gefälligst zweimal im Jahr reichen?
Ich habe auch einen Partner, der täglich bei mir ist, aber wir gehen trotzdem noch weg- gemeinsam oder mit unseren Freunden. Das ist mir auch sehr wichtig als Ausgleich und nicht jede Beziehung hält ewig!
 
  • #28
FUnd meistens läuft es in diesen Fällen so, dass eine Seite nur über sich redet und die andere hört zz und spielt Ratgeberin oder Therapeutin. Ich habe einige solcher Konstellationen in den letzten Jahren stillschweigend auslaufen lassen weil ich mich auf die Menschen konzentriere, denen auch ich etwas bedeute.

Sehr richtig!
Ich habe gerade mal überlegt, wieviele echte Freunde ich noch überhaupt habe, die den Namen verdienen.
Die sich für mich interessieren, wo ein Austausch stattfindet und mit denen ich Dinge unternehmen kann.
Da sind mir gerade mal 4, 5 Frauen eingefallen, auf die das zutrifft.

Den Rest hake ich jetzt ab.
 
  • #29
In Wohnungen will ich mich nicht aufhalten zum Kaffeetrinken, ist mir zu langweilig
Das ist für mich aber ein Unterschied zwischen Bekanntschaft und Freundschaft: Ich bin prinzipiell auch ein "Ausgänger" und kein "Stubenhocker", aber bei einer Freundin gehe ich davon aus, dass sie auch mal auf einen Cafébesuch verzichtet und stattdessen zu mir kommt, wenn es nicht anders geht. Bei einem Treffen mit Freundinnen steht für mich nämlich an sich im Mittelpunkt, die Person zu sehen, und nicht, eine Begleitung in irgendeine Location zu haben.

Außerdem kreischt das Baby meiner Freundin stundenlang nicht, wenn wir unterwegs sind. Woran das wohl liegt...Klassikradio.
Das ist ja wirklich sehr erfreulich, aber ehrlich gesagt würde es mich trotzdem innerlich unter Druck setzen, wenn ich quasi beten müsste, dass diese oder jene Methode auch heute wieder Wunder wirkt, weil meine Freundin ansonsten insgeheim total genervt ist.
 
  • #30
Ihr müsst ja alle komische Freundinnen haben. Sind das echte Freundschaften. Sicher wurden unsere wöchentlichen Treffen seltener als Kinder im Spiel waren, aber wir haben es noch oft genug geschafft gemeinsam eine Auszeit zu nehmen. w56