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  • #151
Meiner Ansicht nach, gibt es dann zwei Möglichkeiten, um fair zu bleiben:
1. Der Ex-Partner wird in der Tat finanziell einfach gegen den neuen Partner "ausgetauscht/ersetzt", also Ex-Partner raus, neuer Partner rein in die Finanzierung. Der neue Partner übernimmt jetzt das mit Abfinanzieren des Ex-Partners, zahlt mit ab - zahlt die Raten, die sonst der Ex-Pratner gezahlt hätte -, erwirbt damit dann aber auch EIGENTUM an der Sache - wäre beim Ex-Partner ja auch nicht anders gewesen. Der hat ja nur gezahlt, weil er dafür Eigentum bekommt!
Oder
2. Der Partner mit dem Haus verkauft das Haus (bzw. vermietet an fremd), nimmt das Geld aus dem Verkauf (der Vermietung) und die beiden neuen Partner zusammen, kaufen sich GEMEINSAM ein neues Haus, dass hälftig von beiden Partnern abfinanziert wird, der ganze Quatsch - der mit dem Ex-Partner gescheitert ist - beginnt also wieder von vorne, nur mit dem Unterschied, dass der neue Partner - wie der Ex-Partner auch - jetzt Eigentum an der Sache erwirbt, für die er ja bezahlt = FAIR!
Nur mal als Hinweis:
Hätte der Ex-Partner weiter mit abfinanziert, hätte dem anderen Partner am Ende (nach der Abzahlung) ein HALBES!!! Haus gehört.
Der neue Partner soll jetzt dieses Abfinanzieren übernehmen, damit am Ende dem anderen Partner ein GANZES Haus ALLEINE gehört, ja huch, was ist denn da passiert? Wie sind wir denn von dem halben Haus pro Person plötzlich auf ein ganzes Haus pro Person gekommen? Wurde da vielleicht der neue Partner ausgenutzt und übervorteilt?
Ganz einfach: Wer einen "Abfinanzierer" für sein Haus will, ohne dass dieser Eigentum erwirbt, der soll sich einen (fremden) MIETER ins Haus holen!
 
L

luci-le

  • #152
Für mich wäre es selbstverständlich, dass Du Dich an den Kosten beteiligst, für mich ist das ein Test...
Ein Test für Naivität, die Bereitschaft sich ausnutzen zu lassen oder für was? Beschämend, wieviele "Anschubfinanzierer"- von Hausbsitzern kann man ja erst reden, wenn diese ihre Bankkredite aus eigener Finanzkraft zurückgezahlt haben, da hat Mila vollkommen recht, ihre Partner über den Tisch ziehen wollen.
In meinem Umfeld kenne ich es ausschließlich so:
Entweder es wird bei allen Kosten 50:50 gemacht und der Partner steigt als Mitfinanzierer mit ein oder es gibt einen Topf für die Nebenkosten und einen mit Instandhaltungsrücklagen für kleinere Reparaturen, die duch das Wohnen eben so entstehen.
Bei meiner Schwester ist es so, dass sie die halben Nebenkosten zahlt, mehr wollte er gar nicht haben, dann noch 100 für Rücklagen und 50 Euro symbolische Miete. Kein normaler Mensch lässt sich doch auf dein, Magnus oder grünewelles "Finanzierungskonzept" ein- höchstens ein sehr bedürftiger Mann oder einer, der dafür 24/7 von der Frau bekocht, bewaschen und bemuttert werden will. Eine Frau hingegen lacht dich bei solchen Forderungen bestenfalls aus. Für sie ist diese Art von zusammenziehen nicht nur auf finanzieller, sondern auch auf zwischenmenschlicher Basis kein Gewinn.
 
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  • #153
Der Ex-Partner zahlt und erwirbt mit jedem Euro auch einen weiteren Euro Eigentum, der neue Partner soll auch zahlen - am besten noch denselben Betrag -, bekommt aber kein Eigentum an der Sache, ja wie unfair ist dass denn bitte?
Der Ex-Partner zahlt und bekommt im Gegenzug Eigentum dafür, der neue Partner soll auch zahlen, erhält aber kein Eigentum, ja Entschuldigung, wer ist denn bitte so blöd???
Also ganz ehrlich, für sowas muss man sich schon einen "Dummen" suchen oder hätte sich eben nicht scheiden lassen sollen, denn dann wären die Finanzierungsbedingungen geklärt gewesen.
Ich glaube, sie verstehen da etwas Grundsätzliches nicht. Die FS würde für die Nutzung des Hauses einen angemessen (?) Betrag bezahlen. Ob der Eigentümer damit tilgt oder Lotto spielt, ist unerheblich. Ihr Beitrag ist doch nicht zweckgebunden.

Würde der Eigentümer auf das Geld verzichten, könnte die FS dieses Geld anlegen, zB. in Aktien oder einer Immobilie. Nach Ihrem Verständnis müsste die FS ihrem Freund doch das halbe Eigentum an ihren Anlagen verschaffen, oder nicht? Wäre dann doch fair ,oder? Verjubelt sie das Geld aber bei Prada, was dann?
 
  • #154
Ich glaube, das größte Problem besteht gar nicht darin, dass die FS gar nichts hätte bezahlen wollen, sondern weil der Mann so berechnend rübergekommen ist und ihr auch gleich ne Summe nannte, die ihm passt.
Dass man sich an Nebenkosten beteiligt, finde ich selbstverständlich, und auch, wenn irgendwas "verwohnt" wird im Laufe der Zeit, ich meine, wenn man schon Jahre zusammenlebt, finde ich es normal, dass man sich daran beteiligt.

Hätte der Ex-Partner weiter mit abfinanziert, hätte dem anderen Partner am Ende (nach der Abzahlung) ein HALBES!!! Haus gehört.
Der neue Partner soll jetzt dieses Abfinanzieren übernehmen, damit am Ende dem anderen Partner ein GANZES Haus ALLEINE gehört, ja huch, was ist denn da passiert?
Gut auf den Punkt gebracht! Die neue Partnerin sollte beteiligt sein am Eigentum, aber ich denke, das wird schwierig, weil wenn die Beziehung auseinander geht, wie soll das weiterlaufen? Ich meine, ehe man genau weiß, dass man sich für ewig auf wen einlässt, ist doch eine gewisse Zeit des Zusammenlebens vergangen.
Also ich denke, wenn man das Haus nicht allein abbezahlen kann, dann kann man es sich nicht leisten, ich würde das auch nie einem Partner anbieten, dass er mir hilft, mein Haus zu kaufen, nur weil er sonst auch Miete zahlen würde. Wenn ich einen Vorteil habe vom Abbezahlen (Haus gehört irgendwann mir), sollte auch er einen haben, wenn es fair sein soll.

Die Hausabzahlerin, die ich kenne und deren Freund sich nicht am Abbezahlen beteiligt, aber dafür die Familie verköstigt und die Telefonie bezahlt, meinte mal, "der geht mit nem Koffer, wenn ich ihn nicht mehr will". Fand ich ziemlich hart.
 
  • #155
Die Hausabzahlerin, die ich kenne und deren Freund sich nicht am Abbezahlen beteiligt, aber dafür die Familie verköstigt und die Telefonie bezahlt, meinte mal, "der geht mit nem Koffer, wenn ich ihn nicht mehr will". Fand ich ziemlich hart.
Genau das ist der Unterschied zwischen einem Mieter, der eine Wohnung nach seinen Wünschen eingerichtet hat und - wenn überhaupt - mindestens 3 Monate hat, um in Ruhe auszuziehen und einem Mann, der sich von der FS das Haus hat abbezahlen lassen und sie JEDERZEIT ! mit einem Koffer vor die Tür setzen kann. Welche Sicherheiten hat sie? Sein Ehrenwort? Wer so berechnend rüberkommt und kein Trinkgeld gibt und nur Süßigkeitenbruch kauft und sogar dort nach Rabatt sucht, der wird mit Sicherheit kein anständiges Ende hinbekommen.

Und was ist mit den Arbeiten, die die FS bei ihm machen würde? Für diese Arbeiten (kochen, putzen) hätte er sonst jemanden bezahlen müssen, also müsste er ihr anteilig ein Gehalt bezahlen, das er dann selbstverständlich auch anmeldet. Das ist alles so berechnend, dass ich die FS verstehen kann, irgendwann ist man so froh, aus einer unfassbaren Situation raus zu sein, dass man etwas über die Stränge schlägt.

Ich wünsche der FS schöne Stunden mit einem Mann, der das Leben ohne ausschließlich seinen eigenen Vorteil in den Augen zu haben, genießen kann. Und eine schöne Wohnung mit meinen Sachen würde ich für sowas im Leben nicht aufgeben. Das ist so dreist, zum Glück habe ich so etwas noch nie erlebt.
 
  • #156
Leute, manchmal verzweifle ich wirklich.

Was bedeutet "eine Immobilie abzahlen"?

Na? 1) Man hat Eigenkapital investiert, das ansonsten Zinsen abwerfen würde (ok, im Moment kaum bei einer sicheren Anlage).
2) Man nimmt meist einen Hypothekenkredit auf und bezahlt dafür Zinsen. Dieses Geld ist weg, verloren - und mit einer Mietzahlung an einen fremden Vermieter vergleichbar. Davon profitiert der Besitzer Null, Null.
3) Man hat Kosten, die meist höher sind als bei einer gemieteten Immobilie. Davon profitiert der Besitzer ebenfalls nicht.
4) Man TILGT den Kreditbetrag. Wenn die Menschen in finanzielle Schwierigkeiten kommen, bitte sie meist darum, die Tilgung auf 1% jährlich herunterfahren zu dürfen. Wenn die Bank klug ist, lässt sie sich darauf ein - ansonsten könnte ein Ausfall des Kredits drohen, der noch viel ungünstiger wäre.

Wenn somit ein Immobilienbesitzer bei einer solchen 1%-Tilgung zum Beispiel monatlich € 1200 an die Bank zahlt und - um es einfach zu machen - € 500 als "Miete" von einem Partner fordert, ist das fair - es handelt sich nämlich etwa um die Hälfte der Zinsen.

Wenn er dann noch die Hälfte der sonstigen Kosten wie z.B. Wohngeld, Betriebskosten, Telefon etc fordert, wäre das nach meinem Gefühl auch ok - Grundsteuer sollte er vielleicht eher selbst zahlen, aber da kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Er profitiert dann natürlich von einer enormen Entlastung - aber macht keinen Gewinn beim Abzahlen des Kaufpreises! Die Tilgung leistet er immer noch - in etwa - alleine! Und er verzichtet auf die Zinseinnahme aus seinem Eigenkapital, da leistet der Partner keinen Ausgleich!

Insofern ist es summa summarum gerecht, wenn die Immobilie dem ursprünglichen Besitzer wirklich gehört.

Ein neuer Partner hat erst eindeutig Anspruch auf Eintragung ins Grundbuch, wenn er a) die Hälfte des ursprünglichen Eigenkapitals auf den Tisch legt und b) sich an der realen Tilgung der Kreditsumme voll beteiligt.

Natürlich sollte man VOR einem solchen Unterfangen immer gut und offen reden können, die Verhältnisse müssen transparent, fair und in Relation zu den jeweiligen Einkommen und Vermögensverhältnissen sein.

Davon konnte natürlich im vorliegenden Fall nie die Rede sein - aber wir diskutieren ja auch generell. Hier gibt es doch sicherlich reichlich Leute, die von Immobilien deutlich mehr Ahnung haben als ich - weshalb redet ihr nicht Klartext, bitte schön?
 
  • #157
Hätte der Ex-Partner weiter mit abfinanziert, hätte dem anderen Partner am Ende (nach der Abzahlung) ein HALBES!!! Haus gehört.
Der neue Partner soll jetzt dieses Abfinanzieren übernehmen, damit am Ende dem anderen Partner ein GANZES Haus ALLEINE gehört, ja huch, was ist denn da passiert? Wie sind wir denn von dem halben Haus pro Person plötzlich auf ein ganzes Haus pro Person gekommen? Wurde da vielleicht der neue Partner ausgenutzt und übervorteilt?
Würde die FS dann auch die Notarkosten übernehmen? Eintragungen ins Grundbuch? Testamentänderungen? Dies kann schonmal 7.000–10.000 Euro kosten. Das Gesicht würde ich gerne sehen!
Also, wenn jemand durch einfache Mitnutzungszahlung, sprich Mietanteil an dern Hausbesitzenden Partner zahlt und Anspruch auf ein Teil des Hauses haben möchte, sollte dann auch bedenken, dass die Notarkosten und Grundsteuer dazugehören. Hm, ob sie sich das dann leisten möchte ein Haus mitzubesitzen, gerade die FS, ist fraglich. Hinzu kommen Sondertilgungen... das ist nicht allein mit einem kleinen Anteil Miete getan. Hier sehen Einige die „Nebenkosten“ nicht, die auch bezahlt werden müssen. Ich glaube, manche Damen, die sich das so einfach vorstellen mit einer Anteilsberechtigung der Immobilie würden ganz schön aus der Wäsche gucken, was dieser Anteil auch ohne die monatliche Abtragung kostet.
 
  • #158
Das mit der entfallenden Verzinsung des Eigenkapitals verstehe ich tatsächlich nicht - wäre das Eigenkapital sonst nicht in eine Mietzahlung geflossen? Was gibt es da zu verzinsen?
 
  • #159
Insgesamt gebe ich vielen Männern hier Recht: sehr viele Frauen haben von Geld keine Ahnung, weil sie immer noch nicht genug verdienen (wollen), um jemals in die Situation eines Immobilienerwerbs zu kommen UND Frauen, insbesonderer von Coleur der FS scheinen immer noch zu glauben, dass Männer zu ihrer Finanzierung da sind, dass als ihr Eigenanteil an einer Beziehng ihre pure Existenz ausreicht.
Daran wiederum sind die Männer selber Schuld, weil sie es den Frauen so beigebracht haben, weil sie diese Frauen für Beziehungen bevorzugen. Dann muss Mann eben damit leben, dass es zu solchen Situationen kommen.

Für mich ist dieser Thread einer der aufschlußreichsten über die Lebenssituation von geschiedenen Männern und wie potenzielle (Nachfolge-)frauen damit umgehen. Das ist wirklich rüde und dabei gibt es hier noch nichtmal Kinder, die alles viel komplizierter machen. Ich lasse mich auch nicht auf Männer ein, die unter der Last ihrer Altbeziehung ächzen, weil ich vorwegnehmen kann, wie es laufen wird. Ich verhöhne sie aber nicht, wie die FS es hier zeigt, weil ihr Höhenflug (Mann, Haus, Geld) so abrupt gestoppt wurde.

Wofür auch jegliches Verständnis zu fehlen scheint (komplette Empathiefreiheit), dass ein Mensch an seinem Haus hängt und es selbst unter extremen finanziellen Problemen nicht so schnell aufgeben will, weil es Halt gibt wenn die Welt grad auseinandergefallen ist.
 
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  • #160
Bei manchen Post frage ich mich, wie unglaublich naiv und weltfremd Menschen sein können, zu glauben ein Hausbesitzer lebe umsonst in seinen vier Wänden - es gibt für sie keinen Vermieter, der bei einem tropfenden Wasserhahn angerufen werden kann.

Ich rede noch nicht mal von Grundsteuer, Gebäudeversicherung etc. und ander Dingen, die sich unser Staat für uns ausgedacht hat. Auch die notwendigen Arbeiten und Kosten damit die Immobilie nicht verlotternd ihren Wert verliert, lasse ich außen vor.

Wenn ich mir die zwei letzten Jahre Reveu passieren lasse:
  • Eine (verordnete) Dichtigkeitsprüfung - ein Stück Rohr im Boden war defekt....
  • Sturmschaden am Dach, die Versicherung stellt sich quer....
  • Ich danke jeden Tag meiner veralteten Heizung, die sie noch funktioniert (noch reichen die erforderlichen Rücklagen nicht aus)....
Allein jeder einzelne dieser Posten bewegt sich von den Kosten knapp im 5-stelligen Bereich und in mir keimt schon der Gedanke, wie lange hättest Du dafür sorgenfrei in einer Zweizimmerwohnung zur Miete wohnen können.

Eine potentielle Partnerin, die nur die Angenehmlichkeiten in Anspruch nehmen sich aber an Ausgaben nicht beteiligen möchte und ihr eingespartes (Miet)Geld lieber in Schuhe etc. investiert, ist in meinen Augen umgekehrt genau DAS, was hier dem Ex-Freund von FS vorgeworfen wird.
Ich habe keinen Magnetstreifen auf der Stirn, eine dies erwartende Dame reiche ich lieber und gerne an jemanden weiter, der damit keine Probleme hat "wertvolle (Anwesentheits-)Zeit" entsprechend zu honorieren - viel Glück bei der Suche!
 
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L

luci-le

  • #161
@saepe-inscia
Wenn bei 3-4 % Zinsen pro Jahr- aktuell sind es 1-2- ein Betrag von 500 pro Monat nur für Zinsen rauskommt, reden wir von Restkreditbeträgen um die 200 000 Euro. Sofern der Kreditnehmer nicht zu den wirklichen Topverdienern gehört- wenn ja, wird er wohl kaum kleinlich aufrechnen und die Partnerin abzocken- ist diese Kreditlast für einen "Normalo" hinten und vorne viel zu hoch.

Mila hat mit dem Abzockbeispiel schon recht- der Partner geht die Nachteile ein und mitfinanziert die Immobilie des Kreditnehmers-ohne jedwede Gegenleistung. Aber dass die ganzen Immobilien"anschubfinanzierer"- mir gefällt dieses Wort- so gut wie alle eher früher als später den Partner "aus Liebe" gerne als zahlenden Mieter hätten sagt im Grunde doch schon mehr als genug aus, ebenso, wie dass die jeweiligen Partner von dieser "tollen Option" komischerweise gar nicht so restlos begeisert und überzeugt wie anders herum sind.

Die Grunderwerbssteuer auch noch dem am Eigentumsverhältnis unbeteiligten Partner aufs Auge drücken zu wollen, empfinde ich dagegen als einfach nur arm. Von einem Menschen, der dies auch nur ansatzweise vorschlägt, würde ich mich augenblicklich verabschieden. Das wäre ja genauso, wie wenn ich meinem Partner anbieten würde, ihn in meinem, von mir ausgesuchten und auf mich laufenden Auto mitzunehmen, dann aber nicht nur Sprit, sondern auch Versicherung, Verschleiß, Reperatur, Garage, Kredit und erhöhe Liebhaberprämien anteilig abknüpfen würde. Ne. Da sollen die jeweiligen Herrschaften doch besser mal schön alleine bleiben. Wer in der einen Sache so geizig und berechnend ist, ist es in anderen Bereichen doch in der Regel auch. Keine gute Basis für eine eine Beziehung.
 
L

luci-le

  • #162
Ich habe gerade nochmal nachgesehen, bei dem Beispiel von saepe-inscana, sind 500 Euro die monatliche HÄLFTE der Zinsen. 12 000 Euo Zinsen pro Jahr? Bei einem Zinssatz von 3 % sind das ein RESTschuldenbetrag von 400 000 Euro. Fast eine halbe Million Immobilienkredit für eine einzige "normale" Person! Unfassbar! Um Personen, die derart "großkopfert" und verantwortungslos mit Geld umgehen, sollte man generell möglichst einen großen Bogen machen, da kommt auch in allen anderen Bereichen des Lebens nicht viel Gutes dabei heraus. Hat die FS bei ihrem "Beziehungskandidaten" ja sehr schön gesehen.
 
  • #163
Ich wundere mich, dass hier immer weiter diskutiert wird, denn die FS, deren Beiträge ich im übrigen super finde, hat sich doch mittlerweile getrennt.

Der Freund der FS sucht eine Dumme und davon gibt es genug Frauen.
Ich habe kein Haus, sondern ein riesiges Anwesen und ich würde niemals Miete verlangen, ich wollte gar nicht, dass jemand einzieht, weil ich Angst habe, den nie wieder los zu werden, weil er so nie wieder in seinem Leben wohnen wird und auf Dramen bei einer Trennung habe ich keine Lust.
Es gab sogar schon Fälle, da haben Männer Frauen mit einer Immobilie auf Schadensersatz verklagt, weil sie etwas an dem Haus repariert haben während sie da gewohnt haben. So etwas gibt es alles! - Man sollte sich auch nicht so sicher sein, dass jemand, der keine Miete zahlt, keine Rechte hat. Mietverträge bedürfen rechtlich nicht der Schriftform und wenn jemand jahrelang irgendwo wohnt, dann bekommt man den gar nicht immer so leicht heraus wie man sich das vorstellt. Es gibt Gerichtsurteile, die haben mit dem allgemeinen Rechtsempfinden gar nichts zu tun.

Vermieten und wegziehen ist generell riskant, denn es kann passieren, dass der Mieter keine oder nur Teilmiete zahlt, Theater macht wegen hergesuchter Mängel und später kann man ihn noch herausklagen.
Ich kenne Fälle, da hat der Mieter einfach Bäume im Garten gefällt (wegen der Sonne !) und ab ist ab, auch wenn er dazu nicht berechtigt war. Vermietet man mit eingerichteter Küche, muß man dem Mieter die Instandhaltung der Küchengeräte zahlen und diese ggf. austauschen, die Filteranlage im Pool erneuern, obwohl funktionsfähig, da nicht mehr Stand der Technik, an der Sauna etwas reparieren lassen, obwohl sie funktioniert, Heizung erneuern, was man sonst nie getan hätte, weil ein Mieter alle möglichen Rechte darauf hat Energie zu sparen usw. usw.; Das alles während der bei gekürzter Miete wegen Mängeln lustig luxuriös wohnt. Wer Mängel sucht, findet immer irgend etwas.

Jemand der eine selbst genutzte Immobilie vermietet und beabsichtigt dort später wieder einzuziehen, der spielt russisches Roulette mit seinem Vermögen.

Das einzige was mich wundert ist, dass die FS sich überhaupt so lange mit so einem abgegeben hat. Aber eine Dumme wird er wahrscheinlich finden, wenn ich viele weibliche posts hier lese, viele sind noch stolz ihr Geld beisteuern zu dürfen :)
 
  • #164
Wenn ich hier dann lese, dass man Miete zahlt, aber keinen eigenen abschließbaren Bereich hat, dann frage ich mich wie dies bei den ganzen Untermietern und der WG aussieht. Die Fs wohnt ja bei ca. 10 € warm pro qm wohl eher ländlich. In München z.B. kann man froh sein, wenn man da unter 17.50 € ist. Vielleicht auch wieder ein Beispiel für Land ./. Großstadt.
 
L

luci-le

  • #165
Wofür auch jegliches Verständnis zu fehlen scheint (komplette Empathiefreiheit), dass ein Mensch an seinem Haus hängt und es selbst unter extremen finanziellen Problemen nicht so schnell aufgeben will, weil es Halt gibt wenn die Welt grad auseinandergefallen ist.
Und weil der Herr sich verspekuliert hat und sich gerne mit Dingen schmückt, die er sich aus eigenem Antrieb nicht leisten kann, soll dann die FS mit ihrem Vermögen, das möglicherweise auch nicht so üppig is, das sie aber im Gegensatz zu dem wesentlich älteren Kandidaten offensichtlich besser verwaltet, "aushelfen" und ins Spiel kommen? Ganz ehrlich, dafür fehlt auch mir jedes Verständnis!
 
  • #166
12 000 Euo Zinsen pro Jahr? ... Um Personen, die derart "großkopfert" und verantwortungslos mit Geld umgehen, sollte man generell möglichst einen großen Bogen machen
Nun ja, dann sollte man denselben Bogen auch um Leute machen, die 12.000 Euro Miete pro Jahr aus dem Fenster blasen – für eine Vierzimmerwohnung in der Großstadt ein ganz normaler Betrag.

Hier wie da kann Eigenkapital nur aus dem entstehen, was nach Abzug von Miete bzw. Zinsen noch übrig bleibt, allein die Reihenfolge ist eine andere: das eine ist profitabler (Inflationssicherheit, Steuervorteile), das andere flexibler.
 
L

luci-le

  • #167
Wenn ich hier dann lese, dass man Miete zahlt, aber keinen eigenen abschließbaren Bereich hat, dann frage ich mich wie dies bei den ganzen Untermietern und der WG aussieht. Die Fs wohnt ja bei ca. 10 € warm pro qm wohl eher ländlich. In München z.B. kann man froh sein, wenn man da unter 17.50 € ist. Vielleicht auch wieder ein Beispiel für Land ./. Großstadt.
Setze einfach mal ein Inserat in die Zeitung, du suchst eine(n) Untermieter für die Hälfte der Kosten und Schlaf-Wohnzimmer sowie alle anderen Räume werden gemeinsam genutzt und dann warte einfach ab, was passiert?
Würde die FS dann auch die Notarkosten übernehmen? Eintragungen ins Grundbuch? Testamentänderungen? Dies kann schonmal 7.000–10.000 Euro kosten. Das Gesicht würde ich gerne sehen!
Bitte Belege für diese Zahlen angeben, habe auch in diesem Bereich zu tun und die Zahlen mit denen wir jonglieren betragen in der Regel zwischen 10-25% der von dir angegeben. Für die "Änderung im Testament" muss die FS gar nichts berappen, das ist doch Unsinn. Der Expartner der FS wolle, dass sie zu ihm zieht, nicht anders herum. Überhaupt scheinen hier primär die vielen (hochverschuldeten?) Kreditbesitzer das Zusammenziehen mit ihren "Miet-Partnern" als großartige Chance für diese zu sehen, die Partner selbst bleiben, wie es scheint, bevorzugt mal ganz unaufgregt in ihren Miethäusern-und Wohnungen wohnen, anstatt diese "groartige Chance" zu nutzen.
 
  • #168
die Partner selbst bleiben, wie es scheint, bevorzugt mal ganz unaufgregt in ihren Miethäusern-und Wohnungen wohnen, anstatt diese "groartige Chance" zu nutzen.
Das hat damit zu tun, daß sie sich eben für dieses Wohnmodell entschieden haben und der Hauskreditnehmer für das andere. Und es wäre doch sehr verwunderlich, wenn jemand in der Mitte seines Lebens plötzlich die Seiten wechseln würde.

Wenn ich mir vorstelle, ich müßte den Rest meines Lebens in dem Haus zubringen, das ich vor 20 Jahren gebaut hätte, nach den damaligen Baustandards ... nein, danke.
 
  • #169
Die FS, hat die Liste der Nebenkosten vorgestellt!
Niemand weiß, was der Expartner genau abzahlt. Ob er seine Ex Frau noch auszahlen muss etc.
Und wer schreibt hat recht!
Er ist entweder eindeutig geizig. ..Und dafür steht die minutiöse Auflistung.
Und essen gehen für 7.50€... Aus Geiz oder weil er einfach nicht mehr Geld hat?
Von der FS wurde er, finde ich eher als 36 jähriger Versager dargestellt und völlig schuldig.
Und da bin ich immer vorsichtig!
Ein Reihenhaus und dann Kosten für Gartenpflege? Bei den parkähnlichen Anlagen muss man natürlich Gärtner unterhalten...Klar!
Und es hilft den Thread mal wieder komplett durchzulesen.
Ich persönlich finde Geizhälse allgemein lieblos. ..
Aber ich finde eine Frau die findet Männer sollen zahlen, auch geizig!
 
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A

Arcturus

  • #170
Die Grunderwerbssteuer auch noch dem am Eigentumsverhältnis unbeteiligten Partner aufs Auge drücken zu wollen, empfinde ich dagegen als einfach nur arm. Von einem Menschen, der dies auch nur ansatzweise vorschlägt, würde ich mich augenblicklich verabschieden.
Bitte das deutsche Recht beachten!
Wenn gewollt ist, daß die FS mit ihrer Mietzahlung auch gleichzeitig hälftiges Eigentum am Haus erwirbt, geht das moralisch, rechtlich und kaufmännisch sauber so:
1. Der Wert des Hauses wird ermittelt.
2. Davon wird die Restschuld abgezogen.
3. Der übrigbleibende Betrag ist der Wertanteil des Hauses, der bereits bezahlt ist. Dieser wird halbiert.
4. Der halbierte Wertanteil wird von der FS dem Hauseigentümer bezahlt. (Bei einem Haus von 250.000 Wert und einer Restschuld von 150.000 sind das eben 50.000 Euro an den Hausbesitzer)
5. Im Gegenzug kommt die FS hälftig ins Grundbuch.
6. Dieser Grundbucheintrag ist ein Erwerb nach deutschem Recht und mit entsprechenden Notarkosten und Grunderwerbssteuer verbunden, die die Erwerberin zu tragen hat.

Erst nach diesen Schritten ist es moralisch und rechtlich in Ordnung zu sagen, die FS würde mit ihren Mietzahlungen auch Eigentum am Haus erwerben, denn VORHER hätte sie mindestens noch die Hälfte des schuldfreien Hauswertes an den Besitzer zu zahlen.
So geht Wirtschaft und Kaufmännisches Rechnen!

m47 und kein Kaufmann sondern nur Ingenieur ;-P
 
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  • #171
ihn in meinem, von mir ausgesuchten und auf mich laufenden Auto mitzunehmen, dann aber nicht nur Sprit, sondern auch Versicherung, Verschleiß, Reperatur, Garage, Kredit und erhöhe Liebhaberprämien anteilig abknüpfen würde.
Der Vergleich hinkt zwar ganz gewaltig, aber bitteschön: die Beifahrerin könnte auch sagen „Spritanteil? Wieso, du bist doch gefahren, und es ist ja auch deine Sch..karre – ich würde mir nie so ein Modell kaufen! Aber wenn du darauf bestehst, bitteschön, hier sind 20 Euro, dafür gehört mir jetzt aber auch ein Stück vom Auto.” Ich nehme stark an, sie würde dann künftig wohl zu Fuß gehen müssen.
 
L

luci-le

  • #172
Bitte das deutsche Recht beachten!
Wenn gewollt ist, daß die FS mit ihrer Mietzahlung auch gleichzeitig hälftiges Eigentum am Haus erwirbt, geht das moralisch, rechtlich und kaufmännisch sauber so:
1. Der Wert des Hauses wird ermittelt.
2. Davon wird die Restschuld abgezogen.
3. Der übrigbleibende Betrag ist der Wertanteil des Hauses, der bereits bezahlt ist. Dieser wird halbiert.
4. Der halbierte Wertanteil wird von der FS dem Hauseigentümer bezahlt. (Bei einem Haus von 250.000 Wert und einer Restschuld von 150.000 sind das eben 50.000 Euro an den Hausbesitzer)
5. Im Gegenzug kommt die FS hälftig ins Grundbuch.
6. Dieser Grundbucheintrag ist ein Erwerb nach deutschem Recht und mit entsprechenden Notarkosten und Grunderwerbssteuer verbunden, die die Erwerberin zu tragen hat.

Erst nach diesen Schritten ist es moralisch und rechtlich in Ordnung zu sagen, die FS würde mit ihren Mietzahlungen auch Eigentum am Haus erwerben, denn VORHER hätte sie mindestens noch die Hälfte des schuldfreien Hauswertes an den Besitzer zu zahlen.
So geht Wirtschaft und Kaufmännisches Rechnen!

m47 und kein Kaufmann sondern nur Ingenieur ;-P
Es ging um die Idee, ob es vertretbar sei, dem Miet-Partner ("Eigentums"verhältnis liegt weiterhin beim Kreditnehmer) zusätzlich zur Miete noch die Grundsteuer aufs Auge zu drücken. Allein schon diese Idee zeugt von einem Gedankengut...
Dein Beispiel geht daher vollkommen ins Lehre, ganz egal ob du jetzt lieber Kaufmann oder Ingeneur wärst ;p
 
A

Arcturus

  • #173
Es ging um die Idee, ob es vertretbar sei, dem Miet-Partner ("Eigentums"verhältnis liegt weiterhin beim Kreditnehmer) zusätzlich zur Miete noch die Grundsteuer aufs Auge zu drücken. Allein schon diese Idee zeugt von einem Gedankengut...
Dein Beispiel geht daher vollkommen ins Lehre, ganz egal ob du jetzt lieber Kaufmann oder Ingeneur wärst ;p
Sorry, Grundsteuer und Grunderwerbssteuer verwechselt, weil zu schnell gelesen. Werde halt älter;-)
Aber auch bei Grundsteuer gilt: diese ist auch bei einer Mietwohnung Teil der Nebenkosten und habe ich nicht irgendwo in den Beiträgen gelesen, daß es durchaus akzeptabel schien, daß die FS zwar keine Miete, die hälftigen Nebenkosten tragen solle?
Dazu gehören übrigens auch die Kosten der städtischen Straßenreinigung, Straßenbeleuchtung, Hausreinigungskosten, Schornsteinfeger, Gebäudeversicherung, Ablese- und Abrechnungsdienste, Hausmeistertätigkeiten etc. und natürlich die Klassiker: Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telefon.

Fazit: kostenfreies Wohnen ohne angemessene Beteiligung an den (Neben-)kosten ist ebenfalls Ausnehmen und Ausnutzen. Aber in diesem Fall - wenn es eine Frau als normal ansieht, ist es ja doch nicht so schlimm.

m(immer noch)47 Ingenieur aber mit zusätzlicher kaufmännischer Ausbildung
 
  • #174
ob es vertretbar sei, dem Miet-Partner ("Eigentums"verhältnis liegt weiterhin beim Kreditnehmer) zusätzlich zur Miete noch die Grundsteuer aufs Auge zu drücken. Allein schon diese Idee zeugt von einem Gedankengut...
Ahnungslosigkeit allerorten. Die Grundsteuer ist auch in einer Mietwohnung vom Mieter zu tragen, als Teil der Nebenkosten. Und daß die Nebenkosten geteilt werden müssen, bestreiten hier ja noch nicht einmal die Hardliner.
 
A

Ares

  • #175
Ein Test für Naivität, die Bereitschaft sich ausnutzen zu lassen oder für was?
Ein Test dafür, ob eine Partnerin sich an den Kosten einer gemeinsamen Lebensgestaltung angemessen beteiligt.
Eine Eintragung ins Grundbuch ist bei einer so kurzen Beziehung kaum zielführend, die Frau müsste ja dann auch die Hälfte des abbezahlten Kredites ersetzen.
Es spricht aus meiner Sicht wenig dagegen, einen angemessenen Mietanteil zu bezahlen. Wie bei jeder Mietwohnung trägt der Eigentümer das volle Risiko für alle anfallenden Kosten, die die FS sicher nicht mit übernehmen möchte. Warum sollte sie also nicht einen Anteilt Miete, z. B. in der Höhe, die sie vorher auch bezahlt hat, übernehmen.
Bei der mangelnden Kommunikation der FS und ihres Freundes und der Art, wie sie mit ihm umgeht sind sie wahrscheinlich sowieso längst getrennt, während wir uns hier noch Gedanken machen.
 
  • #176
Ich war in einer ähnlichen Situation wie die FS. Meine langjährige Beziehung ist letztlich an dieser Frage gescheitert.
Ich sehe es auch so, dass der "Miet-Partner" massiv in Nachteil zum "Eigentümer-Partner" geraten würde, wenn er, so wie die FS, eine preisgünstige, gute, eingerichtete Mietwohnung bewohnt und diese aufgeben müsste.
Denn, auch wenn es auf den ersten Blick andersherum aussehen mag, ist es jedoch so: Das gesamte finanzielle Risiko trägt alleine die Miet-Partnerin. Wenn die Beziehung nämlich auseinandergeht, steht sie vor dem Nichts, bekommt nie wieder eine so günstige Miet-Wohnung und muss eine Menge Geld für Wohnungssuche, Umzug und vor allem Neueinrichtung ausgeben, wo hingegen der "Eigentümer-Partner" Null Komma Null Risiko trägt, da sich für ihn bei Trennung nichts verändert.
Selbst, wenn der "Eigentümer-Partner" nicht mal "Mitfinanzierung" verlangen würde, geht er beim Zuzug seiner Partnerin zu ihm praktisch kein Risiko ein, sondern hat höchstens Vorteile.

Und, was hier in der Diskussion bisher gar nicht erwähnt wurde, finde ich sehr gravierend: Alleine dieses Ungleichgewicht im Falle der Trennung ist, meines Empfindens nach, ein erhebliches Problem, was sich subtil auf die Beziehung auswirken wird! Es ist eine einseitige Abhängigkeit. Der "Eigentümer-Partner" muss sich doch im Beziehungsalltag viel weniger bis gar keine Mühe geben, weil er immer weiß: 'Die wird sich das 10 Mal überlegen, mich zu verlassen, weil sie ja dann gravierenden finanziellen und sonstigen Aufwand hätte." Der kann sich im Prinzip unmöglich benehmen, kann fremdgehen usw., die "Miet-Partnerin" hat dann ein Problem, nicht er!

Kein Problem stellt diese Konstellation für einen "Miet-Partner" lediglich in dem Fall dar, wenn er/sie sowieso keine gute Mietwohnung hat, sowieso etwas Neues sucht, also nichts für ihn Wertvolles aufgeben muss. Dann könnte er/sie das definitive Ungleichgewicht in Kauf nehmen, weil es kein so großes Risiko im o.g. Sinne ist.

w50
 
  • #177
Ein Test dafür, ob eine Partnerin sich an den Kosten einer gemeinsamen Lebensgestaltung angemessen beteiligt.
Ich glaube nicht, dass das ein Test sein sollte. Dem Mann kam das Ganze einfach gelegen. Eine Frau, die ihm hilft, sein Haus abzubezahlen - das sollte die FS wohl sein, mit allen anderen Annehmlichkeiten, versteht sich.

Ich hätte mich da auch nicht drauf eingelassen.
 
  • #178
Ergänzung w50:

Ein halbwegs faires Modell wäre meiner Meinung nach höchstens, wenn die Miet-Partnerin ab ihrem Zuzug zum Eigentümer monatlich einige hundert Euro für sich auf einem Konto zurücklegen könnte, welche ihr die höheren Kosten (z.B. weiterer Weg zur Arbeit, bei mir wäre er 3 Mal weiter gewesen, d.h. ich hätte mir ein Auto anschaffen müssen, das ich derzeit nicht brauche) und im Fall der Trennung für die neue dauerhaft deutlich teurere Miet-Wohnung, für Anschaffung von Einrichtung usw. ausgleichen.
Selbst dann wäre es immer noch ein relatives Risiko für die Miet-Partnerin, denn wenn die Beziehung schon nach 1 oder 2 Jahren scheitert, hat sie noch nicht viel zur eigenen Absicherung ansparen können.

Von einem Eintrag ins Grundbuch beider Partner wird heute, soviel ich weiß, selbst von Fachleuten abgeraten, da das bei Trennung, die statistisch bekanntermaßen nun mal sehr wahrscheinlich ist, nur noch mehr Probleme macht.

w50
 
A

Ares

  • #179
Der "Eigentümer-Partner" muss sich doch im Beziehungsalltag viel weniger bis gar keine Mühe geben, weil er immer weiß: 'Die wird sich das 10 Mal überlegen, mich zu verlassen, weil sie ja dann gravierenden finanziellen und sonstigen Aufwand hätte.
Aus Hauseigentümersicht: es steht jeder Frau frei, sich ebenfalls Eigentum anzuschaffen. Die meisten scheuen das. Dann würde ich natürlich genauso einen Umzug in Erwägung ziehen und mein Haus vermieten.

Ich würde auch eine gemeinsame Mietwohnung nehmen.
Das Risiko der FS ist ungefähr gleich hoch. Für eine gemeinsame Wohnung mit Kostenteilung zahlt sie schnell ebenfalls 570 Euro Mietanteil (und kann im Falle einer Trennung nicht mal sofort ausziehen, sondern ist für die Kündigungsfrist gebunden. Ihre alte, vielleicht günstige Wohnung gibt sie genauso auf. Im Falle einer Trennung müsste sie genauso wieder umziehen und sich eine neue Wohnung suchen. Ihr Nachteil ist also nicht viel größer, denn sie müsste jetzt und im Falle einer Trennung sowieso umziehen. Umgekehrt kann sie dem Mann gar nicht die Option bieten, bei ihr einzuziehen.
Fraglich ist hier natürlich die Höhe der "Miete".
 
  • #180
Die Grunderwerbssteuer beträgt z.B. in Bayern bei einer € 300.000-Immobilie 3,5% (= € 10.500,00) und in Schleswig-Holstein 6,5% (€ 19.500,00). Maklerkosten schwanken zwischen 3-7% ( € 9.000,00 bis € 21.000,00). Hinzu kommen noch Grundbuch- und Notarkosten in Höhe von ca. € 3.500,00. Bei einer € 300.000-Immobilie fallen somit Anschaffungskosten i.H.v. ca. € 23.000,00 bis € 44.000,00 an, die danach „verbraucht“ und nicht mehr im Wert des Grundstücks enthalten sind.
Es ist daher auch normal, dass man ein Haus gerne halten möchte, da andernsfalls diese Kosten "verloren" sind bzw. sich nicht weiter relativieren, weil z.B. Anschaffungskosten von ca. € 40.000,00 bei einer 30 jährigen Immobiliennutzung weniger teuer als bei einer nur 3. jährigen Nutzung erscheinen. Der Zeitpunkt, ab wann eine Anschaffung günstiger als eine Miete ist, tritt nicht selten erst nach vielen Jahren ein. Das gilt insbesondere dann, wenn die Finanzierung noch zu Zeiten stattgefunden hat, wo die Zinsen deutlich höher als jetzt waren.
Ich wüsste wirklich nicht, was daran verwerflich sein sollte, wenn ein neuer Partner sich an diesen Verbrauchskosten - auch wenn diese zum Teil bereits bei der Anschaffung angefallen waren - bei einem Einzug entsprechend angemessen beteiligt, denn das Finanzierungsrisiko verbleibt ja weiterhin einseitig beim anderen Partner und die Vorteile der Nutzung der Immobilie wird fortan gemeinsam ausgeübt.
Wenn die FS z.B. eingezogen wäre und sich nach 2 Jahren getrennt hätte, dann hätte sie einfach ohne weitere Verpflichtungen wieder ausziehen können. Der Partner hingegen ist weiterhin gebunden, und wenn er das Haus nicht alleine halten kann, dann haben sich die Anschaffungskosten noch nicht rentiert, so dass die FS sich dann auch über die 2 Jahre nicht an seiner Kapitalbildung, sondern lediglich an der Abmilderung der Anschaffungskosten bzw. laufenden Kosten beteiligt hätte.
Über die Höhe einer angemessenen Kostenbeteiligung kann man gerne diskutieren, aber eine "Miete" generell für unangemessen zu halten bzw. sich über den Tisch gezogen zu fühlen, ist schon eine eigenartige Haltung, denn man würde dann ausschließlich nur an den Vorteilen des finanzierten Eigentums partizipieren wollen und alle Nachteile dem Partner belassen. Richtig ist aber, dass keiner in ein Fremdeigentum ziehen muss, wenn einem die Konditionen nicht zusagen.
 
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