• #1

Wieso kämpfte nie eine Frau um mich?

Bin seit 48 Jahren Single (Jungfrau), und wegen mittelschwerer Depressionen in medikamentöser Behandlung.
Ist es normal, das man sein Leben lang unbemerkt bleibt?
Wenn man sich die jungen Leute ansieht, könnte man glauben, dass es selbstverständlich ist, Beziehungen zu haben.
Bin fünf Jahre einer Frau hinterher gelaufen, da ich sie über alles geliebt habe.

Freue mich über eure Antworten
 
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  • #2
Ich denke, wir werden dir hier im Forum nicht helfen können… du bist in Therapie. Das ist gut. Es klingt nicht gut, was du schreibst.
allgemein: es gibt immer Leute, die keinen Partner finden. Manche auch ihr Leben lang. Für manche ist es einfach. Das ist nicht gerecht, aber das Leben ist eben nicht gerecht. Wichtig ist, in dem, was man schon hat, Freude zu finden (was bei einer Depression natürlich nicht geht momentan). Man kann auch glücklich sein mit Freunden, seiner Arbeit, Haustieren, Verwandten oder Hobbys. Zufriedenheit darf dann nicht davon abhängen, dass man dieses eine (einen Partner) nicht hat. Manchmal kommt dann sogar einer des Wegs (war bei mir mit 23 dann so, vorher hab ich auch nicht verstanden, warum das bei allen so einfach aussieht). Ich kenne drei Frauen und zwei Männer, die ihr Leben lang schon Single sind. Sie alle sind dennoch zufrieden mit ihrem Leben und haben sich einen Sinn gesucht. Ich kenne auch Leute, die durch ihre Beziehung eher unglücklich sind.
Um jemanden kämpfen geht eh nicht. Jemanden hinterherrennen klappt auch fast nie. Die andere Person ist dir auch nichts schuldig dadurch, dass du in sie verliebt bist und wird sich selbst auch nicht bewusst ausgesucht haben, ob sie diese Gefühle erwidert oder nicht. Unglücklich verliebt waren wir sicher alle mal. Man muss nur loslassen können und nicht jahrelang an diesem einen Menschen hängen. Das ist ungesund.
W, 37
 
  • #3
Ist es normal, das man sein Leben lang unbemerkt bleibt?
Naja, dann mach DU dich doch bemerkbar, dann wirst du vielleicht auch bemerkt. Du hast dein Leben selbst in der Hand und kannst es gestalten.
Wenn man sich die jungen Leute ansieht, könnte man glauben, das es selbstverständlich ist Beziehungen zu haben.
Selbstverständlich ist es nicht, aber es stimmt schon, dass viele Menschen irgendwelche Kontakte zum anderen (oder gleichen) Geschlecht haben, auch sexuell.
Bin fünf Jahre einer Frau hinterher gelaufen, da ich sie über alles geliebt habe.
Wie hat die Frau denn reagiert?

Weißt du, wie besonders es ist, dass du durch diese Welt spazieren und hier Abenteuer erleben kannst? Das ist die ultimative Erfahrung. Die ganze Ewigkeit bist du nicht, dann wirst du ja wohl ein paar Jahrzehnte Leben durchstehen können, notfalls auch ohne Sex, tot kannst du danach immer noch lange genug sein. Ach, es gibt doch im Leben auch noch so viele andere schöne Dinge. Gibt es Freude und Schönheit in deinem Leben? Was macht dir Spaß, was erfreut dich, was tust du gerne? Erzähle uns mal noch was von dir.
Was genau war die Frage? Warum nie eine Frau um dich gekämpft hat? Aber das Leben und die Liebe sind doch kein Kampf, warum sollte eine Frau um dich kämpfen? Wenn du Depressionen hast, solltest du dich erstmal mit dir selbst beschäftigen und sie überwinden, aber dann stellt sich die Frage: Was ist dein eigener Anteil? Hast du außer diesem einen Mal denn aktiv versucht, Frauen kennenzulernen? Falls nicht: Es ist nie zu spät, das geht auch jetzt noch. Aber komm erstmal mit dir selbst ins Reine und in eine bessere Stimmung, das wirkt dann auch gleich viel attraktiver. Denn so, wie du gerade schreibst, hätte ich als Frau ehrlich gesagt auch keine Lust, dich kennenzulernen, geschweige denn um dich zu kämpfen. Versuche, irgendwie deine Lebenseinstellung zu ändern und zurück in die Leichtigkeit und Positivität zu kommen. Man kann sein Leben immer verändern, wenn man will!
w26
 
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  • #4
Ich denke, dass dir hier niemand sagen kann, weshalb noch keine Frau um dich kämpfte.

Ich mutmaße mal, dass keine tiefergehenden Kontakte zustande kamen, bis auf den einen, den du hier genannt hast. Da du eine psychische Erkrankung hast, nehme ich an, dass du eher isoliert lebst, durch die Erkrankung isoliert wirst und dich gegebenenfalls auch selbst isolierst. Gerade bei Depressionen strahlen die Erkrankten meistens eben keine Lebensfreude aus. Meine Netzhaut wurde gelegentlich z.B. gräulich und den halben Gesprächsinhalt überhörte ich über Jahre hinweg, ohne mir darüber im Klaren zu sein. Sowas kann z.B. dazu führen, dass Fremde eine Blockade spüren, da sie keinen Zugang zu dir finden oder sich vor einem Partner mit einer psychischen Erkrankung fürchten und deshalb Abstand nehmen.

Jedoch solltest du dich nicht darüber definieren! Du hast als Mensch keinen geringeren Wert, weil dir sexuelle Erfahrung fehlt.

Zu deiner zweiten Frage: Normal ist es keineswegs, dass man unbemerkt bleibt. Jedoch passiert es häufiger, als sich die meisten wohl vorstellen können. Ich bin erst Anfang 20, aber kenne deine Problematik. Jedoch denke ich, dass eher ein Mensch der isoliert lebt, unbemerkt bleiben kann und der Angst vor tiefergehenden Bindungen und Gefühlen hat. Allerdings spielt auch dein Umfeld eine Rolle. Ich kann leider aus Erfahrung berichten, dass Personen, die ausschließlich von Menschen, die nur um sich selbst kreisen, umgeben sind, Schwierigkeiten dabei haben, von Personen, die durchaus an anderen Menschen interessiert sind, wahrgenommen zu werden. Das eigene Umfeld prägt einen meistens immens.

Ich gehöre zu der Gruppe, die du meinst, die den Eindruck vermittelt, man müsse Beziehungen führen und ohne wäre man abnormal. Mir teilen gerne deine Geschlechtsgenossen mit, dass sie sich eine Unerfahrene niemals als Partnerin vorstellen könnten. Für mich ist der Druck auf jeden Fall präsent und ich schäme mich teilweise schon dafür, dass ich keine Beziehung vorweisen kann. Allerdings habe ich gelernt, dass mich das als Mensch nicht ausmacht. Lass dich nicht von den Denkmustern anderer beeinflussen. Deine mentale Gesundheit steht an erster Stelle! Es wäre sicherlich lohnenswert, wenn du das gegenüber einem Therapeuten thematisieren würdest. Ich denke, der größte Fehler besteht darin zu meinen, nur Beziehungen machen das Leben lebenswert. Ich wünsche dir nur das Beste :)
 
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  • #5
Niemals kämpft man um einen Partner, man kämpft im Sport und sonstwo, aber nicht für eine Beziehung oder in einer Beziehung!
Jeder entscheidet über sein Schicksal, ob er Single bleiben möchte oder nicht usw.,jeder ist seines Glückes Schmied, jeder baut sich sein Lebenshaus selbst, das kann niemand anders für einen tun!
 
  • #6
Jeder entscheidet über sein Schicksal, ob er Single bleiben möchte oder nicht
Der FS schreibt doch selbst dass er unfreiwillig schon immer Single ist. Wäre es so einfach daran selbst etwas zu ändern hätte er es wahrscheinlich schon lange getan. Manches ändert sich nicht, egal ob man es möchte oder nicht.

Und es ist halt ein großer Unterschied ob man sich selbst bewußt gegen Partnerschaft entscheidet (z.B. bei Ordensmännern/-frauen, Priestern) oder ob das unfreiwillig passiert und man dann darunter leidet.
 
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  • #7
Wäre es so einfach daran selbst etwas zu ändern hätte er es wahrscheinlich schon lange getan. Manches ändert sich nicht, egal
Mit dieser Antwort bin ich nicht einverstanden, alles ist eine Frage der Geisteshaltung, wenn ich mit meiner Geisteshaltung nicht die Dinge erreiche, die ich gerne erreichen möchte, dann muss ich an dieser Geisteshaltung arbeiten und daran was verändern!
Und es ist halt ein großer Unterschied ob man sich selbst bewußt gegen Partnerschaft entscheidet (z.B. bei Ordensmännern/-frauen, Priestern) oder ob das unfreiwillig passiert und man dann darunter leidet.
Unfreiwillig passiert gar nichts, es gibt immer Gründe, warum etwas geht und es gibt genauso Gründe, warum etwas nicht geht!
 
  • #8
Niemals kämpft man um einen Partner, man kämpft im Sport und sonstwo, aber nicht für eine Beziehung oder in einer Beziehung!
Jeder entscheidet über sein Schicksal, ob er Single bleiben möchte oder nicht usw.,jeder ist seines Glückes Schmied, jeder baut sich sein Lebenshaus selbst, das kann niemand anders für einen tun!
Das ist doch Blödsinn. Der FS schreibt doch selbst dass er unfreiwillig schon immer Single ist. Wäre es so einfach daran selbst etwas zu ändern hätte er es wahrscheinlich schon lange getan. Manches ändert sich nicht, egal ob man es möchte oder nicht.

Und es ist halt ein großer Unterschied ob man sich selbst bewußt gegen Partnerschaft entscheidet (z.B. bei Ordensmännern/-frauen, Priestern) oder ob das unfreiwillig passiert und man dann darunter leidet.
Hm, hier muss ich Inspi aber doch ein bisschen Recht geben: Man hat es zu einem gewissen Grad schon selbst in der Hand, nicht alles, aber einen Großteil. Jeder ist ja Teil der Welt und Gesellschaft, das heißt, die Welt und Gesellschaft reagiert auf einen. Wenn man sich verändert, wird auch die Reaktion der Umgebung eine andere sein: Aktion -- Reaktion. Ich bin fest davon überzeugt, dass man sein Leben aktiv gestalten und verändern kann, man muss den Ist-Zustand nicht akzeptieren und sich als Opfer der Umstände sehen. Klar, wenn man nichts ändert, ändert sich auch nichts. Aber es ist nicht so, dass manche Menschen einfach Pech haben und sich damit abfinden sollten. Nur es reicht halt nicht, wenn man etwas einfach nur möchte und darauf wartet, dass es passiert, man muss auch selbst etwas dafür tun. Wenn man trübselig zu Hause sitzt, woher sollen die Partnerin und das tolle Leben denn kommen? Ich meine immer, man sollte sich/es entweder akzeptieren und trotzdem/anders glücklich werden oder gezielt etwas verändern, das kann man auch ganz systematisch und überlegt machen, sich neue Gewohnheiten zulegen, neue Dinge tun, sich anders verhalten, man kann das planen und umsetzen, Schritt für Schritt. Wenn man möchte und motiviert genug ist.

Überleg mal: Was möchtest du gerne für ein Mensch sein, wie wärest du gerne? Dann werde und sei der Mensch, den du toll findest! Such dir persönliche Ziele, setze sie um und freue dich über den Erfolg. Damit kannst du sofort beginnen.
w26
 
  • #9
Nein, ist nicht normal. Geh raus, schließ dich neuen Interessengemeinschaften an, werde gesund, trau dich was und bringe ganz viel Frusttoleranz mit.
 
  • #10
Ist es normal, das man sein Leben lang unbemerkt bleibt?
Es ist halt eine Frage, wie offen man darin ist, auf andere Menschen zuzugehen. Es kann hier keiner beurteilen, wie oder ob du deine sozialen Kontakte pflegst. Dass man sein Interesse an einem Anderen bekundet, passiert ja oft auf einer nonverbalen Ebene. Durch Blickkontakt, ein bestimmtes Lächeln usw.
Fällt es dir leicht, solche Gesten zu verstehen, oder selbst auszusenden?

Man hat es zu einem gewissen Grad schon selbst in der Hand
Ja bis zu einem gewissen Grad.
Allerdings kann jeder Mensch erkranken. Dann ist es eben nicht mehr unbedingt so einfach etwas zu verändern.
Viele Menschen verstehen nicht, dass Depression eine Erkrankung ist und keine Sache der inneren Einstellung.
 
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  • #11
Bin seit 48 Jahren Single (Jungfrau)...
Wenn man sich die jungen Leute ansieht, könnte man glauben, dass es selbstverständlich ist, Beziehungen zu haben.
Du bist halt kein junger Leut mehr. Darum ist es unzulässig, dass Du Dich an jungen Leuten orientierst.
Schau auf Menschen Deiner Altersklasse und auf die vergleichbare Kohorte: fast 50 und nie was gehabt mit dem anderen Geschlecht. Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass es nie mehr was wird und so ist es ratsam, für sich ein anderes Lebensmodell als den Beziehungsstandard Deiner Alterskohorte zu suchen.

Was ist denn Deine Frage? Verstehst Du jetzt Dein Problem mit Frauen?
Du agierst in einer Weise, dass kein normaler Mensch es nachvollziehen kann: Dein Problem, nicht das der anderen.

Bin fünf Jahre einer Frau hinterher gelaufen, da ich sie über alles geliebt habe.
Mit 43, so what? Man kann die Vergangenheit nicht ändern. Die Quelle Deines Problems liegt nicht vor 5 Jahren und nicht in dieser Frau sondern vor 30 Jahren. Guck da hin und versuch daraus was für das hier und jetzt abzuleiten.

Erklär mal, warum eine Frau um Dich kämpfen soll? - ich erkenne da grad nichts Erstrebenswertes. Wer will schon einen dauerhaft depressiven Partner? Ich weiß genau worüber ich rede, weil selber betroffen.

Warum kämpfst Du um keine Frau, wenn Du doch eine haben willst? Sorry, aber keine Frau ist verpflichtet, sich einen psychisch kranken Partner ans Bein zu binden. Du musst für die Frau schon attraktiv sein.
 
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  • #12
Ja bis zu einem gewissen Grad.
Allerdings kann jeder Mensch erkranken. Dann ist es eben nicht mehr unbedingt so einfach etwas zu verändern.
Ja, schon, aber trotzdem meine ich, dass man fast immer was verändern kann, auch gegen Erkrankungen kann man was machen.
Ehrlich gesagt -- das ist jetzt nur meine Meinung -- finde ich medikamentöse Behandlungen bei Depressionen auch schwierig, denn damit werden wahrscheinlich Symptome gelindert, aber keine Ursachen behoben, man ist dann praktisch die ganze Zeit auf Drogen, um irgendwie zu "funktionieren". In dem kleinen Dorf, wo ich geboren bin, nehmen fast alle Frauen dauerhaft Antidepressiva und sehen entsprechend aus, aber das löst nicht ihr Problem: Sie sind mit ihren Ehen und mit ihrem Leben insgesamt unzufrieden und leben nicht so, wie sie gerne würden, verharren hilflos-resigniert, haben es nie geschafft, sich daraus zu befreien und mutig ihren eigenen Weg zu gehen, dabei würde das die Ursache ihres chronischen Kummers beheben, nur diesen Schritt trauen sie sich nicht, also fressen sie lieber den Rest ihres Lebens Pillen und wandeln betäubt wie auf Watte durch den Alltag. Am Ende ist das schon eine mehr oder minder bewusste Entscheidung.

Ich würde zuerst körperlich alles abklären -- oft haben Depressionen nämlich schlicht körperliche Ursachen, die sich beheben lassen, z.B. Lysinmangel, zu wenig Sonne (D3) oder was Hormonelles. Um das auszuschließen, würde ich meine Werte testen lassen und ggf. eine Ernährungsumstellung machen und den Lebensstil verändern, mehr Sonne, mehr Sport, dabei werden nämlich Glückshormone freigesetzt. Bei psychischen Problemen helfen Therapeuten, da ist eine Therapie sicherlich gut und sinnvoll. Klar, wenn man bereits sehr tief am Boden liegt und gar nichts mehr auf die Reihe kriegt, dann bringen solche Ideen nichts und man braucht externe Hilfe, aber nicht jeder Mensch mit Depression ist ja völlig macht- und willenlos, da gibt es ja auch verschiedene Abstufungen. Ich kann den Einzelfall hier jetzt natürlich nicht beurteilen, aber Medikamente betäuben ja auch und lassen einen den Schmerz verdrängen. Dabei hat Schmerz eine Funktion und es ist nicht gut, wenn wir ihn einfach mit Schmerzmitteln betäuben, das sollte man, finde ich, nur im größten Notfall vorübergehend tun, wenn er wirklich unerträglich ist, aber ansonsten kann man Schmerz und Elend auch mal zulassen, sich ihm stellen und darauf hören, was der Körper einem sagen will, um dann sein Leben so zu verändern, dass der Schmerz schwindet. Das ist natürlich schwierig, wenn man bereits den Kontakt zu sich selbst verloren und sich aufgegeben und die Eigenverantwortung abgegeben hat, aber solange Wille und klarer Verstand noch existieren, kann man sich überwinden, es ist oft eine Frage des Willens.

Ich sage aber nie, dass man sich verändern muss, nur wenn man selbst will, dann kann man es, vielleicht muss man es nur noch ein bisschen mehr wollen.
w26
 
  • #13
Bin seit 48 Jahren Single (Jungfrau), und wegen mittelschwerer Depressionen in medikamentöser Behandlung.
Ist es normal, das man sein Leben lang unbemerkt bleibt?
Wenn man sich die jungen Leute ansieht, könnte man glauben, dass es selbstverständlich ist, Beziehungen zu haben.
Bin fünf Jahre einer Frau hinterher gelaufen, da ich sie über alles geliebt habe.

Freue mich über eure Antworten
Ich nehme Rücksicht auf deine Erkrankung, finde aber, du solltest dich mal fragen, wo dein Anteil daran liegt!

Warum läufst du 5 Jahre einer Frau hinterher, die dich ja offensichtlich nicht wollte?

Dass junge Leute- und ich hoffe nun auch die "Alten" (uns trennt da nicht enorm viel) - ein soziales Leben führen und du anscheinend nicht ist hier nicht der Knackpunkt, bleib bei dir, was läuft da anders?
 
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  • #14
Ich denke als Mann ist man meistens in der Position den ersten Schritt zu machen eine Frau näher kennen zu lernen (also zB. ansprechen, die Initiative ergreifen) und wenn man ein sehr schüchterner, unsicherer Mensch ist dann bleibt das vielleicht aus weil man sich nicht traut eine Frau abzusprechen.
Das hätte man früher erkennen können und entsprechend daran arbeiten können.
Dein Leben ist noch nicht vorbei, besser spät als nie - behandle deine Depression und dann legst du los mit dem Dating. Ich denke eine positive, sympathische, lockere, humorvolle Art kommt immer ganz gut bei den Damen an. Man braucht eine gewisse Ausstrahlung um wahrgenommen zu werden. Verstellen sollte man sich jedoch nicht, du möchtest doch eine Frau die dich so mag wie du bist.

Alles Gute.

W 27
 
  • #15
Ja, schon, aber trotzdem meine ich, dass man fast immer was verändern kann, auch gegen Erkrankungen kann man was machen.
Ehrlich gesagt -- das ist jetzt nur meine Meinung -- finde ich medikamentöse Behandlungen bei Depressionen auch schwierig, denn damit werden wahrscheinlich Symptome gelindert, aber keine Ursachen behoben, man ist dann praktisch die ganze Zeit auf Drogen.

Ich würde zuerst körperlich alles abklären -- oft haben Depressionen nämlich schlicht körperliche Ursachen, die sich beheben lassen, z.B. Lysinmangel, zu wenig Sonne (D3) oder was Hormonelles. Um das auszuschließen, würde ich meine Werte testen lassen und ggf. eine Ernährungsumstellung machen und den Lebensstil verändern, mehr Sonne, mehr Sport, dabei werden nämlich Glückshormone freigesetzt. Bei psychischen Problemen helfen Therapeuten, da ist eine Therapie sicherlich gut und sinnvoll. Klar, wenn man bereits sehr tief am Boden liegt und gar nichts mehr auf die Reihe kriegt, dann bringen solche Ideen nichts und man braucht externe Hilfe, aber nicht jeder Mensch mit Depression ist ja völlig macht- und willenlos, da gibt es ja auch verschiedene Abstufungen. Ich kann den Einzelfall hier jetzt natürlich nicht beurteilen, aber Medikamente betäuben ja auch und lassen einen den Schmerz verdrängen. Dabei hat Schmerz eine Funktion und es ist nicht gut, wenn wir ihn einfach mit Schmerzmitteln betäuben, das sollte man, finde ich, nur im größten Notfall vorübergehend tun, wenn er wirklich unerträglich ist, aber ansonsten kann man Schmerz und Elend auch mal zulassen, sich ihm stellen und darauf hören, was der Körper einem sagen will, um dann sein Leben so zu verändern, dass der Schmerz schwindet. Das ist natürlich schwierig, wenn man bereits den Kontakt zu sich selbst verloren und sich aufgegeben und die Eigenverantwortung abgegeben hat, aber solange Wille und klarer Verstand noch existieren, kann man sich überwinden, es ist oft eine Frage des Willens.

Ich sage aber nie, dass man sich verändern muss, nur wenn man selbst will, dann kann man es, vielleicht muss man es nur noch ein bisschen mehr wollen.
w26
Sorry, aber ich finde, solche laienhafte und auch schädliche Posts haben im Forum nichts zu suchen. Depressionen sind eine Krankheit, genauso wie Krebs, wie ein gebrochenes Bein. Wann endlich geht das ins kollektive Bewusstsein ein? Und ja, Antidepressiva helfen. Man muss allerdings die richtigen finden. Deine Tipps sind teilweise lebensgefährlich. Oder denkst du, Herr Enke hätte seine Ernährung umstellen sollen? Ich fass es gerade nicht.
 
  • #17
Bin fünf Jahre einer Frau hinterher gelaufen, da ich sie über alles geliebt habe
Reine Spekulation: Es klingt als hättest du ein Mutterthema, eine unerreichbare Mutter, die du auf ein Podest gestellt hast, idealisiert hast. Ich würde da mal hinschauen. Wir lernen wie Beziehung geht durch unsere Eltern. Was hast du gelernt? Wie war die Beziehung zu deiner Mama?

Mach eine Familienaufstellung, google das mal.

Ich hab gehört, es gibt Foren für Absolute Beginner, also Leute die noch nie Sex oder eine Beziehung hatten. An deiner Stelle würde ich es da mal versuchen. Du bist nicht der einzige in deinem Alter, der Jungfrau ist, es gibt auch Frauen in dem Alter bei denen das so ist.

Leider gibst du nicht mehr Infos, es wäre hilfreich zu wissen wie dein Leben sonst so ist: Beruf, Wohnung, Freundeskreis.....
 
  • #18
finde ich medikamentöse Behandlungen bei Depressionen auch schwierig, denn damit werden wahrscheinlich Symptome gelindert, aber keine Ursachen behoben
aber solange Wille und klarer Verstand noch existieren, kann man sich überwinden, es ist oft eine Frage des Willens
Au weia @Inanna* , Depression ist keine Sache des Willens und hat auch nicht unbedingt einen veränderbaren Grund in den Lebensumständen. Du kannst auf dem Papier ein glückliches Leben haben, tolle Beziehung, toller Job, tolle Freunde, tolles Haus. Und trotzdem an einer schweren Depression erkranken.
Das ist eine Stoffwechselstörung des Gehirns, ganz grob und laienhaft gesagt, potentiell lebensgefährlich, da hilft kein guter Wille, sondern tatsächlich medikamentöse Therapie und Psychotherapie. Sport wirkt unterstützend antidepressiv. Die Medikamente betäuben nicht, sondern behandeln die Ursache der Depression, die Störung der Neurotransmitter im Gehirn. Es ist keine sympathische, sondern eine ursächliche Therapie und stabilisiert den Stoffwechsel wieder.

Depression ist etwas ganz anderes als ein normales Unglücklichsein, weil man in einem unglücklichen Leben feststeckt. Das ist ja das Grausame an der Depression, weil sie sich für die Erkrankten oft so irrational und inadäquat anfühlt und nicht zusammenpasst mit den äußeren Umständen, die sehr gut sein können.

W36
 
  • #20
Ist es normal, das man sein Leben lang unbemerkt bleibt?
Normal - in dem Sinne, dass es der mehrheitlichen Norm entspricht - ist es nicht.
Es ist aber auch nicht verkehrt oder schlimm.
Wenn du leidest, dann ist es wichtig was zu ändern. Wenn du zusätzlich noch Depressionen hast, dann konzentriere dich darauf, diese zu behandeln, wie du das gerade machst.
Das sollte oberste Priorität haben.
Wenn du 5 Jahre einer Frau hinterherläufst, die dich nicht will, dann ist das auch nicht normal, sondern zeugt davon, dass du keinerlei Gefühl für eigene und die Grenzen anderer Menschen entwickelt hast.
Auch das würde ich an deiner Stelle auf lange Sicht in eine Therapie miteinfliessen lassen. Hast du Freunde und Kontakt zu Männern? Hast du explizit ein Problem damit, Frauen kennen zu lernen? Oder allgemein soziale Hürden?

Ich würde zuerst körperlich alles abklären -- oft haben Depressionen nämlich schlicht körperliche Ursachen, die sich beheben lassen, z.B. Lysinmangel, zu wenig Sonne (D3) oder was Hormonelles.
Studierst du irgendwie Neuromedizin oder so? Dass du es schaffst, die Volkskrankheit Nr. eins und eine der häufigsten Todesursachen so banal zu lösen?
Kein vernünftiger Arzt verschreibt Pillen ohne Psychotherapie, im Gegenteil, diese sind häufig der letzte Schritt, wenn es Menschen so schlecht geht, dass sie ihren Alltag nicht mehr bewältigen können.
Ich hatte eine gute Bekannte, die hat in der Kindheit schlimmsten (sexuelle) Missbrauch erlebt und war schwer depressiv. (Therapie und Medikamte).Die lag häufig tagelang im Bett, hat nichts gegessen, ist auf 40 Kilo abgemagert, der zu sagen, mach doch mal ein bisschen Sport und iss mehr Bananen wäre der blanke Hohn.

Und auch ich kämpfe immer wieder mit diesen Phasen - und das trotz Ausdauersports, gesunder Ernährung und einem guten Leben. Es ist die absolute Hölle, und mir dann vorzuwerfen, du musst dich nur mehr anstrengen, ist eine Frechheit!
Sorry, aber ich finde, solche laienhafte und auch schädliche Posts haben im Forum nichts zu suchen.
Da bin ich bei dir.
 
  • #21
Ich empfehle Dir eine Gruppentherapie. Da kannst Du im geschützten Rahmen von Mitpatienten eine Einschätzung zu Dir bekommen. Wie Du auf andere wirkst, wie sie Dich wahrnehmen. Da Du sehr isoliert lebst, ist das ja sonst nicht gut möglich. Diese Therapien finden respektvoll statt und mit Rücksicht auf die Persönlichkeit jedes Teilnehmers. Bevor Du Dich mit dem Thema Frauen befasst, musst Du Dich erst selbst kennenlernen. Wer bin ich, was sind meine Stärken und Schwächen usw...Warum werde ich "übersehen"? Wie kann ich zukünftig mein Leben gestalten, um zufriedener zu leben? Finde den Mut und mache solch eine Therapie. Sie kann Dir nur helfen. Gleichzeitig bekommst Du da Kontakt zu anderen Menschen und bist nicht mehr so isoliert.
 
  • #22
Das ist eine Stoffwechselstörung des Gehirns, ganz grob und laienhaft gesagt, potentiell lebensgefährlich, da hilft kein guter Wille, sondern tatsächlich medikamentöse Therapie und Psychotherapie. Sport wirkt unterstützend antidepressiv. Die Medikamente betäuben nicht, sondern behandeln die Ursache der Depression, die Störung der Neurotransmitter im Gehirn. Es ist keine sympathische, sondern eine ursächliche Therapie und stabilisiert den Stoffwechsel wieder.

Danke!

Solche pauschalen Vorurteile gegenüber Antidepressiva machen mich echt wütend. Niemand würde bei einer schweren Borreliose den Sinn von Medikamenten in Frage stellen, aber klar, bei allen psychischen Erkrankungen müsste man nur mal positiver denken und mehr in die Sonne gehen und dann regelt sich das schon von alleine. ^^

Meine Gehirnstoffwechselstörung und damit einhergehende genetische Veranlagung zu Depressionen ist vererbt und zieht sich seit mindestens drei Generationen väterlicherseits durch die Familiengeschichte. Klar entscheiden auch die Umstände und bis zu einem gewissen Grad die eigene Einstellung und Verhaltensweisen darüber, ob sie ausbricht, aber es ist und bleibt eine ernstzunehmende Krankheit, bei der Psychotherapie (oder Sport, Sonnenlicht, starker Wille, Selbstreflektion... was alles wichtige Bausteine sein können) alleine in vielen Fällen einfach nicht reicht. In meinem Fall hat nur die Kombination zum Erfolg geführt.

Mein Freund hatte sich anfangs auch Sorgen gemacht, dass die Medikamente nur eine Symptombehandlung sein oder meinen Charakter verändern könnten. Ihm habe ich es damals so erklärt: "Meine Depression fühlt sich an wie ein unendlicher schwarzer See, in dem ich unterzugehen drohe. Da ist erstmal am wichtigsten, nicht zu ertrinken (= Medikamente), um dann herausfinden zu können, in welche Richtung man schwimmen muss (= Therapie)."

Mein Charakter hat sich durch die Antidepressiva übrigens nicht verändert, noch habe ich damit irgendetwas betäubt. Ganz im Gegenteil: Die Depression selbst ist es, die einen betäubenden, lähmenden Schleier über alles legt und einen zu einem Schatten seiner selbst werden lässt.

Wer als Außenstehender mal einen Eindruck davon bekommen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich die Filme "Melancholia" und "Auslöschung". Stimmung und Bilder sprechen mir aus der Seele (aber Achtung, Trigger-Gefahr für nicht stabile Menschen).

W, 28
 
  • #23
Mein Charakter hat sich durch die Antidepressiva übrigens nicht verändert, noch habe ich damit irgendetwas betäubt. Ganz im Gegenteil: Die Depression selbst ist es, die einen betäubenden, lähmenden Schleier über alles legt und einen zu einem Schatten seiner selbst werden lässt.
Genau so ist es.

Das Thema ist mir wichtig, deshalb möchte ich noch einmal darauf hinweisen:
Depression ist eine schwere Erkrankung wie ein Diabetes oder eine Herzinsuffizienz. Alle 3 Erkrankungen kann man nicht mit "sich zusammenreißen" behandeln und heilen ("Stell dich nicht so an, dann verschwinden dein Diabetes und deine Herzschwäche von alleine"?), alle 3 Erkrankung bedürfen in schweren Fällen medikamentöser Therapie neben der Lifestyle Änderung. Lässt man die Tabletten einfach so weg, können Diabetes, Herzinsuffizienz und Depression tödlich enden.

So. Zu dir lieber FS. Magst du uns noch mehr Informationen über dich geben? Was glaubst du selbst woran es bisher hakte dass du keine Frauen kennengelernt hast? Liegt es am Umfeld (Job, Hobbys und Freundeskreis mit geringem Frauenanteil) oder an dir (sehr schüchtern und unsicher oder wegen der Depression mit sozialem Rückzug)?

W36
 
  • #24
bei allen psychischen Erkrankungen müsste man nur mal positiver denken
Ja leider verstehen viele Menschen das nicht.
Diese Gedanken "ich werde übersehen" / "ich bin nichts wert", die lösen nicht die Depression aus, sondern die werden von der Depression ausgelöst.
Das komplette Gefühls-Level (möchte ich es mal nennen) befindet sich dauerhaft im Keller. Normal reguliert der Körper das selbst. In dieser Regulierung der Gefühle durch den Hirnstoffwechsel, liegt aber eine chronische Störung vor.

Das bedeutet zum Beispiel, dass eine Stresssituation dafür sorgen kann, dass die Person über Tage hinweg diese "innere Aufregung" (ähnlich wie Angst) fühlt, obwohl die Situation längst vorbei ist. Medikamente helfen bei der Regulierung dieser Gefühlswelt. Dann verschwinden eben auch diese "ich bin nichts wert" und andere negativen Gedanken. Da sich die Gefühlswelt wieder auf Normal-Level befindet und eben nicht im Ausnahme-Level.
Dieses "Normal-Level" ist auch ein Gefühl. Das Gefühl, dass alles in Ordnung ist, alles normal ist, so wie es eben auch der realen Situation entspricht.
Die Depression verhindert dieses Gefühl, wenn man so will. Die Medikamente unterdrücken die Depression und nicht die angeblich "echten" Gefühle.
Das war jetzt mal der Versuch das zu erklären.

Sicherlich können depressiv Erkrankte ihre Lebensqualität verbessern, ebenso wie an Bluthochdruck Erkrankte, oder andere Erkrankte. Sicher ist da Sport, Sonne ausgewogene Ernährung usw. wichtig. So wie eben für jeden Menschen, der damit Risiken für Erkrankungen minimiert.
Aber die Ursache einer Depression liegt sicher nicht darin, dass Menschen ihren Arsch nicht hochbekommen würden, um ihr Leben zu verändern, sich scheiden zu lassen oder sonst was. Antriebslosigkeit ist vielmehr eine Folge, bzw. ein Symptom der Depression.

JEDER Mensch, wenn er noch so eine positive Einstellung hat, kann an Depression erkranken. Diese Menschen sind nicht schwächer als Andere. Sie haben einfach nur das Pech zu erkranken, so wie Krebskranke das Pech haben, an Krebs zu erkranken.

Das Hilfreichste ist, dass sich jene Menschen genau darüber bewusst sind. Dass sie sich und ihre Erkrankung besser einschätzen lernen. Denn der ganze negative "Reiss-Dich-Mal-Zusammen-Vibe" muss von den Erkrankten auch erstmal ertragen und eingeordnet werden können, bevor sie sich mit ihrer Lage sachlich auseinandersetzen können. Bis dahin kämpfen sie oft damit, ihre Erkrankung zu verbergen.
 
  • #25
Hallo TE
Du bist auf dem richtigen Weg und wirst behandelt.
Ist es normal, das man sein Leben lang unbemerkt bleibt?

Du bist bestimmt früher bemerkt worden und wirst auch heute bemerkt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es einige weibliche Wesen gab, die sich unsterblich in Dich verliebt haben. Das Du nur nicht bemerkt hast. Vielleicht hat sogar die eine oder andere richtig gegraben, Du wolltest es aber nicht sehen, weil sie Dir nicht gefallen hat, ihre Signale nicht deuten konntest oder sie nicht senden konnte.

Wenn man sich die jungen Leute ansieht, könnte man glauben, dass es selbstverständlich ist, Beziehungen zu haben.
Es gibt eine ganze Menge Menschen die der Ansicht sind, nur eine Beziehung macht aus einem Single einen vollwertigen Menschen. Welche Auswüchse eine penetrante Partnersuche annehmen kann, kannst Du hier im Forum tagtäglich nachlesen. Hauptsache Beziehung, wie unpassen sie auch sein möge.

zu Deiner Frage lieber TE
Ich würde für meinen Mann kämpfen, wenn jemand sein Leben bedrohen würde. Dann würde ich mich wie Lara Croft durch die Reihen der Widersacher schnetzeln.

Um ihn würde ich nie kämpfen. Kennst Du das Lied "Jolene"? Nie würde ich so betteln wie in diesem Song. Entweder er bleibt freiwillig, gern oder gar nicht.

Darum denke ich eher, Du meinst nicht kämpfen sondern eher so ein Bemühen mit werben. Und dann sind wir wieder oben, Du wirst es nicht bemerkt haben.
Bin fünf Jahre einer Frau hinterher gelaufen, da ich sie über alles geliebt habe.
Unerwiderte Liebe ist sehr schmerzhaft. Im nachhinein weiß ich auch den Vater meiner Kinder habe ich fast 3 Jahre lang noch sehr geliebt. Da war mit Vernunft nicht viel zu machen, nur Abstand hat letztendlich geholfen.

Am zu vernachlässigsten halte ich die Jungfrau-Sache. Mit einer passenden Frau, wirst Du von ganz allein den Weg finden. Da wirst Du keine Akrobatik oder spezielle Technik brauchen, da reicht einfach auf die Natur zu vertrauen.
 
  • #26
Ich würde zuerst körperlich alles abklären -- oft haben Depressionen nämlich schlicht körperliche Ursachen, die sich beheben lassen, z.B. Lysinmangel, zu wenig Sonne (D3) oder was Hormonelles.
So würde ich das nicht sehen, es kann so sein zum Beispiel wenn man eine Schilddrüsenerkrankung hat (war bei meiner Schwiegermutter und auch bei mir so, das kann dich richtig aus der Bahn hauen und man muss die Medikamente ganz genau dosieren, nicht zu starke Schwankungen, langsam normalisieren)
Oft wirken sich psychische Belastungen/Erkrankungen auf den Körper aus und verursachen dadurch körperliche Beschwerden, du hast eine traumatische Erfahrung gemacht und kannst zb. plötzlich nicht mehr schlafen, das kommt nicht davon, dass du hormonell anders aufgestellt bist, nein das kommt von deinem Kopf, weil er nicht abschalten kann, er dir wieder und wieder diese Bilder ins Gedächtnis ruft, die dir Unverständnis bereiten und dich belasten.

Man kann da nichts gegen machen (sich Hilfe holen ja) aber immer wenn es mir nicht gut ging hab ich es einfach zugelassen, alles versucht normal ablaufen zu lassen (Alltag und Co.) und dann wenn du Zeit hast diese Gefühle zuzulassen, dann habe ich es zugelassen, geweint etc.. Man muss es akzeptieren und lernen mit bestimmten Erlebnissen zu leben, verstehen das es so ist wie es ist aber das Leben weiter geht und auch wieder schönere Tage kommen werden, es ist ein Teil von dir, den du nicht mehr verändern kannst, es ist aber die Vergangenheit!

Ein Mensch der seinen Alltag nicht mehr hinbekommt, nicht aus dem Haus gehen mag oder sonstige Schwierigkeiten hat, dem hilft man vielleicht mit Medikamenten damit er Dinge wieder selber bewerkstelligen kann und nebenher noch darüber sprechen/therapieren kann mit professioneller Hilfe was da passiert ist.

Der eigene Kopf kann einen wahnsinnig machen, als mein Opa verstorben ist, hab ich geträumt wie er dumpf auf den Boden gefallen ist und ganz schaurige Sachen, ich glaube man verarbeitet das Erlebte, seine Gefühle und Gedanken und sollte es einfach zulassen auch wenn es schlimm ist, das geht vorbei. Für manche Dinge braucht man Jahre und Unterstützung das ist individuell, nicht jeder Mensch ist gleich.

Du kannst dich so gesund wie möglich ernähren und kannst trotzdem so viel Stress auf der Arbeit und im Privatleben haben, dass dir irgendwann alles zu viel wird und deine Psyche das ganze irgendwann nicht mehr mitmacht.

Ich denke auch jeder kann erkranken, es ist allerdings bei jedem unterschiedlich wie hoch die jeweiligen Belastungsgrenzen sind, manche Menschen sind anfälliger/empfindlicher und manche halten gewissen Erlebnissen/Situationen länger stand.

W 27
 
  • #27
Man muss es akzeptieren und lernen mit bestimmten Erlebnissen zu leben, verstehen das es so ist wie es ist aber das Leben weiter geht und auch wieder schönere Tage kommen werden, es ist ein Teil von dir, den du nicht mehr verändern kannst, es ist aber die Vergangenheit!
Ich glaube Du verwechselst gerade etwas. Das was Du beschreibst, ist die Fähigkeit mit Enttäuschungen, Niederlagen schlechten Erfahrungen klarzukommen. Meiner Meinung nach klappt das besser je sicherer und vertrauensvoller das Verhältnis zu den Bezugspersonen in der Kindheit war. Und diese auch wirklich zugelassen haben, dass das Kind lernen kann.

Ich denke auch jeder kann erkranken, es ist allerdings bei jedem unterschiedlich wie hoch die jeweiligen Belastungsgrenzen sind, manche Menschen sind anfälliger/empfindlicher und manche halten gewissen Erlebnissen/Situationen länger stand.
Das erweckt wieder den Eindruck, nur die schwachen Menschen erkranken an Depressionen.
 
  • #28
Ja, schon, aber trotzdem meine ich, dass man fast immer was verändern kann, auch gegen Erkrankungen kann man was machen.
Es mangelt Dir an Lebenserfahrung, um das beurteilen zu können und manchmal ist es dann besser, nicht nur zu irgendwas zu meinen, was der Ratgeberkalender grad hergibt, sondern zu wissen oder einfach mal die Klappe halten.

Es gibt Depressionen, da kann man rein garnichts mehr machen - schon garnicht irgendwas im Lifestyle verändern. Man ist froh, wenn man es aus dem Bett unter die Dusche schafft, das Minimum essen und trinken kann.

Ehrlich gesagt -- das ist jetzt nur meine Meinung -- finde ich medikamentöse Behandlungen bei Depressionen auch schwierig, denn damit werden wahrscheinlich Symptome gelindert, aber keine Ursachen behoben...
Manchmal ist es besser, zu Dingen von denen man keine Ahnung hat seine Meinung für sich zu behalten - wirkt kompetenter.
Du zeigst eine unübersehbare Nichtahnung von Depressionen, d.h. Deine Kenntnis über deren medikamentöse Behandlung liegt deutlich im Minusbereich.
Die Milderung der depressiven Symptome durch Medikamente ermöglicht erst die von Dir vorgeschlagenen "Veränderungen" vorzunehmen, aktiv zu werden.
Das setzt aber voraus, dass man erstmal das richtige Medikament in der richtigen Dosierung gefunden hat. Und weil man nicht weiß, welches Medikament bei wem warum wie wirkt (nicht ausreichend erforscht) vergehen manchmal diverse Jahre, bis eine medikamentöse Behandlung was bewirkt - ist so, nimm es bei Deiner naturwissenschaftlichen Ungebildetheit einfach mal so hin.

man ist dann praktisch die ganze Zeit auf Drogen, um irgendwie zu "funktionieren".
Man ist mit Antidepressiva nicht "wie auf Drogen", sondern es kommt wieder Licht ins Hirn (Beeinflussung der Botenstoffe). Das von Dir abgewertete "funktionieren" ist die Grundvoraussetzung, um etwas verändern zu können - einfach mal die Dinge zuende Denken, statt auf halber Höhe einer neuen Idee nachzurennen.

Ich habe mich jahrelang durch alles probieren müssen, was der Pharmamarkt hergab - kein einziges Antidepressiva und auch kein anders Psychopharmaka hat mich "wie auf Droge" gemacht. Sie haben zwar die Depression nicht vertrieben, aber mich mein Leben rudimentär leben lassen, sodass, als endlich die richtige Medikation gefunden war (nicht zugelassen, Off Label Use), ich noch ein Leben hatte, was nach der Depression lebenswert werden konnte.

Was Du über dein Dorf beschreibst, die ganzen zugedröhnten Frauen, das ist nicht die Wirkung von AD sondern von Beruhigungsmitteln, die schnell abhängig machen und ja, auch dann kommt man nicht so einfach da raus, wie du Dir das denkst: einfach mal wollen und machen.

Eine Frau rettet den FS nicht - sein Irrtum. Er muss sich selber retten.
 
  • #29
Ich glaube Du verwechselst gerade etwas. Das was Du beschreibst, ist die Fähigkeit mit Enttäuschungen, Niederlagen schlechten Erfahrungen klarzukommen. Meiner Meinung nach klappt das besser je sicherer und vertrauensvoller das Verhältnis zu den Bezugspersonen in der Kindheit war. Und diese auch wirklich zugelassen haben, dass das Kind lernen kann.


Das erweckt wieder den Eindruck, nur die schwachen Menschen erkranken an Depressionen.
Nein, war so nicht gemeint aber jeder Mensch ist individuell verschieden und so ist es auch bei bestimmten Belastungen, der eine kann damit besser umgehen und der andere nicht, der andere kann dafür vielleicht aber mit anderen Belastungen besser umgehen. Das ist nicht schwach, das ist individuell. Außerdem gibt es keinen Menschen der immer stark ist oder immer schwach (meine Meinung).

W 27
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #30
Nein, war so nicht gemeint aber jeder Mensch ist individuell verschieden und so ist es auch bei bestimmten Belastungen, der eine kann damit besser umgehen und der andere nicht, der andere kann dafür vielleicht aber mit anderen Belastungen besser umgehen

Das Thema des FS sind aber doch nicht irgendwelche "Belastungen". Die hat natürlich jeder Mensch in irgendeiner Weise im Laufe seines Lebens und jeder geht anders damit um.

Das Thema hier ist doch eine ERKRANKUNG namens Depression.

Das ist doch etwas vollkommen anderes.

Bin gespannt, ob der FS sich noch mal meldet und mehr schreibt. Wenn er starke Depressionen hat, wird er wahrscheinlich nicht mal das können, vielleicht nicht mal die Kraft haben, hier überhaupt noch lesen zu können...
 
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