• #31
Kein Mann muss heutzutage eine Frau "durchfüttern"!

Die zukünftige Lebensform abzusprechen ist ein Thema, das beizeiten angegangen werden kann. Ein Mann, der als potentieller Vater nicht bereit ist, für eine gewisse Zeit auch finanziell für seine Familie zu sorgen, kann dies doch klipp und klar so formulieren, BEVOR eine Beziehung ernst wird. Ebenso gibt es Frauen, die sich ein anderes Leben wünschen, als nur Haushalt und Kind, nicht einmal für kurze Zeit.

Glücklicherweise ist diese Einstellung des Mannes gegenüber seiner
 
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  • #32
1. schade, dass sich kein Mann meldet, der seine Frau jahrelang versorgt hat.
2. kommt mir bei dieser "Diskussion" das Thema der finanziellen Versorgung zu kurz!

Denn, wer in Deutschland als Mann jahrelang eine Frau mit Kind/ern durchgefüttern hat, hat hier bereits viel Geld investiert (in dieser Zeit sicherlich gerne, weil es ja auch SEINE Kinder sind), musste möglicherweise mehr arbeiten als vorher. Dies von ihm von den Frauen dann bei einer Trennung (von der Frau ausgehend, im schlimmsten Fall mit Lover) gerne negativ ausgelegt - er war nie da, nur sie musste sich um alles kümmern. Doch nun kommt der zweite Schlag für den Mann: Die Frau verlangt - gesetzlich in Deutschland festgelegt - einen finanziell großzügigen Nachschlag für entgangene Karriere (ha, dass ich nicht lache, ein Großteil der Frauen hätte NIE Karriere gemacht), für Zugewinn (schön, dass er sich so krumm gelegt hat und für die Familie ein Haus finanzierte), für den Vorsorgungsausgleich usw. Und genau da kommt die Ungerechtigkeit ins Spiel. Ein Mann zahlt als Versorger doppelt und dreifach - die Frau geht ihrem Hobby dem Spielen und Puzzeln und Vorlesen mit Kindern nach und bekommt noch alles fürstlich honoriert!

Das sind aus meiner Sicht die gravierenden Eckpunkte, die der FS auch anprangert. Doch komischerweise wird darüber in 24 Postings kein Wort verloren. w/42
 
  • #33
[mod] Meine Eltern hatten zusammen 500 Mark, 2 Kinder und das im Osten. Was sollten die machen? Natürlich uns in Krippe und Kindergarten bringen. Und selbst der Kinderarzt war der Meinung, daß ich unbedingt in den Kindergarten gehen soll, ich hab mich wohl mit Händen und Füßen gewehrt....später hab ich meiner Mutter mal erzählt, warum, aber das ist eine andere Geschichte.
Traurig, wie tief immer noch Gräben zwischen beiden deutschen "Zonen" geschaufelt werden!
 
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  • #34
@#29

Das Endziel des Sozialismus/Kommunismus ist die absolute Gleichschaltung aller Menschen. Es gibt kein reich oder arm, es gibt kein Bürgertum oder Arbeiterklasse ... wir sind am Ende alle Brüder und Schwester, der Gemeinschaft und nicht dem Individuum verpflichtet.
Ich möchte jetzt keine grosse politische Diskussion lostreten, aber: Wie toll das gelaufen ist haben wir ja alle gesehen ... deswegen sind diese Staaten früher oder später "gefallen". Das individuelle "Hemd" war den Menschen dann doch näher als die kollektive "Hose" ...

Eigentlicher Kernpunkt der DDR-Kinderbetreuung war es, der Frau die gleichen Möglichkeiten in der beruflichen Entwicklung zu bieten wie dem Mann. Mann und Frau sind Teil des "Gleichschaltungsprogramms" gewesen.

Nun hat das sicherlich auch etwas Positives, denn ob bewusst oder unbewusst, hat der Sozialismus damit auch der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau einen absoluten Vorschub geleistet, ABER und das ist meine Gegenfrage: Wurde dabei auch wirklich an die Kinder gedacht und was für deren persönliche Entwicklung gut ist? Das wage ich auf jeden Fall ganz stark zu bezweifeln.
 
  • #36
Die ostdeutsche Förderung der Fremderziehung war absolut politisch motiviert und hat die Kinder frühzeitig der staatlichen Indoktrinierung unterzogen. Ganz übel! Menschenverachtend!

Klar, die Zweijährigen wurden schön in der Reihe aufs Töpfchen gesetzt und bekamen rote Fähnchen in die Händchen gedrückt. Und wehe, wer nicht genug damit gewunken hat.

Ganz ehrlich: ich war in der DDR im Kindergarten und kann mich an keine indoktrinierende Maßnahme erinnern. Auch die Fotos und meine gesammelten Kunstwerke aus dieser Zeit geben dazu nichts her. Und selbst wenn mir jemand ein rotes Fähnchen in die Hand gedrückt hätte, dann hätte ich es wahrscheinlich sofort fallenlassen, um irgendeiner Katze nachzujagen oder mir mein Lieblingssandförmchen zu schnappen. Wenn ich mir heute die Erzählungen meiner Mutter anhöre, dann hatte ich offensichtlich überhaupt kein Problem mit der "Fremdbetreuung" (durch Kindergärtnerinnen, die sich immerhin auch mehrere Jahre lang jeden Tag um mich kümmerten). Der einzige, der darunter gelitten hat, war meine Mutter - die wäre gern mit mir daheim geblieben.
 
  • #37
Zunächst mal meine einfache Antwort auf eine einfache Frage:
Keine Ahnung, muß er nicht.

Ich denke, daß zwei erwachsene Menschen sich vor der Familiengründung darauf einigen können, in welcher Form man sie gerne hätte.
Übernimmt der Vater 50% der Kinderbetreuung, hat die Mutter 50% ihrer Zeit für eine Berufstätigkeit zur Verfügung. Übernimmt der Vater 5% der Betreuuung, wird es ein bisschen für eine Berufstätigkeit der mutter etwas eng.

Für mich (und auch für den Vater meiner Kinder) wäre es nie in Frage gekommen, meine Kinder ab dem 3. oder 6. Lebensmonat fremdbetreuen zu lassen. Sie wären dafür auch nicht geeignet gewesen.
Ich denke, daß es total unproblematische kinder gibt, die gerne ab dem zweiten oder dritten lebensjahr in der Krippe sind. Es gibt aber auch Kinder die überhaupt nicht in den Kindergarten dürfen - mich z.B.. Zumindest früher war es so, daß der Besuch des Kindergartens nur mit den entsprechenden Impfungen möglich war. Da ich als Kind eine starke Neurodermitis hatte, hatte ich immer offene Wunden, Kinder mit offenen Wunden durften nicht geimpft werden.

Übrigens gibt es auch heute (anstreckende) Erkrankungen, die dazu führen, daß Kinder wochenlang zuhause bleiben müssen. Wenn der Vater 50% bereit ist, dann zuhause zu bleiben , ist das daraus entstehende problem für die Mutter nur noch halb so groß!
 
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  • #38
Also wenn ich das hier lese, da krieg ich echt sooo einen Hals.
Durchfüttern, versorgen lassen..... Frauen werden hier als Schmarozer hingestellt.

Ich habe nach 1 Jahr Babypause wieder gearbeitet, da ich gerne gearbeitet habe und ich wusste, dass der Job sonst weg gewesen wäre und ich dann in eine andere Abteilung gehen hätte müssen.
Also habe ich eine Kinderbetreuung gesucht. Kinderkrippe gab es bei uns am Ort nicht, die nächste Möglichkeit wäre ca. 1/2 Std. weg gewesen, aber selbst da hätten es zeitlich nict geklappt, danach rechtzeitig auf Arbeit zu sein. Au pair Mädchen ging auch nicht, da wir kein Gäastezimmer hatten. Dann habe ich eine Tagesmutter gesucht. Ich hatte die Kleine dort ein paarmal auf Probe, aber das klappte nicht, sie hat nur geheult. Bei der 3. Tagesmutter hat es dann geklappt. Also habe ich mit dem Job begonnen. Nach 3 Monaten musste die Tagesmutter aus gesundheitlichen Gründen aufhören und die Sucherei begann wieder. Wenn die Kleine krank war, gab es ein Problem und nach ein paar Monaten bekam ich ein ernstes Problem mit meinem Chef.
Außerdem war es für mich der totale Stress. Ich musste mein Kind um 6 Uhr wecken, anziehen und um 7 Uhr bei der Tagesmutter abgeben, ab un die Firma, um 14.30 Uhr wieder zurück, da sie um spätestens 16 Uhr abgeholt werden musste, Ausnahmen wurden nicht so gerne gesehen. Unterwegs dann noch die Einkäufe erledigen. Zu Hause dann noch Zeit mit dem Kind verbringen, ich war ja schließlich die Mutter. Essen vorbereiten und den Haushalt machen.
Mein Mann war beruflich noch mehr eingespannt und konnte sich wenig beteiligen. Wenn er dann manchmal sagte "du hast es schön, du hast keinen so stressigen Job", ging mir echt die Hutschnur hoch.
Irgendwann konnte ich dann nicht mehr und das mit der Tagesmutter hat einfach nie richtig geklappt. Ich habe dann eine Kinderfrau eingestellt. Dann war alles ok, denn sie kam ins Haus und das Kind könnte in seinem Umfeld bleiben.
Aber: Die Kosten für die Kinderfrau haben mein Gehalt fast kpl. aufgefressen, es blieb nicht mehr viel übrig.
Wenn ich es heute noch einmal zu tun hätte - ich würde 3 Jahre zu Hause bleben und "mich durchfüttern" lassen. Ohne schlechtes Gewissen. Und wenn das einem Mann nicht passt, dann kann ER ja zu Hause bleiben.
 
  • #39
@#37: So kenne ich es auch!

Rückblickend sehe auch ich es als Fehler an, durchgehend berufstätig gewesen zu sein. Stress pur mit einem kleinen Kind! Dein Beitrag wäre auch das beste Beispiel für unseren Emanzipationsthread, in dem Frauen "Rosinenpickerei" unterstellt wird. Nein, wer sich als Frau im Beruf gleichberechtigt beweisen will, hat es meistens wirklich doppelt schwer und wahrlich nicht nur Vorteile!
Ein verantwortungsvoller Familienvater wird es auch niemals als "durchfüttern" bewerten, wenn sich seine Frau für eine gewisse Zeit um das gemeinsame Kleinkind kümmert.
 
  • #40
Hm naja, das liegt wohl auch mit an unserem Steuersystem. Wenn mein Mann gut verdient und arbeiten geht und wir verheiratet sind, verdient er gut. Habe ich die schlechte Steuerklasse, dann verdiene ich zB statt vorher 1600 netto vielleicht nur noch 1000 Euro netto. Davon soll ich dann 600 Euro Kinderbetreuung zahlen? Bleiben nur noch 400Euro übrig. Hm, dann investiere ich meine Zeit lieber in Kinderbetreuung, denn das andere ist eins schlechter Deal, da kann ich gleich mich mehr ums Kind kümmern und denn 400Euro-Job annehmen!
 
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  • #41
FS: aus den Antworten einiger Damen schließe ich dass diese eine Änderung des Betreuungssystems in Deutschland nicht einmal für erörterungswürdig halten und davon ausgehen dass Ländern die eine staatsseitige frühkindliche Betreuung anbieten mehr oder weniger gestörte Menschen hervorbringen - letzteren Eindruck habe ich aber weder bei meiner Verwandtschaft/ den Menschen in F noch bei Reisen nach Skandinavien - die Leute sind dort trotz dieser frühkindlichen Erfahrung sogar umgänglicher und gelassener als wir.
 
  • #42
Hm naja, das liegt wohl auch mit an unserem Steuersystem. Wenn mein Mann gut verdient und arbeiten geht und wir verheiratet sind, verdient er gut. Habe ich die schlechte Steuerklasse, dann verdiene ich zB statt vorher 1600 netto vielleicht nur noch 1000 Euro netto. Davon soll ich dann 600 Euro Kinderbetreuung zahlen? Bleiben nur noch 400Euro übrig. Hm, dann investiere ich meine Zeit lieber in Kinderbetreuung, denn das andere ist eins schlechter Deal, da kann ich gleich mich mehr ums Kind kümmern und denn 400Euro-Job annehmen!
Nein, hier irrst Du bezüglich des Steuersystems. Ob man nun III/V oder IV/IV hat, ist im Endeffekt völlig egal. Nach dem Lohnsteuerjahresausgleich kommt nach der Splittingtabelle exakt das gleiche heraus. Bei der Wahl der Steuerklassen geht es letztlich nur um eine Art Vorauszahlung.

Du hast aber natürlich recht, dass sich ein kleinerer Zuverdienst angesichts großer Einnahmen aufgrund der hohen Steuersätze nicht so viel lohnt, wie man hoffen könnte. Allerdings hat das nichts mit Kindern oder Ehe zu tun, sondern ganz generell mit dem hohen Spitzensteuersatz, der nicht gerade leistungsanreizend ist.

Da Kinderbetreuung nicht kostenlos ist, muss man schon deutlich mehr verdienen, als die Betreuung kostet, damit sich der Aufwand lohnt. Das ist richtig.

Ich denke, es ist letztlich sehr gut, wenn es Anreize für Familien gibt, Kinder selbst zu betreuen und großzuziehen.
 
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  • #43
FS: aus den Antworten einiger Damen schließe ich dass diese eine Änderung des Betreuungssystems in Deutschland nicht einmal für erörterungswürdig halten und davon ausgehen dass Ländern die eine staatsseitige frühkindliche Betreuung anbieten mehr oder weniger gestörte Menschen hervorbringen - letzteren Eindruck habe ich aber weder bei meiner Verwandtschaft/ den Menschen in F noch bei Reisen nach Skandinavien - die Leute sind dort trotz dieser frühkindlichen Erfahrung sogar umgänglicher und gelassener als wir.

Wir können noch so viel erörtern, es ist eben so wie es ist. Da brauche ich mir keine Überlegungen zu machen - es gibt bei uns einfach keine Kinderbetreuung wie z.B. in Frankreich oder Skandinavien und solange das so ist, muss ich mir als Frau und Mutter auch nicht blöd von der Seite anmachen lassen, wenn ich zuHause bleibe und gute Erziehungsarbeit leiste.
Du stellst Mütter hier echt als faul und geldgierig hin - mach du das mal, dann reden wir weiter.
 
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  • #44
FS @ 42: habe schon als Jugendlicher mit 15 - 18 meine drei Geschwister mit versorgt (Einkaufen, Wickeln, Fläschchen, ochen etc, neben Party und tw nachtmittags-schule) und in einer späteren Partnerschaft die beiden Kinder meiner AE-Partnerin mitbetreut (Hausaufgaben,, Kochen etc) während die Mehrzahl der Frauen sich in dem Alter ausschließlich hedonistisch betätigt haben. Verstehe deshalb nicht wieso einige Frauen schon mit einem Kind überfordert sind.
 
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  • #45
Ein Baby / Kleinkind wird mindestens 1-2 x im Monat krank und für 1-2 Wochen ausfallen, so war und ist es jedenfalls bei uns. Somit welcher Arbeitgeber ist bereit, das hinzunehmen?

Das ein Bayb/Kleinkidn so oft krank wird ist m.E. nicht normal. Vielleicht sind deine Lebensumstände etwas caotisch, unbeständig und von Stress geprägt, was natürlich ein Baby, Kleinkind spürt und daher öfter krank werden kann.

Mein Tochter war das erste halbe Jahr nach der Geburt überhaupt nicht krank und als ich dann ab dem 9. Monat wieder Teilzeit arbeiten ging, nur sehr selten. Gut, ich hatte meine Mutter, die eingesprungen ist. Aber ich habe auch für sehr gesunde Lebensbedingungen meines Kindes geachtet und das tun m.E., was ich früher und heute so beobacht, viele Mütter nicht.

Da werden z.B. bei 12 Grad Plus Außentemparaturen die kleinen Zwerge in Schneeanzüge verpackt und stundenlang so angezogen durch Einkaufzentren geschleift. Logisch, dass da ein Kind über kurz oder lang krank wird. Oder gegenteilig. Temparatur-Sturz von 30Grad plus auf 18 Gard und Regenwetter. Das Kind war so angezogen, als ob es draussen noch 30 Grad wären, ohne Söckchen und wärmeres T-Shirt. Es hatte auch schon leicht blaue Lippen. Die Mutter dagegen war angezogen, als ob draussen Winter wäre...

Manche Mütter haben anscheinend keine Wahrnehmung... erschreckend, aber wundern sich dann, wenn die Kinder ständig krank sind. Von der ungesunden Ernährung vieler Mütter mal abgesehen.
 
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  • #46
FS @ 42: habe schon als Jugendlicher mit 15 - 18 meine drei Geschwister mit versorgt (Einkaufen, Wickeln, Fläschchen, ochen etc, neben Party und tw nachtmittags-schule) und in einer späteren Partnerschaft die beiden Kinder meiner AE-Partnerin mitbetreut (Hausaufgaben,, Kochen etc) während die Mehrzahl der Frauen sich in dem Alter ausschließlich hedonistisch betätigt haben. Verstehe deshalb nicht wieso einige Frauen schon mit einem Kind überfordert sind.

Zum einen geht es nicht um überfordert, sondern auch darum ob eine Doppelbelastung nötig ist. Natürlich kann ich 3 Kinder großziehen, arbeiten wenn sie in der Betreuung sind, abends wenn sie schlafen noch ein paar Stunden kellnern und morgens bevor sie aufstehen bei den Nachbarn putzen. Aber muss man alles was man kann? Es ist mir doch schnuppe wenn das andere Frauen so machen, sollen sie doch wenn sie es brauchen, ich bin mit weniger Stress sehr zufrieden. Zum anderen ist ein wenig der Mama helfen nicht zu vergleichen mit Mama sein.
 
  • #47
Lieber FS,

niemand behauptet, dass eine Frau mit einem gesunden Kleinkind überfordert ist.

Kommt ein zweites Kind nach sehr kurzer Zeit hinzu, Krankheit, Behinderung, sonstige erhebliche Belastungen- dann sieht die Sache anders aus.

Keine Frau weiss, ob ihr Kind völlig gesund sein wird, ob das Geschwisterkind problemlos dazu kommt- wenn ihr Mann dann signalisiert "ich erwarte, dass Du nach kürzester Zeit Schwangerschaft, Stillzeit, Babyprobleme meisterst und wieder schnell Vollzeit arbeitest" - Sorry, das würde mir ein wirklich besch... Gefühl hinterlassen, nach dem Motto "Kinder gerne, aber bring sie zack zack zur Welt und mach, dass Du und die Kids funktionieren- ich füttere Dich nicht durch."

Mit einem solchen Mann, auf den ich mich bei Problemen nicht verlassen könnte, wollte ich keine Kinder haben.
 
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  • #48
FS @ 42: habe schon als Jugendlicher mit 15 - 18 meine drei Geschwister mit versorgt (Einkaufen, Wickeln, Fläschchen, ochen etc, neben Party und tw nachtmittags-schule) und in einer späteren Partnerschaft die beiden Kinder meiner AE-Partnerin mitbetreut (Hausaufgaben,, Kochen etc) während die Mehrzahl der Frauen sich in dem Alter ausschließlich hedonistisch betätigt haben. Verstehe deshalb nicht wieso einige Frauen schon mit einem Kind überfordert sind.

Bin die 42
Ja, ich habe meine 2 kleinen Brüder auch mit versorgt. Und ich war auch nicht mit einem oder zwei Kindern überfordert. Das ist doch nicht das Problem.
Das Problem ist eben, dass ich das 1. Kind (und nach 2 Jahren das 2. Kind) hatte, also eben keine große Schwester oder großer Bruder da war, auch keine Oma oder Opa. Das Problem war, dass ich die Doppelbelastung hatte und dass ich irgendeine Möglichkeit suchen musste, das Kind betreuen zu lassen, während ich gleichzeitig auch noch zur Arbeit gehen musst.
Kannst du mir vielleicht mal erklären, was das damit zu tun hast, dass DU mal in deiner Freizeit Babysitter gespielt hast?
Die Belastung ist nicht das Kind sondern der Spagat zwischen Beruf und Kind. Wenn der Chef darauf besteht, dass man eine Stunde länger bleibt oder 2 Kollegen krank sind und du statt 3 Tage nun 5 Tage arbeiten musst, gleichzeitig aber dein Kind krank ist und du es trotzdem in die Kinderkrippe geben musst, oder du es nicht schaffen kannst, das Kind bis 17 Uhr vom Kiga abzuholen und es dann heulend neben einer genervten Erzieherin an der Tür steht. Das sind Probleme, die du als 15jähriger sicher nicht hattest.
Also solange es hier kein wirklich gutes Betreuungssystem gibt, finde ich es vermessen, Frauen als unfähig und faul hinzustellen, weil sie ihr Kind selbst betreuen.
 
  • #49
Zum Glück ist in meiner Stadt das Betreuungsangebot halbwegs in Ordnung. Ich war sehr zufrieden mit dem Kindergarten meines Kindes, den Erziehern, dem pädagogischen Standard, der liebevollen Erzieherin und den Öffnungszeiten (6.00-17.00 Uhr). Kosten: Krippe ca. 150 Euro (7 Stunden) und Kindergarten 100 Euro (7 Stunden).
Ich wünsche allen Eltern, daß der Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten in den nächsten Jahren zügig vorangeht und sich pragmatisch am Bedarf orientiert.
Kinder müssen übrigens nicht ständig krank sein. Manche sind es, manche nicht. Meiner ist jetzt sieben und hat noch nicht eine Kinderkrankheit gehabt, Fieber nur einmal im Jahr für drei Tage. Aber damit habe ich Glück gehabt.
Davon abgesehen muß man als Paar eine gemeinsame Lösung finden, wie man gemeinsam Haushalt, Arbeit und Kind organisatorisch wuppt. Der eine Partner macht dieses mehr, der andere jenes. Dabei erwarte ich keine Vorwürfe irgendeiner Art von der einen oder anderen Seite. Wenn das Paar sich entscheidet, daß die Frau 3 Jahre zuhause bleibt, dann ist das ohne Murren durchzuziehen und hat auch nichts mit "durchfüttern" zu tun. Wenn die Frau es allerdings nur aus Bequemlichkeit macht, liegen die Karten anders.
 
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  • #50
FS @47: Übrigens enthält die Frage keinen Vorwurf hinsichtlich Faulheit etc, sondern die Feststellung dass auffallend viele Frauen in diesem Forum dem Traditionsmodell folgen und einen Mann kategorisch ausschließen der nicht in der Lage oder bereit ist das Drei-Jahres-Modell mitzutragen.
Die betreffenden Frauen lehnen sämtliche Modelle die Auszeiten des Mannes einbeziehen, Modelle frühkindlicher Betreuung wie z.B. in F offensichtlich ab. Sie wollen schlichtweg in der Lebenswelt der 60er und 70er verharren.
 
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  • #51
Sie wollen schlichtweg in der Lebenswelt der 60er und 70er verharren.

Vielleicht wollen sie auch einfach nur in den ersten Jahren viel Zeit mit ihrem Kind verbringen. Viele Frauen sind gerne fürsorglich, kümmern sich gerne um andere. Es gibt keine bessere Gelegenheit dies auszuleben. Wieso ist das so schwer zu verstehen? Wieso muss man sich ständig dafür rechtfertigen?

Gott sei Dank gibt es noch Männer die einer Frau, der geliebten Partnerin diese Zeit gönnen. Die sich nicht gleich angegriffen oder ausgenutzt fühlen sondern schlicht sehen, dass es der Frau ein Herzenswunsch ist den sie in der Lage sind zu erfüllen.

Ich hab auch gehört, dass Partnerschaften weitaus harmonischer laufen wenn man seinem Partner entgegenkommt und nicht ständig voller Futterneid stiert ob da jemand jetzt gerade mehr bekommt, hat glaube ich auch was mit Liebe zu tun. Manchmal muss man sich schon fragen wie manche ihre Partnerschaft führen.

Irgendwann sollte man doch soweit sein, dass man seine Liebe auch anders ausdrücken kanns als nur in Form von Blumen oder einem spontanen Blowjob. Das Wesen des anderen erkennen, seine Eigenarten und tiefen Wünsche wahrnehmen, ihm entgegen kommen auch wenns mal schwer fällt- weil man schlicht will, dass es funktioniert.
 
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  • #52
Es gibt keine bessere Gelegenheit dies auszuleben. Wieso ist das so schwer zu verstehen? Wieso muss man sich ständig dafür rechtfertigen? Gott sei Dank gibt es noch Männer die einer Frau, der geliebten Partnerin diese Zeit gönnen.

Da kann ich ja nur lachen - dieses Gefasel von Liebe und Verständnis! Genau diese Männer, die dies tolerieren, werden am Ende ausgenutzt! Keine Frau muss sich rechtfertigen - sie soll nur nicht auf Kosten des Mannes faul zuhause sein! Und kein Kind benötigt 7/24 Rundumbetreuung. Das ist dummes Geplapper fauler Frauen, die sich auf Kosten anderer einen schönen Lenz machen wollen! Und in der Geschichte nun wirklich nur in den 60/70 Jahren verankert - früher gab es das nicht! Oder wie haben die Trümmerfrauen ihre Kinder allein groß gezogen?

Wenn es um das Wohl des Kindes ginge - und es wirklich "nur" darum ginge, dass das Kind betreut ist, kämen wirklich mehr Ideen hinsichtlich einer Betreuung durch beide Elternteile - 50:50 oder ähnlich zustande. Denn auch ein Mann kann doch seine väterlichen Gefühle ebenso ausleben wollen, fürsorglich sein, ohne sich zu rechtfertigen. Ist das denn so schwer zu verstehen, dass die Frau doch bitte drei Jahre lang für ihn und das Kind finanziell sorgt. Das hat doch wirklich insbesondere etwas mit Liebe und Verständnis dem Partner gegenüber zu tun!
 
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  • #53
Da kann ich ja nur lachen - dieses Gefasel von Liebe und Verständnis! Genau diese Männer, die dies tolerieren, werden am Ende ausgenutzt! Keine Frau muss sich rechtfertigen - sie soll nur nicht auf Kosten des Mannes faul zuhause sein! Und kein Kind benötigt 7/24 Rundumbetreuung. Das ist dummes Geplapper fauler Frauen, die sich auf Kosten anderer einen schönen Lenz machen wollen! Und in der Geschichte nun wirklich nur in den 60/70 Jahren verankert - früher gab es das nicht! Oder wie haben die Trümmerfrauen ihre Kinder allein groß gezogen?

Dein Worte tropfen förmlich vor Verbitterung. Wenn du grundsätzlich davon ausgehst, dass dich eine Frau ausnutzt dann ist es besser du bleibst allein. Wer immer nur Schlechtes erwartet muss sich nicht wundern wenn er es auch bekommt.
Trümmerfrauen? Mach dich bitte nicht lächerlich. Klar haben sie sie durchgebracht. Es gab auch Zeiten da haben Männer 14 Stunden am Tag gearbeitet und sind mit mitte 40 gestorben, nach deiner Logik hättest du also absolut nichts zum Jammern.
 
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  • #54
@52 von 51 - ich bin eine Frau, sogar auch Mutter und habe trotz Arbeit mein Kind wohlerzogen - aber: ich wollte Euch Frauen nur mal den Spiegel vorhalten! Denn wenn zwei das Gleiche tun....
 
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  • #56
Ich studiere gerade VWL. Ab 2016/2017 werden die Studentenzahlen massiv einbrechen. Es fehlen einfach die Geburtenzahlen.

Wollen wir als Gesellschaft unseren Wohlstand aufrecht erhalten, benötigt die Wirtschaft viele gut ausgebildete Facharbeiter.

Dieser bald eintretende Zwang zu arbeiten, da sonst unser Wohlstand verpufft, wird eine gesellschaftliche Veränderung heraufbeschwören, der eine solche Diskussion wie diese obsolet macht!

In naher Zukunft müssen alle Frauen mögl. schnell nach der Geburt wieder arbeiten, weil sonst unser Wohlstand in D verpufft! Die Wirtschaft braucht Fachkräfte. Und die Sozialsysteme werden faktisch kollabieren, falls Frauen trotz guter Ausbildung ernsthaft erwarten,dass die Gesellschaft ihnen pro Kind 3 Jahre puzzeln, kuscheln und Bilder malen finanzieren wird.

Die blanken finanz. Umstände werden ein radikales Umdenken erfordern.

Denn Frauen haben in der privaten Krankenversicherung nicht umsonst die viel höheren Beiträge. Geburten und Kinder verursachen enorme Kosten für das Gesundheitssystem. Wenn keiner einzahlt, kann auch irgendwann keiner mehr etwas rausholen.

Es ist geradezu lächerlich wie hier manche Frauen einfach erwarten, dass die Gesellschaft und der eigene Ehemann ein jahrelanges Ausklinken aus dem Arbeitsprozess finanzieren sollen.
 
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  • #57
Warum unterstellst du mir Neid? Ich habe mich bewusst - in Westdeutschland - dazu entschieden - und wenn ich sehe, wie verzogen andere Kinder sind - und darüber hinaus trotz offizieller Vollzeitmutter vernachlässigt, dann bleibe ich lieber bei meinem Modell!
 
  • #58
Also ich muss schon sagen, es erschreckt mich, was hier für eine Verbitterung herrscht. Ich bin aufgewachsen, meine Mutter ist zuhause geblieben und hat sich um mich und meine Schwester gekümmert. Dem Mann kann es doch nur Recht sein, wenn seine Kinder auf einen guten Weg gebracht werden. Als Mutter will ich MEINE und die Werte meines Partners an mein Kind weitergeben. Warum sollte ich das jemand anderen tun lassen?

Andererseits wird vom FS dann von Frauen erwartet, dass sie 100% arbeiten gehen und nebenher den Haushalt machen und die Kinder betreuen...dann kann ich ja keins von beiden richtig machen, bin irgendwann ausgebrannt. Ich werde definitiv zuhause bleiben die ersten Jahre Bin in der glücklichen Lage, dass ich dafür gesorgt habe, dass ich monatlich auch selbst Geld dazusteuern kann ohne arbeiten zu gehen. Später werde ich dann auf selbstständiger Basis stundenweise arbeiten wenn die Kinder 3 Jahre alt sind.

Vielleicht wäre es dem FS am liebsten, wenn er eine reiche Frau mit gutem Job finden würde, die ihn durchfüttern würde und er bleibt zuhause bei den Kindern. Wenn er so eine findet warum nicht?
 
  • #59
Und die Sozialsysteme werden faktisch kollabieren, falls Frauen trotz guter Ausbildung ernsthaft erwarten,dass die Gesellschaft ihnen pro Kind 3 Jahre puzzeln, kuscheln und Bilder malen finanzieren wird.
Wie kann man ein so verqueres Weltbild haben. Frauen, die zuhause bleiben, werden vollständig vom Ehemann finanziert und nicht von der Gesellschaft.

Im übrigen geht es nicht um puzzeln, kuscheln und malen, sondern um das Vermitteln von Werten und um gute Erziehung -- an der mangelt es nämlich leider dem Nachwuchs. Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft, Empathie, Moral und Anstand werden doch immer seltener. DAS schädigt die Solidarsysteme erheblich mehr!
 
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  • #60
Wie kann man ein so verqueres Weltbild haben. Frauen, die zuhause bleiben, werden vollständig vom Ehemann finanziert und nicht von der Gesellschaft.

Im übrigen geht es nicht um puzzeln, kuscheln und malen, sondern um das Vermitteln von Werten und um gute Erziehung -- an der mangelt es nämlich leider dem Nachwuchs. Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft, Empathie, Moral und Anstand werden doch immer seltener. DAS schädigt die Solidarsysteme erheblich mehr!

Von BWL hast du offenstlich keinerlei Ahnung?!

Eine verheiratete Frau ist kostenlos über den Ehemann mitversichert und diese enormen Kosten finanziert die Gemeinschaft aller Versicherten! Also erst denken dann schreiben....

Der Gesellschaft werden schlicht und einfach diese Kosten aufgehalst und nicht dem Ehemann. Er hat über das Ehegatten-Splitting sogar noch einen Vorteil und das finanz. wiederum die Gesellschaft mit.

Es hat einen guten Grund warum es erst mit dem Reichtum in D eingeführt wurde, dass Ehefrauen pro Kind daheim bleiben können. Oder warum gibt es in ärmeren Ländern keine vergleichbaren Regelungen?
 
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